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FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft

Motorsportmeisterschaft
FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft
Aktuelle Saison FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2018/19
FIA WEC logo.png
Fahrzeugtyp Le-Mans-Prototypen und GT-Fahrzeuge
Land oder Region Weltmeisterschaft
Aktueller Name FIA World Endurance Championship
Erste Saison 2012
Offizielle Website www.fiawec.com

Die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (offiziell FIA World Endurance Championship, kurz WEC) ist eine vom Automobile Club de l’Ouest organisierte Langstreckenrennserie für Sportprototypen und Gran Turismos, die seit 2012 nach den Regeln und Richtlinien der 24 Stunden von Le Mans ausgetragen wird.

Inhaltsverzeichnis

Die MeisterschaftBearbeiten

Die Rennserie ging aus dem Intercontinental Le Mans Cup hervor, dem die FIA ab 2012 offiziellen WM-Status verlieh. In der Prototypen-Klasse schrieben sich mit Audi mit dem R18 und Toyota mit dem TS030 zwei Hersteller mit eigenen Werksteams in der LMP1, der höchsten Klasse, ein. 2014 stieg Porsche in der LMP1 mit dem Porsche 919 Hybrid in die Serie ein, Nissan plante für das Jahr 2015 mit den Nissan GT-R LM Nismo teilzunehmen, es blieb allerdings nur bei einem Einsatz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Ende 2016 gab Audi den sofortigen Ausstieg aus der Serie bekannt. Ein Jahr später entschied sich Porsche ebenfalls dafür, sich aus der WEC zurückziehen.

Aktuell fährt Toyota (Toyota TS050 Hybrid) als einzig verbleibendes Werksteam in der LMP1. In der GTE Pro und GTE Am fahren Fahrzeuge der Fabrikate Aston Martin (Aston Martin V8 Vantage), BMW (BMW M8 GTE), Chevrolet (Chevrolet Corvette C7.R), Ferrari (Ferrari 488 GTE), Ford (Ford GT) und Porsche (Porsche 911 RSR). Seit der Saison 2017 sind in der LMP2 nur noch vier verschiedene Chassis der Hersteller Dallara, Onroak Automotive, Oreca und Riley Tech/Multimatic in Verbindung mit einem Einheitsmotor der Firma Gibson Technology erlaubt.[1]

Die Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft werden an Piloten in allen Klassen, Konstrukteure nur Klasse LMP1 und GTE verliehen.[2]

KategorienBearbeiten

LM P1 LM P2 LM GTE Pro LM GTE Am
Hubraum max. 5,5 l 4,2 l (Sauger) 5,5 l (Sauger) / 4,0 l (Turbo / Kompressor)1
Leistung 580 bhp bis 1300 bhp 600 bhp 500 bhp
Zylinder keine Einschränkungen 8 keine Einschränkungen
Gewicht 878 kg (LMP1-H), 833 kg (LMP1) min. 930 kg min. 1245 kg
Hybridklasse 2 MJ, 4 MJ, 6 MJ, 8 MJ Hybridantrieb verboten
Tankkapazität Diesel: 50,1 l, Benzin: 62,3 l (LMP1-H)

75 l (LMP1)

75 l 90 l
Länge max. 4650 mm max. 4750 max. 4800 mm
Breite max. 1900 mm max. 2050 mm
Fahrer kein Bronze mind. ein Silber oder Bronze frei mind. zwei Silber oder Bronze
Startnummern Weiße Zahl, Roter Hintergrund Weiße Zahl, Blauer Hintergrund Weiße Zahl, Grüner Hintergrund Weiße Zahl, Oranger Hintergrund

1Motor aufgeladen über Abgasturbolader (Turbocharged) oder über Kompressor (Supercharged)[3]

ErgebnisseBearbeiten

Saison Fahrermeisterschaft Herstellermeisterschaft Team-Trophäen
LMP GTE LMP GTE LMP1 (Privat) LMP2 GTE Pro GTE Am
2012 Schweiz  Marcel Fässler
Deutschland  André Lotterer
Frankreich  Benoît Tréluyer
- Deutschland  Audi Italien  Ferrari Schweiz  Rebellion Racing Vereinigte Staaten  Starworks Motorsport Italien  AF Corse Frankreich  Larbre Compétition
2013 Frankreich  Loïc Duval
Danemark  Tom Kristensen
Vereinigtes Konigreich  Allan McNish
Italien  Gianmaria Bruni Deutschland  Audi Italien  Ferrari Schweiz  Rebellion Racing Frankreich  OAK Racing Italien  AF Corse Vereinigte Staaten  8 Star Motorsports
2014 Schweiz  Sébastien Buemi
Vereinigtes Konigreich  Anthony Davidson
Italien  Gianmaria Bruni
Finnland  Toni Vilander
Japan  Toyota Italien  Ferrari Schweiz  Rebellion Racing Russland  SMP Racing Italien  AF Corse Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Racing
2015 Deutschland  Timo Bernhard
Neuseeland  Brendon Hartley
Australien  Mark Webber
Osterreich  Richard Lietz Deutschland  Porsche Deutschland  Porsche Schweiz  Rebellion Racing Russland  G-Drive Racing Deutschland  Porsche Team Manthey Russland  SMP Racing
2016 Frankreich  Romain Dumas
Schweiz  Neel Jani
Deutschland  Marc Lieb
Danemark  Marco Sørensen
Danemark  Nicki Thiim
Deutschland  Porsche Italien  Ferrari Schweiz  Rebellion Racing Frankreich  Signatech Alpine Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Racing Italien  AF Corse
2017 Neuseeland  Earl Bamber
Deutschland  Timo Bernhard
Neuseeland  Brendon Hartley
Vereinigtes Konigreich  James Calado
Italien  Alessandro Pier Guidi
Deutschland  Porsche Italien  Ferrari - Schweiz  Vaillante Rebellion Italien  AF Corse Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Racing
2018/19 Schweiz  Sébastien Buemi
Japan  Kazuki Nakajima
Spanien  Fernando Alonso
Danemark  Michael Christensen
Frankreich  Kévin Estre
Japan  Toyota Deutschland  Porsche - Frankreich  Signatech Alpine Matmut - Deutschland  Team Project 1

WeblinksBearbeiten

  Commons: FIA World Endurance Championship – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. WEC - New Year, New Regulations for LMP2. In: Federation Internationale de l'Automobile. 16. Januar 2017 (fia.com [abgerufen am 26. April 2017]).
  2. Trophies & cups - FIA World Endurance Championship. Abgerufen am 26. April 2017 (französisch).
  3. Classes - FIA World Endurance Championship. Abgerufen am 26. April 2017 (französisch).