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Liste von Flugunfällen 1991 bis 2000

Wikimedia-Liste
(Weitergeleitet von Liste von Luftfahrtkatastrophen 1991 bis 2000)

Dies ist eine Teilliste von Flugunfällen der Jahre 1991 bis 2000 beim Betrieb von Verkehrsluftfahrzeugen. Für übrige Zeitspannen siehe Listen von Flugunfällen.

Für militärische Flugunfälle siehe Liste von Flugunfällen (Militärluftfahrt) ab 1981.

Für Flugunfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Flugunfällen (Allgemeine Luftfahrt).

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis


Auflistung nach Jahr
1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000

ListeBearbeiten

1991Bearbeiten

  • (A) 26. Dezember – Ein Frachtflugzeug des Typs Boeing 747 stürzte auf dem Flug von Taipeh nach Anchorage in einen Hügel bei Wanli, weil zwei Triebwerke durch Materialermüdung ausfielen und das Flugzeug nicht mehr steuerbar war (siehe auch China-Airlines-Flug 358).
  • (A) 27. Dezember – Eine McDonnell Douglas MD-81 der SAS mit dem Kennzeichen OY-KHO stürzte kurz nach dem Start auf ein Feld. Als „Wunder von Stockholm“ bezeichnet, überlebten alle 129 Menschen an Bord. Ursache war ein Ausfall beider Triebwerke aufgrund von Klareis (siehe Scandinavian-Airlines-Flug 751).

1992Bearbeiten

  • (A) 31. Juli – Die Piloten eines Airbus A310-300 der Thai Airways (HS-TID) mussten den Landeanflug auf den Flughafen Kathmandu abbrechen, nachdem eine Fehlfunktion der für diesen Flughafen zwingend notwendigen Landeklappen auftrat. Als die Störung behoben werden konnte, waren einige Flugmanöver für einen erneuten Anflug in dem bergigen Gelände erforderlich. Aufgrund unzureichender Kommunikation mit der Flugsicherung und folgenden Navigationsfehlern kollidierte die Maschine mit einem Berg, wobei alle 113 Insassen, 99 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder, ums Leben kamen. Dies war der erste Totalverlust eines Airbus A310 (siehe auch Thai-Airways-Flug 311).[13]
  • 26. September – An einer Harbin Yunshuji Y-12-II (9N-ACI) der Royal Nepal Airlines mit 14 Personen an Bord platzte beim Start auf dem Flughafen Lukla der Bugradreifen. Das Bugfahrwerk brach, die Maschine kollidierte außerhalb der Startbahn mit einem Damm, wurde schwer beschädigt und musste abgeschrieben werden. Alle Insassen (2 Besatzungsmitglieder, 12 Passagiere) überlebten.[14]
  • 8. Oktober – nahe Lanzhou, China. Eine Avia 14 (Iljuschin Il-14) der Wuhan Airlines (B-4211) stürzte beim Versuch der Rückkehr zum Flughafen Lanzhou ab, nachdem beim Start Triebwerksprobleme aufgetreten waren. Von den 35 Insassen kamen 14 ums Leben.[15]
 
Die auf dem Martinair-Flug 495 in Faro verunglückte McDonnell Douglas DC-10.

