Hauptmenü öffnen

12-Stunden-Rennen von Sebring 2013

Sebring International Raceway, Sebring, Florida, USA
Das DeltaWing Coupé fiel früh im Rennen aus
Audi R18 e-tron quattro
Rebellion-Racing-Lola B12/60

Das 61. 12-Stunden-Rennen von Sebring, auch 61st Mobil 1 Twelve Hours of Sebring presented by Fresh from Florida, Sebring International Raceway, fand am 16. März 2013 auf dem Sebring International Raceway statt und war der erste Wertungslauf der ALMS-Saison 2013.

Vor dem RennenBearbeiten

Nach nur einem Jahr als Wertungslauf der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft verlor Sebring 2013 wieder den Status eines Weltmeisterschaftslauf. Daher zählte das Rennen 2013 nur zur American Le Mans Series. In diesem Jahr waren auch zum bislang letzten Mal LMP1-Fahrzeuge in Sebring am Start.

Das RennenBearbeiten

Obwohl keine Weltmeisterschaftspunkte vergeben wurden, war Audi ein letztes Mal mit dem Audi R18 e-tron quattro gemeldet. Die beiden Rennwagen wurden von den Fahrertrios Benoît Tréluyer/Marcel Fässler/Oliver Jarvis und Tom Kristensen/Allan McNish/Lucas di Grassi pilotiert. Im Wagen mit der Nummer 1 ersetzte Jarvis den unabkömmlichen André Lotterer. Bei der Nummer 2 kam di Grassi für den zurückgetretenen Rinaldo Capello dauerhaft ins Team. Zwei weitere LMP1-Wagen kamen von Rebellion Racing aus der Schweiz. Die beiden von einem Toyota-3,4-Liter-V8-Motor angetriebenen Lola B12/60 wurden von Nick Heidfeld, Nicolas Prost, Neel Jani, Andrea Belicchi, Mathias Beche und Cheng Congfu gefahren. Dyson Racing meldete einen weiteren Lola B12/60, der im Unterschied zu den Rebellion-Wagen einen 2-Liter-4-Zylinder-Reihenmotor von Mazda hatte, der mit Biobutanol betrieben wurde.

Interessantestes Fahrzeug dieser Le-Mans-Prototypen-Klasse war der DeltaWing. Der DeltaWing wurde entwickelt, um die Aerodynamik eines Fahrzeuges erheblich zu optimieren und damit die Geschwindigkeit auf den Geraden und in den Kurven zu verbessern. Wie der Name andeutete, hatte er eine Deltaflügel-Form, mit einer ungewöhnlich engen Spur vorne (0,60 m) und einer eher traditionellen Spur hinten (1,70 m). An dem Fahrzeug fehlten jegliche vordere oder hintere Flügel, der Abtrieb wurde aus dem Unterboden erzeugt. Angetrieben wurde er durch einen Vierzylinder-Turbomotor mit Direkteinspritzung (1.600 cm³, 300 PS) des japanischen Herstellers Nissan. Der Motor lieferte ein konstantes Drehmoment von 310 Nm bei 4000 bis 6750 Umdrehungen pro Minute. Das Gaspedal wurde per Drive-by-Wire angesteuert.

Im Rennen waren die beiden Audis ohne Gegner, allerdings war der Zieleinlauf knapp. Nur 7,6 Sekunden trennte die siegreiche Nummer 1 vom Schwesterauto. In der Frühphase erhielt Allan McNish nach einer Kollision mit einem LMPC-Wagen eine 60-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, die letztlich rennentscheidend war. Das Fahrer-Trio konnte den Rückstand bis zum Schluss zwar fast wieder wett machen, zum Sieg reichte es aber nicht. Mit sechs Runden Rückstand wurde der problemlos laufende Rebellion-Toyota von Heidfeld, Prost und Jani Gesamtdritter.

