Deutsche Männer-Handballnationalmannschaft

Nationale deutsche Auswahlmannschaft der Herren im Handball

Die deutsche Männer-Handballnationalmannschaft repräsentiert den Deutschen Handballbund (DHB) als Auswahlmannschaft auf internationaler Ebene bei Länderspielen gegen Mannschaften anderer nationaler Verbände. Den Kader nominiert der Bundestrainer. Seit dem 6. Februar 2020 ist das Alfreð Gíslason.

Deutschland
DHB Logo
Verband DHB
Konföderation EHF
Ausrüster Puma
Trainer Alfreð Gíslason
Co-Trainer Erik Wudtke
Meiste Tore Christian Schwarzer: 966
Meiste Spiele Klaus-Dieter Petersen: 340
Heim
Auswärts
Bilanz
1406 Spiele
852 Siege
133 Unentschieden
421 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Feldhandball:
Deutsches ReichDeutsches Reich Deutschland 3:6 Österreich OsterreichÖsterreich,
13. September 1925, Halle (Saale)
Hallenhandball:
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich 11:3 Dänemark DanemarkDänemark
5. Februar 1938, Deutschland
Höchster Sieg
Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland 46:4 Luxemburg LuxemburgLuxemburg
27. Februar 1958, Berlin, DDR
Höchste Niederlage
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich 10:28 Schweden SchwedenSchweden
6. Januar 1942, Göteborg, Schweden
Olympische Spiele
Teilnahmen 11 von 14 (Erste: 1936)
Bestes Ergebnis Olympiasieger 1936 (Feld)
Olympiasieger 1980DDR (Halle)
Handball-Weltmeisterschaft der Männer
Teilnahmen 25 von 27 (Erste: 1938)
Bestes Ergebnis Weltmeister 1938, 1952, 1955, 1959, 1963 – DDR, 1966 (Feld)
Weltmeister 1938, 1978, 2007 (Halle)
Handball-Europameisterschaft der Männer
Teilnahmen 13 von 14 (Erste: 1994)
Bestes Ergebnis Europameister 2004, 2016
(Stand: 25. Januar 2020)

Die deutsche Mannschaft zählt zu den erfolgreichsten Handballteams der Welt. Acht Mal wurde man Weltmeister, fünf Mal bei Feldhandball-Weltmeisterschaften (bei den Turnieren 1938, 1952, 1955, 1959 und 1966) und drei Mal bei Hallenhandball-Weltmeisterschaften (1938, 1978 und zuletzt 2007). Zwei Mal wurde das deutsche Team Europameister (2004 und 2016). Des Weiteren wurde bei den Olympischen Spielen von 1936 die Goldmedaille sowie bei den Olympischen Spielen der Jahre 1984 und 2004 die Silbermedaille und 2016 die Bronzemedaille gewonnen.

In den Jahren der Teilung Deutschlands vertrat die Männer-Handballnationalmannschaft der DDR die DDR bei Länderspielen und internationalen Turnieren. Sie gewann Gold bei den Olympischen Sommerspielen 1980 und war die erfolgreichste Mannschaft des Ostseepokals.

Teilnahme an WettbewerbenBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft konnte sich bisher zehnmal für die Olympischen Sommerspiele qualifizieren. Erstmals wurde Handball bei den Olympischen Sommerspielen 1936 ausgetragen – es war das einzige Turnier, das im Feldhandball ausgetragen wurde. Erst 1972 wurde Handball als Hallensport wieder als olympische Sportart eingeführt. 1980 nahm man nicht an den Olympischen Sommerspielen teil, da das Nationale Olympische Komitee für Deutschland den Boykott dieser beschloss. In den Jahren 1988 und 2012 konnte man sich nicht für das Turnier qualifizieren. Auch für die Olympischen Sommerspiele 1984 konnte man sich nicht sportlich qualifizieren, durfte jedoch aufgrund des Boykotts der damaligen Ostblockstaaten nachrücken und gewann die Silbermedaille. Bei den zehn Teilnahmen erreichte man bisher drei Mal das Finale und gewann eine Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille.

