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Eurovision Song Contest

europäischer Musikwettbewerb

Der Eurovision Song Contest (ESC; deutsch „Eurovision-Liederwettbewerb“; bis 2001 in Deutschland unter dem französischen Namen Grand Prix Eurovision de la Chanson[1]) ist ein internationaler Musikwettbewerb von Komponisten und Textdichtern, vorgetragen von Gesangsinterpreten, der seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Rahmen der Eurovision veranstaltet wird. Die Anregung dazu war vom Sanremo-Festival beeinflusst, das bereits 1951 ins Leben gerufen wurde. Beim ESC sind die Rundfunkanstalten aller Staaten der EBU teilnahmeberechtigt. Dieser Rundfunkunion gehören mehrheitlich europäische und einige Radio- und Fernsehstationen benachbarter westasiatischer und nordafrikanischer Staaten an.

Seriendaten
OriginaltitelGrand Prix Eurovision
Eurovision Song Contest.svg
Produktionslandverschiedene
OriginalspracheEnglisch, Französisch
Jahr(e)seit 1956
Produktions-
unternehmen
verschiedene
Länge120 & 240 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
jährlich
GenreMusik
IdeeSchweizSchweiz Marcel Bezençon
Moderationverschiedene
Erstausstrahlung24. Mai 1956

Aufgrund der Beliebtheit der Show in Australien darf das Land seit 2015 am ESC teilnehmen und ist damit der einzige Teilnehmerstaat, der nicht in der Europäischen Rundfunkunion vertreten ist.[2] Insgesamt werden die Übertragungen des ESC von mehr als 200 Millionen Zuschauern gesehen. Im Jahr 2016 erhielt der ESC die Karlsmedaille für europäische Medien.

Inhaltsverzeichnis

VeranstaltungsmodusBearbeiten

 
Eröffnung in Düsseldorf 2011

Seit dem Eurovision Song Contest 1957 entsenden die Rundfunkanstalten jedes teilnehmenden Landes ein Lied zum Eurovision Song Contest.

Der Wettbewerb findet seit 1958 regelmäßig im Land des Vorjahressiegers statt; nur wenige Male wurde hiervon abgewichen, zuletzt 1980.

Wegen der immer höheren Teilnehmerzahlen aufgrund des Beitritts vieler osteuropäischer Länder zur EBU fand von 2004 bis 2007 eine Vorausscheidung statt. Seit 2008 werden zwei als Halbfinale bezeichnete Vorausscheidungen ausgetragen.

Halbfinale und Finale bestehen aus zwei Teilen: Im etwa zweistündigen ersten Teil präsentieren die Teilnehmer ihren Song, im zweiten Teil vergeben die Teilnehmerländer ihre Punkte. Im Halbfinale dauert dieser Teil nur ca. 15 Minuten, da die Finalisten dort in zufälliger Reihenfolge und ohne die Verlesung aller einzelnen Punktevergaben bekannt gegeben werden. Im Finale dauert dieser zweite Teil eine gute Stunde. Die Überleitung von Teil eins zu Teil zwei – die Zeit, in der die Zuschauer zu Hause ihre Stimmen abgeben können – dauert ungefähr 15 Minuten, die auf der Bühne durch ein Showprogramm, den sogenannten interval act, überbrückt werden.

Übersicht der VeranstaltungenBearbeiten

Der Eurovision Song Contest hat seit 1956 insgesamt 64 Mal stattgefunden. Die erste Ausgabe fand 1956 in Lugano in der Schweiz statt, die bislang letzte fand 2019 in Tel Aviv, Israel, statt.

Eine detailliertere Übersicht über alle Veranstaltungen seit 1956 findet sich in der Liste der Sieger und Veranstaltungen des Eurovision Song Contests.

Veranstaltungen des Eurovision Song Contests
Jahr Ort Sieger
Land Interpret Titel
1956 Schweiz  Lugano Schweiz  Schweiz Lys Assia Refrain
1957 Deutschland Bundesrepublik  Frankfurt am Main Niederlande  Niederlande Corry Brokken Net als toen
1958 Niederlande  Hilversum Frankreich  Frankreich André Claveau Dors mon amour
1959 Frankreich  Cannes Niederlande  Niederlande Teddy Scholten Een beetje
1960 Vereinigtes Konigreich  London Frankreich  Frankreich Jacqueline Boyer Tom Pillibi
1961 Frankreich  Cannes Luxemburg  Luxemburg Jean-Claude Pascal Nous les amoureux
1962 Luxemburg  Luxemburg Frankreich  Frankreich Isabelle Aubret Un premier amour
1963 Vereinigtes Konigreich  London Danemark  Dänemark Grethe & Jørgen Ingmann Dansevise
1964 Danemark  Kopenhagen Italien  Italien Gigliola Cinquetti Non ho l’età
1965 Italien  Neapel Luxemburg  Luxemburg France Gall Poupée de cire, poupée de son
1966 Luxemburg  Luxemburg Osterreich  Österreich Udo Jürgens Merci, Chérie
1967 Osterreich  Wien Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Sandie Shaw Puppet on a String
1968 Vereinigtes Konigreich  London Spanien 1945  Spanien Massiel La, la, la
19691 Spanien 1945  Madrid Spanien 1945  Spanien Salomé Vivo cantando
Frankreich  Frankreich Frida Boccara Un jour, un enfant
Niederlande  Niederlande Lenny Kuhr De troubadour
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Lulu Boom Bang-a-Bang
1970 Niederlande  Amsterdam Irland  Irland Dana All Kinds of Everything
1971 Irland  Dublin Monaco  Monaco Séverine Un banc, un arbre, une rue
1972 Vereinigtes Konigreich  Edinburgh Luxemburg  Luxemburg Vicky Leandros Après toi
1973 Luxemburg  Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Anne-Marie David Tu te reconnaîtras
1974 Vereinigtes Konigreich  Brighton Schweden  Schweden ABBA Waterloo
1975 Schweden  Stockholm Niederlande  Niederlande Teach-In Ding-a-Dong
1976 Niederlande  Den Haag Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Brotherhood of Man Save Your Kisses for Me
1977 Vereinigtes Konigreich  London Frankreich  Frankreich Marie Myriam L’oiseau et l’enfant
1978 Frankreich  Paris Israel  Israel Yizhar Cohen & The Alpha-Beta A-ba-ni-bi
1979 Israel  Jerusalem Israel  Israel Gali Atari & Milk and Honey Hallelujah (הללויה)
1980 Niederlande  Den Haag Irland  Irland Johnny Logan What’s Another Year
1981 Irland  Dublin Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Bucks Fizz Making Your Mind Up
1982 Vereinigtes Konigreich  Harrogate Deutschland Bundesrepublik  Deutschland Nicole Ein bißchen Frieden
1983 Deutschland Bundesrepublik  München Luxemburg  Luxemburg Corinne Hermès Si la vie est cadeau
1984 Luxemburg  Luxemburg Schweden  Schweden Herreys Diggi-loo, diggi-ley
1985 Schweden  Göteborg Norwegen  Norwegen Bobbysocks La det swinge
1986 Norwegen  Bergen Belgien  Belgien Sandra Kim J’aime la vie
1987 Belgien  Brüssel Irland  Irland Johnny Logan Hold Me Now
1988 Irland  Dublin Schweiz  Schweiz Céline Dion Ne partez pas sans moi
1989 Schweiz  Lausanne Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien Riva Rock Me
1990 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Zagreb Italien  Italien Toto Cutugno Insieme: 1992
1991 Italien  Rom Schweden  Schweden Carola Fångad av en stormvind
1992 Schweden  Malmö Irland  Irland Linda Martin Why Me
1993 Irland  Millstreet Irland  Irland Niamh Kavanagh In Your Eyes
1994 Irland  Dublin Irland  Irland Paul Harrington & Charlie McGettigan Rock ’n’ Roll Kids
1995 Irland  Dublin Norwegen  Norwegen Secret Garden Nocturne
1996 Norwegen  Oslo Irland  Irland Eimear Quinn The Voice
1997 Irland  Dublin Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Katrina and the Waves Love Shine a Light
1998 Vereinigtes Konigreich  Birmingham Israel  Israel Dana International Diva
1999 Israel  Jerusalem Schweden  Schweden Charlotte Nilsson Take Me to Your Heaven
2000 Schweden  Stockholm Danemark  Dänemark Olsen Brothers Fly on the Wings of Love
2001 Danemark  Kopenhagen Estland  Estland Tanel Padar, Dave Benton & 2XL Everybody
2002 Estland  Tallinn Lettland  Lettland Marie N I Wanna
2003 Lettland  Riga Turkei  Türkei Sertab Erener Everyway that I Can
2004 Turkei  Istanbul Ukraine  Ukraine Ruslana Wild Dances
2005 Ukraine  Kiew Griechenland  Griechenland Elena Paparizou My Number One
2006 Griechenland  Athen Finnland  Finnland Lordi Hard Rock Hallelujah
2007 Finnland  Helsinki Serbien  Serbien Marija Šerifović Molitva
2008 Serbien  Belgrad Russland  Russland Dima Bilan Believe
2009 Russland  Moskau Norwegen  Norwegen Alexander Rybak Fairytale
2010 Norwegen  Oslo Deutschland  Deutschland Lena Satellite
2011 Deutschland  Düsseldorf Aserbaidschan  Aserbaidschan Ell & Nikki Running Scared
2012 Aserbaidschan  Baku Schweden  Schweden Loreen Euphoria
2013 Schweden  Malmö Danemark  Dänemark Emmelie de Forest Only Teardrops
2014 Danemark  Kopenhagen Osterreich  Österreich Conchita Wurst Rise Like a Phoenix
2015 Osterreich  Wien Schweden  Schweden Måns Zelmerlöw Heroes
2016 Schweden  Stockholm Ukraine  Ukraine Jamala 1944
2017 Ukraine  Kiew Portugal  Portugal Salvador Sobral Amar pelos dois
2018 Portugal  Lissabon Israel  Israel Netta Toy
2019 Israel  Tel Aviv Niederlande  Niederlande Duncan Laurence Arcade
2020 Niederlande  Niederlande
1 1969 gab es mangels Regelung bei Punktegleichstand vier Sieger

GeschichteBearbeiten

Teilnehmende LänderBearbeiten

Teilnahmeberechtigt am Eurovision Song Contest sind alle Länder, die Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU) sind. Mitglieder der EBU sind neben den meisten europäischen (seit 1990 auch den osteuropäischen) Ländern auch einige nichteuropäische Länder im Mittelmeerraum. Von den ausschließlich außerhalb Europas liegenden EBU-Mitgliedern haben lange nur Israel und Zypern regelmäßig am ESC teilgenommen, seit den 2000er Jahren zudem die Südkaukasusrepubliken Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Seit 2015 nimmt zudem das assoziierte EBU-Mitglied Australien teil.

Jedes EBU-Mitglied hat das Recht auf die Teilnahme am Eurovision Song Contest, jedoch besteht keine Pflicht. Dadurch ändert sich die Anzahl der tatsächlichen Teilnehmer. Am ersten Wettbewerb 1956 im schweizerischen Lugano nahmen sieben Länder mit je zwei Beiträgen teil, der Gastgeber Schweiz sowie die Niederlande, Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Italien. In den folgenden Jahren zeigten zunehmend mehr Länder Interesse am Wettbewerb. Jugoslawien war EBU-Mitglied und nahm bereits seit 1961 als einziges sozialistisches Land regelmäßig am Eurovision Song Contest teil.

Seit der EBU-Erweiterung ab 1990 konnten auch die mittel- und osteuropäischen Länder teilnehmen, von denen sich immer mehr auch für eine Teilnahme entschieden. Um die Dauer der Veranstaltung nicht ausufern zu lassen, musste die EBU die Zahl der Teilnehmer begrenzen, es konnten also nicht mehr alle Länder jedes Jahr teilnehmen. 1993 gab es einen separaten osteuropäischen Vorentscheid, bei dem sieben osteuropäische Länder um drei Startplätze konkurrierten. Ab 1994 wurde die Teilnehmerzahl auf 25 (im Jahr 1995 nur 23) begrenzt. Die besten 19 Länder qualifizierten sich für das kommende Jahr, die übrigen mussten ein Jahr aussetzen.

