Tel Aviv-Jaffa

größte Stadt in Israel
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Tel Aviv, offiziell Tel Aviv-Jaffa (hebräisch תֵּל־אָבִיב–יָפוֹ Tel Avīv-Jafō), ist das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum Israels und gilt je nach Beurteilung des völkerrechtlichen Status von Jerusalem als größte oder zweitgrößte Stadt des Landes. Die Metropolregion Gusch Dan mit dem Bezirk Tel Aviv und insgesamt etwa 254 Gemeinden zählt mehr als 3 Millionen Einwohner, was rund einem Drittel der israelischen Gesamtbevölkerung entspricht.[2]

Tel Aviv-Jaffa
Wappen von Tel Aviv-Jaffa
Flagge von Tel Aviv-Jaffa
Basisdaten
hebräisch: תל אביב-יפו
Staat: IsraelIsrael Israel
Bezirk: Tel Aviv
Gegründet: 1909
Koordinaten: 32° 5′ N, 34° 48′ OKoordinaten: 32° 5′ 0″ N, 34° 48′ 0″ O
Fläche: 51,830 km²
 
Einwohner: 451.523 (Stand: 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 8.712 Einwohner je km²
Metropolregion: 3.850.100 (2017)
 
Gemeindecode: 5000
Zeitzone: UTC+2
Telefonvorwahl: (+972) 3
Postleitzahl: 61000-61999
 
Gemeindeart: Großstadt
Bürgermeister: Ron Huldai
Website:
Tel Aviv-Jaffa (Israel)
Tel Aviv-Jaffa (32° 5′ 0″ N, 34° 48′ 0″O)
Tel Aviv-Jaffa

Das im Jahr 1909 gegründete Tel Aviv war ursprünglich ein Vorort der bereits seit der Antike bestehenden Hafenstadt Jaffa, mit der es im Jahr 1950 vereinigt wurde. In den ersten Jahren nach der Staatsgründung Israels war die Stadt Regierungssitz.[3][4][5] In ihr befinden sich auch heute noch fast alle ausländischen Botschaften. Sie ist zudem Sitz der nationalen Börse (Tel Aviv Stock Exchange) und der Universität Tel Aviv.

Tel Aviv-Jaffa gilt als eine der größten Wirtschaftsmetropolen im Nahen Osten.[6] Die zu einem großen Teil im Bauhaus-Stil errichtete Weiße Stadt, das weltweit größte Zentrum von Gebäuden im Internationalen Stil, ist seit dem Jahr 2003 UNESCO-Weltkulturerbe.[7]

Der Name „Tel Aviv“Bearbeiten

Tel-Aviv bedeutet Frühlingshügel. Ein historischer Name von Jaffa ist Joppe.[8]

Der Name „Tel Aviv“ ist einer poetischen Übersetzung des Titels des utopischen Romans Altneuland von Theodor Herzl entliehen. Darin steht „Tel“ (vielschichtiger Siedlungshügel) für „alt“ und „Aviv“ (Frühling[9]) für „neu“.[10] Der Name kommt bereits beim biblischen Propheten Ezechiel vor, wo er einen anderen Ort bezeichnet. Dazu und zur Wahl des Namens siehe weiter unten.

Der Name „Tel Aviv“ findet in politikwissenschaftlicher Literatur[11] und Berichten internationaler Organisationen häufig als Platzhalter für Jerusalem Verwendung. Damit soll der Ansicht Ausdruck gegeben werden, dass Jerusalem nicht die Hauptstadt Israels sei, oder es soll vermieden werden, dass die Kontroverse um die Hauptstadtfrage vom eigentlichen Anliegen einer Veröffentlichung ablenkt.

Der ehemals offizielle arabische Name von Tel Aviv-Jaffa ist arabisch تل أبيب يافا Tall Abīb Yāfā.[12] Er findet amtlicherseits heute nur noch in wenigen Bereichen, etwa bei Verkehrsschildern, Verwendung. Die Rückstufung des Arabischen zu einer Minderheitensprache steht im Zusammenhang mit der Forderung einer demokratischen Mehrheit im Land, das jüdische Wesen Israels stärker im Staat zu verankern.[13] Die amtliche Zweisprachigkeit galt lange als wichtiger Ausdruck des demokratisch-laizistisch verfassten Staatswesens, insbesondere nach außen,[14] sie war aber auch eine innenpolitische Forderung, beispielsweise von Wladimir Zeev Jabotinsky,[15] einem rechten Vordenker.

Nach der Eingemeindung Jaffas am 25. April 1950 nach Tel Aviv stand dessen Name zur Debatte. David Ben-Gurion favorisierte die vereinigte Stadt Jaffa zu nennen, wegen seiner langen Geschichte und historischen Bedeutung, der Stadtrat Tel Avivs wollte dessen Namen auch für die vergrößerte Stadt, den Streit löste das israelische Kabinett, indem es am 28. Juni 1950 mit Mehrheit, gegen Ben-Gurions Votum, beschloss, der vereinten Stadt den Namen Tel Aviv-Jaffa (hebräisch Tel Aviv-Jafo) beizulegen.[16] Am 19. August 1950 wurde dieser Name dann amtlich.

Bedeutung der StadtBearbeiten

2018 hatte die Stadt 451.523 Einwohner und ist damit nach der Hauptstadt Jerusalem die zweitgrößte Stadt Israels. Der Großraum von Tel Aviv namens Gusch Dan umfasst ein dicht besiedeltes Gebiet mit den Nachbarstädten Ramat Gan, Giw’atajim, Cholon, Bat Jam und Bnei Brak, die bis zu 14 km von der Mittelmeerküste entfernt liegen, und ist mit etwa 3,8 Millionen Einwohnern der größte Ballungsraum des Landes. Nach der Staatsgründung Israels richteten die meisten Länder ihre Botschaften in Tel Aviv ein, da der Status Jerusalems gemäß den Teilungsbeschlüssen der UN als unklar galt.

Nachdem Israel 1980 Ostjerusalem annektiert und im Jerusalemgesetz das „vollständige und vereinigte Jerusalem“ zur Hauptstadt Israels erklärt hatte, forderte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in seiner Resolution 478 alle Staaten, die ihre Botschaften in Jerusalem hatten, dazu auf, diese abzuziehen. Deshalb befinden sich heute fast alle diplomatischen Vertretungen in und um Tel Aviv. Auch haben die Tel Aviv Stock Exchange, die wichtigste Börse des Landes, sowie der israelische Nachrichtendienst Mossad[17] hier ihren Hauptsitz.

Tel Aviv wurde nach verbreiteter Auffassung einst auf Sanddünen[18][19][20] errichtet. Das Stadtzentrum liegt unmittelbar am Meer und teilweise nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. 2018 bezeichnete das Wissenschaftsmagazin Nature Tel Avivs Weiße Stadt, zusammen beispielsweise mit Rhodos,[21] Istanbul[21] und Dubrovnik[21] oder der libyschen Fundstätte Leptis Magna,[21] als eine von 47 wegen der Klimaerwärmung von Überflutung oder Erosion bedrohte UNESCO-Welterbestätten am Mittelmeer. In der Negativrangliste der CO2-Emittenten lag Israel 2020 mit 7,5[22] T/Einwohner weltweit auf Platz 45.[22]

GeschichteBearbeiten

Geschichte JaffasBearbeiten

 
Masterplan für Tel Aviv: die erste Fassung des Plans von Patrick Geddes (1925)
 
Félix Bonfils: Jaffa, vue générale prise de la mer (um 1867–1870)

Archäologische Ausgrabungen zeigen, dass die Küstenebene im Mündungsgebiet des Yarkon schon um 9000[23] v. Chr. bzw. vor der Zeitrechnung (v. d. Z.) von Jägern und Sammlern der Kultur von Natufien[23] durchstreift wurde. Sie wurden sesshaft und entwickelten Urformen der Landwirtschaft.[24] Siedlungskontinuität besteht laut den Ausgrabungsbefunden seit der mittleren Bronzezeit.[25] Um 3000[24] v. d. Z. wurde der aus dem Kaukasus stammende Olivenbaum in Palästina heimisch. Jaffa wird auf ägyptischen Inschriften um 2000 v. d. Z. unter dem Namen Ipu erwähnt. Es wurde von Truppen des Pharao Thutmosis III.[26] bei der von Djehuti[27] kommandierten Eroberung von Joppe eingenommen, bildete danach das Herrschaftsgebiet von Pu-Baʿlu[26] und war ab ungefähr dem 12. Jahrhundert v. d. Z. von den sogenannten Seevölkern,[28] den Philistern[29] und Kanaanitern[29] bewohnt, während die nicht[28] seefahrenden Israeliten[29] überwiegend im Landesinneren[30] siedelten, wo sich Juda und das Nordreich Israel herausbildeten, zu dessen Stammesgebiet Dan es später gehörte. Im Altertum befand sich der Hafenort meist in den Händen der Phönizier, deren Zedernholzlieferungen zum Bau des ersten und zweiten Jerusalemer Tempels über Jaffa nach Jerusalem transportiert wurden. Es wird vermutet, dass es ein Kultort für die Gottheit Derketo war. Von 587–539 v. d. Z. lag Jaffa im Machtbereich der Babylonier[31] und 539–332 v. d. Z. in dem der Perser,[31] deren phönizischer Vasall Eshmunazar II.[32] die Überlassung Jaffa und Dor[32] der Stadt Sidon[32] unterstellte. Von 332–142 v. d. Z. folgte die Dominaz des Hellenismus.[31]

In der Bibel wird Joppe als Hafen der Tarsis-Schiffe im Buch Jona genannt; ebenso in der Begegnung des Judenchristen und Apostel Petrus mit dem römischen Offizier Cornelius (Apostelgeschichte 10). In Joppe erweckte der Apostel Petrus die Tabita[33] und wohnte einige Zeit im Hause von Simon dem Gerber (Apostelgeschichte 9, 36-43). Die griechische Mythologie verortet das Schicksal der Andromeda[34][35] in Jaffa.

Die Makkabäer bzw. Hasmonäer eroberten den Ort während ihrer Revolte der Jahre 167–161 v. d. Z.[36] Danach nahmen die Römer den Ort ein. Sie bauten mit Hilfe demobilisierter Veteranen die Hafenstadt Caesarea Maritima[37] an ihrer Via Maris, wodurch Joppe an Bedeutung verlor. In der Herrschaftszeit von Julius Caesar wurde die Stadt 47[38] v. d. Z. unter jüdische Verwaltung gestellt. Bei der Niederschlagung des Zelotenaufstands der Jahre 66–70 wurde Jaffa unter Titus Flavius Vespasian[29] zerstört. Der Ort Javne südlich von Jaffa wurde mit dem dort begründeten Sanhedrin zur Keimzelle des Rabbinischen Judentums. Von 132–135 wurde das Gebiet vom jüdischen Bar-Kochba-Aufstand[39] gegen die Römer erschüttert. Jaffa unterstand dem römischen Prokurator der Provinz Judäa. Unter Konstantin dem Großen wurde die Stadt Bischofssitz.

Palästina blieb bis 636 unter römischer, beziehungsweise rhomäischer Herrschaft. Konstantinopel deckte seinen Getreidebedarf im 5. bis 8. Jahrhundert überwiegend durch Einfuhren aus dem Nildelta und dem Unterlauf des Nil.[40] Die Stadt am Bosporus benötigte und subventionierte[40] das Brot, um Hungeraufstände zu vermeiden. Schiffe mit Lademengen von bis 340[40] Kubikmeter legten an und Jaffa behielt damit seine Bedeutung für die küstennahe Schifffahrt. Ein Kaufmann musste für ein Schiff der größten Kategorie 1000 Solidi[40] hinlegen. Diese griechisch-römische Phase war insgesamt von kulturellem Synkretismus[41] geprägt, der die Juden und die teils stark aramäisierten[41] und polytheistischen[41] Araber erfasste. Der Araber Kallinikos von Petra wurde gar Lehrer für Rhetorik in Athen.[41] Antike Autoren verwendeten den Begriff Araber oft nur generisch[41] für Nomaden. Die sich bildenden christlichen Gemeinden gehörten überwiegend monophysitischen[42] Richtungen an, der byzantinischen Staatskirche galten sie deshalb als Ketzer.[42]

622[43] begann mit der Hidschra Mohammeds die islamische Zeitrechnung und mit der islamischen Expansion die Verbreitung des Islam auf der arabischen Halbinsel und bald auch in der südlichen Levante. Beim ersten dokumentierten Angriff der Byzantiner auf „Araber des Mohammed“[44] starben am 4. Februar 634[44] bei Gaza 4.000[44] christliche, jüdische und samaritanische[44] Zivilisten. 636, nach der Schlacht am Jarmuk,[39][44] eroberten Krieger des Kalifen ʿUmar ibn al-Chattāb den Ort, in deren Gebiet Bilad al Sham[45] und dessen südlicher Gebietshälfte Jund Filistin[45] sich Jaffa befand. 661–750 war das Gebiet unter der Kontrolle der Umayyaden,[31] deren Herrschaft ab 744[45] von Aufständen destabilisiert wurde. Ihnen folgten von 750 bis 972 die Abbasiden.[31] Sie investierten in den Ausbau von Jaffas Hafen- und Wehranlagen,[45] mussten jedoch von 969[45] bis 1071 der Macht der tunesischen Fatimiden weichen.[31] Die turksprachigen Seldschuken besiegten diese 1071[43] und machten sich Jaffa zu eigen. Abgesehen von dieser nominellen Kontinuität, endete mit dem häufig gewaltsamen Tod eines Herrschers meist auch sein Staatswesen.[43]

1099 nahm Gottfried von Bouillon die Stadt im Ersten Kreuzzug ein. Im Mittelalter war Jaffa sowohl militärisch als auch für den Handel wichtig, denn Jaffa hatte als der Jerusalem am nächsten gelegene natürliche[46] Hafen besonderen strategischen Wert. Unweit davon lag im Norden zudem die Festung Arsuf.[47] Jaffa war von Gottfried von Bouillon mit Hilfe der Venezier 1100 befestigt worden und bildete das Zentrum einer Grafschaft. Venedig erhielt im Austausch für Kriegsdienste einen Viertel aller neu eroberten Städte.[48] Auch Genua[49] und Pisa[49] verbanden eine militärische Außenpolitik mit ihren Handelsinteressen in der Levante. 1101 verschaffte sich Balduin II.[50] die Herrschaft über Jaffa und setzte den Ritter Eudes Arpin de Bourges[50] als Statthalter ein. 1102[43] zog ein ägyptisches Heer aus fast 20.000 Mann vor die Tore Jaffas, musste jedoch wieder abziehen, ohne dass es zur Belagerung kam. Dagobert von Pisa, der erste Lateinische Patriarch von Jerusalem, hatte die Stadt erfolglos für sich beansprucht. Als der Graf von Jaffa Hugo II. von Le Puiset 1134 gegen König Fulko rebellierte, wurde die Grafschaft in eine Reihe kleinerer Einheiten aufgeteilt, Jaffa selbst wurde Krongut.

Nach der Niederlage der Kreuzfahrer in der Schlacht bei Hattin[43] nahe dem See Genezareth im Juli 1187, eroberte der kurdischstämmige[43] Ayyubiden-Sultan[31] Saladin Jaffa. Guido von Lusignan hatte wider besseres Wissen den Kampf gesucht. Etwa 30.000[40] überlebende Soldaten und Gefolge des Kreuzfahrerheers wurden abgeführt und ließen die Preise für Sklaven in Damaskus einbrechen.[40] Am 10. September 1191[46] besetzte das Heer des Dritten Kreuzzugs unter Richard Löwenherz kampflos die Ruinen Jaffas, das auf Befehl Saladins vor der Schlacht bei Arsuf im Herbst 1190 geschleift[46][51] worden war. Am 7. September 1191 endete diese mit einem Sieg der Kreuzfahrer.[51] Die Franken bemächtigten sich Jaffas, was ihnen den Zugang zu Jerusalem und Aschkelon eröffnete.[51] Ende Juli und im August 1192[46] nutzte Saladin eine Abreise Richard Löwenherz' und eines Teils seines Gefolges nach Akkon,[46] um sich in der Belagerung und Schlacht von Jaffa der Stadt zu bemächtigen, wurde aber zurückgeschlagen. Am 3. September 1192[48] sicherte Saladin den auf einen Küstenstreifen[43] von Jaffa bis Tyrus zurückgedrängten Kreuzfahrern Jaffa in einem fünfjährigen[43] Waffenstillstandsabkommen zu. Saladin, der sich zahlreiche Großzugigkeiten[52] und selbst von wohlwollenden zeitgenössischen Chronisten wie Ibn al-Athīr[51][52] oder Imad ad-Din al-Isfahani[51] kritisierte strategische Fehler[51] leistete, hatte 1192 die Stadt Jaffa zwar erobern lassen, dann aber auf die Erstürmung der Zitadelle verzichtet, was Richard Löwenherz[51] die Zeit gab, Jaffa erneut einzunehmen.[51] Im Kreuzzug Friedrichs II. wurde 1229 der Friede von Jaffa[52] zwischen dem exkommunizierten[53] und fließend arabischsprachigen[53] Kaiser und al-Kamil geschlossen, mit dem den Franken Jerusalem im Austausch für Damiette[52] kampflos[53][52] zufiel. Zuvor hatten Franken 1204 auch Konstantinopel gebrandschatzt.

Im Königreich Jerusalem führte gewöhnlich der Thronerbe den Titel „Graf von Jaffa und Askalon“. Heinrich von Champagne hinterließ Jaffa seinen Töchtern. Nach dem Tod von Alice von Champagne fiel Jaffa an ihre Tochter Maria von Champagne, die mit Walter IV. von Brienne verheiratet war. Nach dessen Tod 1246 fiel Jaffa an Marias Bruder, König Heinrich I. von Lusignan. 1246 bis 1247 belehnte Heinrich I. Johann von Ibelin mit Jaffa. 1268[52] eroberten die aus Ägypten nach Norden vorgedrungenen Mamluken,[31] die 1260 in der Schlacht bei Ain Dschalut[52] den mongolischen Vormarsch gestoppt hatten,[52] unter Baibars I. Jaffa in einer halbtägigen[46] Belagerung. Sie beendeten die Herrschaft der Kreuzfahrer und überwanden die von den Muslimen und auch von vielen nicht nach dem römischen Ritus praktizierenden Christen als traumatisch erlebte Fremdherrschaft der Franken oder Lateiner. Ein Grund für den fast nur militärischen Charakter ihrer Präsenz lag in der sehr hohen Kindersterblichkeit[43][54] und erfolglosen[52] zivilen Ansiedlung. Die Kreuzfahrerstaaten erneuerten ihre Bevölkerung zu einem bedeutenden Teil durch immer neue und oft wesentlich gewaltbereitere Krieger aus Europa, die zuvor auf diplomatischem Wege Erreichtes zunichtemachten.

Der Titel eines Barons von Jaffa wurde nach der Evakuierung der Stadt von Adligen im Königreich Zypern geführt.[55] Neben neuen Anbaufrüchten (Aprikose, Aubergine, Schalotte, Wassermelone etc.),[43][24] brachten Kreuzfahrer auch die Brieftaubenzucht[43] nach Europa. Ähnlich wie in al-Andaluz, waren auf Zeiten des Krieges Zeiten des Friedens gefolgt,[56] was den Franken erlaubte, Kenntnisse in Arabisch und in arabischer Medizin zu erlangen. Hilfe in der Not versprachen sich die Kreuzfahrer auch von einem Bündnis mit der von den Franken gefürchteten aber von syrischen und armenischen Christen euphorisch[52] begrüßten mongolischen Goldenen Horde, das Philippe de Toucy,[57] in einem strategischen Richtungswechsel,[52] gesucht hatte. Die Mamluken ließen Jaffa zugunsten einer Verteidigungslinie im Hinterland[52] weitgehend zerstören und entvölkern.[46][52] Fortan dominierten gesellschaftlich Sunniten der hanafitischen Rechtsschule. Mit der wiederhergestellten Hoheit des Islam lag Jaffa nun im Gebiet des Dār al-Islām. Wirkungsgeschichtlich begann damit eine anhaltende Phase der Stabilität, aber auch von zunehmender Stagnation.

1516[58] fiel die Stadt an das Osmanische Reich und konnte ihre alte wirtschaftliche Bedeutung zurückerlangen. Die steigende Nachfrage nach Getreide in den italienischen Staaten, infolge des Kriegseintritts Schwedens im Dreißigjährigen Krieg, machte Jaffa ab den 1610er Jahren zum Ziel englischer, niederländischer und hanseatischer Handelsschiffe.[59] Zur wichtigen Exportware wurde neben Zucker[60] zunehmend auch die Baumwolle. Seife auf Basis von Olivenöl – die Nabulsi-Seife – lieferte die Stadt Nablus im östlichen Hügelland.[61] Durch die Kapitulationen des Osmanischen Reiches[61] ab 1535 wurden französische, venezianische und genuesische Handelsniederlassungen[62] von den Osmanen großzügig steuerlich privilegiert und erhielten innere Autonomie.[63] Vom Status der Dhimmi ausgenomme[63] Verwalter und Konsuln führten die inneren Angelegenheiten der den ausländischen Händlern zugewiesenen Kontore.

Zunehmend war Jaffa auch Pilgerhafen auf dem Weg nach Jerusalem und zu anderen Loca Sancta,[64] welche Christen an das irdische Leben Jesu erinnern, und die seit dem 4. Jahrhundert[64] für Wallfahrten zugänglich waren. Die kostspielige, aber sichere Seereise auf venezianischen Galeeren mit je knapp 100[33] Pilgern dauerte 30 bis 40 Tage und begann meist im Mai und Juni.[33][65] Doch mussten sich weniger bemittelte Reisende oft mit Schiffen begnügen, die weder Sicherheit noch Hygiene boten, zudem lauerte Gefahr durch eigene „Sünde[66] und das Verhalten von kriminellen[66] Mitreisenden. Pilger unterstanden der Lex peregrinorum,[66] die ihnen, neben anderen Schutzrechten, das damals nur wenigen zugängliche Recht einräumte, vor der Abreise ein Testament zu machen. Bestimmt wurde zudem der Tag, ab dem die zuhause verbleibende Ehegattin[66] sich bei ausbleibender Rückkehr wieder verheiraten durfte. Behörden erklärten verschollene Pilger oftmals nach 366[66] Tagen für tot. Offenbar erfolgreich pilgerte jedoch der Benediktinermönch Dom Loupvent[67] (ca. 1490–1550) aus Lothringen im Jahr 1531 nach Jerusalem: Für die Hin- (22. Juni–4. August) und die Rückreise (27. August–20. November) mit allen Aufenthalten, sowie den Weg von Jaffa nach Jerusalem und zurück (4.–27. August) benötigte er 245 Tage. Stationen seiner Reise waren Venedig, Rovinj (Rovigno), Otrante, Iraklio (Candie) auf der venezianischen Besitzung Kreta, Limassol auf dem ebenfalls venezianischen Zypern, Jaffa, Jerusalem, dann wiederum Jaffa, ein Ort namens Salins an Zyperns Südküste, danach ein Zwischenhalt in einer Bucht an der Südküste des Peloponnes, die griechischen Inseln Zakynthos (Zante) und Korfu, Rovinj und schließlich wieder Venedig. Erstaunt berichtete er über die gemeinsamen Gebete von Christen und Muslimen am Grab des Lazarus.[67]

Die christliche und die jüdische Bevölkerung hatte, als Inhaber von göttlichen Offenbarungsschriften und „Leute der Schrift“[68][69][70] (arabisch: ahl al-kitāb) denen freilich – etwa hinsichtlich ʿĪsā ibn Maryam – eine Verfälschung (Tahrīf)[71] der Schriften vorgeworfen wurde, den untergeordneten Status der Dhimmi,[68][42] bezahlte die Kopfsteuer Dschizya,[68] hatte jedoch auch Anspruch auf Schutz vor Willkür, weitestgehende Berufsfreiheit[72] und auf freie Religionsausübung.[68] Verboten war das Läuten von Kirchenglocken,[73] die Taufe[73] von Muslimen und das Studium des Koran.[73] Auch galten Baueinschränkungen[73] und Kleiderregeln.[73] Wurden jedoch Schutzbestimmungen und Entscheidungen lokaler Qādī nicht ausreichend befolgt, konnten die Minderheiten an die Hohe Pforte gelangen, die wiederholt für sie intervenierte.[74] Um 1665 versetzte das Auftauchen des angeblichen Messias Schabbtai Zvi[75][76] und seines „ProphetenNathan von Gaza[75] die jüdische Gemeinde in Aufregung. Der jüdische Hoffnungsträger aus Smyrna bewegte sich frei im östlichen Mittelmeerraum, denn die Osmanen boten ihren Untertanen Reisefreiheit.[61]

 
Bonaparte visitant les pestiférés de Jaffa (dt. Bonaparte besucht die Pestkranken von Jaffa) nach einer Darstellung von Antoine-Jean Gros

1775 wurde Jaffa von Mamluken unter Muhammad Bey Abu Dahab[77] belagert und eingenommen, an der ganzen Bevölkerung ließ er ein Massaker verrichten. Von Gaza[78] kommend, das seine Truppen am 25. Februar 1799[78] eingenommen hatten, belagerte Napoleon Bonaparte Jaffa während seiner Ägyptischen Expedition vom 4.[78] bis zum 7.[79][80] März 1799. Dem französischen Offizier, der die Verhandlungen über eine kampflose Übergabe der Stadt führen sollte, wurde von osmanischen Kämpfern der Kopf abgeschnitten[78] und von der Stadtmauer herab den Franzosen, auf einen Pfahl gespießt, gezeigt. Es folgte ein sechsstündiger Artilleriebeschuss und, nach der Eroberung, die Plünderung der Stadt und Exekution des Kommandanten Abu-Saab und von fast 3000 Gefangenen.[81] Gerechtfertigt[82] wurde das Blutbad mit fehlendem Wasser und mangelnden Lebensmitteln zur Versorgung von Kriegsgefangenen. Gleichzeitig war in Jaffa die Pest[78] ausgebrochen und es kam in zahlreichen Fällen zu sexueller Gewalt gegen Frauen.[78][83] Napoleon gab darauf seinem Militärarzt René-Nicolas Dufriche Desgenettes den Auftrag, die erkrankten französischen Soldaten zu vergiften.[84] Begünstigt durch schlechte hygienische Bedingungen, kehrten Pest und Cholera[29] in den folgenden Jahrzehnten wiederholt zurück.[29] 1806 beklagte der Reisende François-René de Chateaubriand[84] in Itinéraire de Paris à Jérusalem den elenden Zustand der Stadt. Zucker und Baumwolle verschifften seit langem vor allem Häfen in der Neuen Welt.[60]

Modern gerüstete ägyptische Truppen Muhammad Ali Paschas rückten zur Eroberung Syriens und Südostanatoliens[85] 1832 auch in Jaffa ein, das jedoch, nach dem militärischen Eingreifen der europäischen Großmächte im Jahr 1839,[29] ab 1841 wieder vom Osmanischen Reich regiert wurde. Muhammad Ali erhielt die osmanische Anerkennung seiner Dynastie über Ägypten und den Sudan.[85] Das kleine Jaffa unterstand nun dem Sandschak von Jerusalem, an dessen nördlicher Grenze es lag.[86][30][87] Dieser war seinerseits Teil der Provinz Damaskus.[88] Als einziger Sandschak der Südlevante war er vom Vilâyet von Beirut unabhängig.[87] Ab 1840 brachten die Tanzimat[89][90] genannten Reformen der Wirtschafts- und Rechtsordnung einen Entwicklungsschub im Bauwesen. 1842[90] wurde Papiergeld eingeführt, 1844[90] gab es eine Volkszählung. Nach 1841 waren, mit der Befriedung des Gebiets und dem Ende der Kämpfe, Soldaten der Streitkräfte Ibrahim Paschas mit ihren Familien in Palästina angesiedelt worden. Diese waren mehrheitlich ägyptische Bauern und Fellachen,[29] es befanden sich unter ihnen aber auch Maghrebiner, Tscherkessen und Bosniaken.[91] 1857[92] wurde der Sklavenhandel[90] per Ferman verboten, ging aber de facto vermutlich bis 1910 weiter.[92] Der auf der Verbindung DschiddaTabukAmman[92] oder auf See via Kyrenaika verlaufende arabische Sklavenhandel brachte so Menschen aus Afrika nach Jaffa.[93] Ibrahim schaffte die Pilgersteuer für Nichtmuslime ab und führte Kopfsteuern auch für erwachsene Muslime ein.[94]

Um 1840 lebten etwa 200[77] Juden in Jaffa. Die Osmanen begünstigten ab den 1820er[84] Jahren die Ansiedlung maghrebinischer Juden, da sie in diesen ein Gegengewicht zu den aufbegehrenden Arabern sahen und sich von ihnen gute Steuererträge erhofften.[95] Juden und Christen bezahlten oft erhebliche Steuern und Abgaben für sogenannte Schutzrechte,[96][70] wozu für Juden die Möglichkeit gehörte, am Kotel[96][94] in Jerusalem beten zu können. Da der Posten eines Statthalters oder Steuerpächters (mültezim)[88][97] der Hohen Pforte käuflich[88] war, versuchten Amtsinhaber möglichst viel einzunehmen, um ihren Ämterkauf profitabel erscheinen zu lassen. Deshalb drängten nach dem Krimkrieg vermehrt christliche Untertanen des Russischen Kaiserreichs nach Palästina und versuchten, Frankreich, in Jaffa mit den Messageries Maritimes[98] oder AFP[99] präsent, den Rang als Schutzmacht[100] der arabischen Christen abzulaufen.[86] Wuchs doch die griechisch-orthodoxe Bevölkerung Jaffas auf 2900[98] um 1904. Russland erhob diese Ansprüche spätestens 1774.[30][93] Auch bei Jaffa ließ sich die Kaiserlich Orthodoxe Palästina-Gesellschaft[37] nieder und betreute eine bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs auf 14.000[37] Menschen pro Jahr ansteigende Zahl von meist aus ländlichen Gegenden stammenden und vom Zar subventionierten[37] Pilgern. Hinzu kamen Ausländer und Einheimische unter dem konsularischen Schutz[30] verschiedener Staaten. Jaffa war mit ihnen zum Anlaufpunkt für westliche Glückssucher mit kapitalistischen Interessen geworden und es entstand eine kleine lokale Mittelschicht.[37] Von 1860 bzw. 1873 bis 1881 versechsfachten[87] sich die Orangen- und verdoppelten[87] sich die Getreideausfuhren aus Jaffa nach Großbritannien. Von Jaffa aus reisten auch Shadar,[74] von der jüdischen Gemeinde entsandte Schnorrer, in der Hoffnung auf dringend benötigte Finanzhilfe zu Glaubensbrüdern in Europa und Nordafrika. Die Institution war als Halukka[63] bekannt. Die islamische Wohltätigkeit regelten Waqf-Stiftungen und die Zakāt, eine der Fünf Säulen des Islam.

 
Markt in Jaffa in der Darstellung des deutschen Orientmalers Gustav Bauernfeind von 1887
 
Männer im Hafen von Jaffa um 1900: Reisende warteten auf Stegen darauf, zu ihren auf See vor Anker liegenden Schiffen gebracht zu werden.

Ab den 1860er Jahren gab es nach Fahrplan verkehrende Dampfschiffverbindungen ab Marseille und Triest,[29] die Pilger und Touristen[37] ins Land brachten. Ab 1867[90][74] garantierte das Gesetz das Grundeigentum von Ausländern. Ende der 1860er Jahre wurde die Straße nach Jerusalem asphaltiert.[74] Die Ottomanische Bank[98] und 1875 die Istanbuler Bankiersfamilie Valeiro[74] eröffneten Filialen. 1884 entstand das Hôtel du Parc von Plato von Ustinow.[84] Telegraphenämter[87] Postdienste und Tramlinien[98] eröffneten. Auch Freimaurerlogen, wie die lokale Barkai-Loge,[98] erfreuten sich bei Juden und Arabern großer Beliebtheit.[98] Während sich zuvor meist britische Erben in spe auf ihrer Grand Tour[37] in Jaffa einstellten, folgten nun die Kunden von Thomas Cook.[37] Am 31. März 1890 begann eine französische Gesellschaft mit dem Bau der Jaffa–Jerusalem-Bahn, sie ging am 26. September 1892[101] in Betrieb.

Die Elite unterlag einer Verwestlichung,[102] auf die auch französische, britische und US-amerikanische Kliniken,[85] Missionsschulen[102][85][73] und Universitäten[85] Einfluss hatten. Diese befanden sich meist in den arabischen Metropolen Beirut,[103] Damaskus und Kairo, wo die wohlhabendsten Familien aus Jaffa häufig fast das ganze Jahr verbrachten.[45] Allein die mit 23[103] Polizeirevieren gesicherte gesamtarabische Vergnügungsmetropole[104] Beirut hatte 1890 mit seinem elitären Syrian Protestant College,[103][73] den 50[103] Arztpraxen, 30[103] Apotheken und 6[103] Krankenhäusern, sowie mit seinen 55[103] Cafés, 45[103] Juwelieren, 30[103] Uhrmachern, 30[103] Basaren, 25[103] Hotels, 3[103] Casinos, 2[103] Zirkussen und um 1900 auch 40[103] Bordellen wesentlich mehr zu bieten als das provinzielle Jaffa. Doch vermochte Jaffas Handelskommitee in der Bosnischen Annexionskrise[98] Österreich-Ungarn die Stirn zu bieten, als es am 12. Oktober 1908[98] den Hafen für Frachter aus Triest blockierte, was 1908 ein Exportvolumen von 12.5[98] Millionen Francs tangierte. Als erstes musste dies eine Mannschaft der Österreichischen Lloyd[98] am folgenden Tag erfahren, als die Ruderer[98] der Frachtlöschung einfach an Land blieben.

