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Eurovision Song Contest 1983

28. Ausgabe des europäischen Musikwettbewerbs

Der 28. Eurovision Song Contest fand am 23. April 1983 in der Rudi-Sedlmayer-Halle in München statt, da Deutschland im Vorjahr den 27. Eurovision Song Contest gewonnen hatte und damit zum ersten Mal überhaupt gewann. Somit war die Bundesrepublik nach Frankfurt am Main 1957 zum zweiten Mal Gastgeber des Contests.

28. Eurovision Song Contest
ESC 1983 logo.png
Datum 23. April 1983
Austragungsland Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland
Austragungsort Rudi-Sedlmayer-Halle

Rudi-Sedlmayer-Halle, München

Austragender Fernsehsender BR Dachmarke.svg für die ARD logo.svg
Moderation Marlène Charell
Pausenfüller Tanzeinlage von Marlène Charell
Teilnehmende Länder 20
Gewinner LuxemburgLuxemburg Luxemburg
Zurückkehrende Teilnehmer FrankreichFrankreich Frankreich,
GriechenlandGriechenland Griechenland,
ItalienItalien Italien
Zurückgezogene Teilnehmer IrlandIrland Irland
Abstimmungsregel In jedem Land vergibt eine Jury 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 Punkte und 1 Punkt an die zehn besten Lieder.
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ESC 1982LuxemburgLuxemburg ESC 1984

BesonderheitenBearbeiten

In diesem Jahr belegte Deutschland mit dem Titel Rücksicht, gesungen vom Duo Hoffmann & Hoffmann, Platz fünf. Das Lied hatten Michael Reinecke und Volker Lechtenbrink geschrieben. Österreich und Westends Hurricane wurden Neunte, Io così non ci sto, der Schweizer Beitrag von Mariella Farré, belegte Platz fünfzehn.

Gewinner wurde Si la vie est cadeau von Corinne Hermès aus Luxemburg mit 6 Punkten Vorsprung vor der Zweitplatzierten Ofra Haza, die im Anschluss eine internationale Karriere startete. Zwei Länder gingen diesmal ohne Punkte für ihren Beitrag nach Hause, nämlich die Türkei und Spanien.

Marlène Charell moderierte den Wettbewerb durchgehend in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Französisch), so dass die Sendezeit überzogen wurde.[1]

TeilnehmerBearbeiten

 
  • Teilnehmende Länder
  • Länder, die bereits an einem früheren ESC teilgenommen hatten, aber nicht im Jahr 1983
  • Nachdem Frankreich, Italien und Griechenland im Vorjahr nicht teilgenommen hatten, waren sie in diesem Jahr wieder dabei. Erstmals seit seiner ersten Teilnahme fehlte allerdings Irland, so dass 20 Länder teilnahmen. Folgende Interpreten kehrten zum Wettbewerb zurück:

    Land Interpret Vorheriges Teilnahmejahr
    Frankreich  Frankreich Guy Bonnet 1970
    Norwegen  Norwegen Anita Skorgan (Backingsängerin von Jahn Teigen) 1977, 1979, 1982
    Jahn Teigen 1978, 1982

    AbstimmungsverfahrenBearbeiten

    In jedem Land gab es eine elfköpfige Jury, die zunächst die zehn besten Lieder intern ermittelten. Danach vergaben die einzelnen Jurys 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 Punkte und 1 Punkt an diese zehn besten Lieder.

