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Jan Fedder

deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
Jan Fedder vor dem Hamburger Michel, 2010

Jan Fedder (* 14. Januar 1955 in Hamburg) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Bekannt ist er für die Darstellung norddeutscher Charaktere.

LebenBearbeiten

Fedder wuchs als Sohn eines Kneipenbesitzers und einer Tänzerin in Hamburg-St. Pauli auf. Seine Eltern schlossen die Kneipe regelmäßig um 18 Uhr; so sollten die Söhne Jan und Oliver nicht mit betrunkenen Seeleuten und Prostituierten zusammenkommen. Er absolvierte eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, übte diesen Beruf aber nie aus.

Mit sieben Jahren sang Fedder als Knabensopran im Chor des Hamburger Michel. Vor seiner Schauspielausbildung, die er mit zehn Jahren begann, nahm er einige Jahre Ballett­unterricht, wechselte aber später ins Schauspielfach. Im Alter von 13 Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne und vor der Kamera (für die Serie Reisedienst Schwalbe). 19 Jahre lang spielte er im Kinder- und Jugendtheater Klecks und wirkte im Ernst-Deutsch-Theater in Stücken von Shakespeare und Goethe mit.

Seit 2007 engagiert sich Fedder als sogenannter „Bootschafter“ für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.[1]

In seiner Freizeit lebt er auf einem Bauernhof in Ecklak im Kreis Steinburg, den er ab 1997 restauriert hat.

Jan Fedder und seine Frau Marion sind seit 2000 verheiratet. Im Herbst 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms diagnostiziert, in dessen Folge er das Rauchen aufgab, sich einer strahlentherapeutischen Behandlung unterzog und ein Jahr beruflich pausierte.[2] Im Jahr 2019 gab er in einem Interview bekannt, dass er seit längerem auf einen Rollstuhl angewiesen ist.[3]

KarriereBearbeiten

Nach kleineren Fernsehauftritten 1979 und 1980 war seine erste größere Rolle die des ‚Pilgrim‘ in dem Film Das Boot. In den darauf folgenden Jahren spielte er in vielen, hauptsächlich norddeutschen Fernsehproduktionen mit, bis er 1990 schließlich beim Großstadtrevier die Rolle des Polizisten ‚Dirk Matthies‘ übernahm. Außerdem spielt er eine der beiden Hauptrollen, die des ‚Kurt Brakelmann‘, in der norddeutschen Serie Neues aus Büttenwarder neben seinem Schauspielkollegen Peter Heinrich Brix als ‚Arthur Tönnsen‘. Jener spielte auch im Großstadtrevier eine Hauptrolle, nämlich die des ‚Lothar Krüger‘. Fedder spielte für die ARD auch in Verfilmungen nach Stoffen von Siegfried Lenz. Im Kino war er 2009 in Fatih Akins Komödie Soul Kitchen zu sehen.

Nebenher ist Fedder seit den 1970er Jahren hin und wieder auch als Synchronsprecher tätig, so unter anderem in Brust oder Keule und als ‚Herbert‘ in den Werner-Filmen.

Als Ausgleich zu seiner Arbeit als Schauspieler betätigt er sich als Leadsänger der Band Big Balls, mit der er 1998 die CD Aus Bock und 2004 die CD Fedder geht’s nicht veröffentlichte.

FilmografieBearbeiten

DiskografieBearbeiten

  • 1998 CD mit den Big Balls Aus Bock
  • 2004 CD mit den Big Balls Fedder geht’s nicht

Bei Werner – Volles Rooäää!!! gab er dem Rocker Herbert seine Stimme. Im Film Werner – Beinhart! hat er diversen Figuren seine Stimme geliehen. Jan Fedder wirkt auch bei Hörspielen mit.

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jan Fedder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jan Fedder ist seit 2007 „Bootschafter“ (Memento des Originals vom 14. September 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dgzrs.de Offizielle Webseite der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
  2. Krebs-Erkrankung: Jan Fedder kehrt rauchfrei ans Set zurück. Bei: Spiegel Online, 14. April 2013, abgerufen am 12. November 2018
  3. "Großstadtrevier"-Star Jan Fedder: Er sitzt im Rollstuhl. Abgerufen am 9. Juni 2019.