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Bilanz

Flagge Sloweniens
Übertragende Rundfunkanstalt
RTVSLO
Erste Teilnahme
1993
Anzahl der Teilnahmen
25 (Stand 2019)
Höchste Platzierung
7 (1995, 2001)
Höchste Punktzahl
167 (2019 SF)
Niedrigste Punktzahl
5 (2004 SF)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
38,79 (Stand 2018)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
1,16 (Stand 2018)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Sloweniens als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Teilnahmen vor 1993Bearbeiten

Vor 1993 nahm Slowenien indirekt als Teilrepublik Jugoslawiens am Wettbewerb teil. Dabei wurden insgesamt sechs jugoslawische Beiträge vom damaligen slowenischen Sender TV Ljubljana gestellt.

Regelmäßigkeit der TeilnahmeBearbeiten

Slowenien nahm zum ersten Mal 1993 als unabhängiger Staat am ESC teil. Seitdem setzte das Land nie freiwillig aus; nur in den Jahren 1994 und 2000 qualifizierte man sich nicht und nahm somit nicht teil. Seit 2000 nimmt Slowenien regelmäßig teil. Jedoch standen die Teilnahmen für 2013 und 2014 aus finanziellen Gründen auf der Kippe, man sagte letztlich zu.

Erfolge im WettbewerbBearbeiten

Bei der ersten Teilnahme konnte sich das Land in der Vorrunde fürs Finale qualifizieren, landete dann aber auf einem 22. Platz. Im Folgejahr qualifizierte man sich nicht für das Finale und nahm somit nicht teil. 1995 erreichte Slowenien wie sechs Jahre später einen 7. Platz, das bislang beste Ergebnis für das Land. 1997 folgte noch ein 10. Platz, 2000 konnte man sich erneut nicht qualifizieren. Seit der Einführung des Halbfinale im Jahr 2004 konnte sich Slowenien nur sechs Mal für das Finale qualifizieren: 2007, 2011, 2014, 2015, 2018 und 2019. 2011 belegte man einen Platz in der vorderen Tabellenhälfte, nämlich einen 13. Platz mit 96 Punkten, was die bislang höchste Punktzahl Sloweniens darstellt. Während man sowie 2012 als auch 2013 an einer Qualifikation scheiterte und sogar 2013 im Halbfinale Letzter wurde, konnte man 2014 wieder das Finale erreichen, belegte aber nur einen vorletzten Platz. 2015 steigerte sich die Platzierung mit einem 5. Platz im Halbfinale und einem 14. Platz im Finale wieder. 2016 und 2017 schied man im Halbfinale aus, ehe 2018 wieder der Finaleinzug und ein 22. Platz gelang. Auch 2019 gelang der Einzug ins Finale.

