Im Jahr 1955 endet die Besatzungszeit in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik, gleichzeitig werden die beiden deutschen Staaten mit der Gründung des Warschauer Pakts bzw. der Aufnahme in die NATO fest in deren Blöcke eingebunden.

1955
Konferenz in Paris, Mai 1955
Mai 1955: Konferenz in Paris zum Beitritt der Bundesrepublik zur NATO
Warschauer Konferenz, Mai 1955
Mai 1955: Konferenz in Warschau zur Gründung des „Warschauer Paktes
Hoshu-Gōdō-Treffen, Juli 1955
Juli 1955: Treffen von Vertretern der japanischen Liberalen und Demokratischen Partei zu deren Zusammenschluss
1955 in anderen Kalendern
Ab urbe condita 2708
Armenischer Kalender 1403–1404
Äthiopischer Kalender 1947–1948
Badi-Kalender 111–112
Bengalischer Kalender 1361–1362
Berber-Kalender 2905
Buddhistischer Kalender 2499
Burmesischer Kalender 1317
Byzantinischer Kalender 7463–7464
Chinesischer Kalender
 – Ära 4651–4652 oder
4591–4592
 – 60-Jahre-Zyklus

Holz-Pferd (甲午, 31)–
Holz-Schaf (乙未, 32)

Französischer
Revolutionskalender
CLXIIICLXIV
163–164
Hindu-Kalender
 – Vikram Sambat 2011–2012
 – Shaka Samvat 1877–1878
Iranischer Kalender 1333–1334
Islamischer Kalender 1374–1375
Japanischer Kalender
 – Nengō (Ära): Shōwa 30
 – Kōki 2615
Jüdischer Kalender 5715–5716
Koptischer Kalender 1671–1672
Koreanischer Kalender
 – Dangun-Ära 4288
 – Juche-Ära 44
Minguo-Kalender 44
Olympiade der Neuzeit XV
Seleukidischer Kalender 2266–2267
Thai-Solar-Kalender 2498

Bundeskanzler Konrad Adenauer erreicht auf seiner Moskaureise die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion und die Heimkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen. Gleichzeitig schließt seine Regierung jedoch die Aufnahme von Beziehungen zur DDR mit der Hallstein-Doktrin aus.

In Montgomery, Alabama wird die Afroamerikanerin Rosa Parks verhaftet, weil sie sich weigert, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen. Der darauffolgende Montgomery Bus Boycott wird zur Geburtsstunde der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Mit dem Zusammenschluss der Liberalen und der Demokratischen Partei entsteht in Japan die Liberaldemokratische Partei, die seitdem mit zwei Unterbrechungen (1993–1994 und 2009–2012) die Regierung stellt.

EreignisseBearbeiten

PolitikBearbeiten

JanuarBearbeiten

FebruarBearbeiten

MärzBearbeiten

AprilBearbeiten

  • 5. April: Winston Churchill tritt aus gesundheitlichen Gründen als Premierminister von Großbritannien zurück.

MaiBearbeiten

JuniBearbeiten

 
Der letzte Satz der „Mainauer Erklärung“ am Otto Hahn-Denkmal in Berlin-Dahlem, Altensteinstr. 48

JuliBearbeiten

AugustBearbeiten

SeptemberBearbeiten

 
Mutter eines Kriegsgefangenen bedankt sich bei Konrad Adenauer nach dessen Rückkehr aus Moskau, 14. September 1955.

OktoberBearbeiten

 
Plaza de Mayo: Bombardierungsopfer

NovemberBearbeiten

  • 6. November: In der Nacht vom 6. zum 7. November findet das von der türkischen Regierung unter Adnan Menderes landesweit inszenierte Pogrom gegen Christen und Juden mit schwersten Menschenrechtsverletzungen und Sachschäden statt.
  • 9. November: Das Bundesverfassungsgericht urteilt, dass in Deutschland lebende Österreicher, die mit dem Anschluss 1938 die deutsche Staatsbürgerschaft bekamen, sie mit der Souveränität Österreichs verloren haben.
  • 12. November: die ersten 101 Freiwilligen der neuen Bundeswehr werden in Bonn von Theodor Blank (Behördenleiter des Amtes Blank; 1955–1956 Verteidigungsminister) vereidigt.
 
Gründungsparteitag der LDP

DezemberBearbeiten

  • 1. Dezember: Rosa Parks wird in Montgomery, Alabama USA verhaftet, weil sich die Afroamerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen.
 
Flagge des Europarates/Europaflagge

WirtschaftBearbeiten

Wissenschaft und TechnikBearbeiten

KulturBearbeiten

Kulturelle ReferenzenBearbeiten

GesellschaftBearbeiten

  • 13. Juli: Die 28-jährige Ruth Ellis ist die letzte Frau in Großbritannien, die als Mörderin am Strang hingerichtet wird.

