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Eurovision Song Contest 2005

50. Ausgabe des europäischen Musikwettbewerbs

Der 50. Eurovision Song Contest fand am 19. und 21. Mai 2005 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Gewinnerin wurde Elena Paparizou, die für Griechenland mit dem Lied My Number One antrat.

50. Eurovision Song Contest
ESC 2005 Logo.svg
Motto 'Awakening'
Datum 19. Mai 2005 (Halbfinale)
21. Mai 2005 (Finale)
Austragungsland UkraineUkraine Ukraine
Austragungsort Дворец спорта (Киев).JPG
Sportpalast Kiew, Kiew
Austragender Fernsehsender NTU
Moderation Maria Efrosinina und Pawlo Schilko
Pausenfüller Ruslana mit The Same Star;
Das Kiew Perkussion Ensemble ARS NOVA; Anatoli Salewski
Teilnehmende Länder 39
Gewinner GriechenlandGriechenland Griechenland
Erstmalige Teilnahme BulgarienBulgarien Bulgarien,
Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau
Zurückkehrende Teilnehmer UngarnUngarn Ungarn
Abstimmungsregel Die Zuschauer bestimmten per TED, wie das Land 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und einen Punkt an die zehn besten Lieder vergibt.
TurkeiTürkei ESC 2004GriechenlandGriechenland ESC 2006

Veranstaltungsort war der Sportpalast Kiew (Palats Sportu) in der Innenstadt. Präsentiert wurden die Sendungen von den Moderatoren Maria Efrosinina und Pawlo Schilko, der in der Ukraine unter seinem Künstlernamen DJ Pasha bekannt ist und im vorherigen Jahr die Wertung seines Landes verlas. Der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko und die ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko waren beim Finale persönlich anwesend. Das Televoting im Finale wurde von den aus der Ukraine stammenden Profiboxern Vitali Klitschko und Wladimir Klitschko eröffnet. Wladimir Klitschko und die Vorjahressiegerin Ruslana führten zudem Interviews im Greenroom und vergaben die Siegertrophäe. Darüber hinaus überreichte Präsident Juschtschenko der Gewinnerin persönlich ein Eurovisions-Zeichen aus 500 Gramm Gold.

BesonderheitenBearbeiten

Ruslana sollte eigentlich als Moderatorin auftreten, sagte aber am 4. Mai durch ihr Management ab. Begründet wurde dies offiziell damit, dass sie aufgrund einer Benefiz-Veranstaltung zwei Tage zuvor nicht in der Lage sei, sich ausreichend auf die Proben zu konzentrieren. Aus Kreisen des Veranstalters European Broadcasting Union heißt es jedoch, der wahre Grund sei die Kritik an Ruslanas mangelhaften englischen und französischen Sprachkenntnissen, die bei der Punktevergabe zu Irritationen führen könnten.

Die Ukraine nutzte die Gelegenheit, sich mit der Veranstaltung des Wettbewerbs als modernes europäisches Land zu präsentieren. Während der ganzen Woche vor dem Finale war das Zentrum von Kiew Ziel von Besuchern aus aller Welt, denen ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten wurde. Teilnehmer wie der Journalist und Grand-Prix-Experte Jan Feddersen sagten, diese vielfältigen Themenparties und Club-Auftritte der Künstler wären das eigentliche Erlebnis des Events gewesen. Auf Großbildleinwänden wurde der Wettbewerb abends live auf den Maidan Nesaleschnosti übertragen.

Die Teilnahme der Sängerin Gracia für Deutschland war umstritten, da ihr Produzent David Brandes zugeben musste, dass er den Titel Run & Hide durch gezielte CD-Aufkäufe in die Hitparaden gepusht hatte. Er wurde daraufhin von der deutschen Delegation ausgeschlossen. Er hatte aber ebenfalls den Beitrag der estnischen Girlgroup Vanilla Ninja komponiert und reiste als Mitglied der Schweizer Delegation an.

