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Paraguay

Staat in Südamerika
Tetã Paraguái (Grn.)
República del Paraguay (Spa.)
Republik Paraguay
Flagge Paraguays
Wappen Paraguays
Flagge Wappen
Wahlspruch: Paz y justicia
(span. „Frieden und Gerechtigkeit“)
Amtssprache Guaraní und Spanisch
Hauptstadt Asunción
Staatsform Republik
Regierungssystem Präsidentielle Demokratie
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Präsident Mario Abdo Benítez
Fläche 406.752[1] km²
Einwohnerzahl 6.943.739[1] (Juli 2017) (105.)
Bevölkerungsdichte 16[2] Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung +1,17 %[3] (2016)
Bruttoinlandsprodukt
  • Nominal
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016[4]
Index der menschlichen Entwicklung 0,702 (110.) (2018)[5]
Währung Guaraní (PYG)
Unabhängigkeit 14./15. Mai 1811 (von Spanien)
Nationalhymne Paraguayos, República o muerte
Nationalfeiertag 15. Mai (Unabhängigkeitstag)
Zeitzone UTC−4
UTC−3 (Sommerzeit)
Kfz-Kennzeichen PY
ISO 3166 PY, PRY, 600
Internet-TLD .py
Telefonvorwahl +595
AntarktikaVereinigtes Königreich (Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln)ChileUruguayArgentinienParaguayPeruBolivienBrasilienEcuadorPanamaVenezuelaGuyanaSurinameKolumbienTrinidad und TobagoCosta RicaEl SalvadorGuatemalaBelizeMexikoJamaikaKubaHaitiDominikanische RepublikBahamasNicaraguaVereinigte StaatenKanadaInseln über dem Winde (multinational)Puerto Rico (zu Vereinigte Staaten)Vereinigtes Königreich (Kaimaninseln)Vereinigtes Königreich (Turks- und Caicosinseln)Vereinigtes Königreich (Bermuda)Frankreich (St.-Pierre und Miquelon)Dänemark (Grönland)IslandIrlandFrankreichSpanienPortugalSpanien (Kanarische Inseln)MarokkoLibyenKap VerdeMauretanienMaliBurkina FasoElfenbeinküsteGhanaLiberiaSierra LeoneGuineaGuinea-BissauGambiaSenegalNigerAlgerienTogoBeninNigeriaKamerunÄquatorialguineaGabunRepublik KongoAngolaNamibiaSüdafrikaLesothoBotswanaSambiaHondurasFrankreich (Französisch-Guayana)Vereinigtes Königreich (Falklandinseln)Paraguay on the globe (South America centered).svg
Über dieses Bild

Paraguay (amtlich: República del Paraguay [re'puβlika ðel pɑɾɑ'ɣwaj]; auf Guaraní: Tetã Paraguái) ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt. Die südliche und südöstliche Landesgrenze wird vom Fluss Paraná gebildet, die südwestliche sowie nordöstliche vom Río Paraguay, der das Land durchquert. Der Name des Flusses, nach dem auch der Staat benannt ist, stammt von der Sprache der Ureinwohner, Guaraní.


Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Paraguay ist, neben dem benachbarten Bolivien, einer der zwei Binnenstaaten des Kontinents Amerika. Im Nordwesten und Norden grenzt es mit 750 km an Bolivien, im Osten mit 1290 km an Brasilien und im Süden und im Westen an Argentinien mit 1699 km. Die gesamte Grenzlänge beträgt 3739 Kilometer. Mit einem Staatsgebiet von knapp 407.000 km² ist das Land ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammengenommen.

LandschaftsbildBearbeiten

Der Río Paraguay durchfließt das Land von Norden nach Süden und gliedert es in zwei naturräumliche Teile, den dünn besiedelten Gran Chaco im Westen, der etwa 60 Prozent der Landesfläche einnimmt und den Oriente, die Ostregion, in der über 97 Prozent der Bevölkerung lebt. Der Gran Chaco ist eine schwach nach Osten geneigte, von 100 Meter im Sumpfland am Río Paraguay allmählich auf 450 Meter am Fuß der Anden ansteigende quartärzeitliche Aufschüttungsebene mit einheitlichem Landschaftscharakter. Er zeichnet sich durch einen Mangel an Süßwasser aus, das Grundwasser ist größtenteils hoch versalzen.[6] Östlich des Río Paraguay erstreckt sich ein in der Cordillera de Caaguazú bis zu 700 Meter hohes subtropisches Tafel- und Bergland, das zu dem von paläozoischen und mesozoischen Sedimenten und mächtigen Basaltdecken, den so genannten Paraná-Basalten bedeckten, präkambrischen Brasilianischen Schild gehört. Es bricht in einer Stufe zur fruchtbaren Paraná-Paraguay-Senke ab, in deren südlichem Teil sich weite Sumpf- und Überschwemmungsgebiete erstrecken. Höchster Berg des Landes ist der Cerro Peró (Cerro Tres Kandú) mit 842 Metern Höhe.

KlimaBearbeiten

 
Klimadiagramm Asunción
 
Klimadiagramm Mariscal Estigarribia

VerwaltungsbezirkeBearbeiten

Paraguay besteht aus 17 Verwaltungsregionen (departamentos) und der Landeshauptstadt Asunción als eigenständiger Kommune.[7] Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf eine Schätzung für Juni 2017[8]:

BolivienArgentinienUruguayBrasilienAlto ParaguayBoquerónPresidente HayesConcepciónAmambaySan PedroCanindeyúCordilleraAsunciónCentralÑeembucúMisionesCaaguazúGuairáAlto ParanáParaguaríCaazapáItapúa 
Departamentos in Paraguay
Nummer Departamento Fläche (km²) Einwohnerzahl Einw. je km² Hauptstadt
I Concepción 18.051 244.100 13,5 Concepción
II San Pedro 20.002 419.600 21,0 San Pedro
III Cordillera 4.948 299.200 60,5 Caacupé
IV Guairá 3.846 220.800 57,4 Villarrica
V Caaguazú 11.474 545.900 47,6 Coronel Oviedo
VI Caazapá 9.496 184.500 19,4 Caazapá
VII Itapúa 16.525 592.000 35,8 Encarnación
VIII Misiones 9.556 123.400 12,9 San Juan Bautista
IX Paraguarí 8.705 254.900 29,3 Paraguarí
X Alto Paraná 14.895 796.700 53,5 Ciudad del Este
XI Central 2.465 2.072.000 840,6 Areguá
XII Ñeembucú 12.147 88.800 7,3 Pilar
XIII Amambay 12.933 164.500 12,7 Pedro Juan Caballero
XIV Canindeyú 14.667 221.600 15,1 Salto del Guairá
XV Presidente Hayes 72.907 121.100 1,7 Villa Hayes
XVI Alto Paraguay 82.349 17.200 0,2 Fuerte Olimpo
XVII Boquerón 91.669 63.000 0,7 Filadelfia
Asunción 117 524.200 4.480,0 Asunción

