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Eintracht Frankfurt

Sportverein in Frankfurt am Main
(Weitergeleitet von SG Eintracht Frankfurt)

Eintracht Frankfurt (traditionelle Bezeichnung: Sportgemeinde Eintracht oder kurz SGE) ist ein eingetragener Sportverein in Frankfurt am Main. Mit ihrer Fußballabteilung gilt die Eintracht als einer der großen Traditionsvereine im deutschen Fußball und belegt Platz 9 der Ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga. Zu den größten Erfolgen des Vereins gehören der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1959 und des UEFA-Pokals 1980. Zwischen 1996 und 2012 musste der Verein insgesamt sechs Saisons in der 2. Bundesliga antreten und hatte immer wieder um seine sportliche und wirtschaftliche Existenz zu kämpfen. Im Mai 2018 gewann die Eintracht mit dem insgesamt fünften Sieg im DFB-Pokal nach 30 Jahren wieder einen bedeutenden Titel.

Eintracht Frankfurt
Vereinswappen von Eintracht Frankfurt
Verein
Name Eintracht Frankfurt e. V.[1]
Sitz Frankfurt am Main, Hessen
Gründung 8. März 1899
Farben Rot-Schwarz-Weiß
Mitglieder 75.000 (21. Mai 2019)[2]
Präsident Peter Fischer
Website eintracht-frankfurt.de
Fußballunternehmen
Name Eintracht Frankfurt Fußball AG
Aktionäre 67,88 %: Eintracht Frankfurt e. V.
18,55 %: Freunde des Adlers GmbH
10,00 %: Freunde der Eintracht Frankfurt AG
03,57 %: Steubing AG
Vorstand Fredi Bobic
Axel Hellmann
Oliver Frankenbach
Website eintracht.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Adi Hütter
Spielstätte Commerzbank-Arena
Plätze 51.500
Liga Bundesliga
2018/19 7. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ
Erstligapositionen der Eintracht am Saisonende

Der Verein unterhält außerdem 17 weitere Abteilungen für verschiedene Sportarten.[3] Die Vereinsfarben sind Rot-Schwarz-Weiß, das Vereinswappen ist der Frankfurter Adler, die Spielkleidung ist traditionell schwarz-rot oder schwarz-weiß. Die Heimspiele der Fußballprofis werden in der Commerzbank-Arena (ehemals Waldstadion) in Sachsenhausen-Süd ausgetragen. Dort befindet sich in der West- und seit 2011 auch in der Osttribüne die Geschäftsstelle der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Die Trainingseinheiten der ersten Mannschaft finden auf einem Außenfeld vor dem Stadion statt, früher am Riederwald. Der Verein selbst unterhält seine Geschäftsstelle am 1952 eingeweihten Sportplatz am Riederwald im Frankfurter Stadtteil Seckbach.

Der Verein hat 75.000 Mitglieder (Stand 21. Mai 2019)[2] und ist der neuntgrößte Sportverein in Deutschland sowie weltweit auf Rang 22.

Inhaltsverzeichnis

VereinsstrukturBearbeiten

Der Eintracht Frankfurt e. V.[1] besteht aus folgenden 19 Abteilungen:

01 Turnen (seit 22. Januar 1861)
02 Fußball (seit 8. März 1899)
03 Leichtathletik (seit 1899)
04 Hockey (seit 1906 als 1. Frankfurter HC)
05 Boxen (seit 1919)
06 Tennis (seit Frühling 1920)
07 Handball (seit 1921)

08 Rugby (seit Sommer 1923)
09 Tischtennis (seit November 1924)
10 Basketball (seit 4. Juni 1954)
11 Eissport (seit 9. Dezember 1959)
12 Volleyball (seit Juli 1961)
13 Fan- & Förderabteilung (seit Dezember 2000)
14 Eishockey (1959–91 sowie seit 1. Juli 2002)

15 Darts (seit 1. Juli 2006)
16 Triathlon (seit Januar 2008)
17 Ultimate Frisbee (seit 2015)
18 Tischfußball (seit Juli 2016)
19 e-Sports (seit 2018)

Der Verein Eintracht Frankfurt ist in Bezug auf Fußball nur noch Träger der Jugend- und Amateurmannschaften sowie der Frauenmannschaft. Die Fußballprofis unterstehen der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft, einem Tochterunternehmen des Vereins.

VereinBearbeiten

 
Ehemalige Geschäftsstelle des Vereins (nicht der ersten Fußballmannschaft) auf dem Riederwaldgelände in Frankfurt-Seckbach

Das oberste Gremium des Vereins ist das Präsidium. Ihm gehören der Präsident (Peter Fischer) sowie derzeit vier für bestimmte Bereiche zuständige Vizepräsidenten an (Dieter Burkert: Amateurabteilungen ohne Fußball, Thomas Förster: Finanzen und Schatzmeister, Klaus Lötzbeier: Amateurfußball, Stefan Minden: Rechtliches, Fan- und Förderabteilung).

Weitere Führungsgremien sind der Verwaltungsrat, der Wahlausschuss und der Ehrenrat. In einem weiteren Gremium, dem Beirat, sind die Leiter aller Abteilungen vertreten.

AktiengesellschaftBearbeiten

Die gewinnorientiert arbeitende Profifußball-Aktiengesellschaft wurde am 1. Juli 2000 gegründet. Anteilseigner der AG sind mit 67,88 % der eingetragene Verein, mit 18,55 % die Freunde des Adlers GmbH (Philip Holzer und Stephen Orenstein),[4] mit 10,00 % die Freunde der Eintracht Frankfurt AG (Bankhaus Metzler, DZ Bank, Landesbank Hessen-Thüringen und BHF-Bank)[5] und mit 3,57 % die Wolfgang Steubing AG.[6]

Seit dem 1. September 2015 wird sie von einem dreiköpfigen Vorstand geführt, dem seit 1. Juni 2016 Fredi Bobič, Axel Hellmann und Oliver Frankenbach angehören.

Den Vorstand überwacht ein neunköpfiger Aufsichtsrat, dem Vertreter des Eigentümers (des Vereins), der Stadt und des Landes Hessen angehören und dessen Vorsitzender Wolfgang Steubing ist.

Für die sportlichen Belange ist die Sportliche Leitung verantwortlich. Ihr gehören unter anderem der Sportdirektor Bruno Hübner, der Cheftrainer Adi Hütter und der Chefscout Ben Manga an. Christoph Preuß fungiert als Teammanager. Der Leiter der Lizenzspielerabteilung ist Thomas Westphal.

Geschichte des VereinsBearbeiten

1899–1920: Die VorgängervereineBearbeiten

 
Wappen des Frankfurter FV (von 1911), der TuS Eintracht Frankfurt (1920), der Frankfurter Sportgemeinde Eintracht (1967) und der weiße Adler auf schwarzem Grund (1980–1999)

Am 8. März 1899 wurde der Frankfurter Fußball-Club Victoria von 1899, eine frühe Abspaltung des ältesten Frankfurter Fußballclubs Germania 1894, als Vorgänger der heutigen Frankfurter Eintracht gegründet. Wahrscheinlich noch im gleichen Jahr entstand auch ein zweiter Stammverein der Eintracht, der „Frankfurter Fußball-Club Kickers von 1899“. Letzterer stellte einige Jahre später auch den ersten Frankfurter Nationalspieler: Im ersten Länderspiel einer deutschen Fußballnationalmannschaft, einem Freundschaftsspiel gegen die Schweiz 1908, erzielte der Kickers-Spieler Fritz Becker zwei Tore und trug damit zum Endstand von 3:5 bei. Ebenfalls 1908 schloss sich der 1. Frankfurter Hockeyclub den Kickers an.

Am 13. Mai 1911 fusionierten die beiden Kontrahenten Victoria und Kickers zum „Frankfurter Fußballverein (Kickers-Victoria) von 1899“, kurz Frankfurter FV. Der FFV sicherte sich in seiner ersten Saison auf Anhieb die Nordkreis-Meisterschaft. Damit stand 1912 zum ersten Mal ein Frankfurter Verein in der Endrunde um die süddeutsche Meisterschaft, wo der FFV allerdings chancenlos war. Im Sommer 1912 wurde das neue Vereinsgelände an der Roseggerstraße bezogen und am 8. September mit einem Spiel gegen Quick Den Haag eingeweiht. Sportlich konnte die Nordkreismeisterschaft auch in den darauf folgenden Spielzeiten wiederholt werden und in den sich anschließenden süddeutschen Endrunden schnitt der FFV 1913 und 1914 deutlich besser ab und wurde jeweils süddeutscher Vizemeister.

In dieser Zeit zählte der Frankfurter FV bereits über 800 Mitglieder und stellte zwölf Fußballmannschaften, als weitere Sportarten wurden Hockey, Cricket und Fechten sowie verschiedene Leichtathletikdisziplinen ausgeübt. Die Mitgliederschaft des FFV, der nicht wie die anderen großen Frankfurter Vereine in einem einzelnen Stadtteil verwurzelt war, stammte vor allem aus dem gehobenen Bürgertum, was sich auch in der Pflege von Prestigesportarten wie Hockey und Cricket äußerte.

1920–1933: Die Eintracht auf dem Weg zur SpitzenmannschaftBearbeiten

Fast neun Jahre (April 1920) nach dem ersten Zusammenschluss zum FFV Kickers-Victoria fusionierte der Verein erneut, diesmal mit der 1861 gegründeten Frankfurter Turngemeinde zur „Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“. Mit diesem Zusammenschluss trat zum ersten Mal die prägende Bezeichnung „Eintracht“ mit den Frankfurtern in Verbindung. 1927 kam es auf Druck der Deutschen Turnerschaft im Rahmen der reinlichen Scheidung jedoch wieder zur Trennung: Die „Turngemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ und die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F.F.V) von 1899“ entstanden neu.

Nach der erzwungenen Spaltung des Jahres 1927 kam es 1928 zur erneuten Vereinigung der Teilvereine „Frankfurter Sportgemeinde Eintracht ( F.F.V.) von 1899 e. V.“ und „Turn- und Fechtgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861 e. V.“. Der eingetragene Verein heißt seitdem „Eintracht Frankfurt e.V.“.

Ab der Saison 1920/21 trug die Eintracht ihre Heimspiele im Riederwaldstadion im Stadtteil Bornheim aus. Das neu erbaute Stadion bot 30.000 Zuschauern Platz und war damit eines der größten Stadien Deutschlands. 1921 qualifizierte sich die Eintracht als Meister der Kreisliga Nordmain für die süddeutsche Meisterschaft, ein Einzug in das Finale gelang ihr jedoch nicht. In den folgenden Jahren belegte die Eintracht in der Kreisliga Nordmain meistens einen der vorderen Plätze, man konnte sich jedoch erst wieder 1928 für die süddeutsche Meisterschaft qualifizieren.

Die Eintracht erhielt in dieser Zeit Unterstützung durch die jüdischen Inhaber der Frankfurter Schuhfabrik J. & C.A. Schneider. Die von den Brüdern Fritz und Lothar Adler sowie ihrem Cousin Walter Neumann geleitete Schuhfabrik stellte insbesondere Hausschuhe her, in Frankfurter Mundart sind das Schlappe.[7] Die Eintracht-Fußballer trugen zu dieser Zeit die Bezeichnung Schlappekicker davon. 1928 gelang der bis dahin größte Erfolg der Vereinsgeschichte, indem man sich als süddeutscher Vizemeister für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizierte. Die Eintracht schied schon im Achtelfinale gegen die SpVgg Sülz aus. Bis 1933 gelang der Eintracht jedes Jahr die Qualifikation für die süddeutsche Meisterschaft; 1932 wurde Eintracht Frankfurt sogar süddeutscher Meister und nach einer 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern deutscher Vizemeister.

1933–1945: Mäßiger Erfolg in der Gauliga und KriegszeitBearbeiten

Ab der Saison 1933/34 bildeten 16 Gauligen die höchste Klasse des deutschen Fußballs. Die Eintracht kam (u. A. zusammen mit dem FSV Frankfurt) in die Gauliga Südwest. Größere sportliche Erfolge blieben aus, lediglich einmal (1938) gelang der Ligagewinn und die damit verbundene Qualifikation für die deutsche Fußballmeisterschaft 1937/38, die Eintracht schied jedoch in den Gruppenspielen aufgrund des schlechteren Torverhältnisses im Vergleich zum Hamburger SV aus. Ab 1939 litt die Eintracht, wie die meisten deutschen Fußballclubs, aufgrund des Krieges an Spielermangel, da viele Spieler an die Front mussten. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Riederwaldstadion 1943 bei den Luftangriffen auf Frankfurt am Main aufgrund alliierter Brandbomben völlig ab, die Eintracht bestritt daher ihre Heimspiele ab Januar 1944 auf ihrem alten Sportplatz an der Roseggerstraße. Aufgrund des zum Kriegsende hin immer größer werdenden Spielermangels bildete die Eintracht zusammen mit dem FSV Frankfurt ab der Saison 1944/45 die „Kriegssportgemeinschaft Frankfurt“. Das letzte Spiel bestritt diese Mannschaft am 7. Januar 1945.

