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Jaroslawa Wjatscheslawowna Schwedowa

russisch-kasachische Tennisspielerin
Jaroslawa Schwedowa Tennisspieler
Jaroslawa Schwedowa
Jaroslawa Schwedowa 2016 bei den French Open
Spitzname: Slava
Nation: RusslandRussland Russland
–2008
KasachstanKasachstan Kasachstan
2008–
Geburtstag: 12. September 1987
Größe: 180 cm
Gewicht: 70 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Victor Ioniță
Preisgeld: 6.437.404 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 355:264
Karrieretitel: 2 WTA, 4 ITF
Höchste Platzierung: 25 (29. Oktober 2012)
Aktuelle Platzierung: 368
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 285:174
Karrieretitel: 13 WTA, 1 WTA Challenger, 3 ITF
Höchste Platzierung: 3 (22. Februar 2016)
Aktuelle Platzierung: 134
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
23. April 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jaroslawa Wjatscheslawowna Schwedowa (russisch Ярослава Вячеславовна Шведова, englische Transkription Yaroslava Shvedova; * 12. September 1987 in Moskau, UdSSR) ist eine Tennisspielerin, die zunächst für Russland spielte und seit 2008 für Kasachstan antritt.

Leben und KarriereBearbeiten

Schwedowa begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen, das ihr der Vater (noch immer ihr Trainer und Coach) beibrachte. Ihre Mutter Nursija Bagmanowa war in den 1990er Jahren als Ultramarathonläuferin erfolgreich.

2007Bearbeiten

Im Februar 2007 erreichte Schwedowa mit einem Sieg über die als Nummer zwei gesetzte Lokalmatadorin Sania Mirza mit 6:72, 6:4, 6:4 unerwartet das Finale der Bangalore Open, in dem sie die topgesetzte Titelverteidigerin Mara Santangelo mit 6:4, 6:4 besiegte. Es war ihr erster Titel auf der WTA Tour, nach welchem sie auf Platz 78 und damit erstmals in den Top 100 geführt wurde.

Beim Miami Masters kam sie über die Qualifikation ins Hauptfeld und konnte dort in der zweiten Runde mit Ana Ivanović zum ersten Mal eine Top-20-Spielerin schlagen (7:5, 6:4). In Runde drei unterlag sie Tathiana Garbin mit 6:4, 3:6, 2:6.

2008–2009Bearbeiten

Im August 2008 gewann sie das ITF-Turnier von Monterrey mit einem Finalsieg über Magdaléna Rybáriková mit 6:4, 6:1. Nach überstandener Qualifikation verlor sie bei den US Open ihr Erstrundenmatch gegen Agnieszka Radwańska mit 4:6 und 2:6. Über die Qualifikation schaffte sie es 2009 mit Siegen über Shenay Perry (6:4, 6:4), Angela Haynes (6:1, 6:2) und Elena Baltacha (6:2, 6:2) auch ins Hauptfeld der French Open. Dort besiegte sie Kaia Kanepi und in der zweiten Runde die Qualifikantin Arantxa Rus. Anschließend unterlag sie Maria Scharapowa mit 6:1, 3:6 und 4:6. In Wimbledon fertigte sie Monica Niculescu in Runde eins mit 6:1 und 6:0 ab, ehe sie Melanie Oudin mit 6:3, 2:6 und 4:6 unterlag.

Im Februar 2009 bestritt sie ihre erste Partie für die kasachische Fed-Cup-Mannschaft, für die sie mittlerweile 24 Siege (bei 16 Niederlagen) beisteuerte.

2010–2011Bearbeiten

Bei den French Open erreichte sie 2010 mit dem Österreicher Julian Knowle das Endspiel im Mixed-Wettbewerb, das mit 6:4, 6:75, [9:11] knapp verloren ging. In Wimbledon konnte sie in der Doppelkonkurrenz mit dem Titelgewinn an der Seite von Vania King ihren bis dahin größten Erfolg feiern. Mit King gewann sie im selben Jahr auch noch den Titel bei den US Open. Nach ihrem Halbfinalvorstoß in Paris erreichte Schwedowa 2011 mit Rang 4 ihre höchste Position in der Doppel-Weltrangliste. Ende Juli sicherte sie sich an der Seite von Sania Mirza beim erstmals in den Tourkalender aufgenommenen Turnier im US-amerikanischen College Park ihren vierten Doppeltitel. Die beiden besiegten Wolha Hawarzowa und Alla Kudrjawzewa in zwei Sätzen. Bis Ende Oktober folgten zwei weitere Doppelerfolge für Schwedowa/King, ihre Titel Nummer drei und vier.

2012–2013Bearbeiten

Bei den Australian Open scheiterte sie 2012 bereits in der Qualifikation. Dagegen kam sie im Doppel mit Vania King erstmals ins Viertelfinale, in dem sie Lucie Hradecká und Andrea Hlaváčková in zwei Sätzen unterlagen. Bei den French Open überraschte Schwedowa im Einzel, als sie mit Siegen über Carla Suárez Navarro und Titelverteidigerin Li Na das Viertelfinale erreichte; dort wurde sie von Petra Kvitová gestoppt (6:3, 2:6, 4:6). In Wimbledon schaffte sie dann bei ihrem Drittrundenmatch gegen Sara Errani (6:0, 6:4) das Kunststück, einen Golden Set zu spielen, d. h. den Satz mit 24 Punkten in Folge zu gewinnen.[1] Am 29. Oktober erzielte sie mit Platz 25 ein neues bestes Einzel-Ranking.