Bei den Olympischen Sommerspielen von 1972 bis 1988 traten zwei deutsche Mannschaften zu den Turnieren an. Für die Platzierungen der Nationalmannschaft der DDR bei Weltmeisterschaften siehe Männer-Handballnationalmannschaft der DDR.

Jahr Austragungsort Teilnahme bis… Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1936A Berlin Endrunde Österreich Goldmedaille
 
Hans Theilig wurde Torschützenkönig.
1972 München Spiel um Platz 5 Sowjetunion 6. Platz
1976 Montreal Spiel um Platz 3 Polen 4. Platz
1980 Moskau nicht teilgenommen Die (west)deutsche Mannschaft nahm aufgrund des Boykotts des Nationalen Olympischen Komitees nicht an dem Turnier teil.
1984 Los Angeles Finale Jugoslawien Silbermedaille
 
Die (west)deutsche Mannschaft qualifizierte sich nicht für das Turnier, jedoch konnte sie aufgrund des Boykotts der damaligen Ostblockstaaten dennoch teilnehmen und gewann erstmals die Silbermedaille.
1988 Seoul nicht qualifiziert
1992 Barcelona Spiel um Platz 9 Tschechoslowakei 10. Platz
1996 Atlanta Spiel um Platz 7 Schweiz 7. Platz
2000 Sydney Spiel um Platz 5 Frankreich 5. Platz
2004 Athen Finale Kroatien Silbermedaille
 
Henning Fritz als Torwart und Christian Schwarzer als Kreisläufer wurden in das All-Star-Team gewählt.
2008 Peking Gruppenphase Dänemark 9. Platz
2012 London nicht qualifiziert
2016 Rio de Janeiro Spiel um Platz 3 Polen Bronzemedaille
 
Uwe Gensheimer wurde als Linksaußen in das All-Star-Team gewählt.
2021 Tokio Viertelfinale Ägypten 6. Platz
A Erstmals und letztmals wurde der Wettbewerb im Feldhandball ausgetragen.

Weltmeisterschaften im FeldhandballBearbeiten

Deutsche Handball-Nationalmannschaften nahmen an sechs der sieben bis 1966 ausgetragenen Feldhandball-Weltmeisterschaften teil und konnten dabei stets den Titel gewinnen.

Für die Platzierungen der Nationalmannschaft der DDR bei Feldhandball-Weltmeisterschaften siehe auch Männer-Handballnationalmannschaft der DDR.

Jahr Gastgeberland Finale Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1938 Deutsches Reich Deutsches Reich NS  Deutsches Reich 23:0 Schweiz  Schweiz Weltmeister
1948 Frankreich nicht teilnahmeberechtigt Nach dem Zweiten Weltkrieg war noch kein neuer Handballverband gegründet worden, der Deutschland bei der IHF hätte vertreten können.
1952 Schweiz Deutschland BR  BRD 19:8 Schweden  Schweden Weltmeister
1955 BRD Deutschland BR  BRD 25:13 Schweiz  Schweiz Weltmeister
1959 Österreich Deutschland  Deutschland 14:11 Rumänien  Rumänien Weltmeister Teilnahme mit einer Gesamtdeutschen Mannschaft unter dem DHB-Trainer Werner Vick.
1963 Schweiz Deutschland Demokratische Republik 1949  DDR 14:7 Deutschland BR  BRD 2. Platz
1966 Österreich Deutschland BR  BRD 15:15 Deutschland Demokratische Republik 1949  DDR Weltmeister Die Auswahl der BRD gewann aufgrund ihrer besseren Tordifferenz von +51 Toren.