    PlatzierungenBearbeiten

    Platz Startnr. Land Interpret Titel
    (M = Musik; T = Text)
    Sprache Übersetzung Punkte
    01. 20 Luxemburg  Luxemburg Corinne Hermès Si la vie est cadeau
    M: Jean-Pierre Millers; T: Alain Garcia
    Französisch Wenn das Leben ein Geschenk ist 142
    02. 16 Israel  Israel Ofra Haza
    עפרה חזה
    Hi
    (חי)
    M: Avi Toledano; T: Ehud Manor
    Hebräisch Lebendig 136
    03. 04 Schweden  Schweden Carola Främling
    M: Lasse Holm; T: Monica Forsberg
    Schwedisch Fremder 126
    04. 12 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien Daniel Džuli
    M: Milan Popović; T: Mario Mihaljević
    Kroatisch Julie 125
    05. 14 Deutschland Bundesrepublik  BR Deutschland Hoffmann & Hoffmann Rücksicht
    M: Michael Reinecke; T: Volker Lechtenbrink
    Deutsch 094
    06. 03 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Sweet Dreams I’m Never Giving Up
    M/T: Ron Roker, Jan Pulsford, Phil Wigger
    Englisch Ich gebe niemals auf 079
    07. 11 Niederlande  Niederlande Bernadette Sing Me a Song
    M: Piet Souer; T: Martin Duiser
    Niederländischa. Sing mir ein Lied vor 066
    08. 01 Frankreich  Frankreich Guy Bonnet Vivre
    M: Guy Bonnet; T: Fulbert Cant
    Französisch Leben 056
    09. 18 Osterreich  Österreich Westend Hurricane
    M: Peter Vieweger; T: Heli Deinboek, Heinz Nessizius
    Deutsch 053
    10. 02 Norwegen  Norwegen Jahn Teigen Do re mi
    M: Anita Skorgan, Jahn Teigen; T: Jahn Teigen, Herodes Falsk
    Norwegisch 053
    11. 05 Italien  Italien Riccardo Fogli Per Lucia
    M: Maurizio Fabrizio; T: Riccardo Fogli, Vincenzo Spampinato
    Italienisch Für Lucia 041
    12. 09 Finnland  Finnland Ami Aspelund Fantasiaa
    M: Kari Kuusamo; T: Kaisu Liuhala
    Finnisch Fantasie 041
    13. 17 Portugal  Portugal Armando Gama Esta balada que te dou
    M/T: Armando Gama
    Portugiesisch Diese Ballade, die ich dir gebe 033
    14. 10 Griechenland  Griechenland Christie Stasinopoulou
    Κρίστυ Στασινοπούλου
    Mou les
    (Μου λες)
    M: Antonis Plessas; T: Sofia Fildisi
    Griechisch Du sagst mir 032
    15. 08 Schweiz  Schweiz Mariella Farré Io così non ci sto
    M: Thomas Gonzenbach, Remo Kessler; T: Nella Martinetti
    Italienisch Ich bin damit nicht einverstanden 028
    16. 13 Zypern 1960  Zypern Stavros and Dina
    Σταύρος και Δήνα
    I agapi akoma zi
    (Η αγάπη ακόμα ζει)
    M/T: Stavros Sideras
    Griechisch Die Liebe lebt immer noch 026
    17. 15 Danemark  Dänemark Gry Johansen Kloden drejer
    M: Flemming Gernyx, Lars Christensen, Christian Jacobsen; T: Christian Jacobsen, Flemming Gernyx, Billy Cross
    Dänisch Die Welt dreht sich 016
    18. 19 Belgien  Belgien Pas de deux Rendez-vous
    M: Walter Verdin; T: Paul Peyskens, Walter Verdin
    Niederländisch Verabredung 013
    19. 07 Spanien  Spanien Remedios Amaya ¿Quién maneja mi barca?
    M: José Miguel Evóras; T: Isidro Muñoz
    Spanisch Wer segelt mein Boot? 000
    20. 06 Turkei  Türkei Çetin Alp and the Short Waves Opera
    M: Buğra Uğur; T: Aysel Gürel
    Türkisch Oper 000
    a. mit englischem Titel

    PunktevergabeBearbeiten

    Erhaltendes Land Vergebendes Land
    Land Insg. Frankreich  FRA Norwegen  NOR Vereinigtes Konigreich  GBR Schweden  SWE Italien  ITA Turkei  TUR Spanien  ESP Schweiz  SUI Finnland  FIN Griechenland  GRE Niederlande  NED Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  YUG Zypern 1960  CYP Deutschland Bundesrepublik  GER Danemark  DEN Israel  ISR Portugal  POR Osterreich  AUT Belgien  BEL Luxemburg  LUX
    Frankreich  Frankreich 056 3 10 10 6 7 2 3 4 4 1 3 3
    Norwegen  Norwegen 053 5 3 6 8 1 8 4 6 3 7 2
    Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 079 5 5 12 2 5 8 5 5 6 3 5 2 10 6
    Schweden  Schweden 126 6 12 8 8 7 2 5 10 10 3 1 7 12 10 8 4 8 5
    Italien  Italien 041 7 2 4 3 1 2 8 1 6 7
    Turkei  Türkei 000
    Spanien  Spanien 000
    Schweiz  Schweiz 028 1 7 1 7 6 1 5
    Finnland  Finnland 041 1 2 6 3 4 8 7 7 2 1
    Griechenland  Griechenland 032 3 12 5 12
    Niederlande  Niederlande 066 2 7 1 6 4 2 12 3 5 5 2 4 3 4 2 4
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien 125 8 12 1 12 10 12 6 7 8 6 12 10 1 12 8
    Zypern 1960  Zypern 026 4 1 6 5 1 5 4
    Deutschland Bundesrepublik  BR Deutschland 094 10 10 7 8 6 2 4 1 10 3 8 7 6 12
    Danemark  Dänemark 016 2 7 1 4 2
    Israel  Israel 136 8 6 10 5 3 6 7 7 3 12 10 10 7 10 12 10 10
    Portugal  Portugal 033 4 1 5 6 2 6 2 7
    Osterreich  Österreich 053 3 4 5 10 4 4 4 3 6 2 5 3
    Belgien  Belgien 013 4 8 1
    Luxemburg  Luxemburg 142 12 10 12 8 7 3 8 12 1 12 10 8 2 12 12 5 8

    * Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.

    Statistik der Zwölf-Punkte-VergabeBearbeiten

    Anzahl Land erhalten von
    6 Luxemburg  Luxemburg Frankreich, Griechenland, Israel, Italien, Jugoslawien, Portugal
    5 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien Belgien, Dänemark, Finnland, Türkei, Vereinigtes Königreich
    2 Griechenland  Griechenland Spanien, Zypern
    Israel  Israel Niederlande, Österreich
    Schweden  Schweden Deutschland, Norwegen
    1 Deutschland  Deutschland Luxemburg
    Niederlande  Niederlande Schweiz
    Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Schweden

    Siehe auchBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. 1. Auflage. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09350-7. S. 206.