League of Legends

Computerspiel aus dem Jahr 2009

League of Legends (kurz: LoL oder nur League) ist ein vom US-amerikanischen Riot Games entwickeltes und betriebenes Multiplayer-Online-Battle-Arena-Computerspiel, das am 27. Oktober 2009 für Windows und macOS veröffentlicht wurde. Es erschien als Free-to-play-Titel und wurde zeitweise von etwa 100 Millionen Spielern monatlich gespielt.[1]

League of Legends
League of Legends 2019 vector.svg
Studio Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Riot Games
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Riot Games
China Volksrepublik Tencent Holdings Ltd.
Singapur Garena
Irland GOA (2009–2010)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten THQ (2009)
Leitende Entwickler Tom Cadwell
Veröffentlichung 27. Oktober 2009
Plattform Windows, macOS
Genre Multiplayer Online Battle Arena
Thematik Fantasy
Spielmodus Mehrspieler
Steuerung Maus und Tastatur
Medium Download
Sprache Englisch, Deutsch und weitere
Aktuelle Version 12.13
Altersfreigabe
USK
USK ab 12 freigegeben
PEGI
PEGI ab 12 Jahren empfohlen
PEGI-Inhalts-
bewertung
Gewalt

Das Spielprinzip ist von Defense of the Ancients, einer Mod für Warcraft III, inspiriert. Im klassischen Spielmodus von League of Legends treten zwei Teams aus je fünf Spielern gegeneinander an. Jeder Spieler steuert eine Spielfigur aus der Vogelperspektive über das quadratische Spielfeld und versucht die eigene Hälfte des Spielfelds zu verteidigen. Ziel des Spiels ist die Zerstörung der gegnerischen Basis in der der eigenen Basis gegenüberliegenden Ecke des Spielfelds. Innerhalb eines etwa 20- bis 50-minütigen Spiels gewinnen die Spielfiguren stetig an Stärke und Ausrüstung dazu.

League of Legends ist eine beliebte Disziplin im E-Sport. Mit einer internationalen Fan- und Spielerszene sowie zwölf Ligen wird das Spiel regelmäßig als weltweit größter E-Sport bezeichnet. Turniere, wie die jährlich stattfindende League of Legends World Championship, wurden teilweise von über 100 Millionen Zuschauern verfolgt.

GameplayBearbeiten

SpielvorbereitungBearbeiten

Vor Beginn einer Runde werden dem Spieler von einem Matchmaking-System vier Mit- und fünf Gegenspieler zugeteilt. Alternativ können Mitspieler manuell gesucht oder aus der Freundesliste eingeladen werden. Anschließend erfolgt die Champion-Auswahl. Hier wählt jeder Spieler einen aus über 160[2] Champions aus, eine Spielfigur mit individuellen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Je nach Spielmodus wählen entweder alle Spieler gleichzeitig oder jeweils abwechselnd pro Team. Im zweiten Modus hat jeder Spieler die Möglichkeit einen Champion zu sperren, die dann von keinem Team gewählt werden können. Unabhängig vom gewählten Champion werden zwei Beschwörerzauber gewählt. Zudem kann der eigene Champion mit Runen, diversen Fertigkeitsverbesserungen, an die individuelle Spielweise angepasst werden.

SpielfeldBearbeiten

 
Schematischer Aufbau des Spielfelds

Das quadratische Spielfeld ist diagonal in zwei annähernd symmetrische Hälften unterteilt, die je einem Team zugeordnet sind. Die Teams beginnen das Spiel an ihrem Nexus, dem Hauptgebäude, an zwei gegenüberliegenden Ecken des Spielfelds. Dazwischen gibt es klassischerweise drei Pfade, im Spieljargon Lanes, die die Basen miteinander verbinden. Entlang der Pfade befinden sich Türme (Tower) desjenigen Teams, auf dessen Spielfeldhälfte sie stehen. Im Gebiet zwischen den Basen und Pfaden, dem „Dschungel“, befinden sich an festen Standorten diverse Nicht-Spieler-Charaktere, die von den Spielern besiegt werden können und im Gegenzug dem Champion oder seinem Team – neben Erfahrungspunkten und Gold – zeitlich beschränkte Verbesserungen gewähren. Das Spielfeld ist nur an den Stellen einsehbar, in deren Nähe sich gerade eine verbündete Einheit befindet (vgl. Nebel des Krieges).