Wichtige StädteBearbeiten

 
Regierungspalast in Asunción
 
Das alte Kongressgebäude in Asunción, Cabildo

Paraguays größte und wichtigste Stadt ist die Hauptstadt Asunción mit etwa einer Million Einwohner im Ballungsraum, das Zentrum von Verwaltung, Industrie und Handel. Zweitgrößte Stadt ist Ciudad del Este (281.500 Einwohner) nahe der Grenze zu Brasilien und Argentinien, eine schnell wachsende Stadt, die als Einkaufs- und Handelszentrum, aber auch als Metropole des Schmuggels bekannt ist. Weitere wichtige Städte sind: Luque (etwa 244.500 Einwohner), San Lorenzo (etwa 244.000 Einwohner), Capiatá (etwa 232.000 Einwohner), Lambaré (etwa 158.000 Einwohner), Fernando de la Mora (etwa 153.500 Einwohner), Encarnación (etwa 130.000 Einwohner) an der Grenze zu Argentinien, Caaguazú (etwa 119.000 Einwohner), Limpio (etwa 114.000 Einwohner), Ñemby (etwa 110.600 Einwohner), Coronel Oviedo (etwa 108.000 Einwohner), Pedro Juan Caballero (etwa 108.000 Einwohner) im Nordosten an der Grenze zu Brasilien, Itauguá (etwa 106.200 Einwohner) und Mariano Roque Alonso (etwa 101.700 Einwohner).

Zu den mittelgroßen Städten gehört die kleinere Universitätsstadt Villarrica (etwa 66.000 Einwohner). Sie ist landesweit bekannt für ihren großen Karneval, der jährlich die Stadt durchquert.[9] In der Cordillera, dem 3. Bundesland Paraguays, befinden sich zwei erwähnenswerte, kleinere Städte. Zum einen Caacupé, etwa 50 km östlich von Asunción, wo jährlich am 8. Dezember das Fest der Jungfrau von Caacupé mit mehr als zwei Millionen Menschen gefeiert wird. Zum anderen ist die Nachbarstadt Eusebio Ayala durch ihre Geschichte bedeutsam. Diese historische Schul- und Universitätsstadt ist mit ihren 22.000 Einwohnern einer der geschichtlich wichtigsten Orte Paraguays. Hier fand eine vernichtende Schlacht im Tripel-Allianz-Krieg (1865–1870) statt, bei der 20.000 Soldaten mehr als 3.500 paraguayische Kinder, die als Soldaten mit Bärten verkleidet waren, ermordeten. Der am 16. August jährlich stattfindende Aufmarsch von Schulkindern aus dem ganzen Land und die Gedenkstätte am Cerro Cora erinnern noch heute daran, jegliche Akte von Unmenschlichkeit zu unterlassen.


BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung in Paraguay[10]
Jahr Einwohnerzahl
1950 1.473.253
1960 1.902.875
1970 2.474.106
1980 3.180.630
1990 4.213.742
2000 5.302.700
2010 6.209.877
2017 6.811.297
 
Bevölkerungsdichte (Einwohner pro km²)
 
Bevölkerungspyramide Paraguay 2016

Die Bevölkerung wird im Deutschen als Paraguayer bezeichnet.[11] Der überwiegende Teil der Bevölkerung wohnt östlich des Río Paraguay und hier besonders in der Gegend um Asunción sowie nahe der Grenze zu Brasilien. Im Norden und Westen des Landes, der von der Ebene des Gran Chaco eingenommen wird, leben nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup[12] vom Dezember 2012 bezeichnen sich die Einwohner des Landes als die glücklichsten Menschen auf der Erde;[13] auch 2013 lag Paraguay beim subjektiven Glücksgefühl auf dem ersten Platz.[14]

Die Fertilitätsrate pro Frau betrug 2017 1,9 Kinder. Auf 1000 Einwohner kamen im selben Jahr 16,6 Geburten und 4,8 Todesfälle. Das Median-Alter betrug 28,2 Jahre. 24,6 % der Bevölkerung sind unter 15 Jahre und 7,1 % sind über 65 Jahre alt. Das Bevölkerungswachstum lag 2017 bei 1,18 Prozent pro Jahr.[15]

61,6 % der Bevölkerung leben in Städten. Das Land zählt damit zu den am wenigsten urbanisierten Ländern in Südamerika.

EthnienBearbeiten

Knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind Paraguayer, in der Mehrzahl Mestizen, die aus der im Wesentlichen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert erfolgten Verbindung von Guaraní-Indianerinnen mit spanischen Einwanderern hervorgegangen sind. Sporadisch, insbesondere Anfang des 20. Jahrhunderts, kam es zu Einwanderungsschüben aus Europa sowie aus den Nachbarländern Brasilien und Argentinien. Die Zahl der Einwanderungen blieb jedoch im Vergleich zu anderen Ländern in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf geringerem Niveau. Während beispielsweise in Uruguay das durch Migrationsbewegungen ausgelöste Bevölkerungswachstum in jener Phase bei rund 800.000 und dasjenige des Nachbarlandes Argentinien gar bei 4,3 Millionen lag, konnte Paraguay in diesem Zeitraum lediglich ein Plus von 70.000 Menschen aus Zu- und Abwanderung registrieren. Allerdings ist dabei zu beachten, dass in der offiziellen Einwanderungsstatistik nur eine Berücksichtigung der per Schiff und Eisenbahn Eingewanderten stattfand, eine Registrierung der über die Nachbarländer immigrierten Personen erfolgte nicht. So kamen im Zeitraum von 1881 bis 1927 lediglich 27.537 Personen ins Land. Darunter befanden sich 5.372 Reichsdeutsche, 5.240 Italiener und 3.788 Spanier. In der Folgezeit stießen in geringer Zahl Japaner und Slawen sowie eine größere Gruppe Auslandsdeutsche hinzu.

Für den Zeitabschnitt 1927 bis 1930 wurde die Einwanderung 1.303 kanadadeutscher und wenig später 2.008 aus der Sowjetunion stammender Mennoniten verzeichnet. In den 1930er Jahren bewegte sich die Einwanderung nur noch im Bereich weniger hunderter Personen. Lediglich 1.122 aus Deutschland stammende Einwanderer jüdischen Glaubens führten im Jahr 1935 zu einem kurzzeitig ansteigenden Aufkommen. Von 1926 bis 1948 wurden insgesamt 27.872 Zuwanderer, davon etwas mehr als ein Drittel Mennoniten, registriert. Für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wird ein verstärkter Zuzug von Japanern aufgeführt, die sich insbesondere am Alto Paraná bei Encarnación niederließen. Zu Beginn der 1960er Jahre lebten rund 4000 Japaner in Paraguay. Zudem legte die Regierung Paraguays 1959 eine jährliche Quote von 3.500 aufzunehmenden Japanern bei einem beabsichtigten Gesamtzuzug von 85.000 Personen fest.[16]

Es gibt regional bedeutende Minderheiten von Europäern und indigenen Völkern, unter denen die Guaraní die bedeutendste Gruppe sind. Ihre Sprache (Guaraní) – die auch von 80 Prozent der nicht-indigenen Bevölkerung gesprochen wird –, hat laut der Verfassung von 1992 offiziellen Status; neben Spanisch – das bei der Volkszählung im Jahr 2002 nur etwa 11 % der Bevölkerung als Muttersprache nannten. Heute zählt man vier Stämme zur Guaraní-Tupí-Gruppe: Die Avá-Guaraní, die Pãí tavyterá̃ (Caiuá), die Mbyá und die Aché. Die vergleichsweise wenigen schwarzafrikanischen Sklaven, die nach Paraguay kamen, sind inzwischen fast völlig mit den übrigen Bevölkerungsgruppen vermischt.