1996 schließlich wurde aufgrund weiter gestiegener Anmeldezahlen ein neues Verfahren eingeführt: Alle Angemeldeten mit Ausnahme des norwegischen Heimbeitrages mussten sich einer internen Audio-Vorauswahl durch eine Jury stellen. Da der deutsche Beitrag bei dieser Vorauswahl ausschied und Deutschland daraufhin androhte, die Finanzierung weiterer Veranstaltungen zu verweigern, wenn es als größter Beitragszahler nicht teilnehmen dürfe, wurde beschlossen, dass die vier (seit 2011 die fünf) Mitglieder mit dem größten Anteil am EBU-Etat für die Teilnahme an der Veranstaltung gesetzt sind. Damit waren Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Spanien sowie – seit seiner Rückkehr zum Song Contest 2011 – auch Italien unabhängig von ihrer Platzierung im Vorjahr automatisch teilnahmeberechtigt. Diese Länder werden als Die großen Fünf (englisch The Big Five; vor 2011 The Big Four) bezeichnet. Seit der Einführung von Vorausscheidungen 2004 bedeutet diese Regelung, dass diese Länder sich nicht dieser Vorausscheidung stellen müssen und direkt für das Finale qualifiziert sind. Dieses Sonderrecht wird von einigen Ländern als „Erkaufen der Finalteilnahme“ kritisiert.[3] Seit 2013 ist diese Regelung ein Grund für die Nicht-Teilnahme der Türkei.[4]

Um wieder jedem Land jedes Jahr eine Chance auf eine Teilnahme zu eröffnen, werden seit 2004 Vorausscheidungen ausgetragen, an denen alle aktiven Mitglieder der EBU teilnehmen können. 2004 bis 2007 wurde eine Vorausscheidung ausgetragen; die zehn Bestplatzierten aus dieser Vorausscheidung kamen ins Finale, zusammen mit den vier Gesetzten, dem Ausrichter und den Plätzen zwei bis zehn des Vorjahres. Seit 2008 finden zwei Vorausscheidungen („Halbfinale“) statt, aus denen sich die jeweils zehn Bestplatzierten neben den vier, seit 2011 fünf, Gesetzten und dem Ausrichter für das Finale qualifizieren. Durch die Aufteilung kulturell, geografisch und sprachlich verwandter Länder auf verschiedene Halbfinale sollen Vorteile aus dieser Nähe reduziert werden.

Mittlerweile haben fast alle europäischen Länder teilgenommen. Liechtenstein und der Vatikan sind die einzigen unumstritten unabhängigen Staaten Europas, die noch nie am ESC teilgenommen haben. Während Liechtenstein noch nie einen Rundfunkanbieter hatte, der auch EBU-Mitglied ist, ist Radio Vatikan in diesem Verband vertreten. In Liechtenstein existiert seit 2008 mit 1 FL TV ein Fernsehsender, der eine Mitgliedschaft in der EBU und eine Teilnahme am ESC anstrebt.

Marokko ist mit seiner Teilnahme am Wettbewerb 1980 das einzige arabische Land, das bisher beteiligt war. Noch nie am Wettbewerb teilgenommen haben die Länder des arabischen Kulturkreises Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordanien und Libanon, obwohl sie Mitgliedsländer der Europäischen Rundfunkunion sind, da sie sich (aus Solidarität mit den Palästinensern) weigern, zusammen mit Israel an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen.

Australien trat 2015 laut Aussage der EBU als einmaliger Jubiläumsgast an und war direkt für das Finale qualifiziert. Seit 2016 nimmt Australien als assoziiertes Mitglied der EBU, entgegen vorherigen Aussagen, weiter am Wettbewerb teil. Es ist jedoch eine Qualifikation über eines der Semifinale nötig.[5][6][7] Sollte Australien gewinnen, würde der ESC aber nicht in Australien, sondern in einem europäischen Partnerland ausgetragen, das der verantwortliche Sender SBS frei wählen kann.

Zeitleiste der Teilnehmerländer am Eurovision Song ContestBearbeiten

Teilnehmer Summen 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Schweiz  Schweiz 00 47 02 11 04
Niederlande  Niederlande 02 46 05 09 02
Frankreich  Frankreich 02 57 05 00 00
Luxemburg  Luxemburg 27 32 05 00 00
Danemark  Dänemark 12 41 03 05 03
Italien  Italien 19 43 02 00 00
Osterreich  Österreich 10 45 02 05 02
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 02 57 05 00 00
Spanien  Spanien 05 57 02 00 00
Irland  Irland 10 38 07 08 01
Monaco  Monaco 40 20 01 03 00
Schweden  Schweden 05 52 06 01 00
Israel  Israel 20 32 04 07 01
Deutschland  Deutschland 00 61 02 01 00
Norwegen  Norwegen 05 52 03 03 01
Belgien  Belgien 00 50 01 10 03
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien 26 26 01 00 11
Estland  Estland 37 15 01 10 01
Lettland  Lettland 44 09 01 10 00
Turkei  Türkei 29 32 01 01 01
Ukraine  Ukraine 49 13 02 00 00
Griechenland  Griechenland 23 37 01 02 01
Finnland  Finnland 06 43 01 08 06
Serbien  Serbien 52 08 01 03 00
Russland  Russland 40 20 01 02 01
Aserbaidschan  Aserbaidschan 52 10 01 01 00
Portugal  Portugal 12 41 01 09 01
Malta  Malta 34 25 00 04 00
Marokko  Marokko 63 01 00 00 00
Zypern Republik  Zypern 27 30 00 06 01
Island  Island 30 25 00 07 02
Slowenien  Slowenien 37 15 00 10 02
Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 43 18 00 01 02
Kroatien  Kroatien 39 18 00 07 00
Slowakei  Slowakei 53 03 00 05 03
Ungarn  Ungarn 44 14 00 05 01
Rumänien  Rumänien 38 19 00 04 03
Litauen  Litauen 41 13 00 07 03
Polen  Polen 40 14 00 08 02
Nordmazedonien  Nordmazedonien 41 09 00 11 03
Albanien  Albanien 48 09 00 07 00
Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro 62 02 00 00 00
Andorra  Andorra 58 00 00 06 00
Weissrussland  Weißrussland 48 06 00 10 00
Moldau Republik  Moldau 49 10 00 05 00
Bulgarien  Bulgarien 52 04 00 08 00
Armenien  Armenien 51 10 00 03 00
Georgien  Georgien 52 07 00 05 00
Montenegro  Montenegro 53 02 00 09 00
Tschechien  Tschechien 56 03 00 05 00
San Marino  San Marino 54 02 00 08 00
Australien  Australien 59 05 00 00 00
Teilnehmer Summen 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
  •  am Finale teilgenommen, aber nicht gewonnen
  •  teilgenommen und gewonnen
  •  teilgenommen, aber nicht im Finale, weil: in osteuropäischer Vorentscheidung ausgeschieden (1993), in Qualifikationsrunde ausgeschieden (1996), im Semifinale ausgeschieden (ab 2004)
  •  nicht teilgenommen, weil: von der EBU gesperrt (1993-2003), wegen Vorjahresplatzierung nicht qualifiziert (1994 und 1995), wegen durchschnittlicher Platzierungen der letzten vier oder fünf Jahre nicht qualifiziert (1997–2003)
  •  nicht teilgenommen
  • Sortierreihenfolge: Erster Sieg beim ESC, erste Teilnahme, Platzierung in Qualifikation, alphabetisch.

    Rückzüge vom ESCBearbeiten

    Im Laufe der Zeit haben sich immer wieder einzelne Länder gegen die Teilnahme am Eurovision Song Contest entschieden, teils aus Protest, teils aus Desinteresse oder wegen kurzfristiger Probleme. 1969 blieb Österreich dem Wettbewerb in Madrid aus Protest gegen die in Spanien herrschende Franco-Diktatur fern. Ein Jahr später nahmen Finnland, Norwegen, Portugal, Schweden und Österreich nicht teil, da sie mit den Gegebenheiten und Abstimmungsmechanismen der letztjährigen Veranstaltung, bei der es vier Sieger gab, unzufrieden waren. Mit Tunesien (1977) und dem Libanon (2005) standen zwei weitere arabische Länder jeweils kurz vor der Teilnahme, zogen diese jedoch wieder zurück. In beiden Fällen war die gleichzeitige Teilnahme Israels ein Grund für die Absage.[8] Das insgesamt fünfmal siegreiche Luxemburg nimmt seit 1994 aus mangelndem Interesse und finanziellen Schwierigkeiten nicht mehr am Wettbewerb teil. Serbien und Montenegro zog seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2006 kurzfristig zurück, da es Indizien für Abstimmungsunregelmäßigkeiten beim nationalen Vorentscheid gegeben hatte. Beim ESC 2009 in Moskau zog Georgien die Teilnahme kurzfristig zurück, nachdem der Teilnehmertitel We Don’t Wanna Put In als Kritik an Russlands Ministerpräsidenten Putin beanstandet wurde. Armenien meldete sich für den Eurovision Song Contest 2012 im verfeindeten Nachbarland Aserbaidschan an, zog aber nach der Anmeldefrist die Teilnahme aufgrund fehlender Sicherheit für etwaige Teilnehmer zurück.[9] Russland hatte für den ESC 2017 in Kiew bereits Teilnehmerin und Beitrag ermittelt, nahm schließlich aber doch nicht teil, da die Teilnehmerin aus Sicht der Ukraine zuvor illegal auf die Halbinsel Krim eingereist war und daher nicht in das Gastgeberland einreisen durfte. Ein anderer Interpret wurde nicht ausgewählt und Russland zog sich zurück. Auch Rumänien hatte 2016 bereits Beitrag und Künstler ermittelt, aufgrund offener Schulden bei der EBU gab diese erst einige Tage vor dem Wettbewerb in Stockholm bekannt, dass Rumänien nicht teilnehmen darf.

    Einige Länder nehmen derzeit nicht mehr am Wettbewerb teil:

    • Andorra nahm von 2004 bis 2009 teil und zog sich danach zurück.
    • Bosnien und Herzegowina kehrte 2016 nach einer dreijährigen Pause dank Sponsoring zum ESC zurück, konnte aber aufgrund der desolaten finanziellen Situation der Rundfunkstation BHRT und fehlender Sponsoren für 2017 nicht zusagen.
    • Bulgarien verzichtet 2019 auf die Teilnahme aus finanziellen Gründen und zu hoher Kosten für die Teilnahme.
    • Luxemburg siegte insgesamt fünfmal, zuletzt 1983. Seit 1993 nimmt man mangels Interesse nicht mehr teil.
    • Marokko nahm einmalig 1980 teil.
    • Monaco siegte 1971, verzichtete schon von 1980 bis 2003 auf Teilnahme, kam dann für drei Jahre zurück und nimmt seit 2007 nicht mehr teil. Als Grund werden Mängel des Wertungssystems und mangelnde Siegchancen angegeben.
    • Die Slowakei nimmt seit 2013 aus finanziellen Gründen nicht mehr teil.
    • Die Türkei nimmt seit 2013 nicht am Wettbewerb teil, da das Land mit dem Status der „Big Five“ und der gleichwertigen Gewichtung der Jury und des Televotings bei der Punktewertung nicht mehr einverstanden ist.[10] Die Sendung wird seitdem auch nicht mehr im Fernsehen übertragen. Nach dem Sieg von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen hat sich die ablehnende Haltung verstärkt. Die Auftritte mit sexuellen Anspielungen und in leichter Bekleidung sowie die Triumphe von homosexuellen Künstlern seien den Zuschauern in der Türkei nicht zuzumuten.
    • Die Ukraine plante 2019 teilzunehmen und veranstaltete mit der Sendung Widbir 2019 sogar eine Vorentscheidung. Nach einem Streit zwischen der Siegerin MARUV und dem Sender UA:Perschyj, zog sich der Sender vom Wettbewerb 2019 zurück. Schließlich konnte kein Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2019 gefunden werden.

    VeranstaltungsortBearbeiten

     
    Karte mit allen bisherigen Austragungsorten

    Der Eurovision Song Contest wird seit 1958 im Land des Vorjahressiegers ausgetragen. Da die Regelung der Vergabe an das Siegerland 1956 noch nicht bestand, richtete 1957 die Bundesrepublik Deutschland den Großen Preis der Eurovision in Frankfurt am Main aus.

    Fünfmal kam es bisher vor, dass nicht wie eigentlich vorgesehen das Siegerland des letztjährigen Wettbewerbs die Veranstaltung ausrichtete, sondern stattdessen ein anderes Land als Veranstalter einsprang. Viermal war dies Großbritannien (1960 für die Niederlande, 1963 für Frankreich, 1972 für Monaco und 1974 für Luxemburg) sowie einmal die Niederlande (1980 für Israel).