WeltmeisterschaftenBearbeiten

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft konnte sich bisher 24-mal für eine Weltmeisterschaft qualifizieren. Nur 1990 und 1997 konnte man sich nicht für das Turnier qualifizieren. Auch für die Weltmeisterschaft 2015 konnte man sich nicht sportlich qualifizieren, durfte jedoch dank einer Wildcard dennoch am Turnier teilnehmen. Bei den 24 Teilnahmen erreichte man bisher fünfmal das Finale und entschied dieses dreimal für sich.

In den Jahren 1958 und 1961 trat man mit einer gesamtdeutschen Mannschaft unter dem damaligen DHB-Trainer Werner Vick an. Bei den Weltmeisterschaften von 1964 bis 1990 traten hingegen zwei deutsche Mannschaften zu den Weltmeisterschaften an. Für die Platzierungen der Nationalmannschaft der DDR bei Weltmeisterschaften siehe auch Männer-Handballnationalmannschaft der DDR.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis… Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1938 Deutsches Reich Finale Schweden Weltmeister Hans Theilig wurde Torschützenkönig.
1954 Schweden Finale Schweden 2. Platz Otto Maychrzak wurde Torschützenkönig. Bester Spieler des Turniers wurde Bernhard Kempa.
1958 DDR Spiel um Platz 3 Dänemark 3. Platz Teilnahme mit einer Gesamtdeutschen Mannschaft unter dem DHB-Trainer Werner Vick.
1961 BRD Spiel um Platz 3 Schweden 4. Platz Teilnahme mit einer Gesamtdeutschen Mannschaft unter dem DHB-Trainer Werner Vick.
1964 Tschechoslowakei Spiel um Platz 3 Tschechoslowakei 4. Platz
1967 Schweden Spiel um Platz 5 Schweden 6. Platz Herbert Lübking und Hans-Günther Schmidt wurden Torschützenkönig.
1970 Frankreich Spiel um Platz 5 Schweden 5. Platz
1974 DDR Platzierungsrunde Bulgarien 9. Platz
1978 Dänemark Finale Sowjetunion Weltmeister Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Nationalmannschaft den Weltmeister-Titel.
1982 BRD Spiel um Platz 7 Spanien 7. Platz
1986 Schweiz Spiel um Platz 7 Dänemark 7. Platz
1990 Tschechoslowakei nicht qualifiziert
1993 Schweden Spiel um Platz 5 Spanien 6. Platz
1995 Island Spiel um Platz 3 Schweden 4. Platz Andreas Thiel wurde als Torhüter in das All-Star-Team gewählt.
1997 Japan nicht qualifiziert
1999 Ägypten Spiel um Platz 5 Frankreich 5. Platz
2001 Frankreich Spiel um Platz 7 Ukraine 8. Platz
2003 Portugal Finale Kroatien 2. Platz Bester Spieler des Turniers wurde Kreisläufer Christian Schwarzer. Er wurde ebenfalls mit Torwart Henning Fritz in das All-Star-Team gewählt.
2005 Tunesien Spiel um Platz 9 Tschechien 9. Platz
2007 Deutschland Finale Polen Weltmeister Die Weltmeisterschaft wurde in den deutschen Medien als „Wintermärchen“ bezeichnet und später als Projekt Gold als Dokumentarfilm in die Kinos gebracht. Henning Fritz als Torhüter und Michael Kraus als Rückraum Mitte wurden in das All-Star-Team gewählt.
2009 Kroatien Spiel um Platz 5 Ungarn 5. Platz
2011 Schweden Spiel um Platz 11 Argentinien 11. Platz Das Spiel endete nach der zweiten Verlängerung 40:35.
2013 Spanien Viertelfinale Spanien 5. Platz
2015 Katar Spiel um Platz 7 Slowenien 7. Platz Deutschland rückte dank einer Wildcard als Teilnehmer nach.
2017 Frankreich Achtelfinale Katar 9. Platz Deutschland qualifizierte sich als Europameister 2016.
2019 Dänemark/Deutschland Spiel um Platz 3 Frankreich 4. Platz Fabian Wiede wurde als Rückraum rechts in das All-Star-Team gewählt.
2021 Ägypten Hauptrunde 12. Platz

EuropameisterschaftenBearbeiten

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft qualifizierte sich zwölfmal für eine Europameisterschaft. Man erreichte drei Mal das Finale und gewann dabei erstmals 2004 unter Trainer Heiner Brand den Europameistertitel. Lediglich 2014 verpasste sie unter Trainer Martin Heuberger die Qualifikation für das Turnier.