SpielablaufBearbeiten

Ziel des Spiels ist die Zerstörung des gegnerischen Nexus. Dieser wird vom gegnerischen Team sowie von computergesteuerten Einheiten, den Vasallen und Türmen verteidigt. Die Vasallen werden vom eigenen Nexus in Richtung des gegnerischen Hauptgebäudes entsandt und folgen einem der drei Pfade. Auf ihrem Weg zum gegnerischen Nexus greifen sie jede gegnerische Einheit und jedes gegnerische Gebäude an. Um einen zu schnellen Spielfortschritt zu verhindern, kann der Nexus nicht direkt angegriffen werden. Zuerst müssen auf mindestens einem Pfad alle gegnerischen Türme sowie der Inhibitor, ein weiterer Gebäudetyp nahe dem Nexus, zerstört werden. Anschließend lassen sich die beiden Nexustürme angreifen und nach deren Zerstörung der Nexus.

Durch das Töten von Vasallen, Monstern, gegnerischen Champions und das Zerstören von gegnerischen Türmen gewinnt der eigene Champion Erfahrungspunkte, die im Stufenaufstieg resultieren. Mit höheren Stufen werden sowohl die Grundstärke des gewählten Champions, als auch weitere champion-spezifische Fähigkeiten freigeschaltet oder verbessert. Das Level eines Champions wird nach Spielende zurückgesetzt, muss also in jeder Runde neu erhöht werden. Zusätzlich gibt es Goldmünzen für den Spieler, der den tödlichen Schlag gegen eine feindliche Einheit landet. Um für einen Ausgleich zwischen beiden Teams zu sorgen, wird auf Spieler, die viele Tötungen und Unterstützungen erzielt haben, ohne in der Zwischenzeit zu sterben, ein Kopfgeld ausgesetzt. Dieses gewährt bei dessen Tod dem erlegenden Spieler zusätzliches Gold. Zudem bekommen alle Spieler permanent geringe Mengen Gold zugeschrieben, welche aber mit fortschreitender Spielzeit immer mehr werden. Mit Gold können Gegenstände wie Rüstung, Angriffsschaden, Fähigkeitsstärke und Heiltränke gekauft werden, die den Champion im Kapf unterstützen.

Ein Spiel dauert je nach Spielmodus, Karte und Spieleranzahl 25 bis 55 Minuten, wobei eine Partie auch vorzeitig durch Kapitulation beendet werden kann. Nach 15 Minuten Spielzeit ist eine Kapitulation durch Zustimmung aller Teammitglieder möglich. Nach 20 Minuten Spielzeit reicht eine Zustimmung von vier der fünf Teammitglieder.[3]

SpielmodiBearbeiten

League of Legends kann in verschiedenen Spielmodi gespielt werden. Ranglistenspiele werden in einem zentralen System aufgezeichnet. Siege lassen den Spieler in einer Rangliste aufsteigen, Niederlagen absteigen. Die Teilnahme an Ranglistenspielen setzt eine Spielerstufe von 30 voraus sowie eine Mindestanzahl von 20 Champions. In Kooperativen Spielen kann der Spieler entweder allein oder als Teil einer Gruppe gegen ein computergesteuertes Team antreten. Bei freien Spielen können manuell individuelle Spielesitzungen erstellt werden, denen andere Spieler über eine Spielliste beitreten können. Der Übungsmodus ermöglicht dem Spieler, seine Fähigkeiten gegen den Computer zu verbessern und erlaubt eine Aufhebung der Abklingzeit sowie schnellere Lebenspunkte- und Manaregeneration.

