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Team-Chef und -Inhaber Bobby Rahal

Rahal Letterman Lanigan Racing ist ein Motorsport-Team der IndyCar Series, das der US-Motorsportlegende Bobby Rahal, dem TV-Moderator David Letterman sowie dem Geschäftsmann Mike Lanigan gehört.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

CARTBearbeiten

 
Rahal Reynard-Ford aus der CART-Serie

Das Team entstand 1992 in der damaligen IndyCar World Series als Rahal-Hogan Racing von Bobby Rahal und Carl Hogan. Das Team gewann gleich in seinem ersten Jahr den Titel der Serie. 1993 übernahm man das Team Truesports, für das Rahal zuvor lange Jahre gefahren war und setzte jetzt zwei Autos ein. Außerdem versuchte man, ein eigenes Chassis zu entwickeln, was sich jedoch als Flop erwies. Nachdem man sich für das Indianapolis 500 nicht einmal qualifizieren konnte, entschied man sich, auf die üblichen Lola-Chassis zu setzen. Kaum erfolgreicher war der Einsatz von Honda-Motoren in der Saison 1994, der nach der Saison endete. Um das Indy 500 nicht wieder zu verpassen, beschaffte man sich für dieses Ilmor-Motoren.

1996 wurde das Team nach dem Weggang von Carl Hogan in Team Rahal umbenannt. Die nächsten Jahre fuhr man erfolgreich in der CART-Serie, jedoch ohne den Titel zu gewinnen. Zur Saison 2003 wurde ein Auto in der CART stillgelegt und nur Michel Jourdain jr. fuhr die gesamte Saison. Das zweite Auto wurde in der Indy Racing League eingesetzt, in welche das Team ab der kommenden Saison komplett wechselte. Dabei hatte Rahal nach dem Bankrott der CART und der Neugründung als Champ-Car World Series zunächst den weiteren Einsatz eines Fahrzeuges in der neuen Serie bekanntgeben, transferierte dieses kurz vor Saisonstart jedoch ebenfalls in die IndyCar Series.[1]

IRL / IndyCar SeriesBearbeiten

In der Saison IndyCar-Series-Saison 2003 setzte das Team ein Auto mit Kenny Bräck in der IndyCar Series ein. Der Schwede war am Saisonende neunter der Gesamtwertung. Im letzten Saisonrennen auf dem Texas Motor Speedway erlitt er bei einem schweren Unfall Verletzungen, die ihn bis 2005 pausieren ließen. Beim Indy 500 setzte man ein zweites Auto für Jimmy Vasser ein.

Ab 2004 fuhr das Team, jetzt unter dem Namen Rahal Letterman Racing nur noch in der IndyCar Series, wobei sich Letterman schon vorher an dem Team beteiligt hatte und öfters Fahrer in seine Sendung einlud, um Werbung für die Serie zu machen. Fahrer waren Buddy Rice und Vítor Meira, dazu Gaststarts von Roger Yasukawa in Motegi und Indianapolis. 2005 kam neben Rice und Meira Danica Patrick als dritte Fahrerin hinzu, die sehr schnell zum Superstar der Serie wurde. In Indianapolis wurde der verletzte Buddy Rice durch Kenny Bräck ersetzt, der hier seinen einzigen Renneinsatz nach dem Unfall hatte.

 
Dallara von Ryan Hunter-Reay beim Indy 500 2008

Für die Saison 2006 hieß die Fahrerpaarung Buddy Rice, Danica Patrick und Paul Dana. Dana brachte einen Hersteller von Ethanol-Treibstoff in die Serie[2], verunglückte aber im Training für den Saisonauftakt nach einer Kollision mit Ed Carpenter tödlich. Das Team zog beide Autos für dieses Rennen zurück, beim zweiten Rennen trat man nur mit Rice und Patrick an. Ab dem dritten Rennen wurde das Ethanol-Auto von Jeff Simmons gefahren. Ab 2007 werden alle Autos der Serie mit Ethanol-Kraftstoff betrieben.

Zur Saison 2007 verließen sowohl Rice wie auch Patrick das Team, um zu anderen Teams zu wechseln. Neu in das Team kam dafür Scott Sharp, dessen Team geschlossen wurde. Simmons wurde im Verlauf der Saison durch Ryan Hunter-Reay ersetzt, der für 2008 der einzige Stammfahrer des Teams war. Beim Indianapolis 500 2008 wurde zudem ein zweites Auto mit Alex Lloyd am Steuer gemeinsam mit Chip Ganassi Racing eingesetzt.

