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Jan Åge Fjørtoft

norwegischer Fußballspieler

Jan Åge Fjørtoft (* 10. Januar 1967 in Ålesund, Norwegen) ist ein ehemaliger norwegischer Fußballspieler.

Jan Åge Fjørtoft
Jan Åge Fjørtoft.jpg
Jan Åge Fjørtoft (2008)
Personalia
Geburtstag 10. Januar 1967
Geburtsort ÅlesundNorwegen
Größe 190 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
Gursken IL
0000–1985 IL Hødd
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1986–1987 Hamarkameratene 44 (17)
1988–1989 Lillestrøm SK 33 (20)
1989–1993 SK Rapid Wien 128 (67)
1993–1995 Swindon Town 72 (28)
1995–1996 FC Middlesbrough 41 0(9)
1997–1998 Sheffield United 34 (19)
1998 FC Barnsley 34 0(9)
1998–2001 Eintracht Frankfurt 52 (14)
2001 Stabæk Fotball 15 0(6)
2002 Lillestrøm SK 5 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986–1996 Norwegen 71 (20)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

VereinskarriereBearbeiten

Anfänge in Norwegen, Österreich und EnglandBearbeiten

Fjørtoft begann seine Karriere bei seinem Heimatverein Gursken AK bereits im Kindesalter. Bis 1989 spielte er bei norwegischen Vereinen, bevor er 1989 zu Rapid Wien wechselte, wo er bis 1993 blieb. 1989 war er Spieler des Jahres in Österreich und war damit erst der zweite Nicht-Österreicher (nach Jørn Bjerregaard), der diesen Titel gewonnen hat. Anschließend spielte der Norweger fünf Jahre lang für verschiedene Klubs in England.

Eintracht FrankfurtBearbeiten

Zwischen 1998 und 2001 bestritt Fjørtoft insgesamt 52 Spiele (14 Tore) für Eintracht Frankfurt. Dort avancierte er zum Publikumsliebling, vor allem wegen seiner sympathischen Art und seiner schlagfertigen Kommentare.

Das nach eigener Aussage wichtigste Tor seiner Karriere erzielte der Stürmer am 29. Mai 1999, als er mit seinem Treffer – er verlud den gegnerischen Torwart mit einem Übersteiger direkt vor dem Schuss – zum 5:1-Sieg der Eintracht gegen den 1. FC Kaiserslautern in der letzten Spielminute den Klassenerhalt der Frankfurter sicherte.[1] Konkurrent 1. FC Nürnberg musste damals wegen der weniger geschossenen Tore absteigen.

Ein weiterer Karrierehöhepunkt war der Siegtreffer in der Bundesliga-Saison 2000/01 beim FC Bayern München. Er lupfte damals den Ball aus vollem Lauf über Oliver Kahn ins Tor.

Rückkehr nach Norwegen und KarriereendeBearbeiten

Im Jahre 2001 kehrte er zurück nach Norwegen zu Stabæk Fotball und beendete 2002 bei Lillestrøm SK seine Karriere.

Insgesamt hat Fjørtoft in 620 Pflichtspielen in vier verschiedenen Ländern 307 Tore geschossen.

NationalmannschaftskarriereBearbeiten

Fjørtoft absolvierte insgesamt 71 Länderspiele für Norwegen und schoss dabei 20 Tore. Unter anderem nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA teil. Sein letztes Länderspiel absolvierte er 1997 gegen Georgien. 15 Spiele war er Kapitän für Norwegen.

Weitere KarriereBearbeiten

Fjørtoft bekleidete bis Ende 2008 den Managerposten bei Lillestrøm SK, dem Verein, bei dem er seine Karriere als aktiver Fußballer beendet hatte. Er leitet die Sportsendungen bei Viasat, Norwegen mit Spielen der Champions League, Europaleague, norwegische Länderspiele und FA-Cup England. Fjörtoft ist auch Vorsitzender der Stiftung „MTG United for Peace“, welche in 33 Ländern tätig ist und Partnerschaften mit dem Nobel-Friedenszentrum und dem Roten Kreuz hat. Fjörtoft betreibt außerdem eine eigene Firma, die sich mit Kommunikationsstrategien befasst. Seit 2011 ist er Teil des Fußballexpertenteams beim Pay-TV-Sender Sky.[2]

Seit März 2014 ist er Teammanager der Norwegischen Nationalmannschaft.[3]

PrivatesBearbeiten

Jan Åge Fjørtoft ist verheiratet und hat drei Kinder. Zurzeit lebt er in Norwegen. Sein ältester Sohn Markus (* 1994), spielte als Profi in Norwegen für Bærum SK[4], bevor er im August 2014 zum Studieren an die Duke University ging. Dort spielt er gegenwärtig für das Soccer Team der Universität, den Duke Blue Devils.[5]

AndenkenBearbeiten

Aus einem Aprilscherz heraus gründete sich in Frankfurt am Main im April 2007 eine echte Initiative zur Umbenennung des Walther-von-Cronberg-Platzes in „Jan-Aage-Fjörtoft-Platz“, um das Andenken an den in Frankfurt längst zur Legende erhobenen Spieler zu bewahren.

ZitateBearbeiten

„Jörg Berger ist so ein guter Trainer, der hätte auch die Titanic gerettet.“

Jan Åge Fjørtoft (nach dem Klassenerhalt 1999)

„Ob Felix Magath die Titanic gerettet hätte, weiß ich nicht. Aber die Überlebenden wären topfit gewesen.“

Jan Åge Fjørtoft (nach dem Klassenerhalt 2000)

„Der Trainer hatte nach den ganzen Ausfällen im Angriff nur noch die Wahl zwischen mir und dem Busfahrer. Da der Busfahrer seine Schuhe nicht dabei hatte, habe ich gespielt.“

Jan Åge Fjørtoft

„Ich halte nix von Sex vor dem Spiel, besonders weil ich mir das Zimmer mit Salou teile.“

Jan Åge Fjørtoft

„Eines möchte ich noch kurz anfügen. Auf der Homepage meines Kollegen Thomas Sobotzik habe ich gelesen, dass ich seinem Sohn so ähnlich sehe. Mit Frau Sobotzik habe ich aber schmunzelnd ausgemacht, dass an dieser Geschichte nichts dran ist.[6]

Jan Åge Fjørtoft

„In einer Mannschaft möchte ich die Handschrift des Trainers sehen. Bei Robin Dutt sieht es aus, als könnte er nicht schreiben.“

Jan Åge Fjørtoft

„Das einzige, was Guardiola mit den Bayern noch gewinnen kann, ist der Eurovision Song Contest.“

Jan Åge Fjørtoft

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Videoausschnitt des Tores zum 5:1 auf YouTube
  2. Jan-Aage Fjörtoft wird Sky Experte beim „Topspiel der Woche“. auf Sky.de. Abgerufen am 20. August 2011.
  3. Fjörtoft Teammanager Norwegens Transfermarkt.de, abgerufen am 25. März 2014
  4. Markus Fjørtoft gjør ikke som pappa Jan Åge
  5. Markus Fjørtoft Bio – Duke University
  6. Sprüche im Archiv von Eintracht Frankfurt