Die Großen Vier belegten im Finale allerdings die letzten vier Plätze und wären ohne ihren Sonderstatus für das Finale des Eurovision Song Contest 2006 nicht qualifiziert gewesen.

In diesem Jahr wurde der von einer Fanseite initiierte Barbara Dex Award zum neunten Mal vergeben. Mit diesen nicht ganz ernst zu nehmenden Preis soll das „schlechteste“ Outfit des Wettbewerbes ausgezeichnet werden. Der diesjährige Gewinner war Martin Vucic aus Mazedonien.

TeilnehmerBearbeiten

 
  • Länder im Finale
  • Länder, die das Finale nicht erreichten
  • Länder, die in der Vergangenheit am Eurovision Song Contest teilgenommen haben, jedoch nicht 2005
  • Mit 39 teilnehmenden Ländern war der Eurovision Song Contest 2005 die zum damaligen Zeitpunkt zahlenmäßig größte Veranstaltung im Rahmen dieses Wettbewerbs. Bulgarien und Moldau nahmen das erste Mal am Wettbewerb teil. Ungarn kehrte zurück.

    Wie im Vorjahr gab es zwei Tage vor dem Finale ein Halbfinale, aus der die zehn Erstplatzierten das Finale erreichen. Vierzehn weitere Länder waren bereits für die Endrunde qualifiziert: die Bestplatzierten des Vorjahres sowie die Großen Vier der European Broadcasting Union (Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Spanien).

    Folgende Interpreten kehrten zum Wettbewerb zurück:

    Land Interpret Vorheriges Teilnahmejahr
    Griechenland  Griechenland Elena Paparizou 2001 (als Mitglied von Antique)
    Island  Island Selma 1999
    Malta  Malta Chiara 1998
    Zypern 1960  Zypern Constantinos Christoforou 1996, 2002 (als Mitglied von One)

    AbstimmungsverfahrenBearbeiten

    Seit 2004 werden die Punkte in allen Ländern mit dem Televoting-Verfahren ermittelt. In fast allen Teilnehmerländer wurden bereits in der Vergangenheit auch die Fernsehzuschauer an der Punktevergabe beteiligt. Das Lied mit den meisten Stimmen erhielt zwölf Punkte, das mit den zweitmeisten zehn Punkte. Die nachfolgend platzierten Songs wurden mit acht Punkten bis hinunter zu einem Punkt gewertet.

    Alle 39 teilnehmenden Länder stimmten sowohl im Halbfinale wie auch im Finale ab. Im Halbfinale wurden am Ende lediglich die zehn Länder, die ins Finale kommen, in willkürlicher Reihenfolge bei der Nennung der Sieger genannt; im Finale wurden die Ergebnisse der einzelnen Abstimmungen traditionsgemäß per Liveschaltung in die jeweiligen Länder verlesen. Dabei gaben zunächst die nicht-qualifizierten Länder in der Reihenfolge der Halbfinal-Auftritte ihre Punkte ab, gefolgt von den 24 qualifizierten Ländern entsprechend der Startreihenfolge im Finale.

    HalbfinaleBearbeiten

    Die folgenden 25 Länder nahmen am 19. Mai am Halbfinale teil. Die Startreihenfolge wurde am 21. März ausgelost. Für das Finale konnten sich die grün markierten Länder qualifizieren.

