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Bettina Hagedorn (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Bettina Hagedorn (* 26. Dezember 1955 in Kiel; gebürtig Bettina Siebmann) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen im Kabinett Merkel IV.[1]

Leben und BerufBearbeiten

Bettina Hagedorn wurde in Kiel geboren, wuchs aber in Laboe auf. Nach dem Abitur 1974 in Preetz begann sie ein Studium der Sonderpädagogik und der Biologie an der Universität Hamburg, das sie 1976 abbrach. Stattdessen absolvierte sie eine Ausbildung zur Goldschmiedin, die sie 1980 mit dem Gesellenbrief beendete.

Am 13. Dezember 2013 wurde sie in den Vorstand des Deutschen Kinderhilfswerkes gewählt.

Bettina Hagedorn ist geschieden und hat drei Söhne.

ParteiBearbeiten

Seit 1983 ist sie Mitglied der SPD. Sie gehörte von 1991 bis 2003 dem SPD-Kreisvorstand Ostholstein an, ab 1993 als stellvertretende Kreisvorsitzende. Von 2003 bis 2019 war sie Mitglied im Landesvorstand der SPD Schleswig-Holstein, ab 2007 als stellvertretende Landesvorsitzende.

AbgeordneteBearbeiten

Von 1986 bis 2003 gehörte sie der Gemeindevertretung ihres Wohnortes Kasseedorf an.

Seit September 2002 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und hier seit Januar 2006 stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik der SPD-Bundestagsfraktion.

Bettina Hagedorn war 2002 und 2005 als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Ostholstein in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte sie hier 44,6 % der Erststimmen. Zur Bundestagswahl 2009 wurde sie auf dem Landesparteitag der SPD-Schleswig-Holstein am 2. März auf den zweiten Platz der Landesliste gewählt. Sie erhielt 87 von 100 möglichen Stimmen.[2] Direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises ist seit 2009 Ingo Gädechens von der CDU, während Bettina Hagedorn über die Landesliste in den Bundestag einzog. Im 17. Bundestag nahm sie folgende Funktionen wahr:[3]

Bei der Bundestagswahl 2013 unterlag sie im Bundestagswahlkreis Ostholstein – Stormarn-Nord deutlich mit 37,2 % gegenüber Ingo Gädechens’ 45,8 %, zog aber über die Landesliste wieder in den Bundestag ein.[4] Im 18. Bundestag nahm sie folgende Funktionen wahr:

Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte sie in demselben Wahlkreis 30,8 % der Stimmen und unterlag damit wiederholt dem CDU-Kandidaten Ingo Gädechens (41,5 %).[5] Sie zog über die Landesliste mit Platz 1 in den Bundestag ein.

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Von 1994 bis 1997 war sie stellvertretende Bürgermeisterin und von 1997 bis 2003 Bürgermeisterin von Kasseedorf. Von 2001 bis 2003 war sie außerdem Amtsvorsteherin des Amtes Schönwalde. Für ihre kommunalpolitische Arbeit erhielt sie 2003 die Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein.

PositionenBearbeiten

Hagedorn setzt sich für einen Stopp des Großprojektes Feste Fehmarnbeltquerung ein. Sie warf der Deutschen Bahn 2016 vor, die Instandhaltung der Fehmarnsundbrücke („Kleiderbügel“) bewusst vernachlässigt zu haben, weil sie auf eine vom Bund finanzierte neue Brücke im Rahmen der Hinterlandanbindung der Sundbrücke gesetzt habe.[6][7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. NDR: Hagedorn wird Staatssekretärin in Berlin. Abgerufen am 26. März 2018.
  2. Hamburger Abendblatt Online vom 24. März 2009
  3. Deutscher Bundestag, Abgeordnetenbiografie Bettina Hagedorn (Memento des Originals vom 19. April 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de
  4. Wahlkreisergebnis 2013 (Memento des Originals vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de
  5. Wahlkreisergebnis 2017
  6. Feste Querung – NEIN DANKE! – Bettina Hagedorn. In: www.bettina-hagedorn.de. Abgerufen am 20. Mai 2016.
  7. Sund: Brücke oder Tunnel – Schlagabtausch im fernen Berlin. In: Lübecker Nachrichten. Abgerufen am 31. Dezember 2017.