    Der Eurovision Song Contest wurde bisher achtmal in Großbritannien und siebenmal in Irland ausgetragen. Häufigster Austragungsort ist mit sechs Veranstaltungen die irische Hauptstadt Dublin, gefolgt von London und Luxemburg mit je vier Veranstaltungen.

    Seit den 2000er Jahren findet der Wettbewerb häufig in großen Arenen statt. So richtete Dänemark beispielsweise den Eurovision Song Contest 2001 im Parken Stadion und Deutschland den Eurovision Song Contest 2011 in der Düsseldorf Arena aus. Vor der Jahrtausendwende fand der Eurovision Song Contest häufig in Theatern oder Fernsehstudios statt. So richtete beispielsweise das Point Theatre in Dublin den Wettbewerb drei Mal aus. Andererseits gab es in den letzten Jahren häufig auch Austragungsorte, in denen Sitzplätze vorher nichts installiert waren. So richtete die Ukraine den Eurovision Song Contest 2017 beispielsweise in einem Veranstaltungszentrum, dem International Exhibition Centre aus. Auch Israel richtete den Wettbewerb 2019 in einem Veranstaltungszentrum, dem Tel Aviv Convention Center aus. Dänemark richtete den Wettbewerb 2014 sogar in einer alten Schiffswerft, der B&W Hallerne aus.

    In der folgenden Tabelle sind die häufigsten Austragungsorte des Eurovision Song Contests dargestellt:

    Ausgerichtete
    Wettbewerbe
    Land Stadt Gebäude Jahr(e)
    8 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich London Royal Festival Hall 1960, 1968
    BBC Television Centre 1963
    Wembley Conference Centre 1977
    Edinburgh Usher Hall 1972
    Brighton Brighton Dome 1974
    Harrogate Harrogate International Centre 1982
    Birmingham National Indoor Arena 1998
    7 Irland  Irland Dublin Gaiety Theatre 1971
    Simmonscourt Pavilion in der Royal Dublin Society 1981, 1988
    Point Theatre 1994, 1995, 1997
    Millstreet Green Glens Arena 1993
    6 Schweden  Schweden Stockholm St. Eriks Mässan Älvsjö 1975
    Ericsson Globe 2000, 2016
    Malmö Malmö Isstadion 1992
    Malmö Arena 2013
    Göteborg Scandinavium 1985
    4 Luxemburg  Luxemburg Luxemburg Villa Louvigny 1962, 1966
    Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg 1973, 1984
    Niederlande  Niederlande Den Haag World Forum 1976, 1980
    Hilversum AVRO Studios Hilversum 1958
    Amsterdam Amsterdam RAI 1970
    3 Danemark  Dänemark Kopenhagen Tivolis Koncertsal 1964
    Parken Stadion 2000
    B&W Hallerne 2014
    Deutschland  Deutschland Frankfurt am Main Großer Sendesaal des Hessischen Rundfunks 1957
    München Rudi-Sedlmayer-Halle 1983
    Düsseldorf Düsseldorf Arena 2011
    Frankreich  Frankreich Cannes Palais des Festivals et des Congrès 1959, 1961
    Paris Palais des congrès de Paris 1978
    Israel  Israel Jerusalem International Convention Center Jerusalem 1979, 1999
    Tel Aviv Tel Aviv Convention Center 2019
    Norwegen  Norwegen Bergen Grieghalle 1986
    Oslo Oslo Spektrum 1996
    Telenor Arena 2010
    2 Italien  Italien Neapel Auditorium Rai di Napoli 1965
    Rom Studio 15 de Cinecittà 1991
    Osterreich  Österreich Wien Großer Festsaal der Hofburg 1967
    Wiener Stadthalle 2015
    Schweiz  Schweiz Lugano Teatro Kursaal 1956
    Lausanne Palais de Beaulieu 1989
    Ukraine  Ukraine Kiew Sportpalast Kiew 2005
    International Exhibition Centre 2017
    1 Aserbaidschan  Aserbaidschan Baku Baku Crystal Hall 2012
    Belgien  Belgien Brüssel Palais du Centenaire 1987
    Estland  Estland Tallinn Saku Suurhall 2002
    Finnland  Finnland Helsinki Hartwall Arena 2007
    Griechenland  Griechenland Athen OAKA Olympic Indoor Hall 2006
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien Zagreb Koncertna dvorana Vatroslava Lisinskog 1990
    Lettland  Lettland Riga Skonto Hall 2003
    Portugal  Portugal Lissabon Altice Arena 2018
    Russland  Russland Moskau Olimpijski 2009
    Serbien  Serbien Belgrad Belgrad-Arena 2008
    Spanien  Spanien Madrid Teatro Real 1969
    Turkei  Türkei Istanbul Abdi İpekçi Arena 2004

    BezeichnungBearbeiten

    Die offizielle Bezeichnung der Veranstaltung lautet seit 1992 Eurovision Song Contest. Die Bezeichnung wurde erstmals 1960 für den fünften Wettbewerb im Vereinigten Königreich verwendet. Insgesamt trugen 41 der bisherigen 61 Veranstaltungen diesen Namen. Seit 1970 wird diese Bezeichnung auch bei der Austragung in nichtenglischsprachigen Ländern verwendet, zuerst in übertragener Form wie Eurovisie Songfestival (nl.), Concours Eurovision de la Chanson (franz.) oder zuletzt 1991 Concorso Eurovisione della Canzone (ital.).

    In der deutschen Öffentlichkeit wird für den Songwettbewerb auch der Begriff Grand Prix[11][12][13] verwendet, da dies einerseits die Kurzform der Benennung von früheren Veranstaltungen ist, mit Titeln wie Grand Prix Eurovision de la Chanson oder deren Übertragungen ins Italienisch-Spanische (Gran Premio […]) und Deutsche (Großer Preis der Eurovision). Andererseits hieß die Auszeichnung, die der Sieger des Wettbewerbs erhielt, bis 2003 Grand Prix (zuletzt: Grand Prix of the 2003 Eurovision Song Contest).[14] Seit 2004 ist der Begriff Grand Prix gänzlich aus dem Regelwerk verschwunden.

    ModeratorenBearbeiten

    Der Wettbewerb 1956 war der bislang einzige, bei dem ein einzelner Mann durch den Abend führte. In den Folgejahren waren es immer Moderatorinnen, bis 1978 in Paris erstmals ein Mann und eine Frau gemeinsam Gastgeber waren. Diesem Beispiel folgte Israel 1979. Von 1980 bis 1987, 1993 und 1995 waren es dann wieder einzelne Frauen; von 1988 bis 1992, 1994 sowie von 1996 bis 2009 wurde, mit der Ausnahme von 1999, wieder ein Zweiergespann aus einem Mann und einer Frau eingesetzt. 2009 gab es allerdings die Besonderheit, dass es ein unterschiedliches Gespann aus Moderatoren für die beiden Halbfinale und für das Finale gab. 1999, 2010, 2011 und 2012 führten zwei Moderatorinnen und ein Moderator durch die Veranstaltung. 2013 wurde die Veranstaltung wieder von einer einzelnen Moderatorin präsentiert. 2014 wurde der Wettbewerb erstmals und zum bis heute einzigen Mal gemeinsam von einer Moderatorin und zwei Moderatoren präsentiert. 2015 führten erstmals drei Moderatorinnen durch die Veranstaltung, während 2016 wieder ein Zweiergespann aus Mann und Frau eingesetzt wurde. 2017 präsentierten dann zum ersten und bisher einzigen Mal drei Moderatoren den Wettbewerb. 2018 hingegen moderierten erstmals vier Moderatorinnen den Wettbewerb. 2019 entschied man sich für zwei Moderatoren und zwei Moderatorinnen.

    Gelegentlich haben auch ehemalige Wettbewerbsteilnehmer/innen durch den Abend geführt: 1976 Corry Brokken, 1979 Jardena Arasi, 1985 Lill Lindfors, 1986 Åse Kleveland, 1991 Gigliola Cinquetti und Toto Cutugno, 1999 Dafna Dekel, 2003 Marie N und Renārs Kaupers, 2006 Sakis Rouvas, 2008 Željko Joksimović, 2009 Alsou, 2011 Stefan Raab, 2012 Eldar Qasımov, 2013 Eric Saade (Green Room), 2015 Conchita Wurst (Green Room) und 2016 Måns Zelmerlöw.

    Teilnahmebedingungen für Interpret und LiedBearbeiten

    Von 1966 bis 1972 und von 1977 bis 1998 galt die Regel, dass jeder Interpret in seiner Landessprache singen muss. Seit 1999 ist den Interpreten die Sprache, in der ihr Beitrag gesungen wird, wieder freigestellt.

    Neuregelung ab 2011Bearbeiten

    Ende August 2010 trat die Reference Group der Europäischen Rundfunkunion in Belgrad zusammen. Das Gremium zog dabei das Datum der Veröffentlichung der Lieder eines Jahrganges vom 1. Oktober auf den 1. September des Vorjahres vor.[15][16]

    Aktuelle Regeln seit 2012Bearbeiten

    Nach der aktuellen Fassung[17] der Regeln gilt:

    • Die Interpreten müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
    • Jeder Interpret darf in einem Jahr nur für ein Land antreten.
    • Es dürfen höchstens sechs Personen auf der Bühne mitwirken.
    • Das Lied muss live gesungen werden.
    • Lied oder Auftritt dürfen keine politische Botschaft enthalten oder dem Image des Liederwettbewerbs schaden.
    • Beim Auftritt dürfen keine Tiere mitwirken.
    • Die Lieder dürfen frühestens am 1. September des Vorjahres veröffentlicht werden (diese Regel gilt seit dem 1. September 2010).
    • Es muss sich um einen Originalsong handeln, darf also keine Coverversion eines älteren Liedes sein.
    • Die Länge des Beitrags darf maximal drei Minuten betragen
    • Die Instrumental-Musik wird als Playback eingespielt. Zum letzten Mal wurde den Interpreten 1998 die Möglichkeit geboten, sich durch ein Orchester live begleiten zu lassen.
    • Die Zahl der teilnehmenden Länder ist auf 46 begrenzt, im Finale auf 26. (Ausnahme beim ESC 2015, dort traten 27 Länder an, einschließlich des Jubiläums-Ehrengasts Australien.)

    Nationale VorentscheideBearbeiten

    Jedem Land steht es frei, wie es seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest ermittelt. Meist geschieht dies in Form von nationalen Vorentscheiden, bei denen mehrere Sänger gegeneinander antreten. Während in früheren Jahren meist eine Jury den Teilnehmer wählte, geschieht dies zunehmend per Telefonabstimmung (engl.: Televoting). Viele Länder nutzen dazu auch das Abstimmungssystem, welches beim Contest selbst benutzt wird: zu 50 % wählt die Jury und zu 50 % wählt das Televoting den Beitrag aus. Andere Länder verzichten auf eine Vorentscheidung und wählen ihren Beitrag intern aus.

    Der deutsche Vorentscheid hieß lange Zeit „Ein Lied für …“ (ergänzt durch die jeweilige Stadt, in der der Song Contest im betreffenden Jahr stattfand). 2004 und 2005 trug er den Titel „Germany 12 Points!“, im Jahr 2006 den Titel „Deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2006“, 2010 den Titel Unser Star für Oslo, 2011 den Titel Unser Song für Deutschland, 2012 den Titel Unser Star für Baku, 2013 Unser Song für Malmö, 2014 Unser Song für Dänemark, 2015 Unser Song für Österreich, 2016 Unser Lied für Stockholm, 2017 Unser Song 2017 und 2018 Unser Lied für Lissabon. Außerdem gab es 2014 und 2015 ein Clubkonzert, bei dem der Gewinner eine Wildcard für den endgültigen Vorentscheid erhielt.