ErgebnisseBearbeiten

SchlussklassementBearbeiten

Pos. Klass Nr. Team Fahrer Fahrzeug Runden
1 LMP1 1 Deutschland  Audi Sport Team Joest Frankreich  Benoît Tréluyer
Schweiz  Marcel Fässler
Vereinigtes Konigreich  Oliver Jarvis
Audi R18 e-tron quattro 364
2 LMP1 2 Deutschland  Audi Sport Team Joest Danemark  Tom Kristensen
Vereinigtes Konigreich  Allan McNish
Brasilien  Lucas di Grassi
Audi R18 e-tron quattro 364
3 LMP1 12 Schweiz  Rebellion Racing Deutschland  Nick Heidfeld
Frankreich  Nicolas Prost
Schweiz  Neel Jani
Lola B12/60 359
4 LMP1 6 Vereinigte Staaten  Muscle Milk Pickett Racing Deutschland  Klaus Graf
Deutschland  Lucas Luhr
Frankreich  Romain Dumas
HPD ARX-03c 358
5 LMP1 13 Schweiz  Rebellion Racing Italien  Andrea Belicchi
Schweiz  Mathias Beche
China Volksrepublik  Cheng Congfu
Lola B12/60 354
6 LMP2 551 Vereinigte Staaten  Level 5 Motorsports Vereinigte Staaten  Scott Tucker
Vereinigtes Konigreich  Marino Franchitti
Australien  Ryan Briscoe
HPD ARX-03b 346
7 LMP2 552 Vereinigte Staaten  Level 5 Motorsports Vereinigte Staaten  Ryan Hunter-Reay
Vereinigte Staaten  Scott Tucker
Frankreich  Simon Pagenaud
HPD ARX-03b 345
8 LMP2 41 Vereinigtes Konigreich  Greaves Motorsport Vereinigtes Konigreich  Tom Kimber-Smith
Deutschland  Christian Zugel
Vereinigte Staaten  Éric Lux
Zytek Z11SN 342
9 LMPC 52 Vereinigte Staaten  PR1 Mathiasen Motorsports Kanada  David Ostella
China Volksrepublik  David Cheng
Vereinigte Staaten  Mike Guasch
Oreca FLM09 336
10 LMPC 8 Kanada  BAR1 Motorsports Kanada  Kyle Marcelli
Kanada  Chris Cumming
Schweden  Stefan Johansson
Oreca FLM09 336
11 LMPC 500 Vereinigte Staaten  Performance Tech Motorsports Vereinigte Staaten  Tristian Nunez
Vereinigte Staaten  Charlie Shears
Danemark  David Heinemeier Hansson
Oreca FLM09 335
12 LMPC 9 Vereinigte Staaten  RSR Racing Brasilien  Bruno Junqueira
Venezuela  Alex Popow
Vereinigte Staaten  Duncan Ende
Oreca FLM09 335
13 LMP2 02 Vereinigte Staaten  Extreme Speed Motorsports Vereinigte Staaten  Anthony Lazzaro
Vereinigte Staaten  Ed Brown
Vereinigte Staaten  Johannes van Overbeek
HPD ARX-03b 335
14 LMPC 05 Vereinigte Staaten  Core Autosport Vereinigte Staaten  Jon Bennett
Vereinigte Staaten  Colin Braun
Kanada  Mark Wilkins
Oreca FLM09 334
15 GT 4 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin
Vereinigte Staaten  Tommy Milner
Vereinigtes Konigreich  Richard Westbrook
Chevrolet Corvette C6 ZR1 333
16 GT 62 Vereinigte Staaten  Risi Competizione Italien  Gianmaria Bruni
Monaco  Olivier Beretta
Italien  Matteo Malucelli
Ferrari 458 Italia 333
17 GT 17 Deutschland  Team Falken Tire Deutschland  Wolf Henzler
Vereinigte Staaten  Bryan Sellers
Vereinigtes Konigreich  Nick Tandy
Porsche 997 GT3 RSR 332
18 GT 55 Vereinigte Staaten  BMW Team RLL Vereinigte Staaten  Bill Auberlen
Belgien  Maxime Martin
Deutschland  Jörg Müller
BMW Z4 GTE 330
19 GT 91 Vereinigte Staaten  SRT Motorsports Belgien  Marc Goossens
Vereinigtes Konigreich  Ryan Dalziel
Deutschland  Dominik Farnbacher
SRT Viper GTS-R 329
20 GT 48 Vereinigte Staaten  Paul Miller Racing Deutschland  Marco Holzer
Vereinigte Staaten  Bryce Miller
Osterreich  Richard Lietz
Porsche 997 GT3 RSR 329
21 LMPC 7 Vereinigte Staaten  BAR1 Motorsports Vereinigte Staaten  Rusty Mitchell
Vereinigte Staaten  Tomy Drissi
Vereinigte Staaten  Chapman Ducote
Oreca FLM09 326
22 GT 56 Vereinigte Staaten  BMW Team RLL Deutschland  Dirk Müller