1945–1963: Oberliga Süd und deutsche MeisterschaftBearbeiten

 
Oberliga Süd 1946: Karlsruher FV – Eintracht Frankfurt

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die neuformierte SG Eintracht 1946 Hessenpokalsieger. Im Zeichen der zunehmenden Professionalisierung im deutschen Fußball richtete die Eintracht 1948 eine Vertragsspieler-Abteilung ein. 1954 entsendete Eintracht Frankfurt den Nationalspieler Alfred Pfaff anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz in den Kreis der Nationalmannschaft, welche dort den Weltmeistertitel gewann. Im Jahre 1959 errang die Eintracht mit der deutschen Meisterschaft den bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte und bezwang den Lokalrivalen Kickers Offenbach im Finale von Berlin mit 5:3.

In den Nachkriegsjahren bis 1959 gewann die Tischtennisabteilung der Damen zudem siebenmal den Mannschaftsmeistertitel und unterstrich damit die Vielzahl von Sportrichtungen innerhalb des Vereins.

Als erste deutsche Mannschaft erreichte Eintracht Frankfurt 1960 das Finale des Europapokals der Landesmeister, wurde im Endspiel in Glasgow allerdings spektakulär von Real Madrid, dem damaligen Maß aller Dinge, mit 7:3 geschlagen. Der Frankfurter Stürmer Erwin Stein, der im Finale einen doppelten Torerfolg zu verbuchen hatte, äußerte sich später: „Mein Gegenspieler José Emilio Santamaria hat mich auf dem Platz fast ausgezogen. Dagegen waren wir nur ein Haufen braver Hessen“. Trotz der sieben Gegentreffer kämpfte die Eintracht tapfer und bestritt ein gutes Finale. Das Spiel wurde später mit seinen zehn Treffern zum besten Europapokalfinale aller Zeiten gekürt.

1963–1978: Die Eintracht in der BundesligaBearbeiten

 


1963 gehörte Eintracht Frankfurt zu den Gründungsmitgliedern der anstelle der Oberligen als neue höchste Spielklasse gegründeten Bundesliga. In der ersten Saison wurde man Dritter und Vize-Pokalsieger nach einem 0:2 im Pokalendspiel gegen den TSV 1860 München in Stuttgart.

Im Jahr der Weltmeisterschaft in England (1966) stellte die Eintracht mit Jürgen Grabowski und Friedel Lutz zwei Spieler der Nationalmannschaft ab, die Vize-Weltmeister wurde.

In der Saison 1971/72 konnte sich die Eintracht erstmals für den in der gleichen Saison eingeführten UEFA-Cup qualifizieren, hatte allerdings Lospech und musste in der ersten Runde gegen den FC Liverpool antreten. Frankfurt schied aus und Liverpool gewann den Wettbewerb.

Wie bereits 1966 und 1970 nahm Grabowski, nun mit seinem Mannschaftskameraden Bernd Hölzenbein, auch an der WM 1974 in der BR Deutschland teil. Hölzenbein spielte im Finale gegen die Niederlande einen Elfmeter heraus, den Paul Breitner vom FC Bayern zum 1:1 verwandelte. Deutschland siegte schließlich mit 2:1 und wurde zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister.

Im Weltmeisterjahr und in dem Jahr darauf (1975) wurde die Eintracht zweimal DFB-Pokalsieger. 1974 im Finale gegen den Hamburger SV durch 3:1 n. V. und 1975 durch ein 1:0 gegen den MSV Duisburg. In der Bundesliga reichte es dagegen nur zu Platz drei (1975) und Platz vier (1974 und 1977). Zwischen 20. November 1976 und August 1977 blieb die Mannschaft in 21 Bundesligaspielen in Folge unbesiegt.

1978–1994: Beinahe-Abstiege und Beinahe-MeisterschaftenBearbeiten

 
Logo der Eintracht von 1980 bis 1999.

Am 21. Mai 1980 errang Eintracht Frankfurt unter dem Trainer Friedel Rausch den UEFA-Pokal. Gegner im rein deutschen Finale war Borussia Mönchengladbach. Das Hinspiel gewannen die Gladbacher zwar mit 3:2, das Rückspiel im Waldstadion konnte jedoch die Eintracht mit dem 1:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Fred Schaub gewinnen. Aufgrund der Auswärtstorregel war die Eintracht UEFA-Pokal-Sieger.

Ein Jahr später kam die Eintracht mit einem 3:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern und im Jahr 1988 gegen den VfL Bochum (1:0) zum dritten und vierten Erfolg im DFB-Pokal. In der Liga hingegen dümpelte die Eintracht in den 1980er-Jahren meist im Mittelfeld und entging mehrmals nur knapp dem Abstieg. Geringe Zuschauerzahlen im Fußball und Missmanagement in der Eishockey-Abteilung hatten der Eintracht große Verluste beschert. Als Glücksfall erwies sich, dass George Koskotas, der damalige Eigentümer von Olympiakos Piräus, bereit war, den damaligen Rekordbetrag von 18. Mio DM als Ablöse für den Mittelfeldspieler Lajos Détári zu zahlen. Détári hatte in der vorherigen Saison mit 14 Pflichtspieltoren geglänzt. Während 8 Mio. DM an den ungarischen Fußballverband gingen, ist der Verbleib der Ablösesumme in Höhe von 10 Millionen Mark bei der Eintracht bis heute nicht vollständig geklärt. Trotzdem gelang es dem Verein, einen Großteil seiner Schulden zu begleichen. 1988/89 landete die Eintracht zum Saisonende auf Platz 16 und musste in die Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken. Diese konnten die Frankfurter unter Trainer Jörg Berger jedoch knapp für sich entscheiden. In der Saison darauf wurde die Eintracht überraschend Dritter und konnte außerdem mit dem Norweger Jørn Andersen zum ersten Mal den Torschützenkönig stellen. Andersen war der erste Ausländer, der diesen Titel gewinnen konnte.

Wie bereits bei den 1954 und 1974 gewonnenen Weltmeisterschaften stellte die Eintracht auch beim Titelgewinn 1990 einen Nationalspieler: Uwe Bein. Ebenfalls im Aufgebot war Andreas Möller, der zur Saison 1990/91 zurück zur Eintracht wechselte.

In den folgenden Jahren schloss die Eintracht immer unter den besten fünf Mannschaften ab. Die Eintracht spielte in diesen Jahren den legendären „Fußball 2000“, zu dessen Vertretern Anthony Yeboah, Jay-Jay Okocha, Uwe Bein, Maurizio Gaudino und Andreas Möller zählten. In diesen Jahren gelangen der Eintracht jedoch auf internationaler Ebene keine Erfolge. Man konnte sich zwar regelmäßig für den UEFA-Cup qualifizieren, schied jedoch meist in den ersten Runden aus. In der Saison 1993/94 erreichte die Mannschaft unter Klaus Toppmöller das Viertelfinale des UEFA-Pokals, schied jedoch im Elfmeterschießen gegen den späteren Finalisten Austria Salzburg aus. Das wohl tragischste Spiel der Vereinsgeschichte fand 1992 am letzten Spieltag der Saison 1991/92 beim FC Hansa Rostock statt, der durch einen Sieg noch die theoretische Chance auf den Klassenerhalt hatte. Die Eintracht verlor mit 1:2 im Ostseestadion, unter anderem, nachdem der Schiedsrichter Alfons Berg der Eintracht nach einem Foul im Strafraum an Ralf Weber den berechtigten Elfmeter verweigert hatte. Berg gestand zwar seinen Fehler später ein, Frankfurt verpasste jedoch die deutsche Meisterschaft; Meister wurde der VfB Stuttgart. Das Eintracht-Team der Saison 1991/92 gilt als die beste Frankfurter Mannschaft aller Zeiten. 1993/94 hatte die Eintracht zwischenzeitlich als Tabellenführer 5 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Bayern München. In der Rückrunde der Saison holte die Eintracht jedoch nur 14 Punkte und beendete die Saison auf dem 5. Platz.

1994–1996: Ende der ununterbrochenen ErstligazugehörigkeitBearbeiten

Nach den turbulenten Ereignissen der Saison 1994/95, unter anderem mit der Suspendierung der Spieler Jay-Jay Okocha, Anthony Yeboah und Maurizio Gaudino durch den Trainer Jupp Heynckes, begann man die Saison 95/96 mit Charly Körbel als Trainer, der Heynckes bereits im April 1995 abgelöst hatte. Die Erwartungen an die Mannschaft waren groß, da mit Markus Schupp, Johnny Ekström und dem wiederaufgenommenen Maurizio Gaudino scheinbare Verstärkungen verpflichtet wurden. Aber schon vor Saisonbeginn unterlag Eintracht Frankfurt im Viertelfinale des UI-Cups beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux (unter anderem mit Bixente Lizarazu und Zinédine Zidane) deutlich mit 0:3. Die erste Runde im DFB-Pokal überstand die Eintracht mit viel Glück (2:1 n. V. in Saarbrücken), und nach dem 5. Spieltag belegte sie in der Bundesligatabelle den 5. Platz. Doch dann geht es bergab, obwohl schon im September nachgelegt wurde und der Stürmer Ivica Mornar von Hajduk Split kam. Das Pokalaus kam bereits in Runde Zwei gegen 1860 München (1:5), die nächsten fünf Ligaspiele brachten nur noch einen Punkt aufs Konto und ein Abrutschen auf den 16. Tabellenplatz. Mit einem 4:1-Sieg gegen Bayern München schien die Krise überwunden. Bis zum Ende der Hinrunde rappelte sich die in der Abwehr um den im Dezember von den Queens Park Rangers geholten Ned Zelic verstärkte Eintracht auf und belegte Rang 10. Doch der Schein trog, sportlich lief nicht mehr viel. Vom 18. bis zum 29. Spieltag konnten die Adler gerade einmal einen Sieg verbuchen, die erhoffte Trendwende durch einen Trainerwechsel nach der 0:2-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach – auf Charly Körbel folgte mit Dragoslav Stepanović ein alter Bekannter – blieb aus. Am Ende der Saison standen 32 Punkte und Tabellenplatz 17 zu Buche – die Eintracht war erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr erstklassig. Der sportliche Niedergang fand auf Führungsebene sein Äquivalent: Dem Präsidenten Matthias Ohms wurde das Vertrauen entzogen, der Schatzmeister Erbs legte daraufhin ebenfalls sein Amt nieder. Ebenfalls 1996 nahm der Frankfurter Torhüter Andreas Köpke an der Europameisterschaft in England teil, bei der die deutsche Mannschaft den Titel holte.

1996–2002: Drohender Niedergang und das Wunder vom MainBearbeiten

 
Der 1999 wieder eingeführte „Traditionsadler“

Das erste Zweitligajahr verlief für die Eintracht enttäuschend. Zum Ende der Hinrunde war man auf dem Abstiegsrang 15, im Pokal gab es in der zweiten Runde eine deutliche 6:1-Niederlage beim Ligakonkurrenten SV Meppen. Nach einem Trainerwechsel von Stepanović zu Horst Ehrmantraut und einer befriedigenden Rückrunde landete Frankfurt am Ende auf dem siebten Tabellenplatz. In der Saison 97/98 stieg die Eintracht als Meister wieder in die Bundesliga auf. In der darauffolgenden Bundesliga-Saison hatte Eintracht Frankfurt insgesamt vier Trainer. Nach der Entlassung Ehrmantrauts im Dezember betreuten zunächst übergangsweise Co-Trainer Bernhard Lippert, danach Reinhold Fanz und schließlich Jörg Berger die Mannschaft. In einem bis zur letzten Minute spannenden Abstiegskampf schafft es die Eintracht durch ein 5:1 am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Liga zu verbleiben. Dank eines entscheidenden Tores in der 89. Minute durch den norwegischen Publikumsliebling Jan Åge Fjørtoft rutschen die Frankfurter noch auf den 15. Tabellenplatz, der sich zuvor schon gesichert wähnende 1. FC Nürnberg muss absteigen.

Vor dem Hintergrund des 100-jährigen Vereinsjubiläums im März 1999 gab sich der Verein ein neues Vereinswappen. So löste der leicht veränderte, bereits seit Vereinsgründung verwendete rote „Traditionsadler“ den stilisierten schwarz-weißen Adler ab, den die Eintracht seit 1980 benutzt hatte.

Im Rahmen finanzieller Schwierigkeiten wird die Fußballabteilung der Eintracht ausgegliedert. Bernd Ehinger, damaliger Sprecher des Präsidiums, gründet die Aktiengesellschaft, die nun als „Eintracht Frankfurt Fußball AG“ am Spielbetrieb teilnimmt. Sie ist eine Tochtergesellschaft des Vereins „Eintracht Frankfurt“.

In der Saison 1999/2000 muss die Eintracht, der zwei Punkte abgezogen wurden, trotz vieler neu eingekaufter Spieler auf dem letzten Platz überwintern. Nach einem Trainerwechsel von Jörg Berger zu Felix Magath wird die Eintracht überraschend zur drittstärksten Rückrundenmannschaft und sichert sich durch einen 2:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten SSV Ulm 1846 erneut den Klassenerhalt.