Neben der klassischen 5-gegen-5-Karte Kluft der Beschwörer (englisch Summoner's Rift), wurden nach Veröffentlichung des Spiels weitere alternative Karten ergänzt. Beim Spiel in der Heulenden Schlucht wird den Spielern ein zufälliger Champion zugewiesen. Anders als in Kluft der Beschwörer gibt es hier nur eine Lane, die durch die Mitte des Spielfelds verläuft. Jeder Spieler beginnt auf Charakterstufe 3, sodass mehr Fähigkeiten ab Spielbeginn zur Verfügung stehen. Eine weitere Variante, Teamfight Tactics, spielt sich als Auto-Battler, eine Form des rundenbasierten Strategiespiels, in dem acht Spieler gegeneinander antreten. Jeder Spieler stellt dabei ein Team aus Champions zusammen, die Runde um Runde gegen die Teams der anderen Spieler kämpfen. Das letzte lebende Team gewinnt das Spiel. Neben diesen Varianten gibt es gelegentlich weitere, temporär verfügbare Spielmodi.[4][5]

ChampionsBearbeiten

Um im Spiel ausgewählt und gespielt werden zu können, müssen Champions zuvor im spieleigenen Shop gekauft werden. Regelmäßig werden Champions zum Spiel hinzugefügt, was mehr Abwechslung ins Spiel bringen soll. Die höchste erreichbare Stufe ist Level 18, wobei die Stufe am Ende einer Runde zurückgesetzt wird. Jeder Champion besitzt fünf Fähigkeiten. Eine davon, die passive Fähigkeit, ist von Spielbeginn an verfügbar und wirkt während des gesamten Spiels. Die anderen vier Fähigkeiten können durch Stufenaufstieg erlernt und verbessert werden. Drei der fünf Fähigkeit können fünfmal aufgebessert werden, die vierte sogenannte ultimative Fähigkeit dreimal, einzelne Champions bilden Ausnahmen.

Champions werden ihren individuellen Stärken und Schwächen entsprechend eingesetzt, wodurch sich gewisse Rollen im Team ergeben. Alle Attribute können durch Gegenstände und einige durch Runen verbessert werden. Da es im Spiel grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Schaden – physischen und magischen Schaden – gibt, beinhaltet ein ausbalanciertes Team eine entsprechende Champion-Auswahl zur Abdeckung beider Schadensarten. Zudem können einige Champions aus der Entfernung angreifen, andere nur im Nahkampf. Während der Championauswahl kann zu einer Spielfigur ein zuvor erworbener Skin gewählt werden. Dadurch können neben dem Aussehen auch die Animationen und Soundeffekte des Champions angepasst werden.

LigasystemBearbeiten

Das Ligasystem löste das Elo-Ranglistensystem ab. Es soll Spielern ermöglichen, mit und gegen etwa gleich starke Spieler anzutreten. Es gibt sechs Ligen mit jeweils vier Divisionen und drei weitere Ligen mit den Meister-, Großmeister- und Herausfordererklassen. Die Ligen sind wie folgt benannt.

  1. Eisen
  2. Bronze
  3. Silber
  4. Gold
  5. Platin
  6. Diamant
  7. Meister
  8. Großmeister
  9. Herausforderer

Die Ranglistenwertung wird mit sogenannten Ligapunkten (LP) und dem Match-Making-Rating-Algorithmus (MMR) automatisch vorgenommen. Mit jedem siegreichen Ranglistenspiel werden durchschnittlich 20 LP gewonnen, mit jeder Niederlage verloren. Der genaue Betrag wird durch das MMR bestimmt. Inaktivität kann zu einem Verlust von Ligapunkten führen.