Bei der Europameisterschaft 2016 trat man mit der jüngsten der teilnehmenden Mannschaften an und musste verletzungsbedingt auf Kapitän Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki, Michael Allendorf und Patrick Wiencek verzichten. Im Hauptrundenspiel gegen Russland verletzten sich zudem Kapitän Steffen Weinhold und Christian Dissinger und mussten durch Kai Häfner und Julius Kühn ersetzt werden. Im Endspiel vor 15.000 Zuschauern in der Tauron Arena in Krakau konnte man sich am 31. Januar 2016 in Krakau durch ein 24:17 gegen Spanien zum zweiten Mal den Europameister-Titel sichern.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis… Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1994 Portugal  Portugal Spiel um Platz 9 Slowenien 9. Platz
1996 Spanien  Spanien Spiel um Platz 7 Frankreich 8. Platz Thomas Knorr wurde Torschützenkönig.
1998 Italien  Italien Spiel um Platz 3 Russland 3. Platz Bester Spieler des Turniers wurde linker Rückraumspieler Daniel Stephan. Er wurde ebenfalls mit Linksaußen Stefan Kretzschmar in das All-Star-Team gewählt.
2000 Kroatien  Kroatien Spiel um Platz 9 Dänemark 9. Platz
2002 Schweden  Schweden Finale Schweden 2. Platz Daniel Stephan wurde als Rückraum Mitte in das All-Star-Team gewählt.
2004 Slowenien  Slowenien Finale Slowenien Europameister Henning Fritz als Torwart und Volker Zerbe als Rückraum rechts wurden in das All-Star-Team gewählt.
2006 Schweiz  Schweiz Spiel um Platz 5 Russland 5. Platz
2008 Norwegen  Norwegen Spiel um Platz 3 Frankreich 4. Platz Florian Kehrmann wurde als Rechtsaußen in das All-Star-Team gewählt.
2010 Osterreich  Österreich Hauptrunde 10. Platz
2012 Serbien  Serbien Hauptrunde 7. Platz Christian Sprenger wurde als Rechtsaußen in das All-Star-Team gewählt.
2014 Danemark  Dänemark nicht qualifiziert Erstmals konnte sich die deutsche Mannschaft nicht für eine Europameisterschaft qualifizieren.
2016 Polen  Polen Finale Spanien Europameister Andreas Wolff als Torwart und Tobias Reichmann als Rechtsaußen wurden in das All-Star-Team gewählt.
2018 Kroatien  Kroatien Hauptrunde 9. Platz
2020 Norwegen  Norwegen
Osterreich  Österreich
Schweden  Schweden
Spiel um Platz 5 Portugal 5. Platz Hendrik Pekeler wurde zum besten Defensivspieler gewählt.
2024 Deutschland  Deutschland qualifiziert Erstmals ist Deutschland Ausrichter einer Europameisterschaft.