1993Bearbeiten

1994Bearbeiten

  • (A) 26. April – Nagoya, Japan. Ein aus Taipeh, Taiwan kommender Airbus A300 der taiwanischen China Airlines stürzte beim Landeanflug ab. Die Piloten hatten nicht bemerkt, dass der Autopilot versehentlich auf Durchstarten eingestellt war und steuerten vergeblich dagegen. Von den 271 Menschen an Bord starben 271, mur 7 überlebten den Unfall (siehe auch China-Airlines-Flug 140).
  • (A) 8. September – Eine Boeing 737-300 der USAir (Kennzeichen N513AU) stürzte bei Aliquippa (Pennsylvania) im Landeanflug auf den Pittsburgh International Airport aus einer Höhe von 1100 m fast senkrecht ab. Ursache war ein Defekt am Seitenruder, der zum Vollausschlag und Kontrollverlust führte. Alle 132 Menschen an Bord wurden getötet (siehe auch USAir-Flug 427).[24][25]
  • 12. Oktober – Eine Fokker F28-1000 der Iran Aseman Airlines (EP-PAV) unterwegs von Isfahan nach Teheran-Mehrabad verunglückte mit 59 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord. Beide Triebwerke fielen 35 Minuten nach dem Start von Isfahan aus und das Flugzeug stürzte in der Nähe von Natanz ab. Alle 66 Personen kamen bei dem Unfall ums Leben.[27]
  • (A) 19. Dezember - Eine Boeing 707-3F9C stürzte auf einem Frachtflug der Nigeria Airways von Dschidda nach Kano in ein Sumpfgebiet bei Kiri Kasana. Während des Fluges war es im Bereich einer Frachtpalette zu starker Rauch- und Geruchsentwicklung gekommen. Nach einer Feuerwarnung und dem Eindringen von Rauch in das Cockpit stürzte das Flugzeug 40 Minuten vor der geplanten Landung ab. Drei der fünf Personen an Bord kamen ums Leben. Es konnte ermittelt werden, dass das Flugzeug ein leichtentzündliches Gefahrgut geladen hatte (siehe auch Nigeria-Airways-Flug 9805).[28]

1995Bearbeiten

  • 5. Dezember – Nachitschewan, Aserbaidschan. Kurz nach dem Start der Tupolew Tu-134 der Azerbaijan Airlines Richtung Baku fiel das linke Triebwerk wegen eines nicht reparierten Defektes aus. Darauf schalteten die Piloten irrtümlich auch das rechte Triebwerk ab. Bei der anschließenden Notlandung starben 52 der 82 Insassen.
  • 13. Dezember – Flughafen Verona, Italien. Eine Antonow An-24 der rumänischen Romavia (YR-AMR) stürzte kurz nach dem Start Richtung Timișoara, Rumänien wegen eines Strömungsabrisses in den Boden und ging in Flammen auf. Die Absturzursache lag darin, dass die Maschine trotz Schneefalls nicht enteist worden war. Darüber hinaus war sie um mindestens zwei Tonnen überladen. Alle 49 Menschen an Bord wurden getötet.[32]
  • (A) 20. Dezember – Cali, Kolumbien. Eine aus Miami, USA kommende Boeing 757 der American Airlines wurde während des Landeanflugs in einen Berg geflogen. Die Piloten hatten beim Anflug ein falsches NDB als Navigationsziel eingestellt. Bei der anschließenden Kurskorrektur prallte die Maschine gegen einen Berg. Von den 163 Menschen an Bord wurden 159 getötet (siehe American-Airlines-Flug 965).