EntwicklungBearbeiten

League of Legends erschien am 27. Oktober 2009 für Microsoft Windows. Es wurde vom Warcraft-III-Mod Defense of the Ancients (DotA) inspiriert. Der Administrator des ehemaligen DotA-Allstars-Forums Steve „Pendragon“ Mescon und der frühere Entwickler von Allstars Steve Feak wurden von Riot Games eingestellt und wirkten an League of Legends mit.[6]

Während Vorbild DotA auf der Basis von Warcraft III als Mod gespielt wurde, gibt es für League of Legends einen eigenen Client. Dies ermöglicht, dass die Spielergebnisse zentral gespeichert werden und entsprechende Statistiken für Spieler einsehbar sind. Der Spielclient setzt unter anderem auf HTML5 und DirectX.[7] Aufgrund diverser Limitierungen ist der Spielclient in mehrere Teilprogramme unterteilt:

  • Ein Hintergrunddienst, der für die Kommunikation zwischen den einzelnen Programmteilen sorgt und für den Spieler nicht sichtbar agiert.
  • Der LeagueClient dient zur Verwaltung des eigenen Beschwörerprofils, als primäre Spieloberfläche außerhalb einzelner Spielrunden, für den Start und die Organisation einzelner Spielrunden und ist für Aktualisierungen zuständig.
  • Der eigentliche Spielclient kann nicht direkt aufgerufen werden und ist für den eigentlichen Spielablauf und dessen Präsentation innerhalb einer Spielrunde verantwortlich.

Der Spielclient enthält nicht alle notwendigen Daten und Programmroutinen, um eigenständig Spielrunden zu hosten. Spieler können zwar eigene Spiele beziehungsweise Räume erstellen, diese sind jedoch auf eine dauerhafte Internetverbindung zu den Spielservern angewiesen. Spielen ohne Netzwerkverbindung oder vorherige Anmeldung ist nicht möglich.

Das Spiel wird erhält etwa alle zwei Wochen Updates, die neue Champions, Grafik-, Inhalts- und Balance-Änderungen mit sich bringen.[8] Größere Änderungen, bspw. ein neues Design der Karte, gibt es nur zu Beginn und Mitte einer Season.[9][10]

Ab Oktober 2010 führte Riot Games einen begrenzten Beta-Test mit einem nativen Client für macOS durch, dessen Entwicklung im September 2011 vorerst eingestellt wurde, nachdem dieser nicht die gestellten Erwartungen erfüllte und nur unzureichend mit den häufigen Aktualisierungen des Spiels mithalten konnte.[11] Seit dem 1. März 2013 ist eine offizielle Beta-Version für macOS verfügbar.[12]

Ableger für mobile EndgeräteBearbeiten

Zum 10-jährigen Jubiläum von League of Legends im Oktober 2019 kündigte Riot Games eine spezielle Version des Spiels mit dem Namen League of Legends: Wild Rift für mobile Geräte und Konsolen an, die 2020 erscheinen sollte. Das Spiel soll eine neue Map enthalten und einzelne Partien sollen deutlich schneller ablaufen. Inhalte aus der PC-Version lassen sich nicht übertragen.[13] Im März 2020 erschien der Teamfight-Tactics-Modus als eigenes Auto-Battler-Spiel für Android und iOS.[14] Im selben Jahr ist mit Legends of Runeterra ein Sammelkartenspiel für mobile Endgeräte erschienen.[15] Des Weiteren sollte der League of Legends Esports Manager erscheinen, bei dem der Spieler ein League-of-Legends-Esport-Team zusammenstellen kann, das 2020 in die League of Legends Pro League eingeführt werden soll.[16]

MonetarisierungBearbeiten

League of Legends besitzt zwei unterschiedliche Währungen, mit denen neue Champions, Skins und weitere Extras gekauft werden können. Während Blaue Essenzen (BE) durch gespielte Partien verdient werden können, ist der Erwerb von Riot Points (RP) nur mit echtem Geld möglich.

E-SportBearbeiten

   
Bengi (links) und Faker (rechts) gewannen drei Mal die Weltmeisterschaft.