Liste der BeiträgeBearbeiten

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Nationaler
Vorentscheid
Platz Punkte Platz Punkte
1993 1 x Band Tih deževen dan
M: Cole Moretti; T: Tomaž Kosec
Slowenisch Ein leiser, verregneter Tag 22 / 25 9 1 / 7 54 Slovenski izbor za Pesem Evrovizije 1993
1994 Nicht qualifiziert
1995 Darja Švajger Prisluhni mi
M: Primož Peterca, Sašo Fajon; T: Primož Peterca
Slowenisch Hör mir zu 7 / 23 84 Direkt für das Finale qualifiziert Slovenski izbor za Pesem Evrovizije 1995
1996 Regina Dan najlepših sanj
M/T: Aleksander Kogoj
Slowenisch Der Tag des schönsten Traumes 21 / 23 16 19 / 29 30 EMA 1996
1997 Tanja Ribič Zbudi se
M: Saša Lošić; T: Zoran Predin
Slowenisch Wach auf 10 / 25 60 Direkt für das Finale qualifiziert EMA 1997
1998 Vili Resnik Naj bogovi slišijo
M: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič
Slowenisch Lass es die Götter hören 18 / 25 17 EMA 1998
1999 Darja Švajger For a Thousand Years
M: Sašo Fajon; T: Primož Peterca
Englisch Tausend Jahre lang 11 / 23 50 EMA 1999
2000 Nicht qualifiziert
2001 Nuša Derenda Energy
M: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič, Lucienne Lonchina
Englisch Energie 7 / 23 70 Direkt für das Finale qualifiziert EMA 2001
2002 Sestre Samo ljubezen
M: Robert Pešut; T: Barbara Pešut
Slowenisch Nur Liebe 13 / 24 33 EMA 2002
2003 Karmen Stavec Nanana
M: Martin Štibernik; T: Karmen Stavec
Englisch Na na na 23 / 26 7 EMA 2003
2004 Platin Stay Forever
M: Simon Gomilšek; T: Diana Lečnik
Englisch Bleib für immer Ausgeschieden 21 / 22 5 EMA 2004
2005 Omar Naber Stop
M: Omar Naber, Urša Vlašič; T: Omar Naber
Slowenisch Stopp Ausgeschieden 12 / 25 69 EMA 2005
2006 Anžej Dežan Mr. Nobody
M: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič
Englisch Herr Niemand Ausgeschieden 16 / 24 49 EMA 2006
2007 Alenka Gotar Cvet z juga
M/T: Andrej Babić
Slowenisch Blume des Südens 15 / 24 66 7 / 28 140 EMA 2007
2008 Rebeka Dremelj Vrag naj vzame
M: Josip Miani-Pipi; T: Amon
Slowenisch Zur Hölle damit Ausgeschieden 11 / 19 36 EMA 2008
2009 Quartissimo feat. Martina Love Symphony
M: Andrej Babić, Aleksandar Valenčić; T: Andrej Babić
Englisch Liebessymphonie Ausgeschieden 16 / 19 14 EMA 2009
2010 Roka Žlindre & Kalamari Narodnozabavni rock
M: Marino Legović; T: Leon Oblak
Slowenisch Populärer Folkrock Ausgeschieden 16 / 17 6 EMA 2010
2011 Maja Keuc No One
M: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič
Englisch Niemand 13 / 25 96 3 / 19 112 EMA 2011
2012 Eva Boto Verjamem
M: Vladimir Graić; T: Igor Pirković
Slowenisch Ich glaube Ausgeschieden 17 / 18 31 Misija Evrovizija 2012
2013 Hannah Mancini Straight into Love
M/T: Hannah Mancini
Englisch Gradewegs in die Liebe Ausgeschieden 16 / 16 8 interne Auswahl
2014 Tinkara Kovač Spet (Round and Round)
M: Raay; T: Tinkara Kovač, Hannah Mancini, Tina Piš
Englisch, Slowenisch Wieder (Rund und rund) 25 / 26 9 10 / 15 52 EMA 2014
2015 Maraaya Here for You
M/T: Raay, Marjetka Vovk, Charlie Mason
Englisch Für dich da 14 / 27 39 5 / 17 92 EMA 2015
2016 ManuElla Blue and Red
M/T: Marjan Hvala, Manuella Brečko, Leon Oblak
Englisch Blau und rot Ausgeschieden 14 / 18 57 EMA 2016
2017 Omar Naber On My Way
M/T: Omar Naber
Englisch Unterwegs Ausgeschieden 17 / 18 36 EMA 2017
2018 Lea Sirk Hvala, Ne!
M/T: Lea Sirk, Tomy DeClerque
Slowenisch, Portugiesisch Danke, nein! 22 / 26 64 8 / 18 132 EMA 2018
2019 Zala Kralj & Gašper Šantl Sebi
M/T: Zala Kralj, Gašper Šantl
Slowenisch Man selbst 15 / 26 105 6 / 17 167 EMA 2019

Nationale VorentscheideBearbeiten

Alle slowenischen Beiträge (bis auf 2013) wurden im Rahmen einer Vorentscheidung gewählt, die seit 1996 jährlich unter dem Titel EMA stattfindet. 1993 und 1995 fand der Vorentscheid noch unter dem Titel Slovenski izbor za Pesem Evrovizije statt. In der Regel fand die Vorausscheidung an einem Abend mit einer Teilnehmerzahl zwischen 12 und 17 statt. 2001 und 2002 fand vor dem nationalen Finale ein Halbfinale statt, 2004 bestanden vier Halbfinalrunden und 2007 zwei Halbfinalrunden.