    Platz Startnr. Land Interpret Lied
    Musik (M) und Text (T)
    Sprache Übersetzung
    (Inoffiziell)
    Punkte
    01. 14 Rumänien  Rumänien Luminița Anghel & Sistem Let Me Try
    M/T: Cristian Faur
    Englisch Lass es mich versuchen 235
    02. 04 Moldau Republik  Moldau Zdob și Zdub Bunica bate doba
    M: Mihai Gîncu; T: Roman Iagupov
    Englisch, Rumänisch Großmama haut auf die Pauke 207
    03. 24 Danemark  Dänemark Jakob Sveistrup Talking to You
    M/T: Andreas Mørck, Jacob Launbjerg
    Englisch Spreche mit dir 185
    04. 20 Kroatien  Kroatien Boris Novković feat. Lado members Vukovi umiru sami
    M: Franjo Valentić; T: Boris Novković
    Kroatisch Wölfe sterben einsam 169
    05. 15 Ungarn  Ungarn NOX Forogj világ
    M: Szabolcs Harmath; T: Attila Valla
    Ungarisch Dreh dich, Erde 167
    06. 13 Norwegen  Norwegen Wig Wam In My Dreams
    M/T: Trond Holter
    Englisch In meinen Träumen 164
    07. 07 Israel  Israel Shiri Maimon
    שירי מימון
    Hasheket shenish'ar (The Silence That Remains)
    (השקט שנשאר (The Silence That Remains))
    M: Pini Aaronbayev; T: Eyal Shahar, Pini Aaronbayev, Ben Green
    Hebräisch, Englisch Die stille, die bleibt 158
    08. 19 Schweiz  Schweiz Vanilla Ninja Cool Vibes
    M: David Brandes, Jane Tempest; T: John O’Flynn
    Englisch 128
    09. 17 Mazedonien 1995  Mazedonien Martin Vučić
    Мартин Вучиќ
    Make My Day
    M: Dragan Vučić; T: Branka Kostić
    Englisch Rette meinen Tag 097
    10. 05 Lettland  Lettland Valters & Kaža The War Is Not Over
    M/T: Mārtiņš Freimanis
    Englisch Der Krieg ist nicht vorbei 085
    11. 25 Polen  Polen Ivan & Delfin Czarna dziewczyna
    M: Łukasz Lazer; T: Michał Szymański, Ivan Komarenko
    Polnisch, Russisch Schwarzes Mädchen 081
    12. 23 Slowenien  Slowenien Omar Naber Stop
    M: Omar Naber, Urša Vlašič; T: Omar Naber
    Slowenisch Stopp 069
    13. 08 Weissrussland 1995  Weißrussland Anschalika Ahurbasch
    Анжалікі Агурбаш
    Love Me Tonight
    M: Nikos Terzis; T: Nektarios Tirakis
    Englisch Lieb mich heute Nacht 067
    14. 09 Niederlande  Niederlande Glennis Grace My Impossible Dream
    M: Robert D. Fisher; T: Bruce Smith
    Englisch Mein unmöglicher Traum 053
    14. 22 Irland  Irland Donna & Joe Love?
    M/T: Karl Broderick
    Englisch Liebe? 053
    16. 10 Island  Island Selma If I Had Your Love
    M: Þorvaldur Bjarni Þorvaldsson, Vignir 'Viggi' Snær Vigfússon; T: Selma Björnsdóttir, Linda Thompson
    Englisch Wenn Du mich lieben würdest 052
    17. 03 Portugal  Portugal 2B Amar
    M: Ernesto Leite, José Da Ponte; T: Ernesto Leite, Alexandre Honrado, José Da Ponte
    Portugiesisch, Englisch Lieben 051
    18. 16 Finnland  Finnland Geir Rönning Why
    M: Mika Toivanen; T: Steven Stewart
    Englisch Warum 050
    19. 21 Bulgarien  Bulgarien Kaffe
    Каффе
    Lorraine
    M: Vesselin Vesselinov-Eko; T: Vesselin Vesselinov-Eko, Orlin Pavlov
    Englisch 049
    20. 12 Estland  Estland Suntribe Let’s Get Loud
    M/T: Sven Lõhmus
    Englisch Lasst uns laut werden 031
    21. 01 Osterreich  Österreich Global.Kryner Y así
    M: Edi Köhldorfer; T: Christof Spörk
    Englisch, Spanisch Und so 030
    22. 11 Belgien  Belgien Nuno Resende Le grand soir
    M/T: Alec Mansion, Frédéric Zeitoun
    Französisch Der große Abend 029
    23. 18 Andorra  Andorra Marian van de Wal La mirada interior
    M: Rafael Artesero Herrero; T: Rafael Artesero Herrero, Rafael Fernández, Daniel Aragay
    Katalanisch Der Blick ins Innere 027
    24. 06 Monaco  Monaco Lise Darly Tout de moi
    M/T: Philippe Bosco
    Französisch Alles von mir 022
    25. 02 Litauen  Litauen Laura & the Lovers Little by Little
    M: Bobby Ljunggren; T: William 'Billy' Butt
    Englisch Schritt für Schritt 017