Weiterführende Studien[85] führten die Söhne der örtlichen Oberschicht nach Europa.[93] So verfügte die Familie al-Taji al-Faruqi[86] aus Jaffa Ende des 19. Jahrhunderts über Grundbesitz im ungenauen[105] Maß von 50.000[86] Dunam. Der Landbesitz reicher Familien war mit der osmanischen Gesetzgebung ab 1858[30][90][87] arrondiert worden, da Bauern, um der Besteuerung und dem Militärdienst[45] zu entgehen, unwissentlich auf ihre Landrechte verzichtet hatten.[45] Manche der oft stark verschuldeten[85][106] Aristokraten verkauften nun bereits verpachtetes Land an die Neueinwanderer.[58][90] Auch deshalb waren im vom wirtschaftlichen Zerfall geprägten Osmanischen Reich viele Bauern zu Landflucht[102][90] und Lohnarbeit in den Städten gezwungen,[107] die ihnen aber von den zunehmend sozialistisch gesinnten Zionisten der 2. Alija[87] (1904–1914) immer häufiger vorenthalten wurde,[107] da sie keine „Ausbeutung“[95] arabischer Lohnarbeiter betreiben wollten, sondern auf den Aufbau einer rein jüdischen Wirtschaft setzten.[58] Die Politik der jüdischen Pioniere folgte dem Prinzip der „jüdischen Arbeit“ (hebräisch: avoda ivrit),[29][37][87] das auch als die Eroberung der Arbeit[107][74][87] bezeichnet wurde. Die Juden sollten eine normale[87] gesellschaftliche Struktur aus „Bauern und Arbeitern“[108] erhalten und die Bedingungen für deren Masseneinwanderung[109][110] schaffen. Der andere Teil derselben Gesellschaftsauffassung war die „jüdische Selbstverteidigung“.[108] Aus beidem erwuchs der Vorwurf, der Zionismus sei ein imperialistischer Komplott[95][110] und die Juden würden Segregation[29][95][111] zu Lasten der arabischen Bevölkerung betreiben.

Anders als die Elite, suchten viele entwurzelte Bauern Halt an traditionellen islamischen Wertvorstellungen. Aus ihrer unteren Mittelschicht ging die „arabische Renaissance“,[112][93] ein „islamisches Erwachen“,[102] die Nahda, von Dschamal ad-Din al-Afghani[112] oder Rifa’a at-Tahtawi hervor, die versuchte, die Gesellschaft nach französischem Vorbild zu modernisieren.[102][113] Auch von Intellektuellen wie Khalil Beidas[37] oder Khalil Sakakini[114] und der ab 1911 in Jaffa gedruckten und bis 1967 bestehenden Zeitung Filastin[29][109][93] gingen Impulse für ein wachsendes arabisches Nationalbewusstsein aus. Sie entstand auf Initiative der Journalisten Issa al-Issa und Yousef Hanna al-Issa.[37] Die Ausrichtung der Zeitung war panarabisch[37] und griechisch-orthodox.[37] 1915 gab es in Palästina bereits mehr als 20[115] Zeitungen. Auch Al-Akhbar[98] erschien in Jaffa. Aus Haifa kam die Wochenzeitung Al-Karmil[109] von Najib Nassar,[115][74] einem ehemaligen Angestellten[74] einer jüdischen Landkaufgesellschaft, der sich mit seiner Frau Sadij Nassar[116] einem vehementen Antizionismus zugewandt hatte. Der häufige Verweis auf die alten Traumata der Kreuzzüge[46] diente dabei der politischen Mobilisierung. Ein Artikel in Filastin von 1913 trug ganz unverblümt den Titel Die zionistische Gefahr.[109] Alle Zeitungen unterstanden einer strengen Zensur[115] durch die Osmanen und später die Briten. Der Großteil der Bevölkerung war nicht[74][63] lesekundig und kannte Medien meist nur durch das Grammophon, namentlich der Berliner Firma Odeon,[115] die 1913 und 1914 in Kairo 458[115] verschiedene Platten für den arabischen Markt herstellte.

Abdülhamid II. unterdrückte bis zur Jungtürkischen Revolution[74] 1908 die europäische[117][118] Idee des Nationalismus. Die arabisch-nationalistische und antizionistische Schrift Le Réveil de la nation arabe dans l'Asie turque [ou le péril juif universel][119][114][63] (dt. Erwachen der arabischen Nation in Türkisch-Asien [Oder die jüdische Weltbedrohung]) des libanesischen Christen Negib Azoury musste 1905[119] in Paris erscheinen. Die Schrift machte offene Anleihen am europäischen Antisemitismus.[114][120] Insgesamt erreichte der von arabischen Christen[120] importierte[63] und in Übersetzung[117][63] herausgegebene „moderne“[121] Antisemitismus eines Édouard Drumont oder der Protokolle jedoch noch kaum[120] die in traditionell grundsätzlich positiven[114][63] Vorstellungen vom Judentum verbleibenden Muslime. Mit der zweiten Verfassung wurde 1909[74] ein Jaffaer ins Osmanische Parlament entsandt. Auch in Paris entstand 1911 die geheime Liga der arabischen Jugend (arabisch: al-Fatât)[119][93] durch Mohammed Izzat Darwaza,[119] unter deren Mitgliedern Studenten aus Palästina waren. Die von den fast zur Hälfte[113] christlichen Teilnehmern einer syrisch-ägyptischen[93] Konferenz am 17. Juni 1913[119][93] im Haus der Pariser Société de Géographie[93] gefassten Entschlüsse umfassten Forderungen nach politischer Mitsprache[119] im Osmanischen Reich, für Verwaltungsreformen[119] und sprachliche Anerkennung.[119] Hocharabisch[115] hatte Türkisch als Sprache der Gebildeten verdrängt. Sie rezipierten eine wachsende[112] Buchproduktion aus Ägypten,[115] wo die Presse relativ frei war. Im 19. Jahrhundert erschienen über 10.000[112][93] Titel. In Palästina entstanden der pro-französische al-Muntada al-Adabi[119] (dt. „Der Literaturclub“) und der pro-britische al-Nadi al-Arabi[119] (dt. „Der arabische Club“) die aus jungen Studienabgängern[119] und höheren Angehörigen der Sicherheitskräfte[119] bestanden.

Im Ersten Weltkrieg zwang die osmanische Verwaltung die in Jaffa lebenden Juden zum Verlassen der Stadt, da diese, wegen ihrer russländischen oder rumänischen Herkunft, als feindliche Staatsbürger[84][74][109] galten, war doch am 27. August 1916[122] schließlich auch Rumänien in den Krieg eingetreten. Am 16. November 1917[123][124] ergab sich Jaffa der Übermacht britischer Truppen unter dem Kommando von Edmund Allenby, damit endete im Folgejahr die Oberherrschaft der Osmanen. Die vertriebene jüdische Bevölkerung war durch Vermittlung[84] des mit den Türken verbündeten Deutschen Kaiserreichs zuvor aus Damaskus[98] und Anatolien[98] in die Stadt zurückgekehrt. Nach dem jungtürkischen Völkermord an den Armeniern wuchs ab 1916 die armenisch-orthodoxe[79] Gemeinde durch den Zustrom der Flüchtlinge.[125][126] 1915 hatten die Briten arabischen Politikern ein Gebiet von Adana[127] (heute Türkei) bis Akaba[127] (heute Jordanien), einschließlich Jaffas, versprochen.[127] Im Mai 1916[127] lag Jaffa im Gebiet, das nach Plänen der Triple Entente[127] unter gemeinsamem britischem, französischem und russischem Protektorat hätte stehen sollen. Indes erfüllten sich auch arabische Versprechungen nicht, denn die umfassende Desertion arabischer Soldaten aus osmanischen Verbänden blieb aus[128] und auch das Faisal-Weizmann-Abkommen von 1919 blieb unverwirklicht, zu dem Faisal I. verlauten ließ: „Wir Araber, insbesondere die gebildeten unter uns, schauen mit großer Sympathie auf die zionistische Bewegung.“[129]

 
Vier Orangenpacker im Hafen von Jaffa in doppelter Ausführung um 1930
 
Das Grüne Haus (1934), arabischer Eklektizismus im Zentrum von Jaffa

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs an der Palästinafront formierten sich islamisch-christliche Komitees, die vom 27. Januar bis 9. Februar 1919[130][114] beim panarabisch[58] ausgerichteten Allsyrischen Kongress in Jerusalem ein Programm gegen die Ansiedlung von Juden in „Südsyrien“[114][58][110] verfassten. Unter den Aktivisten, die in ihrer Ablehnung des Zionismus miteinander völlig übereinstimmten, bestand jedoch zunächst Uneinigkeit[119] über die angestrebten Alternativen. Während sich Muslime für ein Palästina als „untrennbaren Teil Syriens“[114] aussprachen, gab es bei griechisch-orthodoxen Einwohnern Jaffas auch Zustimmung für ein britisches Protektorat; katholische Araber traten für ein französisches Protektorat ein. Später folgte eine stärkere Zuwendung zum Ziel eines spezifisch palästinensischen Staatsprojekts. Zudem war die Bevölkerung in Anhänger der rivalisierenden[131] politischen Dynastien der Husseini (Arabisch-palästinensische Partei, ab 1934[132]) und der Nashashibi gespalten (Nationale Verteidigungspartei[132] 1934, unter Raghib al-Naschaschibi),[133][119][132] was die Briten gezielt[87] verstärkten und islamisierten.[134][118] Vor allem die Husseini unter der Führung von Mohammed Amin al-Husseini vereinnahmten die Macht zu Lasten der Landnotabeln[132] in den drei Gremien des Arabischen Exekutivkomitees,[74] im Obersten Islamischen Rat[87] und bestimmten ab 1936 die Politik des Arabischen Hohen Komitees,[87] was zu parteipolitischen Spaltungen der Nationalbewegung führte.[132] Der Historiker Amnon Cohen bezeichnet den Machtkampf als Vendetta.[74] Um 1936 gab es sechs[132][74] arabische Parteien. Militärische Strukturen, die eine Eigenstaatlichkeit hätten sichern können, waren auf arabischer Seite kaum vorhanden, die Jaffaer Gruppe Al-najjada[74][135] hatte nur lokale Bedeutung. Auch gesamtregional konkurrierten unter politisierten Mitgliedern der Eliten lokale Identifikation,[118] Panarabismus, Libanonismus[128] und Großsyrianismus.[128] Ein homogener Arabismus, oder gar eine einheitliche und politische arabisch-palästinensische Identität, die auch Arbeiter eingebunden hätte, fehlte.[128]

Im Sommer 1920 entluden sich die Spannungen nach Frankreichs Einmarsch in Damaskus[63] und der Aufteilung der Mandatsgebiete auf der Konferenz von Sanremo.[136] Das geheime[137] Sykes-Picot-Abkommen[138][39] vom Mai 1916 – ein britisch-französischer Interessenausgleich[128] – wurde entgegen anderslautenden Versprechungen und gegen den Willen der Mehrheitsbevölkerung umgesetzt. Dem Wortlaut ihrer Absichtserklärung zufolge, sollte das Mandat eine Vormundschaft[139] über Völker ausüben, „die noch nicht imstande sind, sich unter den besonders schwierigen Bedingungen der heutigen Welt selbst zu leiten“.[139] Die Mandatsmächte verstanden ihre geopolitische Einmischung als „eine heilige Aufgabe der Zivilisation“.[139] Zunächst friedliche Proteste wurden rasch zu Ausschreitungen. Im Mai 1921[114] erreichten die Unruhen in Jaffas Vorort Neve Shalom einen Höhepunkt.[140] Unter den 43[141] jüdischen Toten war der Schriftsteller Josef Chaim Brenner.[142][141] Um die Lage zu entschärfen, verbot die nach dem Prinzip Teile und herrsche[39][87][118] regierende britische Mandatsmacht mehreren Einwanderungsschiffen die Landung in Palästina.[114] Die Briten in der Rolle des „honest broker“[110] sahen Palästina und den von ihnen erstmals so bezeichneten Mittleren Osten hauptsächlich als Brückenkopf nach Indien[143][87] und standen unter dem Einfluss millenaristischer[134][144][109] Protestanten. Argwöhnisch beobachteten sie entstehende Kontakte von Wladimir Zeev Jabotinsky und anderen radikalen Zionisten mit der IRA,[143] wähnten sie sich doch in einer Wiederholung des Irischen Bürgerkriegs.[104]

 
1933: Arabische Demonstranten und britische Polizisten in Jaffa. Die Bilderserie zeigt in ihrem weiteren Verlauf die Eskalation der Lage.[145]

Laut der Volkszählung von 1931 hatte der Bezirk Jaffa 30.877[146] sesshafte Landbewohner in 24[19] Dörfern, diese waren zu etwa 70 %[146] Muslime. Die arabische Bevölkerung Jaffas war von 1922 bis 1931 um 63 %[147] (von 27.429[147] auf 44.638[147]) gestiegen. Eine Dürre im Frühjahr 1932[132] trieb noch mehr Bauern in die Stadt. Das Einzugsgebiet reichte nun bis ins syrische Hauran.[132] Die arabische Bevölkerung, bereits stark proletarisiert[58][109] und von Saisonarbeit[109] abhängig, machte ihrer Frustration immer wieder mit Streiks Luft. Nach Kämpfen mit der britischen Polizei, bei denen im Oktober 1933 ein Polizist und 22 Demonstranten in Jaffa starben und dem Politiker Musa Kazim al-Husaini schwere Verletzungen zugefügt wurden, denen er später erlag,[30] radikalisierte[110] sich die Bewegung. Es bildeten sich unter Jaffas Muslimen vereinzelte neo-salafitische[132][148] Gruppen, deren lokaler Anführer Yaʿqūb al-Ġuṣain[132][74] der 1932[74] gegründeten Gesellschaft der Muslimischen Jugend[132] war. Izz ad-Din al-Qassam[148][132] galt bald als ihr einflussreichster Sprecher in Palästina. Seine kurzlebige Organisation Schwarze Hand (arabisch: al Kaff Al-Awad)[109] zerbrach jedoch am harten Durchgreifen der Briten und an ihrer geringen (200–800 Personen)[109] und zuletzt minimalen[149] Mobilisierungskraft.

Mit mobilisierten Veteranen der britischen Aufstandsbekämpfung in Irland[134] wurden 1936, zu Beginn des Großen arabischen Aufstands,[150] mit der „Operation Anker“[143] weite Teile der Kasbah[143] von Jaffa zerstört. Der Zerstörungswut fielen rund 250[143] mehrstöckige Bauten zum Opfer. Vom Minarett der Hassan-Bek-Moschee wurde auf Passanten geschossen. Etwa 7.000[143] jüdische Bewohner verließen Jaffa im April 1936 fluchtartig. Abhilfe schaffen sollte der Plan der Peel-Kommission,[30] der vorsah, dass Jaffa weiterhin Teil einer britischen Zone sein würde, während Tel Aviv einer jüdischen Zone zugeschlagen werden sollte. In einer Abfolge von Gewalt und Gegengewalt wurden am 26. August 1938[149] vierundzwanzig Besucher eines arabischen Marktes in Jaffa durch eine Bombe getötet. Die Briten, die sowohl der arabischen als auch der jüdischen Forderungen überdrüssig waren, veröffentlichten 1939 das Weißbuch[58] und machten damit ihrer Politik einer freundlichen Duldung der jüdischen Einwanderung ein Ende. Diese Stellungnahmen der britischen Regierung waren für die Zionisten ein Affront,[134] David Ben-Gurion, der für die Briten jüdische Freiwillige rekrutierte,[131] ließ 1942 auf dem 22. Zionistenkongress in New York verlauten: „Wir führen Krieg an Englands Seite, als gäbe es kein Weißbuch, und wir bekämpfen das Weißbuch, als gäbe es keinen Krieg.“[58][110][131]

1936[115] ging ein britisch zensierter Radiosender in Ramallah[115] und Jerusalem[115] in Betrieb. 1938 eröffnete der Hafen von Tel Aviv,[84][107][74] der den bestreikten und mit einem Boykott[107] belegten Jischuv eigenständiger machte. Jaffas Transportfahrer[74] und Docker,[74] zunächst angeführt vom Istiqlal,[74] hatten 1936 den Hafen blockiert. Jaffa hatte sich schon zuvor nur schlecht gegen die Konkurrenz anderer Häfen behaupten können, denn die Kais von Jaffa konnten wegen vieler Untiefen ab Mitte des 19. Jahrhunderts von den nun einen größeren Tiefgang aufweisenden Dampfschiffen nicht mehr direkt angelaufen werden,[98] weshalb Jaffa den unrühmlichen Namen Hafen ohne Hafen[143] trug. 1965 wurde schließlich auch Tel Avivs Hafen vom Tiefwasserhafen in Aschdod[124] abgelöst. 1945 hatte Jaffa 101.580 Einwohner, von denen 53.930 muslimisch, 30.820 jüdisch und 16.800 christlich waren.[151] Während Tel Aviv mit überwiegend jüdischer Bevölkerung im UN-Teilungsplan 1947 dem jüdischen Staat (55 %[110][87] der Fläche des Mandatsgebiets, mit rund 500.000[110][87] Juden und 400.000[110][87] Arabern) zugeschlagen wurde, war Jaffa als eine kleine Enklave des arabischen Staates vorgesehen. In den Tagen nach der UN-Resolution vom 29. November 1947 und noch vor dem Ausbruch der gewalttätigen Auseinandersetzung, ging die Mehrheit der arabischen Elite[74] Jaffas – Beamte, Ärzte, Anwälte, Geschäftsleute und ihre Familien – ins Exil, oft zu im nahen Ausland lebenden Verwandten.[77]

 
Straßenszene im nunmehr mehrheitlich jüdischen Jaffa (Aufnahme von 1948/1951)
 
Ostern in Jaffa (2011)
 
Manschiyya in Jaffa, mit 13.000[109] Einwohnern um 1947, liegt nach dem Palästinakrieg in Trümmern. Aufnahme von Rudi Weissenstein von Ende 1948.

Am 4. Januar 1948[152] verübte die Irgun einen Bombenanschlag auf das Sarraya-Haus,[19] den lokalen Sitz des Arabischen Nationalkomitees und tötete 26[19][152] Menschen. Tel Avivs Stadtpolitiker protestierten bei Sitzungen am 7.[19] und bei David Ben-Gurion am 25.[19] Januar gegen den Irgun-Terror und beklagten die Provokationen[19] der Hagana gegen Jaffa, da sie den im Herbst 1947 mit Nimr Hawari[152] vereinbarten Nichtagressionspakt[152] mit der Nachbarstadt einhielten. Wenige Wochen später gab die Stadt Tel Aviv diese Haltung auf.[19] Am 11.[135]/13.[141]/14. Mai[114] 1948 wurde Jaffa im Palästinakrieg nach Beschuss[19][153] und dreiwöchiger[19] Einkreisung[141][135] von 5000[19] Mann der Hagana und Irgun eingenommen. Die im Rückzug befindlichen Briten sahen sich zur Intervention[141][135][153] genötigt. Der Christ Michael al-Issa[19] und 50 bosnische[19] Freiwillige hatten versucht, Jaffas 1500[19][153] Verteidiger zu organisieren. Bei der Einnahme von Jaffa kamen Strategien des Plan Daleth[154][135][118] zur Anwendung. Meldungen über ein Massaker im Dorf Deir Yasin,[77][155][107] nahe Jerusalem, und gezielt verbreitete[155] aber teils auch falsche Gerüchte über weitere Übergriffe auf die Zivilbevölkerung, sowie Drohungen[155][154] per Lautsprecher[153] lösten bis im Juni eine zweite,[74] nun bedeutend größere Fluchtwelle aus. Davon betroffen waren die Orte im Dreieck[113] zwischen Jaffa, Jerusalem und der nördlichen Grenze des heutigen Gazastreifens, sowie um Be’er Scheva,[113] und im Norden zwischen Haifa, Safed und der Grenze zum Libanon.[113] Die Einwohner Jaffas mussten die Stadt hauptsächlich auf dem Seeweg[84][19] verlassen und wurden bei Gaza[156] angesiedelt, insbesondere im Lager al-Shati.[157]

Viele arabische Familien rechneten mit einer baldigen Rückkehr in ihre Häuser.[158][159][160] Dies kam in den meisten Fällen einer materiellen Enteignung[161][107] gleich und bedeutete den Verlust der Heimat.[118] Stellvertretend für diesen Verlust werden häufig die bei der Flucht mitgeführten und weitervererbten Hausschlüssel[162][74][118] angeführt. Von der bis 1967 in 40.500[118] Fällen zugelassenen Familienzusammenführung[45][110] abgesehen (auf über 700.000[118] Vertriebene aus ganz Israel), blieb eine Rückkehr – al-Awda[110] – ausgeschlossen.[118] Bei Hausdurchsuchungen und nächtlichen Ausgangssperren[19] kam es zu willkürlichen Erschießungen[19] und sexueller Gewalt.[19] Die Plünderung[109][163][110] durch israelische Zivilpersonen[19][118] und die Armee[19][118] sollte unterbunden werden. Yitzhak Chizik,[19] Militärgouverneur in Jaffa, drängte darauf, als die Plünderungen außer Kontrolle gerieten.[19] „Verlassenes“ arabisches Eigentum wurde nach dem 25. Juni 1948[19] zunehmend in geregelten Verfahren jüdischen Neueinwanderern zugewiesen.[45] 45.000[109] dieser Olim chadaschim wurden so in Jaffas arabischen Vororten einquartiert. Durch das Gesetz Absentee's Property Law[45] ab 1950 fielen über 90 %[124] des Bodens unter die staatliche Sachwaltung des Jüdischen Nationalfonds,[45] wovon auch Internally displaced persons[45][74] in Palästina betroffen waren. Die Weigerung der arabisch-palästinensischen Führung, dem UN-Teilungsplan zuzustimmen und andere sogenannte „verpasste Chancen“,[87][110][164] führten zum verbreiteten zionistischen Vorwurf, Araber und Palästinenser seien letztlich für ihre Verluste „selber schuld“.[110][87]

Laut dem Historiker Albert Hourani bewirkte die Talentabwanderung[161] bessergestellter Schichten und der Abfluss ihrer Vermögen, vorzugsweise in Gebiete außerhalb[161] Palästinas, ein starkes Anwachsen der jordanischen Hauptstadt Amman.[161][87] Wobei mittellosen Flüchtlingen die Integration in Jordanien häufig erschwert blieb.[165] In der Folge dieser von den Palästinensern als Nakba bezeichneten Ereignisse, der Flucht bzw. Vertreibung eines Großteils der arabischen Bevölkerung,[166] reduzierte sich ihre Bevölkerungszahl in der Stadt um rund 50.000[19] auf wenige Verbliebene und lag im Jahr 2017 bei rund 20.000.[156] Der Begriff Nakba wird von einer Mehrheit der Israelis abgelehnt, das Thema ist weitgehend ein Tabu,[167][155][163] auch wenn Aktivisten von Zochrot[110][156] (dt. Sie erinnern sich) versuchen, die jüdische Öffentlichkeit für den Schmerz zu sensibilisieren, der mit der Erinnerung verbunden ist. Jedoch soll ein 2011 verabschiedetes Nakba-Gesetz[168][163] das öffentliche Gedenken verhindern. Widerhall fand die Nakba zunächst nur im Werk israelischer Schriftsteller wie Yizhar Smilansky.[107] Auf palästinensischer Seite schrieben darüber Schriftsteller wie Mahmud Darwisch[109][118] und Emile Habibi.[109] Ab den späten 1980er Jahren begannen sich auch Israels Neue Historiker[45][163][110] (ההיסטוריונים החדשים; HaHistoryanim HaHadashim) dafür zu interessieren und sich ohne Rücksicht auf Tabus selbstkritisch damit auseinanderzusetzen. Die Nakba wird dabei häufig als das Gründungsereignis[163] Israels bezeichnet.

 
Symbolischer Schlüssel am Zugang zum Flüchtlingslager Aida (Bethlehem)

Im Erinnerungsdiskurs vieler Palästinenser wurde Jaffa zum fernen Sehnsuchtsort,[153] der in einem Idealzustand nostalgisch[112][116][153] konserviert wird. So schilderte der israelische Schriftsteller David Grossman 1988 ein Gespräch mit einem Flüchtlingsjungen der dritten Generation im Lager Dheischeh[169] südlich von Bethlehem: „Ich frage einen fünfjährigen Jungen, woher er kommt. Er antwortet sofort: »Jaffa.« [...] – »Warst du schon einmal in Jaffa?« – »Nein, aber mein Großvater hat es gekannt.« [...] – »Und ist Jaffa schön?« – »Ja. Dort gibt es Obstgärten und Weinberge und das Meer.«“[169] Diese Vorstellung besteht bis heute und findet sich z. B. im friedenspolitisch vermittelnden Film Tel Aviv on Fire (2018) von Sameh Zoabi, in dem Jaffa als unerreichbare Silhouette am Horizont erscheint. In seltenen Fällen konnten Palästinenser Häuser in Jaffa zurückkaufen,[153] Palästinenser mit Reisepässen besuchen[153] den Ort als Touristen. Im krassen Gegensatz führen auch die extremsten Anhänger des Religiösen Zionismus, deren großisraelische Ambitionen weit über das Gebiet innerhalb der Grünen Linie und des Westjordanlands – den sogenannten Umstrittenen Gebieten[110] – hinausgehen, gerne den Namen Jaffa im Munde. So zitiert David Grossman den Siedler-Rabbiner Mosche Levinger mit den Worten: „Vor fünfzig Jahren haben unsere Gegner mit uns über Jaffa gestritten; heute streiten sie mit uns über Alfei Menasche; in fünfzig Jahren werden sie mit uns über Amman [die Hauptstadt Jordaniens] streiten. So ist das eben.“[169]

Dass die Nationenbildung der Palästinenser erst mit der Nakba einsetzte ist eine verbreitete Auffassung,[45] die, wie der Autor Elias Sanbar schreibt, „gewissen Israelis lieb“[170] ist, doch ist die Zugehörigkeit der arabischen Israelis zu dieser Nation umstritten.[171][168] In Jaffa befinden sie sich derweil auf dem Rückzug, auch wenn sich Tel Avivs jüdische Bevölkerung gewisse, meist ironisch befrachtete Elemente des Arabischen aneignet.[172] Rechtsgerichtete Organisationen wie Yad L'Achim[146] und Lehava bekämpfen mit ihren Kampagnen Mischehen zwischen jüdischen und arabischen Israelis, sowie alle weiteren gemischtreligiösen Ehen, wobei sie vor allem jüdische Frauen davor „retten“[146] wollen, „widernatürliche“[146] Beziehungen einzugehen. Neutrale oder positive Begegnungen sind durchaus möglich: 1999 wurde mit Rana Raslan erstmals eine arabische Israelin zur Miss Israel[168] gewählt und die Zahl arabischer Studierender steigt weiter.[168] Doch haben Arbeitslosigkeit[173] und Kinderarmut[168] zur Entstehung krimineller Netzwerke beigetragen. 2021 gab es einen Anstieg[173] tödlich verlaufender innerarabischer Gewalt. Abrechnungen unter Bandenmitgliedern erreichen inzwischen auch die arabische Gemeinschaft in Jaffa.[173]

Old Jaffa wird heute touristisch genutzt und beherbergt zahlreiche Souvenirläden und private Galerien.[174][84][116] Die konsumorientierten[84] und, wie Raja Shehadeh schreibt, entseelt „niedlichen Rekonstruktionen“[116] Old Jaffas als Touristenattraktion[175][20] erfolgten hauptsächlich in den 1990er Jahren, wobei ein Großteil der historischen Bausubstanz beseitigt[175] wurde. Begründet wurde dieses Vorgehen teilweise mit dabei durchgeführten archäologischen Ausgrabungen.[25] Archäologie ist in Israel häufiger Gegenstand erbitterten politischen Streits,[110] 2002 standen nur zwei[37] zionistische Bauten in Old Jaffa unter dem Schutz der Israel Antiquities Authority, jedoch keines der arabischen Gebäude.[37] Der direkt an die Altstadt anschließende Stadtteil Ajami galt zuvor als „Problemviertel“[84] und Drogenumschlagsplatz,[84] ein Thema, das im Film Ajami[84][176] (2009) von Scandar Copti behandelt wird. Eyal Sivan behandelt in seinem Dokumentarfilm Jaffa, the Orange's Clockwork[177] (2009) die Vereinnahmung der Jaffa-Orange für den Zionismus. Ein Teil Jaffas ist heute eine zusammenhängende Ausgehmeile[84] für zahlungskräftige Besucher. In Jaffa befinden sich bis heute aber auch Einrichtungen und Kirchen der arabischen Christen, sowie Botschaften, darunter die französische. Wie andere Stadtteile unterliegt Jaffa der Gentrifizierung.[156][178]

Geschichte Tel AvivsBearbeiten

 
1909: Die Teilhaber der Terraingesellschaft Achusat Bajit losen Bauparzellen in den Dünen zu
 
Das Hebräische Herzlia-Gymnasium im Tel Aviv der 1930er Jahre

Die ersten jüdischen Ansiedlungen im späteren Stadtgebiet entstanden als nördliche Vororte Jaffas im Süden des heutigen Tel Aviv: Ab 1881 bauten jemenitische Juden Kerem HaTeimanim (dt. Weinberg der Jemeniten).[101] Jemeniten widmeten sich auch ihrem traditionellen Handwerk als Silberschmiede. 1900 bildeten sie rund 10 %[91] der jüdischen Einwohner Palästinas. 75[179][63] oft arbeitslose jemenitische Handwerker- und arme Händlerfamilien gründeten 1903[179][63] in Jaffa die Organisation Peulat Sachir[179][63] (dt. Lohnarbeiter-Bestreben)[179][63] mit der Absicht, die Interessen dieser zum tieferen „arabischen Tarif“[63] bezahlten Juden gegenüber arabischen Arbeitskräften zu begünstigen.[179] In ihrem Antrag an den Vorstand der jüdischen Zitrus-Pflanzer von Rechovot gaben sie als Wunsch an, „die Zahl der arabischen und muslimischen Arbeiter zu reduzieren, und uns – die wir doch die Kinder eines [einzigen] Vaters sind – das Land an ihrer Stelle kultivieren“ zu lassen.[179] Bitter enttäuscht, ausgebeutet[63] und als „Hunde! Gojim!“[63][180] oder „Schwarze“[63] bezeichnet, kehrten viele Juden in den Jemen zurück.[63] Durch frühzionistische Einwanderung und die jahrhundertelange Präsenz des traditionalistischen Alten Jischuv lebten rund 20.000[79] Juden in Palästina. 1887 gründeten die Sephardim Aharon Chelouche,[101] Chaim Amzalak[101] und Joseph Moyal[101] vor den Toren der Stadt eine Siedlung mit dem ambitionierten Namen Neve Tsedek (dt. Oase der Gerechtigkeit),[101] in Anlehnung an einen Vers im Buch Jeremia. Die 1840[74] aus dem Maghreb eingewanderte Familie Chelouche etablierte sich im Immobiliengeschäft.[74][98] Sie unterhielt beste Beziehungen[98] mit der arabischen Elite Jaffas. Der zionistische Büroleiter Arthur Ruppin[98] sah darin mangelnde Linientreue. 1890 entstand Neve Shalom.

Ab 1900[74] überstieg die Zahl der Aschkenasim jene der Sephardim. 1904 wurde Abraham Isaak Kook[94] Oberrabbiner der aschkenasischen Gemeinde. Er und sein Sohn Zwi Jehuda Kook[169] schufen die ideologische Basis für den späteren religiösen Zionismus von Gusch Emunim,[181][169] damals noch die Sichtweise einer kleinen Minderheit, mit deren Auflösung manche rechneten. Bereits ab 1871[182] arbeiteten im Weiler Sarona (1947 zu Tel Aviv) pietistische[183] württembergische Protestanten, die Templer, am Aufbau einer modernen Landwirtschaft in Palästina. In Jaffas Vororten Walhalla und Amerikanisch-Deutsche Siedlung (1948 mit Jaffa zu Tel Aviv), trieben Templer die gewerbliche und industrielle Modernisierung Palästinas voran. So führten Deutsche bis zum Ersten Weltkrieg die Gießerei Palestinian Iron and Brass Foundry Company.[153] Der Zuwachs wirtschaftlicher Möglichkeiten, besonders dank der noch wenig expansionistischen 1. Alija (1882–1903), wurde kritisch begrüßt.[110] Raschīd Ridā[132] und andere islamische Intellektuelle äußerten sich vereinzelt positiv über diese Entwicklung. Ridā, Herausgeber der Zeitschrift al-Manār,[93] betonte aber auch, dass das Land „allen Kindern Abrahams gehört.[114]

Tel Avivs eigentliche Geschichte begann 1909[183] mit der Terraingesellschaft Achusat Bajit (אחזת בית). Zu deren Gründern die Familie des späteren Ministerpräsidenten Mosche Scharett gehörte. Am 11. April 1909 wurden das vom niederländischen Bankier Jacobus Kann[105] angekaufte parzellierte Land unter der Leitung von Akiva Aryeh Weiss[184] und in Anwesenheit der Gründerfamilien, die Anteile an der Gesellschaft besaßen, verlost: Auf 60 am selben Morgen am Strand gesammelte Muscheln schrieb er mit schwarzer Tinte die Namen der Gesellschafter und auf weitere 60 Muscheln die Parzellennummern. Während des Losverfahrens[185] zogen ein Junge und ein Mädchen gleichzeitig je eine Muschel mit Nummer bzw. Namen, so entschied sich, wer welches Grundstück erhielt. Dieser Tag gilt als Gründungstag Tel Avivs. Achusat Bajit vereinigte sich später mit zwei anderen neuen Vierteln – Nachalat Binjamin[186] und Geʾula. Das neue Viertel wurde, nach dem Buchtitel der von Nachum Sokolow angefertigten Hebräischübersetzung des utopischen Romans Altneuland von Theodor Herzl, „Tel Aviv“ genannt, nachdem am 21. Mai 1910 auf der Einwohner-Vollversammlung Achusat Bajits über den neuen Namen entschieden worden war. Unter den Vorschlägen waren: Neu JaffaJefefija („Die Schönste“)[187]Neweh Jafo („Aue Jaffas“) – ʾAvivah („Die Frühlingshafte“) – ʿIvrija („Die Hebräische“) und schließlich Tel Aviv („Frühlingshügel“). Tel Aviv setzte sich durch. In Sokolows poetischer Übersetzung steht Tel (antiker Siedlungshügel) für „alt“, Aviv (Frühling) für „neu“.[188] Tel Aviv – die „erste hebräische/jüdische Stadt“[74][189][19] – wurde bald der Zufluchtsort vieler seit längerer Zeit ansässiger Juden aus Jaffa.