2001 hat die Eintracht weniger Glück als in den beiden Vorjahren, als jeweils an den letzten Spieltagen der Saison der Klassenerhalt gesichert wurde, und steigt zum zweiten Mal in die Zweite Liga ab. In die Saison startete die Eintracht gut (Platz fünf am 13. Spieltag), danach folgen jedoch sechs Niederlagen in Folge, die im Februar zur Entlassung von Trainer Felix Magath führten. Sportdirektor Rolf Dohmen trainierte die Mannschaft übergangsweise zehn Spieltage, bis Friedel Rausch neuer Trainer wurde. Von diesem trennte man sich jedoch wieder, nachdem die Eintracht abgestiegen war.

Im darauf folgenden Jahr steht die Zukunft der Fußballabteilung der Eintracht mehr als einmal einem ungewissen Schicksal gegenüber; nach dem Ausstieg des Investors Octagon und dem überraschenden Abspringen eines potentiellen Investors in letzter Minute klafft im Etat der neuen Saison ein 8-Millionen-Loch. Nur durch das Zustandekommen eines Sponsorenpools um Gesellschaften im städtischen (Teil-)Besitz (RMV, Fraport, Mainova, Messe Frankfurt) gelingt es unter dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Volker Sparmann, die fehlenden Millionen aufzutreiben. Durch einen Fehler in den Lizenzunterlagen wird die Lizenz der Eintracht allerdings nicht fristgerecht erteilt. Die sportlich bereits abgestiegene SpVgg Unterhaching legt bei der DFL Beschwerde ein und versucht als 15. der abgelaufenen Zweitliga-Saison durch den aus dem Lizenzentzug resultierenden Zwangsabstieg der Eintracht auf den rettenden 14. Platz zu rutschen. Am 17. Juli 2002 wird die Klage abgewiesen und der Abstieg in die Amateurklassen vermieden. In der Liga verfehlt die Eintracht als Siebter den Wiederaufstieg in die erste Liga.

2002–2016: Die „Ära Bruchhagen“Bearbeiten

Volker Sparmann wechselte aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand und übernahm den Vorsitz. Wegen der lange Zeit ungewissen Ligazugehörigkeit der Eintracht wurden zu Beginn der Saison 2002/03 erst kurzfristig neue Spieler verpflichtet. Trotz der vermeintlich schwächeren Spieler gelang mit dem neuen Trainer Willi Reimann zum zweiten Mal der Aufstieg in die Bundesliga. Lediglich an acht Spieltagen stand Frankfurt nicht auf einem Aufstiegsplatz; in der Hinrunde wurde man Zweiter. Zum Saisonende wurde der Aufstieg jedoch noch einmal gefährdet, als man am 31. Spieltag in Mainz verlor und auf Platz 5 abrutschte. Am letzten Spieltag gelang es der Eintracht, durch zwei entscheidende Tore in der Nachspielzeit beim mittlerweile legendären 6:3 gegen den SSV Reutlingen 05 als Dritter vor dem punktgleichen 1. FSV Mainz 05 in die Bundesliga aufzusteigen. Im Pokal besiegte Frankfurt Rot-Weiß Erfurt (3:2 n. V.) und unterlag daraufhin Hansa Rostock 0:1.

In der folgenden Saison 2003/04 spielte Eintracht Frankfurt von Beginn an gegen den Abstieg. Im Pokal kam es zum ersten Pflichtspiel der SGE gegen Kickers Offenbach seit deren Bundesliga-Abstieg 1984. Frankfurt gewann am Bieberer Berg mit 4:3 nach Elfmeterschießen (1:1 n. V.); in der zweiten Runde war dann aber gegen den MSV Duisburg Schluss. In der Bundesliga-Hinrunde konnte die Eintracht nur dreimal gewinnen und wurde Letzter. Nachdem im August 2003 Peter Schuster als neuer Vorstandsvorsitzender schon nach 6 Wochen aus dem Amt ausscheiden musste, agierte Heiko Beeck, der aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand gewechselt war, interimistisch als Vorstandssprecher, bis am 1. Dezember 2003 Heribert Bruchhagen das Amt des Vorstandsvorsitzenden antrat; der neue Vorstand konnte jedoch die von seinen Vorgängern getroffenen Entscheidungen nur noch abmildern. In der Winterpause kam es zu einigen sinnvollen Transfers, die jedoch nur kurzfristige Erfolge brachten (drei Siege und zwei Unentschieden zu Beginn der Rückrunde). Am 20. März 2004 kam es während des Spiels in Dortmund (0:2) zu einer Handgreiflichkeit von Trainer Willi Reimann gegen den Vierten Offiziellen Thorsten Schriever, die in eine Sperre von fünf Spielen und eine Geldstrafe von 25.000 € gegen Reimann endete. In der Rückrunde wurde die Eintracht Zwölfter, der 16. Tabellenplatz und somit der dritte Abstieg der Vereinsgeschichte konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Dies führte zur Entlassung von Reimann als Trainer.

2004 wurde Friedhelm Funkel neuer Trainer des Zweitligisten. Die Eintracht startete ohne spektakuläre Transfers und mit einem inzwischen wieder aufgegebenen Konzept (günstige und integrationsfähige Spieler, Ausleihgeschäfte junger Talente zum Teil aus der Region) in die neue Saison. Nach einem schlechten Start (Platz 14 am 11. Spieltag) rückte der Verein zur Winterpause auf Platz 5 vor und schaffte als beste Rückrundenmannschaft am 34. Spieltag als Dritter den dritten Aufstieg in die erste Liga durch einen 3:0-Erfolg gegen Wacker Burghausen. Im Pokal erreichte die Eintracht nach Siegen gegen den FC Rot-Weiß Erfurt und die SpVgg Greuther Fürth das Achtelfinale und verlor dort gegen den späteren Finalisten FC Schalke 04 0:2.

Im ersten Bundesliga-Jahr legte Frankfurt in der Saison 2005/06 mit jungen Spielern eine überraschend gute Hinrunde hin (Platz 10 und 21 Punkte) und sicherte sich trotz der zweitschlechtesten Rückrunde (15 Punkte) am 33. Spieltag den Klassenerhalt. Am Ende schloss sie die Saison mit 36 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz ab. Im DFB-Pokal zog die Eintracht nach Siegen gegen Rot-Weiß Oberhausen (2:1), den FC Schalke 04 (6:0), den 1. FC Nürnberg (5:2 n. E.), den TSV 1860 München (3:1) und Arminia Bielefeld (1:0) ins Pokalfinale ein. Dort unterlag Frankfurt am 29. April 2006 in Berlin dem FC Bayern München 0:1. Da dieser als deutscher Meister für die Champions League qualifiziert war, spielte die SGE erstmals seit 1994 wieder im UEFA-Pokal.

In der Saison 2006/07 legte die Eintracht einen guten Start hin. Im UEFA-Pokal konnte man zunächst souverän Brøndby IF besiegen. In der Gruppenphase schied die SGE mit drei Unentschieden und einer Niederlage gegen Newcastle United (0:0), Celta Vigo (1:1), Fenerbahçe Istanbul (2:2) und US Palermo (1:2) aus. Im DFB-Pokal wurden Sportfreunde Siegen (2:0), Rot-Weiss Essen (2:1), der 1. FC Köln (3:1 n. V.) und der Lokalrivale Kickers Offenbach (3:0) ausgeschaltet, ehe ein 0:4 im Halbfinale beim 1. FC Nürnberg den erneuten Finaleinzug verhinderte. In der Bundesliga startete Frankfurt mit einem Sieg und sieben Remis in die neue Saison. Zum Ende der Hinrunde stand die Eintracht mit 20 Punkten wie im letzten Jahr auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Rückrunde, die von unnötigen Punktverlusten durch viele Gegentore in den letzten Minuten gekennzeichnet war, begann zunächst mit sechs sieglosen Spielen und dem Absturz auf die Abstiegsplätze. Eine Entlassung von Trainer Funkel, die unter anderem der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn forderte[8], lehnte Vorstandschef Bruchhagen jedoch ab. Nach Siegen gegen Alemannia Aachen (4:0) und Werder Bremen (2:1) am 32. und 33. Spieltag konnte jedoch wie in der Vorsaison der Klassenerhalt frühzeitig gesichert werden. Am Ende stand die Eintracht mit 40 Punkten auf Platz 14. Zuhause und auswärts konnten jeweils 20 Punkte gesammelt werden.

In der Saison 2007/08 besiegte die SGE im DFB-Pokal-Wettbewerb den 1. FC Union Berlin (4:1), schied aber in der zweiten Runde beim späteren Finalisten Borussia Dortmund (1:2) aus. In der Liga begann die Eintracht stark (vier Siege und zwei Niederlagen in den ersten neun Spielen), dann allerdings folgte eine deutliche 1:5-Niederlage beim 1. FC Nürnberg und eine Serie von sieben sieglosen Spielen in Folge. Die Hinrunde wurde schließlich mit 23 Punkten auf dem neunten Rang beendet. In der Winterpause verstärkte sich Frankfurt u. a. mit Caio (4 Mio. € Ablöse) und Martin Fenin (3,5 Mio. €), zwei der drei teuersten Einkäufe der Vereinsgeschichte. Zu Beginn der Rückrunde holte Eintracht Frankfurt 19 Punkte aus den ersten neun Spielen. Die Frankfurter standen dadurch am 26. Spieltag auf dem siebten Platz, drei Punkte hinter den Champions-League-Plätzen. Aus den verbliebenen acht Spielen konnten jedoch nur noch vier Punkte geholt werden. Der Verein beendete die Saison auf dem neunten Rang, der besten Platzierung seit 1995, mit 46 Punkten, davon 28 im eigenen und 18 in fremden Stadien.

In der darauffolgenden Saison 2008/09 konnte das Saisonziel, mehr als die 46 Punkte des Vorjahres zu holen, nicht erreicht werden. Im Pokal schied die Eintracht in der zweiten Runde zu Hause gegen Hansa Rostock (1:2 n. V.) aus. Die Liga begann mit sieben sieglosen Spielen in Folge, was zu erheblicher Kritik seitens der Fans an Trainer Friedhelm Funkel führte. Durch drei Siege in den nächsten vier Spielen erreichte die Eintracht jedoch wieder das Mittelfeld und schloss die Hinrunde mit 19 Punkten auf Rang 12 ab. In der Rückrunde enttäuschte Frankfurt oft und gewann nur 3 Spiele. Dies war die zweitschlechteste Rückrunde aller Bundesligavereine mit nur 14 Punkten. Die Folge war, dass die Eintracht und Funkel eine Trennung zum Saisonende vor dem letzten Spieltag bekanntgaben. Die Saison wurde letztlich mit 33 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz beendet. Trotz der enttäuschenden Leistung war dies die zweitbeste Platzierung seit 1995. Während der gesamten Saison gab es keinen einzigen Sieg gegen eine Mannschaft aus den beiden oberen Tabellendritteln.

Am 5. Juni 2009 wurde Michael Skibbe als neuer Trainer vorgestellt.[9] Im DFB-Pokal schied Frankfurt nach Siegen gegen den Lokalrivalen Kickers Offenbach und Alemannia Aachen im Achtelfinale gegen den FC Bayern München mit 0:4 aus. In die Liga startete die SGE gut und blieb bis zum 7. Spieltag ungeschlagen, am Jahresende hatte die Eintracht 24 Punkte und belegte Rang 10. Nach Punkten bedeutete dies die beste Hinrundenbilanz seit 1993/94. Auch in der Rückrunde war die Mannschaft erfolgreich und lange im Kampf um die Europapokalplätze beteiligt. Durch eine Schwächephase vor Saisonende (nur zwei Punkte aus den letzten fünf Saisonspielen) beendete die Eintracht die Saison jedoch wie zur Winterpause auf dem zehnten Tabellenplatz mit 46 Punkten.

Nach einem schwachen Saisonstart 2010/11, als in den ersten fünf Spielen nur drei Punkte gewonnen werden konnten, befand sich die Eintracht auf einem Abstiegsplatz. Da die folgenden Spiele jedoch erfolgreicher verliefen, belegte die Mannschaft nach einem zwischenzeitlichen vierten Platz zum Ende der Hinrunde mit 26 Punkten Platz sieben und hatte zudem in Theofanis Gekas (14 Saisontore) den zur Winterpause erfolgreichsten Stürmer der Liga in ihren Reihen. Trotz der guten Ausgangslage begann in der Rückrunde eine nicht für möglich gehaltene Talfahrt. In den ersten acht Spielen nach der Winterpause gelang es der Mannschaft nicht, ein Tor zu erzielen, und blieb insgesamt zehn Spiele sieglos. Am 22. März 2011 gab Eintracht Frankfurt die Trennung von Michael Skibbe bekannt. Zum Nachfolger wurde Christoph Daum bestimmt.[10] Mit einem neuen Negativrekord von nur acht Punkten in der Rückrunde stieg die Eintracht nach der Saison in die 2. Bundesliga ab. Am 16. Mai 2011 erklärte Daum zwei Tage nach dem Abstieg, dass er für die Saison 2011/12 für die Eintracht nicht mehr zur Verfügung stehe.[11] Am 31. Mai wurde Armin Veh als Trainer für die Saison 2011/12 vorgestellt.[12] Die Zweitligasaison verlief insgesamt erfolgreich, und bereits zwei Spieltage vor Saisonende, am 23. April 2012, gelang mit einem 3:0 bei Alemannia Aachen der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga. Außerdem wurde Alex Meier mit 17 Toren Torschützenkönig der Saison (gemeinsam mit Olivier Occéan von der SpVgg Greuther Fürth und Nick Proschwitz vom SC Paderborn 07).