    Punktetafel (Halbfinale)Bearbeiten

    Die Punktevergabe wurde erst nach dem Finale veröffentlicht.

    Wettbewerber Abstimmungsergebnisse
    Punkte AT LT PT MD LV MC IL BY NL IS BE EE NO RO HU FI MK AD CH HR BG IE SI DK PL GB MT TR AL CY ES CS SE UA DE GR RU BA FR
    Österreich 30 7 6 10 5 1 1
    Litauen 17 8 5 4
    Portugal 51 10 12 5 12 12
    Moldau 207 8 10 8 10 10 10 8 4 5 1 12 6 3 10 4 6 3 7 6 5 12 3 8 1 6 12 6 12 6 5
    Lettland 85 12 4 6 7 2 10 3 7 6 6 5 12 2 2 1
    Monaco 22 2 10 10
    Israel 158 2 6 5 12 12 10 3 8 5 1 1 12 3 4 7 4 4 6 6 6 7 3 4 3 5 3 8 8
    Weißrussland 67 3 3 1 2 6 12 1 7 3 7 4 8 10
    Niederlande 53 8 5 12 1 5 2 4 6 2 8
    Island 52 10 4 8 6 10 3 2 7 2
    Belgien 29 12 3 6 1 7
    Estland 31 5 1 12 1 6 1 2 3
    Norwegen 164 2 6 1 8 6 7 5 2 12 2 6 7 12 2 5 2 10 3 12 7 7 3 2 2 4 4 8 6 4 7
    Rumänien 235 10 10 12 7 12 3 8 5 8 1 7 12 4 5 4 4 1 5 8 1 7 8 8 10 7 12 12 5 5 1 7 12 3 5 6
    Ungarn 167 7 7 5 8 4 7 6 4 6 10 5 4 1 1 8 7 4 1 12 1 2 8 6 3 8 3 10 5 7 3 4
    Finnland 50 6 1 8 10 3 8 10 4
    Mazedonien 97 4 3 3 4 8 12 10 8 10 12 10 1 2 10
    Andorra 27 4 7 6 10
    Schweiz 114 1 8 2 7 2 3 8 6 12 2 2 3 10 3 3 3 2 5 2 5 1 5 2 4 6 3 2 2
    Kroatien 169 12 4 3 6 4 5 1 4 4 1 3 4 6 8 2 12 10 8 12 3 10 12 6 7 10 12
    Bulgarien 49 7 8 5 4 10 6 1 7 1
    Irland 53 2 5 10 2 5 1 2 12 5 4 1 4
    Slowenien 69 3 4 1 2 1 2 7 7 10 8 7 3 6 8
    Dänemark 185 6 7 5 2 10 12 10 7 7 12 3 7 8 8 7 6 12 10 10 4 8 12 5 2 4 1
    Polen 81 5 1 1 6 5 3 5 5 4 2 1 7 2 8 8 10 5 3

    Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Semifinale)Bearbeiten

    Anzahl Land erhalten von
    6 Rumänien  Rumänien Griechenland, Israel, Moldau, Spanien, Ungarn, Zypern
    5 Kroatien  Kroatien Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Österreich, Serbien und Montenegro, Slowenien
    4 Danemark  Dänemark Irland, Niederlande, Norwegen, Schweden
    Moldau Republik  Moldau Rumänien, Russland, Türkei, Ukraine
    3 Israel  Israel Andorra, Monaco, Weißrussland
    Norwegen  Norwegen Dänemark, Finnland, Island
    Portugal  Portugal Deutschland, Frankreich, Schweiz
    2 Lettland  Lettland Litauen, Malta
    Mazedonien 1995  Mazedonien Albanien, Kroatien
    1 Belgien  Belgien Niederlande
    Estland  Estland Lettland
    Irland  Irland Vereinigtes Königreich
    Niederlande  Niederlande Belgien
    Schweiz  Schweiz Estland
    Ungarn  Ungarn Polen
    Weissrussland 1995  Weißrussland Bulgarien

    FinaleBearbeiten

    Israel  Israel und Lettland  Lettland erreichten das erste Mal seit 2003 wieder das Finale. Die Schweiz  Schweiz und Danemark  Dänemark nahmen 2002 das letzte Mal teil: 2003 musste man eine Zwangspause einlegen. Alle vier scheiterten 2004 im Halbfinale. Ungarn  Ungarn nahm das erste Mal seit 1998 wieder teil und erreichte das Finale. Für Moldau Republik  Moldau war es die erste Finalteilnahme gleich beim Debüt.

    Platz Startnr. Land Interpret Lied
    Musik (M) und Text (T)
    Sprache Übersetzung
    (Inoffiziell)
    Punkte
    01. 19 Griechenland  Griechenland Elena Paparizou
    Έλενα Παπαρίζου
    My Number One
    M: Christos Dantis; T: Natalia Germanou, Christos Dantis
    Englisch Meine Nummer eins 230
    02. 03 Malta  Malta Chiara Angel
    M/T: Chiara Siracusa
    Englisch Engel 192
    03. 04 Rumänien  Rumänien Luminița Anghel & Sistem Let Me Try
    M/T: Cristian Faur
    Englisch Lass es mich versuchen 158
    04. 11 Israel  Israel Shiri Maimon
    שירי מימון
    Hasheket shenish'ar (The Silence That Remains)
    (השקט שנשאר (The Silence That Remains))
    M: Pini Aaronbayev; T: Eyal Shahar, Pini Aaronbayev, Ben Green
    Hebräisch, Englisch Die Stille, die bleibt 154
    05. 23 Lettland  Lettland Valters & Kaža The War Is Not Over
    M/T: Mārtiņš Freimanis
    Englisch Der Krieg ist nicht vorbei 153
    06. 07 Moldau Republik  Moldau Zdob și Zdub Bunica bate doba
    M: Mihai Gîncu; T: Roman Iagupov
    Englisch, Rumänisch Großmama haut auf die Pauke 148
    07. 12 Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro No Name Zauvijek moja