Vereinigte Staaten  Joey Hand
Vereinigte Staaten  John Edwards
BMW Z4 GTE 321
23 GT 97 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Racing Vereinigtes Konigreich  Darren Turner
Deutschland  Stefan Mücke
Brasilien  Bruno Senna
Aston Martin Vantage V8 318
24 GTC 22 Vereinigte Staaten  Alex Job Racing Niederlande  Jeroen Bleekemolen
Vereinigte Staaten  Cooper MacNeil
Sudafrika  Dion von Moltke
Porsche 997 GT3 Cup 315
25 GTC 45 Vereinigte Staaten  Flying Lizard Motorsports Vereinigte Staaten  Spencer Pumpelly
Venezuela  Nelson Canache
Vereinigte Staaten  Brian Wong
Porsche 997 GT3 Cup 315
26 GTC 30 Vereinigte Staaten  NGT Motorsports Vereinigtes Konigreich  Sean Edwards
Vereinigte Staaten  Henrique Cisneros
Deutschland  Marco Seefried
Porsche 997 GT3 Cup 314
27 GTC 11 Vereinigte Staaten  JDX Racing Belgien  Jan Heylen
Vereinigte Staaten  Jon Fogarty
Vereinigte Staaten  Mike Hedlund
Porsche 997 GT3 Cup 314
28 GTC 27 Vereinigte Staaten  Dempsey Del Piero Racing Vereinigte Staaten  Andy Lally
Vereinigte Staaten  Patrick Dempsey
Vereinigte Staaten  Joe Foster
Porsche 997 GT3 Cup 311
29 GTC 10 Vereinigte Staaten  Dempsey Del Piero Racing Vereinigte Staaten  Andrew Davis
Vereinigte Staaten  Bob Faieta
Vereinigte Staaten  Michael Avenatti
Porsche 997 GT3 Cup 311
30 GTC 99 Vereinigte Staaten  Competition Motorsports Vereinigte Staaten  Lawson Aschenbach
Vereinigte Staaten  David Calvert-Jones
Vereinigte Staaten  Eric Curran
Porsche 997 GT3 Cup 309
31 GTC 44 Vereinigte Staaten  Flying Lizard Motorsports Deutschland  Pierre Ehret
Schweiz  Alexandre Imperatori
Vereinigte Staaten  Brett Sandberg
Porsche 997 GT3 Cup 309
32 GT 007 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Racing Portugal  Pedro Lamy
Kanada  Paul Dalla Lana
Vereinigte Staaten  Billy Johnson
Aston Martin Vantage V8 307
33 GT 93 Vereinigte Staaten  SRT Motorsports Vereinigte Staaten  Tom Kendall
Vereinigte Staaten  Jonathan Bomarito
Kanada  Kuno Wittmer
SRT Viper GTS-R 303
34 GTC 31 Vereinigte Staaten  NGT Motorsport Polen  Kuba Giermaziak
Vereinigte Staaten  Carlos Gomez
Deutschland  Mario Farnbacher
Porsche 997 GT3 Cup 301
35 LMPC 81 Vereinigte Staaten  DragonSpeed Mishumotors Deutschland  Pierre Kaffer
Deutschland  Mirco Schultis
Deutschland  Patrick Simon
Oreca FLM09 286
36 LMP2 01 Vereinigte Staaten  Extreme Speed Motorsports Australien  David Brabham
Vereinigte Staaten  Scott Sharp
Vereinigte Staaten  Guy Cosmo
HPD ARX-03b 281
37 GTC 86 Vereinigte Staaten  TRG Vereinigte Staaten  Al Carter
Frankreich  Kévin Estre
Vereinigte Staaten  Carlos DeQuesada
Porsche 997 GT3 Cup 269
Ausgefallen
38 GTC 66 Vereinigte Staaten  TRG Vereinigte Staaten  Ben Keating
Irland  Damien Faulkner
Vereinigte Staaten  Craig Stanton
Porsche 997 GT3 Cup 313
39 GT 3 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Spanien  Antonio García
Danemark  Jan Magnussen
Vereinigte Staaten  Jordan Taylor
Chevrolet Corvette C6 ZR1 213
40 GT 23 Vereinigte Staaten  Team West AJR Boardwalk Ferrari Vereinigte Staaten  Leh Keen
Vereinigte Staaten  Bill Sweedler
Vereinigte Staaten  Townsend Bell
Ferrari 458 Italia 209
41 LMP1 16 Vereinigte Staaten  Dyson Racing Team Inc. Vereinigte Staaten  Chris Dyson
Vereinigtes Konigreich  Guy Smith
Vereinigte Staaten  Butch Leitzinger
Lola B12/60 81
42 LMP1 0 Vereinigte Staaten  DeltaWing Racing Cars Vereinigte Staaten  Andrew Meyrick
Frankreich  Olivier Pla
DeltaWing LM12 10

Nur in der MeldelisteBearbeiten

Zu diesem Rennen sind keine weiteren Meldungen bekannt.

KlassensiegerBearbeiten

Klasse Fahrer Fahrer Fahrer Fahrzeug Platzierung im Gesamtklassement
LMP1 Frankreich  Benoît Tréluyer Schweiz  Marcel Fässler Vereinigtes Konigreich  Oliver Jarvis Audi R18 e-tron quattro Gesamtsieg
LMP2 Vereinigte Staaten  Scott Tucker Vereinigtes Konigreich  Marino Franchitti Australien  Ryan Briscoe HPD ARX-03b Rang 6
LMPC Kanada  David Ostella China Volksrepublik  David Cheng Vereinigte Staaten  Mike Guasch Oreca FLM09 Rang 9
GT Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Vereinigte Staaten  Tommy Milner Vereinigtes Konigreich  Richard Westbrook Chevrolet Corvette C6 ZR1 Rang 15
GTC Niederlande  Jeroen Bleekemolen Vereinigte Staaten  Cooper MacNeil Sudafrika  Dion von Moltke Porsche 997 GT3 Cup Rang 24

RenndatenBearbeiten

  • Gemeldet: 42
  • Gestartet: 42
  • Gewertet: 37
  • Rennklassen: 5
  • Zuschauer: unbekannt
  • Wetter am Renntag: unbekannt
  • Streckenlänge: 6,019 km
  • Fahrzeit des Siegerteams: 12:00:11,638 Stunden
  • Gesamtrunden des Siegerteams: 364
  • Gesamtdistanz des Siegerteams: 2190,896 km
  • Siegerschnitt: 182,525 km/h
  • Pole Position: Marcel Fässler – Audi R18 e-tron quattro (#1) – 1:43,886 – 208,577 km/h
  • Schnellste Rennrunde: Tom Kristensen – Audi R18 e-tron quattro (#2) – 1:44,870
  • Rennserie: 1. Lauf zur ALMS-Saison 2013

WeblinksBearbeiten