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Måns Zelmerlöw

schwedischer Popsänger

LebenBearbeiten

Måns Zelmerlöw ist der Sohn von Brigitta Sahlén, einer Professorin für Logopädie an der Universität Lund, und Sven-Olof Zelmerlöw, einem Facharzt für Chirurgie. Zelmerlöw besuchte auf der Lars-Erik-Larsson-Schule in Lund einen musikorientierten Zweig, der sich vor allem auf Chorgesang konzentrierte. Bereits 2002 spielte er einen von Josephs elf Brüdern in einer Produktion von Andrew Lloyd Webbers Musical Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat, die im Slagthuset in Malmö gezeigt wurde.

PrivatlebenBearbeiten

Zelmerlöw hat eine jüngere Schwester. Zu Zelmerlöws Hobbys zählen Fußball, Tennis und Golfspiel. Am 26. Dezember 2004 überlebten Zelmerlöw und seine Familie den Tsunami während eines Aufenthalts in Khao Lak, Thailand.

Von 2008 bis 2011 hatte er eine Beziehung mit der schwedischen Sängerin Marie Serneholt, einem früheren Mitglied der schwedischen Popband A*Teens. 2016 begann er mit der englischen Schauspielerin Ciara Janson eine Beziehung. Im Juli 2017 verlobten sie sich und im Dezember verkündeten die beiden, dass sie ihr erstes gemeinsames Kind erwarten. Am 25. Mai 2018 kam ihr gemeinsamer Sohn Albert Ossian Zelmerlöw zur Welt.[2] Ciara Janson hat bereits aus einer früheren Beziehung einen Sohn, der 2014 auf die Welt kam. Sie leben in London.

KarriereBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Zelmerlöw nahm 2005 an der schwedischen Ausgabe von Idols teil, der nationalen Ausgabe von Pop Idol. Er wurde schließlich Fünfter. Im selben Jahr nahm Zelmerlöw an der schwedischen Version von Let’s Dance teil und gewann.

Zelmerlöw spielte in den schwedischen Versionen von Grease (2006, in Malmö) und Footloose (2007/2008, in Göteborg und Stockholm) mit.

Teilnahme am MelodifestivalenBearbeiten

Am 17. Februar 2007 nahm Zelmerlöw mit dem Lied Cara Mia in einer der Vorrunden des Melodifestivalen 2007 teil. Er zog ins Finale ein und belegte dort den dritten Platz. In den schwedischen Charts erreichte Cara Mia später die Topposition. Auch sein Album Stand By For … kletterte auf Platz 1 der schwedischen Hitparade. Weitere Single-Auskopplungen waren Brother oh Brother, Work of Art (Da Vinci) und Miss America.

Am 14. Februar 2009 präsentierte Zelmerlöw das Lied Hope & Glory in der 2. Vorrunde des Melodifestivalen 2009. Im Finale am 14. März 2009 endete er auf dem 4. Platz, nachdem er zwischenzeitlich geführt hatte. Die Jury-Wertung hatte Hope & Glory auf Platz 1 gehoben, doch im Televoting erreichte das Lied nur den 5. Rang. Am 25. März 2009 erschien das zweite Studioalbum MZW.

Beim Melodifestivalen 2010 führte Zelmerlöw gemeinsam mit Christine Meltzer und Dolph Lundgren als Moderator durch das Programm.

Moderation von Allsång på SkansenBearbeiten

Zelmerlöw moderierte drei Sommer von 2011 bis 2013 Allsång på Skansen, eine populäre Musikveranstaltung, die seit 1990 jeden Sommer (davor seit 1979 unregelmäßig) einmal wöchentlich im Freiluftmuseum Skansen auf Djurgården in Stockholm stattfindet und live im Fernsehen (SVT) übertragen wird. Bei dieser Sendung treten nationale und internationale Musiker aus ganz unterschiedlichen Genres auf und singen nach ihrem Auftritt ein „Allsång“-Lied aus einem festen Liederbuch, bei dem die Zuschauer mitsingen und der Text für die Fernsehzuschauer eingeblendet wird.