Der Einstieg in die neue Bundesliga-Spielzeit 2012/13 gelang glänzend. Mit vier Siegen aus den ersten vier Partien stellte man neben einer neuen Vereinsbestmarke auch einen Bundesligarekord auf: Noch nie zuvor gelangen einem Aufsteiger vier Erfolge zum Beginn einer Saison. Am 10. November 2012 wurde mit Sebastian Jung erstmals seit 13 Jahren – damals Horst Heldt – wieder ein Spieler der Frankfurter Eintracht für die deutsche Nationalelf nominiert, als dieser von Joachim Löw für das Freundschaftsspiel am 14. November 2012 in Amsterdam gegen die Niederlande aufgeboten, allerdings nicht eingesetzt wurde. Die Hinrunde beendete die Eintracht auf dem vierten Tabellenplatz. Am Ende der Saison stand die Frankfurter Eintracht auf Platz 6 und qualifizierte sich dadurch erstmals seit 2006 wieder für einen internationalen Wettbewerb, die Europa League. Dort setzte sich die Mannschaft nach erfolgreicher Qualifikation (2:0 und 2:1 gegen Qarabag Agdam) in der Gruppenphase mit fünf Siegen souverän durch, schied aber in der ersten K.O.-Runde („Sechzehntelfinale“) gegen den FC Porto nach zwei Unentschieden aufgrund der Auswärtstorregel aus dem Wettbewerb aus. In der Bundesliga standen in der gesamten Hinrunde allerdings nur 3 Siege zu Buche, sodass die Frankfurter nahe der Abstiegszone auf dem 15. Tabellenplatz überwintern mussten. Die Rückrunde lief etwas besser und eine 1:3-Niederlage des Hamburger SV beim FC Augsburg sicherte der Eintracht schließlich am 32. Spieltag den Klassenerhalt. Im DFB-Pokal konnte die Mannschaft bis ins Viertelfinale vorstoßen, wo sie mit 0:1 an Borussia Dortmund scheiterte.

Nachdem Armin Veh Anfang März 2014 erklärt hatte, seinen Vertrag nicht zu verlängern, gab der Verein am 21. Mai bekannt, dass Thomas Schaaf zum Juli 2014 neuer Trainer wird.[13][14] Im Verlauf der Hinrunde der Saison 2014/15 steigerte und stabilisierte sich die Eintracht vor allem gegen Ende und belegte zur Winterpause mit 23 Punkten den 9. Tabellenplatz, den sie auch am Ende der Saison belegte. Alex Meier gewann in dieser Spielzeit die Torjägerkanone.[15] Im DFB-Pokal kam die Eintracht allerdings nicht über die zweite Runde (1:2 zuhause gegen Borussia Mönchengladbach) hinaus. Am 26. Mai 2015, drei Tage nach Saisonende, wurde der Vertrag mit Thomas Schaaf, der eigentlich noch bis zum Sommer 2016 laufen sollte, auf dessen Wunsch hin aufgelöst.[16]

Als Nachfolger Schaafs wurde zur Saison 2015/16 erneut Armin Veh verpflichtet. Die Hinrunde war relativ durchwachsen. Höhepunkte waren die Kantersiege gegen Stuttgart (4:1) und Köln (6:2) sowie das 0:0 gegen den FC Bayern (mit Ausnahme der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach der einzige Punktverlust der Bayern in der Hinrunde). Aus dem DFB-Pokal schied die Eintracht erneut bereits in der 2. Runde aus (0:1 in Aue). Nach sieben sieglosen Spielen und mit der Mannschaft auf dem Relegationsplatz stehend wurde Veh am 6. März 2016 vom Verein freigestellt.[17] Am 8. März 2016 wurde Niko Kovač neuer Cheftrainer.[18] Dieser Wechsel hatte zwar keinen unmittelbaren Effekt, jedoch konnte man sich schließlich nach drei Siegen in den letzten vier Ligaspielen (u. a. ein 1:0 gegen Borussia Dortmund[19]) – bei nur fünf Siegen in der gesamten Rückrunde – als Tabellensechzehnter in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:1 und 1:0 durchsetzen und so den Klassenerhalt sichern.

Seit 2016: GegenwartBearbeiten

Mit der Saison 2015/16 endete auch die „Ära Bruchhagen“. Sein Quasi-Nachfolger als „Vorstand Sport“ (den Posten des Vorstandsvorsitzenden, wie ihn Bruchhagen innehatte, gibt es nach dessen Ausscheiden nicht mehr) wurde der ehemalige Bundesliga-Profi und deutsche Nationalspieler Fredi Bobic.[19][20]

Nach dem erreichten Klassenerhalt in der Relegation wurde der Kader zu Beginn der Saison 2016/17 mit zahlreichen Reservespielern und Talenten europäischer Topclubs verstärkt (u. a. dem jamaikanischen Nationalspieler Michael Hector vom FC Chelsea, Guillermo Varela von Manchester United und Jesús Vallejo von Real Madrid), die allerdings nur für ein Jahr auf Leihbasis verpflichtet wurden.[21] Nach holprigem Saisonauftakt mit einem 4:3 nach Elfmeterschießen (1:1 nach Verlängerung) beim 1. FC Magdeburg in der ersten Runde des DFB-Pokals spielte die Mannschaft eine sehr gute Bundesliga-Hinserie mit Siegen u. a. gegen Schalke, Leverkusen und Dortmund. Mit Position 3 am 19. Spieltag erreichte sie die beste Platzierung der Spielzeit. Danach konnte sie bis zum letzten Spieltag nur noch zwei Ligaspiele gewinnen, kassierte 10 Niederlagen, davon 7 ohne selbst ein Tor erzielt zu haben, und beendete die Ligasaison auf Platz 11. Durch Siege gegen Ingolstadt (4:1 n. E. noch in der Hinrunde), in Hannover (2:1), gegen Bielefeld (1:0) und in Mönchengladbach (8:7 n. E.) gelang der Mannschaft immerhin der Einzug ins Endspiel um den DFB-Pokal, das sie aber gegen Borussia Dortmund mit 1:2 verlor. Ein emotionaler Höhepunkt der Frankfurter Pokalsaison war die Einwechslung von Marco Russ in der 2. Halbzeit der Partie gegen Bielefeld. Russ hatte wegen einer Krebstherapie in der ersten Saisonhälfte pausieren müssen.[22]

In der Saison 2017/18 konnte die Gesamtleistung trotz erheblicher Veränderungen im Stammkader – mit der Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng tätigte die Eintracht einen der aufsehenerregendsten Sommertransfers der Bundesliga – noch gesteigert werden. So wurde aufgrund einer Niederlagenserie zum Saisonende zwar noch die direkte Qualifikation für die Europa League verspielt, aber durch meist ungefährdete Siege gegen Erndtebrück (3:0), Schweinfurt (4:0), Heidenheim (2:1 n. V.), Mainz 05 (3:0) und ein umstrittenes[23] 1:0 auf Schalke erreichte das Team erneut das Endspiel um den DFB-Pokal. Am 19. Mai 2018 besiegte die Mannschaft den hochfavorisierten FC Bayern München mit 3:1 und gewann mit dem DFB-Pokal den ersten Titel seit 30 Jahren. Die Eintracht profitierte dabei in der Nachspielzeit von einer strittigen Entscheidung, die der Schiedsrichter auch nach Sichtung der Videobilder nicht revidierte.[24] Für Niko Kovač war es das letzte Spiel als Eintracht-Trainer, nachdem bereits am 13. April bekannt geworden war, dass er zur nächsten Saison zum FC Bayern wechseln werde.[25]

Zur Saison 2018/19 trat der Österreicher Adi Hütter die Nachfolge von Kovač an. Unter ihm verlor die Eintracht das Spiel um den DFL-Supercup gegen den FC Bayern am 12. August 2018 mit 0:5 und schied eine Woche später in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den Viertligisten SSV Ulm 1846 aus. Anschließend legte die Mannschaft von September bis November 2018 eine Serie von elf ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie hin[26] und gewann darüber hinaus als erste deutsche Mannschaft überhaupt alle sechs Gruppenspiele in der Europa League.[27] In der K.o.-Runde drang die Eintracht bis ins Halbfinale vor, in dessen Rückspiel sie sich im Elfmeterschießen dem FC Chelsea geschlagen geben musste.[28] Am Ende der Saison belegte Eintracht Frankfurt in der Bundesliga mit 54 Punkten den siebten Tabellenplatz und erreichte damit die Europa-League-Qualifikation.

Entwicklung des VereinslogosBearbeiten

Das Vereinslogo wird heute auch in einer schwarz-weißen Version genutzt.

LigazugehörigkeitBearbeiten

Sämtliche Platzierungen ab der Saison 1920/21 finden sich unter Saisonbilanzen von Eintracht Frankfurt. In der ewigen Tabelle der Bundesliga belegt die Eintracht Platz 9 und ist dort das Team mit den meisten Niederlagen (645 am Ende der Saison 2018/19). In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga belegt die Eintracht Platz 47.

Profifußball (Eintracht Frankfurt Fußball AG)Bearbeiten

ErfolgeBearbeiten

 
Nachbildungen der Vereinstrophäen im Eintracht-Museum
1 Frankfurter FV
2 FFC Victoria
3 FFC Kickers 1899
4 Eintracht Frankfurt II

Rekorde (aktuell und historisch)Bearbeiten

  • Der Verein stellt mit Charly Körbel (602 Einsätze, 1972 bis 1991) den Rekordspieler der Bundesliga-Geschichte. Er hat diese Spiele ausschließlich für Eintracht Frankfurt bestritten und „überlebte“ dabei 15 Trainer. Später wurde er selbst zweimal Bundesligatrainer bei Frankfurt und fiel dort am 30. März 1996 der 15. vorzeitigen Trainerentlassung zum Opfer.
  • Luka Jović ist mit seinen fünf Treffern am 19. Oktober 2018 beim 7:1 (3:0) gegen Fortuna Düsseldorf der bisher einzige fünffache Torschütze der Eintracht-Geschichte und der 17. fünffache Torschütze der Bundesliga-Geschichte. Jović ist mit 20 Jahren und 300 Tagen der jüngste fünffache Torschütze der Bundesliga-Geschichte und der erste Serbe, der fünfmal in einem Bundesligaspiel traf.
  • Jürgen Friedl (* 23. Februar 1959) war mit 17 Jahren und 26 Tagen bis zum 6. August 2005 der jüngste Bundesligaspieler.
  • Richard Kreß (1925–1996) war beim Bundesligastart 1963/64 dabei und hält seit Beginn der Bundesliga den Rekord als ältester Ligadebütant aller Zeiten (38 Jahre, 171 Tage). Er ist zugleich der bei seinem ersten Bundesligator älteste Torschütze (38 Jahre, 248 Tage).
  • Vom 20. August 1985 bis 25. August 1987 stellte der Verein eine Negativrekordserie auf: 32 Auswärtsspiele in Folge ohne Sieg.
  • Der griechische Nationalspieler Giorgos Tzavelas hatte mit seinem 73-Meter-Tor am 12. März 2011 bei der 1:2-Niederlage beim FC Schalke 04 einen Bundesliga-Rekord für das aus weitester Entfernung geschossene Tor aufgestellt. Dieser wurde allerdings am 20. September 2014 von Moritz Stoppelkamp (aus 83 Metern) überboten.
  • Mit vier Siegen in den ersten vier Spielen der Saison 2012/13 stellte Eintracht Frankfurt als Aufsteiger einen neuen Startrekord auf.
 