1996Bearbeiten

  • (A) 8. Januar – Kinshasa, Demokratische Republik Kongo. Ein überladenes, von der African Air betriebenes Antonow An-32B-Frachtflugzeug (Luftfahrzeugkennzeichen RA-26222) raste nach missglücktem Start in einen Marktplatz, wo mindestens 297 Menschen starben (einige Quellen berichten von über 350 Toten). Vier der sechs Besatzungsmitglieder überlebten[33] (einige Quellen geben an, dass alle Crewmitglieder überlebten). Das Flugzeug gehörte der Moscow Airways und wurde von zwei alkoholisierten russischen Piloten geflogen. Es war offiziell von der Scibe Airlift geleast worden, da die African Air (ein Scheinunternehmen des Scibe-Eigentümers) keine Lizenz zum Betrieb eines solchen Flugzeuges hatte. Scibe Airlift und Air Africa wurden zur Zahlung von 1,4 Mio. US-$ an die Opfer und ihre Hinterbliebenen verurteilt[34][35] (siehe Flugzeugkatastrophe von Kinshasa).
  • (A) 11. Mai – Eine Douglas DC-9-32 der ValuJet Airlines (N904VJ) stürzte neun Minuten nach dem Start vom Flughafen Miami in die Everglades-Sümpfe, weil kurz nach dem Start ein Feuer im Frachtraum ausgebrochen war. Ursache dafür waren mehrere Fehler durch Valujet und die Firma SabreTech bei der Verladung von fünf Kartons mit Sauerstoffgeneratoren einer McDonnell Douglas MD-80, die für die Sauerstoffmasken von Passagierflugzeugen verwendet werden. Alle 110 Menschen an Bord starben. Der Unfall führte dazu, dass die FAA am 17. Juni ValuJet die Fluglizenz entzog (siehe ValuJet-Flug 592).[37]
  • (A) 17. Juli – Kurz nach dem Start in New York City explodierte die Boeing 747 auf dem Flug 800 der Trans World Airlines mit Ziel Paris in gut 4 Kilometer Höhe. Höchstwahrscheinlich hatte ein Kurzschluss das Gas-Luftgemisch eines Flügeltanks entzündet. Alle 230 Menschen an Bord kamen ums Leben. Schon kurz nach der Katastrophe meldeten sich vermeintliche Augenzeugen und behaupteten, ein glühendes Objekt das Flugzeug treffen gesehen zu haben. Dies ist jedoch bis heute nicht bewiesen, da keine Videoaufnahmen bestehen (siehe auch Trans-World-Airlines-Flug 800).
  • 20. Juli – Nach dem Start vom Flughafen Emmonak fing das Triebwerk Nummer 3 einer Douglas DC-6A der Northern Air Cargo Feuer (N313RS). Beim anschließenden Anflug zum Versuch einer Notlandung auf dem Flugplatz von Russian Mission brach die rechte Tragfläche ab, die Maschine kippte nach rechts und stürzte ab. Alle 4 Personen an Bord wurden getötet. Die Unfallursache ging auf Materialermüdung im Triebwerk und unzureichende Ausbildung der Piloten für Notsituationen zurück.[38]
  • 29. August – Spitzbergen, Norwegen. Eine Tupolew Tu-154M (RA-85621) flog beim Landeanflug auf den Flughafen Longyearbyen (Spitzbergen) in einen Hügel. Die Maschine der russischen Vnukovo Airlines war auf dem Weg von Moskau nach Longyearbyen und hatte ukrainische Grubenarbeiter an Bord. In rund 900 m Höhe prallte das Flugzeug 14 Kilometer vor dem Flughafen gegen den Operafjellet (deutsch: Operberg). Alle 141 Insassen kamen dabei ums Leben. Als Gründe für den Unfall wurden unter anderem Verwirrungen im Cockpit, Abweichung von mehreren Vorschriften und mangelhafte Englischkenntnisse der Flugbesatzung festgestellt.[39]
  • (A) 2. Oktober – Lima, Peru. Eine Boeing 757 der Aeroperú stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Lima ins Meer. Der Geschwindigkeitsanzeiger zeigte falsche Werte an, weil die Messöffnungen bei der vorhergehenden Außenreinigung zugeklebt worden waren. Alle 70 Menschen an Bord kamen ums Leben (siehe Aeroperú-Flug 603).
  • (A) 23. Oktober – Eine von der Líneas Aéreas del Estado betriebene Boeing 707-372C der Argentinischen Luftstreitkräfte befand sich auf einem Frachtflug von Santiago de Chile nach Buenos Aires. Die Besatzung versäumte es, den Sinkflug frühzeitig einzuleiten. Als der Kapitän seinen Fehler bemerkte, ließ er abrupt die Störklappen ausfahren, wodurch die Flugzeugnase nach unten gedrückt wurde. Da die Maschine sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Höhe von 900 bis 1000 Metern befand, blieb nicht mehr genug Zeit, um die abnorme Fluglage zu korrigieren. Die Maschine schlug 750 Meter vor der Landebahn hart auf dem Boden auf und ging in Flammen auf. Zwei der acht Besatzungsmitglieder kamen ums Leben (siehe auch LADE-Flug 5025).[41]