Sieg beim Eurovision Song Contest 2015Bearbeiten

 
Zelmerlöw beim Eurovision Song Contest 2015

Zelmerlöw gelang beim vierten Halbfinale des Melodifestivalen 2015 am 28. Februar mit dem Titel Heroes der Einzug in das Finale des schwedischen Vorentscheids am 14. März 2015, welches er gewann. Am 23. Mai 2015 vertrat er das Land beim Finale des Eurovision Song Contest 2015 in Wien, aus welchem er ebenfalls als Sieger hervorging, nachdem er bereits im Vorfeld als aussichtsreichster Favorit gehandelt worden war.[3]

Moderation des Eurovision Song Contest 2016Bearbeiten

Am 14. Dezember 2015 wurde bekannt, dass Zelmerlöw zusammen mit Petra Mede, die bereits den Eurovision Song Contest 2013 moderierte, die Moderation des Eurovision Song Contest 2016 übernimmt.[4]

Diskussion über seine Äußerungen zur HomosexualitätBearbeiten

 
Zelmerlöw als Teilnehmer am Stockholm Pride 2007

Im März 2014 äußerte Zelmerlöw als Teilnehmer einer schwedischen Kochshow, dass Homosexualität „avvikelse“ (in etwa „abweichend [der Norm]“) sei. Zelmerlöw entschuldigte sich mehrfach für seine Äußerungen und gab an, an dem Abend stark angetrunken gewesen zu sein. Im Zuge seiner Nominierung für den Eurovision Song Contest kam die Debatte um seine Äußerungen erneut auf,[5] jedoch wurde der Künstler von zahlreichen schwedischen, schwulen und Eurovisions-nahen Medien verteidigt.[6][7][8][9] Ronny Larsson, der Herausgeber des schwedischen LGBT-Magazins QX, hat für PinkNews ausführlich zu der Angelegenheit Stellung bezogen.[10]

Nach seinem Sieg beim ESC bezog er auf der Bühne Stellung zu diesem Thema: „Ich möchte nur sagen, wir sind alle Helden, egal wen wir lieben, wer wir sind oder was wir glauben.“[11]

TriviaBearbeiten

Zelmerlöw bezeichnete sich in Anspielung auf die Beliebtheit der gleichnamigen Wiener Süßspeise nach seinem Sieg selbst als Schwedenbombe.[11]

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[12] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Schweden  SE
2007 Stand By For…
300! 300! 300! 1
 Gold

(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2007
Verkäufe: + 20.000
2009 MZW
300! 300! 300! 1
 Gold

(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. März 2009
Verkäufe: + 20.000
2014 Barcelona Sessions
300! 300! 300! 3
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2014
2015 Perfectly Damaged
46
(1 Wo.)
21
(1 Wo.)
24
(2 Wo.)
1
 Platin

(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Juni 2015
Verkäufe: + 40.000
2016 Chameleon
300! 300! 300! 6
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2016
2019 Time
300! 300! 300! 18
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Oktober 2019

Weitere Alben

  • 2010: Christmas with Friends (Erstveröffentlichung: 25. November 2010)
  • 2011: Kära vinter (Wiederveröffentlichung von Christmas with Friends; Erstveröffentlichung: 19. Dezember 2011)
  • 2019: Time (Erstveröffentlichung: 18. Oktober 2019)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[12] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Schweden  SE
2007 Cara mia
Stand By For…
300! 300! 300! 300! 1
 Doppelplatin

(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. März 2007
Verkäufe: + 40.000
Work of Art (Da Vinci)
Stand By For…
300! 300! 300! 300! 16
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2007
Brother Oh Brother
Stand By For…
300! 300! 300! 300! 7
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Oktober 2007
All I Want for Christmas Is You
300! 300! 300! 300! 3
 Gold

(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Dezember 2007
mit Agnes Carlsson; Verkäufe: + 10.000
2008 Miss America
Stand By For…
300! 300! 300! 300! 47
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Mai 2008
2009 Impossible
MZW
300! 300! 300! 300! 48
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2009
Hope & Glory
MZW
300! 300! 300! 300! 2
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. März 2009
Hold On
MZW
300! 300! 300! 300! 22
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2009
2015 Heroes
Perfectly Damaged
3
(13 Wo.)
1
 Gold

