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Ireen Sheer

deutsch-britische Schlagersängerin und Schauspielerin
Ireen Sheer (2018)

Ireen Sheer; eigentlich Ireen Wooldridge (* 25. Februar 1949 in Romford, England) ist eine deutsch-britische Schlagersängerin, die zweisprachig aufwuchs. Ihre Jugend verbrachte sie in Billericay, Essex, England, wo sie auch zur Schule ging.

KarriereBearbeiten

Ireen Sheer ist die Tochter eines englischen Vaters († 2017) und einer deutschen Mutter. Sie wurde 1961 bei einem Talentwettbewerb entdeckt und absolvierte parallel zu ihrem Erfolg eine Banklehre. In den 1960er Jahren arbeitete sie zunächst mit Pop-Gruppen wie Family Dogg zusammen.

Ab 1970 widmete sie sich ihrer Solo-Karriere, zunächst mit englischen Aufnahmen. Da sie zweisprachig aufgewachsen war, erkannte Polydor die Möglichkeit, den englischen Hit Hey Pleasure Man in der Fassung von Oh Holiday im deutschsprachigen Sprachraum zu vermarkten. Neben der Single Goodbye Mama, die 1973 in den Top-5 der deutschen Charts gelistet war, hatte sie noch drei weitere Hits in den offiziellen Charts. Zudem waren drei ihrer Alben zwischen 2005 und 2019 in den Charts. Viele ihrer Singles konnten sich in diversen Schlagerparaden beim Radio platzieren und waren in den Airplay-Charts.

In ihrer inzwischen 50-jährigen Karriere hat sie über 20 Alben und über 110 Singles veröffentlicht.

Neben ihren Soloaufnahmen sang Ireen Sheer Duette mit ihrem damaligen Ehemann Gavin du Porter sowie mit Bernhard Brink, Gilbert Bécaud und Cliff Richard.

Im Dezember 2017 nahm Ireen Sheer an dem Projekt Schlagerstars für Kinder teil und sang mit der Gruppe den Weihnachtsschlager Auf Einmal ein. Der Schlager wurde im Dezember veröffentlicht, die Einnahmen kommen Kindern in Not zugute. Der Song wurde 2018 neu aufgenommen und zu Weihnachten wieder veröffentlicht[1].

Film und FernsehenBearbeiten

Nach ihrem Durchbruch mit Goodbye Mama drehte Ireen Sheer im Sommer 1973 zusammen mit ihrem Kollegen Chris Roberts den Film Wenn jeder Tag ein Sonntag wär, eine Mischung aus Musikfilm und Verwechslungskomödie. Weitere Darsteller waren unter anderem Peter Weck, Lotte Ledl und Georg Thomalla. Der Film lief am 19. Oktober 1973 in den deutschen Kinos an.

Als Sängerin war und ist Ireen Sheer Gast in vielen deutschsprachigen TV-Musiksendungen. Zwischen den 1970er und 1990er Jahren trat sie häufig in der ZDF-Hitparade auf. Ireen Sheer ist eine der wenigen Schlagersängerinnen, die auch in großen Fernsehshows des Privatfernsehens auftreten, so zum Beispiel 2007 in der Sendung Die ultimative Chartshow auf RTL. Hauptsächlich konzentrieren sich ihre Auftritte auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen.

Eurovision Song ContestBearbeiten

1974 nahm sie für Luxemburg am Eurovision Song Contest teil. Ihr Titel Bye Bye, I Love You erreichte Platz 4. Vier Jahre später sang sie für Deutschland. Ihr Titel Feuer erreichte Platz 6. 1985 sang Ireen Sheer dann zusammen mit Margo, Franck Olivier, Chris Roberts, Diane Solomon & Malcolm Roberts erneut für Luxemburg. Ihr Titel Children, Kinder, Enfants erreichte Platz 13.

Sie nahm noch zwei weitere Male an deutschen Vorentscheidungen teil: 1976 mit Einmal Wasser, einmal Wein und 2002 mit Es ist niemals zu spät, zusammen mit Bernhard Brink, konnte sich aber nicht qualifizieren.

LebenBearbeiten

Ireen Sheer war 24 Jahre mit Gavin du Porter verheiratet; sie trennten sich 2000. Seit September 2016 lebt Ireen Sheer mit ihrem Manager Klaus-Jürgen Kahl zusammen in Berlin-Wilmersdorf.[2] Zuvor waren die beiden 15 Jahre lang in Ellmau ansässig; sie heirateten im August 2010. Zeitweise lebte sie in Unna-Billmerich.[3] 2014 erschien im Gerhard-Hess-Verlag ihre Biographie Jetzt oder nie, in der sie sich auch kritisch über ihre Ehe mit Gavin du Porter äußerte.

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH
1972 Keiner liebt dich so wie ich
Polydor
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 1972
1974 Nur noch einen Tanz
Polydor
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 1974
English Favorites
Polydor
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 1974
1979 Ireen Sheer
EMI
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: August 1979
1991 Ireen Sheer (1991)
EMI
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: November 1991
1993 Das gewisse Etwas
Activ
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 1993
1995 Tanz mit mir
AME
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 30. November 1995
1997 Ich vermisse Dich
Koch
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 17. März 1997
1998 Weil Du mein Leben bist
Koch
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 10. November 1998
2000 Ein Kuss...
Koch
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2000
2001 Zeitlos
Koch
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2001
2002 Es ist niemals zu spät
Koch
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2002
mit Bernhard Brink
2003 Leben heisst lieben
Koch
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 22. April 2003
2005 Bin wieder verliebt
White
55
(2 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 12. September 2005
2007 Mein Weg zu Dir
White
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 16. März 2007
2008 Frei
Gloriella
90
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 11. Juli 2008
2009 Weihnachten mit Ireen Sheer
Gloriella
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 6. November 2009
2010 Männer
Gloriella
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2010
2012 Heller als die Sterne
Gloriella
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 24. Februar 2012
2015 Showtime
Firework
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 18. September 2015
2019 Ich muss mir nichts mehr beweisen
Telamo
40
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2019

FilmografieBearbeiten

  • 1973: Wenn jeder Tag ein Sonntag wär
  • 1974: Peter Alexander präsentiert Spezialitäten (Fernsehshow, eine Folge)
  • 1974: The Tommy Cooper Hour (Fernsehshow, eine Folge)
  • 1979: Flotte Formen – Kesse Kurven (Fernsehfilm)
  • 1981: Musikladen extra (Fernsehshow)
  • 2011: Schlagerparty (Fernsehshow)
  • 2011: Schlagernacht (Fernsehshow)

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ireen Sheer – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. SCHLAGERSTARS FÜR KINDER (b). Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  2. [1], abgerufen am 26. Oktober 2016
  3. Pressemitteilung des Kreises Unna, abgerufen am 16. Mai 2014