Aero Flight A320 in den Farben von Eintracht Frankfurt.
  • Die bisher schnellste Rote Karte in der Fußball-Bundesliga sah am 14. Mai 2011 der bei Eintracht Frankfurt spielende Marcel Titsch-Rivero im Spiel gegen Borussia Dortmund nur 43 Sekunden nach seiner Einwechslung.
  • Die bisher schnellste Rote Karte im DFB-Pokalwettbewerb sah am 18. April 2018 der bei Eintracht Frankfurt spielende Gelson Fernandes im Halbfinale gegen Schalke 04 nur 33 Sekunden nach seiner Einwechslung.
  • Eintracht Frankfurt hält den derzeitigen Rekord für die Gesamtanzahl von Toren und Gegentoren in einer Saison (155, 83:72, 1981/82)
  • Eintracht Frankfurt hält den aktuellen Rekord an Teilnahmen an der Relegation zur Bundesliga (drei: 1984, 1989 und 2016) gemeinsam mit dem 1. FC Saarbrücken und dem 1. FC Nürnberg. Allerdings gelang es nur Frankfurt, alle drei Teilnahmen für sich zu entscheiden. Der 1. FC Saarbrücken konnte sich lediglich einmal und der 1. FC Nürnberg zweimal durchsetzen (2016 gegen Frankfurt unterlegen).
  • In der UEFA Europa League 2018/19 gewann Eintracht Frankfurt alle sechs Partien der Gruppenphase, was zuvor keinem anderen deutschen Verein im Europapokal gelungen war.
  • Das Auswärtsspiel am 5. April 2019 gegen Schalke 04 gewann die Eintracht mit dem spätesten Elfmetertor der Bundesligageschichte. Luka Jović traf in der neunten Minute der Nachspielzeit.[29]

BesonderesBearbeiten

  • Die Eintracht betreibt seit 2002 eine Fußballschule, die von Karl-Heinz „Charly“ Körbel geleitet wird.
  • Seit 2005 hat die Eintracht ein lebendiges Maskottchen, den bei den Fans sehr beliebten Steinadler Attila aus dem Hanauer Wildpark.
  • Als Partner der Eintracht lackierte Aero Flight 2005 einen Airbus A 320 in den Farben von Eintracht Frankfurt. Der „stählerne Adler“ mit der Registrierung D-ARFE wurde nach der Insolvenz der Aero Flight von der Leasingfirma zurückgeholt und anderweitig verleast. Dabei wurden der Schriftzug und der Adler im Dezember 2005 entfernt.
  • Seit 2007 existiert im Inneren der Haupttribüne des Stadions ein Museum, in dem regelmäßig altgediente Spieler, Trainer und verdiente Persönlichkeiten Führungen durch die Vereinsgeschichte anleiten. Außerdem werden Stadionführungen angeboten sowie verschiedene wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert.[30]
  • Die Deutsche Bahn als Premium-Partner gestaltete Ende August 2012 eine Elektrolokomotive der DB-Baureihe 101 im Eintracht-Frankfurt-Design. Die Eintracht-Frankfurt-Lok soll deutschlandweit und auch grenzüberschreitend im IC- und EC-Verkehr unterwegs sein.[31]
  • Seit 2012 kann man für einen Beitrag von 1899 Euro (in Anlehnung an das Gründungsjahr) eine lebenslange Mitgliedschaft im Verein abschließen.[32] Erstes lebenslanges Mitglied der Eintracht wurde Sebastian Vettel, dem dieser Status ehrenhalber verliehen wurde.[33]
  • Seit Januar 2013 werden im U-Bahnhof Willy-Brandt-Platz mit den „Säulen der Eintracht“ elf „legendäre“ Spieler und ein Trainer, die per Internet-Abstimmung ausgewählt wurden, besonders gewürdigt.[34][35]

Farben und WappenBearbeiten

 
Der Vereinsadler basiert auf dem Stadtwappen.

Das Vereinswappen leitet sich vom Wappen der Stadt Frankfurt am Main ab, welches wiederum auf dem einköpfigen Reichsadler des 13. Jahrhunderts basiert. Das Wappen machte im Laufe der Jahre nur kleinere Veränderungen durch, bis 1980 ein stilisierter Adler in Schwarz und Weiß eingeführt wurde. Anlässlich der 100-Jahr-Feier 1999 entschied der Verein, wieder einen traditionelleren Adler einzuführen.

 
Wappen des Frankfurter FV (von 1911), der TuS Eintracht Frankfurt (1920), der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (1967) und der weiße Adler (1980–1999)

Die offiziellen Vereinsfarben sind Rot, Schwarz und Weiß und haben ihren Ursprung in den Vorgängerklubs Frankfurter FC Viktoria und Frankfurter FC Kickers, die Rot und Weiß beziehungsweise Schwarz und Weiß als Spielkleidung trugen. Dabei sind Rot und Weiß die Farben des Stadtwappens, während Schwarz und Weiß die Farben Preußens symbolisieren. Als die zwei Frankfurter Vereine fusionierten, entschieden die Verantwortlichen, die Farben beider Mannschaften zu berücksichtigen. Da der Lokalrivale Kickers Offenbach jedoch in rot-weißen Trikots aufläuft, spielt die Eintracht bevorzugt in schwarz-roter oder schwarz-weißer Spielkleidung.

Alle BundesligatrainerBearbeiten

  • 2003/04 – Reimann
  • 2004/05 – Funkel
  • 2005/06 – Funkel
  • 2006/07 – Funkel
  • 2007/08 – Funkel
  • 2008/09 – Funkel
  • 2009/10 – Skibbe
  • 2010/11 – Skibbe, Daum
  • 2011/12 – Veh
  • 2012/13 – Veh
  • 2013/14 – Veh
  • 2014/15 – Schaaf
  • 2015/16 – Veh, N. Kovač
  • 2016/17 – Kovač
  • 2017/18 – Kovač
  • 2018/19 – Hütter
  • 2019/20 – Hütter

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

Sämtliche Profispieler seit Einführung der Bundesliga 1963/64 finden sich unter Liste der Fußballspieler von Eintracht Frankfurt.

Ehrenspielführer FußballBearbeiten

StatistikBearbeiten

TorschützenkönigeBearbeiten

Bundesliga:

2. Bundesliga:

RekordspielerBearbeiten

Quelle: [36]

Meiste Bundesligaspiele Meiste Bundesligatore
01. Karl-Heinz Körbel: 602 01. Bernd Hölzenbein: 160
02. Jürgen Grabowski: 441 02. Bernd Nickel: 138
03. Bernd Nickel: 426 03. Jürgen Grabowski: 108
04. Bernd Hölzenbein: 420 04. Alex Meier: 93
05. Ralf Falkenmayer: 337 05. Anthony Yeboah: 68
06. Manfred Binz: 336 06. Wilhelm Huberts: 67
07. Marco Russ: 280 07. Rüdiger Wenzel: 51
08. Alex Meier: 270 08. Bum-Kun Cha: 46
09. Willi Neuberger: 267 0    Wolfgang Solz: 46
10. Uwe Bindewald: 263 10. Karl-Heinz Körbel: 45

Aktuelle ProfimannschaftBearbeiten

Kader 2019/20Bearbeiten

Nr. Nat. Spieler Geburtstag Im Verein seit Vertrag bis BL-Spiele BL-Tore
Tor
01 Danemark  Frederik Rønnow 04. Aug. 1992 2018 2022 002 00
29 Deutschland  Felix Wiedwald 15. Mär. 1990 2018 2021 070 00
37 Deutschland  Jan Zimmermann 19. Apr. 1985 2017 2021 005 00
Abwehr
02 Frankreich  Evan N’Dicka 20. Aug. 1999 2018 2023 027 01
03 Guinea  Simon Falette 19. Feb. 1992 2017 2021 034 01
15 Niederlande  Jetro Willems 30. Mär. 1994 2017 2021 046 00
18 Frankreich  Almamy Touré 28. Apr. 1996 2019 2023 007 00
19 Argentinien  David Abraham (C)  15. Juli 1986 2015 2021 151 03
22 Vereinigte Staaten  Timothy Chandler 29. Mär. 1990 2014 2020 193 07
23 Deutschland  Marco Russ 04. Aug. 1985 2013 2020 304 25
24 Deutschland  Danny da Costa 13. Juli 1993 2017 2022 080 03
25 Deutschland  Erik Durm 12. Mai 1992 2019 2023 064 02
33 Israel  Taleb Tawatha 21. Juni 1992 2016 2020 030 00
35 Brasilien  Tuta 04. Juli 1999 2019 2023 000 00
Mittelfeld
05 Schweiz  Gelson Fernandes 02. Sep. 1986 2017 2020 077 02
06 Niederlande  Jonathan de Guzmán 12. Sep. 1987 2017 2020 044 03
08 Schweiz  Djibril Sow 06. Feb. 1997 2019 2024 001 00
10 Serbien  Filip Kostić 01. Nov. 1992 2018 2023 154 23
11 Serbien  Mijat Gaćinović 08. Feb. 1995 2015 2022 093 03
16 Spanien  Lucas Torró 19. Juli 1994 2018 2023 008 00
20 Japan  Makoto Hasebe 18. Jan. 1984 2014 2020 288 07
21 Deutschland  Marc Stendera 10. Dez. 1995 2010 2020 077 05
26 Deutschland  Nils Stendera 30. Sep. 2000 2014 2022 000 00
27 Deutschland  Nicolai Müller 25. Sep. 1987 2018 2020 185 42
28 Deutschland  Dominik Kohr 31. Jan. 1994 2019 2024 145 04
30 Deutschland  Şahverdi Çetin 28. Sep. 2000 2013 2020 000 00
38 Deutschland  Patrick FingerU19 01. Jan. 2001 2015 2020 000 00
40 Japan  Daichi Kamada 05. Aug. 1996 2017 2021 003 00
42 Bosnien und Herzegowina  Marijan Ćavar 02. Feb. 1998 2018 2021 001 00
Sturm
04 Kroatien  Ante Rebić 21. Sep. 1993 2017 2022 077 17
07 Serbien  Dejan Joveljić 07. Aug. 1999 2019 2024 000 00
39 Portugal  Gonçalo Paciência 01. Aug. 1994 2018 2022 011 03
Stand Kader: 17. Juli 2019; Stand Spielerstatistiken: Saisonende 2018/19[37]
U19 auch im Kader der A-Jugend (U19; Jahrgang 2001 oder jünger)

Kaderveränderungen in der Saison 2019/20Bearbeiten

Bisher wurden mit Dejan Joveljić (Roter Stern Belgrad), Djibril Sow (BSC Young Boys), Dominik Kohr (Bayer 04 Leverkusen) und Erik Durm (Huddersfield Town) vier Spieler dem Kader neu hinzugefügt. Zudem kehrten die Leihspieler Nicolai Müller (Hannover 96), Daichi Kamada (VV St. Truiden), Marijan Ćavar (NK Osijek) und Felix Wiedwald (MSV Duisburg) mit dem Beginn der Vorbereitung in den Kader zurück.

Der prominenteste Abgang war der von Luka Jović zu Real Madrid. Daneben verließen mehrere Spieler den Verein mit ihrem Vertragsende, die in der Vorsaison keine Rolle gespielt hatten und teilweise noch in der A-Jugend zum Einsatz gekommen waren. Die Leihspieler Sebastian Rode (Borussia Dortmund), Kevin Trapp (Paris Saint-Germain) und Martin Hinteregger (FC Augsburg) verließen den Kader zunächst mit dem Beginn der Vorbereitung.

Die bisherigen Leihspieler Andersson Ordóñez (blieb dauerhaft bei LDU Quito), Danny Blum (UD Las PalmasVfL Bochum), Noel Knothe (FC Pipinsried1. FC Nürnberg II), Max Besuschkow (Royale Union Saint-GilloiseSSV Jahn Regensburg) und Deji Beyreuther (Chemnitzer FCTSG 1899 Hoffenheim II), die zuletzt nicht dem Kader angehört hatten, verließen den Verein endgültig. Aus dem aktuellen Kader zog Eintracht Frankfurt die Kaufoption von Filip Kostić (Hamburger SV), sodass dieser langfristig dem Kader erhalten bleibt. Darüber hinaus wurde der neu verpflichtete Rodrigo Zalazar direkt an Korona Kielce verliehen.