 
Auffaltbare Grußkarte zu Rosch ha-Schana mit idealisierender Abbildung von Tel Aviv, der „Ersten jüdischen Stadt“. Der obere Schriftzug ist jiddisch und bedeutet Panorama von Tel Aviv, gedruckt in Deutschland, 1912.[189]

Sokolow hatte den Namen dem Buch Ezechiel entnommen, in dem er einen Ort am Fluss Kebar[84] in Babylonien[84][37] bezeichnet, wo der Prophet seine Offenbarungen empfängt: „So kam ich zu den Verschleppten, die in Tel-Aviv wohnten“ (Ez 3,15a EU).[84] Darin heißt es, dass „einmal das ganze zerstreute Volk Israel[190] nach Eretz Israel zurückgeführt werden wird“.[191] Die grundlegende Motivation des politischen Zionismus war jedoch politischer und kaum religiöser Natur.[192][87] Der auf eine Staatsgründung ausgerichtete Zionismus bildete die Hauptrichtung[110] der Bewegung, konkurrierte aber mit dem national-kulturellen Zionismus, der Forderungen ans Leben in der Diaspora stellte.[192] Alternativ zum Zionismus entstand der Algemeyner Yidisher Arbeter-Bund in Lite, Poyln un Rusland (Bundisten).[192] Die ab 1870[30] bei Rischon LeZion[114] südlich von Jaffa tätige Mikwe Israel[154] der zionismuskritischen[63] Alliance Israélite Universelle, mit 242[114] Schülern in Palästina im Jahr 1885 und 1.591[114] bereits 20 Jahre später, bot Kindern aus orientalisch-sephardischen und wohlhabenden arabischen[179] Familien eine Ausbildung an, die stark an Frankreich orientiert war. Deren Vorsitzender hatte im Décret Crémieux[114] den Juden in Algerien 1870 die französische Staatsbürgerschaft aufgezwungen.[114] Auch der italienische Imperialismus versuchte, Juden im Dodekanes und Italienisch-Libyen[193] an Italien zu binden. Die angestrebte osmanische[98] Staatsbürgerschaft erschien vielen Zionisten vielversprechend.

Am 7. Zionistenkongress 1905 in Basel[127] war die endgültige Entscheidung für die zionistische Landnahme in Palästina gefallen und die 1903 vorgeschlagene jüdische Siedlungskolonie in Uganda[127][87][134] verworfen worden. Ber Borochov[109] und seine Mitstreiter setzten auf die mobilisierende Kraft des Mythos vom Heiligen Land. Erste Stadtanlagen nach Plänen von Boris Schatz,[84] entstanden in einem am Jugendstil angelehnten Eklektizismus, Architekturkritiker bezeichneten Tel Aviv deshalb bald als provinzielles „Klein Odessa“.[183] In jener von Pogromen[109] erschütterten Schwarzmeer-Metropole lebten etwa 200.000[194] Juden, viele in bitterer Armut, was ihren Auswanderungswillen[109] verstärkte. Theodor Herzls Buch Der Judenstaat und seine diplomatischen[87] Bemühungen fanden dort manchmal Zustimmung.[195] 1882 bis 1914 wanderten dann auch 2,5[87] Millionen russische Juden aus, doch fanden weniger als 50.000,[87] teils nur vorübergehend, nach Palästina. Hier sollten Juden endlich wieder Bauern sein, so die Forderung, entsprechend kritisch sahen die handlungsorientierten Arbeiterzionisten[87] den städtischen und individualistischen Lebensstil. Jaffa hatte mit dem Export der Jaffa-Orange[149][179][87] internationale Bekanntheit erlangt. Südlich und südöstlich der Stadt befand sich zwischen 1880 und 1914 der Schwerpunkt jüdischer Agraransiedlung,[196][74] ein weiterer Siedlungsschwerpunkt lag im Norden, westlich des See Genezareth,[74] wo 1910 in Degania[197][107] der erste Kibbuz entstand. Am 2. November 1917[150][63] sprach sich der britische Außenminister Lord Arthur James Balfour mit einer vagen Zusage erstmals für „die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“[150] aus. Die Balfour-Deklaration machte geltend, dass „zivile und religiöse Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften“ nicht tangiert werden dürfen.

 
Der erste Kiosk der Stadt (1910)
Das Wappen und die Flagge der Stadt enthalten unter dem roten Davidstern zwei Worte aus dem biblischen Jeremiabuch: „Ich (Gott) werde dich aufbauen, und du sollst gebaut werden.“ (Jer 31,4)
 
Ein Zug auf dem Weg nach Jaffa

Am 11. Mai 1921 wurde die Verbindung mit Jaffa gelockert und Tel Aviv erhielt durch den Hochkommissar Sir Herbert Samuel eine eigene kommunale Verwaltung als teilautonome Township innerhalb Jaffas.[198] Dies war die britische Reaktion auf die Unruhen von Jaffa von 1921.[199] Im Juni 1923 bestimmte die Mandatsregierung, welche Viertel Jaffas zur Township Tel Aviv gehörten,[200] außer dem eigentlichen Tel Aviv auch Jaffas ältere nordöstliche Vororte mit überwiegend jüdischer Einwohnerschaft, wie Neve Tsedek (1887 gegründet), Neve Shalom (1897), Machaneh Jehudah (1896), Jefeh Nof (1897), Achawah (1899), Battej Feingold (1904), Battej Warschah, Battej Schmerling, Battej Joseph (1904), Kerem HaTeimanim (1905) und Ohel Moscheh (1906). Im Frühling 1923 ging das erste Elektrizitätswerk Tel Avivs in Betrieb,[201] die Jaffa Electric Company,[37] damit endete bald das Zeitalter der Petroleumlampen und Generatoren. Federführender Unternehmer war Pinchas Ruthenberg,[37][120] Gründer der Anglo-Palestine Electricity Company.[201] Die 3. Alija (1919–1923) hatte inzwischen viele lohnabhängige Menschen an Land gebracht. Tel Aviv zählte nun über 2000[109] Arbeitslose bei fast 20.000[109] Einwohnern.

Sehr zum Missfallen der linkszionistischen Pioniere, deren Ideal nicht weniger als der „Neue Jude“[202][114][104] war, bestand die jüdische Einwanderung der 4. Alija (1924–1928) mit wachsendem Anteil aus bürgerlichen[29] („kleinbürgerlichen[141]) und „kapitalistischen“[29] (im Besitz von über 1000 £[141]) ehemaligen Klein- und Kleinstunternehmern[109] ohne Interesse an Landwirtschaft.[109][141] Es kam zu innerjüdischen Arbeitskämpfen, oft mit solidarischer Teilnahme arabischer Arbeiter.[29][120] Die Histadrut, deren Organisierungsgrad 1924 bei 70 %[109] aller jüdischen Arbeiter lag, förderte die Entstehung arabischer Gewerkschaften.[29] Mitglieder von Poale Zion[147] hatten dies bereits 1906[147] bei einer Versammlung in Jaffa gefordert. Am linken Rand des politischen Spektrums pflegten jüdische Kommunisten und die 1925[159] gegründete Palestine Arab Workers Society[37][159] in den 1920er und 1930er Jahren eine enge Zusammenarbeit, ihr gemeinsamer Gegner war die „jüdische Bourgeoisie“.[109][179] Der Preiszerfall[132][109] landwirtschaftlicher Erzeugnisse brachte manche bald um ihr Einkommen. 1927 lag die Arbeitslosigkeit im Jischuv bei geschätzten 40 %,[109] ausländische Investitionen waren zwischenzeitlich rückläufig.[109] Rund 25.000[108] Juden verließen Palästina in der Weltwirtschaftskrise nach kurzer Zeit in Richtung europäischer Siedlungskolonien in Übersee, den meisten war aber auch die zionistische Ideologie völlig fremd.[108] Die Workers Society wurde 1936 von den Briten zerschlagen, ihr Sekretär, Sami Taha,[109][152] am 12. September 1947[152][147] vermutlich auf Anweisung des Großmuftis[109][147] ermordet.

 
Strandspaziergang an einem Schabbattag des Jahres 1948

Im Streit um die Durchsetzung der selbst der Einhaltung des Jom Kippur religiös übergeordneten Schabbatruhe[203][204] auch im erweiterten Tel Aviv, drohten die Vertreter Neve Tsedeks und Neve Shaloms 1923 für den Fall, die künftige gemeinsame Township würde sich nicht auf die Schabbatwahrung verpflichten, die Rückgliederung ihrer Viertel zu Jaffa anzustreben.[205] So vereinbarten die Verantwortlichen für ganz Tel Aviv, sich amtlich für die Schabbatwahrung einzusetzen, jedoch ohne den Anspruch, ihre Einhaltung im Privaten bestimmen zu können. 1926 wurde die aschkenasische Große Synagoge fertiggestellt, ihr folgte von 1925 bis 1931 der Bau der sephardischen Großen Synagoge Stiftszelt. Zahlreiche kleinere Minjanim und Betsäle entstanden in den Stadtteilen.

Am 20. Januar 1924 wählten die Einwohner des erweiterten Tel Avivs erstmals ihren Township-Rat, der am 31. des Monats aus seiner Mitte Meir Dizengoff als Bürgermeister bestimmte.[206] Im Juli 1926 erstritt der Hauseigentümerverband Tel Aviv per Feststellungsklage vor dem palästinensischen Obergericht in Jerusalem die Feststellung, wer in Tel Aviv zur Wahl des Township-Rats berechtigt sei, da die Statuten darüber nicht eindeutig waren. Das Obergericht fällte eine Entscheidung, laut der nur Steuerzahler wahlberechtigt sein würden, was viele bislang Wahlberechtigte von künftigen Wahlen ausschloss.[207] Im Dezember 1926 schloss die Stadt Jaffa die Einwohner Tel Avivs von der Teilnahme an den Stadtratswahlen aus, nach Protesten konnten die Tel Avivis dann aber am 27. Mai 1927 ihre Vertreter nachwählen, die Mandate gingen an Dizengoff und Chaim Mutro.[208]

Die Stadt beauftragte den Schotten Patrick Geddes, einen master plan für Tel Aviv zu entwickeln, was er 1927–1929 tat. Tel Aviv sollte nach den Grundsätzen der Hygiene und des modernen Städtebaus als Gartenstadt[187] mit überwiegend freistehenden Gebäuden entworfen werden. Die Stadt sollte am Meer liegen, denn sie sollte – vergleichbar mit New York und Buenos Aires – die Eingangspforte[185] zu einer neuen Heimat werden. Und die Stadt, die sich Theodor Herzl optisch ähnlich wie Wien vorstellte,[84] sollte gesunde Meeresluft haben, denn den Zionisten stand vor Augen, wie in den von der Schwindsucht[209] geplagten mitteleuropäischen Metropolen tausende Juden in stickigen Gangküchenhäusern[210] hausten. Die Umsetzung des Geddes-Plans gelang jedoch nur in Ansätzen, da private Investoren häufig ihren finanziellen Eigeninteressen gehorchten,[211][141] was sie heftiger öffentlicher Kritik aussetzte. Deshalb konnten von 60[187] vorgesehenen Parkanlagen nur die Hälfte tatsächlich angelegt werden. Ab 1927[101] entstand für Juden aus Thessaloniki das eng bebaute Arbeiter- und Industrieviertel Florentin. Das sich östlich daran anschließende Viertel Shapira bauten usbekische[20] Einwanderer. So bildete sich ein Wohlstandsgefälle[20] zwischen den von linken Idealen oder von der Haskala[212] geprägten Angehörigen der Elite[83] bewohnten Stadtteilen im Norden, der sogenannten „Aristokratie“,[163] und den wirtschaftlich schwächeren Mizrachim im Süden der Stadt, die sich sozial benachteiligt fühlten und es meist auch waren,[213] da sie kaum Kapital und westliche Bildung besaßen. Oft wurde ihnen mit Misstrauen[79] begegnet, ihre Einwanderung war nicht[63] in größerem Umfang vorgesehen und ihre jüdisch-israelische Identität mussten sie beim Aufbau des „Staats vor dem Staat“[18] unter Beweis stellen.[214][107] Im Mai 1930 organisierte der jemenitische Jude Zachariah Gluska[63] eine Demonstration in Tel Aviv, die die Gleichgültigkeit[63] der Jischuv-Leitung gegenüber den entrechteten[63] Juden im Jemen anprangerte.

Volle Unabhängigkeit von Jaffa erhielt Tel Aviv am 12. Mai 1934, das aber schon seit März 1921 die Selbstbezeichnung ʿIr (Stadt) nutzte, als es gemäß der palästinensischen Gemeindeordnung (englisch Municipal Corporations Ordinance ‚Kommunalgebietskörperschaftsverordnung‘) zur eigenständigen Stadt erhoben wurde.[215] Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland wuchs der Wohnungsbedarf; daher musste, entgegen der ursprünglichen Absicht, nun schnell, funktional und kostengünstig gebaut werden, von Architekten wie Richard Kauffmann,[216] Wilhelm Haller, Erich Mendelsohn, Lotte Cohn, Leo Adler, Arieh Sharon,[216] Genia Awerbuch,[216] Dov Karmi,[216] oder Yehuda Magidovitch, allesamt Architekten, die sich den Prinzipien des Bauhaus und des Internationalen Stils[183] verpflichtet fühlten. Mit Zeev Rechter[183] fand sich auch ein Schüler des Berliner Architekten Erich Mendelsohn in Tel Aviv ein, Shmuel Barkai[183] hatte beim international stilbildenden Le Corbusier in Paris studiert. Jedoch machten sie zahlreiche funktionale Zugeständnisse an die Bedingungen der Levante und passten ihre Pläne entsprechend an,[183] denn das Klima Palästinas war kontrastreich: „Auf brutheiße Tage folgen frostkalte Nächte, auf wilde Regengüsse Zeiten der wolkenlosen Dürre, auf eisige Nordstürme glühende Südwinde“,[217] beschrieb es Egon Friedell im Jahr 1936. Die Architekten schufen die modernistischen Entwürfe für die Pavillons der Levante-Messe[218] im heutigen Alten Norden. Als Vorbild diente auch die von den Nazis als „jüdisch-bolschewistisch“[183] oder „kulturbolschewistisch[219] beschimpfte Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Das florierende Exportgeschäft erlaubte innovatives Bauen, wie das Beit Hadar zeigt. Neben dieser durchaus bürgerlichen Lebensmodellen dienenden Architektur baute das Gewerkschaftsunternehmen Solel Boneh[124] der Histadrut auch Vorstädte für Arbeiter, die Kiriot HaOvdim.[124]

 
Zu Tisch im Café Lorenz bei Fritz Gerstmann, „singender Kellner“, 1935
 
Links Bauhausstil der 1930er und rechts Levantinischer Eklektizismus der 1920er Jahre in Neve Tsedek
 
Die Basel-Straße um das Jahr 1939

Das Haʿavara-Abkommen[183][109] ermöglichte es Flüchtlingen aus Deutschland, deutsches Baumaterial und andere Waren, wie Maschinen, die für den Neuanfang dienlich erschienen, nach Palästina zu importieren, die sie von ihren Guthaben in Deutschland bezahlten. Direkten grenzüberschreitenden Finanzverkehr belegte die Reichsfluchtsteuer ab dem Dezember 1931 mit Steuern, deren Abgabesätze die Nazis wiederholt erhöhten, um Halter von Vermögen in Deutschland, egal welcher Religion oder Staatsbürgerschaft, durch hohe Besteuerung von der Ausfuhr ihrer Bankguthaben abzuschrecken, bzw. diese Guthaben per Steuer einzubehalten, wodurch Flüchtlinge mittellos ausreisen mussten. Unter den neuen Olim waren viele Angehörige des assimilierten Bildungsbürgertums, für die es nicht immer eine geeignete Arbeit gab, zudem eckten die Jeckes, wie Deutsche und Österreicher spöttisch genannt wurden, mit ihrer Förmlichkeit an. Das Wort machte die Runde, man habe sich auf Baustellen mit „Bitte schön, Herr Doktor! – Danke schön, Herr Doktor!“[108] Ziegelsteine gereicht. Shlomo Dov Goitein klagte: „Gute Manieren und Höflichkeit sind [den Sabra] suspekt.“[104] Auch von der Jacke mochten sich die Jeckes in der Hitze nicht trennen. Sie lebten im gesellschaftlichen Kanton Ivrit („kein Ton Ivrit“). Einige zionistische Politiker veranlasste dies dazu, verstärkt die Einwanderung der leichter zu integrierenden Polen[220] zu fördern. Am 16. Juni 1933[141] wurde der in Berlin ausgebildete Ökonom und Linkszionist Chaim Arlosoroff[221][141] ermordet am Strand von Tel Aviv aufgefunden. Der Rechtszionismus galt als Bedrohung, am 17. April 1933[141] kam es beim Aufmarsch des Betar[141] in Tel Aviv zu Zusammenstößen mit Arbeitern. Noch weiter rechts war die Gruppe Brit HaBirionim,[141] der Arlosoroffs Mörder nahe stand.[141]

Auch wenn im August 1937, bei der Annahme des Peel-Teilungsplans am 20. Zionistenkongress in Zürich, ihr „Transfer“[109][87][164] gefordert wurde, blieb die arabische Bevölkerung von jeder Vertreibung unbehelligt. Bürgerliche jüdische Familien beschäftigten arabische Hausangestellte.[109] Doch brachten deutsche Einwanderer in ihrem geistigen Gepäck, neben dem 1901[134] vermutlich[120] von Israel Zangwill[155][134] gegebenen Versprechen „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“,[97][110][87] auch andere Anschauungen mit, die ein Interesse an ihren neuen arabischen Nachbarn gar nicht erst aufkommen ließen. So stufte Alfred Weber 1935 in seinem Buch Kulturgeschichte als Kultursoziologie den Islam als eine „Sekundärkultur zweiter Stufe“[42] ein und der Islamwissenschaftler und preußische Kultusminister Carl Heinrich Becker präzisierte: „[Der Islam] ist nichts anderes als weiterlebender, auf Dauer sich aber immer mehr asiatisierender Hellenismus.“[42] Vereinzelte Initiativen für eine binationale Verständigung unternahm dennoch von 1925 bis 1933 die Gruppe Brit Schalom[138] und ab 1942 ihre Nachfolgeorganisation Ihud.[110] Auch ihr arabisches Pendant, die 1946 von Fawzi Darwisch al-Husseini[109][152] gegründete Filastin Al-Jadida (Das neue Palästina),[109] blieb politisch und gesellschaftlich isoliert. Husseini, vom Arabischen Hohen Komitee[152] als Landesverräter[109] verunglimpft, wurde im November 1946[152] ermordet.[109] Sich jüdischerseits mit den Arabern zu beschäftigen wurde zur Aufgabe von ausgewählten arabischen Juden[222] (Mista’aravim[214][104]) und blieb eine rein geheimdienstliche Tätigkeit. Die Mehrheit verdrängte wohl bewusst diesen Teil der Wirklichkeit. Arabisches Unabhängigkeitsstreben galt demzufolge als unauthentisch,[110][118] vorübergehend[110][118] und als das Resultat von Manipulation[110] durch die Eliten.

Ab Februar 1939 betrieb die Reichszentrale für jüdische Auswanderung[223] die forcierte Auswanderung von etwa 30.000[223] Juden. 66.848[224] Menschen flohen auf diese Weise bis Oktober 1941 aus Österreich. Insgesamt brachte die 5. Alija 197.235[138] Flüchtlinge ins Land. Im Juli 1941 wurden im Stadtteil Sarona lebende nichtjüdische Palästinadeutsche zur Internierung nach Australien ausgeschifft. Ihre Deutsche Schule Sarona wurde zunächst zum Quartier der jüdischen Hilfspolizei Notrim. Die städtische Polizei beschäftigte sich auch mit jüdischen Delinquenten, die es zur großen Zufriedenheit des künftigen israelischen Nationaldichters Chaim Nachman Bialik schon seit längerer Zeit gab. Als nämlich in den 1920er Jahren ein gewisser Renzel,[201] der erste in Tel Aviv verhaftete Dieb, gefasst wurde, meinte er zu dieser programmatisch angestrebten[18] Normalisierung: „Wir werden erst ein normales Volk sein, wenn es endlich jüdische Polizisten, jüdische Prostituierte und jüdische Banditen in unseren Straßen geben wird.“[201][225] 1939 zählte Tel Aviv 700[154] jüdische Polizisten.

 
Postkarte aus Haifa nach Tel Aviv vom 27. März/Mai 1947: „Mein lieber Wolfi, Du hast wirklich eine schöne Erholungsstätte für uns ausgesucht und wir danken Dir nochmals dafür. Die Luft ist herrlich, das Wohnen sehr bequem und das Essen in Qualität und Quantität erstklassig. Hoffentlich können wir uns einmal bei Dir in gleicher Weise revanchieren. Innigst grüßen u. küssen Dich Papa & Mama.“
 
Der Dizengoff-Platz im Herzen der Weißen Stadt in den 1940er Jahren
 
Tel Avivs nördliches Umland (1944)

1939 lebte die jüdische Bevölkerung zu 90 %[226] in den Städten, denn das Anfang der 1940er Jahre rund 20 %[226][164] des Agrarlandes umfassende Gebiet, das vor allem der Jüdische Nationalfonds[226] arabischen Latifundienbesitzern abgekauft hatte, konnte nicht mehr Menschen aufnehmen. Dennoch bestimmte das ländliche Leben in Kibbuz[226] und Moschaw das Bild,[87] das der Zionismus von sich verbreitete. Verkäufer waren laut dem israelischen Orientalisten Yehoshua Porath bis März 1936 zu 52,6 %[107] außerhalb Palästinas lebende arabische Eigentümer, 13,4 %[107] des Landes hatten Kirchen und Regierung verkauft, 24,6 %[107] gehörte zuvor lokalen Notabeln und ihren Familien. 1935 war mit 1225[132] offiziellen Landgeschäften der Höhepunkt erreicht. Im Gegensatz zum benachbarten Jaffa war Tel Aviv von Anbeginn eine jüdische Siedlung mit entsprechender Bevölkerungsmehrheit. Laut dem UN-Teilungsplan für Palästina war Tel Aviv daher als Teil des jüdischen Staates vorgesehen. Die Stadt wuchs rasch, weil sie, neben Haifa, zum wichtigsten Ankunftshafen für jüdische Immigranten nach Palästina wurde. 1926 hatte Tel Aviv 40.000[227] Einwohner, 1936 waren es bereits 150.000[227] Einwohner.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Tel Aviv am 9. September 1940 von auf Rhodos gestarteten italienischen Flugzeugen bombardiert, es entstanden schwere Schäden und 140[143] Menschen starben.[228] Deutsche Luftangriffe forderten am 11. und 12. Juni 1941 mindestens zwölf Tote.[143][114] Getroffen hatten ihre Bomben ein Invaliden- und Altersheim.[143] Im Gegensatz zum britischen Flottenstützpunkt[143] Alexandria, und zu Haifa,[138] das wegen der irakischen Kirkuk-Haifa-Pipeline[137] – der „Halsschlagader des British Empire,[137] so das Time Magazine vom 21. April 1941[137] – seiner Treibstofflager[143] und Raffinerien[143] als strategisch wichtig galt, hatten Tel Aviv und Jaffa keine Bodenluftabwehr.[143] Die Angst, dass Truppen der Achsenmächte über Nordafrika nach Palästina vorstoßen würden, verbreitete sich im Jischuw, als italienische und deutsche Einheiten 1942 kurz vor Kairo standen und der dem italienischen Faschismus zugeneigte[229] König Faruk I. sich für die Neutralität Ägyptens ausgesprochen hatte, weshalb ein Teil der zionistischen Führung nach Großbritannien evakuiert[114] wurde. Die Bombardierungen trafen unterschiedslos Juden wie Araber.[143] Von den Italienern abgeworfene Flugblätter,[143] welche die arabische Bevölkerung zum Aufstand gegen die Briten aufforderten, fanden entsprechend keinen Widerhall,[143] vielmehr prangerte Jaffas arabische Zeitung Filastin die Luftangriffe auf Tel Aviv als eine „kriminelle Bombardierung“[143] an. Bei Begräbnissen der jüdischen Opfer auf dem Friedhof Nachalat Yitzhak[143] sprachen der arabische Bürgermeister[143] von Jaffa und weitere arabische Würdenträger ihr Beileid aus.

Tel Aviv wurde zum Anlaufpunkt für alliierte Truppen auf Durchreise oder Erholungsurlaub, darunter Neuseeländer[84] und Australier,[84] ebenso wie für polnische Streitkräfte der Sowjetunion,[84] woran bis heute ein polnisches Gräberfeld[230] in Jaffa erinnert. Auch Angehörige der Armee des Freien Frankreichs[84] und griechische Streitkräfte[84] warteten hier auf ihren Einsatz. Bei El-Alamein, 250[137] km vor Kairo, konnte durch diese von den Briten kommandierten Verbände der deutsche Vormarsch aufgehalten werden.[137] Trotz eines vordergründigen Stillhaltens[164] der bewaffneten jüdischen Bewegung Haganah[138] gegenüber den britischen Mandatstruppen, kam es von Seiten der Irgun und der zunächst 200–400[138] Mitglieder zählenden Gruppierung Lechi[138] zu Angriffen gegen deren Sicherheitsorgane,[231] da die Briten auch nach Bekanntwerden erster Meldungen über den Holocaust an einer restriktiven Einwanderungspolitik für Juden nach Palästina festhielten.[136][158] So legten Mitglieder des Lechi eine Bombe, die am 20. Januar 1942[195] in Tel Aviv drei Polizisten tötete. Am 6. November 1944 starb der britische Kolonialminister Lord Moyne durch einen Mordanschlag des Lechi in Kairo.[232][87]

 
Die brennende Altalena vor Tel Aviv

Die Briten, die Schiffe, wie die Struma[158] (1942) oder Exodus[110] (1947) von einer Landung in Palästina abhielten und dies mit dem Schutz der Interessen der ansässigen arabischen Bevölkerung begründeten,[231] befürchteten „ein weiteres Irland[231] und das Abdriften der Araber ins Lager der Achsenmächte.[220] Bestätigte Nachrichten über Massenmorde an Juden in Europa, führten in Tel Aviv zu Großdemonstrationen.[220] Doch erlaubten die Briten nur die Youth Aliyah.[158] Die übrige jüdische Einwanderung, die Alija Bet,[17] erfolgte bis zum Ende des Mandats meist illegal und ab 1945 auf Schiffen der ZIM.[218] 50.000[158] Passagiere abgefangener Schiffe wurden auf Zypern[158][110][138] interniert. 1947, vor Ausbruch des Palästinakriegs, lebten in Tel Aviv bereits 230.000[227] Einwohner. Das Drama der Exodus wurde von Mitgliedern des UNSCOP-Komitees bezeugt[110][87] und beeinflusste[110] ihre Entscheidungsfindung.

Überlebende des nationalsozialistischen Völkermords, die Displaced Persons, konnten zwar nach dem Ende des britischen Mandats, nach häufig mehrjährigem Ausharren in deutschen DP-Lagern,[233][234] nach Eretz Israel einreisen,[235] doch hatte das Schicksal der über 250.000[109] oft körperlich und seelisch gebrochenen Überlebenden, die zwischen 1946 und 1949 im Land eintrafen, nur einen sehr geringen Anteil am öffentlichen Diskurs im neuen Staat,[234][155][109] vielmehr dominierte das Ideal des wehrhaften, leistungsfähigen und von Zukunftsoptimismus getragenen (männlichen) Pioniers oder Tzabar,[113] für den Max Nordau den Begriff „Muskeljude“ geprägt hat und dessen wichtigster Ausdruck die Makkabiade war. Das Ideal konterkarierte das Selbstbild und das im westlichen wie im arabischen[63] Raum verbreitete Zerrbild vom „verweiblichten“[236][120][63] Juden. Da der Zionismus auch eine Bewegung der jüdischen Selbstkritik[202] war, ergab sich diese Überschneidung.[237] Selbst David Ben-Gurion, Mapai-Politiker und Exekutivchef der Jewish Agency for Palestine, äußerte sich kritisch[234][238] über die Eignung der Überlebenden, sich im Land zu integrieren. Zu der im Jischuv vorherrschenden Einstellung passte, dass am 22. März 1946[195] der Leiter der deutschen Templergesellschaft und Nazi-Propagandist Gotthilf Wagner[195] in Tel Aviv aufgespürt und getötet wurde. Die Tat war eine der ersten sogenannten Gezielten Tötungen in Israel.[195] Im Juni 1948 kam es zu einem Gewaltausbruch mit 19[107] Toten zwischen jüdischen Verbänden bei der Entladung von Waffenlieferungen des Frachters Altalena,[123][107] der dabei vor Tel Aviv versenkt wurde. Frankreich hatte der Irgun[87] auf dem Schiff Waffen im Wert von 153[123] Millionen Francs geliefert und sicherte sich politische Einflussnahme[123] und weitere Exportgeschäfte.[110][239] Auch die USA und die UdSSR gehörten zu den ersten Unterstützern des neu entstehenden Staates Israel.[240][87]

Nach der UnabhängigkeitBearbeiten

Mit der am 14. Mai 1948 in der Independence Hall am Rothschild-Boulevard verabschiedeten israelischen Unabhängigkeitserklärung wurde der Staat Israel gegründet. Die ägyptische Luftwaffe bombardierte[29][74][141] fünf[19] Mal Tel Aviv und beschädigte, mit sonst geringer Wirkung, am 4. Juni 1948[19] das Haus David Ben-Gurions. Als Antwort darauf bombardierte Israel arabische Großstädte, worauf zwischen 1948 und 1951 vertriebene jemenitische,[213] irakische[241] und ägyptische[213] Juden in großer Zahl nach Israel kamen. Am 18. Mai 1949 wurde das durch Gefechte zwischen dem Irgun und den Briten in Trümmern liegende Manschiyya und weitere nordöstliche Vororte von Jaffa nach Tel Aviv umgemeindet, das übrige Jaffa wurde am 25. April 1950 Tel Aviv eingegliedert. Am 28. Juni 1950 beschloss das israelische Kabinett gegen den Willen David Ben-Gurions, der den Namen Jaffa favorisierte, und des Stadtrates, der Tel Aviv vorzog, die vereinte Stadt offiziell in Tel Aviv-Jaffa umzubenennen.[16] Am 19. August 1950 wurde sie dann umbenannt in Tel Aviv-Jafo, um den historischen Namen Jaffa zu erhalten.