Ab 2009 konzentrierte sich das Team auf die Einsätze in der American Le Mans Series und kehrte in den Jahren 2009 und 2010 nur für das Indy 500 in den Open-Wheel-Sport zurück. Zur Saison 2011 stieg mit Mike Lanigan ein dritter Inhaber in das Team ein, so dass das Team in Rahal Letterman Lanigan Racing umbenannt wurde. In der IndyCar Series setzt man zum Ende der Ära des Dallara IR-03 Chassis in dieser Saison wieder zwei Autos in einzelnen Rennen ein.

Mit der Einführung des Dallara DW-12 kehrte das Team komplett in die IndyCar Series zurück. In der Saison 2012 fuhr Takuma Sato das einzige Auto des Teams. Beim Indianapolis 500 griff der Japaner in der letzten Runde den Führenden Dario Franchitti in der ersten Kurve an, verlor das Auto jedoch und krachte in die äußere Mauer. Er wurde als 17. gewertet und beendete die Saison auf Rang 14 der Gesamtwertung. Außerdem wurde in Indianapolis erneut ein zweites Auto eingesetzt, am Steuer saß Michel Jourdain junior.

Für das Jahr 2013 kam Graham Rahal zurück in das Team seines Vaters, Takuma Sato verließ das Team. Außerdem expandierte das Team wieder auf zwei Vollzeit-Autos, da auch James Jakes in das Team kam. Beide konnten jedoch nur unterdurchschnittliche Leistungen abliefern und wurden 18. und 19. von 21 Piloten in der Gesamtwertung. Michel Jourdain junior fuhr in Indianapolis erneut in einem weiteren Auto.

American Le Mans SeriesBearbeiten

 
BMW M3 GT2 beim Petit Le Mans 2009

Zur Saison 2007 stieg Rahal-Letterman mit einem Porsche 996 GT3 RSR in die American Le Mans Series ein und erreichte mit den Fahrern Ralf Kelleners und Tommy Milner zwei Podestplätze.

Ab 2009 setzte das Team als BMW Rahal Letterman Racing zwei BMW M3 GT2 in der ALMS ein. Dabei wurde das Team von BMW Nordamerika unterstützt und bekam in der ersten Saison Dirk Müller als Werksfahrer zur Verfügung gestellt. Auch in den folgenden Jahren wurden diverse Werksfahrer eingesetzt, aber auch amerikanische Fahrer wurden beschäftigt. Mit dem Einstieg von Mike Lanigan als dritten Inhaber des Teams wechselte der Name zu BMW Team RLL.

Bis einschließlich der Saison 2012 konnten eine Fahrer-, zwei Team- und zwei Hersteller-Meisterschaften errungen werden. Außerdem konnte eines der prestigeträchtigsten Rennen der Meisterschaft, die 12 Stunden von Sebring, zweimal gewonnen werden. Ab der Saison 2013 wechselte das Team auf den neuen BMW Z4 GTE.[3]

FahrerBearbeiten

CARTBearbeiten

Saison Nr. Fahrer Kommentar
1992 12 Vereinigte Staaten  Bobby Rahal
1993 1 Vereinigte Staaten  Bobby Rahal
26 Vereinigte Staaten  Mike Groff
1994 4 Vereinigte Staaten  Bobby Rahal
10 Vereinigte Staaten  Mike Groff
1995 9 Vereinigte Staaten  Bobby Rahal
10 Brasilien  Raul Boesel
1996 18 Vereinigte Staaten  Bobby Rahal
28 Vereinigte Staaten  Bryan Herta
1997 7 Vereinigte Staaten  Bryan Herta
8 Vereinigte Staaten  Bobby Rahal
1998 7 Vereinigte Staaten  Bobby Rahal
8 Vereinigte Staaten  Bryan Herta
1999 7 Italien  Max Papis
8 Vereinigte Staaten  Bryan Herta
2000 7 Italien  Max Papis
8 Schweden  Kenny Bräck
91 Vereinigte Staaten  Casey Mears nur in Fontana
2001 7 Italien  Max Papis
8 Schweden  Kenny Bräck
2002 8 Vereinigte Staaten  Jimmy Vasser
9 Mexiko  Michel Jourdain junior
2003 9 Mexiko  Michel Jourdain junior