OstseepokalBearbeiten

  • Ostseepokal 1968: DHB n. teilg., DHV 4.
  • Ostseepokal 1969: DHB n. teilg., DHV Sieger
  • Ostseepokal 1970: DHB n. teilg., DHV A Sieger, DHV B 5. Platz
  • Ostseepokal 1971: DHB 3. Platz, DHV Sieger
  • Ostseepokal 1972: DHB 2. Platz, DHV 3. Platz
  • Ostseepokal 1973: DHB 3. Platz, DHV A 3. Platz, DHV B 6. Platz
  • Ostseepokal 1974: DHB 4. Platz, DHV Sieger
  • Ostseepokal 1976: DHB 5. Platz, DHV 2. Platz
  • Ostseepokal 1977: DHB 4. Platz, DHV A Sieger, DHV B 7. Platz
  • Ostseepokal 1979: DHB 2. Platz, DHV Sieger
  • Ostseepokal 1980: DHB A 3. Platz, DHB B 4. Platz, DHV 2. Platz
  • Ostseepokal 1981: DHB 4. Platz, DHV Sieger
  • Ostseepokal 1985: DHB n. teilg., DHV 3. Platz
  • Ostseepokal 1986: DHB n. teilg., DHV Sieger
  • Ostseepokal 1987: DHB 3. Platz, DHV 2. Platz
  • Ostseepokal 1989: DHB A 2. Platz, DHB B 5. Platz, DHV 3. Platz

World CupBearbeiten

  • World Cup 1971: DHB n. teilg., DHV 6. Platz
  • World Cup 1974: DHB n. teilg., DHV 3. Platz
  • World Cup 1979: DHB 6. Platz, DHV 3. Platz
  • World Cup 1984: DHB 8. Platz, DHV 6. Platz
  • World Cup 1988: DHB 2. Platz, DHV Sieger
  • World Cup 1992: n. teilg.
  • World Cup 1996: 5. Platz
  • World Cup 1999: Sieger
  • World Cup 2002: 3. Platz
  • World Cup 2006: 3. Platz
  • World Cup 2008: 5. Platz
  • World Cup 2010: n. teilg.

SupercupBearbeiten

  • Supercup 1979: DHB Sieger, DHV n. teilg.
  • Supercup 1981: DHB 2. Platz, DHV n. teilg.
  • Supercup 1983: DHB 8. Platz (Letzter), DHV 7. Platz
  • Supercup 1985: DHB 3. Platz, DHV 2. Platz
  • Supercup 1987: DHB Sieger, DHV 3. Platz
  • Supercup 1989: DHB A 6. Platz, DHB B 8. Platz (Letzter), DHV 2. Platz
  • Supercup 1991: 4. Platz
  • Supercup 1993: 2. Platz
  • Supercup 1995: 2. Platz
  • Supercup 1998: Sieger
  • Supercup 1999: 5. Platz
  • Supercup 2001: Sieger
  • Supercup 2003: 2. Platz
  • Supercup 2005: 6. Platz (Letzter)
  • Supercup 2007: 3. Platz
  • Supercup 2009: Sieger
  • Supercup 2011: 4. Platz (Letzter)
  • Supercup 2013: Sieger
  • Supercup 2015: Sieger

AktuellesBearbeiten

LänderspieleBearbeiten

Aufgelistet sind die Spiele der letzten zwölf Monate mit den Ergebnissen aus deutscher Sicht sowie geplante Länderspiele.