1997Bearbeiten

 
CFIT – Korean-Air-Flug 801 am 6. August 1997 (228 Menschen starben, 26 überlebten)

1998Bearbeiten

  • 13. Januar – Pakistan. Eine Antonow An-32 der Islamischen Luftstreitkräfte von Afghanistan (Luftfahrzeugkennzeichen unbekannt) transportierte Taliban-Kämpfer Kandahar nach Herat. Aufgrund schlechten Wetters am Zielort entschieden sich die Piloten, nach Quetta in Pakistan auszuweichen. Bereits 110 Kilometer nördlich des Ausweichflughafens stürzte die Maschine ab. Dabei kamen alle 51 Insassen ums Leben.[45]
  • (A) 16. Februar – Taiwan. Ein Airbus A300 der China Airlines steuerte in leichtem Nebel und Regen die Landebahn in Taipeh zu hoch an und startete durch. Dabei geriet die Maschine außer Kontrolle, stürzte ab und explodierte. Alle 196 Menschen an Bord sowie sieben am Boden starben (siehe auch China-Airlines-Flug 676).
  • (A) Am 29. Juli 1998 führte eine Embraer EMB 110P1 der Selva Taxi Aéreo (PT-LGN) einen Regionalflug von Manaus nach Tefé im brasilianischen Amazonasgebiet durch. Die Maschine war um 852 Kilogramm überladen, es befanden sich 25 statt der zulässigen 19 Passagiere an Bord. Als im Flug ein Triebwerks ausfiel, kehrten die Piloten um. Da die überladene Maschine zu sinken begann, wurde Gepäck von Passagieren zur Reduktion des Gewichts über Bord geworfen. Der Sinkflug konnte dennoch nicht aufgehalten werden, und die Maschine musste im Manacapuru-Fluss notwassern. Von den 27 Menschen an Bord starben 12 (siehe auch Flugunfall der Selva Taxi Aéreo).
  • 5. August 1998 – Flughafen Seoul-Gimpo, Südkorea. Eine Boeing 747-400 der Korean Air verunglückte bei der Landung, als der Kapitän die Schubumkehr asymmetrisch bediente, da er sie bei einem Triebwerk nicht aktivierte. Die Maschine kam seitlich von der Landebahn ab, wobei ein Teil des Hauptfahrwerks abgerissen wurde. Alle 395 Menschen an Bord überlebten.[47]
  • 2. September – Angola. Eine geleaste russische Antonow An-26 stürzte eine halbe Stunde nach dem Start in Luanda ab. Keiner der 24 Insassen überlebte.
  • 25. September – Marokko. Beim Anflug auf Melilla zerschellte eine aus Málaga kommende BAe 146 der Paukn Air an einem Hügel. Alle 38 Menschen an Bord kamen dabei um.
  • 29. September – Sri Lanka. Rund 15 Minuten nach dem Start in Jaffna verunglückte eine geleaste weißrussische Antonow An-24 der LionAir mit 55 Insassen. Niemand überlebte.
  • 10. Oktober – Demokratische Republik Kongo. Eine Boeing 727 der Lignes Aeriennes Congolaises wurde unmittelbar nach dem Start in Kindu von Rebellen mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Alle 41 Flugzeuginsassen starben.
  • 11. November – Anchorage, Alaska. Die Boeing 747-400 der koreanischen Asiana Airlines (Kennzeichen HL7414) rollte zunächst mit einem Triebwerk gegen die Tragfläche einer geparkten Iljuschin Il-62 der Aeroflot (Kennzeichen RA-86564). Gleich darauf bohrte sich die linke Tragfläche der Boeing in die Vorderseite des Seitenleitwerks der Iljuschin. Die Asiana-Piloten erhöhten den Schub weiter, so dass ihre Tragfläche das Leitwerk der Iljuschin zur Hälfte durchschnitt. Als Hauptursache wurde exzessive Rollgeschwindigkeit festgestellt. Es gab keine Personenschäden; die Il-62 musste allerdings verschrottet werden.