Mit dringend benötigten Geldern aus dem umstrittenen[124] Luxemburger Abkommen[242] – dem sogenannten Wiedergutmachungsabkommen mit der Bundesrepublik Deutschland – wurde ab 1952 die Infrastruktur weiter ausgebaut, gleichzeitig profitierte[243] die deutsche Industrie. Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung, wie Strauss,[149] erhielten Maschinen, was half, der Rationierung[218][124] und dem verbreiteten Schwarzmarkt[218][124] von Gütern des täglichen Bedarfs entgegenzuwirken. Die Exporte umfassten auch Waffenlieferungen.[243] Konrad Adenauer begründete die Hilfen 1965 sowohl moralisch als auch mit der „Macht der Juden“,[243] die es „auch heute noch“[244][243] nicht zu unterschätzen gelte und berief den offen antisemitischen Rolf Pauls[243] als Botschafter nach Tel Aviv. Oppositionspolitiker Menachem Begin, selber ein Überlebender der nationalsozialistischen Judenverfolgung, der sagte, „zur Hölle mit den Gojim[110] und auf solche Händel schlecht zu sprechen war, ließ später das Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland deutlich abkühlen, sah er doch alle Deutschen in einer Kollektivschuld.[245] Im Weltbild von Begin wurden auch die am Völkermord in Europa unschuldigen Palästinenser, die klagten, in Wirklichkeit nur „für die Sünden Europas zu bezahlen“[110] zu Nazis[110][120] erklärt. Beide Konfliktparteien machen bis heute von dem Wort Gebrauch.[110]

Die Jahre 1955–1957[138] und 1961–1964[138] brachten neue Einwanderungswellen aus arabischsprachigen Ländern, wo bis 1939 nur 6 %[63] der jüdischen Weltbevölkerung gelebt hatte. Eine Minderheit um den Knessetabgeordneten Peretz Bernstein[218] stellte sich erfolglos dagegen. Die seit 1922[63] offizielle semitische Sprache Ivrit,[246] erlernt im Ulpan,[218][107] und die Verdrängung des Jiddischen aus dem städtischen Leben, erleichterten die sprachliche Integration. Diese Einwanderer mussten zu 80 %[119] umgeschult werden, da die meisten von ihnen als Kaufleute gearbeitet hatten. Sie verfügten meist über keine mehrjährige Vorbereitung auf das Leben in Israel und sprachen oft nur Synagogen-Hebräisch.[222] Unterkunft fanden sie zunächst meist nur in Baracken.[107] Der schulische Werdegang von Kindern aus Mizrachim-Familien war oft steinig. So glaubte die jüdische Schweizer Schriftstellerin Salcia Landmann 1967 berichten zu müssen: „Lehrer und Erzieher in Israel klagen allgemein über die zum Teil schwache Begabung und den geringen Lerneifer der Kinder von Einwanderern aus arabischen Ländern.“[247] Die Rechtspflege verfolgte Verfehlungen dieser Jugendlichen, sowie besonders auch junger Araber, wesentlich härter.[97] Zu dieser zur Schau getragenen Mischung aus Strenge und Paternalismus[248] der meist linksorientierten aschkenasischen Elite gehörte auch, dass diese, wie es auch Salcia Landmann gleich im Nachsatz zu diesem Zitat tut, im Allgemeinen „Mischehen“[247][84] zwischen den Aschkenasim und den politisch meist rechtsorientierten orientalischen Mizrachim befürworteten. Doch gab es 1967 vorerst nur 15 %[248] gemischte Eheschließungen in Israel. In den 1970er Jahren setzte sich seitens der Gesellschaft jedoch die Überzeugung durch, dass es besser sei, den Neueinwanderern einen Teil ihrer Herkunftskultur zu belassen.[119] Der frühere Umgang mit Mizrachim gilt als ein Grund für die Erosion der Arbeitspartei.[249][87][145] Der Soziologe Nissim Mizrachi, der selbst dem linksliberalen Lager angehört, ortet eine Benachteiligung der Mizrachim bis in die letzte Linksregierung Ehud Barak.[249]

Jiddisch galt als „Jargon der feigen Diasporajuden“,[250] um mit der Vergangenheit zu brechen, wurden Familiennamen hebräisiert.[251][107][104] Die Verbindung zu Europa sollte gekappt[212] werden, der neue Jude war, wie Mosche Shamir es schrieb, „aus dem Meer geboren“.[107] Erst der politisch[155] unterlegte Eichmann-Prozess in Jerusalem führte in den 1960er Jahren zu einer Neubewertung[158][155][107] der Diaspora. Bei dessen Radioübertragung wurde den Überlebenden zum ersten Mal wirklich zugehört.[250] David Ben-Gurion, der den Prozess angestrengt hatte, versuchte zunächst jedoch nur, den Holocaust in die Kontinuität antisemitischer Pogrome einzuschreiben.[202] Unter den Regierungen von Golda Meir und Menachem Begin[120] wurde jedoch das Menschheitsverbrechen nachträglich zum zentralen Grundstein des Existenzrechts Israels umgedeutet.[202] Bis heute wird diskutiert, ob Juden Lehren aus dem Holocaust[162][252][110] ziehen müssen: Eine Mehrheit sieht es als erwiesen an, dass Stärke und militärische Überlegenheit[162] vor einer befürchteten[253][212][120] erneuten Vernichtung schützen. In Tel Aviv-Jaffa findet sich auch die Minderheitsposition, wonach daraus die Verpflichtung zu gegenseitigem menschlichem Respekt[162] erwächst. Einige Refusenik,[162] wie die Offiziere von Ometz LeSarev,[109] haben deshalb Militärdienst verweigert.[109] Im Bildungswesen sollen Schulreisen zu Yad Vashem und heute sogar ins polnische Oświęcim[114] eine jüdisch-israelische Identität stärken,[107] die, wie der Philosoph Raphael Zagury-Orly schreibt, bis heute stark auf der Erfahrung des „Wir sind allein in der Welt“[212] basiert. Auch für arabische Israelis werden solche Bildungsreisen organisiert,[110] um für sie besser verständlich zu machen, wie sich diese „offene Wunde“[110] auf das Verhalten ihrer Mitbürger auswirkt. In den 1970er Jahren entstand ein neues Interesse an der Kultur der Diaspora, was z. B. den Erfolg der Sängerin Chava Alberstein begründete.[254] Auch das judenspanische Ladino[101] wurde in Tel Aviv wiederbelebt. 1984[20] brachte eine von Michael Levin[187] kuratierte Ausstellung im Tel Aviv Museum of Art die Neubewertung des architektonischen Erbes und die vorher unbekannte Bezeichnung Weiße Stadt. Verschiedene Autoren haben argumentiert, dass dieser Stadtplanung identitätspolitische Motive[255] zugrunde liegen. 1994[187] begann ein umfangreiches Sanierungsprogramm[187] für die bröckelnden[187] Bauten. Mittlerweile sinkt der Anteil der Israelis mit einer vom Holocaust geprägten Familiengeschichte. Nichtaschkenasische Juden, wie die Rabbiner Ovadja Josef[252] und Mordechai Elijahu,[252] verhalten sich ihnen gegenüber häufig auch unsensibel.

Die Stadt wurde zum Zentrum städtischen Lebens in Israel und wuchs weiter: Nachdem mit der Einwanderung von aus Deutschland vertriebenen Juden – den sogenannten Jeckes – bis 1936 ein Siedlungsgebiet entlang dem Meer verbaut worden war, entstanden zwischen 1950 und 1960 neue Stadtteile im Osten, wo sich später, hauptsächlich in den Jahren 1984 und 1991,[256] die häufig weniger zahlungskräftigen äthiopischen Juden ansiedelten, während ab 1975 wohlhabendere Familien nach Ramat Aviv im Norden und ins östliche und südliche Umland[185] zogen. Dabei entstanden für den sozialen Zusammenhalt auch weniger geeignete Bauten mit viel Sichtbeton, etwa im Stil des Brutalismus.[257] Eilig und unter Spardruck[258] gebaute Stadtteile aus meist staatlich subventionierten Wohnungen – bekannt als Shikunim[258] – entwickelten die Probleme einer großstädtischen Banlieue. Der häufig mit Stress[259] verbundene Bevölkerungsdruck, weitere Verdichtungen und Nachverdichtungen[183] und eine wachsende Zahl von Hochhäusern[183][185] haben seit den 1990er Jahren das Stadtbild erneut stark verändert und damit auch die Sozialstruktur, durch die damit einhergehende Gentrifizierung. Indes sind die dunkelhäutigen äthiopischen Juden im Leben der Innenstadt wenig sichtbar. Sie, die sich – trotz staatlicher Affirmative Action[119] – oft ausgegrenzt und diskriminiert[256][119][260] fühlen, bleiben ihrerseits auf Distanz zur Weißen Stadt. 2015 und 2019 führten Übergriffe der Polizei auf äthiopische Juden zu anhaltenden Protesten[256][261][107] in Tel Aviv.

 
1964: Der Schalom-Meir-Turm befindet sich im Bau, Aufnahme von Rudi Weissenstein, dem Fotografen der israelischen Unabhängigkeitserklärung

Der Umbau Tel Avivs zur Hochhausstadt begann 1962, als der Gewerkschaftsbund Histadrut das architektonisch wertvolle[183] Herzlia-Gymnasium abreißen ließ, um Platz für den Schalom-Meir-Turm[84] zu schaffen. Der Verlust dieses kulturellen Erbes führte zur ersten Initiative für Denkmalschutz[183] in der Stadt. Mit dem Dizengoff Center entstand 1984[262] das erste Einkaufszentrum. 2006 hatte Tel Aviv-Jaffa 385.000 Einwohner, 2015 waren es rund 433.000 Einwohner. Der israelische Staat unternimmt Anstrengungen, die Bevölkerung im Land zu verteilen und Entwicklungsstädte wie Aschdod und Be’er Scheva im Süden Israels werden laufend weiter ausgebaut. Während Schule[120] und Militärdienst[119][120] bei den Kindern von Neueinwanderern zu einer raschen Anpassung führen, können die idealisierten Vorstellungen[108][263] von Israel, die bei ihren Eltern vorhanden sind, meist nicht gegen die Realität[263] bestehen, Israelis werden von ihnen häufig aus rau[108][252] und gleichgültig[108] erlebt. Die Haltung der schon im Land lebenden ist oft ambivalent,[108][264] da jeder neuen Alija bessere Anfangsbedingungen geboten werden. Gleichzeitig gab es immer auch Abwanderung[265][120][124] bzw. Transitwanderung[138] von Juden aus oder über Israel. Entsprechend dem ideologischen Konzept der Alija, das Aufstieg[87] bedeutet, wird die Auswanderung als Abstieg[87]Jerida[107][87] – bezeichnet. Den 600.000[266] bis 1 Million[266] Auslandisraelis wird der Vorwurf der Fahnenflucht gemacht, oder sie sollen, wie Jitzchak Rabin 1976 meinte, „verachtenswerte Angsthasen“[266] sein. Heute verlassen viele Aktivisten der Friedensbewegung das Land.[266] Ins Exil treibt sie die Verfolgung durch die Nichtregierungsorganisation Im Tirtzu,[168][109] welche die Arbeit von Akademikern und Künstlern überwacht und bekämpft und die Unterstützung Naftali Bennetts[168] hatte. Auch die als „linke Maulwürfe“[168] verunglimpften Schriftsteller Amos Oz,[168][263] Abraham B. Jehoshua[168] und David Grossman[168] sind ihre Zielscheibe.

 
Die Hassan-Bek-Moschee mit Hochhäusern für Hotels und Büros der 1990er und 2000er Jahre (2014)

Durch die Konsolidierung der politischen Rechten, die mit liberal-konservativen wie Chaim Weizmann oder dem Revisionismus von Anfang an in Israel angelegt war, sich mit der Wahl Menachem Begins 1977 erstmals konkretisierte und in der Ära Benjamin Netanjahu, mit dem Zuspruch[267][268][269] der populistischen[117] und in der Hinterhand häufig antisemitischen[270][212][117] internationalen Rechten, den politischen Diskurs bestimmte, hat sich eine merkliche Entfremdung[271][272][273] zwischen Israel und den überwiegend links und liberal orientierten Juden in der westlichen Diaspora eingestellt.[267] Autoren wie Yoram Kaniuk und Politiker – wie Schimon Peres (1996)[274] oder Avrum Burg[275][109] – haben, aus teils gegensätzlicher Warte, einen grundlegenden Interessenkonflikt[276][252] zwischen den Juden und Israel angesprochen und mitunter eine Rückbesinnung[276][266][269] auf die Diaspora – oder gar, als eine Extremposition[212] einiger Juden außerhalb Israels, eine völlige Rückgabe[212] des Landes „vom Fluss bis zum Meer“ – als wünschenswert bezeichnet. Hingegen fördert beispielsweise der New Israel Fund[114][129][124] Projekte, die einen Ausgleich mit den Palästinensern suchen. Dennoch ist für linksliberal, ebenso wie für wirtschaftsliberal bis neokonservativ gesinnte Juden, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten, Tel Aviv weiterhin ein wichtiger Referenzpunkt. Letztere haben sich wiederholt für die Privatisierung[114][109] staatlicher und gewerkschaftlicher Betriebe der Histadrut starkgemacht. Da sich diese Personen meist nur vorübergehend in Tel Aviv aufhalten, verstärkt dies die Freizeitorientierung der Menschen in der Stadt, deren Arbeitszeiten, zumal in hochqualifizierten Bereichen, sich häufig nach den Bürozeiten[84] von San Francisco oder Los Angeles richten. Ein bekanntes Diktum besagt deshalb „Jerusalem betet, Haifa arbeitet – und Tel Aviv feiert“.[277][84] Dieser Hedonismus[278][279] wird der rastlosen Nonstop City[90][107] Tel Aviv in Israel und in der Diaspora häufig zur Last gelegt.[175] Die als Ahavat Israel[202] bezeichnete emotionale Zugehörigkeit zu Israel ist oft auch mit Kritik verbunden, und mit der Frage, wie und von wem diese Kritik geäußert werden darf.[280][129] Beispielsweise werden der sogenannten BDS-Kampagne unlautere[281][236] Motive vorgeworfen.

 
Tent Protest gegen unbezahlbare Wohnungen auf dem Rothschild (2011). Die Aktion verwies auch auf die zunehmend sichtbare Obdachlosigkeit.
 
Regenbogenfahnen anlässlich der Tel Aviv Pride am Strand Hilton Beach

Die auch für israelische Verhältnisse sehr hohen Lebenskosten[282] und die durch den Abbau[109] des Sozialstaats verstärkte soziale Ungleichheit[283][114][171] führten zu den Protesten von 2011/2012. Bei gleichzeitig stagnierenden[109] Löhnen waren 2006 bis 2011 die durchschnittlichen Wohnungsmieten in der Stadt um 32 %[109] gestiegen. Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Israel brachte zuletzt eine erneute Verschärfung[284] der häufig prekären[285] Einkommenssituation. Tel Aviv pflegt jedoch auch ganz offiziell sein Image als internationale Party-Metropole[286] mit Toleranz für Homosexuelle (LGBT) und der Veranstaltung Tel Aviv Pride.[149][287] Ihre Interessen vertritt unter anderem die Organisation Agudah for Gays, Lesbians, Bisexuals, and Transgender in Israel. Affirmativ besetzen besonders die als Trendsetter umworbenen und in der Stadt allgemein akzeptierten homosexuellen Männer die sonst meist negativ konnotierten Begriffe Hedonismus und Nihilismus.[288] Damit verbunden ist eine Diskussion um Pinkwashing[109] in und außerhalb Israels.

Heute leben auch viele nichtjüdische Arbeitsimmigranten aus Osteuropa[141] und aus Süd-, Südost-[141] und Ostasien[289] in der Stadt. Zudem brachte insbesondere die postsowjetische Einwanderung viele Menschen ins Land, die nach halachischer Auffassung nicht als Juden gelten,[252][120] was regelmäßig zu Debatten über die Frage Wer ist Jude?[107][138] und der wissenschaftlich umstrittenen[290] Forderung nach einer „jüdischen DNA[162][291] führt. Die Forderung wird insbesondere von den „Russen“ heftig kritisiert. 2019 waren in Israel rund 300.000[291] Personen davon betroffen. Sie stehen vor allem bei Eheschließungen,[285] die nur unter der Aufsicht des orthodoxen Rabbinats durchgeführt werden können, unter Legitimationsdruck,[291] viele ziehen deshalb eine Heirat im Ausland[107] vor. Beliebtestes Hochzeitsziel ist Zypern.[107][18] Sowjetische Juden waren 1989 zu 90,5 %[292] russischsprachig, was im Alltag bis heute bemerkbar ist. Die russische Regierung versucht, sich ihre Verbundenheit zu erhalten, sind doch beide Länder wirtschaftlich stark miteinander verflochten.[221][293] Auch im Tourismus- und Pilgergeschäft besteht ein anhaltend starkes Interesse nichtjüdischer Russen an Israel.

Eine weitere Bevölkerungsgruppe sind sogenannte Neue Juden,[294] zu denen unterschiedliche Gruppen von Menschen zählen,[295] die neu als Juden anerkannt werden, darunter die Falascha Mura.[260] Die in den südlichen Stadtteilen von Tel Aviv lebenden nichtjüdischen Flüchtlinge kommen seit 1990[296] meist aus Ländern südlich der Sahara, wie dem Sudan/Südsudan, Eritrea, Kongo, Nigeria und Somalia.[20][297] 140.000[296] Menschen wurden im Jahr 2000 ausgewiesen.[296] 2000 bis 2012 gab es erneut fast 50.000[171] illegale Einreisen aus Afrika. Ein bedeutender Teil der Flüchtlinge verbleibt im Land, da Rückführungen oft nicht durchführbar sind.[171] Ihr Aufenthaltsstatus bleibt damit unsicher. Viele hoffen, Israel als Transitland[298] nutzen zu können, wobei ihre Kinder teils in Israel aufgewachsen[20] sind. Die zeitweilige Kulturministerin Miri Regev (Likud) bezeichnete sie 2012 als „ein Krebs in Israels Körper“.[299][20]

Nachdem die Einwanderungswellen der postsowjetischen Alija, nach einem Neuanstieg durch der Krieg in der Ukraine, nun weitgehend verebbt sind, haben sich, wegen des zunehmend als Bedrohung[300][301] erlebten Antisemitismus[302][303] in Frankreich, zuletzt vor allem französische[304] Juden in Tel Aviv-Jaffa niedergelassen. Israel bietet ihnen eine Art „Sicherheitsgarantie“,[305][252][120] viele kauften für sich vorsorglich Wohnungen in Tel Aviv-Jaffa.[304] Ausgelöst hat diese Fluchtbewegung hauptsächlich eine Serie äußerst brutaler Morde an Jüdinnen und Juden in Frankreichs Ballungszentren. Die Opfer, wie die 85-jährige Mireille Knoll,[251] waren unauffällige Franzosen, was trotz der eigentlich stabilen Sicherheitslage, oft zu der Einschätzung führt, als jüdische Person Frankreich verlassen zu müssen, um besonders die Kinder in Sicherheit zu wissen, und um nicht, wie Eliette Abécassis schreibt, ein Leben im Verborgenen, als „Marranen“,[306] führen zu müssen. Viele Franzosen arbeiten in Tell Aviv in Callcentern für den frankophonen Sprachraum. Eine französische Schule in Neve Tsedek und zahlreiche Geschäfte werben mit Angeboten um diese als kaufkräftig geltenden Einwanderer.

In Tel Aviv wurde bei einer Friedenskundgebung von Schalom Achschaw,[114] mit mehr als 100.000[138] Teilnehmern, die am 4. November 1995[150] auf dem Platz der Könige Israels[175] (heute Rabin-Platz) stattfand, Ministerpräsident Jitzchak Rabin zum Opfer eines politischen Mordes. Erschüttert[307][141] nahm die Bevölkerung Tel Avivs zur Kenntnis, dass der Täter jüdisch war. Dieses Trauma[308] brach bei Vielen den Glauben an die „Unschuld“[307] Israels. Die Stadt ist die Hochburg der säkularen Juden[294] in Israel (rund 40 %[113] der Gesamtbevölkerung), in der, entgegen der Entwicklung im übrigen Land und insbesondere in Jerusalem, die sozialdemokratische Partei Awoda[294] und die ebenfalls säkularen Parteien Jesch Atid[294] und Meretz[294] weiterhin weitgehend allein die lokale Politik bestimmen. Als orthodox bzw. „ultraorthodox[309] geprägter Ort im Großraum Tel Aviv-Jaffa hat sich hingegen Bnei Berak[294][310][120] etabliert. Ein Nebeneinander, das durch die Sympathie[311] der politischen Linken für diese am „Alltag weitgehend desinteressierten“[311] und deshalb mithin oft auch „toleranten Bürger“[311] erleichtert wird. Dennoch begegnen sich religiöse und weniger religiöse Juden zunehmend mit Unverständnis,[312][18][212] was sich an der Frage der Militärdienstpflicht,[171][162] weltlicher Bildungsinhalte,[252][162] der Nichtteilnahme[162] am Arbeitsmarkt und in jüngster Zeit an der orthodoxen Nichteinhaltung[312][212] der Pandemieschutzmaßnahmen entzündet, doch gibt der Soziologe Natan Sznaider zu bedenken, dass der eigentliche innenpolitische Konflikt zwischen jüdischen und arabischen Israelis ausgetragen werde.[313] Und auf die Säkularen bezogen sagt er: „Wir sind alle religiös, sonst würden wir hier ja nicht leben.“[313] Ein Teil der säkularen Bewohner von Tel Aviv erwirbt erneut religiöses Wissen in den säkularen Jeschiwot.[294] Diese Schulen verbinden meist jüngere Menschen, welche die Erfahrung machen, dass die jüdische religiöse Lebensweise von der Orthodoxie vereinnahmt[314][252] wird, haben doch das Liberale Judentum und das Konservative Judentum in Israel im Allgemeinen einen schweren Stand.[155] Daneben machen auch christliche Freikirchen, wie Messianische Juden, religiöse Angebote. Evangelikale[315] im Ausland haben zunehmenden Einfluss auf die politische Entwicklung, namentlich in Bezug auf das Westjordanland.

 
Theodor Herzl, postmodern (2013)

Die von den gescheiterten[136][94] Bemühungen um eine Friedenslösung desillusionierte[316] Bevölkerung Tel Avivs ist unter dem Schutz des sogenannten Iron Dome nach verbreiteter Auffassung zunehmend apolitisch.[31] Diese Resignation[252] resultiert unter anderem aus dem heute auch bei vielen linken Wählern vorhandenen Gefühl, Israel habe auf palästinensischer Seite „keinen Partner für Frieden“[136][252] und aus der gesellschaftlichen Fragmentierung.[252][171][311] Dadurch wächst auch der Druck[285] auf die israelischen Araber in Jaffa. So erhob Jisra’el Beitenu 2014, wie bereits 1973[317] von Meir Kahane[317] gefordert, die „freiwillige Umsiedlung“[155] der Araber aus „Jaffa oder Akkon“[155] zum Parteiprogramm. Ähnlich[155] tönt es von Seiten der religiös-zionistischen Partei HaTzionut HaDatit (ehemals Tkuma) von Bezalel Smotrich, die bei der Parlamentswahl 2021 den Sprung in die Knesset schaffte. Die Partei steht im Umfeld des als ultrarechtsextrem eingestuften Kahanismus, was der Journalist Anshel Pfeffer ansprach, als er 2021 in der Haaretz titelte: „Junge Haredim schwemmten die niederträchtigen Kahanisten in die Knesset“,[318] wobei Pfeffer die Bezeichnung Nazis für diese politischen Kräfte jedoch entschieden ablehnt.[319]

Auch die loyalen[168] Drusen fühlen sich von einem fortgesetzten Rechtsruck an den Rand gedrängt:[129] 50.000 Drusen und ebenso viele Juden demonstrierten am 4. August 2018[320] in Tel Aviv gegen das neue Nationalstaatsgesetz. Die härtesten Gegner „außenpolitischer“ Zugeständnisse im Sinne der von der israelischen Linken erhobenen Forderung „Land für Frieden“[31][110][87] sind dabei die Nationalreligiösen,[321] derweil wird in Tel Aviv offen über postideologische Ansätze diskutiert. Tel Aviv gilt aus ihrer Sicht, im Gegensatz zu den Siedlungen im Westjordanland, als legitimes[313] Kernland, während der Gedanke der zionistischen Landnahme neu nationalreligiös und messianisch[252][87] besetzt ist. Die Tatsache, dass Tel Aviv früher ebenfalls durch diese Landnahme für die Juden angeeignet wurde, führt rechte Kommentatoren zu der Schlussfolgerung, dass auch die Siedlungsexpansion im Westjordanland legitim sei.[87] So meinte Benjamin Netanjahu: „Wenn wir nicht das Recht haben in Hebron zu leben, dürfen wir in diesem Land nirgendwo leben; nicht in Jaffa, nicht in Akkon, nicht in Jerusalem und schon gar nicht in Tel Aviv.“[322] Und der Soziologe Natan Sznaider fasst ein häufiges Gegenargument an die Adresse der Friedensaktivisten so zusammen: „Und was ist an deinem Aufenthalt in Tel Aviv legitim?“[313]

Zahlreiche Kommentatoren beschreiben einen Werteverlust,[252] verursacht durch die Besatzung, der das beanspruchte moralische Fundament von Staat und Gesellschaft angreift.[169][109][162] Manche Tel Avivis wenden sich nun eher unpolitischen Bewegungen wie dem Veganismus[221] zu.[124] Selbst das liberale Leitmedium New York Times bezeichnete Tel Aviv im Mai 2021 als eine Blase (englisch bubble)[323] und auch die Bezeichnung „Staat Tel Aviv“[323] ist verbreitet. Gegen die Stadt mit ihrer lebendigen Zivilgesellschaft hält sich beständig die Vorstellung, diese sei von der Realität des Nahen Ostens abgekoppelt. Die politische Linke – die Israel aufgebaut, mehrere Kriege geführt hat, und das „zionistische Projekt“[324][313] oder gar die „zionistische Revolution“[313][266][109] für nun weitgehend verwirklicht hält – wird hierfür regelmäßig als „linke Feiglinge“[308] oder „Verräter“[249][168] bezeichnet.[212] Der gehässige Diskurs[141][168] der extremen Rechten[141] wandert von Facebook[325] auf die Straßen und Plätze, rechte Gegendemonstranten und die Hooligan-Gruppe La Familia[308] von Beitar Jerusalem bedrohen regierungskritische Demonstrationen in Tel Aviv. Indes wendet sich ein bedeutender Teil der Stadtbevölkerung von ideologischen Prämissen ab.[269][120] Ironisch verfremdete Versatzstücke[326] des Zionismus und das Konterfei Theodor Herzls werden in Tel Avivs Straßen zu postmodernen Ikonen.[20] In Worte fasst dies ein berühmt gewordenes Graffito in Florentin, das in Umkehrung des herzlschen „Wenn ihr wollt, ist es kein Traum“[327] den Vorbeigehenden verheißt: „Wenn ihr nicht träumen wollt, dann müsst ihr es nicht.“[262][20] Was ans Schlusswort zu Altneuland erinnert: „Wenn ihr aber nicht wollt, so ist es und bleibt es ein Märchen, was ich euch erzählt habe.“[327]

TerroranschlägeBearbeiten

  • Am 19. Oktober 1994 (21 Tote)[114][138] und im Juli 1995[138] waren öffentliche Einrichtungen in Tel Aviv das Ziel von Terroranschlägen. Weitere Anschläge in der Stadt folgten im Frühjahr 1996.[138] Diese Anschläge begleiteten und untergruben den damaligen Friedensprozess.[329][321][168]
     
    Die ausgebombte Diskothek Dolphinarium (2012)
  • Am 1. Juni 2000 wurden am Strand von Tel Aviv 21 Jugendliche ermordet und Dutzende weitere schwer verletzt, als sich ein Selbstmordtäter mit einer mit Metallteilen gefüllten Bombe in die Luft sprengte.[330]
  • Am 23. Januar 2001 wurden die beiden Besitzer des Sushi-Lokals Yuppies in der Tel Aviver Sheinkin-Straße, Motti Dayan (27) und Etgar Zeitouny (34), von Palästinensern entführt und ermordet.[331] Die Jahre 2000 bis 2005 waren die Jahre der Zweiten Intifada.[332]
  • Am 14. Februar 2001 raste ein Palästinenser mit einem Bus nahe Tel Aviv in eine Menschenmenge und tötete acht Personen.[146]
  • Am 1. Juni 2001[150] sprengte sich ein 22-jähriger Palästinenser vor der Diskothek Dolphinarium[150] in Tel Aviv selbst in die Luft. Bei dem Selbstmordanschlag kamen 21 Personen ums Leben, die meisten von ihnen Jugendliche, über 100 wurden verletzt.
  • Am 5. März 2002 tötete ein palästinensischer Täter in zwei Restaurants im Zentrum von Tel Aviv drei Menschen und verletzte mehr als 30. Die Todesopfer waren der Polizist Salim Barakat, der 52-jährige Yosef Haybi und der 53-jährige Eli Dahan.[333]
  • Am 30. März 2002 sprengte sich ein Selbstmordtäter in dem Cafe Bialik an der Kreuzung Allenbystraße/King George- und Tschermichowskystraße in die Luft. Dabei wurden mehr als 30 Menschen zum Teil schwer verletzt.[334]
  • Am 25. Februar 2005 wurden fünf Personen getötet und 50 verwundet, als sich ein Selbstmordtäter vor dem Stage Club in die Luft sprengte. Zu der Tat bekannte sich der Islamische Dschihad.[337]
  • Am 19. Januar 2006 brachte ein im Namen des Islamischen Dschihad handelnder Selbstmordtäter bei einem Sandwich-Stand nahe der Central Bus Station einen Sprengsatz zur Explosion, 30 Personen wurden verletzt.[337]
  • Am 17. April 2006 war das Fast-food-Restaurant Shawarma das Ziel eines Selbstmordtäters des Islamischen Dschihad. Sieben Tote und mindestens 50 Verletzte fielen der Tat zum Opfer.[337]
  • Am 21. November 2012 starben 29 Menschen bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in Tel Aviv. Zur Tat bekannten sich der sogenannte Islamische Dschihad in Palästina und die Hamas.[17]
  • Am 10. November 2014 wurde beim Bahnhof HaHagana ein 20-jähriger Soldat von einem mutmaßlich aus „nationalistischen Motiven“ handelnden Täter aus Nablus mit einem Messer schwer verletzt.[338]
  • Am 21. Januar 2015 wurden bei einem Anschlag in einem Bus der städtischen Verkehrsbetriebe mehrere Menschen verletzt, fünf von ihnen mittel bis schwer. Bei dem Täter, der mit einem Messer auf die Fahrgäste losging, handelte es sich um einen 23-jährigen Palästinenser aus Tulkarem, der keine Aufenthaltsgenehmigung für Israel besaß. Er wurde in der Nähe des Tatortes angeschossen und festgenommen.[339]
  • Am 19. November 2015 erstach ein palästinensischer Täter in einem Bürogebäude im Süden von Tel Aviv zwei Menschen und verletzte eine weitere Person.[340]
  • Am 1. Januar 2016 erschoss im Zentrum von Tel Aviv ein Palästinenser in der Bar Simta zwei Menschen und verletzte sieben weitere.[341][342]
  • Am 8. Juni 2016 erschossen zwei palästinensische Täter vier Menschen, sieben weitere wurden schwer verletzt. Die Tat ereignete sich im Sarona-Viertel im Stadtzentrum.[343][344][345]
  • Am 9. Februar 2017 eröffnete im Vorort Petach Tikwa ein 19-jähriger Palästinenser das Feuer auf die Besucher eines Marktes und stach mit einem Messer auf sie ein. Sechs Personen wurden leicht verletzt.[346]

Gewalttätige Ausschreitungen im Mai 2021Bearbeiten

Im Zuge der Eskalation des Nahostkonflikts im Mai 2021, dem Israel-Gaza-Konflikt 2021, kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen in Tel Aviv-Jaffa und anderen Orten im israelischen Kernland, hauptsächlich in der Stadt Lod. Dem Gewaltausbruch vorausgegangen war die von Siedlern juristisch betriebene Zwangsräumung von palästinensischen Familien in Sheikh Jarrah in Ostjerusalem, Polizeisperren am Damaskustor am 12. April während des Ramadan, das Eindringen der Polizei in die al-Aqsa-Moschee am 13. April, Aufmärsche rechtsradikaler Israelis, darunter die Mitglieder der ultranationalistischen Gruppe Lehava,[347] am 22. April und am Jerusalemtag[347] am 10. Mai und schwere Zusammenstöße auf dem Haram al-Scharif (Tempelberg) am 7. Mai 2021 mit Hunderten verletzten Palästinensern.[348] Raketenbeschuss der radikalislamischen Hamas auf den Großraum Jerusalem am 10. Mai[349] und andere Orte in Israel und israelische Luftangriffe auf Gaza folgten.

  • Am 12. Mai 2021 marschierten Dutzende rechtsradikale Israelis durch Tel Aviv und griffen eine Reihe von Geschäften im Besitz von Palästinensern (bzw. arabischen Israelis) an. Die Randalierer schlugen Scheiben ein, warfen Gegenstände und riefen rassistische Parolen.[350] Danach zerrte der rechtsextreme Mob nahe der Strandpromenade von Bat Jam den Automobilisten Said Moussa,[351] den sie für einen Araber hielten, aus seinem Auto und prügelten auf ihn ein, bis er reglos und blutig auf der Straße lag. Der Vorfall wurde im Fernsehen live übertragen. Polizei und Rettung trafen erst fünfzehn Minuten später ein, während das Lynchopfer reglos dalag.[352]
  • Am 13. Mai 2021 marschierte ein rechtsextremer jüdischer Mob durch das Viertel ha-Tikwa, skandierte „Tod den Arabern!“ und attackierte arabische Einwohner des Viertels sowie einen Journalisten und Kameramann des Fernsehsenders Kan. Rechtsradikale hatten im Internet zu bewaffneten Demonstrationen und zum Mord an arabischen Bewohnern aufgerufen.[353]
  • Am 14. Mai 2021 wurde in Jaffa ein 12-jähriger arabischer Junge durch zwei in ein Wohnhaus geworfene Brandflaschen im Gesicht schwer verletzt.[354] Am folgenden Tag kam es in Jaffa zu Protestkundgebungen.[355] Polizeiquellen sprachen zuletzt von mutmaßlich arabischen Tätern, die die Bewohner des Hauses für Juden gehalten hätten.[356]

KlimaBearbeiten

Tel Aviv
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Israel Meteorological Service
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Tel Aviv
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 17,5 17,7 19,2 22,8 24,9 27,5 29,4 30,2 29,4 27,3 23,4 19,2 Ø 24,1
Min. Temperatur (°C) 9,6 9,8 11,5 14,4 17,3 20,6 23,0 23,7 22,5 19,1 14,6 11,2 Ø 16,5
Niederschlag (mm) 126,9 90,1 60,6 18,0 2,3 0,0 0,0 0,0 0,4 26,3 79,3 126,4 Σ 530,3
Regentage (d) 12,8 10,0 8,5 3,1 0,8 0,0 0,0 0,0 0,3 3,2 7,5 10,9 Σ 57,1
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister von Tel-Aviv-Jaffa (bis 1950 Tel Aviv) sind:

Name Amtszeit Partei
1 Meir Dizengoff[357] 1920 - 1925 Allgemeine Zionisten
2 David Bloch-Blumenfeld 1925 - 1928 Achdut haAwoda
3 Meir Dizengoff 1928 - 1936 Allgemeine Zionisten
4 Mosche Chelouche 1936 - 1936 unabhängig
5 Jisra’el Rokach 1936 - 1953 Allgemeine Zionisten
6 Chaim Levanon 1953 - 1959 Allgemeine Zionisten
7 Mordechai Namir 1959 - 1969 Mapai
8 Jehoschua Rabinowitz 1969 - 1974 Awoda
9 Schlomo Lahat 1974 - 1993 Likud
10 Roni Milo 1993 - 1998 Likud
11 Ron Huldai seit 1998 Awoda

StädtepartnerschaftenBearbeiten

 
Der symbolische Schlüssel für Tel Aviv, der 1992 zum Anlass der Gründung der Städtepartnerschaft mit Sofia übergeben wurde

Die Stadt Tel Aviv hat mit den folgenden Städten der Welt einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben (zeitlich geordnet):[358]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Tel AvivBearbeiten

 
Druckerei der Tageszeitung Haaretz
 
Das Herta und Paul Amir Gebäude im Tel Aviv Museum of Art
 
Ein Straßencafé im Bauhaus-Stil in Florentin, einem angesagten Stadtteil

Tel Aviv sei keine gewöhnliche Stadt der Sehenswürdigkeiten, sagt ein Reiseführer, und führt weiter aus: „Dass die Stadt an sich existiert, ist die Sehenswürdigkeit.“[262] Tatsächlich bietet sich ein architektonisch heterogenes Bild,[185][187] herausragend ist darin die sogenannte Weiße Stadt (העיר הלבנה, ha-ʿir ha-lewana), ein Inventar von über 4.000 Gebäuden in Tel Aviv, die überwiegend im Bauhaus- und Internationalen Stil errichtet wurden. Erbaut wurden diese ab den 1930er Jahren von zahlreichen Architekten, die nach Studien in Dessau und Berlin oder Rom und Paris vor dem Nationalsozialismus geflohen waren. Die Gebäude konzentrieren sich in den Stadtteilen Kerem HaTeimanim und Merkaz Hair und gehören seit 2003[365] zum UNESCO-Welterbe, da sie zwei der zehn möglichen Auswahlkriterien der UNESCO erfüllen.[365] In der Dizengoffstraße befindet sich das neue Bauhaus Center.[366] Hier beginnen Führungen[367] zu Bauhausgebäuden. Auch das von der Bundesrepublik Deutschland mitfinanzierte Museum Beit Liebling (Baujahr 1936/1937)[368] und die Bauhaus Foundation Tel Aviv befassen sich mit dem Bauhaus. Wenige Meter davon entfernt befinden sich Beit Bialik und Beit Rubin, die Wohnmuseen über Chaim Nachman Bialik und Reuven Rubin, sowie das Felicja Blumental Music Center and Library im Andenken an Felicja Blumental und das ehemalige Rathaus der Stadt, der Beit Skora,[369] heute ebenfalls ein Museum. Das Scholem-Alejchem-Museum[368] informiert über das Leben und Werk Scholem Alejchems, eines bedeutenden Schriftstellers der jiddischen Literatur. Die Werke seines Berufskollegen Achad Ha'am[84] erschienen hingegen auf Hebräisch.