Datum Ergebnis Gegner Austragungsort Anlass Bemerkungen
5. Nov. 2020 25:21 (9:13) Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina H Düsseldorf EM-2022-Qualifikation Debüt von Knorr
8. Nov. 2020 35:23 (13:12) Estland  Estland A Tallinn (EST) EM-2022-Qualifikation
6. Jan. 2021 36:27 (22:16) Osterreich  Österreich A Graz (AUT) EM-2022-Qualifikation Debüt von Firnhaber
10. Jan. 2021 34:20 (19:5) Osterreich  Österreich H Köln EM-2022-Qualifikation Debüt von Metzner
15. Jan. 2021 43:14 (16:4) Uruguay  Uruguay * Gizeh (Ägypten) WM-2021-Vorrunde
17. Jan. 2021 10:0 Kap Verde  Kap Verde * Gizeh (Ägypten) WM-2021-Vorrunde Das Spiel wurde abgesagt und mit 10:0 für Deutschland gewertet, nachdem Kap Verde coronabedingt zu wenig Spieler zur Verfügung standen[1]
19. Jan. 2021 28:29 (14:15) Ungarn  Ungarn * Gizeh (Ägypten) WM-2021-Vorrunde
21. Jan. 2021 28:32 (13:16) Spanien  Spanien * Kairo (Ägypten) WM-2021-Hauptrunde
23. Jan. 2021 31:24 (16:12) Brasilien  Brasilien * Kairo (Ägypten) WM-2021-Hauptrunde
25. Jan. 2021 23:23 (11:12) Polen  Polen * Kairo (Ägypten) WM-2021-Hauptrunde
12. März 2021 25:25 (14:13) Schweden  Schweden H Berlin Olympia-2021-Qualifikation
13. März 2021 36:27 (22:12) Slowenien  Slowenien H Berlin Olympia-2021-Qualifikation
14. März 2021 34:26 (17:14) Algerien  Algerien H Berlin Olympia-2021-Qualifikation
30. Apr. 2021 26:24 (15:15) Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina A Bugojno (Bosnien und Herzegowina) EM-2022-Qualifikation
2. Mai 2021 35:20 (17:10) Estland  Estland H Stuttgart EM-2022-Qualifikation
9. Juli 2021 36:26 (17:13) Brasilien  Brasilien H Nürnberg
11. Juli 2021 29:27 (12:10) Agypten  Ägypten H Nürnberg
24. Juli 2021 27:28 (13:12) Spanien  Spanien * Tokio (JAP) Olympia-2020-Vorrunde
26. Juli 2021 33:25 (14:13) Argentinien  Argentinien * Tokio (JAP) Olympia-2020-Vorrunde
28. Juli 2021 29:30 (13:16) Frankreich  Frankreich * Tokio (JAP) Olympia-2020-Vorrunde
30. Juli 2021 28:23 (14:11) Norwegen  Norwegen * Tokio (JAP) Olympia-2020-Vorrunde
1. Aug. 2021 29:25 (16:12) Brasilien  Brasilien * Tokio (JAP) Olympia-2020-Vorrunde
3. Aug. 2021 26:31 (12:16) Agypten  Ägypten * Tokio (JAP) Olympia-2020-Viertelfinale
14. Jan. 2022 Belarus  Belarus * Bratislava (SVK) Europameisterschaft

KaderBearbeiten

für die Olympischen Spiele 24. Juli – 7. August 2021:

Nr. Name Geburtstag Position Logo Verein LS Tore T/S
01 Johannes Bitter 2. September 1982 TW   TVB Stuttgart 163 001 0
12 Silvio Heinevetter 21. Oktober 1984 TW MT Melsungen 204 003 0
33 Andreas Wolff 3. März 1991 TW Polen  PGE Vive Kielce 110 013 0,1
03 Uwe Gensheimer (C)  26. Oktober 1986 LA Rhein-Neckar Löwen 198 951 4,8
04 Johannes Golla 5. November 1997 KR   SG Flensburg-Handewitt 024 063 2,6
06 Finn Lemke 30. April 1992 RL MT Melsungen 084 033 0,4
09 Tobias Reichmann 27. Mai 1988 RA MT Melsungen 099 309 3,1
13 Hendrik Pekeler 2. Juli 1991 KR   THW Kiel 116 197 1,7
15 Juri Knorr 9. Mai 2000 RM   GWD Minden 013 016 1,2
17 Steffen Weinhold 19. Juli 1986 RR   THW Kiel 131 314 2,4
20 Philipp Weber 15. September 1992 RM   SC DHfK Leipzig 045 113 2,5
25 Kai Häfner 10. Juli 1989 RR MT Melsungen 106 231 2,2
31 Marcel Schiller 15. August 1991 LA   Frisch Auf Göppingen 022 103 4,7
35 Julius Kühn 1. April 1993 RL MT Melsungen 078 249 3,2
48 Jannik Kohlbacher 19. Juli 1995 KR Rhein-Neckar Löwen 077 159 2,1
73 Timo Kastening 25. Juni 1995 RA MT Melsungen 023 072 3,1
95 Paul Drux 7. Februar 1995 RL Füchse Berlin 101 190 1,9

