Lauren Davis

US-amerikanische Tennisspielerin
Lauren Davis Tennisspieler
Lauren Davis
Lauren Davis 2014 in Wimbledon
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 9. Oktober 1993
Größe: 157 cm
1. Profisaison: 2011
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Edward Elliot
Preisgeld: 3.004.375 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 291:203
Karrieretitel: 1 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 26 (22. Mai 2017)
Aktuelle Platzierung: 62
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 34:61
Karrieretitel: 0 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 137 (15. Januar 2018)
Aktuelle Platzierung: 304
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
16. März 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Lauren Davis (* 9. Oktober 1993 in Gates Mills, Ohio) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Davis, die im Alter von neun Jahren mit dem Tennissport begann, war eine exzellente Juniorin. 2009 erreichte sie das Viertelfinale bei der Juniorinnenkonkurrenz der US Open; im Jahr darauf gewann sie den renommierten Orange Bowl und stieg bis auf Platz drei der Junioren-Tennisweltrangliste.

Parallel dazu sammelte Davis auf der ITF Women’s World Tennis Tour erste Erfahrungen und gewann 2010 ihre ersten beiden Profititel. Im gleichen Jahr gab sie in der Qualifikation von Miami, für die sie vom Veranstalter mit einer Wildcard verliehen bekam, ihr Debüt auf der WTA-Tour, verlor dort jedoch in der ersten Runde. 2011 durfte Davis, ebenfalls mit einer Wildcard ausgestattet, erstmals im Hauptfeld der Australian Open an den Start gehen, wo sie zum Auftakt an Samantha Stosur scheiterte. Auch für Indian Wells erhielt sie eine Wildcard, doch erneut schied sie in der ersten Runde in glatten Sätzen aus, ebenso wie bei den US Open 2011.

Nachdem Davis 2012 in Plantation ihren ersten ITF-Titel der $25.000-Kategorie gewann, gelang ihr in Indian Wells gegen Petra Martić ihr erster Erfolg in der Hauptrunde eines WTA-Turniers. Bei den French Open konnte sie sich im Anschluss erstmals über den Weg der Qualifikation ihren Platz im Hauptfeld erspielen und gegen Mona Barthel sogleich ihren ersten Sieg in der Endrunde eines Grand Slam-Turniers erzielen, bevor sie sich in der zweiten Runde ihrer Landsfrau Christina McHale geschlagen geben musste. Durch den Einzug in ihr erstes WTA-Viertelfinale in WTA Québec sowie den Gewinn ihres bis dahin größten ITF-Titels der $50.000-Kategorie in Las Vegas, konnte Davis die Saison 2012 erstmals in den Top 100 der Weltrangliste abschließen. Im Jahr darauf triumphierte sie beim $100.000-Turnier in Midland und erreichte in Indian Wells als Lucky Loserin nach einem Sieg über Madison Keys erstmals die dritte Runde. Obwohl sie bei allen vier Grand Slam-Starts gleich zum Auftakt scheiterte, rückte sie im Ranking weiter nach vorne.

2014 kam Davis in Melbourne erstmals in die dritte Runde eines Grand Slams, wo sie gegen Eugenie Bouchard verlor. In Indian Wels errang sie gegen Wiktoryja Asaranka ihren ersten Sieg gegen eine Top 10-Spielerin und kam anschließend bis ins Achtelfinale, wo sie gegen Casey Dellacqua krankheitsbedingt aufgeben musste. Nachdem sie in Eastbourne als Qualifikantin das Viertelfinale erreichte und in Wimbledon ebenfalls in die dritte Runde vorstieß, gelang Davis erstmals der Sprung in die Top 50 der Welt. Im Jahr darauf erzielte sie gleich zu Saisonbeginn in Auckland ihr erstes Halbfinale auf der WTA-Tour, in Charleston konnte sie gegen Eugenie Bouchard ihren zweiten Karriereerfolg über eine Top 10-Spielerin feiern, ehe sie im Viertelfinale Madison Keys unterlag.

2016 erreichte Davis in Washington vor heimischer Kulisse ihr erstes WTA-Finale, in dem sie an Yanina Wickmayer scheiterte. Nur zwei Monate später stand sie beim Turnier in Québec als Qualifikantin erneut in einem Endspiel, verlor dieses Mal aber gegen Océane Dodin. Auch die abschließende Hallenplatzsaison verlief mit einer weiteren Halbfinalteilnahme in Luxemburg sowie dem Erreichen des Endspiels des ITF-Turniers der $100.000-Kategorie in Poitiers, in dem sie sich wiederum Dodin geschlagen geben musste, äußerst erfolgreich. Davis konnte die starke Form in das neue Jahr mitnehmen und gewann zum Auftakt in Auckland nach einem Finalsieg über Ana Konjuh bei ihrem dritten Anlauf ihren ersten WTA-Titel. Nach einer enttäuschenden Erstrundenniederlage bei den Australian Open 2017, kam sie in Doha und Dubai jeweils bis ins Viertelfinale, in Indian Wells zog sie in die vierte Runde ein, wo sie an Kristina Mladenovic scheiterte. Im Mai erzielte sie mit Position 26 ihre bislang höchste Weltranglistenplatzierung. Die zweite Saisonhälfte verlief für Davis, die trotz ihres Aufstiegs in die Top 30 der Weltrangliste bei allen vier Grand Slam-Turnieren in der ersten Runde ausschied, deutlich schwächer. Obwohl sie die Punkte aus dem Vorjahr nicht verteidigen konnte, schloss sie die Saison erstmals unter den Top 50 der Welt ab.

Das Jahr 2018 begann mit dem Einzug in die dritte Runde der Australian Open zunächst vielversprechend für Davis. Dort bot sie der Weltranglistenersten Simona Halep der sie sich nach fast vier Stunden Spielzeit erst mit 13:15 im Finalsatz geschlagen geben musste, einen harten Kampf. Beide Spielerinnen stellten damit den Rekord für die meisten absolvierten Spiele in einem Hauptrundenmatch der Australian Open ein.[1] Doch statt aus der gezeigten Leistung Selbstvertrauen zu schöpfen, gewann Davis für den Rest des Jahres keine einzige Partie mehr im Hauptfeld eines WTA-Turniers und stürzte zwischenzeitlich bis auf Ranglistenposition 250 ab. Erst im November meldete sich Davis mit dem Erreichen des Finales bei einem Turnier der WTA Challenger Series in Houston, in dem sie Peng Shuai unterlag, wieder zurück. Über die ITF-Tour versuchte sie sich zu Beginn des neuen Jahres wieder in die Top 100 zurückzukämpfen. Nachdem sie in Bonita Springs ein Turnier der $100.000-Kategorie gewinnen konnte, erhielt sie vom amerikanischen Tennisverband eine Wildcard fürs Hauptfeld der French Open, wo sie in die zweite Runde kam. In Wimbledon scheiterte sie bereits in der Abschlussrunde des Qualifikationsturniers an Kristie Ahn, rückte aber als Lucky Loserin nachträglich in die Hauptrunde nach und schlug dort in der zweiten Runde die Titelverteidigerin Angelique Kerber in drei Sätzen. Es war ihr vierter und bis dahin letzter Erfolg gegen eine Spielerin aus den Top 10 der Weltrangliste. Durch eine weitere Zweitrundenteilnahme bei den US Open sowie den Einzug ins Halbfinale des WTA-Challengers in New Haven konnte sie die Saison wieder klar in den Top 100 der Welt beenden.

2014 gab Davis bei der Viertelfinalpartie gegen Italien ihr Debüt für die Fed-Cup-Mannschaft der Vereinigten Staaten. Seitdem hat sie für ihr Land drei Begegnungen im Einzel und Doppel bestritten, von denen sie eine gewinnen konnte (Einzelbilanz 0:2).

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 10. Oktober 2010 Vereinigte Staaten  Williamsburg ITF $10.000 Sand Lettland  Līga Dekmeijere 6:0, 6:0
2. 31. Oktober 2010 Puerto Rico  Bayamón ITF $25.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Madison Keys 7:65, 6:4
3. 3. Juli 2011 Vereinigte Staaten  Buffalo ITF $10.000 Sand Vereinigte Staaten  Nicole Gibbs 5:7, 6:2, 6:4
4. 17. Juli 2011 Vereinigte Staaten  Atlanta ITF $10.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Alexis King 1:6, 6:2, 6:2
5. 22. Januar 2012 Vereinigte Staaten  Plantation ITF $25.000 Sand Vereinigte Staaten  Gail Brodsky 6:4, 6:1
6. 29. September 2012 Vereinigte Staaten  Las Vegas ITF $50.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Shelby Rogers 6:75, 6:2, 6:2
7. 10. Februar 2013 Vereinigte Staaten  Midland ITF $100.000 Hartplatz (Halle) Kroatien  Ajla Tomljanović 6:3, 2:6, 7:62
8. 7. Januar 2017 Neuseeland  Auckland WTA International Hartplatz Kroatien  Ana Konjuh 6:3, 6:1
9. 12. Mai 2019 Vereinigte Staaten  Bonita Springs ITF $100.000 Sand Vereinigte Staaten  Ann Li 7:5, 7:5

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 1 1 3 2 3 1 3 Q1 2 3
French Open 2 1 1 1 1 1 2 1 2
Wimbledon 1 3 2 Q2 1 Q1 3 3
US Open 1 Q2 1 1 2 2 1 Q1 2 1 2

DoppelBearbeiten

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 1 1 2 1 2 2
French Open 2 1 1 1 2 2
Wimbledon 1 2 1 2
US Open 1 1 2 1 1 2

WeblinksBearbeiten

Commons: Lauren Davis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Simona Halep survives marathon 28-game final set against Lauren Davis. In: theguardian.com. 20. Januar 2018, abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).