Tel Aviv ist Ort zahlreicher Verlage und Zeitungen, deren bekanntestes liberales Aushängeschild die von Salman Schocken gegründete, auf hebräisch und englisch erscheinende Tageszeitung Haaretz ist.[101] Ein wichtiges Datum im Kulturkalender ist die seit 1959 durchgeführte Hebräische Buchwoche.[218] Buchläden sind in Tel Aviv-Jaffa relativ selten, wozu die Aufhebung der Buchpreisbindung[299] im Jahr 2016 beiträgt, häufigster Anbieter ist die Ladenkette Steimatzky. An der Allenby Street, einer legendären, aber heute deutlich vernachlässigten Einkaufsstraße im Stadtzentrum, finden sich zudem mehrere Antiquariate. Tel Avivs häufig als links geltende Verlagshäuser, das israelische Filmschaffen mit Produktionen wie The Band's Visit und Tel Aviv on Fire, sowie die deutsch[299] geprägte Klassische Musik, stehen von rechter Seite in der Kritik.[299] Der Dirigent Daniel Barenboim löste 2001 eine hitzig geführte Debatte aus, als er ein Werk des in Israel geächteten[370] Richard Wagner zur Aufführung brachte. Auch der Tel Aviver Regisseur Samuel Maoz[168] wurde wegen des Films Foxtrot (2017) stark angegriffen. Ab August 2010[109] weigerten sich 60[109] israelische Künstler, in der Siedlerstadt Ariel[168] aufzutreten, worauf sich der Ton ab 2011[168] verschärfte. Davon unbeirrt wird von Kulturschaffenden weiterhin der Tabubruch betrieben, etwa in der Satireserie The Jews Are Coming[371][372] oder im Werk des Künstlers Adi Nes,[107] der sich in seiner dekonstruierenden[107] Kunst mit dem Militarismus[120][109] in der eigenen Gesellschaft auseinandersetzt.

Sehenswert ist auch der weiter südlich liegende historische Stadtteil Neve Tsedek, am 22. August 1914 eröffnete hier mit dem Eden[174] das erste Kino Tel Avivs. Vier Jahre später gab hier der Tänzer Baruch Agadati[201] seinen triumphalen Auftritt. Auch Samuel Agnon[262] lebte hier, der das Tel Aviv seiner Zeit im Roman Gestern, Vorgestern[189] (1945) verewigte. Im heute von Boutiquen und Szene-Cafés geprägten verkehrsberuhigten Stadtteil befinden sich das Museum über den in Jaffa aufgewachsenen[114] Maler Nahum Gutman,[304] das Suzanne Dellal Center for Dance and Theater,[182] das lokalgeschichtliche Museum Beit Rokach,[304] sowie das Kulturzentrum Neve Schechter[368] im Lorenz-Haus (Baujahr 1886)[368] mit einer Synagoge der Masorti-Bewegung. Unweit davon liegt das lange vernachlässigte Viertel Florentin, eine Gründung des griechischen Unternehmers David Florentin.[304] Der Stadtteil war bis 1933 ein Flüchtlingslager für 53.000[304] vertriebene Juden aus Thessaloniki. Ende der 1990er Jahre[373] begannen junge Kreative, Garagen und verlassene Bauten zu Bars und Ateliers umzufunktionieren.[374] Alternativkultur und Gentrifizierung[374] verdrängen inzwischen zunehmend Wenigverdiener und die angestammten Möbelgeschäfte. Der Stadtteil ist für seine Streetart[216] bekannt, dazu zählen etwa die melancholischen Arbeiten des 1981 in Tel Aviv geborenen Künstlers Know Hope.[375][376] Die Galerie-Szene expandiert zunehmend ins südlich an Florentin anschließende Industriegebiet Kiryat Hamelacha.[278]

 
Blick von Jaffa auf Tel Avivs Skyline bei Nacht

Am Rothschild-Boulevard liegt die Independence Hall (Bet ha-ʿAzmaʾut). Am 14. Mai 1948 rief David Ben Gurion am Standort des heutigen Museums den Staat Israel aus. Vor dem Museum befindet sich ein Gedenkstein zum Aufbau Tel Avivs mit einem Bibelzitat aus dem Buch Jeremia (Jer 31,4 EU).[377] Das Tel Aviv Museum of Art[367] zeigt klassische und zeitgenössische Kunst. Das Eretz Israel Museum dokumentiert Geschichte und Archäologie. Die Geschichte der Juden in der Diaspora dokumentiert das Museum Beit Hatefutsot.[378][379] Am ehemaligen Zweitwohnsitz des Politikers befindet sich das Ben-Gurion Museum.[380] Das Hagana-Museum ist ein Museum der Geschichte der jüdischen Untergrundorganisation, Vorläufer der israelischen Armee IDF.[381] Das Palmach-Museum[369] in Ramat Aviv ist einer Spezialeinheit der Hagana gewidmet.[382] Es liegt beim Eretz-Israel-Museum im Neuen Norden. Der Person Jitzchak Rabin widmet sich das Jitzchak-Rabin-Zentrum.[383] Es liegt zwischen dem Eretz-Israel-Museum und dem Museum der Palmach, zu der Rabin in jungen Jahren gehörte. Auf dem Rabin-Platz erinnert ein Denkmal der Bildhauerin Yael Artsi[174] an seine Ermordung.

Sehenswert ist auch die lutherische Immanuelkirche in der 1867[182] gegründeten American Colony (המושבה האמריקאית ha-moschawa ha-ʾamerikaʾit). Das Charles Bronfman Auditorium ist Heimat des Israel Philharmonic Orchestra und mit 2482 Plätzen größter Konzertsaal der Stadt. Daran anschließend steht das Gebäude des 1931[213] in Moskau gegründeten israelischen Nationaltheaters Habimah. Zu seinen Dramaturgen zählte Max Brod,[384] der als einer der wenigen jüdischen Angehörigen der literarischen Intelligenz im deutschsprachigen Raum ein Exil in Israel wählte. Während Franz Kafka, dessen Manuskripte Brod nach Tel Aviv mitbrachte,[221] mit schwankendem Entschluss Ivrit lernte,[385] war eine Alija für den ihnen nahestehenden Franz Werfel keine Option, seine Flucht führte ihn über Portugal in die USA. Noch ablehnender[386] war die Haltung des Dresdner Professors Victor Klemperer, der schrieb: „[Ich] kann nur Geistesgeschichte vortragen, und nur in deutscher Sprache und in völlig deutschem Sinn. Ich muß hier leben und hier sterben.“[386] Entsprechend erfolgte der Aufbau des Kulturlebens in häufig militanter[246] Abgrenzung zur Diaspora, etwa am seit 1944 bestehenden Tmu-na-Theater[182] und am Cameri-Theater.[367] Das Yiddishpiel Theater[367] pflegt hingegen seit 1988 die Tradition des jiddischen Theaters.

Im Mai 2019 war Tel Aviv Austragungsort des 64. Eurovision Song Contest, da Netta mit ihrem Song Toy den Wettbewerb 2018 in Lissabon gewonnen hatte. Aktuelle Hauptrichtung[104] der israelischen Popmusik ist die griechisch-arabisch beeinflusste Mizrahi-Musik. Westlich geprägte Musikstile beginnen beim Sänger Arik Einstein, einer unumstrittenen Identifikationsfigur des Neuen Israel,[294][124] und reichen von hebräischem Reggae über Rap bis zu Independent. Zum demonstrativen Optimismus eines Klassikers wie Shafshafs Lied (שירו של שפשף, Shiro Shel Shafshaf)[387] und einem leichten Mainstream gesellt sich manchmal ein grimmiger Fatalismus: So kontrastiert der Rapper Tuna im Video zum Erfolgssong Rock 30 (Rock schloschim)[388] private Kindheitserinnerungen aus der zuversichtlichen[110] Zeit der 1990er Jahre mit dem Weltbild des desillusionierten 30-jährigen ohne berufliche und persönliche Perspektiven, der aus purem Überlebenstrieb Party macht.

JaffaBearbeiten

 
Alt Jaffa mit dem Fischerhafen

Zu den Sehenswürdigkeiten von Old Jaffa und South Jaffa gehören der Uhrenturm (erbaut 1906),[389] die Ausgrabungsstätte Kikar Kedumim, der Al-Saraya al-'Atika-Palast (Governor’s New Palace), der Leuchtturm Jaffa Light von 1865 (hebräisch: מגדלור יפו), die Moschee Muhamidiya, die Libysche Synagoge Khan Zunana,[182] der Andromeda-Felsen,[389] das Jaffa Museum of Antiquities, das Haus des ehemaligen Palästinaamtes[37] in der Rechov Resi'el 17, das Ilana-Goor-Museum, das Grüne Haus[368] im Stil des arabischen Eklektizismus (erbaut 1934) und das katholische Kirchengebäude Sankt Peter.[389] Am Strand von Jaffa befindet sich das Peres Center for Peace and Innovation.[84][153] Weitere Sehenswürdigkeiten, die meist nicht öffentlich zugänglich sind, liegen in Jaffas Stadtteil Ajami. Dazu zählen die Schule Collège des frères,[304] die 1882 von Lasallien-Mönchen gegründet wurde, die maronitische Terra Santa High School[304][37] und die 1932 erbaute katholische Kirche St. Antonius von Padua.[304] Im Süden Jaffas liegen die Friedhöfe der Muslime[153] und von vier christlichen[390][391][392] Gemeinden beieinander.

SportBearbeiten

Tel Aviv ist die Heimat der Fußballvereine Maccabi Tel Aviv, Hapoel Tel Aviv und Bne Jehuda Tel Aviv. Basketball auf internationalem Niveau spielen der Hapoel Tel Aviv Basketball Club und die Basketball-Abteilung von Maccabi Tel Aviv. 2009 wurde der Tel-Aviv-Marathon nach 15-jähriger Pause wiederbelebt und wird seitdem wieder jährlich veranstaltet.[393] Im Mai 2018 wurde das Sylvan Adams Velodrome eingeweiht.[394]

WirtschaftBearbeiten

 
Im Vordergrund der Azrieli Sarona Tower (2016) im Stadtteil Sarona

Tel Aviv-Jaffa ist stark durch den Dienstleistungssektor bestimmt. Dazu zählen 1748[262] Bars, Restaurants und Cafés im Jahr 2021. Arbeitsstellen in Handel und Dienstleistung generieren auch rund 36.000[262] Hunde, die in der Stadt gehalten werden. Ein bedeutender Bereich ist auch die Diamantenverarbeitung, hauptsächlich im Vorort Ramat Gan. Die Stadt ist Sitz der Börse Tel Aviv Stock Exchange und mehrerer großer Banken wie der Bank Leumi oder der Bank Hapoalim. Die israelischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen 2019 bei 4,3 %[395] des BIP. Davon wird viel im Gebiet zwischen Kfar Saba,[395] Tel Aviv und Rechovot,[395] dem Silicon Wadi[262][395] des Landes, in Start-up-Unternehmen investiert. 2013 zählte die Stadt über 700 Start-up-Unternehmen und wurde vom Wall Street Journal als zweitinnovativste Stadt der Welt nach Medellín und vor New York City bewertet.[396] In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Tel Aviv 2018 den Platz 34.[397] Als Ausdruck für dieses politisch-wirtschaftliche Selbstverständnis, hat sich die Bezeichnung Start-up-Nation Israel[398] verbreitet, ein Begriff, der von den Buchautoren Dan Senor und Saul Singer 2009[221] für die Wirtschaft Israels geprägt wurde.

In den 2000er Jahren erzielten die ökonomischen Aktivitäten der Kernstadt Tel Aviv Anteile im Bereich von 17 % am nationalen Bruttoinlandsprodukt. Während die Arbeitslosenquote im Jahr 2011 noch bei 4,4 % lag,[399] stieg sie im Zusammenhang mit der weltweiten COVID-19-Pandemie bis im Juli 2020 auf vorübergehende 21 %.[400] Im 3. Trimester 2020 lag die Quote erneut bei 4,7 %.[22] Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2020 mit einer Reduktion des realen Bruttoinlandsprodukts um −5,9 %.[22]

VerkehrBearbeiten

LuftverkehrBearbeiten

 
Der Ayalon Highway, dazwischen der Ajalon, ein Zufluss des Yarkon

Im Umland der Stadt befindet sich in Lod mit dem Flughafen Ben Gurion der größte Flughafen des Landes, welcher im Jahr 2017 mehr als 20 Millionen Passagiere zählte. Der Betrieb des stadtnahen Flughafens Sde-Dov wurde eingestellt.

StraßenverkehrBearbeiten

Als großes Problem gilt der motorisierte Individualverkehr auf den Einfallstraßen. Staus sind an der Tagesordnung, viele Zufahrtsstraßen sind chronisch verstopft. Im Bereich der Stadt laufen mehrere Autobahnen zusammen. Zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, entfällt jedoch – als Brauch, den auch weniger streng Gläubige einhalten, und ohne ein staatliches Gesetz – der Autoverkehr bis auf wenige Notdienste von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang für 25 Stunden, sodass Kinder und Erwachsene zu Fuß und auf Fahrrädern in dieser Zeit den leeren Raum der größten mehrspurigen Stadtstraßen einnehmen.[401][402] Im Mai 2020 wurden elf Straßenabschnitte in der Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt und zu Fußgänger- und Radfahrerzonen umgestaltet. E-Scooter[262] erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Tel Aviv-Jaffa betreibt die Busgesellschaft Dan mit 192 Linien. Im Großraum Tel Aviv nutzen etwa 700.000 Menschen täglich die Busse von Dan.[403] Ergänzt wird das Angebot durch ein engmaschiges Netz an Scherut[262] genannten Sammeltaxis. Die Stadt ist zentraler Knotenpunkt für die Busverbindungen der Busgesellschaft Egged. Der Busbahnhof Tel Aviv Central Bus Station war lange Zeit der größte der Welt.

2020 wurde ein Pilotprojekt gestartet bei dem Elektrobusse während der Fahrt über unter der Asphaltdecke verlegte „elektronischer Infrastruktur“ aufgeladen werden. Dazu wurde ein 600 Meter langes Teilstück einer Straße nahe der Universität ausgestattet.[404]

SchienenverkehrBearbeiten

 
HaTakhana (dt. der Bahnhof): Historisches Empfangsgebäude der Eisenbahn Jaffa–Jerusalem

Im Stadtteil Jaffa befand sich der eine Endbahnhof der ersten Eisenbahnstrecke auf heutigem israelischen Gebiet: 1891/1892 wurde die Bahnstrecke Jaffa–Jerusalem in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude und die umliegenden Bauten des Bahnhofs Jaffa sind museal erhalten.

Israel RailwaysBearbeiten

Der zunehmende Individualverkehr ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass in den zurückliegenden Jahren der Regionalverkehr auf der Schiene durch die Israel Railways erheblich verbessert und ausgeweitet wurde. Tel Aviv liegt an der Eisenbahn-Magistrale des Landes, der Bahnstrecke Naharija–Be’er Sheva. Die weiteren Strecken führen nach Hod haScharon, Modi’in und Jerusalem über den Flughafen Ben Gurion und nach Aschkelon.

StadtbahnBearbeiten

Ein Stadtbahn-System (Tel Aviv LRT), das teilweise im Tunnel geführt werden soll, ist mit mehreren Strecken seit vielen Jahren in Planung. Zuletzt wurde der Bau einem chinesischen[289] Konsortium in Auftrag gegeben. Die Bauarbeiten an der ersten Strecke (Rote Linie) mit 23 km Länge begannen im August 2015. Die Strecke soll vom Hauptbahnhof in Petach Tikwa nach Bat Yam führen. Die Inbetriebnahme ist für 2021 vorgesehen. Im Februar 2017 begannen in der Ibn-Gavirol-Straße erste Vorbereitungsarbeiten zum Bau der Grünen Linie, die Tel Aviv nach Norden hin mit Ramat Aviv und Herzelia verbinden wird. An den Stationen der Roten Linie wird bereits in ganz Tel Aviv, Ramat Gan und Petach Tikwa gebaut (Stand: Februar 2017). Problematisch sind vor allem die Kosten: Zum einen waren zuletzt bei der Roten Linie erhebliche Kostenüberschreitungen abzusehen, zum anderen die Planungen für die weiteren Linien aufgrund des enormen Wachstums des Verkehrs in Tel Aviv inzwischen für eine zu geringe Kapazität ausgelegt.[405]

HafenBearbeiten

Jaffa erfüllte seit der Antike die Funktion eines Hafens für Jerusalem. Bis heute befindet sich dort ein kleiner Fischereihafen sowie eine Marina. Zwischen 1938 und 1965, bis zur Fertigstellung des Hafens von Aschdod, gab es auch einen eigenen Hafen von Tel Aviv.

 
Campus der Universität Tel Aviv im Norden der Stadt

BildungBearbeiten

Die Universität Tel Aviv, die größte Universität in Israel, liegt im Viertel Ramat Aviv im Norden der Stadt, dort wo sich zuvor das Dorf asch-Schaich Muwannis[155][37][19] befand. Die zweite Universität im Großraum ist die Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan. Zusammen haben sie mehr als 50.000 Studierende. Südlich der Stadt, in Rechovot, befindet sich zudem das Weizmann-Institut für Wissenschaften, welches wiederum mehr als 1000 Studierende, vornehmlich auf der Doktoratsstufe, zählt.[406] Die deutsche Forschungsgemeinschaft Helmholtz-Gemeinschaft eröffnete am 22. Oktober 2018 in Tel Aviv ihr viertes Auslandsbüro. Ziel sei es, die Zusammenarbeit mit israelischen Partnern weiter zu stärken.[407] Auch die International Union of Microbiological Societies und das Stephen Roth Institute haben ihren Sitz in Tel Aviv-Jaffa.

In Tel Aviv befindet sich außerdem das erste hebräischsprachige Gymnasium des Landes, welches im Jahr 1905 an der Herzl-Straße im Zentrum der Stadt zu Ehren von Theodor Herzl als Hebräisches Herzliya-Gymnasium benannt wurde. Weiter gibt es die Buchmann-Mehta-Musikschule.

PersönlichkeitenBearbeiten

Berühmte Persönlichkeiten aus Tel Aviv-Jaffa sind unter anderem der ehemalige israelische Staatspräsident Ezer Weizman, die Schauspielerin Ayelet Zurer, das Model Esti Ginzburg, die Sängerin Ofra Haza, der Schauspieler Chaim Topol, der Astronaut Ilan Ramon, der Bühnenmagier Uri Geller sowie die frühere israelische Außen- und Justizministerin Tzipi Livni.