    Folgende Formen der Auswahl nutzen die derzeit teilnehmenden Länder (Stand: Mai 2019):

    Mit einer oder mehreren Vorrunden und einem Finale verlaufen die Shows in Albanien, Estland, Frankreich, Georgien, Israel, Island, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Moldau, Portugal, Rumänien, Schweden, Ukraine und Ungarn. Das Festivali i Këngës in Albanien, HaKokhav HaBa in Israel, das Sanremo-Festival in Italien, die Supernova in Lettland und Operación Triunfo in Spanien wurden nicht extra für den ESC konzipiert, in all diesen Formaten wird dem Sieger die ESC-Teilnahme angeboten, lediglich in Italien hat der Sanremo-Sieger die Möglichkeit, im Falle eines Sieges nicht teilnehmen zu wollen. Die Niederlande hatte früher immer einen Vorentscheid zur Bestimmung des Beitrags benutzt. Lediglich 1961, 1980 und 2008 wurde der Beitrag bis dahin intern bestimmt. Seit 2013 wählt die Niederlande allerdings alle Beiträge intern aus, womit man sich bei fünf Teilnahmen vier Mal für das Finale qualifizieren konnte. Auch Kroatien nutzte bis 2011 und ab 2019 wieder das Dora-Festival zur Bestimmung des Beitrages. Zwischen 2012 und 2018 nutzte Kroatien allerdings aus finanziellen Gründen die interne Auswahl zur Bestimmung des Beitrages. Von der internen Auswahl machte Deutschland unter anderem in den Jahren 1993 bis 1995 sowie 2009 Gebrauch, die Schweiz in den Jahren 2005 bis 2010 sowie 2019 und Österreich im Jahr 2014, 2017, 2018 und 2019.

    Bisher hat fast jedes Land, das je am Song Contest teilgenommen hat, einen nationalen Vorentscheid veranstaltet. Lediglich Marokko und Monaco hielten nie einen Vorentscheid ab.

    Punktevergabe und AbstimmungsverfahrenBearbeiten

    Im Jahre 1975 wurde das noch heute angewandte und mittlerweile zum Kult gewordene, allgemein „douze points“-System genannte, Verfahren der Punktevergabe eingeführt. Seit 1980 werden die Punkte, um die Spannungskurve zu erhöhen, aufsteigend vergeben. 2016 wurde das Verfahren dahingehend erweitert, dass jedes Land zweimal bis zu zwölf Punkte vergibt, mit getrennten Ergebnissen aus Televoting und Jurybewertungen.

    Bisherige WertungsmodiBearbeiten

    Bis 1997 wurde die Punktevergabe ausschließlich durch eine Jury bestimmt. Beim ersten ESC mit veröffentlichtem Abstimmungsergebnis (1957) kam folgender Modus zum Einsatz: In jeder Landesjury saßen zehn Mitglieder, jedes Mitglied konnte für seinen Favoriten einen Punkt abgeben. Dieser Modus wurde von 1957 bis 1961, 1967 bis 1970 sowie im Jahre 1974 genutzt.

    1962 vergaben die Landesjurys drei Punkte an den besten Titel, zwei Punkte an den zweitbesten und einen Punkt an den drittbesten Titel. Dieser Modus wurde 1963 auf fünf Punkte für den erstplatzierten und folgend erweitert. 1964 wurde ein neuer Modus eingeführt: Jeder Juror bewertet jedes Land, daraus entsteht eine Liste. An den besten Titel wurden fünf Punkte, an den zweitplatzierten drei und an den drittplatzierten ein Punkt vergeben. Sollte nur ein Titel nominiert sein, bekommt dieser alle neun Punkte, sollten es zwei sein, bekommt der erste sechs und der zweitplatzierte Titel drei Punkte.

    Da es seit 1962 regelmäßig null Punkte, 1962 bis 1965 sogar vier pro Jahr, gab und wegen der Unzufriedenheit mit dem Wertungssystem von 1957, das 1969 für vier Sieger gesorgt hatte, wurde 1971 ein neuer Modus eingeführt: Jedes Land entsendet zwei Juroren, die für jedes Lied zwischen einen und fünf Punkte geben konnten, sodass die erreichten Punktzahlen erstmals über 100 Punkte stiegen.

    Bis 1996 bestand die Jury pro Land aus 16 Personen – acht Experten und acht musikinteressierten Laien, die zudem aus verschiedenen Generationen und Geschlechtern sein mussten, um ein objektives Ergebnis zu gewährleisten. Die besten zehn Titel wurden, aufsteigend von 1 bis 8, 10 und 12 Punkten, bewertet. Von 1975 bis 1979 wurden die Punkte nach Startreihenfolge verlesen.

    1997 wurde in Deutschland, Schweden, Österreich, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zum ersten Mal das Televoting ausprobiert, das beim Publikum auf große Begeisterung stieß. Schon 1998 wurde die Jury durch das neue Wertungssystem abgelöst. Nur wenige Länder, wie Russland und Ungarn, wo es aus technischen Gründen nicht möglich war, führten das Televoting erst etwas später ein. Die Publikumsstimmen wurden ins „douze points“-System übertragen und so vergeben.

    2006 wurde die Bekanntgabe der Punkte geändert. Seitdem werden nicht mehr alle Punkte verlesen, sondern teilweise eingeblendet. Bis 2013 wurden die Punkte von eins bis sieben auf Ansage eingeblendet und nur noch die Titel mit 8, 10 und 12 Punkten von den nationalen Fernsehsprechern durchgegeben. Die Vergabeprozedur konnte so beschleunigt werden. 2014 wurde sie nochmals beschleunigt, indem die Punkte eins bis sieben nicht mehr auf Ansage, sondern sofort bei der Begrüßung des verbundenen Landes eingeblendet wurden.

    Zwischen 2009 und 2015 wurden die Punktzahlen, die jedes Land vergibt, zu 50 % durch Telefonabstimmung und zu 50 % durch eine fünfköpfige Jury bestimmt.

    Aktuelles AbstimmungsverfahrenBearbeiten

    Im Finale dürfen alle Länder abstimmen, die in den Halbfinalen angetreten sind. Somit sind auch die im Halbfinale ausgeschiedenen Länder stimmberechtigt.

    Für den Beitrag des eigenen Landes dürfen keine Punkte vergeben werden. Gewonnen hat der Beitrag mit den insgesamt meisten Punkten.

    Seit 2016 vergibt jedes Land zwei getrennte Punktesätze, einer aus den Ergebnissen der Jury, der andere aus den Ergebnissen der Telefonabstimmung. Jeder Punktesatz besteht aus den Punkten 1 bis 8, 10 und 12, die an die besten zehn Lieder vergeben werden. Zuerst werden die Ergebnisse der Jurys verkündet, wobei die Ergebnisse pro Land vorgestellt werden. Der zugeschaltete nationale Fernsehsprecher liest die Nation mit der höchsten Punktzahl vor, die anderen Punkte werden vorher eingeblendet. Die Punkte der Telefonabstimmung aus den Ländern werden addiert und diese Gesamtpunktzahl von den Moderatoren der Sendung aufsteigend verkündet.

    Tritt kurzfristig ein Problem auf, das die Ermittlung per Telefonabstimmung verhindert, so werden die Punkte durch einen Schnitt von Ländern, die in den vergangenen Jahren ähnlich abgestimmt haben, vergeben. Dies gilt auch für eine Disqualifikation des Juryergebnisses. Seit 2013 können Fernsehzuschauer auch mit einer Mobile App abstimmen. Die Anwendung zeigt Informationen zum aktuellen Geschehen beim Eurovision Song Contest an, die Stimmabgabe erfolgt direkt aus der Mobile App per SMS.

    Regelungen bei PunktgleichheitBearbeiten

    Wenn zwei oder mehr Teilnehmer am Ende die gleiche Punktanzahl haben, gelten weitere Unterscheidungskriterien, um eine eindeutige Platzierung zu gewährleisten. Ausschlaggebend ist zunächst die Anzahl der Länder, von denen die jeweiligen Teilnehmer Punkte erhalten haben. Lässt sich dadurch keine eindeutige Rangfolge erstellen, wird die Anzahl der an die entsprechenden Teilnehmer vergebenen Höchstwertungen berücksichtigt. Dabei wird zuerst die Anzahl der 12-Punkte-Wertungen, bei Gleichheit die Anzahl der 10-Punkte-Wertungen und so folgend bewertet. Erst für den Fall, dass sich durch den Vergleich sämtlicher Einzelwertungen kein Unterschied ergibt, werden die betroffenen Länder nach der Reihenfolge der Startnummern platziert.[18]

    Dieser Katalog von Regelungen fand bisher einmal zur Bestimmung des Siegers Anwendung, nämlich beim ESC 1991, als die Schwedin Carola („Fångad av en stormvind“) mehr 10-Punkte-Wertungen erhalten hatte als die punktgleiche Französin Amina („Le dernier qui a parlé“) und zur Siegerin erklärt wurde. Damals gab es die erste Regel (das Lied gewinnt, das aus mehr Ländern Punkte bekommen hat) noch nicht, hätte es sie aber schon damals gegeben, hätte Frankreich gewonnen. Mittlerweile ist dieser Punkt eingeführt worden, so dass 2004 trotz jeweils 50 erreichten Punkten der Beitrag aus Malta einen sicheren Platz im Finale 2005 bekam, während jener aus Kroatien durchs Semifinale musste.

    Vor 1975 kamen verschiedene andere Punktevergabesysteme zum Einsatz. Beim ESC 1969 führte ein Wertungsmodus, der für niedrige Punktzahlen pro Teilnehmer sorgte, dazu, dass vier Länder (Spanien, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Frankreich) punktgleich an der Spitze lagen und zu gleichberechtigten Siegern ernannt wurden.

    Kritik am Wertungssystem, Reformdiskussion und NeuregelungBearbeiten

    In der öffentlichen Debatte wurde des Öfteren angemerkt, dass einige Länder innerhalb desselben Kulturraums sich während der Abstimmung gegenseitig begünstigten.[19][20] Unmut über als ungerecht empfundene Punkteverteilungen wird seit Beginn der Veranstaltung geäußert, die erst im 43. Jahr zur mehrheitlichen Telefonabstimmung überging. Vor allem politische Tendenzen und Boykotts wurden bemängelt, welche heute nur noch einen untergeordneten Punkt in der Kritik einnehmen.

    Neuregelung ab 2008Bearbeiten

    Die verantwortliche Europäische Rundfunkunion (European Broadcasting Union, EBU) stellte am 2. Oktober 2007 Regeländerungen vor:[21] Ab 2008 wurden zwei getrennte Halbfinale veranstaltet, über deren Zusammenstellungen man per Los entschied. Alle Länder waren in dem Semifinale stimmberechtigt, in welchem sie selbst teilnahmen. Die für das Finale Qualifizierten wurden je einer Sendung zugeteilt. In das Finale zogen die neun Bestplatzierten nebst dem Bestbewerteten der Back-Up-Jurys ein, der ohne diese den Finaleinzug nicht erreicht hätte.