Im subtropischen Osten leben 1000 bis 1200 Aché-Indianer. Sie gelten als Nachkommen der einstigen Urbevölkerung Ostparaguays. Um 500 v. Chr. wanderten Guaraní-Gruppen aus dem Amazonasgebiet ein, besetzten die an den Flussniederungen liegenden Gebiete, legten dort ihre Pflanzungen an und verdrängten die Vorfahren der Aché in die höher gelegenen Waldgebiete. Insgesamt sind rund 2 Prozent (ca. 112.000 Personen nach dem Zensus von 2012) der indianischen Urbevölkerung zuzurechnen.[17] Diese teilen sich laut dem Zensus von 2012 auf 19 indigene Stämme auf, die neben dem Guaraní noch vier weiteren Sprachfamilien zuzurechnen sind.[18]

Im Jahre 2017 waren 2,4 % der Bevölkerung im Ausland geboren.[19][20]

DeutschstämmigeBearbeiten

Die ersten deutschen Einwanderer kamen bereits 1535 mit den spanischen Eroberern ins Land. Mit der Expedition von Pedro de Mendoza kamen 80 Deutsche an den Río de la Plata. Darunter befand sich auch Ulrich Schmidl, Chronist der Expedition und ein Mitbegründer von Asunción. Die ersten Kolonien bildeten sich 1881 in San Bernardino und 1887 in Nueva Germania. 1919 wurde die Colonia Independencia in der Nähe von Villarrica gegründet.[21] Sie zählt heute etwa 25.000 Einwohner.[22] Zwischen 1930 und 1933 warb die paraguayische Regierung in der deutschen Presse um Einwanderer, besonders Landwirte wurden gesucht. Die meisten kamen aus Baden-Württemberg, Sachsen, Bayern und Österreich.[23]

Von deutschen Auswanderern und von Mennoniten wird häufig Deutsch gesprochen. Letztere verwenden als Umgangssprache jedoch meist einen niederdeutschen Dialekt (Plautdietsch). Dennoch spielt das Standarddeutsche in den mennonitischen Kolonien eine signifikante Rolle: insbesondere als Kirchen-, Schul- und Verwaltungssprache sowie als Sprache der Medien. Nur wenige Deutschstämmige verwenden allerdings Deutsch noch als Muttersprache. Je in etwa zur Hälfte in Ostparaguay und im Chaco wohnt diese zahlenmäßig unbedeutende, aber mit großer Wirtschaftskraft und bestimmten Privilegien ausgestattete Minderheit der deutschsprachigen Mennoniten, die seit 1927 zunächst aus Kanada und später meist aus Russland eingewandert sind. Durch weitere Zuwanderung aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko beläuft sich deren Anzahl inzwischen auf knapp 30.000 Personen. In der brasilianischen Grenzregion leben inzwischen etwa 500.000 portugiesischsprachige Siedler, davon sind 150.000 deutschstämmige Brasilianer aus den Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná. Sie werden auch Brasiguayos genannt. Die Situation der Brasiguayos wird zurzeit wegen der ungleichen Verteilung des Grundbesitzes zu Gunsten der Brasiguayos während der Stroessnerschen Periode in den paraguayischen Medien diskutiert.

Fünf bis sieben Prozent der paraguayischen Bevölkerung sind Einwanderer deutscher Herkunft. Die Volkszählung im Jahr 2002 belegt 1838 (circa 0,035 Prozent der Bevölkerung) in Paraguay lebende Personen, die in Deutschland geboren sind. In der Regierungszeit des deutschstämmigen Diktators Alfredo Stroessner, der von 1954 bis 1989 das Amt des Staatspräsidenten innehatte, sind zehntausende aus Brasilien stammende Deutschbrasilianer eingewandert. Allein in den Jahren 1973/74 waren es 42.000, vor allem in die Departaments Alto Paraná, Itapua, Canendiyú, Caaguazú und San Pedro. Allein in diesen Departaments leben heute weit über 100.000 Deutschbrasilianer in neun Groß- und 45 Randsiedlungen. Ein weiteres Zentrum der Einwanderung liegt in der Nähe von Encarnación um Hohenau herum mit mindestens 30.000–35.000 Deutschbrasilianern. Seit dem Sturz Stroessners im Februar/März 1989 kamen weitere 150.000 Deutschstämmige aus Südbrasilien dazu. Im Jahr 2005 wurde eine neue Kolonie namens Kolonie Neufeld im Department Caazapá gegründet, in der sich deutschstämmige Russen ansiedelten.[24] An der argentinischen Grenze wohnen auch viele polnisch- und ukrainischstämmige Menschen.[25]

SprachenBearbeiten

Sprachen in Paraguay (2002)[26]
Sprache
Sprecher
(erste Sprache)
in
Prozent
Sprecher
(zweite Sprache)
in
Prozent
Sprecher
  insgesamt  
in
Prozent
Guaraní 3.915.089 85,9 % 30.232 0,7 % 3.946.905 86,6 %
Spanisch 506.185 11,1 % 2.655.687 58,3 % 3.170.813 69,6 %
Portugiesisch 53.822 1,2 % 83.288 1,8 % 326.496 7,2 %
Deutsch 13.255 0,3 % 24.471 0,5 % 59.166 1,3 %
Englisch 0 0,0 % 684 0,0 % 97.542 2,1 %
übrige nichtindigene 2.136 0,0 % 33.909 0,7 % 42.246 0,9 %
übrige indigene Sprachen 55.876 1,2 % 2.726 0,1 % 59.165 1,3 %

In Paraguay werden über 20 Sprachen gesprochen.[27] Die folgende Übersicht führt die größten Sprachen gemäß den Ergebnissen der Volkszählung aus dem Jahre 2002 auf. Es konnten pro Person bis zu fünf Sprachen angegeben werden.

ReligionBearbeiten

Wie viele Länder Lateinamerikas ist Paraguay ein mehrheitlich katholisches Land, etwa 90 % der Bevölkerung bekennt sich zu diesem Glauben.[28] Es gibt verschiedene evangelische Gemeinden, zu denen auch die etwa 30.000 meist deutschstämmigen Mennoniten gehören. Über 10.000 Einwohner sind praktizierende Zeugen Jehovas (2015)[29]. In Ciudad del Este gibt es eine muslimische Minderheit, die auf Einwanderer aus dem Libanon zurückgeht.[30] Daneben gibt es auch noch Anhänger indigener Religionen.

GesundheitBearbeiten

Entwicklung der Lebenserwartung in Paraguay[31]
Zeitraum Lebenserwartung in
Jahren
Zeitraum Lebenserwartung in
Jahren
1950–1955 62,8 1985–1990 67,6
1955–1960 63,3 1990–1995 68,5
1960–1965 64,5 1995–2000 69,4
1965–1970 65,1 2000–2005 70,8
1970–1975 66,0 2005–2010 71,8
1975–1980 66,6 2010–2015 72,8
1980–1985 67,1

Öffentliche Gesundheitsausgaben beliefen sich 2014 auf etwa 4,5 % des BIP und private auf etwa 5,3 %.[32][33] 2005 lag die Säuglingssterblichkeit bei 20 pro 1000 Geburten.[33] Im Jahr 2000 betrug die Müttersterblichkeit 150 pro 100.000 Lebendgeburten.[33] Die Lebenserwartung betrug im Zeitraum von 2010 bis 2015 72,9 Jahre (Männer: 70,7 Jahre, Frauen: 74,9 Jahre).[34] 20,3 % der Bevölkerung sind stark übergewichtig. 0,5 % der Bevölkerung waren 2016 HIV-Positiv.[35]

Die Behandlung in den öffentlichen Krankenhäusern ist kostenlos. Der bauliche Zustand und die hygienischen Bedingungen sind jedoch nicht mit denen in wohlhabenden Ländern vergleichbar. Wer es sich leisten kann, hat eine private Krankenversicherung und lässt sich in einem privaten Krankenhaus behandeln.[36][37]

MalariaBearbeiten

Im Juni 2018 hat Paraguay offiziell als erstes Land in Südamerika die Malaria ausgerottet. Im April wurde ihm von der WHO zertifiziert, dass es seit drei Jahren keine Malariainfektionen im Land gab. Die Bekämpfung dieser Krankheit begann in Paraguay 1957 mit der Einrichtung der Anti-Malaria Behörde Senepa.[38][39]

DengueBearbeiten

In manchen Jahren kommt es zu Ausbrüchen von Dengue-Fieber. Davon betroffen sind hauptsächlich Asunción und das benachbarte Departamento Central. Im Jahr 2017 gab es 616 Infektionsfälle, davon aber kein tödlicher. Anfang 2018 kam es erneut zu einem Ausbruch.[40]

BildungBearbeiten

Für Kinder herrscht im Alter von 5 bis 15 Jahren eine Schulpflicht, diese wird aber nicht ausreichend durchgesetzt. Im Land stieg die mittlere Schulbesuchsdauer über 25-jähriger von 5,8 Jahren im Jahr 1990 auf 8,1 Jahre im Jahr 2015 an. Die aktuelle Bildungserwartung beträgt 12,3 Jahre.[41] Ein staatlich geregeltes Ausbildungssystem (servicio nacional de promoción profesional, SNPP[42]) zur Erlangung beruflicher Abschlüsse, etwa im Handwerk oder Handel, besteht nur in Ansätzen. Private Einrichtungen und auch ausländische Nichtregierungsorganisationen, wie etwa das deutsche Kolping-Werk, bieten kostenpflichtige, berufliche Lehrgänge für Jugendliche an. Wegen Qualitätsmängeln der öffentlichen Schulen besuchen Kinder, deren Eltern das Geld aufbringen können, eine der zahlreichen Privatschulen, wie beispielsweise die Goethe-Schule in der Hauptstadt Asunción. Außerdem sind einige wenige öffentliche deutsche Schulen in Paraguay zu finden. Ferner verfügt Paraguay über staatliche und private Universitäten, deren Abschlüsse im Ausland, etwa in Deutschland, oft nicht als gleichwertig anerkannt werden. Das Hochschulwesen in Paraguay ist dreigliedrig für die Geistes- und Sprachwissenschaften sowie einige Naturwissenschaften (licenciatura, postgraduale Master, Promotion), in den Rechts-, Wirtschafts-, Chemie- und Medizinwissenschaften ist es eingliedrig, so dass man mit Abschluss des Studiums den Doktor-(en derecho, en economía, en química, en medicina/odontología/veterinaria) erlangt. Auch die Ingenieurwissenschaften praktizieren die eingliedrige Abschlussvergabe. Einen landesweit allgemein guten Ruf genießt die Universidad Nacional de Asunción (staatlich). In Paraguay werden generell Studiengebühren erhoben.

Die Alphabetisierungsrate betrug 2015 95,6 % der erwachsenen Bevölkerung.[43]

GeschichteBearbeiten

In vorkolumbischer Zeit gehörte das heutige Paraguay zum Siedlungsgebiet der indigenen Stämme der Guaraní (bedeutet „Krieger“) zwischen dem Río de la Plata und dem Orinoco-Delta, dem Atlantik und den Anden. Es kam zu periodischen Wanderungen in unterschiedliche Richtungen auf der Suche nach dem „Land ohne Übel“. Die Wanderungsbewegung der Guaraní nach Westen führte etwa 1513 bis 1518 erneut zum Zusammenstoß mit dem Inkareich. In dieser Zeit verbreiteten sich Gerüchte über Berge und Städte aus Edelmetall im Westen.

Der Spanier Juan de Salazar y Espinoza gründete 1537 die heutige Hauptstadt Asunción. Von 1609 bis 1767 siedelten die Jesuiten einen großen Teil der indigenen Bevölkerung in besonderen Siedlungen, den sogenannten Jesuitenreduktionen, an und missionierten sie, wobei sie sie vor dem Zugriff der Großgrundbesitzer, Sklavenjäger und der spanischen Krone abschirmten. 1811 wurde Paraguay unabhängig, verlor allerdings im Tripel-Allianz-Krieg (1864–1870) einen großen Teil seiner Bevölkerung und seines Territoriums. Im Chacokrieg gegen Bolivien 1932 bis 1935 siegte Paraguay und sicherte sich somit umfangreiche Gebiete im umstrittenen Chaco-Gebiet.

PolitikBearbeiten

Das Frauenwahlrecht wurde 1961 eingeführt.[44] Paraguay wurde 61 Jahre von der Partido Colorado regiert. Die lange Herrschaft hat zu einer engen Verflechtung zwischen den Strukturen des Staates und denen der Partei geführt. In der Klassifizierung von Freedom House gilt das Land denn auch nicht wie mittlerweile die meisten südamerikanischen Staaten als frei, sondern nur als teilweise frei. Eine vollständige Wende hin zur pluralistischen Demokratie, wie sie in anderen Ländern mit Militärdiktaturen in Südamerika stattgefunden hat (z. B. in Brasilien, Chile und Argentinien) ist in Paraguay bislang ausgeblieben.[45]

Am 20. April 2008 fanden in Paraguay Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Fernando Lugo, ehemaliger Bischof und Befreiungstheologe, wurde mit über 40 % der Stimmen zum Präsidenten gewählt; diese einfache Mehrheit reicht für das Präsidentenamt, nicht jedoch für die Mehrheit in den beiden Kammern aus.[46]

Fernando Lugo wurde am 15. August 2008 in das Amt des Präsidenten Paraguays eingesetzt. Unter anderem versprach er, das Elend und die Korruption in dem südamerikanischen Land zu bekämpfen.[47] Am 23. Juni 2012 wurde er vom Senat seines Amtes enthoben.[48]

Zum neuen Präsidenten wurde der Vizepräsident Federico Franco von der Partido Liberal Radical Auténtico ernannt, der die Amtsgeschäfte bis zur Wahl im August 2013 führen sollte. Als Nachfolger im Amt des Vizepräsidenten wurde der Senator Óscar Denis bestimmt.[49] Gegen die Enthebung ist eine Klage Lugos vor dem Obersten Gerichtshof anhängig.