1999Bearbeiten

  • 2. Februar – Luanda, Angola. Eine Frachtmaschine des Typs Antonow An-12 kehrte unmittelbar nach dem Start in Luanda wegen technischer Probleme um und stürzte in bewohntes Gebiet. Alle vier (nach anderen Angaben elf) Besatzungsmitglieder und 19 Personen am Boden starben.
  • 24. Februar – Wenzhou, China. Beim Anflug auf Wenzhou stürzte eine aus Chengdu kommende Tupolew Tu-154M der China Southwest Airlines unvermittelt ab. Alle 61 Menschen an Bord kamen dabei um. Als wahrscheinliche Unfallursache gilt ein fehlerhaftes Bauteil der Höhenrudersteuerung.
  • 4. März – Eine Boeing 737-228 der Air France (F-GBYA) geriet auf dem Flug von Paris-Charles de Gaulle am Flughafen Biarritz seitlich von der Landebahn ab, wobei das Bugfahrwerk einknickte. Nach weiteren 400 Metern kam das Flugzeug zum Stehen. Von den 97 Insassen kam niemand zu Schaden, die Maschine musste jedoch als Totalverlust abgeschrieben werden.[49]
  • 5. März – Auf einer Frachtmaschine des Typs Boeing 747-2B3F der Air France (F-GPAN) kam es im Anflug auf den Flughafen Chennai zu einer Warnung hinsichtlich des nicht ausgefahrenen Bugfahrwerks, die jedoch von der Flugbesatzung als Fehlwarnung eingeschätzt wurde. Das Flugzeug landete daraufhin mit nicht ausgefahrenem Bugfahrwerk. Während sich die fünfköpfige Besatzung retten konnte, brannte die Maschine anschließend vollständig aus, da die Flughafenfeuerwehr nicht in der Lage war, den Brand zu löschen.[50]