League of Legends ist seit Veröffentlichung eine beliebte Disziplin im E-Sport. Seit 2011 finden jährlich zum Ende einer Season die League of Legends World Championship statt. Des Weiteren findet seit 2015 das Mid Season Invitational (MSI) statt. Im E-Sport wird, bis auf wenige Show-Matches, auf der Kluft der Beschwörer gespielt.[17]

Season 1–3Bearbeiten

Die ersten World Championships wurde im Juni 2011 ausgetragen. Die Veranstaltung fand auf der Dreamhack in Schweden statt. Insgesamt gab es 100.000 US-Dollar Preisgelder. Das europäische Team Fnatic setzte sich gegen Teams aus Europa, den USA und Asien durch und erhielt 50.000 US-Dollar Preisgeld.[18] Über 1,6 Millionen Zuschauer sahen die Online-Übertragung der Veranstaltung, mit einem Spitzenwert von mehr als 210.000 Zuschauern gleichzeitig in einem Halbfinalspiel.[19]

In Season 2 wurden 5 Millionen Dollar Preisgeld ausgeschüttet.[20] Davon gingen 2 Millionen an Riot-Partner wie IGN als Veranstalter und andere E-Sports-Verbände. Weitere 2 Millionen gingen an die Teilnehmer der Season 2 World Championships. Im Finale triumphierte das taiwanische Team Taipei Assassins (kurz TPA) über das südkoreanische Team Azubu Frost mit 3-zu-1. TPA erhielt 1 Million US-Dollar Preisgeld.[21]

Mit Season 3 wurde von Riot die League Championship Series (LCS) eingeführt. Die Season 3 World Championships fanden im Herbst 2013 in Los Angeles statt. SK Telecom T1 bezwang im Finale das Team Royal Club mit 3:0 und erhielt 1 Million US-Dollar Preisgeld.[22]

Season 4–6Bearbeiten

In der vierten Saison führte Riot die Liga Challenger Series ein. Sie dient als Brücke in die LCS beziehungsweise als Auffang-Liga für Teams, die sich nicht für den jeweiligen Split qualifiziert haben und stellt damit die zweithöchste Spielklasse nach der LCS dar. Zur Qualifikation für die Challenger Series muss das Team zur Qualifikationszeit unter den besten 20 Teams der jeweiligen Region sein. Am 11. Mai 2014 gewann der Vorjahressieger SK Telecom T1 das Finale des Allstar-Invitationals gegen OMG mit 3:0. Im Finale der Season 4 World Championships am 19. Oktober 2014 in Seoul gewann das Team Samsung White mit 3:1 gegen Star Horn Royal Club.[23]

Fnatic gewann sowohl den Spring Split als auch den Summer Split in Europa, während in Nordamerika Team SoloMid den Spring Split und ihre Rivalen Counter Logic Gaming den Summer Split für sich entscheiden konnten.[24] In dieser Saison wurde das Regelwerk in Bezug auf die Qualifikation für die 2015 World Championships angepasst; die Änderung bedeutete die Einführung sog. Championship Points, die fortan über die Qualifikation zur World Championship entscheidet. Championship Points werden in beiden Splits gesammelt, sodass die gesamte Saison – anstatt wie bisher bloß die Schlussplatzierung im Summer Split - für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft von Bedeutung ist.[25] Die Season 5 World Championship wurde am 31. Oktober 2015 von SK Telecom T1 in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin gewonnen.

Zum ersten Mal konnte der Vorjahressieger, in diesem Fall SK Telecom T1, den Weltmeistertitel 3:2[26] gegen Samsung Galaxy verteidigen. Das Turnier fand in Nordamerika statt und das Finale im Staples Center (Los Angeles)[27]

Season 7–11Bearbeiten

Das Mid-Season Invitational (MSI) 2017 fand in Brasilien statt. Im Finale besiegte das koreanische Team SKT das europäische Team G2 mit 3:1. Das Team Samsung Galaxy (SSG) gewann das Finale im November 2017 gegen SK Telecom T1 (SKT) mit 3:0. Das Turnier fand 2017 in China statt, das Finale wurde im Nationalstadion Peking ausgetragen.

