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Andrew Hedges

Britischer Autorennfahrer und Bobfahrer

Aktivitäten abseits des MotorsportsBearbeiten

Andrew Hedges war der Sohn eines lokalen Fleischhauers. Er ging schon während des Zweiten Weltkriegs auf Privatschulen und studierte nach dem Krieg in Cambridge. Nach seiner Studienzeit diente er einige Zeit in einer Household Cavalry der British Army.

In den 1950er-Jahren arbeitete er als Fahrzeughändler in London und lebte dann einige Jahre in der Schweiz. Dort kam er mit dem Bobsport in Berührung und war Mitglied der britischen Bobmannschaft bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck. Nach dem Ende seiner Rennkarriere arbeitete er bis zu seinem Tod als Experte bei der Erschließung von Rohstofflagerstätten in Asien und im Mittleren Osten.

Karriere im MotorsportBearbeiten

Hedges bestritt schon in den späten 1950er-Jahren sporadisch Autorennen und begann 1960 mit einer ernsthaften Rennkarriere. Er erwarb einen Austin-Healey Sebring Sprite und ging damit unter anderem beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring und beim 1000-km-Rennen von Paris an den Start. Beim Coupes de Paris auf dem Autodrome de Linas-Montlhéry feierte er seinen ersten Rennsieg[1].

Dieser ersten Erfolge brachten ihm 1962 einen Werksvertrag bei MG, dem Automobilhersteller seiner Heimatstadt, ein. Bis zum Ende seiner Karriere 1973 blieb er dem britischen Sportwagenbauer verbunden und bestritt das Gros seiner Renneinsätze mit MG-Rennversionen. 1962 gab er auch sein Debüt beim 12-Stunden-Rennen von Sebring und 1964 das in Le Mans. In Le Mans war die beste Platzierung im Schlussklassement der elfte Rang 1965, mit Paddy Hopkirk als Partner im MG MGB Hardtop. In Sebring wurde er 1968 Zehnter und feierte 1965 einen Klassensieg. Ein solcher gelang ihm auch 1964 beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring.

1969 war er Fahrer des letztlich erfolglosen Unipower-Projekts und versuchte sich 1970 im Ford GT40. Nach dem 18. Endrang bei der Targa Florio 1973[2] trat er vom aktiven Rennsport zurück.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1964 Vereinigtes Konigreich  British Motor Corporation MG MGB Hardtop Vereinigtes Konigreich  Paddy Hopkirk Rang 19
1965 Vereinigtes Konigreich  British Motor Corporation MG MGB Hardtop Vereinigtes Konigreich  Paddy Hopkirk Rang 11
1966 Vereinigtes Konigreich  Donald Healey Motor Company Austin-Healey Sprite Le Mans Vereinigtes Konigreich  Paddy Hopkirk Ausfall Zylinderkopfdichtung
1967 Vereinigtes Konigreich  Donald Healey Motor Company Austin Healey Sprite Le Mans Vereinigtes Konigreich  Clive Baker Rang 15
1968 Vereinigtes Konigreich  Donald Healey Motor Company Healey SR Vereinigtes Konigreich  Clive Baker Ausfall Kupplungsschaden
1970 Vereinigtes Konigreich  Donald Healey Motor Company Healey SR XR37 Vereinigtes Konigreich  Roger Enever Ausfall Zündungsschaden

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1962 Vereinigte Staaten  Ecurie Safety Fast MGA Vereinigtes Konigreich  Jack Sears Rang 16
1965 Vereinigtes Konigreich  British Motor Corp. MG Midget Vereinigtes Konigreich  Roger Mac Rang 26 und Klassensieg
1966 Vereinigtes Konigreich  British Motor Co MGB Vereinigtes Konigreich  Paddy Hopkirk Ausfall Pleuel
1967 Vereinigtes Konigreich  British Motor Corp. MGB GT Vereinigtes Konigreich  Paddy Hopkirk Rang 11
1968 Vereinigtes Konigreich  British Motor Company MGC Vereinigtes Konigreich  Paddy Hopkirk Rang 10
1969 Vereinigtes Konigreich  British Leyland Motor Corporation MGC GT Vereinigtes Konigreich  Paddy Hopkirk Rang 15
1970 Vereinigtes Konigreich  Trevor Graham Ford GT40 Vereinigtes Konigreich  Piers Forester Ausfall Motorschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1961 Andrew Hedges Austin-Healey Sprite Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  PES
32
1962 Ecurie Safety Fast MGA Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  MAI Italien  TAR Deutschland  BER Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Frankreich  TAV Italien  CCA Vereinigtes Konigreich  RTT Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
16
1963 Richard Jacobs
BMC
MG Midget
MGB
Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Belgien  SPA Italien  MAI Deutschland  NÜR Italien  CON Deutschland  ROS Frankreich  LEM Italien  MON Deutschland  WIS Frankreich  TAV Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Italien  MON Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI
13 15 DNF
1964 Dick Jacobs
BMC
Andrew Hedges
MG Midget
MGB
Aston Martin DB4
Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Italien  MON Belgien  SPA Italien  CON Deutschland  NÜR Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
24 19 4 DNF DNF
1965 BMC MG Midget Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  BOL Italien  MON Italien  MON Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Italien  MUG Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Italien  BOZ Deutschland  FRE Italien  CCE Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI
26 11 27 11
1966 BMC
Julian Vernaeve
Healey Motor
MGB
Austin-Healey Sprite
Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MUG Italien  CCE Deutschland  HOK Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Osterreich  ZEL
DNF 19 12 DNF DNF 11
1967 BMC
Healey Motor
MGB
Austin-Healey Sprite
Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Deutschland  HOK Italien  MUG Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  CCE Osterreich  ZEL Schweiz  OVI Deutschland  NÜR
11 DNF 15 DNF
1968 BMC
Fawdington & Ramsay
Healey Motor
MGC
Lotus 47
MGB
Healey SR
Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Deutschland  NÜR Belgien  SPA Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL Frankreich  LEM
10 13 12 DNF
1969 Leyland MGC Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL
15
1970 Trevor Graham
Healey Motor
Ford GT40
Healey SR XR37
Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL
DNF DNF DNF
1973 Comstock Porsche Carrera RS Vereinigte Staaten  DAY Italien  VAL Frankreich  DIJ Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
18

LiteraturBearbeiten

  • Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909-413-06-3.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Coupes de Paris 1960
  2. Targa Florio 1973