(13 Wo.)
1
(8 Wo.)
11
(4 Wo.)
1
 Fünffachplatin

(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2015
Verkäufe: + 270.000
Should’ve Gone Home
Perfectly Damaged
300! 300! 300! 300! 27
 Platin

(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. August 2015
Verkäufe: + 40.000
2016 Fire in the Rain
Chameleon
300! 300! 300! 300! 31
 Platin

(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2016
Verkäufe: + 50.000
2018 Happyland
Chameleon
72
(2 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 2. Februar 2018
2019 Walk with Me
Time
300! 300! 300! 300! 51
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. März 2019
mit Dotter
Better Now
Time
300! 300! 300! 300! 79
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2019

Weitere Singles

  • 2009: Rewind
  • 2010: December
  • 2010: Vit som en snö (mit Pernilla Andersson)
  • 2012: Ett lyckligt slut
  • 2013: Broken Parts
  • 2013: Beautiful Life
  • 2014: Run for Your Life
  • 2016: Love Love Peace Peace (mit Petra Mede)
  • 2016: Hanging on to Nothing
  • 2016: Glorious
  • 2017: We Can Be the Rulers (mit Sarah Sjöström)
  • 2017: Can I Call You Home
  • 2019: Grow Up to Be You
  • 2019: Fuego
  • 2019: One

GastbeiträgeBearbeiten

AutorenbeteiligungenBearbeiten

Jahr Titel
Interpret
Charts[12] Anmerkungen
Schweden  SE
2013 Hello Goodbye
Erik Segerstedt & Tone Damli
14
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Februar 2013
2015 Det rår vi inte för
Behrang Miri feat. Victor Crone
69
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Februar 2015

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Goldene Schallplatte

  • Danemark  Dänemark
    • 2015: für die Single Heroes
  • Norwegen  Norwegen
    • 2015: für die Single Heroes
  • Polen  Polen
    • 2016: für die Single Fire in the Rain
  • Spanien  Spanien
    • 2015: für die Single Heroes

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
Danemark  Dänemark (IFPI) 1 0! P 30.000 ifpi.dk
Norwegen  Norwegen (IFPI) 1 0! P 5.000 ifpi.no
Osterreich  Österreich (IFPI) 1 0! P 15.000 ifpi.at
Polen  Polen (ZPAV) 1 0! P 10.000 bestsellery.zpav.pl
Schweden  Schweden (IFPI) 3 10 410.000 sverigetopplistan.se
Spanien  Spanien (Promusicae) 1 0! P 20.000 elportaldemusica.es
Insgesamt 8 10

QuellenBearbeiten

  1. Sök personer.
  2. Expressen
  3. Wettquoten ESC März 2015 Abgerufen am 29. April 2015.
  4. Sieger Mans Zelmerlöw moderiert Song Contest auf orf.at. Abgerufen am 15. Mai 2016.
  5. Eurovision Song Contest 2015: Sweden selects singer who made anti-gay remarks. In: The Independent. Abgerufen am 16. März 2015. 
  6. Ronny Larsson: En sund reaktion på ett osunt uttalande. In: QX. 22. März 2015, abgerufen am 24. Mai 2015.
  7. Is Måns Zelmerlöw A Homophobe FAQ!. In: DN.se, 16. März 2015. Archiviert vom Original am 20. März 2015   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/blogg.dn.se. Abgerufen am 20. März 2015. 
  8. Comment: Swedish Eurovision star shouldn’t get nul points for his comments about gays. In: Pink News, 18. März 2015. Abgerufen am 24. Mai 2015. 
  9. William Lee Adams: Måns Zelmerlöw: Melodifestivalen winner is not a homophobe MÅNS ZELMERLÖW: MELODIFESTIVALEN WINNER IS NOT A HOMOPHOBE. Wiwibloggs. Abgerufen am 24. Mai 2015.
  10. Tune in here to watch the PinkNews Debate with Evan Davis
  11. a b Reaktionen auf die "Schwedenbombe". Abgerufen am 2. Juni 2015.
  12. a b c Chartquellen: DE AT CH UK SE

WeblinksBearbeiten

  Commons: Måns Zelmerlöw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien