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SC Freiburg (Frauenfußball)

Frauenfußballabteilung des SC Freiburg

Die Frauenfußball-Abteilung des SC Freiburg besteht seit 1975 und umfasst vier Mannschaften. Die erste Mannschaft spielt seit dem Jahre 2011 wieder in der Bundesliga, die zweite Mannschaft gehört seit 2017 der 2. Bundesliga Süd an. Darüber hinaus gibt es eine B-Juniorinnen-Mannschaft (U-17) und eine C-Juniorinnen-Mannschaft (U-15).

SC Freiburg
Frauenfußball
Logo des SC Freiburg
Basisdaten
Sitz Freiburg im Breisgau,
Baden-Württemberg
Gründung 1975
Erste Mannschaft
Cheftrainer Jens Scheuer
Spielstätte Möslestadion
Schönbergstadion (II)
Plätze 5.400
5.000
Liga Bundesliga
2018/19 7. Platz
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Frauenfußball-Abteilung wurde 1975 gegründet, als die komplette Mannschaft der SpVgg Wiehre zum SC wechselte. In den folgenden Jahren wurde man fünfmal südbadischer Meister. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft kam man allerdings nie über das Viertelfinale hinaus. 1985 wechselte ein Teil der Mannschaft zur SpVgg Freiburg-Wiehre zurück. Sechs Jahre später erreichte die SpVgg die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Der Vorstand machte jedoch vor Beginn der Aufstiegsrunde deutlich, dass man auf einen Aufstieg verzichten würde. Daraufhin wechselte die Mannschaft endgültig zurück zum SC, der am 1. Juli 1991 seine Frauenfußball-Abteilung neu gründete. Nach mehreren vergeblichen Anläufen schaffte man schließlich 1998 den Sprung in die Bundesliga. Nach einem Jahr musste man allerdings wieder absteigen.

Zwei Jahre später schaffte man den Wiederaufstieg. Seitdem konnten sich die SC-Frauen in der Bundesliga etablieren und belegten in der Regel sichere Mittelfeldplätze. 2002 wurde die deutsche U-19-Nationalmannschaft mit der Freiburgerin Alexandra Stegmann Europameister, 2004 mit der Freiburgerin Melanie Behringer Weltmeister, 2006 mit der Freiburgerin Juliane Maier und 2007 mit Susanne Hartel wieder Europameister. 2007 wurde Melanie Behringer mit der deutschen A-Nationalmannschaft Weltmeisterin. In der Saison 2009/10 stiegen die Sport-Club-Frauen mit nur vier Siegen aus 22 Partien und drei Punkten Rückstand in die Zweite Bundesliga ab. In der folgenden Spielzeit der 2. Bundesliga Süd war der direkte Wiederaufstieg bereits nach dem 19. Spieltag und dem 18. Saisonsieg sicher.

In der Folge gelang es den Freiburgerinnen erneut sich in der Bundesliga zu etablieren, wobei sie viermal nacheinander einen soliden Mittelfeldplatz erreichten. Die Saison 2015/16 wurde auf Rang vier beendet, was die bisher beste Platzierung in der Geschichte darstellt. In der Saison 2018/19 gelang der Einzug ins Finale des DFB-Pokals, wo man dem VfL Wolfsburg mit 0:1 unterlag.

StadienBearbeiten

Von der Saison 2000/01 an spielte die Mannschaft im Stadion am Bergmattenhof in Sexau und ab der Saison 2006/07 zwei Jahre im Freiburger Weststadion. Zur Saison 2008/09 zog man dann in das vereinseigene Möslestadion um, das momentan das viertkleinste Stadion der Frauen-Bundesliga ist. Als Trainingsstätte dient das Schönbergstadion des SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg; die zweite Frauenmannschaft, die U-17-Juniorinnen und die U-15-Juniorinnen tragen hier ihre Heimspiele aus.[1]

PersonalienBearbeiten

Kader Saison 2018/19[2]Bearbeiten

(Stand: 16. September 2018)

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Merle Frohms Deutschland 
32 Lena Nuding Deutschland 
23 Rafaela Borggräfe Deutschland 
02 Lisa Karl Deutschland 
05 Kim Fellhauer Deutschland 
19 Jobina Lahr Deutschland 
25 Virginia Kirchberger Osterreich 
31 Rachel Rinast Schweiz 
33 Carolin Schiewe Deutschland 
06 Hikaru Naomoto Japan 
07 Giulia Gwinn Deutschland 
08 Rebecca Knaak Deutschland 
09 Janina Minge Deutschland 
10 Sharon Beck Israel  Deutschland 
15 Marie Müller Deutschland 
17 Verena Wieder Deutschland 
20 Greta Stegemann Deutschland 
23 Desiree van Lunteren Niederlande 
24 Anja Maike Hegenauer Deutschland 
27 Clara Schöne Deutschland 
11 Hasret Kayikçi Deutschland  Turkei 
13 Sandra Starke Deutschland  Namibia 
14 Ivana Fuso Deutschland 
21 Klara Bühl Deutschland 
22 Lena Lotzen Deutschland 
Trainer Betreuer

Cheftrainer

Jens Scheuer

Co-Trainer

André Olveira, Willi Waibel

Torwarttrainer

Elke Walther, Ingo Zschau

Athletiktrainer

Hubert Mahler, Jonathan Schaller, Lena Zahn

Mannschaftsärzte

Lisa Hohloch

Physiotherapeuten

Matthias Rosa, Johannes Blume, Yuki Shigemura, Matthias Reepen

Betreuerin

Melanie Bauer

Managerin

Birgit Bauer

Zu- und Abgänge zur Saison 2018/19Bearbeiten

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
Deutschland  Merle Frohms VfL Wolfsburg Sommer 2018
Deutschland  Lena Lotzen FC Bayern München
Deutschland  Verena Wieder FC Bayern München
Osterreich  Virginia Kirchberger MSV Duisburg
Deutschland  Lena Nuding MSV Duisburg
Schweiz  Rachel Rinast FC Basel
Deutschland  Sharon Beck TSG 1899 Hoffenheim
Japan  Hikaru Naomoto Urawa Red Diamonds
Niederlande  Desiree van Lunteren Ajax Amsterdam
Deutschland  Stefanie Sanders UCF Knights
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
Deutschland  Laura Benkarth FC Bayern München Sommer 2018
Deutschland  Lina Magull FC Bayern München
Deutschland  Lena Petermann 1. FFC Turbine Potsdam
Deutschland  Julia Simic West Ham United
Deutschland  Carolin Simon Olympique Lyon
Deutschland  Noemi Gentile VfL Wolfsburg II
Slowakei  Maria Korenčiová AC Mailand
Osterreich  Sarah Puntigam HSC Montpellier
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Ehemalige Spielerinnen (Auswahl)Bearbeiten

TrainerBearbeiten

Zeitraum Name
1. Juli 1999 – 30. Juni 2003 Michael Bellert
1. Juli 2003 – 30. Juni 2005 Thomas Reger
1. Juli 2005 – 31. Oktober 2007 Dietmar Sehrig
1. November 2007 – 31. Dezember 2007 Thomas Schweizer
1. Januar 2008 – 5. September 2008 Alexander Fischinger
6. September 2008 – 21. September 2008 Michael Haas
22. September 2008 – 17. November 2009 Günter Rommel
18. November 2009 – 30. Juni 2010 Edgar Beck
1. Juli 2010 – 30. Juni 2013 Milorad Pilipovic
1. Juli 2013 bis 30. Juni 2015 Dietmar Sehrig
seit 1. Juli 2015 Jens Scheuer

Statistik und ErfolgeBearbeiten

LigaplatzierungenBearbeiten

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Erfolgreichste Torschützin Zuschauerschnitt
1990/91 Verbandsliga Südbaden 1. 39:13 29:7 nicht qualifiziert
1991/92 Bezirksliga 1. 20 0 0 151:1 40:0 nicht qualifiziert
1992/93 Verbandsliga Südbaden 1. 58:7 33:3 nicht qualifiziert
1993/94 Verbandsliga Südbaden 1. 17 1 0 95:7 35:1 nicht qualifiziert
1994/95 Verbandsliga Südbaden 1. 61:18 28:4 nicht qualifiziert
1995/96 Verbandsliga Südbaden 2. 63:34 37 nicht qualifiziert
1996/97 Oberliga Baden-Württemberg 1. 57:11 43 1. Runde
1997/98 Oberliga Baden-Württemberg 1. 20 3 1 84:25 63 2. Runde
1998/99 Bundesliga 11. 2 5 15 18:58 11 nicht qualifiziert Sylvie Klopfenstein,
Alexandra Kury (je 5)
190
1999/00 Oberliga Baden-Württemberg 1. 18 4 0 81:23 60 1. Runde
2000/01 Regionalliga Süd 1. 15 2 1 67:11 47 Achtelfinale
2001/02 Bundesliga 6. 11 2 9 30:34 35 Viertelfinale Isabell Jansen (5) 377
2002/03 Bundesliga 8. 6 6 10 33:43 24 Viertelfinale Katja Bornschein (7) 302
2003/04 Bundesliga 10. 5 5 12 34:51 20 Viertelfinale Karine Levy,
Valerie Maillard (je 9)
279
2004/05 Bundesliga 8. 7 2 13 30:56 23 Halbfinale Melanie Behringer,
Katja Bornschein (je 7)
290
2005/06 Bundesliga 7. 9 5 8 45:48 29 2. Runde Havva Kutal (7) 447
2006/07 Bundesliga 10. 8 1 13 36:57 25 Achtelfinale Juliane Maier,
Sandra Schmidt,
Julia Zirnstein (je 7)
595
2007/08 Bundesliga 8. 6 3 13 30:63 21 Achtelfinale Melanie Behringer (7) 521
2008/09 Bundesliga 7. 9 2 11 36:56 29 Viertelfinale Susanne Hartel (11) 733
2009/10 Bundesliga 11. 4 1 17 14:53 13 Achtelfinale Juliane Maier (3) 714
2010/11 2. Bundesliga 1. 20 0 2 80:8 60 2. Runde Isabelle Meyer (17)
2011/12 Bundesliga 8. 6 5 11 22:43 23 Achtelfinale Essi Sainio (4) 625
2012/13 Bundesliga 5. 9 5 8 33:31 32 Halbfinale Juliane Maier (8) 465
2013/14 Bundesliga 8. 7 4 11 39:42 25 Halbfinale Fiona O’Sullivan (6) 680
2014/15 Bundesliga 7. 7 2 13 34:62 23 Halbfinale Sandra Starke (10) 526
2015/16 Bundesliga 4. 9 5 8 38:24 32 Halbfinale Hasret Kayikçi (7) 914
2016/17 Bundesliga 4. 14 5 3 45:20 47 Halbfinale Hasret Kayikçi (12) 792
2017/18 Bundesliga 3. 15 3 4 50:15 48 Viertelfinale Lina Magull (12)
2018/19 Bundesliga 7. 7 5 10 41:33 26 Finale Giulia Gwinn (8)
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

ErfolgeBearbeiten

  • DFB-Pokalfinalist 2019
  • Aufstieg in die Frauenfußball-Bundesliga 1998, 2001, 2011
  • Meister der 2. Bundesliga Süd 2011
  • Meister der Regionalliga Süd 2001
  • Meister der Oberliga Baden-Württemberg 1997, 1998, 2000
  • Südbadischer Meister 1977, 1978, 1979, 1982, 1984, 1993, 1994, 1995 (8)
  • Südbadischer Pokalsieger 1985, 1995, 1998, 2000, 2001 (5)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schönbergstadion Freiburg. Sport-Club Freiburg e.V., abgerufen am 10. Juni 2016.
  2. SC Freiburg | Kader, scfreiburg.com. Abgerufen am 16. September 2018.