Das MSI 2018 fand in Europa statt, das Finale in Paris. Hier besiegte das chinesische Team Royal Never Give Up (RNG) das koreanische Team Kingzone DragonX (KZ) mit 3:1. Bei den Worlds gewann Invictus Gaming als erstes chinesisches Team das Finale im November 2018 gegen Fnatic mit 3:0. Das Turnier fand 2018 in Südkorea statt und war das erste Turnier seit Season 1, in dem kein koreanisches Team im Finale stand. Ebenfalls stand Fnatic als erstes westliches Team seit Season 1 im Finale.[28]

Beim MSI 2019 in Vietnam und Taiwan gewann das europäische Team G2 Esports 3:0 gegen das nordamerikanische Team Liquid. Im Finale der Weltmeisterschaft in Paris standen sich zum zweiten Mal in Folge FunPlus Phoenix (FPX) und G2 Esports gegenüber. FunPlus Phoenix setzte sich mit 3:0 durch.

2020 fiel das Mid-Season Invitational (MSI) infolge der Corona-Pandemie aus. Trotz Corona-Pandemie fand jedoch die Weltmeisterschaft 2020 in Shanghai statt, jedoch offline (ohne Publikum). Im Finale standen sich das chinesische Team Suning Gaming und das südkoreanische Team DAMWON Gaming (DWG) gegenüber. DAMWON gewann 3:1. MVP des Turniers wurde Canyon, der Jungler von DWG.

Das Mid-Season Invitational 2021 fand in Island statt. Hierbei gewann das chinesische Team Royal Never Give Up (RNG) im Finale 3:2 gegen das südkoreanische Team DWG Kia (DK, ehemals DAMWON Gaming). Auch die Worlds 2021 fanden in Island statt. Dabei gewann das chinesische 1st Seed-Team Edward Gaming (EDG) gegen Damwon Kia (DK) mit 3:2.

RezeptionBearbeiten

Das Spiel zählte im Oktober 2012 über 70 Millionen Accounts.[29] 2013 brachte das Spiel den Publishern rund 624 Millionen US-Dollar ein.[30] Zudem wurde zur Erstveröffentlichung ein „Collector’s Pack“ als Einzelhandelsversion vertrieben, die einen Freischaltcode für einige Bonus-Inhalte enthielt.

Eine Schätzung von 2019 ergab, dass ca. 80 Millionen Spieler mindestens einmal im Monat League of Legends spielen.[31]

KritikenBearbeiten

Das Spiel erhielt meist positive Kritiken. Es hat ein IGN-Rating von 9,2/10 und ein PCMag UK-Rating von 4,5/5.[32][33] Da die meisten dieser Kritiken bereits mehrere Jahre alt sind und sich das Spiel dauernd weiterentwickelt, ist es fraglich inwiefern die Kritiken noch einen Schluss auf das aktuelle Spiel zulassen. Bleibende Kritikpunkte sind jedoch sich ständig ändernde „überstarke“ (englisch overpowered) Champions und die verhältnismäßig hohen Preise im Shop.[34]

AuszeichnungenBearbeiten

Das Spiel hat mehrere Auszeichnungen gewonnen, unter anderem:

  • IGN Readers Choice Award:
    • PC Best Multiplayer Game 2009
    • PC Best Strategy Game 2009
  • MMO Game of the Year 2009, NeoGAF Games of the Year Award
  • PC Game of the Year 2009, Gamespy Gamers Choice Award
  • Game Developers Choice Online Award:[35]
    • Audience Award 2010
    • Best New Online Game 2010
    • Best Online Game Design 2010
    • Best Online Technology 2010
    • Best Online Visual Arts 2010
  • Online Game of the Year 2010, Golden Joystick Award[36]
  • The Game Awards:
    • Best Esports Game 2019
    • Best Esports Game 2020
    • Best Esports Game 2021

FlamingBearbeiten

Kritisiert wird seit langem, dass viele Spieler sich enorm rücksichtslos verhalten und andere Mitspieler schon wegen für Außenstehende gering erscheinenden Fehlern beschimpfen (vgl. Flame (Netzkultur)). Beleidigungen, absichtliches Ruinieren von Spielen (zum Beispiel das Verlassen des laufenden Spiels oder auch das absichtliche Sterbenlassen des Charakters, um die Gegner mit Gold und Erfahrungspunkten zu „füttern“ (englisch feeding)) und sogar Morddrohungen gegen andere Spieler sind keine Seltenheit.[37][38][39][40][41]