LiteraturBearbeiten

Sachbücher

Belletristik

WeblinksBearbeiten

Commons: Tel Aviv-Yafo – Sammlung von Bildern
Wikivoyage: Tel Aviv-Jaffa – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. אוכלוסייה ביישובים 2018 (Bevölkerung der Siedlungen 2018). (XLSX; 0,13 MB) Israel Central Bureau of Statistics, 25. August 2019, abgerufen am 11. Mai 2020.
  2. Localities, Population and Density per Sq. Km., By Metropolitan Area and Selected Localities. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Israelisches Zentralbüro für Statistik, archiviert vom Original am 15. April 2016; abgerufen am 31. Januar 2018 (englisch, hebräisch).
  3. Moshe Gilad: Homes fit for a prime minister: From Ben Gurion's shack to Netanyahu's compound. In: Haaretz. 15. Mai 2012, abgerufen am 20. August 2020 (englisch).
  4. Internetseite der Knesset: The Need to Construct a Permanent Building for the Knesset, 1949-1955. Abgerufen am 20. August 2020 (englisch).
  5. Basic Law of Israel. (englisch, wikisource.org [abgerufen am 20. August 2020]).
  6. Alan Berube, Jesus Leal Trujillo, Tao Ran, Joseph Parilla: Global Metro Monitor. In: Brookings. Washington, D.C. 22. Januar 2015 (englisch, Online [abgerufen am 3. November 2020]).
  7. White City of Tel-Aviv – the Modern Movement. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 17. November 2017 (englisch).
  8. Jean-Claude Margueron, Luc Pfirsch: Le Proche-Orient et l'Égypte antiques. In: Michel Balard (Hrsg.): Série Histoire de l'Humanité. 3. Auflage. Hachette Supérieur (Hachette Livre), Paris 2005, ISBN 978-2-01-145679-3, S. 19.
  9. Naftali Herz Tur-Sinai: Deutsch-hebräisches Taschen-Wörterbuch. Dvir Verlag, Tel Aviv, S. 96.
  10. Shlomo Avineri: Zionism According to Theodor Herzl. In: Haaretz, 20. Dezember 2002. Zitat: “‘Altneuland’ is […] a utopian novel written by […] Theodor Herzl, in 1902; […] The year it was published, the novel was translated into Hebrew by Nahum Sokolow, who gave it the poetic name ‘Tel Aviv’ (which combines the archaeological term ‘tel’ and the word for the season of spring).” Auf Deutsch: „Altneuland“ ist […] ein utopischer Roman, geschrieben von […] Theodor Herzl im Jahre 1902; […] Im gleichen Jahr wurde der Roman von Nachum Sokolow ins Hebräische übersetzt, wobei er ihm den poetischen Titel „Tel Aviv“ gab, in dem der archäologische Begriff „Tel(l)“ und das Wort für die Frühlingsjahrezeit kombiniert wurden.
  11. Thomas Gomart: L'Affolement du monde – 10 enjeux géopolitiques (Kapitel: De la Méditerranée au Moyen-Orient, multiplication des dangers). In: Collection Texto. 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2020, ISBN 979-1-02104261-2, S. 262 (Thomas Gomart, Direktor des Institut français des relations internationales und Redaktor der Zeitschrift Politique étrangère, schreibt beispielsweise über die aktuelle russische Außenpolitik: „Il est probable que la Russie, à la différence des États-Unis, cherchera à maintenir la nature de ses relations avec Tel-Aviv, Ankara, Riyad et Téhéran, afin d’apparaître comme la puissance d’équilibre de la région et de marginaliser un peu plus l’Europe.“).
  12. Auf Arabisch gebraucht man gewöhnlich nicht beide Namen zusammen: man spricht entweder von يافا Yāfā oder von تل أبيب Tall Abīb.
  13. Abraham B. Jehoschua: Das Ringen um die Seele der israelischen Nation – Soll die Thora oder der Staatsgedanke den jüdischen Staat definieren? In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 36. Zürich 13. Februar 2012, S. 31 (übersetzt von Ruth Achlama).
  14. Bernard-Henri Lévy: L'esprit du judaïsme. Nr. 34427. Éditions Grasset & Fasquelle, Paris 2016, ISBN 978-2-253-18633-5, S. 74–83.
  15. Mosche Arens: Ein Staat – zwei Sprachen. In: Yves Kugelmann (Hrsg.): tachles – Das jüdische Wochenmagazin. Nr. 37/14. JM Jüdische Medien, Zürich 19. September 2014, S. 10.
  16. a b Menachem Klein: Lives in common: Arabs and Jews in Jerusalem, Jaffa and Hebron. Haim Watzman (Übers.), London: Hurst & Co., 2014, ISBN 978-0-19-939626-9. S. 248.
  17. a b c Éric Denécé, David Elkaïm: Les Services secrets israéliens – Aman, Mossad et Shin Beth. In: Collection Texto. 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2017, ISBN 979-1-02104458-6, S. 64, 158 ff.
  18. a b c d e Pierre Haski: Israël – Une histoire mouvementée. In: Les Essentiels Milan. Éditions Milan, Toulouse 2009, ISBN 978-2-7459-3745-2, S. 13, 23, 34 f.
  19. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas. 2. Auflage. Westend Verlag, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-86489-258-5, S. 93 f., 99 f., 146 f., 192, 202, 268–271, 274 f. (englischsprachige Originalausgabe: The Ethnic Cleansing of Palestine, Oneworld Publications, London 2006; Übersetzungen von Ulrike Bischoff und Abraham Melzer).
  20. a b c d e f g h i j Agnes Fazekas: Brief aus Tel Aviv. In: Barbara Bauer, Anna Lerch (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 4/25. TAZ/WOZ, April 2019, ISSN 1434-2561, S. 2 (monde-diplomatique.de).
  21. a b c d Nils Minkmar: Der Hilferuf – Weltkulturerbe. Auch die großen Monumente der Menschheit sind vom Klimawandel bedroht. Wie lassen sie sich retten? In: Der Spiegel Special – Klimakrise. Hamburg 27. Oktober 2020, S. 117–120, hier 119.
  22. a b c d Louis Imbert (für den Artikel Israel/Palästina), et al.: Le bilan du monde – géopolitique, environnement, économie: Atlas de 198 pays. In: Le Monde Hors-Série. Le Monde, 2021, ISBN 978-2-36804-118-5, ISSN 0395-2037, S. 173.
  23. a b Jean-Paul Demoule: Mais où sont passés les Indo-Européens? – Le mythe d'origine de l'Occident. In: Maurice Olender (Hrsg.): Points Histoire. 2. Auflage. Nr. 525. Éditions du Seuil, Paris 2014, ISBN 978-2-7578-6591-0, S. 367 f., 405, 409 f. (édition revue et augmentée).
  24. a b c Jean-Paul Aeschlimann, Alain Bourbouze, Jean-Pierre Brun, Zeev Gourarier, Jean Guilaine, Isabelle Hairy, Édouard de Laubrie, Marcel Mazoyer, Jean-Denis Vigne et al.: Invention des agricultures, naissance des dieux. Hrsg.: J. Guilaine. Éditions Hazan/Musée des Civilisations de l'Europe et de la Méditerranée, Marseille 2015, ISBN 978-2-7541-0834-8, S. 39–61, 99–103.
  25. a b Josette Elayi: Histoire de la Phénicie. In: Marguerite de Marcillac, Mary Leroy (Hrsg.): Collection tempus. Éditions Perrin, Paris 2018, ISBN 978-2-262-07446-3, S. 31.
  26. a b Damien Agut, Juan Carlos Moreno García: L'Égypte des Pharaons – De Narmer à Dioclétien, 3150 av. J.-C.–284 apr. J.-C. In: Joël Cornette (Hrsg.): Collection Mondes anciens. Éditions Belin/Centre national du livre, Paris 2016, ISBN 978-2-7011-6491-5, S. 352 f., 365 f.
  27. Nicolas Grimal: Histoire de l'Égypte ancienne. In: Références/Le Livre de Poche. Librairie générale française (Hachette Livre), Paris 1988, ISBN 978-2-253-06547-0, S. 279 f.
  28. a b Predrag Matvejević, introduction de Claudio Magris, postface de Robert Bréchon: Bréviaire méditerranéen. 3. Auflage. Librairie Arthème Fayard/Pluriel, Paris 2020, ISBN 978-2-8185-0623-3, S. 91, 128 f.
  29. a b c d e f g h i j k l m n o p q Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas – Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel. In: Beck'sche Reihe. Nr. 1461. Verlag C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47601-5, S. 15, 88 f., 97 f., 149, 221, 230 f., 319 und 368 (Pestausbrüche gab es in Jaffa auch in den Jahren 1834 und 1838).
  30. a b c d e f g h Pierre Guillossou: La Palestine contemporaine – Des Ottomans aux Israéliens. In: Jean-Paul Chagnollaud (Hrsg.): Collection Comprendre le Moyen-Orient. Éditions L'Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-00533-1, S. 13 f., 24, 28 ff., 33, 62, 65.
  31. a b c d e f g h i j Hans Küng: Das Judentum – Die religiöse Situation der Zeit. Nr. 3490. Piper Verlag, München 1999, ISBN 3-492-22827-5, S. 644 (Zeittafel), 646 (Küng zitiert in Bezug auf das belegte Stichwort apolitisch den Soziologen Stanley Cohen).
  32. a b c Corinne Bonnet, Élodie Guillon, Fabio Porzia: Les Phéniciens – Une civilisation méditerranéenne. In: Collection Texto inédit. Éditions Tallandier, Paris 2020, ISBN 979-1-02105102-7, S. 85, 119, 134 (Originalausgabe: La civiltà dei Fenici. Un percorso mediterraneo nel I millennio a. C., Carocci editore, Roma 2020).
  33. a b c Arnold Esch: Von Rom bis an die Ränder der Welt – Geschichte in ihrer Landschaft. Verlag C. H. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-75854-6, S. 187, 196, 239.
  34. Catherine Saliou: Le Proche-Orient – de Pompée à Muhammad, Ier s. av. J.-C.–VIIe s. apr. J.-C. In: Joël Cornette (Hrsg.): Mondes anciens. Belin Éditeur/Humensis, Paris 2020, ISBN 978-2-7011-9286-4, S. 462, 464.
  35. Pierre Grimal, préface de Charles Picard: Dictionnaire de la mythologie grecque et romaine. 15. Auflage. Presses Universitaires de France, Paris 2011, ISBN 978-2-13-050359-0, S. 36 (Erstausgabe: 1951).
  36. Simon Schama: L’histoire des juifs – Trouver les mots: de 1000 avant notre ère à 1492. Band 1. Librairie Arthème Fayard, Paris 2016, ISBN 978-2-213-65483-6, S. 445 ff. (chronologie) (Originalausgabe: The Story of the Jews. Finding the Words, 1000 BCE–1492 CE, The Bodley Head (publisher), London 2013; übersetzt von Pierre-Emmanuel Dauzat).
  37. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Nur Masalha: Palestine – A Four Thousand Year History. 2. Auflage. Zed Books, London 2020, ISBN 978-1-78699-272-7, S. 66, 93, 219, 247 f., 253 f., 300, 326, 344 f., 376.
  38. Jonathan Bourgel: Hérode, roi d'Israël? – Judaïsme anciens et christianisme primitif. Hrsg.: Dan Jaffé. Les Éditions du Cerf, Paris 2019, ISBN 978-2-204-11173-7, S. 122.
  39. a b c d Michael Sommer: Syria – Geschichte einer zerstörten Welt. J. G. Cotta'sche Buchhandlung (Klett-Cotta Verlag), Stuttgart 2016, ISBN 978-3-608-94977-3, S. 184 (Epilog), 211–216 (Zeittafel).
  40. a b c d e f Heinz Voigtlaender: Löhne und Preise in vier Jahrtausenden. In: Schriftenreihe der Numismatischen Gesellschaft Speyer. Band 35, 1994, ISSN 0938-7269, S. 112, 114 ff.
  41. a b c d e Paul Veyne: L'Empire gréco-romain. In: Points histoire. 2. Auflage. H459. Éditions du Seuil, Paris 2005, ISBN 978-2-7578-5155-5, S. 365, 375, 379–383.
  42. a b c d e Johann Christoph Bürgel: Allmacht und Mächtigkeit – Religion und Welt im Islam. Verlag C. H. Beck, München 1991, ISBN 3-406-35374-6, S. 18, 65, 88 f. (die Aussage von C. H. Becker stammt aus Das Erbe der Antike im Orient und Okzident. S. 17).
  43. a b c d e f g h i j k Amin Maalouf: Les croisades vues par les Arabes – La barbarie franque en Terre sainte. In: J'ai lu. 2. Auflage. Nr. 1916. Éditions Jean-Claude Lattès, Paris 2003, ISBN 2-290-11916-4, S. 86 f., 139 f., 148, 246, 300, 303, 314 ff.
  44. a b c d e Robert G. Hoyland: Dans la voie de dieu – La conquête arabe et la création d’un empire islamique VIIe et VIIIe siècle. Alma éditeur, Paris 2018, ISBN 978-2-36279-289-2, S. 61, 65 ff. (Originalausgabe: In God's Path: The Arab Conquest and the Creation of an Islamic Empire, Oxford University Press, Oxford 2015; übersetzt von Bernard Frumer, durchgesehen von Johanna Blayac).
  45. a b c d e f g h i j k l m n o Cloé Berger: Palestine. In: Mathieu Guidère (Hrsg.): Monde arabe/Monde musulman. De Boeck Supérieur, Louvain-la-Neuve (Belgien), 2014, ISBN 978-2-8041-8531-2, ISSN 2295-2810, S. 12–16, 19, 36.
  46. a b c d e f g h Thomas Asbridge: Die Kreuzzüge. 7. Auflage. J. G. Cotta'sche Buchhandlung (Klett-Cotta Verlag), Stuttgart 2016, ISBN 978-3-608-94921-6, S. 110, 511, 534, 546 f., 681, 723 f. (Originalausgabe: The Crusades: The War for the Holy Land. Simon & Schuster, London 2010; übersetzt von Susanne Held).
  47. Christophe Picard: La mer des Califes – Une histoire de la Méditerranée musulmane (VIIe–XIIe siècle). In: L’Univers Historique. Éditions du Seuil, Paris 2015, ISBN 978-2-02-098381-5, S. 264, 407.
  48. a b Jacques Heers: Chute et mort de Constantinople 1204–1453. Éditions Perrin, Paris 2005, ISBN 2-262-02098-1, S. 61, 66.
  49. a b Peter Frankopan: Les routes de la soie – l'histoire du coeur du monde. In: Champs histoire. Flammarion, Paris 2019, ISBN 978-2-08-148040-7, S. 220 (Originalausgabe: The Silk Roads. A New History of the World, Bloomsbury, London 2015; übersetzt 2017 von Guillaume Villeneuve bei Éditions Nevicata).
  50. a b Peter Frankopan: La première croisade – L'appel de l'Orient. Société d'édition Les Belles Lettres, Paris 2019, ISBN 978-2-251-44990-6, S. 238 (Originalausgabe: The First Crusade, The Bodley Head (publisher), London 2012; übersetzt von Pascale Haas).
  51. a b c d e f g h Anne-Marie Eddé: Saladin. In: Collection Grandes biographies. 3. Auflage. Éditions Flammarion, Paris 2016, ISBN 978-2-08-020525-4, S. 196 f., 296, 310.
  52. a b c d e f g h i j k l m Gabriel Martinez-Gros: De l’autre côté des croisades – L’Islam entre croisés et Mongols XIe–XIIIe siècle. Passés composés/Humensis, Paris 2021, ISBN 978-2-37933-390-3, S. 14 f., 134 f., 143, 184, 230.
  53. a b c John Julius Norwich: Histoire de la Sicile – De l’Antiquité à Cosa Nostra. In: Collection Texto. Éditions Tallandier, Paris 2015, ISBN 979-1-02104476-0, S. 201 f. (Originalausgabe: Sicily. A short history from the Greeks to Cosa Nostra. London 2015; übersetzt von Denis-Armand Canal).
  54. Thomas F. Madden, et al.: Die Kreuzzüge. In: T. F. Madden (Hrsg.): Weltgeschichte. Evergreen Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-8365-0763-9, S. 66 (Originalausgabe: The Crusades. The Ilustrated History, Duncan Baird Publishers 2004; übersetzt von Isabelle Fuchs).
  55. Benjamin Arbel: Greek Magnates in Venetian Cyprus: The Case of the Synglitico Family. Dumbarton Oaks Papers 49, 1995 (Symposium on Byzantium and the Italians, 13th–15th Centuries), p. 326.
  56. Nikolas Jaspert: Die Reconquista – Christen und Muslime auf der Iberischen Halbinsel 711–1492 (darin die Unterkapitel: 2.4: Diplomatie und interreligiöse Heiratspolitik; 3.1: Tribute und Bündnisse; 7.3: «Heiße Grenze» oder Zone des Austauschs?; 8.4: Seitenwechsel und Verträge). In: C. H. Beck Wissen. Nr. 2876. Verlag C. H. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-74007-7, S. 23, 26 f., 73 f., 93 ff.
  57. François Angelier: Dictionnaire des voyageurs et explorateurs occidentaux du XIIIe au XXe siècle. Édition Pygmalion (Flammarion), Paris 2011, ISBN 978-2-7564-0156-0, S. 665 f.
  58. a b c d e f g h Jörn Böhme, Christian Sterzing: Kleine Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts. 8. Auflage. Wochenschau Verlag, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-7344-0583-9, S. 11, 20, 23 f.
  59. Guillaume Calafat: Une mer jalousée – Contribution à l'histoire de la souveraineté (Méditerranée, XVIIe siècle). In: Patrick Boucheron (Hrsg.): L’Univers Historique. Éditions du Seuil/Centre national du livre, Paris 2019, ISBN 978-2-02-137936-5, S. 259 f.
  60. a b James Walvin: Histoire du sucre, histoire du monde. Éditions La Découverte, Paris 2020, ISBN 978-2-348-04621-6, S. 20–24 (Originalausgabe: How Sugar Corrupted the World. From Slavery to Obesity. Constable & Robinson (Little/Brown Book Group)).
  61. a b c Françoise Cloarec, Marc Lavaud: L'âme du Savon d'Alep. Mit einem Vorwort von Gérard Oberlé. Éditions Noir sur Blanc (Groupe Libella), Paris 2013, ISBN 978-2-88250-298-8, S. 28 f., 37 (dort zitiert nach André Raymond: La Ville arabe – Alep à l'époque ottomane – XVIe–XVIIIe siècles. Institut français de Damas, p. 272 und nach Véronique Bontemps: Naplouse, Alep : des  « villes du savon », Institut d'ethnologie méditerranéenne, européenne et comparative (IDEMEC)/Maison méditerranéenne des Sciences de l'homme (MMSH), Aix-en-Provence, p. 3).
  62. In der französischsprachigen Geschichtsschreibung werden diese Handelsniederlassungen als Échelles du Levant bezeichnet.
  63. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab Georges Bensoussan: Juifs en pays arabes – Le grand déracinement 1850–1975. In: Denis Maraval (Hrsg.): Collection Texto. 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2021, ISBN 979-1-02105090-7, S. 227–230, 269, 271 f., 331, 480 f., 490–494, 496.
  64. a b Neslihan Asutay-Effenberger, Arne Effenberger: Byzanz – Weltreich der Kunst. Verlag C. H. Beck, München 2017, ISBN 978-3-406-58702-3, S. 77, 83, 139.
  65. André Zysberg, René Burlet: Venedig und die Galeeren. In: Martin Sulzer (Hrsg.): Abenteuer Geschichte. Nr. 17. Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 1991, ISBN 3-473-51017-3, S. 39 (Originalausgabe: Gloire et misère des galères, Éditions Gallimard, Paris 1987; übersetzt von Hans Poser, wissenschaftliche Überarbeitung von Bernd Röck, Thorsten Marr).
  66. a b c d e Albero Pelissero, Nicoletta Celli, Fabrizio Vecoli, Gabriele Mandel Khân: Pellegrinaggi. In: Matilde Battistini (Hrsg.): I Dizionari delle Religioni. Mondadori Electa, Milano 2011, ISBN 978-88-370-6606-2, S. 201, 210 f.
  67. a b Pierre-Yves Beaurepaire, Cyrille Suss: Atlas de l'Europe moderne – De la Renaissance aux Lumières. In: Collection Atlas/Mémoires. Éditions Autrement, Paris 2019, ISBN 978-2-7467-4789-0, S. 20 f. (dort zitiert nach Michel Fontenay: La Méditerranée entre la Croix et le Croissant – Navigation, commerce, course et piraterie. Classiques Garnier, Paris 2010; sowie nach: Jean Lanher und Philippe Martin: Dom Loupvent. Récit d'un voyageur lorrain en Terre sainte au XVIe siècle. Éditions Place Stanislas, Nancy 2007).
  68. a b c d Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann, Peter Heine: Islam-Lexikon: Geschichte – Ideen – Gestalten. 2/3 (G–N), Nr. 4036. Herder Verlag, Freiburg, Basel, Wien 1991, ISBN 3-451-04036-0, S. 421.
  69. Meir M. Bar-Asher, préface de Mohammad Ali Amir-Moezzi: Les Juifs dans le Coran. In: Mireille Hadas-Lebel (Hrsg.): Collection Présences du judaïsme. Éditions Albin Michel, 2019, ISBN 978-2-226-32680-5, ISSN 1773-6765, S. 81 f.
  70. a b Gabriel Martinez-Gros: L'Empire islamique – VIIe–XIe siècle. Passés composés/Humensis, Paris 2019, ISBN 978-2-37933-196-1, S. 284.
  71. Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann, Peter Heine: Islam-Lexikon: Geschichte – Ideen – Gestalten. 3/3 (O–Z), Nr. 4036. Herder Verlag, Freiburg, Basel, Wien 1991, ISBN 3-451-04036-0, S. 736 f.
  72. Thomas Bauer: Warum es kein islamisches Mittelalter gab – Das Erbe der Antike und der Orient. 2. Auflage. Nr. 6407. Verlag C. H. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-75813-3, S. 49 ff.
  73. a b c d e f g Ussama Makdisi: Artillery of Heaven – American Missionaries and the Failed Conversion of the Middle East. Hrsg.: Mark Philip Bradley, Paul A. Kramer. Cornell University Press, Ithaca (New York State) and London 2008, ISBN 978-0-8014-5774-6, S. 33 f., 168.
  74. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag Amnon Cohen, préface de Michel Abitbol et Abdou Filali-Ansary: Juifs et musulmans en Palestine et en Israël – Des origines à nos jours. In: Jean-Claude Zylberstein (Hrsg.): Collection texto. 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2021, ISBN 979-1-02104776-1, S. 52, 57 ff., 63, 66, 87, 90, 93, 95, 96, 98, 102 ff., 113, 122 f., 127 ff., 160, 174 ff., 190, 195.
  75. a b Joseph Dan: Die Kabbala – Eine kleine Einführung. 2. Auflage. Nr. 18946. Verlag Philipp Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-018946-7, S. 124–132 (Originalausgabe: Kabbala. A Very Short Introduction, Oxford University Press, Oxford 2005; übersetzt von Christian Wiese).
  76. Klaus Davidowicz: Kabbalah (Kapitel: Mystische Häretiker). Hrsg.: Domagoj Akrab, K. Davidowicz, Mirjam Knotter. Jüdisches Museum Wien und Kerber Verlag, Wien und Bielefeld 2018, ISBN 978-3-7356-0518-4, S. 147–157.
  77. a b c d Michel Abitbol: Le passé d'une discorde – Juifs et Arabes: du VIIe siècle à nos jours. Librairie Académique Perrin, Paris 1999, ISBN 2-262-01494-9, S. 112, 190, 417.
  78. a b c d e f Max Gallo: Napoléon – Le chant du départ. Band 1/4, Nr. 10353. Éditions Robert Laffont, Paris 1997, ISBN 2-266-08055-5, S. 430 ff.
  79. a b c d Florian Louis (auteur), Fabrice Le Goff (cartographie): Atlas historique du Moyen-Orient. Hrsg.: Anne Lacambre. Éditions Autrement (Flammarion), Paris 2020, ISBN 978-2-7467-5507-9, S. 50, 56, 70, 72 (Datumsangabe zur Belagerung von Jaffa vom 03.–07.03.1799 dort zitiert nach P. Bret: L'Histoire, N° 216).
  80. Jean Carpentier, François Lebrun, Bartolomé Bennassar, Dominique Borne, Élisabeth Carpentier, Claude Liauzu, Alain Tranoy: Histoire de la Méditerranée. In: J. Carpentier, F. Lebrun (Hrsg.): Points Histoire. 2. Auflage. Éditions du Seuil, Paris 2001, ISBN 978-2-7578-6978-9, S. 233.
  81. Abel Hugo: France militaire. Histoire des armées de terre et de la mer. 1792–1837. Band 2/5. Massacre de la garnison, Paris 1838.
  82. Ferenc Majoros, Bernd Rill: Das Osmanische Reich (1300–1922) – Die Geschichte einer Großmacht. Bechtermünz Verlag/Friedrich Pustet Verlag, Regensburg 1999, ISBN 3-8289-0336-3, S. 308.
  83. a b Simon Sebag Montefiore: Jerusalem, die Biographie. 4. Auflage. Nr. 17631. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-596-17631-1, S. 447, 685 (Originalausgabe: Jerusalem. The Biography, Weidenfels & Nicolson, London 2011; übersetzt von Ulrike Bischoff und Waltraud Götting).
  84. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad René Guitton, Alain Bouldouyre, Lassaâd Metoui: Dictionnaire amoureux de l'Orient. Éditions Plon (un département des Éditions Édi8), Paris 2016, ISBN 978-2-259-22743-8, S. 389–395 (Jaffa), 645–654 (Tel Aviv).
  85. a b c d e f g Arnold Hottinger: Die Länder des Islam – Geschichte, Traditionen und der Einbruch der Moderne. 2. Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2008, ISBN 978-3-03823-478-4, S. 306–310.
  86. a b c d Nadine Picaudou: Les Palestiniens – Un siècle d'histoire: Le drame inachevé. 2. Auflage. D/1638/2003/12. Éditions Complexe, Paris 2003, ISBN 2-87027-962-0, S. 17, 19.
  87. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap Martin Bunton: The Palestinian-Israeli Conflict. In: A Very Short Introduction. Nr. 359. Oxford University Press, Oxford 2013, ISBN 978-0-19-960393-0, S. XV, 3 ff., 6, 10 f., 13, 16 f., 26 f., 30, 33, 39 ff., 42, 45, 46/48, 49, 52 f., 61, 64, 71, 77, 79, 81.
  88. a b c Douglas A. Howard: Das Osmanische Reich 1300–1924. Theiss Verlag (Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt), Darmstadt 2018, ISBN 978-3-8062-3703-0, S. 275—278 (Originalausgabe bei Cambridge University Press, 2017; übersetzt von Jörg Fündling, Michael Reinhard Heß).
  89. Michael Turner, in: Habiter la planète – Atlas mondial de l'architecture traditionnelle et vernaculaire. Hrsg.: Sandra Piesik. Éditions Flammarion, Paris 2017, ISBN 978-2-08-141183-8, S. 244–249 (Originalausgabe: Habitat: Vernacular Architecture for a Changing Planet. Thames & Hudson, London 2017; übersetzt von Frédérique Popet et al.).
  90. a b c d e f g h i Olivier Bouquet, Philippe Pétriat, Pierre Vermeren: Histoire du Moyen-Orient de l'Empire Ottoman à nos jours – Au-delà de la question d'orient. In: Collection Libres cours. Commission de la recherche de l'université Paris 1 Panthéon-Sorbonne/Publications de la Sorbonne, Paris 2016, ISBN 978-2-85944-970-4, S. 64 f., 217, 273.
  91. a b Simon Schama: L'histoire des juifs – Appartenir, de 1492 à 1900. Band 2. Librairie Arthème Fayard, Paris 2017, ISBN 978-2-213-70093-9, S. 607, 615 ff. (Originalausgabe: The Story of the Jews. Belonging, 1492–1900, The Bodley Head (publisher), London 2017; übersetzt von Pierre-Emmanuel Dauzat).
  92. a b c Murray Gordon: L'Esclavage dans le monde arabe – VIIe–XXe siècle. In: Jean-Claude Zylberstein (Hrsg.): Collection Texto. Éditions Tallandier, Paris 2009, ISBN 978-2-84734-633-6, S. 169 f., 269 (annexe) (Originalausgabe: Slavery in the Arab World, New Amsterdam Books, 1998; übersetzt von Colette Vlérick).
  93. a b c d e f g h i j k Jean-Pierre Filiu: Les Arabes, leur destin et le nôtre – Histoire d'une libération. Éditions La Découverte, Paris 2015, ISBN 978-2-7071-8661-4, S. 14, 18, 20, 32 f., 37 f., 39.
  94. a b c d Joseph Croitoru: Al-Aqsa oder Tempelberg – Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten. Verlag C. H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-76585-8, S. 47, 67, 89 ff., 266.
  95. a b c d James Hughes, Monika Unger, Ursula Blombach-Schäfer, Annabel Else, Julia Gorton, Alfred LeMaitre, Hans-Georg Michel, Reela Veit (Hrsg.): Das Länderlexikon. Bertelsmann Lexikon Verlag, München 1998, ISBN 3-577-10474-0, S. 916 (Originalausgabe: Unsere Welt heute in 10 Bänden, erstmals erschienen bei Mitchell Beazley Ltd., London).
  96. a b Bat Yeʾor: Juifs et Chrétiens sous l'Islam face au danger intégriste. In: Collection Pensée Politique et Sciences Sociales. Berg International Éditeurs, Paris 2005, ISBN 2-911289-70-6, S. 83 (das Islam-Lexikon von Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann und Peter Heine macht unter dem Stichwort Abgabe; Abgabe der Schutzbürger (S. 25–32) keine näheren Angaben zu solcher, über die Djizya hinausgehender, Besteuerung, nennt jedoch regionale Abweichungen, wie zusätzlich erhobene kumulative Besteuerung. Weiter gilt als bekannt, dass die Besteuerung der Dhimmi regional, so etwa im Jemen, erheblich war).
  97. a b c Leyla Dakhli, Azadeh Kian, Angelos Dalachanis, Emma Aubin-Boltanski, Vincent Lemire, Edhem Eldem, Noémi Lévy-Aksu, Philippe Bourmaud, Elena Chiti, Mehdi Sakatni, Philippe Pétriat, Emmanuel Szurek, Matthieu Rey: Le Moyen-Orient (Fin XIXe–XXe siècle). In: L. Dakhli (Hrsg.): Points histoire. Éditions du Seuil, Paris 2016, ISBN 978-2-7578-6197-4, S. 179 f., 237, 263 (zur Ungleichbehandlung in der Rechtspflege wird zitiert: Mimi Ajzenstadt: Crime, social control, and the process of social classification. Juvenile delinquacy/justice discourse in Israel, 1948–1970. In: Social Problems, Band 49, Nr. 4, November 2002, S. 585–604).
  98. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s Michelle U. Campos: Ottoman Brothers – Muslims, Christians, and Jews in Early Twentieth-Century Palestine. Stanford University Press, Stanford (California) 2011, ISBN 978-0-8047-7068-2, S. 100 ff., 149, 182–196 (189, 190), 201/231, 203 f., 266, 306 (die Angabe zur Zahl der griechisch-orthodoxen Bevölkerung Jaffas wird zitiert nach Usiel Oskar Schmelz: Population Characteristics of Jerusalem and Hebron regions according to Ottoman census. In: Gad G. Gilbar (Hrsg.): Ottoman Palestine, 1800–1914: Studies in Economic and Social History. In: Journal of Palestine Studies, Vol. 21, No. 4, 1992; die Gesamtzahl der griechisch-orthodoxen Bevölkerung Palästinas wird mit 49.596 angegeben).
  99. Lucien Franc, 1895–1948, Directeur de l'Agence France-Presse. In: Find a Grave. 4. Januar 2021, abgerufen am 7. November 2021.
  100. Bernard Bajolet: Mémoires d'Orient – Le soleil ne se lève plus à l'est. In: Marguerite de Marcillac (Hrsg.): Collection tempus. Nr. 819. Éditions Perrin, Paris 2020, ISBN 978-2-262-08058-7, S. 59 f.
  101. a b c d e f g h i Rebecca Benhamou: Dictionnaire insolite de Tel Aviv. Hrsg.: Patrick Arfi, Vanessa Pignarre. Cosmopole, Paris 2015, ISBN 978-2-84630-093-3, S. 57, 72 f., 74, 87, 90, 104.
  102. a b c d e Imad Mustafa: Der Politische Islam – Zwischen Muslimbrüdern, Hamas und Hizbollah. Promedia Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-85371-360-0, S. 17 ff.
  103. a b c d e f g h i j k l m n Justin Marozzi: Islamische Imperien – Die Geschichte einer Zivilisation in fünfzehn Städten. Suhrkamp Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-458-17869-9, S. 409 f. (Originalausgabe: Islamic Empires – Fifteen Cities that Define a Civilization, Penguin Books, London 2020; übersetzt von Ulrike Bischoff).
  104. a b c d e f g Matti Friedman: Espions de nulle part – L’avant Mossad. Éditions Liana Levi, Paris 2019, ISBN 979-1-03490084-8, S. 73, 81–85, 127, 143 ff., 257 f. (Originalausgabe: Spies of No Country. Secret Lives at the Birth of Israel. Algonquin Books (Workman Publishing Company), New York, 2019; übersetzt von Anne Rabinovitch).
  105. a b Simon Winchester: Land: How the Hunger for Ownership Shaped the Modern World. Harper Collins Publishers, London 2021, ISBN 978-0-00-835912-6, S. 271, 279.
  106. David S. Landes: Bankers and Pashas – International Finance and Economic Imperialism in Egypt. Heinemann, London 1958 (Literaturangabe zitiert nach Arnold Hottinger: Die Länder des Islam. Geschichte, Traditionen und der Einbruch der Moderne. Zürich 2008).
  107. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac Noam Zadoff: Geschichte Israels – Von der Staatsgründung bis zur Gegenwart. In: C. H. Beck Wissen. Verlag C. H. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-75755-6, S. 15, 22, 26, 33, 36 f., 41 f., 46, 51, 55 f., 58, 60 ff., 72 f., 116 f.
  108. a b c d e f g h i Willy Guggenheim (Autor), Fred Mayer (Fotograf): Das Heilige Land. Silva Verlag, Zürich 1979, S. 96 f., 104, 116.
  109. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az Thomas Vescovi: L'échec d'une utopie – Une histoire des gauches en Israël. Éditions La Découverte, Paris 2021, ISBN 978-2-348-04311-6, S. 33, 41–44, 50 f., 55 ff., 58, 65, 70 ff., 79, 86 f., 95, 107 f., 111, 132, 259–262, 265 ff., 287 f., 290, 295 f., 298 (monde-diplomatique.de – ein zusammenfassender Beitrag dieses Autors kann über den Link zur Zeitung Le Monde diplomatique (Artikel Abschied vom Kibbuz, Mai 2021), abgerufen werden).
  110. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am Neil Caplan: The Israel-Palestine Conflict – Contested Histories. In: Contesting the Past. Wiley-Blackwell (John Wiley & Sons), Hoboken (New Jersey) 2010, ISBN 978-1-4051-7539-5, S. 8, 24 f., 42 f., 44, 51, 62, 68, 70 ff., 73, 81 f., 88, 102, 105, 107 f., 111, 119 f., 121, 141, 145, 148, 160, 187 f., 232 f., 233–241, 262.
  111. Peter Ustinov, im Gespräch mit Harald Wieser und Jürgen Ritte: Achtung! Vorurteile. Nr. 23928. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2005, ISBN 3-499-23928-0, S. 94 f.
  112. a b c d e Salah El Gharbi: La « cause palestinienne », cette malédiction arabe. In: Points de vue. Éditions L’Harmattan, Paris 2018, ISBN 978-2-343-14672-0, S. 14, 27 (auf Seite 27 macht der tunesische Autor die Aussage: „Ainsi, l’expression d'un sentiment d'indignation contre « l’entité sioniste », à l’origine légitime et juste, donne lieu à une sorte d’hystérie collective qui traverse les générations, les classes sociales et les pays.“ (dt. etwa: „So weicht der Ausdruck einer ursprünglich berechtigten und gerechten Entrüstung gegen den « zionistischen Staat » einer Art kollektiven Hysterie, welche die Generationen, sozialen Schichten und Länder durchdringt.“)).
  113. a b c d e f g Chantal Cabé (rédactrice en chef), Aymeric Christensen (directeur La Vie), Michel Lefebvre (coord.) et al.: Le Moyen-Orient en cartes. In: Le Monde-La Vie Hors-Série. Le Monde (Société éditrice du Monde)/La Vie (Malesherbes Publications), 2020, ISBN 978-2-36804-108-6, ISSN 0151-2323, S. 83, 91, 95, 98 f. (dort zitiert nach Daten von: für Fluchtwelle UN-Nothilfekoordinator; Außenministerium der Vereinigten Staaten; Palestinian Central Bureau of Statistics; Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten; für sekuläre Juden: Sergio Della Pergola 2017; Pew Research Center 2015).
  114. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z Michel Abitbol: Histoire des juifs. In: Marguerite de Marcillac (Hrsg.): Collection tempus. 2. Auflage. Nr. 663. Éditions Perrin, Paris 2016, ISBN 978-2-262-06807-3, S. 473 ff., 545, 670–675, 633 ff., 636, 682 f., 686, 775, 808, 835 f., 843 f., 852.
  115. a b c d e f g h i j Bettina Gräf, Abir Kopty, et al.: Arabische Medien (Kapitel: Transnationale Phänomene arabischer Medien/Geschichte arabischer Medien; Arabische Länder und ihre Mediensysteme/Palästina). Hrsg.: Carola Richter, Asiem El Difraoui. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz und München 2015, ISBN 978-3-86764-509-6, S. 27–35, 227 f.