Ende Juni 2012 gab es noch keine abgestimmte Haltung der EU zu dem Machtwechsel.[50] Der Mercosur suspendierte Paraguays Mitgliedschaft infolge der Ereignisse um die Absetzung des Staatspräsidenten vorübergehend bis zu den dortigen Neuwahlen.[51]

Im April 2013 wurde Horacio Cartes mit 45,8 % der Stimmen zum Staatspräsidenten gewählt. Er gehört der Partido Colorado an.[52] Die Amtsübernahme fand am 15. August 2013 statt.[53]

In den Tagen vom 31. März bis 2. April 2017 kam es in der Hauptstadt Asunción zu schweren Unruhen, in deren Verlauf das Parlamentsgebäude in Brand gesteckt wurde. Während der Demonstrationen, die sich gegen den Versuch der Regierungspartei richteten, die in Absprache mit der Opposition ein Gesetz erlassen wollte, so dass der amtierende Präsident Horacio Cartes entgegen der Verfassung hätte wiedergewählt werden dürfen, wurde ein 25-jähriger Oppositionspolitiker der Liberalen Partei von der Polizei erschossen. Die Demonstranten zeigten Schilder mit dem Slogan no + dictatura (Nie wieder Diktatur). Als Konsequenz entließ der Präsident den amtierenden Innenminister Tadeo Rojas und den Polizeichef des Landes Críspulo Sotelo. Nach den Erfahrungen verschiedener lateinamerikanischer Länder mit Diktaturen hatte man auch in Paraguay die Amtszeit eines Präsidenten in der Verfassung auf eine Amtszeit begrenzt. Die Unruhen waren ausgebrochen, als die Kongressabgeordneten der Änderung in der ersten von zwei Kammern zugestimmt hatten.[54][55]

Am 28. Mai 2018 erklärte Horacio Cartes seinen Rücktritt als Staatspräsident.[56] Demgemäß wäre ihm die Vizepräsidentin, Alicia Beatriz Pucheta de Correa, im Amt gefolgt.[57] Am 26. Juni 2018 widerrief Cartes jedoch in einem Brief an Fernando Lugo, den Präsidenten des Nationalkongresses, seinen Rücktritt.[58]

ParlamentBearbeiten

Der Nationalkongress besteht aus einer Abgeordnetenkammer und einem Senat.

ParteienBearbeiten

PräsidentenBearbeiten

AußenpolitikBearbeiten

MilitärBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

 
Río Paraguay
 
Blick auf die paraguayische Stadt Encarnación vom argentinischen Ufer des Río Paraná
 
Rinderzucht auf einer Estancia im Chaco
 
Paraguay hat ausgedehnte Reserven potentiellen Agrarlandes, heute noch weit entfernt von jeder Verkehrsinfrastruktur: Eine Erdstraße im nordwestlichen Chaco (Agua Dulce/Palmar de las Islas)

Paraguay war bis in die 1960er Jahre ein reines Agrarland, aber auch ein Land, das sich viel mit Wasserwirtschaft beschäftigt. Heute noch spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle: 39 Prozent der Bevölkerung arbeitet im Agrarsektor, der 24,9 Prozent zum BIP beiträgt.

Großgrundbesitz prägt nach wie vor die Besitzstruktur, etwa 66 % der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen gehören 10 % der Bevölkerung – ein Merkmal, das für die meisten lateinamerikanischen Staaten typisch ist. Allerdings haben das Forstgesetz Ley 536/95 und die Verabschiedung des Estatuto Agrario im Januar 2002 zu einer deutlichen Verschiebung der Besitzverhältnisse geführt. Heute können alle Großgrundstücke, die nicht zu mindestens 30 % landwirtschaftlich genutzt sind, enteignet werden. Trotzdem ist immer noch etwa ein Drittel der ländlichen Bevölkerung ohne Land. Die Arbeitslosenrate im gesamten Land lag im Jahr 2017 bei 6,5 %.[35] Die Armutsquote liegt 2015 bei 22,2 %, mit großen regionalen Unterschieden. Die ärmsten Departamentos sind Caazapá mit einer Armutsquote von 47,9 %, San Pedro (44,9 %) und Caaguazú (40,1 %). Die geringste Armut gibt es in Presidente Hayes (8,2 %).[59]

Seit den 1970er Jahren entwickelte sich ein industrieller Sektor, der im Jahre 2006 rund 13,9 Prozent zum BIP beitrug. Der Dienstleistungssektor steuerte im selben Jahr (2006) mit 51,4 Prozent den Löwenanteil zum BIP von 9,3 Milliarden US-Dollar bei.

Die Wirtschaftsleistung der beiden binationalen Wasserkraftwerke Itaipú und Yacyretá wurde bis 2009 als nicht im Land erbracht betrachtet und fand keinen Eingang in das BIP. Ab 2010 werden die dem paraguayischen Anteil entsprechenden Erlöse aus den Kraftwerken dem BIP Paraguays zugerechnet. Hierdurch erhöht sich das BIP um gut 9 % (Stand 2010); außerdem löst die Energieerzeugung den Export von Soja als größten Einzelposten des BIP ab.[60]

Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

In der westlichen Landeshälfte, dem Chaco, wird vor allem Weidewirtschaft betrieben, wo Niederschlagsmengen es zulassen (Agua Dulce Region) auch Feldwirtschaft (Sorghum). Im ariden Westen des Chacos sind (Stand Januar 2009) einige großflächige Jatropha-Plantagen projektiert.

In den letzten Jahrzehnten wurde von den Mennoniten die Milchwirtschaft nach europäischen Standards ausgebaut, die nun fest in ihrer Hand ist. Östlich des Paraguay wird vorwiegend Ackerbau betrieben. Hauptanbauprodukte sind Sojabohnen, Maniok, Baumwolle, Zuckerrohr und Getreide. Forstwirtschaftliche Produkte (21 Prozent Paraguays sind mit Wald bedeckt) sind neben Holz Tannin und Petitgrain. Petitgrain ist ein Öl der Bitterorange, das zur Parfümherstellung verwendet wird.

Die Situation des Waldes in Paraguay gilt als unvermindert kritisch. Bei einer Waldzerstörung von 400.000 ha jährlich hat die Waldfläche laut Landwirtschaftsministerium innerhalb von nur 50 Jahren um mehr als 65 % abgenommen. Es gibt praktisch keine unberührten Waldflächen mehr, da auch in Nationalparks illegal abgeholzt wird. Nur 20.000 ha des Naturwaldes werden nach forstlichen Kriterien bewirtschaftet. Dazu gesellen sich noch 43.000 ha Schnellwuchsplantagen, auf denen Neophyten, wie Kiefer, Eukalyptus und Teak hochgezogen werden.

Der Export von Soja als Vorprodukt, nicht nur zu Speiseöl und Mastfutter, sondern auch zu Biokraftstoff spielt eine überaus schnell wachsende Rolle, so dass es inzwischen zu schweren Konflikten zwischen Großgrundbesitzern, die Soja anbauen, auf der einen Seite und der übrigen Bauernbevölkerung auf der anderen Seite kommt. Dabei wurden bis 2007 rund 100.000 Bauern und indigene Gruppen gegen ihren Widerstand umgesiedelt. Zugleich wurden die Waldbestände drastisch reduziert, und, da es sich nicht um Nahrungsmittelproduktion handelt, der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln stark erhöht.[61]

In Paraguay ist ausländischer Grundbesitz in jeder Größe fast ohne Einschränkungen gestattet (nur Staatsbürger Brasiliens, Argentiniens und Boliviens dürfen in bestimmten Grenzregionen kein Land erwerben. Berichte einiger Medien am Jahresende 2008, dass ausländischer Grunderwerb beschränkt werden solle, sind entsprechend falsch und basierten auf einem Missverständnis genau dieser Brasilianer/Grenzregions-Bestimmung).

Bergbau spielt in Paraguay kaum eine Rolle, da die nachgewiesenen Lagerstätten nur in geringem Umfang abgebaut werden. Es gibt Erdöl-, Eisenerz-, Mangan- und Steinsalzlagerstätten.

2014 wurden gewaltige Titanerzvorkommen entdeckt, deren Ausbeutung jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.[62]

IndustrieBearbeiten

Seit den 1970er Jahren verzeichnet der Industriesektor beträchtliche Zuwachsraten und trägt nun 13,9 Prozent zum BIP bei. Die industrielle Produktion beschränkt sich weitgehend auf land- und forstwirtschaftliche Güter. Vorherrschende Zweige sind Holz- und Fleischverarbeitung, Gewinnung pflanzlicher Öle sowie Herstellung von Süßwaren und Fruchtsäften. Darüber hinaus gibt es Textil- und Glasfabriken sowie ein Zement- und Stahlwerk. 22 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Industrie beschäftigt.

Ein Devisenbringer für Paraguay ist das Kraftwerk Itaipú, das bis 2006 das größte Kraftwerk der Welt war. Es wurde in einem Joint-Venture zusammen mit Brasilien erbaut, und gehört den beiden Staaten zu gleichen Teilen. Der vom Kraftwerk Itaipú erzeugte paraguayische Stromanteil, der von Paraguay nicht verbraucht werden kann, musste bis 2011 zu Produktionskosten an Brasilien verkauft werden. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen den beiden Staaten wird der Strom mittlerweile von Brasilien mit dem Marktpreis vergütet. Ähnlich verhält es sich mit dem Wasserkraftwerk Yacyretá, welches sich Paraguay und Argentinien teilen. Über 99 Prozent der elektrischen Energie Paraguays werden in den drei Wasserkraftwerken Itaipú, Yacyretá und Acaray erzeugt. In Spitzenzeiten müssen geringe Mengen Strom aus dem Ausland zugekauft werden.[63]

KenndatenBearbeiten

Außenwirtschaft Paraguays
Exporte nach Importe aus
Land Prozent Land Prozent
Brasilien  Brasilien 44,0 % Argentinien  Argentinien 25,4 %
Uruguay  Uruguay 14,0 % Brasilien  Brasilien 24,5 %
Argentinien  Argentinien 11,0 % Uruguay  Uruguay 3,8 %
Andere 36,0 % Andere 46,3 %

Zwischen den Jahren 1998 und 2002 durchlief Paraguay eine Wirtschaftskrise, welche durch einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts, eine Erhöhung der Staatsverschuldung sowie einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit gekennzeichnet war.

Seit 2003 zeichnet sich eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Lage ab. Zwischen 2003 und 2006 wuchs das BIP um durchschnittlich 3,7 Prozent. Ebenso wird seit 2004 erstmals seit 1995 ein Haushaltsüberschuss erzielt, welcher 2006 bei 0,5 Prozent des BIP lag. Die Staatsverschuldung Paraguays lag Ende 2006 bei 24,1 Prozent des BIP.

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen ist eine Folge der allgemein günstigen wirtschaftlichen Entwicklung in Südamerika, dem Anstieg wichtiger Exportartikel, sowie Konsolidierungsbestrebungen der Regierung Nicanor Duarte Frutos.

Durch die starke Bevölkerungsentwicklung (Wachstum von 2,3 Prozent pro Jahr) sowie die ausgeprägten sozialen Ungleichheiten trägt das Wirtschaftswachstum allerdings nur langsam zur Verbesserung der Lebensbedingungen weiter Teile der Bevölkerung bei.

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegte Paraguay Platz 112 von 137 Ländern (Stand 2017–18).[64] Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegte Paraguay 2017 Platz 80 von 180 Ländern.[65]

Entwicklung der Kenndaten

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (Kaufkraftparität) angeben.[66]

Jahr 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
BIP
(Kaufkraftparität)
8,05 Mrd. 11,58 Mrd. 16,44 Mrd. 23,04 Mrd. 25,58 Mrd. 31,58 Mrd. 34,15 Mrd. 36,92 Mrd. 40,04 Mrd. 38,74 Mrd. 44,35 Mrd. 47,23 Mrd. 47,51 Mrd. 55,05 Mrd. 55,68 Mrd. 61,08 Mrd. 64,34 Mrd. 68,33 Mrd.
BIP pro Kopf
(Kaufkraftparität)
2.556 3.171 3.974 4.824 4.840 5.464 5.804 6.179 6.594 6.281 7.078 7.422 7.353 8.393 8.815 9.041 9.387 9.825
BIP Wachstum
(real)
11,7 % 3,9 % 4,1 % 6,8 % −2,3 % 2,1 % 4,8 % 5,4 % 6,4 % −4,0 % 13,1 % 4,3 % −1,2 % 14,0 % 4,7 % 3,0 % 4,0 % 4,3 %
Inflation
(in Prozent)
22,5 % 24,8 % 38,2 % 13,4 % 8,9 % 6,8 % 9,6 % 8,1 % 10,2 % 2,6 % 4,6 % 8,2 % 3,7 % 2,7 % 5,0 % 3,1 % 4,1 % 3,6 %
Staatsverschuldung
(in Prozent des BIP)
... ... 67 % 18 % 35 % 28 % 21 % 18 % 18 % 18 % 16 % 13 % 16 % 17 % 20 % 24 % 25 % 26 %

StaatshaushaltBearbeiten

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 5,531 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 5,531 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein ausgeglichener Haushalt.[15]

Die Staatsverschuldung betrug 2016 25,5 % des BIP.[15]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

SchattenwirtschaftBearbeiten

Paraguay hat eine durch starke Schattenwirtschaft gekennzeichnete Marktwirtschaft. Die Schattenwirtschaft zeichnet sich durch die Einfuhr von Konsumartikeln und deren Wiederausfuhr in benachbarte, wohlhabende Länder aus, sowie durch die Aktivitäten tausender Kleinstunternehmer und städtischer Straßenhändler.

Wegen der Bedeutung der Schattenwirtschaft sind Wirtschaftsdaten schwer zu erhalten. Ein großer Prozentsatz der Bevölkerung arbeitet im einfachen Dienstleistungssektor, in der Landwirtschaft und dort häufig in Form der Subsistenzwirtschaft.

