Viktor Lazlo

französisch-belgische Pop-Sängerin
Viktor Lazlo in Straßburg (2010)

Viktor Lazlo (* 7. Oktober 1960 in Lorient, Frankreich, eigentlich Sonia Dronier) ist eine französisch-belgische Pop-Sängerin. Sie wählte ihren Künstlernamen in Anlehnung an den fiktiven Widerstandskämpfer Victor László (gespielt von Paul Henreid) aus dem Film Casablanca.

Leben & WirkenBearbeiten

Dronier wurde in Frankreich als Tochter karibischer Eltern geboren. Ihre Mutter stammte aus Grenada und ihr Vater aus Martinique. Sie ging nach Belgien, um zu studieren, und arbeitete in Brüssel als Model. Dort wurde in einem Nachtclub ein Musikproduzent auf sie aufmerksam, dem sie aufgrund ihres exotischen Aussehens aufgefallen war. Mit ihm nahm sie ihre erste Single Casanova auf. Ihr darauffolgendes Album She wurde ein großer Erfolg in Belgien und war auch in Deutschland und Japan erfolgreich. Für den französischen Markt sang sie Titel auf Französisch ein; daneben sang sie auch Titel auf Spanisch und auf Deutsch.

Ihr bisher größter Hit war Breathless im Jahr 1987. Im gleichen Jahr moderierte sie den Grand Prix Eurovision aus Belgien. In Deutschland wurde sie durch das Duett mit Stefan Waggershausen Das erste Mal tat's noch weh von 1990 bekannt. 1991 folgte mit Jesse ein weiteres Hit-Duett mit Stefan Waggershausen. 1994 nahm sie mit Juliane Werding und Maggie Reilly Engel wie du auf. Weitere große Erfolge blieben jedoch aus. Neben ihrer musikalischen Laufbahn war sie auch als Schauspielerin tätig. So trat sie in Gastrollen bei Kommissar Moulin, Kommissar Navarro und La Crim’ sowie im Kinofilm Les Faussaires neben Jean-Marc Barr auf.

Im Jahr 2016 erschien ihre Single Promised Land, 2017 Lola & Jim. Ebenfalls 2017 erschien das Album Woman.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  FR   BEW   DE   AT   CH
1985 She DE34
(23 Wo.)DE
CH27
(1 Wo.)CH
in Frankreich und Japan 1986 unter dem Titel Canoë Rose erschienen
1987 Viktor Lazlo DE20
(19 Wo.)DE
AT16
(12 Wo.)AT
CH17
(5 Wo.)CH
1989 Hot & Soul DE22
(10 Wo.)DE
CH22
(2 Wo.)CH
2002 Loin de Paname FR67
(4 Wo.)FR
2017 Woman BEW154
(1 Wo.)BEW

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Alben

  • My Delicious Poisons / Mes poisons délicieux (1991)
  • Sweet, Soft And Lazy – The Very Best Of (1993)
  • Verso / Back To Front (1996)
  • Canoë Rose (1999, neu aufgelegt)
  • Amour(s) (2002)
  • Saga (2005)
  • Begin The Beguine (2007)
  • Classic Songs (2008)
  • My Name Is Billie Holiday (2012)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen [↑]: gemeinsam behandelt mit vorhergehendem Eintrag;
[←]: in beiden Charts platziert
  FR   BEF   BEW   DE   AT   CH
1986 Canoë rose
Canoë rose
FR14
(20 Wo.)FR
BEF33
(2 Wo.)BEF [BEW: ←]
1987 Pleurer des rivières
Canoë rose
FR27
(13 Wo.)FR
[BEW: ↑]
Breathless
Viktor Lazlo
BEF7
(7 Wo.)BEF [BEW: ←]
1990 Ansiedad
BEF18
(12 Wo.)BEF [BEW: ←]
DE56
(11 Wo.)DE
Das erste Mal tat’s noch weh
[BEW: ↑] DE6
(23 Wo.)DE
AT3
(15 Wo.)AT
CH17
(6 Wo.)CH
Jesse (Douce et innocente)
[BEW: ↑] DE25
(20 Wo.)DE
mit Stefan Waggershausen
1994 Engel wie du
BEF14
(9 Wo.)BEF [BEW: ←]
1999 Message
Amour(s)
BEW7
(17 Wo.)BEW

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. a b Chartquellen: FR BEF BEW DE ATCH