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Eintracht Frankfurt (Frauenfußball)

deutscher Frauenfußballverein

Eintracht Frankfurt ist ein am 8. März 1899 gegründeter Sportverein aus Frankfurt am Main. Seit dem Jahr 2004 wird in der Fußballabteilung auch Frauenfußball angeboten. In der Saison 2019/20 spielt die 1. Mannschaft in der drittklassigen Regionalliga Süd. Zur Saison 2020/21 plant der Verein einen Zusammenschluss mit dem 1. FFC Frankfurt um als Frauenabteilung von Eintracht Frankfurt anzutreten.[1]

Eintracht Frankfurt
Vereinswappen von Eintracht Frankfurt
Basisdaten
Name Eintracht Frankfurt e. V.
Sitz Frankfurt am Main, Hessen
Gründung 8. März 1899
Farben rot-schwarz-weiß
Präsident Peter Fischer
Website www.eintracht-frankfurt.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Christian Yarussi
Spielstätte Sportanlage Nieder-Eschbach
Plätze unbekannt
Liga Regionalliga Süd
2018/19 4. Platz
Heim
Auswärts

FrauenfußballBearbeiten

Die Frauenmannschaft der Eintracht nahm in der sechstklassigen Bezirksliga Frankfurt (Gruppe 2) den Spielbetrieb auf. Gegründet wurde die Mannschaft vom damaligen Abteilungsleiter Stefan Winterling und Trainerin Tamara Varga. Das erste Frauenfußball-Pflichtspiel in der Geschichte der Eintracht fand am 11. September 2004 statt. Die Eintracht-Frauen spielten 1:1 bei der SG Mönstadt. Eine Woche später folgte im 1. Heimspiel am Riederwald ein klares 11:0 gegen die TGM/SV Jügesheim II. Am Saisonende belegten die Eintracht-Frauen hinter den Jügesheimerinnen Platz 2 und stiegen damit wie diese in die Bezirksoberliga Frankfurt auf.

In der Bezirksoberliga erreichten die Adlerträgerinnen auf Anhieb den dritten Platz. Auch in der folgenden Saison belegte die Mannschaft Platz 3, sodass der erhoffte Aufstieg in die Verbandsliga nicht gelang. 2007/2008 reichte es dann für Platz 2 hinter dem punktgleichen FC Rommelhausen, der das bessere Torverhältnis hatte, und die Teilnahme an der Relegationsrunde. Mit sechs Punkten aus drei Spielen (8:3 Tore) sicherte sich die Mannschaft den Aufstieg.

1. MannschaftBearbeiten

Nachdem für den Aufstieg in die Verbandsliga gleich drei Anläufe notwendig gewesen waren, gelang der Sprung in die Hessenliga auf Anhieb. Mit über 100 Toren gelang der SGE der direkte Durchmarsch. Zudem nahm die Mannschaft nach dem Gewinn des Regionalpokals (6:0 im Finale gegen den FC Rommelhausen) erstmals am Hessenpokal teil. Dort gab es allerdings in der 1. Runde eine 4:6-Niederlage im Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten und ehemaligen Zweitligisten TSV Jahn Calden, der den Pokalwettbewerb schließlich auch gewann. In der ersten Hessenliga-Saison hielt die Mannschaft problemlos die Klasse und belegte am Ende einen guten fünften Platz. Erneut gelang mit dem Gewinn des Regionalpokals die Qualifikation für den Hessenpokal. Dort erreichte man das Halbfinale, wo erneut gegen den späteren Sieger Calden Endstation war (3:5).

In der folgenden Spielzeit etablierten sich die Eintrachtlerinnen mit Platz 6. Auf Pokalebene lief es wie in der vorherigen Saison: Sieg im Regionalpokal, Erreichen des Halbfinals im Hessenpokal, Niederlage gegen Calden (0:1), das erneut den Hessenpokal gewann. Für die Saison 2011/12 war der Aufstieg in die Regionalliga das erklärte Ziel. Am letzten Spieltag sicherten sich die Riederwälderinnen dank des besseren Torverhältnisses den Aufstieg vor der punktgleichen Mannschaft von Opel Rüsselsheim.[2] Zudem wurde erstmals das Finale des Hessenpokals erreicht, in dem die Adlerträgerinnen allerdings dem RSV Roßdorf mit 0:1 unterlagen.

