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Eurovision Song Contest 1962

siebte Ausgabe des europäischen Musikwettbewerbs

Der 7. Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne, so die offizielle Bezeichnung in diesem Jahr, fand am 18. März 1962 in der Villa Louvigny in Luxemburg statt. Mireille Delannoy moderierte die Veranstaltung.

7. Eurovision Song Contest
ESC 1962 Logo.PNG
Datum 18. März 1962
Austragungsland LuxemburgLuxemburg Luxemburg
Austragungsort Villa Louvigny, 2008
Villa Louvigny, Luxemburg
Austragender Fernsehsender CLT
Moderation Mireille Delannoy
Pausenfüller Achille Zavatta
Teilnehmende Länder 16
Gewinner FrankreichFrankreich Frankreich
Abstimmungsregel In jedem Land vergab eine Jury 1, 2 und 3 Punkte an die drei besten Titel.
FrankreichFrankreich ESC 1961Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ESC 1963

BesonderheitenBearbeiten

 
Die Teilnehmer Ronnie Carroll (hinten), De Spelbrekers und Cornelia Froboess

Siegerin wurde Isabelle Aubret, die Frankreich mit dem Lied Un premier amour vertrat. Der österreichische Beitrag Nur in der Wiener Luft erreichte neben drei anderen Beiträgen den letzten Platz mit null Punkten. Der Beitrag aus der Schweiz, Le Retour, erreichte Platz 10.

Eine Folge des neuen Abstimmungsverfahren war es, dass vier Lieder zum ersten Mal keine Punkte erhielten. Es waren die Beiträge aus Belgien, den Niederlanden, Österreich und Spanien.[1]

Für Deutschland schickte man den Siegertitel der Deutschen Schlager-Festspiele 1962 in Baden-Baden, Zwei kleine Italiener mit Conny Froboess, ins Rennen. Der deutsche Beitrag erreichte mit neun Punkten, davon jedoch keinen aus Italien, den sechsten Rang. Dennoch wurde der Titel zu einem Millionenhit und ist heute noch ein beliebter Evergreen, der im folgenden Zeitraum international punkten konnte.

TeilnehmerBearbeiten

 
  • Teilnehmende Länder
  • Beim siebten Eurovision Song Contest nahmen wieder sechzehn Länder teil.

    AbstimmungsverfahrenBearbeiten

    Nachdem vor allem der Hessische Rundfunk kritisierte, dass immer die gleichen Länder gewinnen, wurde das Abstimmungsverfahren geändert. Die Jurys ermittelten zunächst intern eine Reihenfolge. Dann wurden nur die Punkte der ersten Drei öffentlich übermittelt – dabei erhielt das beste Lied 3, das zweitbeste Lied 2 und das drittbeste Lied einen Punkt.[1]

    PlatzierungenBearbeiten

    Platz Startnr. Land Interpret Titel
    (M = Musik; T = Text)
    Sprache Übersetzung Punkte Bild
    01. 09 Frankreich  Frankreich Isabelle Aubret Un premier amour
    M: Claude-Henri Vic; T: Roland Stephane Valade
    Französisch Eine erste Liebe 26  
    02. 16 Monaco  Monaco François Deguelt Dis rien
    M: Henri Salvador; T: René Rouzaud
    Französisch Sag nichts 13  
    03. 14 Luxemburg  Luxemburg Camillo Felgen Petit bonhomme
    M: Jacques Datin; T: Maurice Vidalin
    Französisch Du kleiner Mann 11  
    04. 12 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien Lola Novaković
    Лола Новаковић
    Ne pali svetla u sumrak
    (Не пали светла у сумрак)
    M: Jože Privšek; T: Dragutin Britvić
    Serbisch Mach das Licht nicht an in der Dämmerung 10  
    04. 13 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Ronnie Carroll Ring-a-Ding Girl
    M: Syd Cordell; T: Stan Butcher
    Englisch Klingeling-Mädchen 10  
    06. 07 Deutschland Bundesrepublik  BR Deutschland Cornelia Froboess Zwei kleine Italiener
    M: Christian Bruhn; T: Georg Buschor
    Deutsch 09  
    07. 01 Finnland  Finnland Marion Rung Tipi-tii
    M/T: Kari Tuomisaari, Jaakko Salo
    Finnisch Tschirp-tschirp 04  
    07. 06 Schweden  Schweden Inger Berggren Sol och vår
    M/T: Åke Gerhard, Ulf Kjellqvist
    Schwedisch Sonne und Frühling 04  
    09. 15 Italien  Italien Claudio Villa Addio, addio
    M: Domenico Modugno; T: Franco Migliacci
    Italienisch Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen 03  
    10. 05 Danemark  Dänemark Ellen Winther Vuggevise
    M: Kjeld Bonfils; T: Sejr Volmer-Sørensen
    Dänisch Wiegenlied 02  
    10. 10 Norwegen  Norwegen Inger Jacobsen Kom sol, kom regn
    M: Kjell Karlsen; T: Ivar Andersen
    Norwegisch Kommt Sonne, kommt Regen 02  
    10. 11 Schweiz  Schweiz Jean Philippe Le retour
    M: Géo Voumard; T: Émile Gardaz
    Französisch Die Rückkehr 02  
    13. 02 Belgien  Belgien Fud Leclerc Ton nom
    M: Eric Channe; T: Tony Golan
    Französisch Dein Name 00  
    13. 03 Spanien 1945  Spanien Víctor Balaguer Llámame
    M: Mario Selles; T: Miguel Portoles
    Spanisch Ruf mich 00  
    13. 04 Osterreich  Österreich Eleonore Schwarz Nur in der Wiener Luft
    M/T: Bruno Uher
    Deutsch 00  
    13. 08 Niederlande  Niederlande De Spelbrekers Katinka
    M: Joop Stokkermans; T: Henny Hamhuis, Lodewijk Post
    Niederländisch 00  

    PunktevergabeBearbeiten

    Erhaltendes Land Vergebendes Land
    Land Insg. Monaco  MON Italien  ITA Luxemburg  LUX Vereinigtes Konigreich  GBR Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  YUG Schweiz  SUI Norwegen  NOR Frankreich  FRA Niederlande  NED Deutschland Bundesrepublik  GER Schweden  SWE Danemark  DEN Osterreich  AUT Spanien 1945  ESP Belgien  BEL Finnland  FIN
    Finnland  Finnland 04 3 1
    Belgien  Belgien 00
    Spanien 1945  Spanien 00
    Osterreich  Österreich 00
    Danemark  Dänemark 02 1 1
    Schweden  Schweden 04 1 3
    Deutschland Bundesrepublik  BR Deutschland 09 2 2 2 1 2
    Niederlande  Niederlande 00
    Frankreich  Frankreich 26 1 2 1 1 3 3 3 3 3 2 2 2
    Norwegen  Norwegen 02 2
    Schweiz  Schweiz 02 2
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien 10 3 3 2 1 1
    Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 10 2 2 2 1 3
    Luxemburg  Luxemburg 11 3 1 1 3 3
    Italien  Italien 03 2 1
    Monaco  Monaco 13 3 2 1 3 1 3

    *Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.

    Siehe auchBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. a b Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. 1. Auflage. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09350-7. S. 54.