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Sebastian Rode (* 11. Oktober 1990 in Seeheim-Jugenheim) ist ein deutscher Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler steht bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag.

Sebastian Rode
Sebastian Rode BVB (cropped).jpg
Aufnahme aus dem Jahr 2017
Personalia
Geburtstag 11. Oktober 1990
Geburtsort Seeheim-JugenheimDeutschland
Größe 179 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1994–1998 SKV Hähnlein
1998–2002 FC Alsbach
2002–2004 SC Viktoria Griesheim
2004–2005 SV Darmstadt 98
2005–2008 Kickers Offenbach
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2010 Kickers Offenbach 15 (1)
2010–2014 Eintracht Frankfurt 94 (4)
2014–2016 FC Bayern München 38 (3)
2016–2018 Borussia Dortmund 14 (1)
2018 Borussia Dortmund II 2 (0)
2019– Eintracht Frankfurt 17 (1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2008 Deutschland U18 1 (0)
2009 Deutschland U19 4 (1)
2009 Deutschland U20 1 (0)
2011–2013 Deutschland U21 6 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 6. Oktober 2019

KarriereBearbeiten

VereineBearbeiten

Bis 2008: JugendvereineBearbeiten

Nach Jugendjahren beim SKV Hähnlein, FC Alsbach, SC Viktoria Griesheim und dem SV Darmstadt 98 wechselte Rode im Juli 2005 in die Jugendabteilung von Kickers Offenbach.

2008–2010: Kickers OffenbachBearbeiten

Ab der Saison 2008/09 trainierte Rode bei den Profis von Kickers Offenbach in der 3. Liga mit und kam in seiner ersten Saison zu zwei Einwechslungen. In der Saison 2009/10 entwickelte er sich zum Stammspieler, kam jedoch lediglich zu 13 Saisoneinsätzen, da er sich im September 2009 einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte.[1]

2010–2014: Eintracht FrankfurtBearbeiten

Zur Saison 2010/11 unterschrieb Rode einen bis Sommer 2014 laufenden Vertrag beim Erzrivalen Eintracht Frankfurt. Nachdem er einen im September 2010 zugezogenen Knorpelschaden im linken Knie auskuriert hatte,[1] debütierte er am 21. Januar 2011 (19. Spieltag) bei der 0:1-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV in der Bundesliga. Sein erstes Bundesligator erzielte Rode am 23. April 2011 (31. Spieltag) beim 1:1 im Heimspiel gegen den FC Bayern München mit dem Führungstreffer in der 54. Spielminute. Zum Ende der Saison stieg die Eintracht aus der Bundesliga ab, trotz Angeboten anderer Bundesligisten blieb er aber beim Verein. In der 2. Bundesliga absolvierte er in der darauffolgenden Spielzeit 33 Ligaspiele, erzielte zwei Tore, gab zehn Torvorlagen und trug damit maßgeblich zum direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga bei. Auch dort konnte Rode seinen Stammplatz behaupten und qualifizierte sich mit der Eintracht als Tabellensechster für die Europa League, in der er bei fünf eigenen Einsätzen mit der Mannschaft das Sechzehntelfinale erreichte. Ende Februar 2014 erlitt Rode einen Knorpelschaden im rechten Knie und fiel bis Saisonende aus.[1]

2014–2016: FC Bayern MünchenBearbeiten

 
Rode im Mannschaftstraining des FC Bayern

Zur Saison 2014/15 wechselte Rode ablösefrei zum FC Bayern München, der ihn mit einem bis zum 30. Juni 2018 laufenden Vertrag ausstattete.[2] Sein erstes Pflichtspiel absolvierte er am 13. August 2014 gegen Borussia Dortmund bei der 0:2-Niederlage im Spiel um den DFL-Supercup. Sein Bundesligadebüt für den FC Bayern München gab er am 22. August 2014 (1. Spieltag) beim 2:1-Sieg im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Am 5. November 2014 spielte Rode beim 2:0-Heimsieg gegen die AS Rom erstmals in der Champions League, als er in der 81. Minute für David Alaba eingewechselt wurde. Sein erstes Tor für die Münchner erzielte Rode am 22. November 2014 (12. Spieltag) beim 4:0-Sieg im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit dem Treffer zum Endstand in der 87. Minute. In der Champions League markierte er am 10. Dezember 2014 mit seinem Tor zum 2:0 beim 3:0-Sieg seiner Mannschaft über ZSKA Moskau seinen ersten Treffer. Mit den Bayern wurde Rode 2015 deutscher Meister und gewann 2016 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal, konnte sich jedoch nie als Stammspieler durchsetzen.