2000Bearbeiten

  • 13. Januar – Eine Short 360-300 der schweizerischen Fluggesellschaft Avisto (HB-AAM) musste 5 Kilometer vom Flughafen Brega entfernt vor der libyschen Küste notgewassert werden. Dabei ertranken 22 der 41 Insassen. Schwimmwesten waren nicht an Bord. Die Maschine kam im Auftrag der US-amerikanischen Sirte Oil Company aus Tripolis. Die Piloten hatten versäumt, die Enteisungsanlage der Triebwerke einzuschalten, da sie ununterbrochen ein sachfremdes Thema diskutiert hatten.[57]
  • (A) 12. Juli – Ein Airbus A310-300 der Hapag-Lloyd Flug (D-AHLB) musste auf dem Weg von Kreta nach Hannover auf dem Flughafen Wien notgelandet werden. Das Fahrwerk ließ sich nach dem Start nicht vollständig einfahren. Der Kapitän entschloss sich trotz des erhöhten Luftwiderstandes zum Weiterflug nach München, wobei aber der Treibstoffverbrauch aufgrund der dadurch verschlechterten Aerodynamik stark anstieg. Nach 2:35 Stunden Flugzeit fielen beide Triebwerke wegen Treibstoffmangels aus. Nur mit viel Glück gelang eine Gleitfluglandung am Flughafen Wien-Schwechat, bei der das Flugzeug irreparabel beschädigt wurde. Von den 142 Insassen wurden 26 verletzt (siehe auch Hapag-Lloyd-Flug 3378).[61]
  • 17. Juli – Patna, Indien. Eine Boeing 737-200 der Alliance Air stürzte während des Landeanflugs in der Nähe des Flughafens in bewohntem Gebiet ab. Die Piloten waren zu hoch angeflogen und verloren anschließend durch falsche Bedienung die Kontrolle über die Boeing. Von den 58 Flugzeuginsassen wurden 55 getötet, ebenso wie 5 Anwohner.
  • 18. Juli – Eine Fokker F28-4000 der Iran Aseman Airlines (EP-PAU) wurde bei der Landung in Ahwaz so schwer beschädigt, dass das Flugzeug abgeschrieben werden musste. In dichtem Nebel war die Maschine nach dem ersten Aufsetzen hochgesprungen, hatte neben der Landebahn wieder aufgesetzt und wurde trotzdem durchgestartet und erneut gelandet. Alle 88 Insassen überlebten.[62]
  • 15. November – Luanda, Angola. Kurz nach dem Start in Luanda stürzte eine Antonow An-24 ab. Dabei starben alle 57 (nach anderen Angaben 45) Insassen.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Stanley Stuart: Emergency, 1999, ISBN 3-924208-18-2
  • Mike Sharpe: Die größten Flugzeugkatastrophen, Bindlach 1998, ISBN 3-8112-1670-8
  • Andrew Brookes: Katastrophen am Himmel, 1994, ISBN 3-7637-5930-1
  • Helmut Kreuzer: Absturz, Die tödlichen Unfälle mit Passagierflugzeugen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (seit 1950), Air Gallery Edition, Erding, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9805934-3-6, (technisch-wissenschaftliche Darstellungen auf Basis der Flugunfalluntersuchungen, drei Unfälle 1991, 2000, 2001)
  • Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten?, Berlin 1990, ISBN 3-341-00545-5
  • Michel Brun: Incident at Sachalin, Four Walls Eight Windows, New York 1995, ISBN 1-56858-054-1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Unfallbericht DC-3 EC-EQH, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  2. Unfallbericht B-707 YR-ABD, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  3. Unfallbericht B-737-300 N388US, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2017.
  4. Unfallbericht Metro III N683AV, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2017.
  5. Unfallbericht B-727 HL7350, Aviation Safety Network (englisch)
  6. Unfallbericht Tristar D-AERI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 28. Januar 2016.
  7. Unfallbericht B-737-200 VT-EFL, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Januar 2019.
  8. Unfallbericht DC-3 D-CCCC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. Januar 2019.
  9. Unfallbericht Beech 1900C N55000, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2017.
  10. Unfallbericht F-28-4000 N485US, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. November 2017.
  11. Unfallbericht Viscount 816 PK-RVU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Dezember 2018.
  12. Unfallbericht Jak-42 B-2755, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 14. Dezember 2018.
  13. Unfallbericht A310 HS-TID, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 14. Dezember 2018.
  14. Unfallbericht Harbin Y-12 II 9N-ACI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 14. Dezember 2018.
  15. Unfallbericht IL-14 B-4211, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 15. August 2016.
  16. Unfallbericht B-727-200 5A-DIA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. August 2018.
  17. Unfallbericht Short 330 VP-LVR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. Januar 2019.
  18. NTSB, offizieller Unfallbericht, American International Airways, Douglas DC-8-61, N814CK, 18. August 1993 (in Englisch), abgerufen am 4. April 2018
  19. Unfallbericht Jak-42 RA-42390, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Juli 2017.