    M: Slaven Knezović; T: Milan Perić
    Montenegrinisch Für immer mein 137
    08. 22 Schweiz  Schweiz Vanilla Ninja Cool Vibes
    M: David Brandes, Jane Tempest; T: John O’Flynn
    Englisch 128
    09. 05 Norwegen  Norwegen Wig Wam In My Dreams
    M/T: Trond Holter
    Englisch In meinen Träumen 125
    09. 13 Danemark  Dänemark Jakob Sveistrup Talking to You
    M/T: Andreas Mørck, Jacob Launbjerg
    Englisch Spreche mit dir 125
    11. 18 Kroatien  Kroatien Boris Novković feat. Lado members Vukovi umiru sami
    M: Franjo Valentić; T: Boris Novković
    Kroatisch Wölfe sterben einsam 115
    12. 01 Ungarn  Ungarn NOX Forogj világ
    M: Szabolcs Harmath; T: Attila Valla
    Ungarisch Dreh dich, Erde 097
    13. 06 Turkei  Türkei Gülseren Rimi rimi ley
    M: Erdinç Tunç; T: Göksan Arman
    Türkisch 092
    14. 21 Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina Feminnem Call Me
    M/T: Andrej Babić
    Englisch Ruf mich an 079
    15. 20 Russland  Russland Natalja Podolskaja
    Наталья Подольская
    Nobody Hurt No One
    M: Wiktor Drobytsch; T: Mary Applegate, JP Järvinen
    Englisch Niemand verletzt niemanden 057
    16. 08 Albanien  Albanien Ledina Çelo Tomorrow I Go
    M: Adrian Hila; T: Pandi Laço, Sidorela Risto
    Englisch Morgen gehe ich 053
    17. 15 Mazedonien 1995  Mazedonien Martin Vučić
    Мартин Вучиќ
    Make My Day
    M: Dragan Vučić; T: Branka Kostić
    Englisch Rette meinen Tag 052
    18. 09 Zypern 1960  Zypern Constantinos Christoforou
    Κωνσταντίνος Χριστοφόρου
    Ela ela
    M/T: Constantinos Christoforou
    Englisch Komm, komm! 046
    19. 14 Schweden  Schweden Martin Stenmarck Las Vegas
    M/T: Niklas Edberger, Tobias Lundgren, Tim Larsson, Johan Fransson
    Englisch 030
    19. 16 Ukraine  Ukraine Greenjolly
    Ґринджоли
    Razom nas bahato (Разом нас багато)
    M: Roman Kalyn, Roman Kostyuk; T: Roman Kalyn, Roman Kostyuk, Mikola Kulinich
    Ukrainisch, Englisch Zusammen sind wir mehr 030
    21. 10 Spanien  Spanien Son de Sol Brujería
    M/T: Alfredo Panebianco
    Spanisch Hexerei 028
    22. 02 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Javine Touch My Fire
    M: John Themis; T: Javine Hylton
    Englisch Berühr mein Feuer 018
    23. 24 Frankreich  Frankreich Ortal Chacun pense à soi
    M/T: Ortal, Saad Tabainet
    Französisch Jeder denkt an sich 011
    24. 17 Deutschland  Deutschland Gracia Run & Hide
    M: David Brandes, Jane Tempest; T: John O’Flynn
    Englisch Rennen & verstecken 004