    Neuregelung ab 2009Bearbeiten

    2009 kam es zu weitreichenden Veränderungen hinsichtlich des Abstimmverfahrens im Finale. Nachdem in den Jahren 2004–2008 einzig das Publikum über die Punktergebnisse entschieden hatte, wurde wieder die ursprüngliche Idee der Jury aufgegriffen. Fortan erhielt pro Teilnehmerland diese Jury, deren Mitglieder eine Verbindung zur Musik aufweisen sollten, gleichgewichtetes Mitspracherecht. Für die Vorrunden hielten die Verantwortlichen noch am Konzept des Vorjahres fest.[22]

    Die Europäische Rundfunkunion begründete ihre Entscheidung damit, dass sich die Resultate von Ersatzjurys, welche im Falle technischer Pannen eine reibungslose Punktevergabe gewährleisten sollten, in den letzten Jahren zunehmend vom offiziellen Ergebnis unterschieden. Der NDR-Verantwortliche Ralph Quibeldey betonte außerdem den Aspekt, dass sich im Gegensatz zum Großteil der Fernsehzuschauer Juroren die Beiträge mehrmals anhörten und zu einem differenzierteren Urteil in der Lage wären. In der Öffentlichkeit hingegen wurden die Reformen überwiegend als Reaktionen auf die hinteren Platzierungen vieler westlicher Staaten, insbesondere der der finanzstärksten Big-5, gedeutet.[23][24][25] Beobachter sahen den Versuch, kulturell bedingte Geschmacksverschiedenheiten osteuropäischer und zentralasiatischer Zuschauer gezielt zu unterdrücken und warfen den Befürwortern des neuen Modus Blockbildung und Nichtbeachtung der individuellen Qualität der Beiträge vor.[26] Der Stern betitelte die deutschen Juroren aufgrund ihrer Zusammenstellung als „Spaß-Jury“.[27] Tatsächlich erzielten zehn der elf östlich orientierten Teilnehmer durch das Mischvoting schlechtere Platzierungen; eines konnte trotz niedrigerer Jury-Wertung seine Gesamtplatzierung halten.[28][29]

    Neuregelung ab 2010Bearbeiten

    Im September 2009 gab die Europäische Rundfunkunion bekannt, dass sowohl in den beiden getrennten Semi-Finalrunden als auch im Finale die Jurys zu 50 % mit abstimmen. Außerdem darf vom Anfang des ersten Liedes bis 15 Minuten nach dem Ende des letzten Liedes abgestimmt werden.[30][31]

    Neuregelung ab 2012Bearbeiten

    2012 wurden die Leitungen erst wieder nach der Präsentation des letzten Liedes geöffnet, weil die Möglichkeit des Abstimmens während der Liedpräsentationen nur sehr wenig genutzt wurde.[32]

    Neuregelung ab 2013Bearbeiten

    Im Jahr 2013 wurde der Modus der Ermittlung der Gesamtwertung eines Landes aus Publikums- und Jurywertung geändert. Während die beiden Wertungen aus einem Land bisher erst in das bekannte Punkteschema von 12 bis 1 (und 16-mal „0“ bei 26 Beiträgen im Finale) umgerechnet und diese Punkte dann addiert wurden, werden nun die Positionen in der Reihenfolge von 1 bis 26 addiert, um die Gesamtrangfolge zu bestimmen. Dies führt dazu, dass ein Beitrag, der bei der Jury oder dem Publikum sehr weit hinten liegt, auch durch eine Topwertung der anderen Abstimmenden nicht mehr zu Punkten kommt.[33] Im Finale 2014 bekam beispielsweise Russland die meisten Stimmen der Zuschauer aus Montenegro; da die Jury Russland aber nur auf Platz 23 bewertete, bekam Russland keine Punkte aus Montenegro. Andererseits wurde der Beitrag aus Armenien von der Jury fast einheitlich auf Platz 1 gesetzt, vom Televoting aber auf Platz 10, im Mittel ergab das Platz 2 und 10 Punkte.[34]

    Neuregelung ab 2014Bearbeiten

    Um 2013 aufgekommenen kritischen Meinungen bezüglich des Stimmenkaufs entgegenzutreten, werden seit 2014 die genauen Rankings aller Jurymitglieder, des gesamten Jury-Votums sowie die Platzierungen im Televoting eines jeden Landes auf der offiziellen Webseite direkt im Anschluss an das Finale veröffentlicht.[35] Dabei wurden auch alle detaillierten Ergebnisse der beiden Semi-Finalrunden angegeben. Da die georgischen Jurymitglieder einstimmig dieselben Länder auf Platz 1–8 in den jeweiligen Rankings des Finales gelistet hatten, wurden diese Wertungen annulliert und allein das Televoting gezählt. Es ergaben sich jedoch keinerlei Strafen bezüglich der Teilnahme Georgiens beim ESC 2015.

    Neuregelung ab 2016Bearbeiten

    Am 18. Februar 2016 kündigte die EBU eine Änderung der Punktevergabe an. Die Punkte der Jurys und der Telefonabstimmung werden von nun an nicht mehr pro Land einzeln kombiniert, sondern separat vergeben. Im klassischen Format tragen dann alle Länder nacheinander die Punkte der Jury vor. Dabei bekommen die zehn am besten bewerteten Länder Punkte, wie gewohnt von 1 bis 12. Nachdem alle Punkte der Jury vergeben worden sind, werden alle Punkte aus dem Televoting aller Länder kombiniert. Die Moderatoren der Show tragen dann diese kombinierten Punkte vor, beginnend mit dem Land, welches die wenigsten Punkte bekommen hat. Damit vergibt jedes Land doppelt so viele Punkte wie gewohnt mit der maximalen Punktzahl 24 für ein Land. Ziel ist es, mit der neuen Regelung die Spannung zu erhöhen und außerdem zu verhindern, dass sich Jury- und Telefonwertung gegenseitig aufheben.[36]

    Neuregelung ab 2018Bearbeiten

    Am 27. April 2018 gab die EBU bekannt, dass die Regeln für das Juryvoting 2018 leicht abgewandelt werden. Nach dem bisherigen Verfahren erstellten alle fünf Juroren eines Landes je ein Ranking. Das Gesamtergebnis der Jury wurde ermittelt, indem für jeden Beitrag das durchschnittliche Ranking aller Jury-Mitglieder bestimmt und für die zehn bestplatzierten Beiträge anschließend die entsprechenden Punkte vergeben wurden. Hierbei hatte jede Stimme die gleiche Gewichtung. An diesem linearen Bewertungssystem wurde in der Vergangenheit allerdings oft der hohe Einfluss einer stark abweichenden Bewertung eines Juroren auf die Gesamtbewertung der Jury kritisiert. So konnte ein Land zum Beispiel kaum mehr 12 Punkte erreichen, wenn vier Jurymitglieder ein Land auf Platz 1 setzten, während der verbleibende fünfte Juror das Land auf Platz 26 setzte. Das neue System sieht ein exponentielles Bewertungsmodell vor. Danach erstellen die Juroren zwar weiterhin je ein Ranking. Allerdings wird jedem Platz ein exponentiell absteigender (nicht zwangsläufig ganzzahliger) Score-Wert zugeordnet, beginnend bei 12 Punkten für den ersten Platz und einem Punkt für den letzten Platz. Die oberen Rankingsplätze (insbesondere Plätze 1 bis 3) erfahren hierdurch nun eine höhere Gewichtung als untere Rankingplätze. Anschließend werden die durchschnittlichen Score-Werte über alle Jury-Mitglieder bestimmt und für die zehn bestplatzierten Beiträge die Punkte 1–8, 10 oder 12 vergeben. Mit diesem neuen System soll vermieden werden, dass eine stark negativ abweichende Bewertung eines Jurors im Vergleich zu den anderen Juroren zu viel Einfluss auf das Gesamtergebnis hat.[37][38]

    Preisvergabe und -zuerkennungBearbeiten

    Der dem Interpreten des siegreichen Titels überreichte Preis (Trophäe) wird an den Songschreiber des Songs weitergereicht, in dessen Besitz er letztendlich auch verbleibt, da der Eurovision Song Contest von der Grundidee her ein reiner Komponisten- und Textdichterwettbewerb ist. Der Interpret selbst geht diesbezüglich gesehen leer aus. Ihm bleibt lediglich der gesteigerte Bekanntheitsgrad, den er für den Aufbau der eigenen Karriere nutzen kann.

    Ewige BestenlisteBearbeiten

    ErfolgeBearbeiten

    LänderstatistikBearbeiten

    Bisher erfolgreichstes Teilnehmerland ist Irland mit sieben Siegen, in den Jahren 1992 bis 1994 sogar drei in Folge. Bisher haben 27 Länder gewonnen, wobei Jugoslawien, das 1989 gewann, nicht mehr existiert. Während Salvador Sobral (Portugal) den Rekord mit 758 Punkten für Amar pelos dois aus dem Jahr 2017 hält, konnte Anne-Marie David (für Luxemburg) im Jahr 1973 mit Tu te reconnaîtras mit 80,6 % der Punkte die höchste relative Punktzahl erreichen.

    Erfolgreichste Länder beim Eurovision Song ContestBearbeiten

    Erfolgreichste Länder
    Rang Land 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Total
    der ersten 7 Plätze
    Gesamtpunkte
    ohne SF
    Gesamtteilnahmen Punkteschnitt
    pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
    (ab 2016: für Vergleichbarkeit Punktzahl halbiert)
    01. Irland  Irland 07 04 01 03 03 03 02 23 000000000003292.00000000003.292 53 (davon 8 × SF) 000000000000003.03000000003,03
    02. Schweden  Schweden 06 01 06 02 09 02 04 30 000000000005067.00000000005.067 59 (davon 1 × SF) 000000000000003.65000000003,65
    03. Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 05 15 03 05 01 02 05 36 000000000004033.00000000004.033 62 000000000000002.97000000002,97
    04. Frankreich  Frankreich 05 04 07 07 02 01 02 28 000000000003580.00000000003.580 62 000000000000002.49000000002,49
    05. Niederlande  Niederlande 05 01 01 02 02 02 03 17 000000000002951.00000000002.951 60 (davon 9 × SF) 000000000000002.07000000002,07
    06. Luxemburg  Luxemburg 05 02 05 01 01 01 15 000000000001423.00000000001.423 37 000000000000002.55000000002,55
    07. Israel  Israel 04 02 01 02 02 02 03 16 000000000003073.00000000003.073 42 (davon 6 × SF) + 1 Qfkr. 000000000000002.51000000002,51
    08. Danemark  Dänemark 03 01 03 02 05 02 01 17 000000000002620.00000000002.620 48 (davon 4 × SF) + 1 Qfkr. 000000000000002.62000000002,62
    09. Norwegen  Norwegen 03 01 01 03 03 02 02 15 000000000003305.00000000003.305 58 (davon 3 × SF) 000000000000002.46000000002,46
    10. Deutschland  Deutschland 02 04 05 04 02 03 02 22 000000000003105.00000000003.105 63 + 1 Qfkr. 000000000000002.51000000002,51
    11. Spanien  Spanien 02 04 01 02 01 04 02 16 000000000002736.00000000002.736 59 000000000000002.01000000002,01
    12. Italien  Italien 02 03 05 02 05 05 04 26 000000000003409.00000000003.409 46 000000000000003.72000000003,72
    13. Schweiz  Schweiz 02 03 03 06 02 03 0 19 000000000002555.00000000002.555 61 (davon 11 × SF) 000000000000002.01000000002,01
    14. Ukraine  Ukraine 02 02 01 01 0 01 01 08 000000000002255.00000000002.255 15 000000000000003.92000000003,92
    15. Osterreich  Österreich 02 0 1 1 04 02 02 13 000000000001904.00000000001.904 51 (davon 5 × SF) 000000000000001.72000000001,72
    16. Russland  Russland 01 04 04 0 01 0 01 11 000000000003326.00000000003.326 23 (davon 1 × SF) + 1 Qfkr. 000000000000004.01000000004,01
    17. Belgien  Belgien 01 02 0 04 02 04 04 17 000000000002503.00000000002.503 62 (davon 10 × SF) 000000000000001.93000000001,93
    18. Monaco  Monaco 01 01 03 03 02 01 01 12 000000000000738.0000000000738 24 (davon 3 × SF) 000000000000001.89000000001,89
    19. Turkei  Türkei 01 01 01 03 0 0 02 08 000000000001996.00000000001.996 34 (davon 1 × SF) 000000000000002.33000000002,33
    20. Aserbaidschan  Aserbaidschan 01 01 01 01 01 0 0 05 000000000001710.00000000001.710 12 (davon 1 × SF) 000000000000003.44000000003,44
    21. Griechenland  Griechenland 01 0 03 0 02 01 03 10 000000000002891.00000000002.891 40 (davon 2 × SF) 000000000000002.83000000002,83
    22. Estland  Estland 01 0 01 01 01 03 01 08 000000000001219.00000000001.219 26 (davon 9 × SF) + 1 Qfkr. 000000000000001.97000000001,97
    23. Lettland  Lettland 01 0 01 0 01 01 0 04 000000000000971.0000000000971 20 (davon 10 × SF) 000000000000001.72000000001,72
    24. Serbien  Serbien 01 0 01 0 0 01 0 03 000000000001056.00000000001.056 12 (davon 3 × SF) 000000000000002.80000000002,80
    25. Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien 01 0 0 03 0 01 03 08 000000000001013.00000000001.013 27 000000000000002.89000000002,89
    26. Finnland  Finnland 01 0 0 0 0 01 04 06 000000000001480.00000000001.480 53 (davon 8 × SF) 000000000000001.45000000001,45
    27. Portugal  Portugal 01 0 0 0 0 01 02 04 000000000002014.00000000002.014 51 (davon 9 × SF) 000000000000001.33000000001,33
    28. Malta  Malta 0 02 02 0 01 01 0 06 000000000001950.00000000001.950 32 (davon 7 × SF) 000000000000002.26000000002,26
    29. Island  Island 0 02 0 01 0 0 01 04 000000000001546.00000000001.546 32 (davon 7 × SF) 000000000000001.83000000001,83
    30. Bulgarien  Bulgarien 0 01 0 01 01 0 0 03 000000000001079.00000000001.079 12 (davon 8 × SF) 000000000000001.53000000001,53
    31. Zypern Republik  Zypern 0 01 0 0 03 02 01 07 000000000001570.00000000001.570 36 (davon 6 × SF) 000000000000001.70000000001,70
    32. Australien  Australien 0 01 0 0 01 0 0 02 000000000001164.00000000001.164 50 000000000000005.62000000005,62
    33. Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro 0 01 0 0 0 0 01 02 000000000000400.0000000000400 02 000000000000005.48000000005,48
    33. Polen  Polen 0 01 0 0 0 0 01 02 000000000000809.0000000000809 22 (davon 8 × SF) 000000000000001.55000000001,55
    35. Rumänien  Rumänien 0 0 02 01 0 0 01 04 000000000001470.00000000001.470 20 (davon 2 × SF) + 2 Qfkr. 000000000000002.01000000002,01
    36. Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 0 0 01 0 0 01 01 03 000000000001242.00000000001.242 19 (davon 1 × SF) 000000000000002.23000000002,23
    37. Moldau Republik  Moldau 0 0 01 0 0 01 0 02 000000000000998.0000000000998 15 (davon 5 × SF) 000000000000001.58000000001,58
    38. Kroatien  Kroatien 0 0 0 02 01 01 0 04 000000000001216.00000000001.216 25 (davon 7 × SF) 000000000000001.84000000001,84
    39. Armenien  Armenien 0 0 0 02 0 0 02 04 000000000001276.00000000001.276 13 (davon 3 × SF) 000000000000002.85000000002,85
    40. Ungarn  Ungarn 0 0 0 01 01 0 0 02 000000000001019.00000000001.019 17 (davon 3 × SF) + 2 Qfkr. 000000000000001.61000000001,61
    41. Albanien  Albanien 0 0 0 0 01 0 01 02 000000000000594.0000000000594 16 (davon 7 × SF) 000000000000001.49000000001,49
    42. Litauen  Litauen 0 0 0 0 0 01 0 01 000000000000834.0000000000834 20 (davon 7 × SF) 000000000000001.16000000001,16
    42. Weissrussland  Weißrussland 0 0 0 0 0 01 0 01 000000000000368.0000000000368 16 (davon 10 × SF) 000000000000001.17000000001,17
    42. Tschechien  Tschechien 0 0 0 0 0 01 0 01 000000000000479.0000000000479 08 (davon 5 × SF) 000000000000000.31000000000,31
    45. Slowenien  Slowenien 0 0 0 0 0 0 02 02 000000000000725.0000000000725 25 (davon 10 × SF) 000000000000001.15000000001,15
    46. Nordmazedonien  Nordmazedonien 0 0 0 0 0 0 01 01 000000000000674.0000000000674 19 (davon 10 × SF) + 1 Qfkr. 000000000000001.25000000001,25
    47. Georgien  Georgien 0 0 0 0 0 0 0 000000000000919.0000000000919 12 (davon 5 × SF) 000000000000001.76000000001,76
    47. Montenegro  Montenegro 0 0 0 0 0 0 0 000000000000081.000000000081 010 (davon 8 × SF) 000000000000000.95000000000,95
    47. Slowakei  Slowakei 0 0 0 0 0 0 0 000000000000042.000000000042 07 (davon 4 × SF) +1 Qfkr. 000000000000000.76000000000,76
    47. San Marino  San Marino 0 0 0 0 0 0 0 000000000000091.000000000091 010 (davon 8 × SF) 000000000000000.76000000000,76
    47. Marokko  Marokko 0 0 0 0 0 0 0 000000000000007.00000000007 01 000000000000000.39000000000,39
    52. Andorra  Andorra 0 0 0 0 0 0 0 06 (nur SF)
    Gesamt 000000000079920.000000000079.920 1.574 (davon 210 × SF) + 11 × Qfkr.
    Anm.:
    • Kleine Zahlen in der Spalte Rang deuten auf den gleichen Rang eines Landes mit dem darüberstehenden hin.
    • da es um den Erfolg der Länder geht, sind bei Ländern mit gleichem Rang zuerst die mit dem besten Punkteschnitt aufgeführt
    • SF = Semifinale=Halbfinale, Qfkr. = Qualifikationsrunde
     