Mittlerweile werden jedoch Lösungen gegen dieses zuhauf auftretende Flaming gesucht, wie z. B. Online-Team-Kollegen-Börsen. Mit Hilfe solcher Initiativen sollen sich Spieler finden, um mehr als Team zu fungieren in diesem ohnehin stark teamplay-orientierten Spiel.[42][43]

Mediale VerarbeitungBearbeiten

MusikBearbeiten

Der YouTube-Kanal von League of Legends hat mehrere Songs zu dem Spiel veröffentlicht, die sich einzelnen Champions in animierten Musikvideos widmen und teilweise mehrere Hundert Millionen Aufrufe haben, es in mehrere Charts schafften und zusammen mit bekannten Musikern aufgenommen worden sind. Außerdem werden einige Songs für das Marketing für neue Änderungen im Spiel erschaffen. So wurde beispielsweise in dem Song Pop/Stars eine fiktive K-Pop-Gruppe namens K/DA bestehend aus den Champions Ahri, Akali, Evelynn und Kai'Sa gezeigt, um neue Skins zu präsentieren. Bekannte Songs sind unter anderem[44][45]:

Mit der EP All Out konnten K/DA 2020 eine Platzierung in den US-Albumcharts erreichen.[46]

AnimationsserieBearbeiten

Zum zehnjährigen Jubiläum von League of Legends kündigte Riot Games die Animationsserie Arcane für das Jahr 2020 an. Die Handlung spielt im utopischen Piltover und dem unterdrückten Zaun und fokussiert sich auf die Ursprünge der beiden Champions Jinx und Vi, die durch das Streben nach Macht entzweit werden.[47]