In der Saison 2013 war Schwedowa vor allem im Doppel erfolgreich. Ihr gelangen Turniersiege in Florianópolis, Taschkent und Taipeh. 2014 kamen in den ersten vier Monaten an der Seite von Anabel Medina Garrigues zwei weitere hinzu.

Seit 2014Bearbeiten

Im Februar 2016 erreichte sie Platz 3 der Doppelweltrangliste und damit ihre persönliche Bestmarke.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 18. Februar 2007 Indien  Bangalore WTA Tier III Hartplatz Italien  Mara Santangelo 6:4, 6:4
2. 15. November 2015 Thailand  Hua Hin WTA Challenger Hartplatz Japan  Naomi Ōsaka 6:4, 6:78, 6:4

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 15. Februar 2009 Thailand  Pattaya WTA International Hartplatz Thailand  Tamarine Tanasugarn Ukraine  Julija Bejhelsymer
Russland  Witalija Djatschenko
6:3, 6:2
2. 4. Juli 2010 Vereinigtes Konigreich  Wimbledon Grand Slam Rasen Vereinigte Staaten  Vania King Russland  Jelena Wesnina
Russland  Wera Swonarjowa
7:66, 6:2
3. 13. September 2010 Vereinigte Staaten  US Open Grand Slam Hartplatz Vereinigte Staaten  Vania King Russland  Nadja Petrowa
Vereinigte Staaten  Liezel Huber
6:2, 4:6, 7:64
4. 31. Juli 2011 Vereinigte Staaten  College Park WTA International Hartplatz Indien  Sania Mirza Weissrussland  Wolha Hawarzowa
Russland  Alla Kudrjawzewa
6:3, 6:3
5. 21. August 2011 Vereinigte Staaten  Cincinnati WTA Premier 5 Hartplatz Vereinigte Staaten  Vania King Sudafrika  Natalie Grandin
Tschechien  Vladimíra Uhlířová
6:4, 3:6, [11:9]
6. 23. Oktober 2011 Russland  Moskau WTA Premier Hartplatz (Halle) Vereinigte Staaten  Vania King Australien  Anastassija Rodionowa
Kasachstan  Galina Woskobojewa
7:63, 6:3
7. 2. März 2013 Brasilien  Florianópolis WTA International Hartplatz Spanien  Anabel Medina Garrigues Vereinigtes Konigreich  Anne Keothavong
Russland  Walerija Sawinych
6:0, 6:4
8. 14. September 2013 Usbekistan  Taschkent WTA International Hartplatz Ungarn  Tímea Babos Weissrussland  Wolha Hawarzowa
Luxemburg  Mandy Minella
6:3, 6:3
9. 10. November 2013 Chinesisch Taipeh  Taipeh WTA Challenger Hartplatz (Halle) Frankreich  Caroline Garcia Deutschland  Anna-Lena Friedsam
Belgien  Alison Van Uytvanck
6:3, 6:3
10. 24. Februar 2014 Brasilien  Florianópolis WTA International Hartplatz Spanien  Anabel Medina Garrigues Italien  Francesca Schiavone
Spanien  Silvia Soler Espinosa
7:61, 2:6, [10:3]
11. 6. April 2014 Vereinigte Staaten  Charleston WTA Premier Sand Spanien  Anabel Medina Garrigues Chinesisch Taipeh  Chan Hao-ching
Chinesisch Taipeh  Chan Yung-jan
7:64, 6:2
12. 9. Mai 2015 Spanien  Madrid WTA Premier Mandatory Sand Australien  Casey Dellacqua Spanien  Garbiñe Muguruza
Spanien  Carla Suárez Navarro
6:3, 6:74, [10:5]
13. 18. Oktober 2015 Hongkong  Hongkong WTA International Hartplatz Frankreich  Alizé Cornet Spanien  Lara Arruabarrena Vecino
Slowenien  Andreja Klepač
7:5, 6:4
14. 11. Juni 2016 Niederlande  ’s-Hertogenbosch WTA International Rasen Georgien  Oksana Kalaschnikowa Schweiz  Xenia Knoll
Serbien  Aleksandra Krunić
6:1, 6:1
1 WTA-Challenger-Turniersiege werden in der WTA-Statistik meist als ITF-Titel gezählt

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Bilanz Karriere
Australian Open 2 1 2 1 1 3 2 1 5:8 3
French Open 1 3 VF 1 VF 2 2 1 1 1 12:10 VF
Wimbledon 1 1 2 2 1 AF 2 AF 1 VF 13:10 VF
US Open 1 1 3 1 2 3 1 AF 8:8 AF

DoppelBearbeiten

Turnier 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Bilanz Karriere
Australian Open 1 1 1 VF 1 2 2 2 AF 8:9 VF
French Open 1 1 1 1 HF VF 2 1 F AF 1 15:11 F
Wimbledon 2 2 S 2 AF AF VF F 21:7 S
US Open VF 1 S F AF 1 2 F AF 24:8 S

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jaroslawa Schwedowa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Goldenes Ei gelegt“, FAZ.net