RekordspielerBearbeiten

RekordtorschützenBearbeiten

Der Deutsche Handballbund führt in seiner Statistik mehrere Handballnationalspieler der DDR auf, daher kann diese Statistik davon abweichen.[2]

Rang Name Tore Spiele Tore/Spiel Erstes Spiel Letztes Spiel Gewonnene Titel
01 Christian Schwarzer 966 319 3,0 21. Nov. 1989 18. Aug. 2008 Weltmeister 2007, Europameister 2004, MVP WM 2003
02 Uwe Gensheimer 921 204 4,5 25. Nov. 2005 3. Aug. 2021 Olympia-Bronze 2016
03 Florian Kehrmann 818 223 3,7 6. Apr. 1997 18. Aug. 2008 Weltmeister 2007, Europameister 2004
04 Stefan Kretzschmar 817 218 3,7 8. Okt. 1993 19. Okt. 2004
05 Jochen Fraatz 809 185 4,4 29. Juni 1983 unbekannt
06 Volker Zerbe 777 284 2,7 30. Mai 1987 19. Okt. 2004 Europameister 2004
07 Markus Baur 712 228 3,1 4. Aug. 1994 27. Jan. 2008 Weltmeister 2007, Europameister 2004
08 Herbert Lübking 650A 139 4,7 20. Jan. 1962 unbekannt Weltmeister 1966
09 Martin Schwalb 594 193 3,1 29. Juni 1983 7. Juni 1998
10 Daniel Stephan 589 183 3,2 14. Mai 1994 17. Nov. 2004 Europameister 2004, MVP EM 1998
11 Holger Glandorf 583 170 3,4 4. Jan. 2003 22. Jan. 2017 Weltmeister 2007
A davon 118 Tore in 21 Feldhandball-Spielen

Meiste EinsätzeBearbeiten

Der Deutsche Handballbund führt in seiner Statistik mehrere Handballnationalspieler der DDR auf, daher kann diese Statistik davon abweichen.[2]

Rang Name Spiele Tore Tore/Spiel Erstes Spiel Letztes Spiel Gewonnene Titel
01 Klaus-Dieter Petersen 340 253 0,7 21. Nov. 1989 19. Okt. 2004 Europameister 2004
02 Christian Schwarzer 319 966 3,0 21. Nov. 1989 18. Aug. 2008 Weltmeister 2007, Europameister 2004, MVP WM 2003
03 Volker Zerbe 284 777 2,7 30. Mai 1987 19. Okt. 2004 Europameister 2004
04 Andreas Thiel 257 0 0,0 24. Okt. 1980 3. Aug. 1996
05 Henning Fritz 235 0 0,0 4. Nov. 1994 18. Aug. 2008 Weltmeister 2007, Europameister 2004
06 Jan Holpert 228 0 0,0 1. Apr. 1990 26. Nov. 2002
Markus Baur 228 712 3,1 4. Aug. 1994 27. Jan. 2008 Weltmeister 2007, Europameister 2004
08 Florian Kehrmann 223 818 3,7 6. Apr. 1997 18. Aug. 2008 Weltmeister 2007, Europameister 2004
09 Carsten Lichtlein 220 1 0,0 27. Nov. 2001 noch aktiv Weltmeister 2007, Europameister 2004 und 2016
010 Stefan Kretzschmar 218 817 3,7 8. Okt. 1993 19. Okt. 2004
011 Oliver Roggisch 205 48 0,2 15. März 2002 3. Juni 2014 Weltmeister 2007
012 Silvio Heinevetter 204 3 0,0 10. Juni 2006 noch aktiv Olympia-Bronze 2016
Uwe Gensheimer 204 921 4,5 25. Nov. 2005 3. Aug. 2021 Olympia-Bronze 2016
014 Pascal Hens 199 565 2,8 13. März 2001 25. Jan. 2012 Weltmeister 2007, Europameister 2004