Die Kaderveränderungen sind im Folgenden:

Zugänge
Zeitpunkt Spieler Abgebender Verein
Sommerpause/
Vorbereitung
Bosnien und Herzegowina  Marijan Ćavar Kroatien  NK Osijek (Leihende)
Erik Durm England  Huddersfield Town
Serbien  Dejan Joveljić Serbien  Roter Stern Belgrad
Japan  Daichi Kamada Belgien  VV St. Truiden (Leihende)
Dominik Kohr Bayer 04 Leverkusen
Nicolai Müller Hannover 96 (Leihende)
Schweiz  Djibril Sow Schweiz  BSC Young Boys
Felix Wiedwald MSV Duisburg (Leihende)
Abgänge
Zeitpunkt Spieler Aufnehmender Verein
Sommerpause/
Vorbereitung
Frankreich  Sébastien Haller England  West Ham United
Mischa Häuser FSV Frankfurt
Osterreich  Martin Hinteregger FC Augsburg (Leihende)
Schweden  Branimir Hrgota unbekannt
Serbien  Luka Jović Spanien  Real Madrid
Patrice Kabuya Hamburger SV II
Kamerun  Nelson Mandela Mbouhom unbekannt
Sebastian Rode Borussia Dortmund (Leihende)
Tobias Stirl VfL Wolfsburg II
Kevin Trapp Frankreich  Paris Saint-Germain (Leihende)

Trainer- und MitarbeiterstabBearbeiten

 
Der Österreicher Adi Hütter (hier 2017) ist seit der Saison 2018/19 Cheftrainer der Profis
Name Funktion
Trainerstab
Adi Hütter Cheftrainer
Christian Peintinger Co-Trainer
Armin Reutershahn Co-Trainer
Manfred Petz Torwarttrainer
Martin Spohrer Athletiktrainer
Markus Murrer Athletiktrainer
Werner Leuthard Athletiktrainer
Sportliche Leitung
Bruno Hübner Sportdirektor
Ben Manga Chefscout
Christoph Preuß Teammanager
Thomas Westphal Teammanager
Marco Pezzaiuoli Technischer Direktor
Nachwuchsleistungszentrum & Profis

SponsorenBearbeiten

Überblick über alle Trikot- bzw. Hauptsponsoren von Eintracht Frankfurt:

AusrüsterBearbeiten

Überblick über die Trikothersteller von Eintracht Frankfurt:

  • 1974–1976 Adidas
  • 197600000 Admiral
  • 1977–1987 Adidas, sowie zeitweise dessen Tochtergesellschaft Erima
  • 1987–2001 Puma
  • 2001–2003 Fila zum 1. Februar 2000
  • 2003–2014 JAKO
  • 2014–0000 Nike[40]

FansBearbeiten

FankulturBearbeiten

Die Fanszene in Frankfurt gilt als eine der aktivsten in Deutschland und hat mehr als 750 offizielle Fanclubs (EFC), die seit Ende der 1960er-Jahre gegründet wurden. Diese werden vom Eintracht Frankfurt Fanclubverband e.V. vertreten. Bedeutende und einflussreiche Gruppen in der Frankfurter Fanszene sind die 1997 gegründeten Ultras Frankfurt (UF97), die 2000 gegründete Fan- und Förderabteilung (FuFA) sowie der Nordwestkurve Frankfurt e.V.[41]

Die Auslastung des Stadions bei Heimspielen liegt regelmäßig bei über 90 %[42], damit liegt der Klub unter den 30 meistbesuchten Fußballvereinen in Europa.[43]

Vom Vereinswappen leitet sich „Die Adler“, einer der Spitznamen des Vereins, ab. Unter seinen Anhängern wird der Verein auch sehr oft SGE nach der traditionellen Vereinsbezeichnung Sportgemeinde Eintracht genannt. Der Namensteil „Sportgemeinde“ wurde 1968 vom Verein abgelegt.[44] Aus der Frühzeit des Vereins stammt die heute seltene Bezeichnung Schlappekicker. In der vorprofessionellen Zeit waren viele Spieler Angestellte der lokalen Hausschuhfabrik („Schlappe“ ist eine dialektale Bezeichnung für Hausschuhe), deren Betreiber auch zu den Mäzenen des Vereins zählte.

Aufgrund des häufigen Wechsels zwischen sportlichem Erfolg und Misserfolg wird die SGE auch als „launische Diva vom Main“ bezeichnet. Dabei liefert die Mannschaft scheinbar oft gute sportliche Leistungen gegen stärkere Gegner ab, während vermeintlich schwächere Gegner nicht ernst genommen und die Spiele daher verloren werden. Statistisch kann dieser Sachverhalt jedoch in keiner Weise belegt werden.

Trotzdem hat sich die Bezeichnung als Diva beim Verein selbst sowie in der Fan- und Medienlandschaft bis heute erhalten. So gibt es eine Gaststätte auf dem Vereinsgelände am Riederwald mit diesem Namen[45], das offizielle Vereinsmagazin heißt „Diva vom Main“.[46] Weiterhin wird die Diva in verschiedenen Fanliedern besungen, auch von offizieller Seite wird die Eintracht mitunter als Diva bezeichnet.[47][48]

LiederBearbeiten

In den 1970 und -80er Jahren, hatte das Lied ,,Im Wald da spielt die Eintracht" enorme Popularität, geriet aber seit den 1990ern immer mehr und mehr in Vergessenheit.

2003 veröffentlichte das Duo Mundstuhl das Lied Adler auf der Brust basierend auf der Melodie Three Lions von den Lightning Seeds.

Das 2008 erschienene Lied ,,Forza-SGE" der Thrash-Metal-Band Tankard erlangte große Beliebtheit und wird oft im Waldstadion während der Halbzeitpause gespielt.

Als Vereinshymne hat sich um die Jahrtausendwende das Lied „Im Herzen von Europa“ etabliert, das durch zwei Mitglieder des Polizeichors Frankfurt als Huldigung an ihre Stadt komponiert wurde und 1974 anlässlich des 75. Vereinsjubiläums einen neuen Text mit Bezug zur Eintracht erhielt.[49] Die vom Polizeichor Frankfurt eingesungene Version des Lieds wird bei jedem Heimspiel vor Anpfiff abgespielt.

Ebenfalls weit verbreitet ist das Lied „Schwarz-Weiß wie Schnee“, gesungen durch die Frankfurter Thrash-Metal-Band Tankard, das ebenfalls vor jedem Heimspiel abgespielt wird. 2006, 2017 und 2018 spielte Tankard das Lied live vor dem Finale des DFB-Pokals in Berlin.[50]

RivalitätenBearbeiten

Traditionelle Rivalen sind die Offenbacher Kickers (vgl. Mainderby). Weitere regionale Rivalen sind der SV Darmstadt 98, der 1. FC Kaiserslautern und der Karlsruher SC.[51] Zum Stadtnachbarn FSV Frankfurt (vgl. Frankfurter Stadtderby) hingegen besteht heute ein eher freundschaftliches, harmonisches Verhältnis, bedingt durch die sportlichen und wirtschaftlichen Unterschiede, die keine Konkurrenzsituation innerhalb der Stadt aufkommen lassen.[52] Begegnungen gegen den 1. FSV Mainz 05 werden von den Frankfurter Anhängern nicht als Derby angesehen, auch wenn diese in Medienberichten gelegentlich so bezeichnet werden.[53]

Abteilungen des Stammvereins (Eintracht Frankfurt)Bearbeiten

Abteilung 01: TurnenBearbeiten

Die Turnabteilung der Eintracht wurde am 22. Januar 1861 gegründet und ist damit die älteste Abteilung des Vereins, in den sie nach dessen späterer Gründung eingegliedert wurde. Mit über 3.000 Mitgliedern, davon über 800 Kinder und Jugendliche, stellt die Abteilung zugleich den größten aktiven Sportbereich des Vereins dar. Dabei ist die Abteilung sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport aktiv, angebotene Sportarten sind neben den klassischen Turnsportarten auch Sportarten wie Cheerleading, Aerobic, rhythmische Sportgymnastik, Badminton, Volleyball oder Tanzen.

Die Damen-Mannschaft der Frankfurter Turner gehört nach einem Jahr der Zweitklassigkeit seit dem Wiederaufstieg im Jahre 2009 der Bundesliga an. Die Aufstiegsmannschaft bestand aus den Kunstturnerinnen Veronika Ozanova, Lara Wondrak, Myriam Boeschen, Annabelle Hölzer und der ehemals für Bordeaux in der Ersten Liga Frankreichs startenden Weidenauerin[54] Silvie Wentzell.[55]

Ernst WinterBearbeiten

Erfolgreichster Turner des Vereins ist Ernst Winter, der 1934 bei den Turnweltmeisterschaften in Budapest Weltmeister am Reck und 1936 in Berlin Olympiasieger im Mannschaftsmehrkampf mit der deutschen Nationalmannschaft wurde.

Bei den deutschen Meisterschaften 1931, 1932, 1934 und 1935 sowie beim Deutschen Turnfest 1933 in Stuttgart belegte er jeweils den zweiten Platz im Einzelmehrkampf.

Winter fiel im Zweiten Weltkrieg.

Abteilung 02: FußballBearbeiten

Unter der Verantwortlichkeit des Vereins Eintracht Frankfurt ist die Fußball-Abteilung für die Jugendmannschaften, den Frauenfußball sowie für Futsal zuständig.

Die zweite MannschaftBearbeiten

Die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht, die U23, spielte zuletzt in der Regionalliga Südwest und bestand zum größten Teil aus jungen Spielern, die aus der eigenen Jugend aufrückten.

Die zweite Mannschaft wurde früher unter dem Namen Eintracht Frankfurt Amateure, später als Eintracht Frankfurt Reserve und als Eintracht Frankfurt II geführt und spielte nach mehreren Jahren in der Oberliga Hessen seit Sommer 2012 in der Regionalliga Südwest. Daneben nahm die zweite Mannschaft für die SGE am Hessenpokal teil, den sie 1969 gewann. Außerdem wurde sie zweimal Hessenmeister (1970 und 2002). Zur U23 stießen zeitweise Spieler aus dem Kader der Bundesligamannschaft, insbesondere um Spielpraxis zu sammeln. Nachdem die DFL die Pflicht zum Aufstellen einer U-23-Mannschaft aufgehoben hatte, beschloss Eintracht Frankfurt, die von Alexander Schur und Patrick Glöckner trainierte U-23-Mannschaft zum 30. Juni 2014 aufzulösen.

FrauenfußballBearbeiten

Seit dem Jahr 2004 wird in der Fußballabteilung auch Frauenfußball angeboten. Aktuell spielt die 1. Mannschaft in der drittklassigen Regionalliga Süd.

Erfolge

  • Meister der Regionalliga Süd (1): 2018
  • Hessenmeister (2): 2012, 2017
  • Hessenpokalsieger (1): 2013

JugendarbeitBearbeiten

Die Eintracht Frankfurt Fußball AG unterhält ein Nachwuchsleistungszentrum, das sich auf dem Vereinsgelände im Riederwald befindet und zum Herbst 2010 umfassend modernisiert wurde. Neben jungen Fußballspielern wird es auch von Jungmitgliedern anderer Sparten genutzt.[56] Nach Abschluss der Saison 2013/14 der Regionalliga Südwest wurde die U23 abgemeldet, nachdem die DFL die Profivereine von der Pflicht, eine zweite Mannschaft stellen zu müssen, entbunden hatte.[57] Seitdem fungiert die U19 als inoffizielle zweite Mannschaft, welche in der Saison 2018/19 in der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga antritt.

Zu den größten Erfolgen zählen die drei deutschen Meisterschaften (1982, 1983 und 1985) der A-Junioren sowie vier deutsche Meisterschaften (1977, 1980, 1991 und 2010) bei den B-Junioren.

FutsalBearbeiten

Die Futsal-Sparte wurde 2006 und 2007 hessischer Meister 2006 sowie 2006 süddeutscher Meister.

Abteilung 03: LeichtathletikBearbeiten

Die Fußballabteilung ist zwar die bekannteste Sparte des Vereins, die Leichtathletik-Abteilung ist jedoch die erfolgreichste.

 
Betty Heidler bei der Siegerehrung in Osaka

Neben über 220 deutschen Meistertiteln in nahezu allen leichtathletischen Disziplinen brachte Eintracht Frankfurt zahlreiche Titelträger und Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften hervor. So gewann z. B. Tilly Fleischer bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin die Speerwurfkonkurrenz der Frauen, nachdem sie vier Jahre zuvor in Los Angeles die Bronzemedaille in dieser Disziplin gewonnen hatte. Eine solche Medaille gewann auch Heinz Ulzheimer über 800 Metern bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. Darüber hinaus vertraten Athleten von Eintracht Frankfurt die deutschen Farben bei Welt- und Europameisterschaften. Jüngste Medaillenträgerin ist die Hammerwerferin Kirsten Klose, die bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney die Bronzemedaille in ihrer Disziplin errang. Die deutsche Meisterin im Hammerwurf, Betty Heidler, konnte 2007 bei den Weltmeisterschaften in Osaka den ersten Platz und damit eine Goldmedaille erringen. Die Abteilung tritt als LG Eintracht Frankfurt zusammen mit fünf weiteren Vereinen auf.

Abteilung 04: HockeyBearbeiten

 
Spielszene TSV Mannheim – Eintracht Frankfurt

Bei der Hockeyabteilung der Eintracht steht die Damenmannschaft im Vordergrund. Diese spielt in der Halle in der 1. Bundesliga, während die erste Herrenmannschaft 2005 in der 2. Regionalliga Süd den letzten Platz belegte und abstieg. Die größten Erfolge in der Abteilungsgeschichte erreichten auch die Damenmannschaft mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft auf dem Feld 1991 und in der Halle 1997. Außerdem wurde 1990 der Europapokal der Pokalsieger gewonnen.

Ehrenspielführer HockeyBearbeiten

Abteilung 05: BoxenBearbeiten

Die 1919 gegründete Boxabteilung trainiert in der Frankfurter Klingerschule bzw. auf dem Trainingsgelände des Riederwaldstadions.