    Gewinner des Wettbewerbes
    Häufigkeit der Siege
    Platz Anzahl

    der Siege[A 1]

    Land[A 2] Siege
    1 7 Irland  Irland 1970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996
    2 6 Schweden  Schweden 1974, 1984, 1991, 1999, 2012, 2015
    3 5 Frankreich  Frankreich 1958, 1960, 1962, 1969, 1977
    Luxemburg  Luxemburg 1961, 1965, 1972, 1973, 1983
    Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 1967, 1969, 1976, 1981, 1997
    Niederlande  Niederlande 1957, 1959, 1969, 1975, 2019
    4 4 Israel  Israel 1978, 1979, 1998, 2018
    5 3 Norwegen  Norwegen 1985, 1995, 2009
    Danemark  Dänemark 1963, 2000, 2013
    6 2 Spanien  Spanien 1968, 1969
    Schweiz  Schweiz 1956, 1988
    Italien  Italien 1964, 1990
    Deutschland  Deutschland 1982, 2010
    Osterreich  Österreich 1966, 2014
    Ukraine  Ukraine 2004, 2016
    7 1
    Monaco  Monaco 1971
    Belgien  Belgien 1986
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien 1989
    Estland  Estland 2001
    Lettland  Lettland 2002
    Turkei  Türkei 2003
    Griechenland  Griechenland 2005
    Finnland  Finnland 2006
    Serbien  Serbien 2007
    Russland  Russland 2008
    Aserbaidschan  Aserbaidschan 2011
    Portugal  Portugal 2017

    Anmerkungen:

    1. Bei gleicher Anzahl von Siegen erfolgt die Sortierung chronologisch.
    2. Das fett geschriebene Land hat den bisher letzten Eurovision Song Contest gewonnen.

    Erfolgreichste SprachenBearbeiten

    Erfolgreichste Sprachen beim Eurovision Song Contest
    Siege Sprache Jahr Land
    31 Englisch 1967, 1969, 1970, 1974, 1975, 1976, 1980, 1981, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996, 1997, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2018, 2019 Aserbaidschan  Aserbaidschan, Danemark  Dänemark, Deutschland  Deutschland, Estland  Estland, Finnland  Finnland, Griechenland  Griechenland, Irland  Irland, Israel  Israel, Lettland  Lettland, Niederlande  Niederlande, Norwegen  Norwegen, Osterreich  Österreich, Russland  Russland, Schweden  Schweden, Turkei  Türkei, Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich
    14 Französisch 1956, 1958, 1960, 1961, 1962, 1965, 1969, 1971, 1972, 1973, 1977, 1983, 1986, 1988 Belgien  Belgien, Frankreich  Frankreich, Luxemburg  Luxemburg, Monaco  Monaco, Schweiz  Schweiz
    3 Hebräisch 1978, 1979, 1998 Israel  Israel
    Niederländisch 1957, 1959, 1969 Niederlande  Niederlande
    2 Deutsch 1966, 1982 Deutschland  Deutschland, Osterreich  Österreich
    Italienisch 1964, 1990 Italien  Italien
    Norwegisch 1985, 1995 Norwegen  Norwegen
    Schwedisch 1984, 1991 Schweden  Schweden
    Kroatisch/Serbisch 1989, 2007 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien, Serbien  Serbien
    Spanisch 1968, 1969 Spanien  Spanien
    1 Dänisch 1963 Danemark  Dänemark
    Krimtatarisch1 2016 Ukraine  Ukraine
    Portugiesisch 2017 Portugal  Portugal
    Ukrainisch1 2004 Ukraine  Ukraine

    1 Die Lieder sind zum Großteil in der jeweiligen Sprache gesungen worden. Teilweise wurden die Beiträge auch auf Englisch gesungen.

    Erfolgreichste KünstlerBearbeiten

     
    Johnny Logan, 1980

    Der erfolgreichste Teilnehmer kommt aus Irland: Johnny Logan gewann zweimal als Sänger (1980 mit What’s Another Year und 1987 mit Hold Me Now) sowie einmal als Komponist (1992: Why Me).

    Erfolgreichste Teilnehmer nach dem erreichten Anteil an der jeweils rechnerisch möglichen Maximalpunktzahl waren Anne-Marie David mit dem Lied Tu te reconnaîtras (1973; 80,6 % der möglichen Punkte), Brotherhood of Man mit Save Your Kisses for Me (1976; 80,4 %) und Nicole mit Ein bißchen Frieden (1982; 78,9 %). Seit 1997 (Punktevergabe nicht mehr ausschließlich durch Jurys) waren die erfolgreichsten Teilnehmer Katrina and the Waves mit Love Shine a Light (1997; 78,8 %), Alexander Rybak mit Fairytale (2009; 78,7 %) sowie Måns Zelmerlöw mit Heroes (2015; 78,0 %).

    Häufigste Teilnahmen eines KünstlersBearbeiten

    Sowohl die Norwegerin Elisabeth Andreassen, die Schweizer Musikgruppe Peter, Sue & Marc, der Belgier Fud Leclerc als auch die san-marinesische Sängerin Valentina Monetta nahmen jeweils viermal und somit am häufigsten am Wettbewerb teil: Andreassen gewann den Wettbewerb 1985 als Teil der Bobbysocks, darüber hinaus nahm sie 1982 einmal für Schweden als Teil des Duos Chips teil, es folgten Teilnahmen für ihr Heimatland in den Jahren 1994 (mit Jan Werner Danielsen) und 1996. Peter, Sue & Marc vertraten die Schweiz in den Jahren 1971, 1976, 1979 und 1981. Sie sangen ihre Lieder dabei jeweils in einer anderen Sprache. In den Jahren 1976 und 1981 erreichten sie als beste Platzierung jeweils Platz 4. Ebenfalls viermal nahm Fud Leclerc aus Belgien teil, der das Land 1956, 1958, 1960 und 1962 vertrat. Sein bestes Resultat war Platz 5 im Jahre 1958. Valentina Monetta vertrat San Marino 2012, 2013, 2014 und (gemeinsam mit Jimmie Wilson) 2017; sie schied dabei dreimal im Halbfinale aus und erreichte nur 2014 das Finale, wo sie den 24. (drittletzten) Platz belegte.

    Eine Reihe von Interpreten war dreimal beim Eurovision Song Contest vertreten. Für Deutschland waren Katja Ebstein und die Gruppe Wind je dreimal am Start. Ebstein war mit zwei dritten Plätzen in den Jahren 1970 und 1971 sowie einem zweiten Platz im Jahre 1980 erfolgreich. Mit zwei zweiten Plätzen in den Jahren 1985 und 1987 gehört die Gruppe Wind ebenfalls zu den erfolgreichen Teilnehmern für Deutschland. 1992 belegte die Gruppe Wind lediglich den 16. Platz.

    Die Schwedin Carola Häggkvist erreichte bei drei Teilnahmen für ihr Heimatland einen Sieg (1991) sowie die Plätze 3 (1983) und 5 (2006). Ebenfalls dreimal am Start war die Malteserin Chiara, die für Malta die Plätze 3 (1998), 2 (2005) und 22 (2009) erreichte. Einige mehrmals teilnehmende Interpreten traten für verschiedene Länder an. Die Zypriotin Anna Vissi sang zweimal für Griechenland (1980, 2006) und einmal für Zypern (1982). Der Franzose Romuald nahm zweimal für Monaco (1964, 1974) und einmal für Luxemburg (1979) teil. Ireen Sheer trat als Solokünstlerin einmal für Luxemburg (1974) und einmal für Deutschland (1978) sowie als Teil einer Gruppe erneut für Luxemburg (1985) an.

    Die Sängerin Corry Brokken trat bei den ersten drei Wettbewerben in den Jahren 1956 bis 1958 jeweils für die Niederlande an, die Sängerin Lys Assia in den gleichen Jahren für die Schweiz. Udo Jürgens war in den Jahren 1964 bis 1966 dreimal für Österreich beim Wettbewerb dabei. Jeder dieser drei Teilnehmer konnte den Wettbewerb einmal für sein Land entscheiden. Assia gewann 1956 den ersten Eurovision Song Contest, Brokken war ein Jahr später erfolgreich, Jürgens siegte im Jahr 1966.