NationaltrainerBearbeiten

Siehe auch: Bundestrainer (Deutscher Handballbund)

Trikots, Ausrüster und SponsorenBearbeiten

Heimtrikot
 
Auswärtstrikot
 

Bis zum Jahr 1980 übernahm Adidas die Ausrüstung der Handballnationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland. Danach gab es verschiedene weitere Ausrüster wie Puma, Hummel und Nike. Von 2004 bis zum Jahr 2008 bestand ein Ausrüstungsvertrag mit Kempa. Zu den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking übernahm Adidas wieder die Ausrüstung sämtlicher Nationalteams bis Anfang 2013.[3] Zwischen 2013 und 2020 war erneut Kempa Ausrüster des DHBs, bevor im Juli 2020 Puma diese Rolle übernahm. In diesem Rahmen wurde auch ein neues Trikotdesign vorgestellt, das bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2021 zum Einsatz kommt.[4] Seit Juni 2015 werden die Nationalmannschaften zusätzlich durch Rehband ausgestattet.[5]

Im Gegensatz zu Fußballnationalmannschaften haben Handballnationalmannschaften eigene Trikotsponsoren. Hauptsponsor der deutschen Mannschaft war während der Weltmeisterschaft im Januar 2009 für vier Wochen die Firma KiK. In den folgenden Monaten konnte man keinen Hauptsponsor finden. Erst ab Januar 2010 bis Ende 2012 konnte man den Energieversorger Goldgas als Hauptsponsor gewinnen.[6] Von Januar 2013 bis Juni 2014 war getgoods.de als Hauptsponsor auf den Trikots vertreten. Seit dem Juni 2014 ist die AOK offizieller Hauptsponsor.[7] Auf den Ärmeln wirbt zudem Toyota, der ehemalige Namenssponsor der Handball-Bundesliga.

Auf den Trikotrücken war ab dem QS-Supercup im November 2007 die Hamburg-Mannheimer, später unter dem neuen Namen Ergo Group, vertreten – unterhalb der Rückennummer. Weiterer Sponsor ist die Deutsche Kreditbank (DKB) auf den Hosen.

SpitznameBearbeiten

Im Laufe der Europameisterschaft 2016 wurde die Mannschaft in den Medien als Bad Boys bezeichnet und Nachrichten in Sozialen Medien mit dem Hashtag #badboys versehen. Die Bezeichnung ist auf einen Vergleich zu der von Trainer Dagur Sigurðsson erwünschten harten, aber nicht unfairen Spielweise, der Detroit Pistons zurückzuführen.[8]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Deutsche Männer-Handballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Offizielle Bestätigung: Deutschland gegen Kap Verde bei Handball-WM abgesagt. In: handball-world.news. 17. Januar 2021, abgerufen am 17. Januar 2021.
  2. a b Einsätze der männlichen Nationalspieler. DHB, abgerufen am 20. August 2016.
  3. Deutscher Handballbund und adidas unterzeichnen Ausrüstervertrag. In: handball-world.com. 1. April 2008, abgerufen am 24. Juni 2015.
  4. Handball WM 2021: Deutschland Trikot von PUMA. Abgerufen am 3. Januar 2021.
  5. Rehband wird DHB-Supplier. DHB, 19. Juni 2015, abgerufen am 24. Juni 2015.
  6. Deutscher Handballbund sucht neuen Hauptsponsor. In: Sponsors. Ausgabe Januar 2013, S. 9.
  7. Millionen-Deal mit AOK: DHB präsentiert neuen Hauptsponsor. Die Zeit, 3. Juni 2014, abgerufen am 24. Juni 2015.
  8. Abwehrchef mit zwei Seiten. Schwäbisches Tagblatt, 22. Januar 2016, abgerufen am 31. Januar 2016.