StreamingBearbeiten

Im Jahr 2019 konnte das Spiel auf der Streaming-Plattform Twitch über 6,5 Milliarden Views weltweit verzeichnen, ein Allzeitrekord der Plattform.[48]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: League of Legends – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. League of Legends – Riot verkündet immense Spielerzahl, im Bereich von Mobile-Titeln. In: GameStar. Abgerufen am 18. September 2016.
  2. Jerome Heath: All League of Legends champion release dates. In: Dot Esports. 19. Juli 2022, abgerufen am 6. August 2022 (englisch).
  3. Aufgeben. Abgerufen am 30. April 2020.
  4. Demnächst verfügbar: die Spielmodus-Rotation | League of Legends. In: euw.leagueoflegends.com. Abgerufen am 13. April 2016.
  5. Patchnotizen 6.7 | League of Legends. In: euw.leagueoflegends.com. Abgerufen am 13. April 2016.
  6. DotA & LoL. In: LeagueOfLegends.com. Archiviert vom Original am 24. April 2010. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  7. FAQ | League Client Update. Abgerufen am 5. Februar 2017.
  8. Spielaktualisierungen – League of Legends. In: euw.leagueoflegends.com. Riot Games, abgerufen am 6. September 2015.
  9. Patchnotizen 4.20 | League of Legends. In: euw.leagueoflegends.com. Abgerufen am 6. September 2015.
  10. Mid-Season Magic – League of Legends. Abgerufen am 5. Februar 2017 (englisch).
  11. Mac Client Beta Test Closing on September 6 – League of Legends Community. In: na.leagueoflegends.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  12. The Mac Open Beta is Here – League of Legends Community. In: forums.na.leagueoflegends.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  13. Maurice Weber: League of Legends: Mobile-Fassung Wild Rift kommt bald – aber mit einem großen Haken. In: GameStar. 16. Oktober 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  14. Teamfight Tactics: Mobile-Version erscheint Anfang 2020. 16. Oktober 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  15. Legends of Runeterra – Apps bei Google Play. Abgerufen am 21. August 2020.
  16. LoL-Entwickler kündigt nach zehn Jahren endlich neue Spiele an. 16. Oktober 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  17. Summoner's Rift. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 28. August 2015; abgerufen am 6. September 2015 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/lol.esportspedia.com
  18. FNATIC.com: FnaticMSI.LoL are DHS Champions! Winning $50,000. In: fnatic.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  19. League of Legends Championship Draws 1.69 Million Viewers – The Escapist. In: escapistmagazine.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  20. League of Legends Season Two to Feature a $5 million Prize Pool – League of Legends Community. In: forums.na.leagueoflegends.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  21. TPA takes home trophy in League of Legends World Championship. In: Engadget. Abgerufen am 6. September 2015.
  22. Season 3 World Championship – Leaguepedia – Competitive League of Legends eSports Wiki. In: lol.gamepedia.com. Abgerufen am 6. September 2015.
  23. Welcome to Worlds. (Nicht mehr online verfügbar.) In: euw.lolesports.com. Ehemals im Original; abgerufen am 6. September 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/euw.lolesports.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  24. League Championship Series. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 9. September 2015; abgerufen am 6. September 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/lol.esportspedia.com
  25. Championship Points Unlocked and More: 2015 LCS Changes. Abgerufen am 1. Oktober 2015.
  26. Freaks 4U Gaming GmbH freaks4u.com: Worlds 2016: Coverages. In: Summoners-Inn.de. Abgerufen am 28. Oktober 2020.
  27. Relive Worlds 2016. Abgerufen am 28. Oktober 2020.
  28. An LPL First: Invictus Gaming Wins It All. In: LoL Esports. (lolesports.com [abgerufen am 18. November 2018]).
  29. League of Legends – Spieler-Rekord, neuer Trailer, »Cheater« bestraft – News. In: gamestar.de. Abgerufen am 8. März 2014.
  30. League of Legends revenues for 2013 total $624 million (UPDATE). In: gamespot.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  31. UnrankedSmurfs.com: You'll Never Guess How Many People Play League of Legends 2019. Abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
  32. Leah B. Jackson: League of Legends Review. In: IGN. 13. Februar 2014, abgerufen am 8. Februar 2017 (amerikanisches Englisch).
  33. League of Legends for PC Reviews. In: metacritic.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  34. Yannick LeJacq: League Of Legends Is Too Expensive. In: Kotaku. (kotaku.com [abgerufen am 8. Februar 2017]).
  35. Game Developers Choice Online Awards. In: gdconlineawards.com. Abgerufen am 8. März 2014 (englisch).
  36. News: Golden Joysticks Awards 2010 round-up – ComputerAndVideoGames.com. (Nicht mehr online verfügbar.) 2. Juli 2011, archiviert vom Original am 2. Juli 2011; abgerufen am 7. September 2015.
  37. Yannick LeJacq: How League Of Legends Enables Toxicity. In: Kotaku. Abgerufen am 26. März 2016 (amerikanisches Englisch).
  38. League of Legends to punish abusive chatting. Abgerufen am 26. März 2016.
  39. 'League of Legends' Experiments With Near-Instant Ban System For Toxic Chat. In: Forbes. Abgerufen am 26. März 2016 (Anti-Adblock-Script).
  40. Why is the League of Legends community so toxic? In: communitybuilding.stackexchange.com. Abgerufen am 26. März 2016.
  41. ‘Toxic’ League of Legends player responds to his 1-year ban. In: VentureBeat. Abgerufen am 26. März 2016.
  42. ExaQueue | For the Gaming Community | The Social-Network for Gamer. Abgerufen am 19. Juli 2017.
  43. ExaQueue | For the Gaming Community | The Social-Network for Gamer. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 31. Juli 2017; abgerufen am 19. Juli 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.exaqueue.com
  44. Music Videos – YouTube. Abgerufen am 25. September 2019.
  45. League of Legends – Riot Games gründet Girl Group um Skins zu bewerben. In: GameStar. 11. November 2018, abgerufen am 25. September 2019.
  46. All Out (EP) von K/DA in den US-Albumcharts vom 21. November 2020.
  47. League of Legends: Arcane – Worum geht's in der LoL-Animationsserie? In: GameStar. 16. Oktober 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  48. 6,5 Milliarden Views für LoL: Das waren die beliebtesten Esports-Inhalte auf Twitch – ESPORTS. 2. Januar 2020, abgerufen am 2. Januar 2020 (deutsch).