Nach dem Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index) von Transparency International lag Paraguay 2017 von 180 Ländern zusammen mit Russland, Mexiko, Laos, Kirgisistan, Papua-Neuguinea und der Dominikanischen Republik auf dem 135. Platz, mit 29 von maximal 100 Punkten.[68]

Nach paraguayischem Arbeitsrecht (Kapitel IV, Artikel 151) dürfen Personen ohne Berufsabschluss nicht weniger als 40 % des gesetzlichen Mindestlohnes[69] verdienen.[70]

Größter Marihuana-Produzent Südamerikas

Paraguay ist mit geschätzten 50 000 Tonnen jährlich Südamerikas größter Marihuana- Produzent. Dabei werden allerdings nur ungefähr fünf Prozent im eigenen Land konsumiert, der Rest wird aus dem Land geschmuggelt. 80 Prozent des Marihuanas werden illegal nach Brasilien gebracht, vor allem in die Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo, der Rest geht nach Chile, Argentinien und Uruguay. Die paraguayischen Bauern sind im illegalen Handel wie so oft die Ärmsten. Sie erhalten für ein Kilogramm Marihuana ungefähr 30 Dollar, während der Straßenpreis in Chile bis zu 2800 Dollar beträgt und die Bootscrew pro Schmuggel um die 10 000 Dollar verdient. Im Norden des Landes existieren Gebiete, in denen acht von zehn Familien vom Cannabisanbau leben. Es ergibt sich ein Teufelskreis, denn die Jugendlichen dieser Familien müssen oft früh schon beim Anbau und der Ernte des Rauschmittels mithelfen und können meist nicht zur Schule gehen. Ihnen bleibt dann auch nichts anders übrig, als den Familienbetrieb zu übernehmen und selbst Cannabis zu kultivieren. Paraguay versucht durch Eradikation Felder an der Grenze zu Brasilien zu zerstören und konnte damit auch teilweise Erfolge erzielen. Dennoch tut sich das Land im Kampf gegen die Drogen schwer, vor allem auch durch den Schiffsschmuggel. Da in Uruguay 2013 der Konsum von Cannabis legalisiert wurde, geht auch ein großer Teil des Rauschmittels aus Paraguay in dieses Land, da der Preis für Cannabis aus Paraguay deutlich geringer ist.[71]

TourismusBearbeiten

 
Strand von Encarnación

Der Tourismus spielt im Land eine immer größere Rolle. Im Jahr 2015 kamen 1,28 Millionen ausländische Touristen nach Paraguay. Damit erhöhte sich die Zahl um 97 % im Vergleich zu 2014, was dem Land den ersten Platz im Ranking der Weltorganisation für Tourismus der UN einbrachte.[72] 2016 stieg die Zahl leicht auf 1,3 Millionen und generierte 519 Millionen US-Dollar an Devisen. Der Tourismus lag damit als Devisenbringer an sechster Stelle, nach dem Export von Strom, Sojasamen, Fleisch, Sojamehl und Getreide.[73] Im Jahr 2017 erhöhte sich die Zahl der Touristen zum Vorjahr um 17,5 % und war doppelt so hoch wie das Tourismuswachstum in Südamerika. Es wurden dadurch rund 620 Millionen US-Dollar an Devisen eingenommen. Von den 1,54 Millionen ausländischen Touristen waren 75 % Argentinier, 14,5 % Brasilianer, 1,3 % Uruguayer und jeweils knapp ein Prozent US-Amerikaner, Spanier und Chilenen. In diesen Zahlen sind die 3,5 Millionen Tagesbesucher, die meist nur zum Einkaufen in die grenznahen Orte kommen, nicht mitgerechnet. Zusätzlich betrieben 2,5 Millionen Paraguayer im Land Tourismus. Das beliebteste Reiseziel der Paraguayer sind die Strände von Encarnación und Carmen del Paraná am dort mehrere Kilometer breiten Río Paraná.[74][75][76]

VerkehrBearbeiten

LuftverkehrBearbeiten

 
Aeropuerto Internacional Silvio Pettirossi

In Paraguay gibt es zwei Flughäfen mit Flugverbindungen ins benachbarte Ausland. In der Nähe von Asunción befindet sich auf dem Gebiet von Luque der Aeropuerto Internacional Silvio Pettirossi und in der Nähe von Ciudad del Este der Aeropuerto Internacional Guaraní. Außerdem existieren viele weitere kleinere und größere Flugplätze, jedoch ohne Linienverkehr.

EisenbahnBearbeiten

 
Ehemaliger Hauptbahnhof in Asunción, das älteste Empfangsgebäude des Subkontinents

Das Eisenbahnnetz von Paraguay bestand überwiegend aus der normalspurigen, 370 km langen Strecke von Asunción zum Grenzort Encarnación. Der fahrplanmäßige Personenverkehr wurde 1999, der Güterverkehr der Staatsbahn Ferrocarriles del Paraguay (Fepasa) 2010 und der touristische Verkehr mit dampflokbespannten Zügen 2011 eingestellt. Auf dem Endstück der Strecke von Encarnación über die Grenze nach Argentinien gibt es wieder Güter- und Personenverkehr, letzteres seit 2014.

StraßenverkehrBearbeiten

 
Karte der Nationalstraßen

Paraguay wird von einer Reihe von Nationalstraßen (Rutas) durchzogen, die größtenteils asphaltiert sind. Meist sind die Rutas zweispurig, einige Teilstrecken sind vierspurig und wenige sechsspurig. Im Jahr 2013 hat die Regierung Paraguays mit einer Straßenverbesserungs- und Ausbauaktion begonnen, diese beinhaltet den Bau einer neuen sechsspurigen Autobahn (genannt Autopista Ñu Guazu) in der Hauptstadt Asunción mit Anbindungen an das dortige Verkehrsnetz und auch mit einer Verbindung zur noch in Bau befindlichen Küstenstraße die zusammen einen Ring um die Stadt bilden um den dortigen Verkehr zu entlasten. Außerdem sollen die Ruta 2 und Ruta 7 die momentan nur zweispurig sind, zu vierspurigen Autobahnen ausgebaut werden. Der Straßenkilometer Null liegt in Asunción beim Portikus des Panteón Nacional de los Héroes.

BusverkehrBearbeiten

Der Busverkehr stellt die wichtigste Form des Personentransports innerhalb des Landes sowie von und nach Paraguay dar. Es gibt direkte Verbindungen nach Chile (Santiago), Brasilien (São Paulo, Rio), Argentinien (Buenos Aires, Córdoba), Bolivien (Santa Cruz) und Uruguay (Montevideo).[77]

KulturBearbeiten

MedienBearbeiten

Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Paraguay Platz 110 von 180 Ländern.[78] Laut dem Bericht der Nichtregierungsorganisation ist die Situation der Pressefreiheit im Land „schwierig“.

LiteraturBearbeiten

Über die nationalen Grenzen hinaus wurde für die spanischsprachige Literatur Paraguays der Schriftsteller Augusto Roa Bastos von nachhaltiger Bedeutung. Als Romantiker von regionaler Bedeutung gilt Roberto Villanueva.

Der Anthropologe León Cadogan stellte 1959 eine bedeutende Sammlung überlieferter heiliger Texte im Mbyá-Dialekt des Guaraní unter dem Titel Ayvu Rapyta (etwa: Der Ursprung der Sprache) zusammen.[79] In Guaraní schrieben im 20. Jahrhundert zuerst Félix de Guarania, Carlos Martínez Gamba, Manuel Ortiz Guerrero (1897–1933) und Carlos Federico Abente. In der volkstümlichen Lieddichtung finden sich oft Texte, die in hybridem Spanisch-Guaraní verfasst sind.