    Ebenfalls dreimal nahmen darüber hinaus der Italiener Domenico Modugno (1958, 1959, 1966), die Norwegerin Kirsti Sparboe (1965, 1967, 1969) sowie das dänische Duo Hot Eyes (1984, 1985, 1988) teil.

    Der Österreicher Gary Lux war sechsmal beim Songcontest: Das erste Mal 1983 als Mitglied der Gruppe Westend (Platz 9/20), 1984 als Background-Sänger für Anita (Platz 19/19), 1985 als Solist (Platz 8/19), 1987 als Solist (Platz 20/22), 1993 als Background-Sänger für Tony Wegas (Platz 14/25) und 1995 als Background-Sänger für Stella Jones (Platz 13/23).

    Erfolgreiche TitelBearbeiten

    Aus dem Eurovision Song Contest gingen im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Lieder hervor, die zu internationalen Erfolgen und bisweilen zu Evergreens wurden. Beispielhaft sind die italienischen Beiträge Nel blu dipinto di blu (Volare) und Piove (Ciao ciao bambina), beide wurden von Domenico Modugno in den Jahren 1958 beziehungsweise 1959 vorgetragen. Obwohl keine Wettbewerbssieger, wurden diese Songs weltweit millionenfach verkauft und von Sängern wie Paul Anka oder Dean Martin adaptiert. Kommerziell besonders erfolgreich waren Songs aus dem Song Contest ab Mitte der 1960er bis Ende der 1970er Jahre. Puppet on a String avancierte 1967 für Sängerin Sandie Shaw zum weltweiten Radio- und Hitparadenerfolg und wurde in Werbespots und auf Modenschauen jener Zeit als Untermalung eingesetzt. Aus demselben Jahrgang kam der Luxemburger Beitrag von Vicky Leandros L’amour est bleu in einer Instrumental-Version von Paul Mauriat auf Platz 1 der US-Billboard-Charts. 1972 gewann Vicky Leandros mit Après toi den Wettbewerb und verkaufte von der Single in mehreren Sprachversionen (Dann kamst Du, Come what May) weltweit über 5,5 Millionen Exemplare. Waterloo von ABBA übertraf diese Marke 1974 mit dem Verkauf von rund 6 Millionen. Bislang waren nach den Verkaufszahlen Brotherhood of Man mit dem Schlagerpop Save your kisses for me mit 6,5 Millionen weltweit abgesetzten Tonträger die Erfolgreichsten.

    Weitere internationale Tophits sind Congratulations von Cliff Richard (GBR 1968), All kinds of everything von Dana (IRL 1970), Beg, steal or borrow von den New Seekers (GBR 1972), Eres tú von Mocedades (ESP 1973), von Gigliola Cinquetti (ITA 1974), Dschinghis Khan von Dschinghis Khan (DEU 1979), What’s another year von Johnny Logan (IRL 1980), Ein bißchen Frieden von Nicole (DEU 1982), Gente di mare von Umberto Tozzi und Raf (ITA 1987), Insieme 1992 von Toto Cutugno (ITA 1990), Diva von Dana International (ISR 1998) und Fly On The Wings Of Love von den Olsen Brothers (DNK 2000), Satellite von Lena (DEU 2010) und Euphoria von Loreen (SWE 2012).

    Schnellster bekannter SiegBearbeiten

    Immer wieder wurde die Reihenfolge des Votings geändert; zunächst in der Startreihenfolge, später in einer von einem Computer generierten Reihenfolge, um es möglichst spannend zu machen, wer nun als Sieger des Eurovision Song Contest feststand.

    Als schnellster feststehender Sieg kann Alexander Rybak aus Norwegen festgemacht werden. Nach 30 von 42 Ländern und 71,4 Prozent der abgegebenen Punkte stand er 2009 als Sieger fest.

    An zweiter Stelle befindet sich Nicole aus Deutschland. Als sie 1982 antrat, nahmen 18 Länder am ESC teil. Bereits nach 14 abgegebenen Ländervotings (77,8 Prozent) stand sie als Siegerin fest.

    Den dritten Platz nehmen Katrina and the Waves aus dem Vereinigten Königreich teil. Bei ihrem Antreten 1997 stand die Band nach 20 von 25 Ländern, was 80 Prozent der abgegebenen Stimmen entspricht, als Sieger fest.

    Eurovision Song Contest als KarrierestartBearbeiten

    Der Eurovision Song Contest machte im Laufe der Jahre einige Interpreten zu internationalen Stars, die bis zum Zeitpunkt ihres Auftritts noch nahezu unbekannt waren.

    Dies trifft in besonderem Maße auf die schwedische Popgruppe ABBA zu, die 1974 mit dem Song Waterloo den Wettbewerb gewann. Auch die franko-kanadische Sängerin Céline Dion wurde durch ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 1988, bei dem sie für die Schweiz startete und mit Ne partez pas sans moi siegte, in Europa bekannt. Die Belgierin Lara Fabian (später durch I will love again zu Charts-Ehren gelangt) tat beim ESC für Luxemburg ihren ersten internationalen Schritt. Ebenfalls durch den ESC zu Weltruhm gelangt ist die irische Folkloregruppe Riverdance, die 1994 als Pausenfüller auftrat.

    Bekanntheit ist kein ErfolgsgarantBearbeiten

    Die Teilnahme eines international bereits bekannten Interpreten ist kein Garant für den Gewinn des Titels im Wettbewerb.

    Cliff Richard erreichte mit Congratulations 1968 den zweiten und mit Power to All Our Friends 1973 den dritten Platz. Anschließend waren diese Titel in den Verkaufshitparaden höher platziert als die jeweiligen Eurovisionsgewinner.

    Olivia Newton-John hatte international bereits etliche Hits gehabt und im März 1974 einen Grammy als beste Country-Sängerin erhalten.[39] Als sie im April desselben Jahres auf die Eurovisionsbühne trat, erreichte sie nur einen vierten Platz.

    1977 ging mit Silver Convention für Deutschland eine zu jener Zeit international sehr erfolgreiche Gruppe an den Start. Sie hatte wie Boney M. mit Hit-Produktionen im Discosound („Munich Sound“) von Deutschland aus 1976 weltweit die Charts erobert. Trotz hervorragender Wettquoten sowie mit den Millionsellern Fly Robin Fly und Get Up And Boogie im Rücken kam das Damentrio mit dem Titel Telegram nur auf Rang acht.

    Auch Ricchi e Poveri aus Italien oder Baccara aus Spanien (beide 1978) erreichten nicht das Siegertreppchen, ebenso wie Matia Bazar (1979). Alan Sorrenti (1980), Alice und Franco Battiato (1984) oder Al Bano & Romina Power (1976 und 1985), alle Interpreten aus Italien konnten sich in den frühen 1980er Jahren trotz der Italo-Pop-Welle in vielen Ländern Europas nicht durchsetzen. Das international erfolgreiche russische Duo t.A.T.u. belegte den dritten Platz beim Eurovision Song Contest 2003 mit Ne wer, ne boisja. Die estnische Band Vanilla Ninja kam 2005 für die Schweiz mit Cool Vibes nicht über Rang 8 hinaus. Die spanische Band Las Ketchup landete zwar im Sommer 2002 mit dem Ketchup-Song einen europaweiten Nummer-eins-Hit, kam aber beim ESC 2006 mit Un Blodymary nur auf Platz 21. Kate Ryan scheiterte 2006 für Belgien bereits im Halbfinale, ebenso DJ BoBo 2007 für die Schweiz.

    Auch die erfolgreiche Popgruppe No Angels war mit Disappear 2008 in Serbien wenig erfolgreich. Zuvor wurden sie allerdings mit nur einem Prozentpunkt vor Carolin Fortenbacher (Hinterm Ozean) in der deutschen Vorentscheidung zum Finalteilnehmer gewählt. Beim Song Contest selbst erreichten sie Platz 23 von 25, wobei sie zusammen mit Platz 24 (Polen, Isis GeeFor Life) und 25 (Vereinigtes Königreich, Andy AbrahamEven If) mit jeweils 14 Punkten die letzten drei Plätze belegten.

    2013 war mit Cascada für Deutschland auch eine in Europa sehr bekannte Gruppe am Start, schlussendlich landete sie mit ihrem Lied Glorious aber nur auf Platz 21. Ähnlich erging es der britischen Sängerin Bonnie Tyler, die auf dem 19. Rang landete.

    Rezeption als queere VeranstaltungBearbeiten

    Der Eurovision Song Contest ist in der LGBT-Szene sehr beliebt; schwule Männer waren spätestens seit den 1980er Jahren maßgeblich am Aufbau der Fangemeinde des Musikwettbewerbs und dem dazugehörigen Verein Organisation générale des amateurs de l’Eurovision (OGAE) beteiligt. Dabei stand und steht neben der europäischen Vielfalt eine queere Aneignung des Wettbewerbs im Vordergrund. Die Kitschästhetik des Wettbewerbs wird dabei als absichtlich übertriebene und künstliche Ästhetik des Camp interpretiert und in dieser Aneignung als Basis einer queeren, subversiven Identität gefeiert.[40][41][42]

    Seit den späten 1990er Jahren wird der queere Subtext der Veranstaltung verstärkt sichtbar: Nachdem mit dem Isländer Páll Óskar 1997 erstmals ein offen schwuler Künstler aufgetreten war, gewann 1998 die transsexuelle israelische Sängerin Dana International,[40] und 2014 die österreichische bärtige Dragqueen Conchita Wurst. Die Kulturwissenschaftlerin Jessica Carniel stellt fest, die moderne Eurovision-Tradition biete dem queeren Publikum eine wichtige Gelegenheit, ein Zugehörigkeitsgefühl zu Europa zu erleben.[43]

    JubiläenBearbeiten

    50-Jahr-JubiläumBearbeiten

    Am 22. Oktober 2005 fand in Kopenhagen eine Jubiläumsshow mit dem Titel Congratulations (deutsch: „Herzlichen Glückwunsch“) statt. Damit wurde das 50-Jahr-Jubiläum des Eurovision Song Contests gefeiert. Das Ziel der Show war, das beste Lied des Grand Prix unter allen Titeln, die jemals teilgenommen haben, zu ermitteln. Auf der offiziellen Internetseite eurovision.tv konnte jeder seine Stimme für seinen Lieblingstitel des ESC abgeben. Die zehn Lieder mit den meisten Stimmen kamen ins Semifinale. Zusätzlich wählte eine Jury der Europäischen Rundfunkunion vier weitere Titel ins Halbfinale. Im Halbfinale wurden per Telefonvoting die fünf besten Lieder ermittelt. Im zweiten Durchgang, also dem Finale, wurde durch ein weiteres Telefonvoting die Platzierung dieser fünf Lieder festgelegt.

    Moderiert wurde die Show von der britischen ESC-Siegerin Katrina Leskanich (Katrina and the Waves, ESC-Sieg 1997 mit Love Shine a Light) und dem lettischen Eurovision Song Contest-Drittplatzierten Renars Kaupers (Brainstorm, ESC-Teilnahme 2000 mit My Star). Die Sendung wurde in Deutschland vom WDR und vom SWR, in Österreich von ORF 2, und in der Schweiz von SF 1 übertragen.

    Dabei kam es zu folgendem Ergebnis:

    Platz Jahr Land Interpret Titel
    1. 1974 Schweden  Schweden ABBA Waterloo
    2. 1958 Italien  Italien Domenico Modugno Nel blu dipinto di blu (Volare)
    3. 1987 Irland  Irland Johnny Logan Hold Me Now
    4. 2005 Griechenland  Griechenland Elena Paparizou My Number One
    5. 1976 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Brotherhood of Man Save Your Kisses for Me
    6. 2000 Danemark  Dänemark Olsen Brothers Fly on the Wings of Love
    7. 1982 Deutschland  Deutschland Nicole Ein bißchen Frieden
    8. 1968 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Cliff Richard Congratulations
    9. 2003 Turkei  Türkei Sertab Erener Everyway that I Can
    10. 1988 Schweiz  Schweiz Céline Dion Ne partez pas sans moi
    11. 1973 Spanien 1945  Spanien Mocedades Eres tú
    12. 1980 Irland  Irland Johnny Logan What’s Another Year
    13. 1998 Israel  Israel Dana International Diva
    14. 1965 Luxemburg  Luxemburg France Gall Poupée de cire, poupée de son

    60-Jahr-JubiläumBearbeiten

    Zum 60-Jahr-Jubiläum wurde von der BBC am 31. März 2015 im Londoner Hammersmith Apollo die Veranstaltung Eurovision Song Contest’s Greatest Hits organisiert.[44] Moderiert wurde die Show von Graham Norton und Petra Mede. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und bis zum Contest in verschiedenen Ländern ausgestrahlt.