Vor allem in den 1950er-Jahren hatte die Boxabteilung glorreiche Jahre. So erkämpfte sich Erich Walter 1954 die deutsche Meisterschaft im Halbmittelgewicht. Ossi Büttner, in Frankfurt als der „Böse Bub“ bekannt, wurde 1955 und 1956 deutscher Vizemeister im Schwergewicht.[44]

Abteilung 06: TennisBearbeiten

 
Tennishalle auf dem Riederwaldgelände in Seckbach

Die Tennisabteilung der Frankfurter Eintracht wurde im Frühjahr 1920 gegründet und spielt heute auf der Tennisanlage am Riederwald auf 13 Tennisplätzen sowie in einer drei Plätze umfassenden Tennishalle. Die erste Herrenmannschaft stieg 2006 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Hessenliga auf, die Damen treten in der Verbandsliga an. 1980 und 1987 wurde die Abteilung deutscher Meister der Senioren, zudem konnten verschiedene nationale Juniorenmeisterschaften gewonnen werden. Abteilungsleiter Tennis ist Michael Otto.

Ehrenspielführer TennisBearbeiten

Abteilung 07: HandballBearbeiten

Die seit 1921 bestehende Handballabteilung unterliegt der Leitung von Markus Matthes und trainiert in den Sporthallen der Friedrich-Ebert- sowie der Konrad-Haenisch-Schule. Die erste Herrenmannschaft bildet eine Spielgemeinschaft mit dem Turnverein Seckbach 1875 und spielt aktuell in der Bezirksoberliga.

Abteilung 08: RugbyBearbeiten

Die Abteilung Rugby besteht seit Sommer 1923. Abteilungsleiter ist Marko Deichmann.

Es gibt Mannschaften im Herren-, Damen- und Jugendbereich. Die Spielbetreuung liegt in den Händen von Günter „Doktor“ Fooßen. Kapitän der 1. Herrenmannschaft ist der Frankfurter Dirk Bangert. Der Stürmer spielt seit 10 Jahren für die Eintracht. Die Herrenmannschaft spielt zurzeit in der Regionalliga Hessen/Rheinland-Pfalz. Trainer der Damenmannschaft ist Andreas Weidemann. Im Sommer wird auf dem Trainingsgelände der Eintracht in Frankfurt-Niederrad trainiert, im Winter am Riederwald.

Ehrenspielführer RugbyBearbeiten

Abteilung 09: TischtennisBearbeiten

Die Tischtennisabteilung der Eintracht ist eine der erfolgreichsten des Vereins. Die Damenmannschaft wurde siebenmal deutscher Meister, die Herrenmannschaft spielte 15 Jahre in der Bundesliga. Obwohl sie heute nur noch in der Bezirksoberliga spielt, wird sie in der „Ewigen Tabelle“ der Bundesliga nach wie vor auf Platz 9 geführt.

Die Anfänge in den zwanziger JahrenBearbeiten

Im November 1924 gründeten Tennisspieler der Eintracht im Wirtschaftskolleg Jaé in der Berger Straße eine Tischtennisabteilung des Vereins, der von Otto Abel geleitet wurde. Tischtennis wurde zunächst als Hobby innerhalb des Vereins gespielt, erst 1927 nahm man erstmals (in Darmstadt) an einem Turnier teil. Trainingsstätte der Eintracht-Spieler wurden Räume in der Helmholtzschule. 1930 richtete die Eintracht sogar ein internationales Turnier aus, das von den damals diesen Sport dominierenden Ungarn gewonnen wurde. Bei der Eintracht spielten erfolgreiche Spieler wie Karl Ziegler, Albert Schimmel und Karl-Heinz Eckardt (der spätere Präsident des Deutschen Tischtennis-Bunds). 1931 kam es aufgrund eines Zerwürfnisses innerhalb des Vereins zum Rücktritt des Abteilungsgründers Otto Abel, auch die Spieler kehrten dem Verein den Rücken.

Die Damenmannschaft als SerienmeisterBearbeiten

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Spielbetrieb wiederbelebt. In der zerstörten Stadt fanden die diesmal aus den Hockey- und Handballabteilungen stammenden Initiatoren, u. a. Heinz Fuß (* 1914), schließlich eine geeignete Spielstätte, die Turnhalle der Comeniusschule. Damit war die Grundlage für einen erfolgreichen Neuanfang gelegt. Diesen Erfolg lieferten vor allem die Damenmannschaften der Eintracht. Die Mannschaft um Gustel Cranz (mit Ilse Donath, Neuland, Ria Häneli, Schimanski und Becker) wurde 1948 deutscher Meister. 1952, 1953, 1956, 1957, 1958 und 1959 folgten sechs weitere nationale Meistertitel. Hanne Schlaf und Erna Brell errangen außerdem deutsche Meistertitel im Einzel. 1957 wurden die Spielerinnen Hanne Schlaf, Hilde Bussmann, Ellen Hennemann, Marianne Blumenstein, Annemie Mann und Christel Bischof von Bundespräsident Theodor Heuss mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für deutsche Sportler. Bis 1966 konnten sich die Damen in der Oberliga Südwest halten, dann wurden sie aus der damals höchsten Damen-Spielklasse wegen Aufstellungsschwierigkeiten zurückgezogen. 1975 wurde die Mannschaft sogar aus der Hessenliga zurückgezogen.[58]

Die Herrenmannschaft in der BundesligaBearbeiten

Auch die Herrenmannschaft um Werner Haupt konnte Ende der 1950er-Jahre zu den Erfolgen ihrer Vereinskameradinnen aufschließen, 1957 scheiterte sie mit einem 8:8 nur durch das schlechtere Satzverhältnis am TTC Mörfelden und wurde nur Vizemeister. Hanne Schlaf und Wolf Berger wurden 1959 Deutsche Meister im Mixed.

Als 1966 Tischtennis-Bundesliga der Herren gegründet wurde, war die Eintracht noch nicht dabei. Sie war zwar in der Oberliga Südwest Vierter geworden und durfte daher an der Bundesliga-Qualifikation teilnehmen, scheiterte dort in ihrer Gruppe aber an DJK TuSA 06 Düsseldorf. Ein Jahr später gelang der Eintracht der Aufstieg in diese höchste Spielklasse. Sie konnte sich schnell in der Bundesliga etablieren und schloss während der 1970er-Jahre drei Spielzeiten als Dritter ab. Spieler wie Heiner Lammers, Günter Köcher oder der spätere Bundestrainer Klaus Schmittinger gehörten zu den Stützen der Mannschaft.

1980 hatte die Tischtennis-Eintracht, die immer größere Mühe hatte, den steigenden Finanzbedarf des Bundesligabetriebs zu finanzieren, Erfolg mit einer für die damaligen Zeit sehr ungewöhnlichen Anfrage: Der Chinesische Tischtennisverband stimmt einem Wechsel des chinesischen Einzelmeisters von 1975, Wang Jiang Quang, nach Frankfurt zu. Wang war damit der erste chinesische Spieler in der deutschen Bundesliga. Gleichzeitig gelang durch Vermittlung des südkoreanischen Eintracht-Fußballspielers Bum Kun Cha der Wechsel des damals besten Tischtennisspielers des Landes, Park Lee-hee, zur Eintracht.

Die Saison 80/81 verlief sehr erfolgreich, zu Saisonende kürzte der Hauptverein der Abteilung jedoch 25 Prozent ihres Etats. Der Spielbetrieb in der Bundesliga konnte mit Mühe aufrechterhalten werden, am Ende der Folgesaison stand jedoch, nach 15 Jahren Bundesligazugehörigkeit, der Abstieg. Die Mannschaft blieb in der 2. Bundesliga, bis sie 1991 aus finanziellen Gründen in die 2. Bezirksliga zurückgezogen werden musste.[59]

Weiterführende Tischtennis-QuellenBearbeiten

Abteilung 10: BasketballBearbeiten

Die Basketball-Abteilung wurde 1954 gegründet. Zwei Spielzeiten, von 1967 bis 1969, und in der Saison 1979/80 spielten die Basketballer in der Basketball-Bundesliga (BBL) des Deutschen Basketballbundes (DBB). 1975 war die Eintracht Gründungsmitglied der 2. Basketball-Bundesliga.

Die Herrenmannschaft spielt derzeit in der Regionalliga Südwest. Die Spiele werden in der Sporthalle der Wöhlerschule (250 Plätze) ausgetragen. Die Damenmannschaft spielt ebenfalls in der Regionalliga. Die Basketball-Abteilung von Eintracht Frankfurt betreibt eine intensive Jugendarbeit. Die männliche U19-Mannschaft ist in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) vertreten.

Abteilung 11: EissportBearbeiten

Die Abteilung Eissport wurde am 9. Dezember 1959 gegründet, zwischen 2002 und 2006 widmete sich die Abteilung ausschließlich dem Eisstockschießen. Seit 2006 findet sich unter dem Dach der Eissport-Abteilung auch die Curling-Sparte von Eintracht Frankfurt.

Eine Damenmannschaft und zwei Herrenmannschaften der Eisstock-Sparte sind in der Bundesliga vertreten. Die Mannschaften trainieren in der Eissporthalle Frankfurt am Bornheimer Hang.

Abteilung 12: VolleyballBearbeiten

Die Volleyballabteilung der Eintracht besteht seit 1961. Nach großen Erfolgen der 1970er- und 1980er-Jahre, in denen Mannschaften der Eintracht in erster und zweiter Bundesliga aktiv waren, wurde es in den 1990ern ein wenig ruhiger. Von 2006 bis 2011 spielten die Frauen in der dritthöchsten deutschen Spielklasse (Regionalliga-Südwest). 2012/13 spielten die Männer in der Regionalliga-Südwest und stiegen als Meister in die Dritte Liga Süd auf, wo sie bis 2015 spielten. 2016 stiegen die Frauen in die Dritte Liga Süd auf. Zurzeit sind bei den Adlerträgern fünf Frauen-, drei Männer- und vier Jugendmannschaften aktiv.

Ehrenspielführer VolleyballBearbeiten

Abteilung 13: Fan- und FörderabteilungBearbeiten

Die Fan- und Förderabteilung (FuFA) von Eintracht Frankfurt wurde am 11. Dezember 2000 als 13. Abteilung von Eintracht Frankfurt gegründet. Mit über 29.000 Mitgliedern (Stand: September 2017)[60] ist sie die größte Abteilung des Vereins.

Die FuFA organisiert unter anderem Auswärtsfahrten zu Bundesligaspielen der Bundesliga-Mannschaft der Eintracht. Außerdem sammelte die FuFA Spenden, um Duplikate der von Eintracht Frankfurt errungenen Trophäen UEFA-Pokal und DFB-Pokal sowie der 1959 gewonnenen Meisterschale anfertigen zu lassen.

Abteilung 14: EishockeyBearbeiten

Die erste EishockeyabteilungBearbeiten

 
Die Eissporthalle Frankfurt, 1981–1991 Spielstätte der Eishockey-Eintracht

Die erste Eishockeyabteilung der Eintracht wurde 1959 durch Rudi Gramlich gegründet und trug am 14. Januar 1960 ihr erstes Spiel aus. Die Eishockey-Eintracht spielte vor oftmals geringer Kulisse in der Oberliga. In der Saison 1968/69 gelang der erste Aufstieg in die Bundesliga, zunächst aber nur für ein Jahr.

Nach langen Oberligajahren kehrten nach der Eröffnung und dem Umzug in die neue Eissporthalle am Ratsweg im Dezember 1981 der sportliche Erfolg und das Interesse der Zuschauer zurück: 1982 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1986 sogar der (Wieder-)aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Zugehörigkeit zur Eishockey-Bundesliga waren geprägt von wechselndem sportlichen Erfolg und wachsenden Schulden. Nur mit Mühe konnte jeweils die Lizenz für die neue Saison erreicht werden. Unprofessionelles Management, eine teure Mannschaft und fehlende Handlungsfreiheiten der Eintracht Frankfurt Eishockeyabteilung ließen den Schuldenberg auf über sieben Millionen DM anwachsen. Um bei einem möglichen Konkurs der Eishockeyabteilung den Hauptverein nicht zu gefährden, beschloss deswegen der Vorstand des Gesamtvereins im März 1991, die Eishockeyabteilung vom Hauptverein abzutrennen.

Die bisherige Eishockey-Abteilung der Eintracht wurde daraufhin am 5. März 1991 als Frankfurter ESC „Die Löwen“ neu gegründet und zunächst in die Regionalliga zurückgestuft. Der Verein stieg aber sehr rasch wieder in die 1. Bundesliga auf, spielte von 1994 bis 2010 unter dem Namen Frankfurt Lions in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und gewann 2004 die deutsche Meisterschaft. Nach der Spielzeit 2009/10 musste der Club jedoch Insolvenz anmelden. Der bisherige Stammverein Young Lions Frankfurt spielt nun unter dem Namen Löwen Frankfurt in der DEL2.