Die erste Regionalliga-Saison beendete die Mannschaft auf dem 10. Platz, der regulär der erste Abstiegsplatz ist. Da es jedoch keinen Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd in die Regionalliga Süd gab, reichte diese Platzierung zum Klassenerhalt. Mit einem 2:1-Sieg gegen Eintracht Wetzlar konnten die Adlerträgerinnen erstmals den Hessenpokal gewinnen und sich damit für den DFB-Pokal qualifizieren.

Zur Saison 2013/14 konnten mit der ehemaligen Nationalspielerin Tina Wunderlich und Patrizia Barucha zwei langjährige Bundesligaspielerinnen verpflichtet werden, die zuletzt allerdings nur noch in der 2. Bundesliga aktiv gewesen waren. Auch Michelle Baumann, Kristina Brenner und Melanie Kantor sind in der Vergangenheit vereinzelt in der Bundesliga zum Einsatz gekommen. Die Mannschaft belegte nach der Hinrunde den 3. Tabellenplatz, fiel aber in der Rückrunde noch zurück, sodass die Saison auf dem 7. Tabellenplatz beendet wurde. Im Finale des Hessenpokals unterlagen die Adlerträgerinnen der Mannschaft aus Calden mit 1:3.

Am Ende der Saison 2014/15 belegte die Mannschaft den 10. Tabellenplatz. Da es erneut keinen Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd gab, sicherten sich die Riederwalderinnen mit dieser Platzierung den Verbleib in der Regionalliga.

Die Saison 2015/16 beendeten die Adlerträgerinnen auf dem 12. und letzten Tabellenplatz und mussten damit in die Hessenliga absteigen. Am drittletzten Spieltag der Saison 2016/17 machte die Mannschaft den direkten Wiederaufstieg perfekt.[3] In der Saison 2017/18 gelang den SGE-Spielerinnen vorzeitig die Qualifikation zur Aufstiegsrunde für die neue eingleisige 2. Bundesliga. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist seit Jahren das große Ziel.[4] Die Aufstiegsrunde beendete die Mannschaft auf dem dritten und damit vorletzten Platz der Gruppe 1 und verpasste somit den Aufstieg. 2019 wurde der Hessenpokal zum zweiten Mal nach einem 3:2 im Finale gegen Jahn Calden gewonnen.

Aktueller KaderBearbeiten

Stand: 1. September 2019[5]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Elena Bläser
Jacqueline Heindl
Lina Hofmann
Laila Koch
Kara Bathmann
Julia Förster
Diana Marcellino
Selina Maslo
Aurelia Müller
Valeria Perri
Lisa Pfretzschner
Ebru Uzungüney
Fabienne Würtele
Katharina Baumann
Julia Beuth
Celine Brandt
Kaho Fushiki
Larissa Galvez Estrada
Vanessa Klich
Lisa Mundt
Nina Neumann
Luzie Ottenheim
Rosalie Sirna
Annika Leber
Lise Munk
Kim Ohlheiser
Alberina Syla

Bekannte ehemalige SpielerinnenBearbeiten

StatistikBearbeiten

Saison Spielklasse Liga Platz Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte Hessenpokal DFB-Pokal
2004/05 6. Bezirksliga Frankfurt, Gr. 2 02. 14 11 02 01 055:05 + 50 35 - -
2005/06 5. Bezirksoberliga Frankfurt 03. 16 09 04 03 029:21 + 08 31 - -
2006/07 5. Bezirksoberliga Frankfurt 03. 18 12 03 03 050:14 + 36 39 - -
2007/08 6. Bezirksoberliga Frankfurt 02. 18 16 02 00 081:17 + 64 50 - -
2008/09 5. Verbandsliga Hessen-Süd 01. 24 22 00 02 107:24 + 83 66 1. Runde -
2009/10 4. Hessenliga 05. 22 11 04 07 042:31 + 11 37 Halbfinale -
2010/11 4. Hessenliga 06. 22 06 08 08 032:37 - 05 26 Halbfinale -
2011/12 4. Hessenliga 01. 22 14 05 03 066:23 + 43 47 Finale -
2012/13 3. Regionalliga Süd 10. 22 07 01 14 032:44 - 12 22 Sieg -
2013/14 3. Regionalliga Süd 07. 22 08 05 09 025:38 - 13 29 Finale 1. Runde
2014/15 3. Regionalliga Süd 10. 22 07 02 13 025:42 - 17 23 Halbfinale -
2015/16 3. Regionalliga Süd 12. 22 01 03 18 019:63 - 44 06 Finale -
2016/17 4. Hessenliga 01. 22 18 03 01 93:14 + 79 57 Viertelfinale -
2017/18 3. Regionalliga Süd 01. 26 18 03 05 064:34 + 30 57 Finale -
2018/19 3. Regionalliga Süd 04. 26 15 03 08 068:47 + 21 48 Sieg -
2019/20 3. Regionalliga Süd 26 2. Runde