  116. a b c d Ted Swedenburg: Memories of Revolt – The 1936–1939 Rebellion and the Palestinian National Past. 2. Auflage. The University of Arkansas Press, Fayetteville 2003, ISBN 1-55728-763-5, S. 65, 71, 177 (bezüglich Old Jaffa wird zitiert: Raja Shehadeh: The Third Way. A Journal of Life in the West Bank, 1982, S. 21).
  117. a b c d Pascal Ory: De la haine du Juif – Essai historique. In: Bouquins essai. Éditions Bouquins, Paris 2021, ISBN 978-2-38292-058-9, S. 125, 128.
  118. a b c d e f g h i j k l m n o Muriel Asseburg: Palästina und die Palästinenser – Eine Geschichte von der Nakba bis zur Gegenwart. Verlag C. H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-77477-5, S. 28–33, 37, 40, 42, 45.
  119. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s Jean-Claude Lescure: Le conflict israélo-palestinien en 100 questions (Kapitel 12: Quelles différences entre nationalisme arabe et nationalisme palestinien?; Kapitel 31: Comment Israël accueille-t-il les migrants juifs?). In: Collection Texto. 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2020, ISBN 979-1-02104253-7, S. 46 ff., 107–110.
  120. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Derek Jonathan Penslar: Israel in History – The Jewish State in Comparative Perspective. Routledge (Taylor & Francis Group), London and New York 2007, ISBN 978-0-415-40036-7, S. 40, 42, 52, 76–81, 87 f., 125 f.
  121. Chantal Meyer-Plantureux et al.: Histoire universelle de la connerie (Kapitel: Antisémitisme et homophobie ordinaires dans le spectacle). Hrsg.: Jean-François Marmion. Sciences Humaines Éditions, Auxerre 2019, ISBN 978-2-36106-566-9, S. 307.
  122. Gerhard P. Groß: Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Dolchstoßlegende. In: Kriege der Moderne. Reclam Verlag, Ditzingen 2018, ISBN 978-3-15-011168-0, S. 9.
  123. a b c d James Barr: Une ligne dans le sable – Le conflit franco-britannique qui façonna le Moyen-Orient. In: Marguerite de Marcillac (Hrsg.): Collection tempus. Nr. 783. Éditions Perrin, Paris 2019, ISBN 978-2-262-08165-2, S. 92, 526 (Originalausgabe: A Line in the Sand: the Anglo-French struggle for the Middle East 1914–1948. New York 2011; übersetzt von Johan Frederik Hel-Guedj).
  124. a b c d e f g h i j k l Steve Jourdin, préface de Élie Barnavi: Israël : autopsie d'une gauche (1905-1995). In: Jean-Luc Veyssy (Hrsg.): Collection « Documents ». Éditions le bord de l'eau, Lormont (Gironde) 2021, ISBN 978-2-35687-802-1, S. 46, 86, 95 ff., 160, 168, 275, 283 f.
  125. Raymond Haroutioun Kévorkian: Le génocide des Arméniens. Éditions Odile Jacob, Paris 2006, ISBN 978-2-7381-1830-1, S. 837 f., 852.
  126. Raymond Haroutioun Kévorkian, Yves Ternon, préface de Gérard Chaliand: Mémorial du génocide des Arméniens. Éditions du Seuil, Paris 2014, ISBN 978-2-02-113940-2, S. 493 (Eine Aufstellung auf Seite 493 nennt für die Region Jerusalem (zu der wohl auch Jaffa zu zählen ist) 2.000 armenische Flüchtlinge am 10. August 1920 (Vertrag von Sèvres), im Vergleich werden für Damaskus 400, Beirut 1.000 und für die Region Hauran 400 Flüchtlinge angegeben. Dafür von den Autoren als Quelle angegeben wird: APC/PAJ, Bureau d'information du Patriarcat arménien de Constantinople).
  127. a b c d e f g Michael Schaaf, Manfred G. Schmidt, Wichard Woyke: Zeitgeschichte – Vom Vorabend des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart. In: Jürgen Hotz (Hrsg.): Der Brockhaus. F. A. Brockhaus Verlag, Mannheim/Leipzig 2003, ISBN 3-7653-0161-2, S. 214, 378.
  128. a b c d e Jörn Leonhard: Die Büchse der Pandora – Geschichte des Ersten Weltkriegs. 6. Auflage. Verlag C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-72168-7, S. 487 f.
  129. a b c d Julia Neuberger: Antisemitismus: Wo er herkommt, was er ist – und was nicht. Berenberg Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-946334-77-4, S. 75, 83, 87, 101 f. (Originalausgabe: Antisemitism: What it is; What it isn't and why it matters, 2019; übersetzt von Anne Emmert).
  130. Yves Ternon, préface de Marc Goutalier: L'Empire ottoman – Le déclin, la chute, l'effacement. In: Histoire & sociétés. Éditions du Félin, Paris 2020, ISBN 978-2-86645-898-0, S. 368.
  131. a b c David Elkaïm: Histoire des guerres d'Israël – De 1948 à nos jours. In: Collection Texto. 2. Auflage. Édition Tallandier, Paris 2019, ISBN 979-1-02103961-2, S. 29, 34 f.
  132. a b c d e f g h i j k l m n o Reinhard Schulze: Geschichte der islamischen Welt im 20. Jahrhundert. 2. Auflage. Verlag C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-48873-0, S. 128–132.
  133. Eugene L. Rogan: Histoire des Arabes de 1500 à nos jours. In: Marguerite de Marcillac (Hrsg.): Collection tempus. Nr. 651. Éditions Perrin, Paris 2013, ISBN 978-2-262-06658-1, S. 295 (Originalausgabe: The Arabs. A History. Basic Books, New York 2009; übersetzt von Michel Bessières).
  134. a b c d e f g Jean-Pierre Filiu: Le Milieu des mondes – Une histoire laïque du Moyen-Orient de 395 à nos jours. Éditions du Seuil, Paris 2021, ISBN 978-2-02-142024-1, S. 204 f., 259 ff.
  135. a b c d e Ilan Pappe: The Making of the Arab-Israeli Conflict, 1947–1951. I. B. Tauris, London 2015, ISBN 978-1-78076-492-4, S. 55, 79 f.
  136. a b c d Muriel Asseburg, Jan Busse: Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven. Verlag C. H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-69776-0, S. 17 f., 38 f.
  137. a b c d e f Matthieu Auzanneau: Or noir, la grande histoire du pétrole. 2. Auflage. Nr. 450. Éditions La Découverte, Paris 2016, ISBN 978-2-7071-9062-8, S. 157, 170 f., 233, 235, 799.
  138. a b c d e f g h i j k l m n o p Angelika Timm, Johannes Glasneck: Israel – Geschichte des Staates seit seiner Gründung. 3. Auflage. Bouvier Verlag, Bonn 1998, ISBN 3-416-02753-1, S. 12, 27, 32, 40 f., 49, 208, 240, 296, 340–347 (Zeittafel).
  139. a b c Christopher de Bellaigue: Die islamische Aufklärung – Der Konflikt zwischen Glaube und Vernunft 1798 bis heute. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-10-397354-9, S. 406 (Originalausgabe: The Islamic Enlightenment. The modern struggle between faith and reason. The Bodley Head, London 2017; übersetzt von Michael Bischoff).
  140. Xavier Baron: Les Palestiniens – Genèse d'une nation. In: Points Histoire. Éditions du Seuil, Paris 2003, ISBN 2-02-039820-6, S. 29 f.
  141. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Simon Epstein: Histoire du peuple juif au XXe siècle – De 1914 à nos jours. In: Collection Pluriel. Hachette Littératures, Paris 1998, ISBN 978-2-01-278993-7, S. 52, 54, 57 f., 112 f., 211, 214, 346 ff., 380, 387, 397, 420.
  142. Michael M. Laskier: Juifs et Musulmans en Égypte – Des origines à nos jours. In: Collection Histoire partagée. Éditions Tallandier/Projet Aladin, Paris 2020, ISBN 979-1-02104152-3, S. 121 (Originalausgabe: The Jews of Egypt, 1920-1970 : In the midst of Zionism, anti-Semitism, and the Middle East conflict. New York University Press, New York 1992; übersetzt von Françoise Bloch).
  143. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t Dan Diner: Ein anderer Krieg – Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg, 1935–1942. Deutsche Verlags-Anstalt (Penguin Random House), München 2021, ISBN 978-3-421-05406-7, S. 36 f., 39, 91, 134–137.
  144. Jacques Pous, postface de Michel Warschawski: L’invention chrétienne du sionisme – De Calvin à Balfour. In: Comprendre le Moyen-Orient. L’Harmattan, Paris 2018, ISBN 978-2-343-15082-6, S. (Monografie) (Anmerkung: Der Autor kommt zu dem Schluss, der Zionismus sei kolonialistisch.).
  145. a b Claude Klein: Israël – État en quête d’identité, XXe siècle. Casterman–Giunti Gruppo Editoriale, Firenze 1999, ISBN 2-203-61032-8, S. 17, 54 f.
  146. a b c d e f Pierre Blanc, Jean-Paul Chagnollaud, Sid-Ahmed Souiah, Madeleine Benoit-Guyod: Atlas des Palestiniens – Un peuple en quête d'un État. In: Collection Atlas/Monde. 3. Auflage. Éditions Autrement, Paris 2017, ISBN 978-2-7467-4538-4, S. 12, 36, 82.
  147. a b c d e f g Zachary Lockman: Comrades and Enemies – Arab and Jewish Workers in Palestine, 1906–1948. University of California Press, Berkeley 1996, ISBN 0-520-20419-0, S. 46, 71, 341 f.
  148. a b Reinhard Schulze: Geschichte der islamischen Welt – Von 1900 bis zur Gegenwart. 2. Auflage. Verlag C. H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68855-3, S. 157 f.
  149. a b c d e Ari Shavit: Mein gelobtes Land – Triumph und Tragödie Israels (Kapitel 3: Der Orangenhain, 1936; Kapitel 4: Masada, 1942; Kapitel 12: Sex, Drugs und die Zustände im Land, 2000; Kapitel 15: Occupy Rothschild, 2011). 1. Auflage. Bertelsmann Verlag, München 2013, ISBN 978-3-570-10226-8, S. 78–105, 114, 413–430, 469 (Originalausgabe: My Promised Land: The Triumph and Tragedy of Israel. Spiegel & Grau, New York 2013; übersetzt von Michael Müller).
  150. a b c d e f Alain Gresh: Israel–Palästina – Hintergründe eines Konflikts. Nr. 451. Unionsverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-293-20451-5, S. 207–218 (Zeittafel) (Originalausgabe bei Librairie Arthème Fayard, Paris 2001,2007).
  151. Zahlen aus dem Supplement to a Survey of Palestine, einem Bericht der britischen Mandatsverwaltung an die UNO von 1947, S. 4, Ausgabe 50942.
  152. a b c d e f g h i Simha Flapan: The Birth of Israel – Myths and Realities. Croom Helm Publisher, London and Sydney 1987, ISBN 0-7099-4911-1, S. 66, 73 f., 95.
  153. a b c d e f g h i j k Lila Abu Lughod, Diana Keown Allan, Haim Bresheeth, Rochelle Davis, Samera Esmeir, Isabelle Humphries, Lena Jayyusi, Laleh Khalili, Omar al-Qattan, Ahmad H. Sa'di, Rosemary Sayigh, Susan Slyomovics: Nakba – Palestine, 1948, and the Claims of Memory. Hrsg.: Ahmad H. Sa'di, Lila Abu-Lughod. Columbia University Press, New York 2007, ISBN 978-0-231-13578-8, S. 20, 85, 89, 98 f., 194.
  154. a b c d Pierre Vidal-Naquet (préface), Sami Adwan, Dan Bar-On, Adnan Musallam, Eyal Naveh et al.: Histoire de l’autre. Hrsg.: Sami Adwan, Dan Bar-On, Adnan Musallam, Eyal Naveh, Shoshana Steinberg, Linda Livni. Éditions Liana Levi/Peace Research Institute in the Middle East, Paris/Beit Jallah 2004, ISBN 978-2-86746-470-6, S. 21, 41, 46 f. (übersetzt von Rachid Akel (arabisch) und Rosie Pinhas-Delpuech (hebräisch); die angegebene ISBN entspricht der Neuauflage von 2008).
  155. a b c d e f g h i j k l m Omri Boehm: Israel – Eine Utopie. Propyläen Verlag (Ullstein Buchverlage), Berlin 2020, ISBN 978-3-549-10007-3, S. 81 f., 103, 107 f., 112, 124 ff., 129 f., 169 f. (Originalausgabe: A Future for Israel: Beyond the Two-State Solution. New York Review Books, New York 2020; übersetzt von Michael Adrian).
  156. a b c d Das Stadtviertel Jaffa. In: Österreichischer Rundfunk. 8. April 2017, abgerufen am 17. Januar 2020.
  157. Christiane Hessel (Vorwort), Brigitte Challande, Véronique Hollebecque, Sara Katz, Frank Mérat, Pierre Stambul, Annie Vera: Gens de Gaza – Vivre dans l’enfermement – Témoignages 2011–2016. Riveneuve éditions, Paris 2017, ISBN 978-2-36013-443-4, S. 38.
  158. a b c d e f g Leo Trepp: Die Juden – Volk, Geschichte, Religion. Hrsg.: Anne Alter. 2. Auflage. Nr. 1990. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1998, ISBN 3-499-60618-6, S. 163–166, 179.
  159. a b c Mark Tessler: A History of the Israeli-Palestinian Conflict. In: Indiana Series in Middle East Studies. 2. Auflage. Indiana University Press, Bloomington and Indianapolis 2009, ISBN 978-0-253-22070-7, S. 216, 306.
  160. Aude Signoles: Idées reçues: Les Palestiniens. In: Marie-Laurence Dubray (Hrsg.): Histoire & Civilisations. Éditions Le Cavalier Bleu, Paris 2005, ISBN 2-84670-116-4, S. 47 (die Autorin zitiert aus Elias Sanbar: Figures du Palestinien : identité des origines, identité de devenir, 2004).
  161. a b c d Albert Hourani: Histoire des peuples arabes. In: Points Histoire. Éditions du Seuil, Paris 1993, ISBN 978-2-02-020001-1, S. 507 (Originalausgabe: A History of the Arab Peoples, Faber and Faber, London 1991; übersetzt von Paul Chemla).
  162. a b c d e f g h i j Shelley Kästner: Jewish Roulette – Vom jüdischen Erzbischof bis zum atheistischen Orthodoxen – 21 Gespräche (Kapitel: Der frustrierende Konflikt, Gespräch mit Michal, Psychologin; Wir sind alle gemischt, Gespräch mit Joëlle Apter, Genetikerin und Anthropologin). Salis Verlag, Zürich 2018, ISBN 978-3-906195-78-0, S. 41, 45 ff., 170 ff.
  163. a b c d e f Aluf Benn: Arrêtons d'avoir peur de la Nakba – Aluf Benn, rédacteur en chef du quotidien israélien Ha'aretz, évoque dans cet éditorial la mémoire plus que sélective des événements de 1948. Selon lui, il est temps que la société israélienne cesse de fuir son passé. In: Courrier international Hors-série: Moyen-Orient – Les nouveaux maîtres du jeu. Juli 2021, ISSN 1169-114X, S. 52 f. (Ersterscheinung dieses Artikels in Haaretz am 30. April 2021; die Angaben zu den ironischen Bezeichnungen Aristokratie oder auch Adel stehen in einer redaktionellen Ergänzung von Courrier international über Aluf Benn).
  164. a b c d John A. Linn: Une autre guerre – Histoire et nature du terrorisme. Passés composés/Humensis/Ministère des Armées, Paris 2021, ISBN 978-2-37933-568-6, S. 203 f. (übersetzt von Antoine Bourguilleau).
  165. Karin Wenger, mit einem Nachwort von Arnold Hottinger: Checkpoint Huwara – Israelische Elitesoldaten und palästinensische Widerstandskämpfer brechen das Schweigen. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2008, ISBN 978-3-03823-408-1, S. 38–41.
  166. Serge Nessi, préface de Cornelio Sommaruga: Autrefois... l'humanitaire. Éditions Slatkine, Genève 2019, ISBN 978-2-8321-0924-3, S. 87.
  167. Thomas Vescovi: Der dunkle Fleck – Seit Ende März protestieren die Palästinenser im Gazastreifen mit dem „Marsch der großen Rückkehr“ gegen ihre Vertreibung vor 70 Jahren. Doch in Israel ist die Nakba immer noch ein Tabuthema. In: Barbara Bauer, Dorothee d'Aprile (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 05/24. TAZ/WOZ, Mai 2018, ISSN 1434-2561, S. 8 (monde-diplomatique.de – Thomas Vescovi ist Autor des Buches La Mémoire de la Nakba en Israël beim Verlag Éditions L'Harmattan, collection Comprendre le Moyen-Orient, Paris 2015).
  168. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Samy Cohen: Israël – Une démocratie fragile. Librairie Arthème Fayard/Centre de recherches internationales de Sciences Po, Paris 2021, ISBN 978-2-213-71672-5, S. 69 f., 74 f., 217 f., 225 ff., 230 ff., 239 f., 270.
  169. a b c d e f David Grossman: Der gelbe Wind – Die israelisch-palästinensische Tragödie. Kindler Verlag, München 1988, ISBN 3-463-40102-9, S. 10, 47, 55, 158, 220 f. (Originalausgabe: Haz-Zeman haṣ-ṣāhov. 1988; die deutschsprachige Ausgabe ist basierend auf der englischsprachigen Ausgabe: The Yellow Wind. 1988; übersetzt von Jürgen Benz; Anmerkung: Weitere Aussagen von Rabbi Levinger finden sich auf den Seiten 214 f.).
  170. Elias Sanbar: La Palestine expliquée à tout le monde. Éditions du Seuil, Paris 2013, ISBN 978-2-02-112068-4, S. 11.
  171. a b c d e f Tim Marshall: Abschottung – Die Macht der Mauern. dtv Verlag, München 2020, ISBN 978-3-423-34974-1, S. 106, 110, 113–116 (Originalausgabe: Divided. Why We're Living in an Age of Walls, Elliot and Thompson Ltd., London 2018; übersetzt von Hans-Peter Remmler).
  172. סטטיק ובן אל תבורי & נסרין קדרי - חביב אלבי (Prod. By Jordi). In: YouTube. 23. Juni 2020, abgerufen am 8. März 2020 (arabisch/englisch/hebräisch, Sowohl das musikalische Einleitungsmotiv als auch die den Liedtext einleitende Grußformel Ahlan wa Sahlan sind in diesem die freie und gleiche Liebe von Homo- und Heterosexuellen feiernden Video arabisch. Das Video stellt im Übrigen jedoch keine weitere Beziehung zu der umgebenden arabischen Kultur her. Wie im Nachspann sichtbar ist, wurde die Produktion des Videos von der Stadt Tel Aviv-Jaffa offiziell gefördert.).
  173. a b c Judith Poppe: An Jaffas Promenade erschossen – Am Samstag ist ein arabischer Israeli am hellichten Tag getötet worden. Armee und Inlandsgeheimdienst wollen gegen illegalen Waffenbesitz vorgehen. In: Die Tageszeitung. 25. Oktober 2021, abgerufen am 25. Oktober 2020.
  174. a b c Carolin Lauer: Israel. In: Polyglott on tour. Travel House Media (Ganske Verlagsgruppe), München 2014, ISBN 978-3-8464-9003-7, S. 43, 50 ff.
  175. a b c d Jens Wiegand: Israel Palästina: Kultur, Geschichte, Gegenwart. Hrsg.: Bernd Schwenkros, Detlev von Oppeln. 2. Auflage. Trescher Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-89794-497-8, S. 474, 476, 496.
  176. Walter Ruggle: Ajami: Scandar Copti, Yaron Shani – Israel – 2009. trigon-film, abgerufen am 20. September 2020.
  177. Barbara Fournier (direction), Jean-Benoît Clerc (expertise scientifique): Aux origines du problème des réfugiés palestiniens – Actes des journées de formation continue des 29 avril et 30 avril 2019 à Lausanne. Haute école pédagogique du canton de Vaud, Lausanne 2020, ISBN 978-2-8399-2884-7, S. 31.
  178. Karin Kloosterman: Changes in the air for Ajami – A mixed Arab-Jewish neighborhood in Jaffa balances itself between rundown remnants of old-world charm and upscale gentrification. In: The Jerusalem Post. Yaakov Katz, 29. November 2006, abgerufen am 2. Juli 2020 (englisch).
  179. a b c d e f g h i Gershon Shafir: Land, labor and the origins of the Israeli-Palestinian Conflict, 1882–1914. In: Roger Owen et al. (Hrsg.): Cambridge Middle East Library. Nr. 20. Cambridge University Press, Cambridge 1989, ISBN 0-521-35300-9, S. 29, 45, 92 f., 205.
  180. Die Aussage stammt von einer Gruppe jemenitischer Arbeiter aus Nes Ziona südlich von Tel Aviv und erschien am 14. März 1913 in einem Artikel der sozialistischen Tageszeitung HaAhdout (dt. Einheit). Sie lautet in ihrem ganzen Wortlaut: „Und jetzt verlangen wir für unsere Arbeit, Männer wie Frauen, ausreichende Löhne, damit wir essen können. In euren Augen sind wir verachtenswert und widerlich. Und ihr beleidigt uns: "Hunde! Gojim!"“ Übersetzt nach Georges Bensoussan: Juifs en pays arabes: Le grand déracinement 1850–1985. 2. Auflage, Paris 2021, S. 228.
  181. Charles Enderlin: Au nom du Temple – Israël et l'irrésistible ascension du messianisme juif (1967–2013). Éditions du Seuil, Paris 2013, ISBN 978-2-02-104407-2, S. Monografie, insbesondere 11 f. und 49–52.
  182. a b c d e Galit Tassi, Marilyn Fefer, Judith Imbo (Hrsg.): Tel Aviv Nonstop City Guide. Tel Aviv Global & Tourism, Tel Aviv 2019, S. 33, 48, 75, 82, 84.
  183. a b c d e f g h i j k l m Sharon Golan Yaron, Yuval Even: Architectural Guide Tel Aviv. DOM publishers, Berlin 2019, ISBN 978-3-86922-252-3, S. 11–23.
  184. Aryeh Akiva Weiss/Akiva Arie Weiss (geboren 1868 in Grodno, aufgewachsen in Łódź, Uhrmacher, gestorben 1947): Neueinwanderer in Palästina, treibende Kraft innerhalb der Achusat-Bajit-Gesellschaft. Später in der historischen Erinnerung von Meir Dizengoff überschattet.
  185. a b c d e Aude Marcovitch: Israël – Les blessures d'un destin. In: Collection L'âme des peuples. D/2014/9594/2. Éditions Nevicata, Bruxelles 2014, ISBN 978-2-87523-054-6, S. 19–24.
  186. Die ersten 20 Häuser wurden im Dezember 1911 oder kurz danach fertiggestellt.
  187. a b c d e f g h Carsten Hueck: The White City Tel Aviv. Hrsg.: Jochen Visscher. 3. Auflage. Jovis Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-939633-75-4, S. 7–13.
  188. Shlomo Avineri: Zionism According to Theodor Herzl, in Haaretz, 20. Dezember 2002.
    Zitat: "Altneuland" is […] a utopian novel written by […] Theodor Herzl, in 1902 […] The year it was published, the novel was translated into Hebrew by Nahum Sokolow, who gave it the poetic name "Tel Aviv" (which combines the archaeological term "tel" and the word for the season of spring).
    Übersetzung: „Altneuland“ ist […] ein utopischer Roman, geschrieben von […] Theodor Herzl in 1902 […] Im gleichen Jahr wurde der Roman von Nachum Sokolow ins Hebräische übersetzt, wobei er ihm den poetischen Titel „Tel Aviv“ gab, in dem der archäologische Begriff „Tel“ und das Wort für Frühling kombiniert wurden.
  189. a b c Michael Brenner: Kleine jüdische Geschichte. Verlag C. H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57668-3, S. 255, 257, 297.
  190. Der Begriff Volk Israel ist Gegenstand einer aktuellen Debatte, siehe dazu: Jüdischer Antizionismus. Der bekannteste Exponent einer Denkrichtung, die diesen Begriff in Frage stellt, ist der Historiker Shlomo Sand, dessen Buch Die Erfindung des jüdischen Volkes 2008 heftige Kontroversen ausgelöst hat.
  191. Wolfgang Scheel: Lexikon biblischer Ortsbenennungen im modernen Israel. 3. Auflage, Hammerbrücke 2003, ISBN 3-933750-32-6, S. 61.
  192. a b c Andreas Kappeler: Rußland als Vielvölkerreich – Entstehung, Geschichte, Zerfall. In: Beck'sche Reihe. 2. Auflage. Nr. 1447. Verlag C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47573-6, S. 222 ff.
  193. Benjamin C. Fortna: The Circassian – A life of Esref Bey, late Ottoman insurgent and special agent. Hurst & Company, London 2016, ISBN 978-1-84904-578-0, S. 54.
  194. Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. In: Beck'sche Reihe. 2. Auflage. Nr. 1059. Verlag C. H. Beck, München 2000, ISBN 978-3-406-58780-1, S. 153 f.
  195. a b c d e Ronen Bergman: Lève-toi et tue le premier – L'histoire secrète des assassinats ciblés commandité par Israël. Éditions Grasset, Paris 2020, ISBN 978-2-246-82139-7, S. 26, 28, 40 f. (Originalausgabe: Rise and kill first: The secret history of Israel's targeted assassinations, 2018; übersetzt von Johan-Frédérik Hel Guedj).
  196. Neville J. Mandel: Arabs and Zionism before First World War. University of California Press, Berkeley 1976 (Literaturangabe zitiert nach Florian Louis: Atlas historique du Moyen-Orient, Paris 2020).
  197. Ophélie Chavaroche, Jean-Michel Egret, avant-propos de Laurent Binet: Atlas des utopies. Hrsg.: Axel Vicq, François Egret. Belles Balades éditions, Paris 2019, ISBN 978-2-84640-493-8, S. 159.
  198. Mordechai Naor: The Twentieth Century in Eretz Israel: A Pictorial History, [סֵפֶר הַמֵּאָה – הִיסְטוֹרְיָה מְצֻלֶּמֶת שֶׁל אֶרֶץ־יִשְׂרָאֵל, Tel Aviv: עַם עוֹבֵד, 1996; engl.], Köln: Könemann, 1998, Judith Krausz (Übers.), ISBN 3-89508-595-2, S. 114.
  199. Tom Segev: Es war einmal ein Palästina – Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels. 4. Auflage, München 2007, S. 199 f.
  200. Samuel Tolkowsky: The gateway of Palestine: a history of Jaffa. Routledge, London 1924, S. 175 f.
  201. a b c d e Jacques Derogy, Hesi Carmel: Le siècle d'Israël – Les secrets d'une épopée 1895–1995. Nr. 2171. Librairie Arthème Fayard, Paris 1994, ISBN 2-213-02935-0, S. 282 ff.
  202. a b c d e Amos Elon, in: Hannah Arendt. Mut zum Politischen! In: Du. Das schlechthin Unfassbare: «Ein Bericht über die Banalität des Bösen» – der Sturm weltweiter Empörung, den ihr Buch über den Jerusalemer Eichmann-Prozess von 1961 auslöste, hat sich bis heute nicht ganz gelegt. Der Fall Arendt. Nr. 710. Tamedia, Zürich Oktober 2000, S. 28–32.
  203. Alfred J. Kolatch: Jüdische Welt verstehen – Sechshundert Fragen und Antworten. 3. Auflage. Fourier Verlag, Wiesbaden 1997, ISBN 3-925037-68-3, S. 184 f. (Originalausgabe: The Jewish Book of Why, 1981; übersetzt von Abraham Kokos, Barbara Höhfeld).
  204. Pinchas Hacohen Peli: Schabbat Schalom – Schabbat, eine Insel in unserer Zeit. Verlag Morascha, Basel 1993, S. 39 f. (Buch ohne ISBN; Originalausgabe: The Jewish Sabbath, A Renewed Encounter. Schocken Publisher, 1991; übersetzt von Jael Bollag; die Mischna untersagt am Samstag 39 Hauptkategorien von Tätigkeiten (sogenannte Awot Melacha) und alle nach heutigem rabbinischem Verständnis daraus abgeleiteten weiteren Tätigkeiten (Toladot; dt. Nachkommen)).
  205. Mordechai Naor: The Twentieth Century in Eretz Israel: A Pictorial History, [ספר המאה – היסטוריה מצולמת של ארץ-ישראל, Tel Aviv: עם עובדל, 1996; engl.], Köln: Könemann, 1998, Judith Krausz (Übers.), ISBN 3-89508-595-2, S. 123.
  206. Mordechai Naor: The Twentieth Century in Eretz Israel: A Pictorial History, [ספר המאה – היסטוריה מצולמת של ארץ-ישראל, Tel Aviv: עם עובדל, 1996; engl.], Köln: Könemann, 1998, Judith Krausz (Übers.), ISBN 3-89508-595-2, S. 128.
  207. Mordechai Naor: The Twentieth Century in Eretz Israel: A Pictorial History, [ספר המאה – היסטוריה מצולמת של ארץ-ישראל, Tel Aviv: עם עובדל, 1996; engl.], Köln: Könemann, 1998, Judith Krausz (Übers.), ISBN 3-89508-595-2, S. 138.
  208. Mordechai Naor: The Twentieth Century in Eretz Israel: A Pictorial History, [ספר המאה – היסטוריה מצולמת של ארץ-ישראל, Tel Aviv: עם עובדל, 1996; engl.], Köln: Könemann, 1998, Judith Krausz (Übers.), ISBN 3-89508-595-2, S. 138 und 144.
  209. Ulrike Moser: Schwindsucht – Eine andere deutsche Gesellschaftsgeschichte. Matthes & Seitz Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-95757-556-2, S. Monografie, insbesondere 121.
  210. Wilfried Koch: Baustilkunde – Das Standardwerk zur europäischen Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart. 32. Auflage. Prestel Verlag, München 2014, ISBN 978-3-7913-4997-8, S. 420 f.
  211. Gershom Scholem, in Gesprächen mit Muki Tsur bzw. Jörg Drews: Scholem/Shalom – Due conversazioni con Gershom Scholem su Israele, gli ebrei e la „qabbalah“. Hrsg.: Gianfranco Bonola. Nr. 31. Quodlibet Edizioni, Macerata 2001, ISBN 88-86570-55-4, S. 52 ff. (Originalausgabe: With Gershom Scholem. An Interview, Schocken Books, New York 1976; übersetzt von Moshe Kohn/Marcella Majnoni bzw. Gianfranco Bonola).
  212. a b c d e f g h i j Raphael Zagury-Orly: Le dernier des sionistes. Hrsg.: Stéphane Habib. Éditions Les Liens qui libèrent (LLL), Paris 2021, ISBN 979-1-02090978-7, S. 18 f., 28, 32 f., 45–50, 90 f., 96.
  213. a b c d Elie Barnavi: Israël – Un portrait historique. 3. Auflage. Éditions Flammarion, Paris 2015, ISBN 978-2-08-134752-6, S. 138, 154, 162.
  214. a b Yonatan Mendel: Mista’aravim oder die vertane Chance – Der Nahostkonflikt aus der Sicht eines jüdisch-israelischen Arabisten. In: Barbara Bauer, Dorothee d'Aprile (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 09/24. TAZ/WOZ, September 2018, ISSN 1434-2561, S. 3 f. (monde-diplomatique.de – Ersterscheinung dieses Artikels in The Guide to the Arab World, dem Begleitband zur Ausstellung Tamir Zadok: Art Undercover, im Tel Aviv Museum of Art vom 19.09.2017 bis 18.03.2018, kuratiert von Noa Rosenberg).
  215. Mordechai Naor: The Twentieth Century in Eretz Israel: A Pictorial History, [ספר המאה – היסטוריה מצולמת של ארץ-ישראל, Tel Aviv: עם עובדל, 1996; engl.], Köln: Könemann, 1998, Judith Krausz (Übers.), S. 182. ISBN 3-89508-595-2.
  216. a b c d e Jutta M. Ingala, Andrea Lammert: Israel – Eine Reise ins Heilige Land. Hrsg.: Jennifer Künkler. Kunth Verlag, München 2019, ISBN 978-3-95504-696-5, S. 138–175.
  217. Egon Friedell: Kulturgeschichte Ägyptens und des Alten Orients. In: Daniela Strigl (Hrsg.): Beck'sche Reihe. Band 2, Nr. 1885. Verlag C. H. Beck, München 1998, ISBN 978-3-406-58465-7, S. 353.
  218. a b c d e f g Henrietta Singer, Sara Neuman, et al.: 70 Jahre Israel in 70 Plakaten. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2018, ISBN 978-3-87439-906-7, S. 54–57, 58–61, 70–73, 74–77, 90–93, 102–105.
  219. Magdalena Droste: Bauhaus 1919–1933 – Réforme et avant-garde. Hrsg.: Peter Gössel. Taschen Verlag, Köln 2019, ISBN 978-3-8365-6013-9, S. 92 (übersetzt von Sara D. Claudel).
  220. a b c Saul Friedländer: Das Dritte Reich und die Juden – 1933–1945 (von Orna Kenan gekürzte Ausgabe). In: Beck'sche Reihe. Nr. 1965. Verlag C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60654-0, S. 78, 205, 420 (Originalausgabe: Nazi Germany and the Jews. 1933–1945. Harper Collins Publishers, New York 2009; übersetzt von Martin Pfeiffer).
  221. a b c d e Salomon Malka: 70 jours qui ont fait l'histoire d'Israël (Kapitel: 7: Qui a tué Arlosoroff?; 49: Première visite du chef du Kremlin; 55: La nation start-up; 59: Kafka en procès; 68: Terre promise des Vegans). Éditions Armand Colin (Dunod Éditeur), Malakoff 2018, ISBN 978-2-200-62145-2, S. 46 ff., 219 ff., 241–245, 260 ff., 294 ff.
  222. a b Uri Dan, Yeshayahu Ben Porat: L'espion qui venait d'Israël. Éditions Arthème Fayard, Paris 2020, ISBN 978-2-213-71285-7 (Monografie; zu den sozialen Umständen des bekannten Geheimagenten Eli Cohen, eines gebürtigen Ägypters, bei seiner Aufnahme in den Geheimdienst das Kapitel 4 (Difficile adaptation en Israël) Seite 47 ff.; zu den Problemen mit literarischem Hebräisch Seiten 48 und 50).
  223. a b Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen – Deutsche Geschichte: Vom «Dritten Reich» bis zur Wiedervereinigung. 8. Auflage. Band 2. Verlag C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-66050-4, S. 49 f.
  224. Wilhelm J. Wagner: Geschichte Œsterreichs – Daten, Fakten, Karten. Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten 2002, ISBN 3-85326-154-X, S. 313.
  225. Die hier als angebliche Normalisierung dargestellte Forderung eines bürgerlichen Schriftstellers nach der Herausbildung eines jüdischen Subproletariats entsprach keineswegs einer Neuentwicklung, sondern bildete in der jüdischen Diaspora einen Teil der jüdischen Lebensrealität, siehe dazu die Beispiele Zwi Migdal und Kosher Nostra.
  226. a b c d Albert Hourani, von Malise Ruthven aktualisiert und erweitert: Die Geschichte der arabischen Völker. 2. Auflage. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-596-29670-5, S. 405 f. (Originalausgabe: A History of the Arab People, Faber and Faber Ltd., London 1991; übersetzt von Manfred Ohl, Hans Sartorius und Michael Bischoff).
  227. a b c Georges Bensoussan, Mélanie Marie: Atlas de la Shoah – La mise à mort des Juifs d'Europe, 1939–1945. In: Collection Atlas/Mémoires. Éditions Autrement, Paris 2014, ISBN 978-2-7467-3230-8, S. 17 (dort zitiert nach: Elie Barnavi: Histoire universelle des Juifs).
  228. Mordecai Naor: Eretz Israel: das 20. Jahrhundert. Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-594-4, S. 217.
  229. Walter Schicho: Handbuch Afrika – Nord- und Ostafrika. Band 3/3. Brandes & Apsel – Südwind, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86099-122-1, S. 154.
  230. Krzysztof Dawid Majus: Tel Awiw – Jafa (Jafa) Cmentarz Katolicki. In: Polskie groby żołnierskie w Izraelu (dt.: Polnische Soldatengräber in Israel). Abgerufen am 10. Januar 2021 (polnisch).
  231. a b c Ernest Edwin Reynolds, N. H. Brasher: Britain in the Twentieth Century 1900–1964. Cambridge University Press, London/New York/Ibadan (Nigeria) 1966, S. 186 f., 217 f.
  232. Charles Enderlin: Par le feu et le sang – Le combat clandestin pour l'indépendance d'Israël, 1936–1948. Éditions Albin Michel, Paris 2008, ISBN 978-2-226-18084-1, S. 330 (chronologie).
  233. Wolfgang Brenner: Zwischen Ende und Anfang – Nachkriegsjahre in Deutschland. dtv Verlagsgesellschaft, München 2016, ISBN 978-3-423-28106-5, S. 34 f.
  234. a b c Hans-Peter Föhrding, Heinz Verfürth: Als die Juden nach Deutschland flohen – Ein vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017, ISBN 978-3-462-04866-7, S. Monografie; zu David Ben-Gurions Aussage 172 ff.
  235. Bruno Cabanes: Un siècle de réfugiés – Photographier l'exil. Éditions du Seuil, Paris 2019, ISBN 978-2-02-142729-5, S. 53.
  236. a b Delphine Horvilleur: Überlegungen zur Frage des Antisemitismus. 2. Auflage. Hanser Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-446-26596-7, S. 73–94, 114 (Originalausgabe: Réflexions sur la question antisémite, Éditions Grasset & Fasquelle, Paris 2019; übersetzt von Nicolas Denis).
  237. Michael Wolffsohn: Tacheles – Im Kampf um die Fakten in Geschichte und Politik. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2020, ISBN 978-3-451-38603-9, S. 224 (Wolffsohn schreibt über sich überschneidende Zerrbilder von Antisemiten und Juden: „Worin aber unterscheiden sich jüdische von nichtjüdischen Zerrbildern über Juden? Die jüdischen sind Aufforderung zur Umkehr, die nichtjüdischen zur Diskriminierung oder gar Liquidierung.“ [Umkehr ist als Teschuwa auch grundlegend für die jüdische Religion.]).
  238. Stéphane Encel: L'Antisémitisme en questions (Kapitel 84: Quelle est l'importance de la Shoah dans la construction de l'identité israélienne?). Le Passeur Éditeur, Paris 2019, ISBN 978-2-36890-685-9, S. 289 ff.
