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Makarska
Wappen
Wappen
Makarska (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
Koordinaten: 43° 17′ 40″ N, 17° 1′ 12″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Split-Dalmatien Split-Dalmatien
Höhe: m. i. J.
Fläche: 28,00 km²
Einwohner: 13.834 (2011)
Bevölkerungsdichte: 494 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 021
Postleitzahl: 21 300
Kfz-Kennzeichen: MA
Bootskennzeichen: MA
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Tonći Bilić (SDP)
Postanschrift: Obala kralja Tomislava 1
21 300 Makarska
Website:
Sonstiges
Schutzpatron: Sv. Klement
Night in Makarska.jpg
Stadtmitte

Makarska [ˈmakarska] (italienisch Macarsca) ist eine Küstenstadt in Kroatien.

GeographieBearbeiten

Die Stadt liegt in der historischen Region Dalmatien, an der kroatischen Adria im Zentrum der Makarska Riviera. Sie ist auch der Zweitsitz der katholischen Erzdiözese Split-Makarska.

Makarska hat 13.834 Einwohner, von denen 95,43 % Kroaten sind (Volkszählung 2011).

Nordöstlich des Ortes ragt das Biokovo-Massiv mit dem höchsten Gipfel, dem Sveti Jure, über 1.767 m auf.

Die Stadt ist landseitig über die Jadranska Magistrala und seit Ende 2008 über die kroatische Autobahn A1 erreichbar.

GeschichteBearbeiten

Makarska wurde im Laufe der Zeit von vielen verschiedenen Völkern beherrscht, nach den Römern herrschten Kroaten, Bosnier, Osmanen, dann die Venezier, später die Habsburger über die Stadt.

Die antike Siedlung, wahrscheinlich Muccurum, wurde der Überlieferung zufolge im Jahr 548 von dem ostgotischen König Totila zerstört. Später wird Makarska zu einem der Hauptstützpunkte des Stammes der Neretljani (Narentanier) (vgl. Pagania). Bis zum 14. Jahrhundert erkennt die Stadt die Souveränität der kroatischen Dynastien bzw. der ungarisch-kroatischen Könige an. Von 1324 bis 1463 steht sie unter der Herrschaft der bosnischen Dynastie Kotromanić. 1499–1646 gehört die Stadt zum Osmanischen Reich, 1646–1797 zu Venedig und 1815–1918 zu Österreich. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte Makarska zum faschistischen Unabhängigen Staat Kroatien, danach zu Jugoslawien.

In jüngerer Zeit wurde Makarska bekannt für die internationalen Tennisturniere (Makarska International Championships) der WTA, z. B. im April 1998 und 2003.

In der Umgebung von Makarska wurde ein Miniatur-Ochsenhautbarren in einem bronzezeitlichen Depot gefunden, das wahrscheinlich aus dem 13./12. Jahrhundert v. Chr. stammt und dessen Inventar sich im Ashmolean Museum Oxford befindet. Ob dieser Kupferbarren in Zypern produziert wurde, wie die meisten Ochsenhauptbarren, ist strittig.[1]

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot ragt aus dem rechten Schildrand ein silberner Arm mit erhobenem silbernem Säbel hervor. Ein silberner sechszackiger Stern schwebt im Schild.

KulturerbeBearbeiten

Am Ufer sieht man die Barockkirche des St. Philipp Neri und das Gebäude des ehemaligen Oratorianerklosters, das seine ursprüngliche Erscheinungsform bewahrt hat. Am westlichen Ende der Uferstraße Obala kralja Zvonimira beginnt eine Küstenpromenade, auf der man die Landzunge Sveti Petar umgehen kann (Leuchtturm, Grundmauern der Peterskirche aus dem 15. Jh. sowie die 1993 erneuerte Peterskirche).

Östlich des Piers erstreckt sich die Uferstraße Marineta mit einer bis zum bewaldeten Osejava-Kap reichenden Allee. Unweit davon liegt das Franziskanerkloster mit Kreuzgang aus dem Jahr 1400 (1540 erneuert, in heutiger Form seit 1614). In der alten einschiffigen Klosterkirche mit barockem Glockenturm aus dem Jahr 1715 ist heute eine Pinakothek untergebracht (Mariä Himmelfahrt von Pietro de Coster, 1760). Im Kreuzgang des Klosters kann man eine Malakologische Sammlung bewundern.

Vom Pier führen Stufen zum Kačić-Platz (Kačićev trg) im historischen Stadtkern, wo ein Denkmal an den Dichter Andrija Kačić Miošić erinnert (ein Werk von Ivan Rendić, 1889); auf der nördlichen Seite des Platzes steht die barocke Pfarrkirche St. Marko (erbaut 1700–1776), die bis 1828 auch die Episkopalkirche war. In ihrem Inneren sind der silberbeschlagene Altar der Rosenkranzmadonna (aus dem Jahr 1818) und der Hauptaltar aus inkrustiertem Marmor (eine venezianische Arbeit aus dem 18. Jh.) zu bewundern. Vor der südlichen Gebäudeseite befindet sich ein barocker Brunnen aus dem Jahr 1775.

PersönlichkeitenBearbeiten

Töchter und Söhne der Stadt:

Personen, die in der Stadt wirkten:

  • Lovro Šitović (1682–1729), kroatischer Schriftsteller und Epiker
  • Ante Jurić (1922–2012), emeritierter Erzbischof von Split-Makarska

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Makarska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

  • Veljko Barbieri: Das Küstenland von Makarska. Motovun-Verlag, 1990, ISBN 86-7255-052-8.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Serena Sabatini: Revisiting Late Bronze Age oxhide ingots. Meanings, questions and perspectives. In: Ole Christian Aslaksen (Hrsg.): Local and global perspectives on mobility in the Eastern Mediterranaean (= Papers and Monographs from the Norwegian Institute at Athens, Band 5). The Norwegian Institute at Athens, Athen 2016, S. 43.