ErfolgeBearbeiten

Meister der Regionalliga Süd (1): 2018

Hessenmeister (2): 2012, 2017

Hessenpokalsieger (2): 2013, 2019

2. MannschaftBearbeiten

Mit dem Aufstieg in die Verbandsliga wurde eine zweite Mannschaft eingeführt. Diese stieg sofort aus der Kreisoberliga in die Gruppenliga auf. 2013 gelang der Mannschaft dann der Aufstieg in die Verbandsliga, 2014 folgte der Aufstieg in die Hessenliga. Am Ende der Saison 2015/16 stieg die Mannschaft aufgrund des Abstiegs der 1. Mannschaft trotz des sportlichen Klassenerhalts ab und spielt seitdem wieder in der Verbandsliga. Nach drei Jahren wurde die Mannschaft Vizemeister hinter Kickers Offenbach und setzte sich in der Aufstiegsrunde gegen TuS Naunheim durch.

StatistikBearbeiten

Saison Spielklasse Liga Platz Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
2008/09 7. Kreisoberliga Frankfurt 01. 16 14 01 01 88:16 + 72 43
2009/10 6. Gruppenliga Frankfurt 06. 22 10 03 09 52:40 + 12 33
2010/11 6. Gruppenliga Frankfurt 04. 22 13 05 04 64:28 + 36 38
2011/12 6. Gruppenliga Frankfurt 03. 21 16 03 02 48:14 + 34 48
2012/13 6. Gruppenliga Frankfurt 01. 20 15 03 02 89:18 + 71 48
2013/14 5. Verbandsliga Hessen-Süd 01. 22 18 02 02 59:20 + 39 56
2014/15 4. Hessenliga 10. 22 06 02 14 34:41 - 07 20
2015/16 4. Hessenliga 09. 22 08 02 12 36:58 - 22 26
2016/17 5. Verbandsliga Hessen-Süd 07. 22 10 01 11 52:40 + 12 31
2017/18 5. Verbandsliga Hessen-Süd 03. 22 15 03 04 91:24 + 67 48
2018/19 5. Verbandsliga Hessen-Süd 02. 24 20 3 1 99:26 + 73 63
2019/20 4. Hessenliga

StadionBearbeiten

In den Spielzeiten 2004/05 bis 2011/12 sowie 2015/16 bis 2017/18 wurden die Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz am Riederwaldstadion ausgetragen. In der Saison 2018/19 wird die Sportanlage Nieder-Eschbach als Heimspielstätte genutzt, auf die bereits in den Spielzeiten 2012/13 bis 2014/15 aus Kapazitätsgründen ausgewichen wurde.

MädchenfußballBearbeiten

Seit der Saison 2006/07 wird auch Mädchenfußball angeboten. Den B-Juniorinnen (U17) gelang im Sommer 2012 die Qualifikation für die neu eingeführte Bundesliga[6]. Die Mannschaft stieg danach stets nach einer Saison in die Hessenliga ab und anschließend direkt wieder auf. In der Saison 2018/19 gelang erstmalig der Klassenerhalt in der Bundesliga mit der Erreichen des siebten Platzes.

Eintracht Frankfurt veranstaltet jährlich den „Mädchen-Adlertag“ zur Talentsichtung.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Übernahme so gut wie perfekt: Eintracht und 1. FFC Frankfurt planen Zusammenschluss. kicker.de, 27. Juni 2019, abgerufen am 27. Juni 2019.
  2. Artikel zum erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga
  3. Frauenfußball „Wir wollen noch weiter nach oben“
  4. Artikel über die Perspektiven des Frauenfußballs bei Eintracht Frankfurt (PDF; 293 kB)
  5. Kader. Eintracht Frankfurt, abgerufen am 1. September 2019.
  6. Sportlich qualifizierte Vereine B-Juniorinnen-Bundesliga 2012/2013 (PDF; 136 kB)