2016–2018: Borussia DortmundBearbeiten

Zur Saison 2016/17 wechselte Rode zu Borussia Dortmund und unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag.[3][4] Seinen ersten Treffer für den BVB erzielte er am 17. September 2016 beim 6:0-Sieg im Ligaspiel gegen den SV Darmstadt 98. Am Saisonende gewann er mit der Mannschaft den DFB-Pokal, jedoch ohne im Turnierverlauf zum Einsatz gekommen zu sein. Rode verpasste die komplette Saison 2017/18 wegen einer Leistenverletzung.[5][6] Lediglich beim DFL-Supercup gegen den FC Bayern konnte er auflaufen. Nach einem Jahr Pause lief er am 6. November 2018 im Spiel der zweiten Mannschaft gegen Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West wieder im Trikot des BVB auf.[7] Für die erste Mannschaft kam er im Anschluss zu keinen weiteren Pflichtspieleinsätzen.

Seit 2019: Rückkehr nach FrankfurtBearbeiten

 
Sebastian Rode bei Eintracht Frankfurt 2019

Zum 1. Januar 2019 kehrte Rode zunächst bis zum Ende der Saison 2018/19 auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt zurück.[8] Dort erarbeitete er sich unter Trainer Adi Hütter wieder einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld.[9] In der Europa League erzielte Rode im Viertelfinal-Rückspiel gegen Benfica Lissabon das entscheidende 2:0, das der Eintracht zum Einzug ins Halbfinale gegen den FC Chelsea verhalf.

Nach dem Ende seines Leihvertrags kehrte Rode nicht zu Borussia Dortmund zurück, sondern absolvierte eine verletzungsbedingte Rehabilitation in Südhessen.[10] Ende Juli 2019 wurde er von der Eintracht fest verpflichtet und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag.[11]

Junioren-NationalmannschaftenBearbeiten

Am 22. Mai 2008 gab Rode sein Debüt im Nationaltrikot, als er mit der U18-Nationalmannschaft in Herne gegen die türkische Auswahlmannschaft ein 1:1 erreichte. Am 11. Februar 2009 spielte er in Kozani erstmals für die U19-Nationalmannschaft bei der 1:3-Niederlage gegen die griechische Auswahl. Sein erstes Länderspieltor erzielte er für diese Auswahl am 21. Mai 2009 in Tallinn in seinem vierten Einsatz beim 5:0-Sieg über die Auswahl aus Estland. Für die U20-Nationalmannschaft bestritt er sein erstes Länderspiel am 5. September 2009 in Pirmasens beim 6:1-Sieg über Südafrikas U20. In den Kreis der U21-Nationalmannschaft wurde er erstmals im September 2011 berufen. Sein Debüt für diese Auswahlmannschaft gab er am 14. August 2012 in Offenbach beim 6:1-Sieg über Argentinien.[12] Insgesamt kam Rode für Jugendnationalmannschaften zu zwölf Einsätzen.[13]

ErfolgeBearbeiten

 
Rode bei der Meisterfeier des FC Bayern auf dem Rathausbalkon (2016)

Eintracht Frankfurt

FC Bayern München

Borussia Dortmund

SonstigesBearbeiten

Seit Ende 2012 engagiert Rode sich als Botschafter des hessischen Landespräventionsrates und vor allem bei Kindern und Jugendlichen für Gewaltfreiheit. Weiterhin interagiert er mit Fans auf verschiedenen Kanälen. Im August 2015 wurde die Sebastian-Rode-App veröffentlicht.[14]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sebastian Rode – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Schock: Rode fällt lange aus, op-online.de vom 27. Februar 2014, abgerufen am 27. Juli 2019.
  2. Ex-Offenbacher wechselt zu den Bayern, op-online.de vom 9. Januar 2014, abgerufen am 27. Juli 2019.
  3. FC Bayern München AG (Hrsg.): Sebastian Rode wechselt zu Borussia Dortmund. In: FC Bayern München. 6. Juni 2016, abgerufen am 6. Juni 2016.
  4. Borussia Dortmund verpflichtet Sebastian Rode auf bvb.de, abgerufen am 6. Juni 2016
  5. Stressreaktion am Schambein auf ligainsider.de vom 22. August 2017, abgerufen am 12. Februar 2018
  6. Saisonaus nach Operation auf ligainsider.de vom 14. März 2018, abgerufen am 27. Dezember 2018
  7. Spielbericht Borussia Dortmund II – Rot-Weiss Essen, weltfussball.de, abgerufen am 10. November 2018
  8. Sebastian Rode wieder ein Adler: Ausleihe bis zum Sommer 2019, eintracht.de, abgerufen am 27. Dezember 2018
  9. Leistungssprung dank Schulterblick, spiegel.de, abgerufen am 7. März 2019
  10. Sebastian Rode schuftet für sein Comeback – Vereine feilschen um die Ablöse, fr.de, 3. Juli 2019, abgerufen am 11. Juli 2019.
  11. Fix verpflichtet: Sebastian Rode ist wieder ein Adlerträger, eintracht.de, abgerufen am 27. Juli 2019.
  12. U21 putzt Argentinien auf bild.de, abgerufen am 27. Juli 2019.
  13. Sebastian Rode im Datencenter des Deutschen Fußball-Bundes, abgerufen am 27. Juli 2019.
  14. Mit Gesichtserkennung: Rode bringt eigene App heraus. tz. 13. August 2015. Abgerufen am 20. August 2015.