    Der Sieger und die grün markierten Länder waren direkt für das Finale im folgenden Jahr qualifiziert. Aufgrund der Absage Serbien-Montenegros im darauffolgenden Jahr rückte das elftplatzierte Kroatien automatisch nach und war so für das Finale 2006 qualifiziert.

    Punktetafel (Finale)Bearbeiten

    Wettbewerber Abstimmungsergebnisse
    Punkte AT LT PT MC BY NL IS BE EE FI AD BG IE SI PL HU GB MT RO NO TR MD AL CY ES IL CS DK SE MK UA DE HR GR RU BA CH LV FR
    Ungarn 97 2 2 6 2 3 6 5 10 8 6 7 5 8 6 1 2 6 2 3 1 3 3
    Vereinigtes Königreich 18 8 4 1 5
    Malta 192 5 2 5 5 5 4 8 4 8 10 1 5 10 2 10 8 4 6 7 10 10 6 10 8 4 8 12 3 5 7
    Rumänien 158 6 12 4 1 3 5 7 7 8 5 7 10 7 6 4 7 5 8 12 12 3 3 2 2 5 2 5
    Norwegen 125 5 4 1 12 3 8 12 2 1 4 4 8 5 5 3 3 3 1 2 12 8 6 4 3 6
    Türkei 92 7 12 10 3 1 3 8 8 4 10 8 6 12
    Moldau 148 2 10 10 7 8 1 6 6 3 3 4 2 2 12 7 2 4 4 5 5 12 1 1 7 10 4 8 2
    Albanien 53 3 2 8 12 2 10 5 10 1
    Zypern 46 10 3 12 1 7 1 12
    Spanien 28 8 12 4 4
    Israel 154 1 3 5 12 8 7 6 1 5 8 6 8 7 8 7 5 3 6 3 6 5 1 7 5 8 1 2 10
    Serbien und Montenegro 137 12 6 3 4 4 10 2 6 1 6 10 4 10 3 3 12 6 6 10 12 1 6
    Dänemark 125 4 1 10 8 10 4 5 2 3 7 5 6 8 3 4 12 10 3 10 6 4
    Schweden 30 3 6 1 5 2 7 6
    Mazedonien 52 1 7 5 5 10 7 8 7 2
    Ukraine 30 7 12 8 1 2
    Deutschland 4 2 2
    Kroatien 115 8 6 7 2 1 2 1 2 12 2 7 5 2 2 10 8 8 2 1 12 8 7
    Griechenland 230 4 1 3 10 2 12 3 4 12 2 2 1 12 12 6 10 4 12 4 12 12 8 7 12 2 12 7 12 5 4 6 7 8
    Russland 57 7 12 7 7 10 4 10
    Bosnien und Herzegowina 79 10 6 1 8 4 7 10 4 4 7 3 10 5
    Schweiz 128 8 4 8 10 7 12 10 1 3 6 6 3 1 3 4 2 1 5 5 4 3 3 7 12
    Lettland 153 12 6 6 3 5 10 4 10 12 7 4 1 6 10 8 12 1 6 6 3 1 7 7 1 5
    Frankreich 11 5 1 5
    Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge im Finale geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.

    Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Finale)Bearbeiten

    Anzahl Land erhalten von
    10 Griechenland  Griechenland Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Schweden, Serbien und Montenegro, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern
    3 Lettland  Lettland Irland, Litauen, Moldau
    Norwegen  Norwegen Dänemark, Finnland, Island
    Rumänien  Rumänien Israel, Portugal, Spanien
    Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro Kroatien, Österreich, Schweiz
    2 Kroatien  Kroatien Bosnien und Herzegowina, Slowenien
    Moldau Republik  Moldau Rumänien, Ukraine
    Schweiz  Schweiz Estland, Lettland
    Turkei  Türkei Frankreich, Niederlande
    Zypern 1960  Zypern Griechenland, Malta
    1 Albanien  Albanien Mazedonien
    Danemark  Dänemark Norwegen
    Israel  Israel Monaco
    Malta  Malta Russland
    Russland  Russland Weißrussland
    Spanien  Spanien Andorra
    Ukraine  Ukraine Polen

    Marcel-Bezençon-PreisBearbeiten

    Diesmal wurden die folgenden Preisträger für den Marcel-Bezençon-Preis ausgewählt:

    • Presse-Preis für den besten Song – Malta  MaltaAngel – Chiara
    • Künstler-Preis für den besten Interpreten – Griechenland  GriechenlandElena PaparizouMy Number One
    • Komponisten-Preis für die beste Komposition/Text – Serbien und Montenegro  Serbien und MontenegroSlaven Knezović (m) und Milan Perić (t)Zauvijek moja – No Name

    „We, the people of Eurovision …“Bearbeiten

    Erstmals in der Geschichte des ESC versuchten die Veranstalter mit einer Ausstellung anlässlich des Jubiläums neben der Musik auch weitere Kunstformen einzubinden. „We, the people of Eurovision …“ zeigte im Sportpalast vom 18. bis 21. Mai Fotografien und Skulpturen. Jedes Teilnehmerland konnte für beide Kategorien jeweils einen Künstler bestimmen. Für Deutschland stellte der Lüdenscheider Fotograf Dirk Jung eine Fotografie der Sängerin Gracia Baur aus. Eine Skulptur reichte Deutschland nicht ein.