    Es traten folgende Interpreten auf:

    Anne-Marie David (Gewinnerin 1973, Teilnehmerin 1979) Brotherhood of Man (Gewinner 1976)
    Johnny Logan (Gewinner 1980, 1987 und als Komponist 1992) Nicole (Gewinnerin 1982)
    Herrey’s (Gewinner 1984) Bobbysocks (Gewinner 1985)
    Dana International (Gewinnerin 1998, Teilnehmerin 2011) Olsen Brothers (Gewinner 2000)
    Natasha Saint-Pier (Teilnehmerin 2001) Rosa López (Teilnehmerin 2002)
    Lordi (Gewinner 2006) Dima Bilan (Teilnehmer 2006, Gewinner 2008)
    Loreen (Gewinnerin 2012) Emmelie de Forest (Gewinnerin 2013)
    Conchita Wurst (Gewinnerin 2014) Riverdance (Interval act 1994)[45]

    Ähnliche VeranstaltungenBearbeiten

    Seit 2003 wird zusätzlich der jährliche Junior Eurovision Song Contest ausgetragen. In den Jahren 2007 und 2008 gab es zudem den Eurovision Dance Contest. 2019 soll der erste Eurovision Asia Song Contest stattfinden.

    AnhangBearbeiten

    LiteraturBearbeiten

    • Christine Ehardt, Georg Vogt, Florian Wagner (Hrsg.): Eurovision Song Contest – Eine kleine Geschichte zwischen Körper, Geschlecht und Nation. Zaglossus, Wien 2015, ISBN 978-3-902902-32-0.
    • Clemens Dreyer, Claas Triebel, Urban Lübbeke: Ein bisschen Wahnsinn: Wirklich alles zum Eurovision Song Contest. Verlag Antje Kunstmann, München 2011, ISBN 978-3-88897-715-2.
    • Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. Die deutsche und internationale Geschichte des Grand Prix Eurovision. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09350-7.
    • Jan Feddersen: Wunder gibt es immer wieder: Das große Buch zum Eurovision Song Contest. Aufbau TB, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-7074-4.
    • Werner Jauk, Christian Fastl: Song Contest. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
    • John Kennedy O’Connor: Eurovision Song Contest. Mit einem Vorwort von Michael Sonneck. Gondrom, Bindlach 2005, ISBN 3-8112-2536-7.
    • Irving Wolther: Kampf der Kulturen: der „Eurovision Song Contest“ als Mittel national-kultureller Repräsentation. Königshausen & Neumann, Würzburg 2006, ISBN 3-8260-3357-4.
    • Mari Pajala: Finlande: zero points? Der Eurovision Song Contest in den finnischen Medien. Mit einem Vorwort von Jan Feddersen. SAXA Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-939060-07-9.
    • Tim Moore: Null Punkte – Ein bisschen Scheitern beim Eurovision Song Contest. Aus dem Englischen von Olaf Bentkämper. Covadonga Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-936973-28-0.
    • Ivan Raykoff, Robert Dean Tobin (Hrsg.): A Song for Europe. Popular Music and Politics in the European Song Contest. Abingdon 2007.[46]
    • Christiane Graf: germany: zero points, Nationale Befindlichkeiten beim Eurovision Song Contest. In: prager frühling 05.
    • Irving Wolther: Musikwettbewerb vs. Wettbewerbsmusik: Das Dilemma des Eurovision Song Contests. In: Beiträge zur Popularmusikforschung, Bd. 33, 2005, S. 101–111 (uni-giessen.de).
    • Tony Brown, Paul Gambaccini, Jonathan Rice, Tim Rice: The Complete Eurovision Song Contest Companion. Pavilion Books, London 1998, ISBN 1-86205-167-4 (160 Seiten plus 8 Bildseiten, Buchformat: Groß-Oktav, Sprache: Englisch, Thema: internationale Finals von 1956 bis 1997, Vorwort von Terry Wogan).
    • Holger Burandt: Der Weg zum Grand Prix Eurovision de la Chanson. Eigenverlag, ohne Ort 1999, ISBN 3-9804141-5-9 (140 Seiten, keine Abbildungen, Buchformat: Oktav, Sprache: Deutsch, Thema: deutsche Vorentscheidungen von 1956 bis 1999).
    • Jørgen de Mylius: Det danske Melodi Grand Prix. DR Multimedie, Kopenhagen 2001, ISBN 87-7047-967-4 (210 großformatige Seiten, durchgehend farbig bebildert, Buchformat: Klein-Quart, Sprache: Dänisch, Thema: dänische Vorentscheidungen von 1957 bis 2000).
    • Tschajk Freiberg: Tu te reconnaîtras – The Story of Eurovision. Eigenverlag, Bergen 2006 (500 großformatige, in Leder gebundene Seiten, durchgehend farbig bebildert, Buchformat: Quart, Sprache: Deutsch, Hauptthemen: Internationale Finals und deutsche Vorentscheidungen von 1956 bis 2005, incl. Bonus-DVD mit einem 4-Minuten-Track).
    • Henk Langerak: Muziek op punten – Muziek in 44 jaar Eurovisie Songfestival. Autorenrechtsvereinigung Buma/Stemra, Amstelveen 1999 (40 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Buchformat: Oktav, Sprache: Niederländisch, Thema: allgemeiner Überblick von 1956 bis 1999 mit Schwerpunkt Niederlande).
    • Leif Thorsson: Melodifestivalen genom tiderna. Premium Förlag, Stockholm 1999, ISBN 91-89136-00-4 (360 großformatige Seiten, durchgehend farbig bebildert, Buchformat: Quart, Sprache: Schwedisch, Themen: schwedische Vorentscheidungen und internationale Finals von 1958 bzw. 1956 bis 1999, incl. Bonus-CD mit 18 Tracks).

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Eurovision Song Contest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
      Wikinews: Eurovision Song Contest – in den Nachrichten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Eurovision Song Contest. In Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon. 2005, online abgerufen am 4. Januar 2015.
    2. Lexie Cartwright: Why Australia gets a spot in Eurovision each year. In: news.com.au. 17. Mai 2019, abgerufen am 17. Mai 2019 (englisch).
    3. Barbara Dürnberger: Wer zahlt, schafft an: die "Big Five". In: Wiener Zeitung. 21. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2019.
    4. Turkey: No return to the Eurovision Song Contest in 2017?
    5. Australien nimmt erstmals am Wettbewerb teil. oe3.orf.at; abgerufen am 10. Februar 2015
    6. Song Contest 2016: Australien nimmt wieder teil
    7. NDR: Häufige Fragen rund um den ESC. Abgerufen am 10. Mai 2017.
    8. Lebanon withdraws from Eurovision
    9. Georgien fährt nicht nach Moskau. In: Kölner Stadt-Anzeiger. Abgerufen 17. März 2009.
    10. 39 countries to take part in Eurovision 2013. eurovision.tv, 21. Dezember 2012, abgerufen am 14. März 2014 (englisch).
    11. Dieter Bohlen will ARD beim nächsten Grand Prix helfen. In: Berliner Morgenpost, 24. Mai 2009, nach dpa.
    12. Alex Christensen. Jetzt rechnet er mit dem Grand Prix ab. In: Bild, am 24. Mai 2009 ALEX CHRISTENSEN – Jetzt rechnet er mit dem Grand Prix ab (Memento vom 25. Juni 2010 im Internet Archive)
    13. Raab darf wohl doch den Grand Prix aufhübschen. derwesten.de, 21. Mai 2009.
    14. Rules of the 2003 Eurovision Song Contest (Memento des Originals vom 14. April 2003 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ebu.ch (PDF; 184 kB), Article XV.1
    15. Eurovision.tv: Reference Group Gathered in Belgrade.
    16. NDR berichtet vom EBU-Treffen in Belgrad Ende August 2010 (Memento vom 24. November 2010 im Internet Archive)
    17. Rules for the Eurovision Song Contest 2012 (Englisch, PDF; 150 kB) In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion. S. 4. Abgerufen am 3. Juni 2012.
    18. eurovision.tv: Offizielle Regeln des 60. Eurovision Song Contests (Memento des Originals vom 30. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurovision.tv (pdf, 447 KB), Abschnitt 1.4 „Procedure in case of a tie in the Semi-Finals or in the Final“ (englisch), abgerufen am 24. Mai 2015
    19. europaeische-musikwissenschaft.eu (PDF)
    20. Eurovision votes 'farce' attack
    21. Regeländerungen bei eurovision.tv.
    22. Neuregelung 2009 bei ecgermany.de.
    23. Jury soll „Ostblockmafia“ knacken. stern.de.
    24. Guildo Horn sitzt in neuer Eurovision-Jury. (Memento des Originals vom 26. Februar 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.n24.de n24.de.
    25. Eurovision Song Contest wieder mit Jury. tagesspiegel.de.
    26. Märchenerzähler schlägt Sexbombe. Spiegel Online.
    27. „Spaß-Jury“ vergibt deutsche Punkte. stern.de.
    28. Results Televoting Only (Memento des Originals vom 7. August 2012 auf WebCite)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurovision.tv (PDF; 65 kB) eurovision.tv.
    29. Results Televoting & Jury Mixed (50/50) (Memento des Originals vom 6. August 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurovision.tv (PDF; 70 kB) eurovision.tv.
    30. Originalregeln 2010 (Memento des Originals vom 15. Februar 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurovision.tv (PDF; 89 kB; englisch).
    31. Regeln 2010 zusammengefasst vom NDR (Memento vom 20. Januar 2011 im Internet Archive)
    32. EBU restores televoting Window as from 2012. Eurovision.tv, abgerufen 2. Juli 2011.
    33. Schwere Vorwürfe nach dem ESC 2013 - Wurden Stimmen gekauft? n-tv.de
    34. eurovision.tv, Montenegro in the Eurovision Song Contest 2014 Grand Final (Memento des Originals vom 14. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurovision.tv
    35. Ergebnisse der Wettbewerbe seit 2014 Eurovision.tv, abgerufen 21. Mai 2014.
    36. Radikale Änderung beim Voting zum ESC auf eurovision.de
    37. eurovision.tv: Subtle but significant: EBU changes weight of individual jury rankings. In: eurovision.tv. 27. April 2018, abgerufen am 27. April 2018 (englisch).
    38. Renske ten Veen: Eurovision 2018: EBU unveils slightly tweaked method to calculate jury scores. In: wiwibloggs.com. 27. April 2018, abgerufen am 27. April 2018 (englisch).
    39. Thomas O’Neil: The Grammys – The Ultimate Unofficial Guide to Music’s Highest Honor, A Variety Book, USA 1999, S. 210.
    40. a b Catherine Baker: ‘The Gay World Cup’?: the Eurovision Song Contest, LGBT equality and human rights after the Cold War. 4. April 2014, abgerufen am 14. Mai 2016.
    41. Carl F. Stychin: Queer/Euro Visions. In: Mireille Rosello, Sudeep Dasgupta (Hrsg.): What’s Queer about Europe?: Productive Encounters and Re-enchanting Paradigms. Oxford University Press, 2014, S. 171–188.
    42. Brian Singleton, Karen Fricker, Elena Moreo: Performing the queer network. Fans and families at the Eurovision Song Contest. In: SQS. Band 2, Nr. 2, 2007, S. 12–24 (tsv.fi [abgerufen am 14. Mai 2016]).
    43. Jessica Carniel: Skirting the issue: finding queer andgeopolitical belonging at theEurovision Song Contest. In: Contemporary Southeastern Europe. Band 2, Nr. 1, 2015 (edu.au [PDF; abgerufen am 14. Mai 2016]).
    44. Eurovision’s Greatest Hits: Lineup complete, tickets sell out in minutes. In: escunited.com. 6. Februar 2015, abgerufen am 6. Februar 2015.
    45. eurovoix.com Eurovision’s Greatest Hits: Riverdance to perform
    46. Stefan Troebst: Rezension zu: Ivan Raykoff, Robert Dean Tobin, (Hrsg.): A Song for Europe. Popular Music and Politics in the European Song Contest. Abingdon 2007. In: H-Soz-u-Kult, 25. Februar 2010.