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Anton Wurzer (* 1. August 1893 in Altenstadt an der Waldnaab; † 5. Januar 1955 in Amberg) war ein deutscher Lehrer, seit 1939 Mitglied beim Bamberger Dichterkreis und bekannter Oberpfälzer Mundart- und Heimatdichter.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Anton Wurzer wurde geboren als Sohn eines Beamten in Altenstadt an der Waldnaab. Als er zwei Jahre war, wurde sein Vater nach Weiden versetzt, wo die Familie fortan auch wohnte. Nach Schule, Ausbildung und diversen Einsätzen im Ersten Weltkrieg, in dem er als Freiwilliger teilnahm und auch schwer verwundet wurde, beendete er nach dem Krieg seine Lehrerausbildung und war als Lehrer in Pleystein, später in Amberg tätig.

Er selbst bezeichnete Hermann Hesse als seinen Dichtervater. Seine Lyrik kommt ohne die in der NS-Zeit obligatorischen Lob- und Preisgedichte an Führer, Volk und Vaterland aus. So ist die öffentliche Beachtung seiner Gedichte auch eher gering. Wurzers Lyrik ist unpolitisch, wenn man Begriffe wie „Erde“ und „Heimatverbundenheit“ nicht zwingend mit nationalsozialistischen Gedankengut verbindet. Auch weigerte er sich die neue amtliche Bezeichnung „Bayerische Ostmark“ für die Oberpfalz zu gebrauchen.

Wurzer verstarb zurückgezogen am 5. Januar 1955 in Amberg und wurde auch dort bestattet. Im Jahr 1980 wurden die sterblichen Überreste in seinen Geburtsort Altenstadt überführt. An seinem Geburtshaus wurde eine Gedenktafel angebracht.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Zwischen Steinen und Sternen. 1932
  • Gottes Orgel geht durch den Wald. 1940
  • Steinpfälzer Schelmenspiegel. 1952 (Anton Wurzers bekanntestes Werk)
  • Amberger Mär. o. J.

EhrungenBearbeiten

  • 1953: Max-Reger-Medaille der Stadt Weiden in der Oberpfalz
  • Gedenktafel an seinem Geburtshaus in Altenstadt an der Waldnaab
  • Straßenbenennungen in verschiedenen Orten der Oberpfalz

LiteraturBearbeiten

  • Hermann Neubauer: Begegnung mit einem Dichter. In: Die Oberpfalz, 1958, S. 6–8
  • Karl Winkler: Literaturgeschichte des oberpfälzischen Stammes. 1939.
  • Jutta Romeis: Der Bamberger Dichterkreis, 1936–1943. S. 225–229.

WeblinksBearbeiten