    Kontroverse um den österreichischen Kandidaten und die Teilnahme LibanonsBearbeiten

    Alf Poier vertrat 2003 Österreich beim Eurovision Song Contest. Mit seinem Titel Weil der Mensch zählt erreichte er den 6. Platz, das beste Abschneiden für Österreich seit 1989. Sein Lied und seine Bühnenshow waren eine Parodie des Pop-Geschäfts.

    Im Februar 2005 wollte er ein zweites Mal beim Eurovision Song Contest antreten, doch in der österreich-internen Entscheidungs-Show (song.null.fünf) wurde er mit dem Lied Good Old Europe Is Dying mit 4 Punkten Abstand Zweiter. Allerdings wurde er dabei ein Opfer eines Wertungssystems, das die Stimmen ungleich gewichtete: Der Veranstalter ORF ließ die Zuschauer per Telefon und getrennt dazu per SMS abstimmen. Jedes Bundesland hatte gleich viele Punkte zu vergeben – ob das Burgenland oder das sechsmal so große Wien. Die gesamte Stimmabgabe über SMS zählte zusammen nur so viel wie ein einzelnes „zehntes“ Bundesland. Diese ungleiche Gewichtung brachte Poier mit rund 106.000 abgegebenen Stimmen auf Platz 2 hinter die Band Global Kryner, die zwar nur rund 60.000 Stimmen erhielt, aber im Gegensatz zu Poier hauptsächlich von Festnetzanrufern aus Vorarlberg und dem Burgenland mit höherem Stimmgewicht unterstützt wurde.

    Die ursprünglich geplante direkte Auswertung wurde erst wenige Tage vor der Abstimmung durch den beschriebenen indirekten Modus ersetzt; manche Interessierte fassten dies als gezieltes Manöver zur „Verhinderung“ des künstlerisch sperrigen und dezidiert nicht folkloristischen Poier auf.

    Alf Poiers Stellungnahme dazu:

    „Wer auf dieser Welt Gerechtigkeit fordert, ist ein Idiot!“
    „Wer auf dieser Welt Verständnis fordert, ist geistesgestört!“
    „Ich danke euch allen im Namen der Wahrheit!“
    „Alf Poier Platz 2 mit 106.000 Stimmen“
    „Global Kryner Platz 1 mit 60.000 Stimmen“
    „Euer geistesgestörter Idiot Alf Poier“

    Ursprünglich sollte auch der Libanon teilnehmen. Télé Liban hatte die Sängerin Aline Lahoud und das Lied Quand tout s’enfuit sogar schon als Beitrag des Landes ausgewählt. Der Sender sagte jedoch am 18. März 2005 die Teilnahme ab. Télé Liban begründete seinen Schritt damit, dass die Gesetzeslage des libanesischen Staates eine Übertragung des israelischen Beitrages unmöglich machen würde. Das ESC-Reglement fordert allerdings, dass die gesamte Sendung übertragen wird.

    AnmerkungenBearbeiten

    • Die „Big Four“ Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien landeten geschlossen auf den letzten vier Rängen.
    • 9 der 10 erfolgreichen Halbfinalisten platzierten sich unter den ersten 12 Teilnehmern. Auch Mazedonien auf Platz 17 erhielt im Finale mehr als 50 Punkte.
    • Moldau und Bulgarien nahmen zum ersten Mal teil. Bulgarien scheiterte allerdings im Halbfinale.
    • Die Tschechische Republik verschob eine mögliche Teilnahme, weil man sich für 2005 auf andere Projekte konzentrieren wollte.
    • Seit dem Eurovision Song Contest 2005 gilt für Bürger der EU und der Schweiz Visafreiheit für 90 Tage.[1][2]

    Siehe auchBearbeiten

    LiteraturBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. ukraina.at (Memento des Originals vom 31. Oktober 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ukraina.at
    2. ukraina.at (Memento des Originals vom 16. Oktober 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ukraina.at