ReligionBearbeiten

SportBearbeiten

KatastrophenBearbeiten

  • 7. September: Überschwemmungen in Indien, etwa 45 Millionen Menschen obdachlos

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

GeborenBearbeiten

JanuarBearbeiten

  • 01. Januar: Ekrem Al, türkischer Fußballtrainer
  • 01. Januar: Alexandru Athanasiu, rumänischer Politiker und Jurist
  • 02. Januar: Lars Bock, dänischer Handballspieler
  • 04. Januar: Mark Hollis, britischer Musiker, Komponist, Sänger und Songschreiber († 2019)
 
Wolfgang Tiefensee
 
Pietro Parolin
 
Kevin Costner
 
Petra Gerster
 
Nicolas Sarkozy

FebruarBearbeiten

 
John Grisham, 2008
 
Steve Jobs
  • 24. Februar: Alain Prost, französischer Formel-1-Rennfahrer
 
Alain Prost, 2009

MärzBearbeiten

AprilBearbeiten

 
Armin Rohde, 2018
 
Henri, Großherzog von Luxemburg, 2009

MaiBearbeiten

 
Claudia Roth, 2010
 
Doris Dörrie, 2011

JuniBearbeiten

JuliBearbeiten

AugustBearbeiten

 
Heintje, 1970
  • 30. August: Helge Schneider, deutscher Buchautor, Regisseur, Kabarettist, Musiker
  • 31. August: Filip Adwent, polnischer Politiker und MdEP († 2005)
  • 31. August: Edwin Moses, US-amerikanischer Leichtathlet
  • 000August: Jia Daqun, chinesischer Komponist

SeptemberBearbeiten

OktoberBearbeiten

 
Hans-Peter Briegel
  • 28. Oktober: Armin Lemme, deutscher Diskuswerfer († 2021)
  • 28. Oktober: Yves Simoneau, kanadischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor
  • 29. Oktober: Jürgen Grislawski, deutscher Maler und Bildhauer
  • 29. Oktober: Paul Smith, britischer Automobilrennfahrer
  • 30. Oktober: Bernd Riexinger, deutscher Gewerkschafter und Politiker, MdB
  • 31. Oktober: Naji Hakim, französischer Komponist und Organist
  • 000Oktober: Song Xiuyan, chinesische Politikerin

NovemberBearbeiten

 
Billy Idol (1990)

DezemberBearbeiten

Tag unbekanntBearbeiten

GestorbenBearbeiten

JanuarBearbeiten

FebruarBearbeiten

MärzBearbeiten

  • 11. März: Alexander Fleming, britischer Bakteriologe und Nobelpreisträger (* 1881)
  • 11. März: Olaf Hytten, schottischer Schauspieler (* 1888)
  • 11. März: Boško Milenković, jugoslawischer Automobilrennfahrer (* 1909)
  • 12. März: Charlie Parker, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist (Alt-Sax) (* 1920)
  • 12. März: Theodor Plievier, deutscher Schriftsteller (* 1892)
  • 12. März: Leo Wohleb, Staatspräsident des ehemaligen deutschen Bundeslandes Baden (* 1888)
  • 13. März: Karl Müller, deutscher Botaniker und Önologe (* 1881)
  • 14. März: Jenő Fuchs, ungarischer Fechter (* 1882)
  • 14. März: Schamram Kelleciyan, armenische Chansonsängerin (* 1870)
  • 20. März: Larry Crockett, US-amerikanischer Automobilrennfahrer (* 1926)
  • 20. März: Mihály Károlyi, ungarischer Politiker (* 1875)
  • 21. März: Gustav Wilhelm Auler, deutscher Wirtschaftswissenschaftler (* 1883)
  • 22. März: Ernst II., letzter Herzog von Sachsen-Altenburg (* 1871)
  • 22. März: Franz Schütz, deutscher Fußballspieler (* 1900)
  • 23. März: Gustav Ammann, Schweizer Gärtner und Landschaftsarchitekt (* 1885)
  • 24. März: Otto Geßler, deutscher Reichswehrminister (* 1875)
  • 24. März: Paul McNutt, US-amerikanischer Politiker (* 1891)
  • 24. März: Thành Thái, zehnter Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie (* 1879)
  • 25. März: Heinrich Hauser, deutscher Schriftsteller und Fotograf (* 1901)
  • 25. März: Huang Binhong, chinesischer Maler (* 1864)
  • 27. März: Ferdinand Schneider, deutscher Ingenieur, Unternehmer und Erfinder (* 1866)
  • 30. März: Harl McDonald, US-amerikanischer Komponist (* 1899)

AprilBearbeiten

 
Albert Einstein, 1930

MaiBearbeiten

JuniBearbeiten

  • 26. Juni: Engelbert Zaschka, deutscher Oberingenieur, Konstrukteur, Erfinder und Hubschrauberpionier (* 1895)

JuliBearbeiten

AugustBearbeiten

SeptemberBearbeiten

OktoberBearbeiten

NovemberBearbeiten

DezemberBearbeiten

Tag unbekanntBearbeiten

NobelpreiseBearbeiten

Ein Friedensnobelpreis wurde nicht verliehen.

MusikBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: 1955 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das atomare Glück; Wochenzeitung Die Zeit Ausgabe 38/2006, S. 84.
  2. BBC News: Capital claims – A city's struggle 22. April 2003.
  3. The 147 Club (Memento vom 19. Januar 2009 im Internet Archive) Abgerufen am 22. April 2012.
  4. FOCUS Online: Schweiz kippt Verbot für WM-Läufe. Abgerufen am 3. August 2021.