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Víctor Pecci

paraguayischer Tennisspieler
Víctor Pecci Tennisspieler
Víctor Pecci
Nation: ParaguayParaguay Paraguay
Geburtstag: 15. Oktober 1955
Größe: 193 cm
Gewicht: 86 kg
Rücktritt: 1990
Spielhand: Rechts
Preisgeld: 994.408 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 358:243
Karrieretitel: 10
Höchste Platzierung: 9 (21. April 1980)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 194:170
Karrieretitel: 12
Höchste Platzierung: 28 (8. August 1983)
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Víctor Pecci (* 15. Oktober 1955 in Asunción) ist ein ehemaliger paraguayischer Tennisspieler und heutiger Politiker.

LebenBearbeiten

Pecci gewann 1973 das Juniorenturnier der French Open. Er wurde Mitte der 1970er Jahre Tennisprofi und konnte 1976 in Madrid seinen ersten Einzeltitel auf der ATP World Tour erringen. Im selben Jahr gewann er in São Paulo seinen ersten Doppeltitel. 1979 feierte er seinen größten Karriereerfolg im Einzel, als er auf dem Weg ins Finale der French Open den Finalisten des Vorjahres Guillermo Vilas, den Finalisten von 1976 Harald Solomon sowie im Halbfinale Jimmy Connors bezwang und sich am Ende Björn Borg bei dessen viertem French-Open-Sieg in vier Sätzen geschlagen geben musste. 1981 unterlag er im Halbfinale der French Open erneut gegen Borg, der das Turnier anschließend zum sechsten und letzten Mal gewann. Insgesamt gewann er im Laufe seiner Karriere zehn ATP-Einzel- sowie zwölf Doppeltitel. Seine höchste Notierung in der Tennis-Weltrangliste erreichte er 1980 mit Position Neun im Einzel sowie 1983 mit Position 28 im Doppel.

Sein bestes Einzelresultat bei einem Grand Slam-Turnier war die Finalteilnahme bei den French Open 1979. In der Doppelkonkurrenz erreichte er jeweils das Viertelfinale der French Open und der US Open, in Wimbledon stieß er bis ins Achtelfinale vor.

Pecci spielte zwischen 1982 und 1990 27 Einzel- und 18 Doppelpartien für die paraguayische Davis-Cup-Mannschaft. Zusammen mit Francisco González gelang durch Gruppensiege gegen Peru, Uruguay und Ecuador der Sieg in der Südamerika-Gruppe. Im anschließenden Entscheidungsspiel gegen den Sieger der Nordamerika-Gruppe Kanada qualifizierten sie sich für die Weltgruppe, wo sie in den nächsten drei Jahren jeweils ins Viertelfinale vordrangen. Zu seinen größten Erfolgen mit der Mannschaft gehörten Einzelsiege über Andrés Gómez, Yannick Noah und Henri Leconte, sowie ein Sieg über das schwedische Doppel aus Stefan Edberg und Anders Järryd.

Nach dem Ende seiner Profikarriere war Pecci als Teamchef der paraguayischen Davis-Cup-Mannschaft tätig.

Er ist heute Sportminister Paraguays.

TurniersiegeBearbeiten

Legende
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series (2)
ATP International Series Gold
ATP International Series (20)

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 1976 Spanien 1945  Madrid Sand Frankreich  Eric Deblicker 7:5, 7:6, 3:6, 2:6, 6:4
2. 1976 Deutschland Bundesrepublik  Berlin Hartplatz Deutschland Bundesrepublik  Hans-Jürgen Pohmann 6:1, 6:2, 5:7, 6:3
3. 1978 Kolumbien  Bogotá Sand Deutschland Bundesrepublik  Rolf Gehring 6:4, 2:6, 6:3, 6:3
4. 1979 Frankreich  Nizza Sand Australien  John Alexander 6:3, 6:2, 7:5
5. 1979 Ecuador  Quito Sand Spanien 1977  José Higueras 2:6, 6:4, 6:2
6. 1979 Ecuador  Bogotá Sand Spanien 1977  Jairo Velasco 6:3, 6:4
7. 1980 Chile  Santiago de Chile Sand Frankreich  Christophe Freyss 4:6, 6:4, 6:3
8. 1981 Chile  Viña del Mar Sand Spanien 1977  José Higueras 6:4, 6:0
9. 1981 Vereinigtes Konigreich  Bournemouth Sand Ungarn 1957  Balázs Taróczy 6:3, 6:4
10. 1983 Chile  Viña del Mar Sand Chile  Jaime Fillol 2:6, 7:5, 6:4

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 1976 Brasilien 1968  São Paulo Teppich Argentinien  Lito Álvarez Argentinien  Ricardo Cano
Chile  Belus Prajoux
6:4, 3:6, 6:3
2. 1978 Italien  Mailand Teppich Spanien 1977  José Higueras Polen 1944  Wojciech Fibak
Mexiko  Raúl Ramírez
5:7, 7:6, 7:6
3. 1978 Italien  Rom Masters Sand Chile  Belus Prajoux Tschechoslowakei  Jan Kodeš
Tschechoslowakei  Tomáš Šmíd
6:7, 7:6, 6:1
4. 1978 Vereinigte Staaten  Louisville Sand Polen 1944  Wojciech Fibak Vereinigte Staaten  Victor Amaya
Australien  John James
6:4, 6:7, 6:4
5. 1978 Vereinigte Staaten  Boston Sand Ungarn 1957  Balázs Taróczy Schweiz  Heinz Günthardt
Vereinigte Staaten  Van Winitsky
6:3, 3:6, 6:1
6. 1978 Osterreich  Wien Hartplatz Ungarn 1957  Balázs Taróczy Sudafrika 1961  Bob Hewitt
Sudafrika 1961  Frew McMillan
6:3, 6:7, 6:4
7. 1978 Chile  Santiago de Chile Sand Chile  Hans Gildemeister Chile  Álvaro Fillol
Chile  Jaime Fillol
6:4, 6:3
8. 1981 Vereinigtes Konigreich  Bournemouth Sand Argentinien  Ricardo Cano Vereinigtes Konigreich  Buster Mottram
Tschechoslowakei  Tomáš Šmíd
6:4, 3:6, 6:3
9. 1983 Italien  Florenz Sand Paraguay 1954  Francisco González Frankreich  Dominique Bedel
Frankreich  Bernard Fritz
4:6, 6:4, 7:6
10. 1983 Italien  Rom Masters Sand Paraguay 1954  Francisco González Schweden  Jan Gunnarsson
Vereinigte Staaten  Mike Leach
6:2, 6:7, 6:4
11. 1983 Italien  Venedig Sand Paraguay 1954  Francisco González Vereinigte Staaten  Steve Krulevitz
Ungarn 1957  Zoltán Kuhárszky
6:1, 6:2
12. 1985 Vereinigte Staaten  Washington Sand Chile  Hans Gildemeister Australien  David Graham
Ungarn 1957  Balázs Taróczy
6:3, 1:6, 6:4

WeblinksBearbeiten