Jule Niemeier

deutsche Tennisspielerin

Jule Niemeier (* 12. August 1999 in Dortmund) ist eine deutsche Tennisspielerin.

Jule Niemeier Tennisspieler
Jule Niemeier
Jule Niemeier bei den French Open 2022
Nation: Deutschland Deutschland
Geburtstag: 12. August 1999 (22 Jahre)
Größe: 178 cm
1. Profisaison: 2016
Spielhand: Rechts
Trainer: Christopher Kas
Preisgeld: 339.042 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 142:79
Karrieretitel: 0 WTA
1 WTA Challenger
4 ITF
Höchste Platzierung: 94 (9. Mai 2022)
Aktuelle Platzierung: 97
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 3:10
Karrieretitel: 0 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 675 (31. Dezember 2018)
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
20. Juni 2022
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

KarriereBearbeiten

Niemeier begann mit drei Jahren mit dem Tennisspielen und bevorzugt Sandplätze. Sie spielte bislang vor allem Turniere der ITF Women’s World Tennis Tour, auf der sie bislang fünf Titel im Einzel gewinnen konnte.

Im April 2016 bestritt Niemeier ihr erstes Profiturnier bei den mit 25.000 US-Dollar dotierten Wiesbaden Tennis Open 2016, wo sie eine Wildcard für das Hauptfeld im Dameneinzel erhielt. Sie unterlag aber bereits in der ersten Runde der als Nummer fünf gesetzten Walentina Iwachnenko mit 5:7 und 2:6.

Niemeier absolvierte 2017 die Juniorinnenturniere aller vier Grand-Slam-Turniere sowohl im Einzel als auch im Doppel.[1][2]

Ihren bisher größten Erfolg feierte Niemeier im Mai 2021 als Siegerin der mit 25.000 $ dotierten ITF Advantage Cars Prague Open. Im Finale besiegte sie die ungarische Spielerin Dalma Gálfi mit 6:4 und 6:2. Zuvor gewann sie im Juni 2018 das ITF Future Nord Kaltenkirchen. Im August 2019 konnte sie die ITF Leipzig Open gewinnen. Bereits im Oktober 2017 konnte sie in Scharm asch-Schaich ein Halbfinale eines Turniers des ITF Women’s Circuit erreichen, wo sie Emilie Francati knapp mit 6:2, 3:6 und 4:6 unterlag.

2018 wurde Niemeier ebenso wie Anna Gabric in das Porsche Talentteam Deutschland der Deutschen Fed-Cup-Mannschaft aufgenommen.[3]

Im Mai 2019 gab Niemeier ihr Debüt auf der WTA Tour. Sie erhielt eine Wildcard für die Qualifikation des Nürnberger Versicherungscups 2019. Dort gelangte sie mit Siegen über Ashley Kratzer und Destanee Aiava bis ins Hauptfeld, wo sie aber dann gegen Kristýna Plíšková mit 1:6 und 3:6 unterlag.

Nach Erreichen von zwei WTA-Halbfinals im Jahr 2021 (Straßburg und Hamburg), konnte sie sich im Mai 2022 nach Siegen über Alexandra Cadanțu-Ignatik, Jessika Ponchet und Moyuka Uchijima bei den French Open zum ersten Mal für das Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier qualifizieren.

2022 gewann sie im Juni bei den Makarska Open, einem Challenger-Turnier im kroatischen Makarska, mit ihrem Finalsieg gegen Elisabetta Cocciaretto erstmals ein WTA-Turnier.[4] Anschließend gewann sie bei ihrem Debüt in Wimbledon ihr erstes Match in einem Grand-Slam-Turnier und auch das nächste Spiel gegen die Weltranglisten-Dritte Anett Kontaveit. Niemeier sagte im Anschluss, sie spiele gern auf Gras; der Untergrund passe zu ihrem Spiel.[5] Nach einem weiteren Sieg gegen die Ukrainerin Lesia Tsurenko konnte sie das Achtelfinale von Wimbledon erreichen. In diesem bezwang sie die Britin Heather Watson in zwei Sätzen und zog ins deutsch-deutsche Viertelfinale gegen Tatjana Maria ein, das sie in einem hart umkämpften Dreisatzmatch verlor.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 24. Juni 2018 Deutschland  Kaltenkirchen ITF $15.000 Sand Israel  Vlada Ekshibarova 7:5, 6:2
2. 18. August 2019 Deutschland  Leipzig ITF W25 Sand Deutschland  Katharina Gerlach 6:3, 6:3
3. 9. Mai 2021 Tschechien  Prag ITF W25 Sand Ungarn  Dalma Galfi 6:4 6:2
4. 30. April 2022 Kroatien  Zagreb ITF W60 Sand Ungarn  Réka Luca Jani 6:2 6:2
5. 5. Juni 2022 Kroatien  Makarska WTA Challenger Sand Italien  Elisabetta Cocciaretto 7:5 6:1

Weltranglistenpositionen am SaisonendeBearbeiten

Jahr 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Einzel 1253 971 455 296 280 130
Doppel 837

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jule Niemeier überzeugt bei den Junior-Australian-Open (dtb-tennis.de vom 26. Januar 2017, abgerufen am 21. April 2018)
  2. "Es ist der Traum, mal ganz oben zu stehen" (spox.com vom 30. Juni 2017, abgerufen am 21. April 2018)
  3. Jule Niemeier: „Möchte unbedingt mal den Porsche gewinnen!“ (spox.com vom 26. Dezember 2017, abgerufen am 21. April 2018)
  4. Sieg beim Rasen-Klassiker: Deutsches Quartett um Kerber weiter – Niemeier gelingt Wimbledon-Coup. In: FAZ. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 30. Juni 2022]).
  5. Überraschung in Wimbledon: Sternstunde für Jule Niemeier. In: FAZ. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 30. Juni 2022]).