  20. Unfallbericht BAe Jetstream 31 N334PX, Aviation Safety Network, (englisch), abgerufen am 24. März 2016.
  21. Unfallbericht TU-154 B-2610, Aviation Safety Network
  22. Unfallbericht DC-9-31 N954VJ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Oktober 2017.
  23. Unfallbericht HL7296, Aviation Safety Network, (englisch)
  24. Unfallbericht B-737-300 N513AU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. November 2017.
  25. NTSB DCA94MA076, Unfall vom 8. September 1994 in Aliquippa, PA, Boeing B-737-300 (Memento vom 3. Juli 2009 im Internet Archive)
  26. planespotters: Viscount 800 PK-RVU (englisch), abgerufen am 9. Februar 2019.
  27. Unfallbericht F28-1000 EP-PAV, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. Februar 2019.
  28. https://aviation-safety.net/database/record.php?id=19941219-2
  29. Unfallbericht DC-9-14 HK-3839X, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Januar 2019.
  30. Unfallbericht EMB-120 N256AS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Januar 2019.
  31. Unfallbericht Fokker 50 9M-MGH, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Januar 2019.
  32. Unfallbericht AN-24 YR-AMR, Aviation Safety Network, (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  33. Flugunfalldaten und -bericht des Flugunfalles der AN-32 RA-26222 vom 8. Januar 1996 in der Accident Database von Plane Crash Info
  34. Unfallbericht AN-32 RA-26222, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 14. Mai 2017.
  35. http://www.airliners.net/aviation-articles/read.main?id=90 (Memento vom 24. Januar 2016 im Internet Archive)
  36. Unfallbericht DHC-6 N143SA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. Januar 2019.
  37. Unfallbericht DC-9-32 N904VJ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2018.
  38. Unfallbericht DC-6 N313RS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Oktober 2018.
  39. Unfallbericht TU-154 RA-85621, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 1. April 2016.
  40. Unfallbericht DC-3 PH-DDA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 31. Januar 2019.
  41. https://aviation-safety.net/database/record.php?id=19961023-0
  42. Unfallbericht ATR-42 F-GPYE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. November 2015
  43. Unfallbericht HL7468, Aviation Safety Network, (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  44. Jeff Wise: Exclusive: MH370 Pilot Flew a Suicide Route on His Home Simulator Closely Matching Final Flight, (englisch), zuletzt abgerufen 23. Juli 2016.
  45. Unfallbericht AN-32 AfghAF ..., Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Februar 2019.
  46. Unfallbericht B-727-200 YA-FAZ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Februar 2019.
  47. Unfallbericht B-747-400 HL7496, Aviation Safety Network, (englisch)
  48. Unfallbericht MD-11 HB-IWF, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Dezember 2018.
  49. Unfallbericht B-737-200 F-GBYA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Januar 2019.
  50. Unfallbericht B-747-200F F-GPAN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Januar 2019.
  51. Unfallbericht DC-9-83 HL7570, Aviation Safety Network, (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  52. http://www.airsafe.com/events/models/md11.htm
  53. Unfallbericht MD-11 HL7373, Aviation Safety Network, (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  54. Flugunfalldaten und -bericht MD-90 B-17912 im Aviation Safety Network, abgerufen am 10. April 2019 (englisch).
  55. Unfallbericht B-737-200 LV-WRZ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Februar 2019.
  56. Unfallbericht ATR 42 A2-ABB, Gaborone, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 12. August 2018.
  57. Unfallbericht Short 360 HB-AAM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 11. Dezember 2018.
  58. Aircraft Accident Report: Loss of Pitch Control on Takeoff, Emery Worldwide Airlines, Flight 17, McDonnell Douglas DC-8-71F, N8079U, Rancho Cordova, California, February 16, 2000 (PDF), National Transportation Safety Board, August 5, 2003, NTSB/AAR-03/02.
  59. Unfallbericht Xian Y-7-100 B-3479, Aviation Safety Network, (englisch), abgerufen am 15. August 2016.
  60. Unfallbericht B-737-200 7O-ACQ, Aviation Safety Network, (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  61. Unfallbericht A310 D-AHLB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 15. Dezember 2018.
  62. Unfallbericht F28-4000 EP-PAU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. Februar 2019.
  63. Unfallbericht A320 A4O-EK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 11. Dezember 2018.
  64. Unfallbericht B-747-400 9V-SPK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 17. Januar 2019.