  239. Bertrand Badie, Dominique Vidal et al.: La France, une puissance contrariée – L'état du monde 2022 (Kapitel: France/Israël/Palestine : la loi du balancier). Éditions La Découverte, Paris 2021, ISBN 978-2-348-06987-1, S. 203–210.
  240. Odd Arne Westad: Histoire mondiale de la Guerre Froide 1890–1991. In: Domaine étranger. Éditions Perrin, Paris 2019, ISBN 978-2-262-07584-2, S. 469 (Originalausgabe: The Cold War: A World History, Allen Lane (Penguin Books), London 2017).
  241. Christopher Alan Bayly, Tim Harper: Forgotten wars – The end of Britain's Asian Empire. 2. Auflage. Penguin Books, London 2008, ISBN 978-0-14-101738-9, S. 328 (Erstausgabe bei Allen Lane (Penguin Books), London 2007).
  242. Werner Abelshauser: Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945. In: Beck'sche Reihe. Nr. 1587. Verlag C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51094-9, S. 232.
  243. a b c d e Daniel Marwecki: Wiedergutmachung in explosiver Währung – Die Geschichte der westdeutschen Militärhilfe für Israel. In: Barbara Bauer, Dorothee D'Aprile (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 04/26. TAZ/WOZ, April 2020, ISSN 1434-2561, S. 22 (monde-diplomatique.de – Daniel Marwecki ist Autor des Buches Germany and Israel. Whitewashing and Statebuilding. Hurst Publishers, London 2020; Artikel übersetzt von Sigrid Ruschmeier).
  244. Konrad Adenauer, im Gespräch mit Günter Gaus: Adenauer Interview. In: Internet Archive. 7. August 2017, abgerufen am 3. November 2020 (die zitierte Aussage machte Konrad Adenauer im ZDF gegenüber Günter Gaus und lautet: „Die Macht der Juden auch heute noch, insbesondere in Amerika, soll man nicht unterschätzen.“ (zu finden in der Abschrift nach Gaus’ Frage De Gaulle und Sie? am Ende des Textes)).
  245. Martin Rupps: Helmut Schmidt – Ein Jahrhundertleben. 2. Auflage. Nr. 6682. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2013, ISBN 978-3-451-06682-5, S. 301 (Rupps zitiert den israelischen Journalisten und Historiker Shlomo Shafir).
  246. a b Anne-Marie Thiesse: La création des identités nationales – Europe XVIIIe–XXe siècle. In: Richard Figuier (Hrsg.): Points Histoire. 2. Auflage. H296. Éditions du Seuil, Paris 2001, ISBN 2-02-041406-6, S. 78 f.
  247. a b Salcia Landmann: Die Juden als Rasse – Das Volk unter den Völkern. Walter-Verlag, Olten/Freiburg im Breisgau 1967, S. 296.
  248. a b Tom Segev: 1967 – Six jours qui ont changé le monde. Éditions Denoël, Paris 2007, ISBN 978-2-207-25847-7, S. 53–70 (zu den Eheschließungen siehe 68) (Originalausgabe: 1967. Keter Publishing House, Jerusalem 2005; übersetzt von Katherine Werchowski).
  249. a b c David M. Halbfinger: Explaining U.S. right-wing politics, via Israel – Netanyahu supporters and Trump voters have parallels, sociologist says. In: The New York Times International Edition. Nr. 42,862. New York 6. Januar 2021, S. 4.
  250. a b Edward van Voolen: 50 jüdische Künstler, die man kennen sollte. Prestel Verlag, München 2011, ISBN 978-3-7913-4572-7, S. 131 (übersetzt von Mechthild Barth).
  251. a b Jean-Marie Montali: Nous sommes les voix des morts – Les derniers déportés témoignent. Éditions le cherche midi, Paris 2020, ISBN 978-2-7491-6387-1, S. 15–20, 65.
  252. a b c d e f g h i j k l m n Ernest Goldberger: Israels Verantwortung (Essay als Nachwort): erschienen in: Disteln im Weinberg – Tagebuch aus Palästina von Sumaya Farhat-Naser. Hrsg.: Chudi Bürgi, Martin Heule, Regula Renschler. Lenos Verlag, Basel 2007, ISBN 978-3-85787-386-7, S. 272, 277, 279, 281 f., 285, 290–294, 302.
  253. Pascal Boniface, Hubert Védrine: Atlas géopolitique du monde global – 100 cartes pour comprendre un monde chaotique. Hrsg.: Ronite Tubiana, Florian Boudinot. Éditions Armand Colin/Fayard (Dunod Éditeur), Malakoff 2020, ISBN 978-2-200-62790-4, S. 136.
  254. Gerald Seligman: Chava Alberstein – Yiddish Songs (Begleittext zur CD). In: Hemisphere Records. Nr. 7243-5-20514-2-7. EMI Group, London 1994.
  255. Sharon Rotbard: White City, Black City – Architecture and War in Tel Aviv and Jaffa. The MIT Press, Cambridge (Massachusetts) 2015, ISBN 978-0-262-52772-9, S. (Monografie).
  256. a b c Redaktion/Agence France-Presse: Äthiopische Juden gegen Polizeigewalt – Äthiopier in Israel protestieren gegen Polizeigewalt und werden mit Tränengas beschossen. Premier Netanjahu mahnt zur Ruhe, Präsident Rivlin räumt Fehler ein. In: Die Tageszeitung. 4. Mai 2015, abgerufen am 12. Juli 2020.
  257. Rémi Manesse: Tel Aviv l'essentiel – Guide de poche citadin. Éditions Nomades, Paris 2018, ISBN 979-1-09016366-9, S. 32.
  258. a b Philippe Brandes, in: Dictionnaire de l'architecture du XXe siècle. Hrsg.: Jean-Paul Midant. Éditions Hazan/Institut français d'architecture, Paris 1996, S. 431 f.
  259. Sheerly Avni: Mein jiddischer Papa. In: Rebecca Solnit (Hrsg.): Nonstop Metropolis – Ein Atlas in Worten. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2019, ISBN 978-3-455-00414-4 (auf Seite 192 befindet sich in Bezug auf neue Olim und alteingesessene Juden die Aussage: „die Alija des einen ist die Nakba des anderen“; Originalausgabe bei University of California Press, Berkeley/Los Angeles 2016, als Nonstop Metropolis. A New York City Atlas; übersetzt von Bettina Münch, Kathrin Razum und Kirsten Riesselmann).
  260. a b Redaktion: Ethiopian Jews – From Gondar to Jerusalem. The Jews who confound Israel's law of return. In: The Economist. Band 437, Nr. 9216. London 17. Oktober 2020, S. 30.
  261. Arianna Skibell: Ethiopian-Israelis Protest Police Violence in a Divided Israel. In: Jewish Currents. Arielle Angel, 12. Juli 2019, abgerufen am 29. Juni 2021 (englisch).
  262. a b c d e f g h i Susanne Asal: Tel Aviv on tour – Der Guide für individuelles Reisen. In: Polyglott. Gräfe und Unzer Verlag, München 2021, ISBN 978-3-8464-0761-5, S. 8, 10 f., 25, 46 f., 55, 80.
  263. a b c Sarah Stricker (Gastbeitrag): Die Wunden der Kinder – Der israelische Autor Amos Oz vermochte es, Widersprüche auszuhalten. Das brachte ihm über den Tod hinaus Freunde und Feinde. In: Arte Magazin. Oktober 2021, ISSN 1288-3263, S. 5, 18 f.
  264. Arik Einstein, Uri Zohar: Aliyah. In: YouTube (Bitte beachten Sie, dass diesem Video (7:08 Min.) eine Werbung vorgeschaltet sein kann!). 28. November 2013, abgerufen am 1. Juli 2020 (Dieser satirische Film aus den 1970er Jahren behandelt die Ankunft neuer Einwanderer (hebräisch: olim chadaschim) und die Reaktion, die ihre Ankunft bei den im Land bereits ansässigen Menschen hervorruft, wobei diese Reaktion, in der Auflösung am Ende der Spielszene, als rein schematisches Handlungsmuster erscheint, in das sich die zuletzt ins Land eingereisten russischen Juden einpassen, ohne dieses Verhalten zu hinterfragen. Sprachen: englisch (untertitelt)/russisch/arabisch/polnisch/hebräisch/deutsch/französisch/georgisch).
  265. Martin Goodman: Die Geschichte des Judentums – Glaube, Kult, Gesellschaft. J. G. Cotta'sche Buchhandlung (Klett-Cotta Verlag), Stuttgart 2020, ISBN 978-3-608-96469-1, S. 576 (Originalausgabe: A History of Judaism. Allen Lane (Penguin Books, Random House), London 2017; übersetzt von Susanne Held; dort zitiert nach The Demography of Modern Jewish History. In: Paul Mendes-Flohr, Jehuda Reinharz (Hrsg.): The Jew in the Modern World: A Documentary History. Oxford University Press, New York/Oxford 1995, 2. Bd. S. 701–721).
  266. a b c d e f Shany Littman: Ces Israéliens de gauche qui quittent leur pays – Ils sont universitaires, artistes, directeurs d'ONG, tous bien marqués à gauche. Ils ont milité pour la paix et ont payé le prix de leur engagement. À présent, désespérés par l'évolution d'Israël, ils prennent le chemin de l'étranger. In: Courrier international Hors-série – Best of 2020: Les articles de la presse étrangère qui ont marqué l'année. Groupe Le Monde/France Culture, Dezember 2020, ISSN 1169-114X, S. 22–26 (Ersterscheinung dieses Artikels in Haaretz am 23. Mai 2020; die Aussage Rabins steht in einer redaktionellen Ergänzung von Courrier international zitiert aus der Zeitung The Times of Israel).
  267. a b Anshel Pfeffer et al.: Le Monde des nouveaux autoritaires (Kapitel: Benyamin Netanyahou – Premier ministre d'Israël). Hrsg.: Michel Duclos. Éditions de l'Observatoire/Humensis/Institut Montaigne, Paris 2019, ISBN 979-1-03290821-1, S. 77–88.
  268. Raphael Tsavkko Garcia: Netanyahu Cozies Up to Brazil’s Far-Right President. In: Jewish Currents. Arielle Angel, 26. April 2019, abgerufen am 29. Juni 2021 (englisch).
  269. a b c Moni Ovadia: Un ebreo contro – Intervista a cura di Livio Pepino (Kapitel 5: Palestina e altre polemiche). Edizioni Gruppo Abele, Torino 2021, ISBN 978-88-6579-241-4, S. 108 ff.
  270. Hanno Loewy: Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus: Falsche Freunde, falsche Feinde – Die „Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus“ will die Debatte entgiften. Judenhass und Kritik an Israel sollen präziser unterschieden werden. In: Die Tageszeitung. 29. März 2021, abgerufen am 2. April 2021.
  271. Charles Enderlin: Les juifs de France entre république et sionisme. Éditions du Seuil, Paris 2020, ISBN 978-2-02-121165-8, S. 369–403.
  272. Eric Alterman: Peace Now – Die Kritik jüdischer US-Bürger an Netanjahu. In: Barbara Bauer, Anna Lerch (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 02/25. TAZ/WOZ, Februar 2019, ISSN 1434-2561, S. 1, 6.
  273. Daniel Dratwa: National Jewish Museum versus General Jewish Museum? In: Franco Bonilauri, Vincenza Maugeri (Hrsg.): Musei ebraici in Europa – Orientamenti e prospettive. Electa (Elemond Editori Associati), Milano 1998, ISBN 88-435-6625-3, S. 99 f.
  274. In einem Interview, das Schimon Peres nach seiner Wahlniederlage gegen Benjamin Netanjahu 1996 der Zeitung Haaretz gab, bezeichnete er das religiöse Lager als die Juden, sich und die eigene politische Anhängerschaft hingegen als Israelis: „Was ist geschehen, Herr Peres? – Wir haben verloren. – Wer hat verloren? – Wir, die Israelis. – Wer hat gewonnen? – All jene, die die israelische Mentalität nicht teilen. – Wer ist das? – Die Juden.“ Zitiert und übersetzt nach Michel Abitbol: Histoire des juifs. S. 844.
  275. Avrum Burg, im Gespräch mit Simon Spungin (Podcast): Fundamentalist Israel Is No Longer Jewish, Says Avrum Burg. On Jewish Supremacy, Democracy and Diaspora – Former Jewish Agency chairman says he wants no part in Israel's 'new Judaism,' which ignores minorities and undermines democracy. In: Haaretz. 17. Januar 2021, abgerufen am 25. September 2021 (englisch).
  276. a b Sylvain Cypel: L'état d'Israël contre les Juifs. In: Cahiers libres. Éditions La Découverte, Paris 2020, ISBN 978-2-348-04344-4, S. (Monografie).
  277. Henryk M. Broder: Israels Metropole Tel Aviv – In der Oase der Verdrängung. In: Der Spiegel. 6. Januar 2009, abgerufen am 1. Februar 2020.
  278. a b Marianne von Waldenfels: Tel Aviv & Jerusalem – Lufthansa City Guide. Callwey Verlag, München 2020, ISBN 978-3-7667-2463-2, S. 53 f., 71 (das Wort hedonistisch wird auch von der offiziellen israelischen Tourismuswerbung im Zusammenhang mit Tel Aviv verwendet, so zitiert der Werbeprospekt Israel Nr. 1/2017 (goisrael.com) diese Aussage von Lonely Planet).
  279. Denis Charbit, préface d'Elie Barnavi: Israël et ses paradoxes – idées reçues sur un pays qui attise les passions. In: Collection Idées reçues. Éditions Le Cavalier Bleu, Paris 2015, ISBN 978-2-84670-442-7, S. 122.
  280. Peter Schäfer: Kurze Geschichte des Antisemitismus. Verlag C. H. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-75578-1 (Kapitel: Kritik an Israel – und wo sie antisemitisch wird (S. 271–274); Israelboykott: Die Diskussion um den BDS (davon 288–293)).
  281. Doron Rabinovici, im Gespräch mit Bruno Ziauddin: Der Hass gegen Vertrautes – Der Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici über die zunehmende Judenfeindlichkeit in Europa. In: Pietro Supino (Hrsg.): Das Magazin. Nr. 8. Tamedia, Zürich 22. Februar 2020, S. 8–15.
  282. Ami Sedghi (Data Blog): Which is the world's most expensive city? Cost of living survey 2012. In: The Guardian. 12. Juni 2012, abgerufen am 2. Juli 2020 (englisch).
  283. Laura Raim: Dienende in einem patriarchalischen Land – Über die Lage der Frauen in Israel. In: Barbara Bauer, Dorothee D'Aprile (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 01/24. TAZ/WOZ, Januar 2018, ISSN 1434-2561, S. 20 f. (monde-diplomatique.de – übersetzt von Uta Rüenauver).
  284. Peter Münch: Premier Netanyahu in der Kritik: Annexionspläne statt Pandemiebekämpfung – Angesichts eines starken Anstiegs der Corona-Neuinfektionen ist Israel in eine Notstandslage geraten. Einen erneuten Lockdown kann sich das Land allerdings nicht leisten. In: Tages-Anzeiger. Pietro Supino, 5. Juli 2020, abgerufen am 6. Juli 2020.
  285. a b c Alain Gresh, Dominique Vidal, Emmanuelle Pauly: Les 100 clés du Proche-Orient. Hrsg.: Joël Roman. 5. Auflage. Librairie Arthème Fayard, Paris 2011, ISBN 978-2-8185-0096-5, S. 395 f., 398 f.
  286. Michael Rauch: Wo Gott ein DJ ist. In: DuMont Bildatlas. 3. Auflage. Nr. 27. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2017, ISBN 978-3-7701-9459-9, S. 42–43, 48–55.
  287. Redaktion: Huldai proud of Tel Aviv winning best gay city of 2011. In: The Jerusalem Post. Yaakov Katz, 11. Januar 2012, abgerufen am 2. Juli 2020 (englisch).
  288. Itay Blaish (im Gespräch), David Durán, Jamie Tabberer (für das Kapitel Tel Aviv) et al.: Têtu – Les 20 villes préférées de Mr Hudson. Hrsg.: Robert Klanten, Andrea Servert. Hachette Livre, Vanves 2019, ISBN 978-2-01-703262-5, S. 255 ff. (Originalausgabe: Mr Hudson Explores. Gestalten Verlag, Berlin 2019; übersetzt von Tina Calogirou, Florence Paban und Marc Sigala).
  289. a b Éric Chol, Gilles Fontaine: Il est midi à Pékin – Le monde à l'heure chinoise (Kapitel 8: Il est 7 heures à Tel Aviv – Les Israéliens confient leurs travaux à Pékin). Librairie Arthème Fayard, Paris 2019, ISBN 978-2-213-71281-9, S. 71–76.
  290. Judith Hochstrasser: Stöbern nach Identität – „Entdecke deine Geschichte!“ So wirbt eine Firma um Kundschaft, deren Geschäft es ist, Menschen mittels DNA-Analyse zu sagen, woher sie eigentlich stammen. Worauf diese basiert und welche Geschichten wirklich erzählt werden können. In: Horizonte – Das Schweizer Forschungsmagazin. Nr. 33/126. Schweizerischer Nationalfonds/Akademien der Wissenschaften Schweiz, September 2020, ISSN 1663-2710, S. 32 f.
  291. a b c Ilan Ben Zion: Blut oder Glaube? – In Israel sorgen DNA-Analysen rabbinischer Gerichte für Aufregung. Dabei hat die Debatte um «jüdische Gene» gerade erst begonnen. In: Yves Kugelmann (Hrsg.): aufbau – Das jüdische Magazin. Nr. 2/85. JM Jüdische Medien, Zürich April 2019, S. 12 f.
  292. Hans-Heinrich Nolte: Kleine Geschichte Rußlands. In: Universal-Bibliothek. 2. Auflage. Nr. 9696. Reclam Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-009696-0, S. 411 ff.
  293. Jean-Sylvestre Mongrenier: Le monde vu de Moscou – Dictionnaire géopolitique de la Russie et de l'Eurasie postsoviétique. Presses Universitaires de France/Humensis/Institut Thomas-More, Paris 2020, ISBN 978-2-13-082515-9, S. 497.
  294. a b c d e f g h Michael Brenner: Israel –Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates – von Theodor Herzl bis heute. Verlag C. H. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-74768-7, S. 220–226, 232–242.
  295. Edith Bruder (dir.) et al.: Juifs d'ailleurs – Diasporas oubliées, identités singulières (Kapitel 5: Juifs d'Inde; 6: Juifs d'Afrique subsaharienne; 7: Juifs de Chine). Nr. 17.4528.1. Éditions Albin Michel, Paris 2020, ISBN 978-2-226-32639-3, S. 241–363 (mit Übersetzungen aus dem Englischen von Julien Darmon).
  296. a b c Melanie Feder: Zu Fuss nach Israel – Die afrikanische Migration nach Israel ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dies wurde an einem Vortrag im Zentrum für Afrikastudien in Basel deutlich. In: Yves Kugelmann (Hrsg.): tachles – Das jüdische Wochenmagazin. Nr. 37/14. JM Jüdische Medien, Zürich 19. September 2014, S. 18.
  297. Esther Cohen: Levinsky Park — On African refugees in Tel Aviv – An interview with director Beth Toni Kruvant and editor Cindy Kaplan Rooney about the film, LEVINSKY PARK (2016). In: Jewish Currents. Arielle Angel, 7. Juni 2017, abgerufen am 29. Juni 2021 (englisch).
  298. Raphaël Krafft: Journaliste à vélo – Un petit tour au Proche-Orient. Éditions Bleu autour/France Inter, Saint-Pourçain-sur-Sioule 2009, ISBN 978-2-912019-90-5, S. 138–147.
  299. a b c d Antoine Pecqueur: Atlas de la culture – Du soft power au hard power: Comment la culture prend le pouvoir. Hrsg.: Anne Lacambre. Éditions Autrement (Flammarion), Paris 2020, ISBN 978-2-7467-5425-6, S. 62 ff.
  300. Delphine Horvilleur im Gespräch mit Michel Audétat: «La tolérance à la haine des juifs peut s'installer dans nos sociétés» – Pourquoi n'en a-t-on jamais fini avec la haine antijuive? Les explications de Delphine Horvilleur, rabbin française, qui publie «Réflexions sur la question antisémite». In: Pietro Supino (Hrsg.): Le Matin Dimanche. Tamedia, Lausanne 3. März 2019, S. 21.
  301. Jean-Christophe Attias: «Un rôle particulier est dévolu au judaïsme» – Penseur moderne d'une religion et d'une culture plusieurs fois millénaires, Jean-Christophe Attias, universitaire et chercheur, est l'auteur de nombreux livres. Il explique son ancrage dans une foi riche et exigeante. In: L’Express. Nr. 3370. Paris 3. Februar 2016, S. 46 ff. (im Gespräch mit Christian Makarian).
  302. Marc Zitzmann, Joachim Güntner: Der Hass zeigt seine Fratze – Eruptionen des Antisemitismus in Frankreich und Deutschland. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 172. Zürich 28. Juli 2014, S. 33.
  303. Achim Bühl: Antisemitismus – Geschichte und Strukturen von 1848 bis heute. Band 2. Marix Verlag (Verlagshaus Römerweg), Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-7374-1146-2, S. 184 f.
  304. a b c d e f g h i Daniel Krasa: City Trip Tel Aviv. 4. Auflage. Reise-Know-How Verlag, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8317-3033-9, S. 31, 34 f., 53, 95, 98.
  305. Willi Bühler, Benno Bühlmann, Andreas Kessler (Hrsg.): Sachbuch Religionen. 5. Auflage. DB-Verlag, Horw (Luzern) 2009, ISBN 978-3-905388-48-0, S. 174.
  306. Eliette Abécassis (Text), Olivier Martel (Fotografie): L’âme juive. Éditions Gmünd (un département d’Édi8), Paris 2018, ISBN 978-2-324-02230-2, S. 188.
  307. a b Martin Wagner: Gebrauchsanweisung für Israel. Piper Verlag, München 1996, ISBN 3-492-04987-7, S. 49 f.
  308. a b c Peter Münch: Schlägertrupps gegen Demonstranten – Gewalteskalation in Israel: Teilnehmer der landesweiten Proteste gegen Regierungschef Benjamin Netanyahu werden äusserst brutal zusammengeschlagen. Die Opposition spricht von einem Bürgerkrieg. In: Pietro Supino (Hrsg.): Tages-Anzeiger. Nr. 176. Tamedia, Zürich 31. Juli 2020, S. 7.
  309. Avi Shafran: Stop otherizing Haredi Jews. In: The New York Times International Edition. Nr. 42.592. New York 22. Februar 2020, S. 10 (Die Bezeichnung „ultraorthodox“ wird von der so bezeichneten Bevölkerungsgruppe abgelehnt, diese bezeichnet sich selbst als „Haredim“).
  310. Frédéric Encel, Alexandre Nicolas: Atlas géopolitique d'Israël. In: Collection Atlas/Monde. 5. Auflage. Éditions Autrement, Paris 2018, ISBN 978-2-7467-5047-0, S. 36 f.
  311. a b c d Hans Ulrich Gumbrecht: Brüchige Gegenwart – Reflexionen und Reaktionen (Kapitel: Jerusalem oder: Über die existenzielle Schönheit politischer Spannung). In: René Scheu (Hrsg.): Was bedeutet das alles? Nr. 19604. Reclam Verlag, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-15-019604-5, S. 28 f.
  312. a b Peter Münch: Analyse zu Israel in der Pandemie: Corona macht die Bruchlinie zwischen säkularen und orthodoxen Juden sichtbar – Der Streit unter den Juden bedroht den israelischen Staat und seine Identität genauso wie der althergebrachte israelisch-arabische Konflikt. In: Tages-Anzeiger. Pietro Supino, 27. Januar 2021, abgerufen am 29. Januar 2021.
  313. a b c d e f Natan Sznaider, im Gespräch mit Susanne Brunner: Israel: «Hier tut mir keiner mehr was». In: International (Podcast). Schweizer Radio und Fernsehen, 1. Juni 2019, abgerufen am 29. Januar 2021 (zitiert nach Natan Sznaider bei den Sprechstellen Minute 8:32; 19:20; 26:49).
  314. Amos Oz: Liebe Fanatiker – Drei Plädoyers. Nr. 5032. Suhrkamp Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-518-47032-9, S. 108 f. (übersetzt von Mirjam Pressler).
  315. Marina Klimchuk: Evangelikale Christen werben für Israel – Armageddon für Trump. In: Die Tageszeitung. 26. Oktober 2020, abgerufen am 26. Oktober 2020.
  316. Yali Sobol, im Gespräch mit Carmen Eller: Der Tag, an dem der Adler landete – Der israelische Autor Yali Sobol spricht über die Ängste und den Rechtsrutsch in seiner Heimat. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 148. Zürich 30. Juni 2014, S. 35.
  317. a b Nur Masalha: Imperial Israel and the Palestinians – The Politics of Expansion. Pluto Press, London/Sterling (Virginia) 2000, ISBN 0-7453-1615-8, S. 146 f.
  318. Anshel Pfeffer: Israel Election Results: Young Haredim Swept the Vile Kahanists Into the Knesset. It's Great News for the Jews – When can it possibly be good that people chose hate? When a third of the voters for the racist 'Religious Zionism' party are from a new ultra-Orthodox generation that has finally rebelled. In: Haaretz. 25. März 2021, abgerufen am 5. Juni 2021 (englisch).
  319. Anshel Pfeffer: They're Israel's Far Right, Pro-ethnic Cleansing Nationalists. But Don't Call Them 'Nazis' – On the eve of Holocaust Remembrance Day, far right leader Bezalel Smotrich threatened Palestinian citizens of Israel with ethnic cleansing. Calling him a Nazi is too easy a way out of the real, pressing problem his camp poses for Israel and Judaism. In: Haaretz. 8. April 2021, abgerufen am 5. Juni 2021 (englisch).
  320. Charles Enderlin: Der Weg in die Ethnokratie – Israels neues Nationalstaatsgesetz diskriminiert die Minderheiten des Landes. In: Barbara Bauer, Dorothee d'Aprile (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 09/24. TAZ/WOZ, Berlin/Zürich September 2018, S. 5 (übersetzt von Claudia Steinitz).
  321. a b Wolfram Eberhardt: Nahostkonflikt – 33 Fragen und Antworten (Kapitel 6: Findet der israelisch-palästinensische Konflikt denn nie ein Ende?; Kapitel 7: Warum sind Israels nationalreligiöse Juden und die radikalislamischen Palästinenser nicht zum Frieden bereit?). Nr. 31589. Piper Verlag, München 2020, ISBN 978-3-492-31589-0, S. 28 f., 33 ff.
  322. Charles Enderlin, avant-propos de Michel Wieviorka: De notre correspondant à Jérusalem – Le journalisme comme identité. Éditions du Seuil, Paris 2021, ISBN 978-2-02-147337-7, S. 104.
  323. a b Isabel Kershner: Rockets pierce, but don't burst, Tel Aviv's bubble – Residents pledge resilience as Israel's party city and financial hub is bombarded. In: The New York Times International Edition. Nr. 42.975, 19. Mai 2021, S. 5.
  324. Alexander Demandt: Grenzen – Geschichte und Gegenwart. Propyläen Verlag (Ullstein Buchverlage), Berlin 2020, ISBN 978-3-549-07498-5, S. 515.
  325. Carlo Strenger: Morgenland (Kolumne): Ethik in Extremsituationen. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 183. Zürich 11. August 2014, S. 12 (Seite: Meinung & Debatte).
  326. Aram Lintzel: Mit latenter Sexyness – Die fluide Band The White Screen baut Brücken zwischen Israelis und Palästinensern. Ein Abend in Tel Aviv mit Mastermind Gabriel Broid. In: Die Tageszeitung. 12. Juli 2020, abgerufen am 12. Juli 2020.
  327. a b Andrea Livnat, In: Zionismus – Theorien des jüdischen Staates. In: Samuel Salzborn (Hrsg.): Staatsverständnisse. Band 76. Nomos Verlag, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-1699-9, S. 87 (Das bekannte Motto lautet im Original: „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.“ (Altneuland von Theodor Herzl)).
  328. Fatah lobt Anschlag auf Savoy-Hotel von 1975. Israelnetz, 14. April 2021, abgerufen am 6. Juli 2021.
  329. Pascal Boniface: Géopolitique illustrée – Les relations internationales depuis 1945. Éditions Eyrolles, Paris 2018, ISBN 978-2-212-57027-4, S. 264–267.
  330. Andreas Dippel: Themenhinweis: 3sat-Film über die Selbstmordattentäter der Hisbollah In: Israelnetz.com, 1. Dezember 2001, abgerufen am 31. Juli 2018.
  331. Erschossener Palästinenser war der "Mörder von Nur Shams" In: Israelnetz.com, 14. Januar 2002, abgerufen am 13. August 2018.
  332. Michael Sfard: Le mur et la porte – Israël, Palestine, 50 ans de bataille judiciaire pour les droits de l'homme. Hrsg.: Néhémy Pierre-Dahomey. Éditions Zulma Essais, Paris 2020, ISBN 2-84304-933-4, S. 41, 178, 200, 209, 347 ff., 352, 368, 371, 450, 491, 510, 514, 523, 542 f., 551, 561, 589 (Originalausgabe: The Wall and the Gate: Israel, Palestine, and the Legal Battle for Human Rights, Metropolitan Books, New York 2018; übersetzt von Bee Formentelli).
  333. Drei weitere Anschläge - Erschütterung in Israel. In: Israelnetz.com. 5. März 2002, abgerufen am 26. Juli 2019.
  334. Selbstmord-Bomber sprengt sich in Tel Aviver Café in die Luft. In: Israelnetz.com. 30. März 2002, abgerufen am 5. Oktober 2019.
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  338. Redaktion/Agence France Presse/Reuters/Associated Press: Messerattacken auf Israelis: Frau getötet, drei Männer verletzt – Durch zwei Messerangriffen wurden eine israelische Frau getötet und drei Männer verletzt. Dies verschärft die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern weiter. In: Die Tageszeitung. 10. November 2014, abgerufen am 12. Juli 2020.
  339. Redaktion/Deutsche Presse-Agentur: Mann sticht in Bus auf Passagiere ein – Ein Palästinenser verletzt in einem Linienbus in Tel Aviv mehrere Menschen. Die Polizei schießt ihn an und überwältigt ihn. Die Hamas findet die Tat „heldenhaft“. In: Die Tageszeitung. 21. Januar 2015, abgerufen am 12. Juli 2020.
  340. Redaktion/Deutsche Presse-Agentur: Zwei Tote bei Messerattacke – Ein Palästinenser ersticht zwei Männer vor einem jüdischen Gebetsraum. Es ist der zweite Übergriff in der Stadt seit Beginn der jüngsten Anschlagswelle. In: Die Tageszeitung. 19. November 2015, abgerufen am 12. Juli 2020.
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  343. Zeit Online: Israel: Vier Tote bei Anschlag in Tel Aviv. In: Die Zeit. 8. Juni 2016, ISSN 0044-2070 (Online [abgerufen am 15. März 2020]).
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  354. Noa Shpigel, Bar Peleg, Jonathan Lis, Netael Bandel, Josh Breiner: Twelve-year-old Boy Wounded by Firebomb in Serious Condition, Hospital Says – Boy in an induced coma after being hit by a firebomb in Jaffa as Jewish-Arab riots spread across Israel ... In: Haaretz. 15. Mai 2021, abgerufen am 15. Mai 2021 (englisch).
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  368. a b c d e Andrea Livnat, photographs by Angelika Baumgartner: 111 Places in Tel Aviv That You Shouldn't Miss. 1. Auflage. Emos Verlag, Köln 2018, ISBN 978-3-7408-0263-9, S. 84 f., 148 f., 176 f., 216 f.
  369. a b Gili Merin, Ross Ari Belfer, David Kaufman, Jenny Schweber, Gili Yuval: Wallpaper City Guide Tel Aviv. Hrsg.: Jeremy Case. 3. Auflage. Phaidon Press, London/New York 2016, ISBN 978-0-7148-7136-3, S. 78, 82.
  370. Alberto Manguel: Eine Geschichte des Lesens. 2. Auflage. Nr. 17515. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-596-17515-4, S. 306 f. (Originalausgabe: A History of reading, Alfred A. Knopf (publishing house), Toronto 1996; übersetzt von Chris Hirte).
  371. Redaktion: Face au coronavirus, elles ont choisi l'espoir – Elles œuvrent chacune à leur manière pour améliorer la société dans laquelle elles vivent. Dans un Israël fortement touché par la pandémie, Valentina, Khadra, Natalie, Samah et Evi racontent ce qui les a aidées à tenir le coup cette année, malgré des mesures sanitaires draconiennes. In: Joël Burri (Hrsg.): Réformés – Journal des Eglises réformées romandes. Nr. 42. CER Médias Réformés, Lausanne Dezember 2020, S. 4 f.
  372. Assaf Beiser, Natalie Marcus, Yoav Gross, Kobi Havia: The Jews Are Coming. In: YouTube. Yoav Gross Productions, 15. Februar 2018, abgerufen am 24. Mai 2021 (hebräisch).
  373. Nicole Adami, Andrea Lammert, Annika Voigt: Exciting World City Trips – 52 Metropolen rund um die Welt. Hrsg.: Jennifer Künkler. Knuth Verlag, München 2019, ISBN 978-3-95504-885-3, S. 237.
  374. a b Peter Münch: Lieblingsorte – Tel Aviv und Jerusalem. 2. Auflage. Insel Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-458-36331-6, S. 86 ff.
  375. Marie Maertens, Paul Ardenne, Timothée Chaillou: 100 artistes du Street Art. Éditions de la Martinière, Paris 2011, ISBN 978-2-7324-4581-6, S. 47 f.
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  377. Weitere Informationen über das Museum findet man durch Weiterklicken in diesem Israelreiseführer, der die biblischen Bezüge einschließt.
  378. Beit Hatfutsot, The Museum of the Jewish People (Memento vom 6. September 2015 im Internet Archive)
  379. Beit Hatfutsot – Museums in Israel. In: Museums in Israel. Ministry of Culture and Sport, abgerufen am 21. Dezember 2016 (englisch).
  380. Ben-Gurion Museum (Memento vom 11. März 2016 im Internet Archive)
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  382. Palmach-Museum (Memento vom 8. Juni 2011 im Internet Archive)
  383. Rabincenter
  384. Martin Dreyfus: Das Jüdische an Mr. Bloom – Bücher, Menschen, Städte (Ausstellungskatalog). Museum Strauhof, Zürich August 2018, S. 16.
  385. Daniel Rothenbühler: Textanalyse und Interpretation zu Franz Kafka: Der Verschollene (Amerika). In: Königs Erläuterungen. Band 497. Bange Verlag, Hollfeld (Bayern) 2014, ISBN 978-3-8044-2017-5, S. 17, 28 (dort zu den deutschsprachigen Prager Juden und dem Zionismus zitiert nach: Wilma Iggers: Die Prager Juden zwischen Assimilation und Zionismus. In: Margarita Pazi, Hans Dieter Zimmermann (Hrsg.): Berlin und der Prager Kreis, Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 1991, S. 19–29).
  386. a b Peter Jacobs: Victor Klemperer – Im Kern ein deutsches Gewächs: Eine Biographie. 3. Auflage. Nr. 1655. Aufbau Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-1655-1, S. 213 ff.
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  389. a b c Erhard Gorys: Heiliges Land. Ein 10.000 Jahre altes Kulturland zwischen Mittelmeer, rotem Meer und Jordan. In: DuMont Kunstreiseführer. 3. Auflage. DuMont Buchverlag, Köln 2000, ISBN 3-7701-3860-0, S. 330 ff.
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  395. a b c d Émilie Aubry, Frank Tétart, Thomas Ansart: Le dessous des cartes – Le monde mis à nu. Hrsg.: Maëva Duclos, Alexandre Maujean, Isabelle Pailler. Éditions Tallandier/Arte éditions, Paris 2021, ISBN 979-1-02104163-9, S. 219.
  396. Ofer Petersburg: Tel Aviv ranks 2nd in innovation – Colombia's Medellin beats Israeli metropolis, NYC as world's Innovative City of the Year in competition organized by non-profit Urban Land Institute in collaboration with Wall Street Journal, Citibank. In: Ynetnews. 3. April 2013, abgerufen am 6. Juli 2020 (englisch).
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  400. Peter Münch: Die Wut auf Benjamin Netanyahu wächst: Die zweite Corona-Welle trifft Israel unvorbereitet. Der Premier steht in der Kritik – auch seitens des Koalitionspartners. In: Tagesanzeiger. Pietro Supino, 12. Juli 2020, abgerufen am 12. Juli 2020.
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  403. Alexandra Föderl-Schmid: Autofahrer sind in Tel Aviv fast so langsam wie Fußgänger. In: Süddeutsche Zeitung. 2018 (Online [abgerufen am 26. März 2018]).
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  407. Helmholtz-Gemeinschaft eröffnet Israel-Büro In: Israelnetz.com, 23. Oktober 2018, abgerufen am 10. November 2018.
  408. a b c Cornelia Siebeck: Sammelrez: 100 Jahre Tel Aviv. (Memento vom 10. Januar 2010 im Internet Archive) In: H-Soz-u-Kult, 7. Dezember 2009