2012 wurde erstmals eine Castingshow ähnlich dem deutschen System „Unser Star für …“ abgehalten, die Misija Evrovizija (Mission Eurovision) hieß und sich über mehrere Wochen erstreckte. Nach einer internen Auswahl für 2013 kehrt die Vorentscheidung EMA 2014 wieder zurück, obwohl man sich eigentlich wegen finanzieller Engpässe erst im letzten Moment für eine Teilnahme entschieden hatte.[1]

Kontroversen über die Abstimmung gab es 2006: Mit einer Wichtung von je 1/3 entschieden eine Jury, alle Anrufer per Telefon und alle Stimmen per SMS. Saša Lendero erhielt die meisten Telefon- und SMS-Stimmen, aber keinen einzigen Punkt von der Jury. Die Gruppe Atomik Harmonik war bei Tele- und SMS-Voting auf dem zweiten Platz, erhielt aber ebenfalls keinen Punkt von der Jury.[2]

SprachenBearbeiten

Bis einschließlich 1998 wurden alle Beiträge den Regeln gemäß auf Slowenisch vorgestellt. Ab 1999 wurde dann überwiegend auf Englisch gesungen, nämlich 1999, 2001, 2003, 2004, 2006, 2009, 2011, 2013, 2015, 2016 sowie 2017. 2002, 2005, 2007, 2008, 2010, 2012 und 2019 hingegen wurden die Beiträge auf Slowenisch vorgestellt. 2009 und 2014 wurden die Teilnehmertitel auf Slowenisch und Englisch gesungen. Der Beitrag von 2018 gilt insofern als Besonderheit, da Lea Sirk die letzten Zeilen von Hvala ne auf Portugiesisch vorstellte, nach dem der restliche Text des Liedes auf Slowenisch gesungen wurde.

Lange Zeit galt eine Regel, dass bei der Vorentscheidung alle Beiträge auf Slowenisch gesungen werden mussten, sodass von fast allen Liedern auf Englisch auch eine slowenische Fassung existiert, umgekehrt gibt es von allen anderen Beiträgen auf Slowenisch eine englische Fassung. 1998, 2002, 2004 und 2010 wurden auch deutsche Versionen veröffentlicht.[3]

Von den slowenischen Beiträgen aus jugoslawischer Zeit waren die Texte 1961 und 1962 in serbokroatischer und die von 1966, 1967, 1970 und 1975 in slowenischer Sprache verfasst.

PunktevergabeBearbeiten

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Slowenien (Stand: 2018):

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Kroatien  Kroatien 125
2 Schweden  Schweden 110
3 Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 100
4 Serbien  Serbien 089
5 Russland  Russland 071
Die meisten im Finale erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Kroatien  Kroatien 71
2 Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 61
3 Nordmazedonien  Nordmazedonien 31
4 Russland  Russland 29
5 Irland  Irland 24
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Kroatien  Kroatien 184
2 Schweden  Schweden 158
Serbien  Serbien 158
4 Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 151
5 Nordmazedonien  Nordmazedonien 105
Die meisten insgesamt erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Kroatien  Kroatien 125
2 Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 110
3 Montenegro  Montenegro 078
4 Nordmazedonien  Nordmazedonien 071
5 Serbien  Serbien 070

Vergaben der HöchstwertungBearbeiten

Seit 1993 vergab Slowenien die Höchstpunktzahl an 13 verschiedene Länder, davon sechsmal an Kroatien.

Erhaltendes Land
Jahr Land Platz
1993 Irland  Irland 1
1994 Nicht qualifiziert
1995 Kroatien  Kroatien 6
1996 Irland  Irland 1
1997 Russland  Russland 15
1998 Kroatien  Kroatien 5
1999 Kroatien  Kroatien 4
2000 Nicht qualifiziert
2001 Estland  Estland 1
2002 Kroatien  Kroatien 11
2003 Russland  Russland 3
2004 Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro 2
2005 Kroatien  Kroatien 11
2006 Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 3
2007 Serbien  Serbien 1
2008 Serbien  Serbien 6
2009 Norwegen  Norwegen 1
2010 Danemark  Dänemark 4
2011 Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 6
2012 Serbien  Serbien 3
2013 Danemark  Dänemark 1
2014 Osterreich  Österreich 1
2015 Schweden  Schweden 1
2016 Ukraine  Ukraine (J) 1
Serbien  Serbien (T) 18
2017 Portugal  Portugal (J) 1
Kroatien  Kroatien (T) 13
2018 Schweden  Schweden (J) 7
Serbien  Serbien (T) 19
2019 Tschechien  Tschechien (J) 11
Nordmazedonien  Nordmazedonien (T) 7

ImpressionenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. esctoday.com
  2. geocities.ws
  3. Diggiloo