WiedergründungBearbeiten

Am 1. Juli 2002 wurde wieder eine Eishockeyabteilung in der Eintracht gegründet, nachdem die Spieler des aufgelösten EHC Frankfurt 1988 e. V. zur Eintracht wechselten. Die erste Saison spielte man in der Landesliga Hessen. In der Saison 2003/04 erreichte man unter dem Spielertrainer Jay McNeill den 6. Platz in der Regionalliga Hessen, zog die Mannschaft aber nach der Saison in die Landesliga zurück. In der Saison 2004/05 wurde die Eintracht überlegen Meister der Landesliga und spielte in der Saison 2005/06 wieder in der Regionalliga, in der sie überraschend gut mithalten konnte und knapp den Klassenerhalt feiern konnte. In der Saison 2006/07 konnte man nach einem massiven personellen Umbruch die Klasse nicht mehr halten, in der folgenden Landesliga-Saison 2007/08 gelang aber nach einer unerwartet starken Spielzeit die Rückkehr in die Regionalliga Hessen. Zur Saison 2009/10 wurde diese Liga mit der Regionalliga NRW zur Regionalliga West zusammengelegt, wodurch die Eintracht unter dem Abteilungsleiter Alexander Hermann in die neugegründete Hessenliga wechselte.

Abteilung 15: DartBearbeiten

Nach zweimonatiger Vorbereitungszeit wurde die Dartabteilung als 15. Abteilung in Abstimmung mit dem Beirat am 1. Juli 2006 gegründet. Der Verein will mit dieser Abteilung sein Angebot im Breiten- und Leistungssport weiter ausbauen.

Abteilung 16: TriathlonBearbeiten

Die Abteilung wurde 1992 unter dem Dach des PSV Blau-Gelb gegründet und wechselte im Januar 2008 zur Eintracht. Sie fördert sowohl den Breiten- als auch den Leistungssport. Gründer und Abteilungsleiter ist Georg Heckens. Zu den Mitgliedern der Sparte Triathlon gehören über 1.000 ambitionierte Hobby- und Profiathleten, die den größten Triathlonverein Deutschlands darstellen. Die Triathlonabteilung ist mit ihren Sportlern in folgenden Ligen des hessischen Triathlonverbandes vertreten:

  • 1. Hessenliga 1 Damenmannschaft
  • 2. Hessenliga 1 Damen- und 1 Herrenmannschaft
  • 3. Hessenliga 1 Herrenmannschaft
  • 4. Hessenliga 1 Herrenmannschaft
  • 5. Hessenliga 1 Herrenmannschaft 1 U-23 Mannschaft
  • Seniorenliga: 3 Mannschaften (1 Damen-, 2 Herrenmannschaften)
  • Masterliga: 1 Herrenmannschaft

sowie auch in der Regionalliga Mitte Damen und Herren der Deutschen Triathlonliga

Abteilung 17: Ultimate FrisbeeBearbeiten

Das Ultimate-Team der Eintracht Frankfurt war seit Frühjahr 2007 in der Rugby-Abteilung organisiert. Seit 2015 existiert eine eigenständige Ultimate-Abteilung.

Eintracht Frankfurt ist in den Divisionen Mixed (Frau Rauscher & the Bembelboys, Flachmixer), Damen (Frau Rauscher), Open (Sturm & Drang) und U14 (Liliputs) vertreten. Das Mixed-Team gehört zu den führenden Mannschaften in Deutschland und nahm an der XEUCF Club Europameisterschaft 2009 in London und der XEUCF 2013 in Bordeaux teil.[61] Die Damen haben 2008 die deutsche zweite Liga Meisterschaft Indoor gewonnen. In der Outdoor Saison 2013 erreichten Frau Rauscher & the Bembelboys Platz 11 in der Mixed DM 1. Liga, Frau Rauscher Platz 6 in der Damen DM 2. Liga und Sturm & Drang Platz 2 in der Open DM 2. Liga.

Abteilung: FechtenBearbeiten

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es erstmals seit Anfang der 1970er Jahre wieder Fechten bei Eintracht Frankfurt. Die Fechter des UFC Frankfurt, der sich Ende 2016 aufgelöst hatte, wechselten größtenteils zur Eintracht.

Abteilung 18: TischfußballBearbeiten

Im Juli 2016 wurde eine Tischfußball-Abteilung gegründet. Bereits nach zwei Jahren kam die Abteilung auf 60 Mitglieder.

2018 konnte die wichtigste Trophäe im europäischen Vereinsfußball gewonnen werden. Im Finale der ITSF European Champions League setzte man sich mit 40:33 gegen den Vorjahressieger Evry les Coyotes aus Frankreich durch.[62]

Abteilung 19: eSportsBearbeiten

Am 16. Januar 2019 starteten die Frankfurter mit einem eigenen eSport-Team in der VBL Club Championship. Am Ende belegte die Eintracht den 16. Platz und qualifizierte sich für die Playoffs.

LiteraturBearbeiten

  • Frank Gotta und Othmar Hermann: Im Herzen von Europa … Eintracht Frankfurt. Die Geschichte eines der bekanntesten Fußballvereine Europas (Bildband, auf 2000 Stück limitierte Auflage). Agon, 2006, ISBN 3-89784-286-6.
  • Jörg Heinisch: Das Jahrhundertspiel. Eintracht Frankfurt und Real Madrid im Europapokal der Meister 1960. Agon, 2004, ISBN 3-89784-248-3.
  • Jörg Heinisch: Der große Triumph. Eintracht Frankfurt im Europapokal 1980. Agon, 2005, ISBN 3-89784-267-X.
  • Jörg Heinisch: Frankfurter Fußballwunder. Die Klassenkämpfe von Eintracht Frankfurt. Agon, 2005, ISBN 3-89784-272-6.
  • Jörg Heinisch: Helden in Schwarz-Weiß. Eintracht Frankfurt im Vereinspokal. Agon, 2006, ISBN 3-89784-276-9.
  • Jörg Heinisch: Würstchen, Bomber, Fußballzauber. Eintracht Frankfurt in aller Welt. Agon, 2006, ISBN 3-89784-278-5.
  • Jörg Heinisch und Othmar Hermann: Adler auf der Brust. Die großen Spieler von Eintracht Frankfurt und andere Geschichten des hessischen Traditionsklubs. Agon, 2010, ISBN 3-89784-374-9.
  • Jörg Heinisch und Matthias Thoma: Main-Derby in Berlin: Deutsche Meisterschaft 1959, Eintracht Frankfurt gegen Kickers Offenbach. Agon, 1999, ISBN 3-89784-122-3.
  • Ulrich Matheja: Eintracht Frankfurt, Schlappekicker und Himmelsstürmer. In: Die Werkstatt. 1998, ISBN 3-89533-222-4; 2. Aufl.: Schlappekicker und Himmelsstürmer – Die Geschichte von Eintracht Frankfurt. In: Die Werkstatt. Göttingen 2006, ISBN 3-89533-538-X.
  • Ulrich Matheja: Unsere Eintracht: Eintracht Frankfurt – Die Chronik. In: Die Werkstatt. Göttingen 2011, ISBN 978-3-89533-750-5.
  • Herbert Neumann: Eintracht Frankfurt – Die Geschichte eines berühmten Sportvereins. 2. aktualisierte Neuauflage, Droste, Düsseldorf 1977.
  • Matthias Thoma: „Wir waren die Juddebube“. Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit. In: Die Werkstatt. 2007, ISBN 978-3-89533-560-0.
  • Matthias Thoma und Michael Gabriel: Das Rostock-Trauma: Geschichte einer Fussballkatastrophe. Fuldaer Verlagsanstalt, 2002, ISBN 3-89152-496-X.
  • Klaus Veit u. a.: Comeback Eintracht – Aufstieg mit Ansage. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2012.
  • o. V.: Die Eintracht: Von Titelträumen und Triumphen, von Abstiegsangst und Aufstiegslust. Heinrich & Hahn Verlagsgesellschaft, 2006, ISBN 3-86597-002-8.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Siehe § 1 Abs. 1 der Vereinssatzung (PDF; 1,66 MB) und das Impressum auf eintracht-frankfurt.de, abgerufen am 27. Februar 2018.
  2. a b Eintracht-Frankfurt.de: Mitgliederzahl Eintracht Frankfurt
  3. Eintracht Frankfurt ProSports GmbH: Wir über uns. Abgerufen am 5. November 2018.
  4. Fette Finanzspritze für Eintracht Frankfurt fr.de, 23. April 2018.
  5. Heikle Balance zwischen Verein und AG faz.net, 22. Februar 2014.
  6. Eintracht Frankfurt Fußball AG stärkt Eigenkapital eintracht.de, 23. April 2018.
  7. Als die Eintracht-Kicker noch Schlappen schneiderten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 18. Juni 2008.
  8. mig/sid: Eintracht-Krise: Politiker fordert Funkel-Rauswurf. SPIEGEL ONLINE GmbH, 24. April 2007, abgerufen am 24. August 2013.
  9. Michael Skibbe ist neuer Trainer von Eintracht Frankfurt. In: Eintracht.de. 5. Juni 2009, abgerufen am 16. Mai 2017.
  10. ck: Eintracht Frankfurt beurlaubt Trainer Skibbe. Eintracht Frankfurt Fußball AG, 22. März 2011, abgerufen am 12. Mai 2017.
  11. RUW: Christoph Daum verlässt Eintracht Frankfurt. Eintracht Frankfurt Fußball AG, 16. Mai 2011, abgerufen am 12. Mai 2017.
  12. Es geht um den Erfolg und den Spaß am Fußball! (Memento vom 27. November 2015 im Webarchiv archive.is)
  13. RUW: Schaaf wird neuer Eintracht-Trainer. Eintracht Frankfurt Fußball AG, 21. Mai 2014, abgerufen am 12. Mai 2017.
  14. fr-online.de
  15. Eintracht gewinnt gegen Leverkusen. Eintracht Frankfurt Fußball AG, 25. Mai 2014, abgerufen am 15. Oktober 2017.
  16. Thomas Schaaf und Eintracht Frankfurt trennen sich. Frankfurter Neue Presse, 26. Mai 2014, abgerufen am 15. Oktober 2017.
  17. Meldung auf der Website von Eintracht Frankfurt, abgerufen am 6. März 2016.
  18. Niko Kovac wird neuer Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt eintracht.de, abgerufen am 8. März 2016.
  19. a b Wechsel auf der Führungsebene der Eintracht: Bruchhagen geht, Hübner bleibt, Bobic kommt. op-online.de (Offenbachpost), 8. Mai 2016, abgerufen am 21. Mai 2017
  20. Fredi Bobic auf der Webpräsenz der Eintracht Frankfurt Fußball AG
  21. Tristan Bernert: Transferzeugnis: Die Noten für Eintracht Frankfurt. fussballtransfers.com, 19. November 2016, abgerufen am 9. Mai 2017
  22. Markus Katzenbach: Die Rückkehr von Marco Russ sorgt für Gänsehautmomente. fnp.de (Frankfurter Neue Presse) vom 1. März 2017, abgerufen am 9. Mai 2017
  23. insbesondere die Schiedsrichterentscheidung gegen den nach einem Platzverweis für Fernandes in Überzahl spielenden FC Schalke, den 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit wegen vermeintlichen Handspiels des Torschützen Di Santo bei der Ballannahme nicht zu geben, siehe Toni Lieto: Di Santo hadert: „Handspiel? Unmöglich!“. kicker.de, 19. April 2018, abgerufen am 22. Mai 2018
  24. Beim Stand von 2:1 in der Nachspielzeit hatte Boateng beim Versuch, den Ball zu klären, den Bayern-Spieler Martínez im Strafraum berührt, der Schiedsrichter verwehrte dem FC Bayern aber einen möglichen Elfmeter, siehe Boateng gibt zu: „Ich treffe ihn ganz klar“, kicker.de, 19. Mai 2018, abgerufen am 22. Mai 2018
  25. Bobic attackiert die Bayern scharf – „Respektlos“. welt.de, 13. April 2018, abgerufen am 22. April 2018
  26. Eintracht Frankfurt: Jetzt kennt jeder Adi Hütter, gelnhaeuser-tageblatt.de, abgerufen am 4. April 2019.
  27. Rekord geknackt! Eintracht gewinnt auch in Rom, hessenschau.de, abgerufen am 4. April 2019.
  28. Frankfurt scheitert denkbar knapp – Kepa wird zum Blues-Helden, kicker.de, abgerufen am 10. Mai 2019
  29. Eintracht Frankfurt sammelt bei 2:1 bei Schalke Rekorde. 7. April 2019, abgerufen am 11. Mai 2019.
  30. eintracht-frankfurt-museum.de
  31. dapd, hes: Eintracht-Lokomotive fährt künftig durch Deutschland. In: Die Welt. Axel Springer AG, 29. August 2012, abgerufen am 4. September 2012.
  32. Lebenslange Mitgliedschaft. Eintracht Frankfurt, abgerufen am 10. Februar 2014 (o. J.).
  33. Eintracht ernennt Vettel zum Ehrenmitglied. Frankfurter Societäts-Medien GmbH, 4. Dezember 2012, abgerufen am 10. Februar 2014.
  34. Simon Heinrich: Wiedersehen der Legenden in U-Bahn-Station. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, 23. Januar 2013, abgerufen am 24. August 2013.
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    (Stand: Saisonende 2018/19, gezählt wurden nur Spiele und Tore für Eintracht Frankfurt in der 1. Bundesliga, ohne Relegation)
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  39. mit Vertrag bis 2024
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