MusikBearbeiten

Bezüglich der klassischen Musik ist der Gitarrenvirtuose Agustín Barrios Mangoré (1885–1947) hervorzuheben, der in San Juan Bautista geboren wurde und in ganz Südamerika und Europa erfolgreich als Virtuose, Lehrer und Komponist tätig war.

In Paraguay wird außerdem die folkloristische Musik sehr gepflegt, besonders wichtig ist hierbei die „Polka“. Ein klassisches Folklore-Instrument ist die Harfe. Aus dieser Folklore entwickelte José Asunción Flores die Guarania.

Wie in vielen lateinamerikanischen Ländern ist zurzeit die Cumbia (in Paraguay Cachaca genannt) die wichtigste Form der Populärmusik.

FesteBearbeiten

Der Karneval in der Stadt Encarnación ist der größte des Landes. Er findet an vier Wochenenden hintereinander im Sambódromo statt und zieht jährlich Tausende Touristen an.[80]

Das größte religiöse Fest ist das der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember, der in Paraguay ein Feiertag ist.[81]

Jedes Jahr am 8. September findet in Guarambaré das traditionelle Vito de dinero (Geldregenfest) statt, bei dem vom Kirchturm Banknoten wie Konfetti auf die Menschenmenge geworfen werden.[82]

Ein besonderes Weihnachtsfest wird in Nueva Londres gefeiert. Am 25. Dezember wird die berühmte Fiesta del Tujú veranstaltet. Es beginnt mit einem Rodeo und endet damit, dass sich Hunderte von Einwohnern und Besuchern gegenseitig in den Schlamm werfen und darin tanzen.[83][84][85]

EssenBearbeiten

Zu den typischen, traditionellen paraguayischen Speisen gehören die Chipa, eine Art Donut aus Maniok bzw. Mais und Käse, dem sogar ein nationaler Feiertag gewidmet wurde, und die Sopa paraguaya, ein souffléähnliches Maisbrot.

SportBearbeiten

FußballBearbeiten

 
Gebäude des Südamerikanischen Fußballbundes in Luque

Fußball ist die Hauptsportart Paraguays. Der Vorläufer dieser Sportart wurde bereits in prä-kolumbianischer Zeit von den Guaraní erfunden. Seit 1639 ist das Fußballspiel mit einem Ball aus Hartgummi bei diesen Ureinwohnern schriftlich dokumentiert.[86][87][88]

Die Nationalmannschaft ist in den 1990er Jahren stärker geworden und konnte sich ab 1998 vier Mal in Folge für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren. Für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifizierte sich die Mannschaft als dritter der Südamerikaqualifikation. Als erster der Gruppe F traf sie im Achtelfinale auf Japan und siegte im Elfmeterschießen. Paraguay zog ins Viertelfinale ein und verlor das Spiel gegen Spanien 0:1. Für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien konnte sich Paraguay nicht qualifizieren.

Die beiden populärsten Vereine der nationalen Liga Primera División sind der Club Cerro Porteño und der Club Olimpia. 2011 wurde der Club Nacional Meister der Apertura, und Olimpia der Clausura.

Die bekanntesten paraguayischen Fußballspieler sind Salvador Cabañas, Lucas Barrios, José Luis Chilavert, Roque Santa Cruz, Nelson Valdez, Julio dos Santos und José Saturnino Cardozo.

TennisBearbeiten

Víctor Pecci gewann 1973 das Jugendturnier von Roland Garros und 1979 den Vizetitel in der Profiklasse. Rossana de los Ríos wiederholte den Erfolg von Pecci im Jahre 1992 beim Roland Garros Jugendturnier. Paraguays Davis-Cup-Mannschaft hatte ihre ersten Einsätze im Turnier 1931, kehrte danach aber erst 1982 in den Wettbewerb zurück. Das beste Ergebnis war das Erreichen des Viertelfinales 1983, 1984, 1985 und 1987.

Andere SportartenBearbeiten

Nach Fußball sind Rallyes der Sport mit den meisten Fans. Die traditionsreichste Veranstaltung ist die Trans-Chaco-Rallye, die seit 1971 ausgetragen wird.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b CIA World Factbook, abgerufen am 11. Februar 2015
  2. Gerundet, genauerer Wert 16,48
  3. [1]
  4. [2] (PDF) Internationaler Währungsfonds
  5. [3] United Nations Development Programme (UNDP),
  6. Hydrologie und Wasserwirtschaft tu-braunschweig.de, 2003, abgerufen am 22. Oktober 2018.
  7. Los departamentos del Paraguay y sus capitales. ABC Color, abgerufen am 9. November 2017.
  8. Paraguay: Departments, Major Cities, Towns & Urban Agglomerations - Population Statistics in Maps and Charts. Abgerufen am 5. April 2018 (englisch).
  9. Paraguay: Proyección de la población por sexo y edad, según distrito, revisión 2015 (PDF) pp.19-21 (Memento des Originals vom 16. Oktober 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dgeec.gov.py In: dgeec.gov.py, abgerufen am 7. Oktober 2018.
  10. Quelle: UN: World Population Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 28. Juli 2017.
  11. Duden-Newsletter vom 11. Juni 2010: „Bei Uruguay wird genauso wie bei Paraguay einfach ein -er angehängt. Richtig sind also die Uruguayer sowie die Paraguayer.“
  12. Latin Americans Most Positive in the World. Abgerufen am 31. Oktober 2014.
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  14. Glückliche Österreicher, noch glücklichere Lateinamerikaner. derstandard.at, 23. Mai 2014, abgerufen am 23. Mai 2014.
  15. a b c d e The World Factbook
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  17. Länderinformationen Paraguay. In: Webseite des Auswärtigen Amtes, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  18. Volkszählung 2012, S. 22
  19. Migration Report 2017. UN, abgerufen am 30. September 2018 (englisch).
  20. Origins and Destinations of the World’s Migrants, 1990-2017. In: Pew Research Center's Global Attitudes Project. 28. Februar 2018 (pewglobal.org [abgerufen am 30. September 2018]).
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  24. Establecerán nueva colonia de alemanes en Paraguay abc.com.py, 26. August 2005, abgerufen am 8. Oktober 2018.
  25. Theodor Finke, Leben und Arbeit deutschsprachiger Siedler in Südbrasilien und Paraguay , (Bremen, 1989)
  26. Volkszählung 2002 (Memento des Originals vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/celade.cepal.org
  27. Ethnologue-Report für Paraguay
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  48. spiegel.de 23. Juni 2012: Paraguays Parlament setzt Präsident Lugo ab
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  50. spiegel.de: Aufregung um Niebels Paraguay-Patzer
  51. Mercosur schließt Paraguay aus, APA in derstandard.at vom 29. Juni 2012
  52. Wahlergebnisse – ABC Color
  53. Konservativer Cartes als neuer Präsident Paraguays vereidigt. In: Die Welt. 15. August 2013, abgerufen am 15. August 2013.
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  57. Alicia Pucheta, la jueza de la Corte que renuncia para ser presidenta, Clarín, 30. April 2018.
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