IRL / IndyCar SeriesBearbeiten

Saison Nr. Fahrer Kommentar
2002 19 Vereinigte Staaten  Jimmy Vasser nur in Indianapolis und Fontana
2003 15 Schweden  Kenny Bräck
19 Vereinigte Staaten  Jimmy Vasser nur in Indianapolis
2004 15 Vereinigte Staaten  Buddy Rice
16 Vereinigte Staaten  Roger Yasukawa nur in Motegi und Indianapolis
17 Brasilien  Vítor Meira nicht in Homestead und Phoenix
2005 15 Vereinigte Staaten  Buddy Rice nicht in Indianapolis
Schweden  Kenny Bräck nur in Indianapolis
16 Vereinigte Staaten  Danica Patrick
17 Brasilien  Vítor Meira
2006 15 Vereinigte Staaten  Buddy Rice
16 Vereinigte Staaten  Danica Patrick
17 Vereinigte Staaten  Paul Dana nur Training in Homestead, tödlicher Unfall
Vereinigte Staaten  Jeff Simmons nicht in Homestead, St. Petersburg
2007 8 Vereinigte Staaten  Scott Sharp
17 Vereinigte Staaten  Jeff Simmons bis einschließlich Nashville
Vereinigte Staaten  Ryan Hunter-Reay ab Mid-Ohio
2008 16 Vereinigtes Konigreich  Alex Lloyd nur in Indianapolis, in Zusammenarbeit mit Chip Ganassi Racing
17 Vereinigte Staaten  Ryan Hunter-Reay
2009 17 Spanien  Oriol Servià nur in Indianapolis
2010 30 Vereinigte Staaten  Graham Rahal nur in Indianapolis
2011 15 Vereinigtes Konigreich  Jay Howard nur in Las Vegas
30 Belgien  Bertrand Baguette nur in Indianapolis
Vereinigtes Konigreich  Pippa Mann nur in Loudon, Kentucky und Las Vegas
2012 15 Japan  Takuma Sato
4 Mexiko  Michel Jourdain junior nur in Indianapolis
2013 15 Vereinigte Staaten  Graham Rahal
16 Vereinigtes Konigreich  James Jakes
17 Vereinigtes Konigreich  Mike Conway nur in Long Beach
Mexiko  Michel Jourdain junior nur in Indianapolis

ALMSBearbeiten

Saison Nr. Fahrer Endurance-Fahrer[# 1] Kommentar
2007 18 Vereinigte Staaten  Tommy Milner Vereinigte Staaten  Graham Rahal
Deutschland  Ralf Kelleners
2009 90 Vereinigte Staaten  Joey Hand Vereinigtes Konigreich  Andy Priaulx kein Endurance Fahrer in Sebring
Vereinigte Staaten  Bill Auberlen
92 Deutschland  Dirk Müller Deutschland  Jörg Müller kein Endurance Fahrer in Sebring
Vereinigte Staaten  Tommy Milner
2010 90 Vereinigte Staaten  Joey Hand Vereinigtes Konigreich  Andy Priaulx
Deutschland  Dirk Müller
92 Vereinigte Staaten  Bill Auberlen Deutschland  Dirk Werner
Vereinigte Staaten  Tommy Milner
2011 55 Vereinigte Staaten  Bill Auberlen Brasilien  Augusto Farfus
Deutschland  Dirk Werner
56 Vereinigte Staaten  Joey Hand Vereinigtes Konigreich  Andy Priaulx
Deutschland  Dirk Müller
2012 55 Vereinigte Staaten  Bill Auberlen Deutschland  Uwe Alzen Alzen in Sebring und Summerton in Atlanta
Deutschland  Jörg Müller Vereinigte Staaten  Jonathan Summerton
56 Deutschland  Dirk Müller Summerton Endurance Fahrer in Sebring, Alzen in Atlanta
Summerton außerdem Ersatz für Hand in Elkhart Lake, Virginia und Atlanta
Vereinigte Staaten  Joey Hand
Vereinigte Staaten  Jonathan Summerton Deutschland  Uwe Alzen
2013 55 Belgien  Maxime Martin Deutschland  Jörg Müller Hand als Ersatz für Martin in Austin
Vereinigte Staaten  Joey Hand
Vereinigte Staaten  Bill Auberlen Deutschland  Uwe Alzen Alzen nicht in Sebring und als Ersatz für Auberlen beim Petit Le Mans
56 Deutschland  Dirk Müller Vereinigte Staaten  Bill Auberlen Auberlen nur beim Petit Le Mans
Vereinigte Staaten  Joey Hand Hand in Sebring, Long Beach, Mosport, Baltimore, Virginia
Vereinigte Staaten  John Edwards Edwards in Sebring, Laguna Seca, Lime Rock, Elkhart Lake, Austin, Petit Le Mans
  1. Für das 12-Stunden-Rennen von Sebring sowie das Petit Le Mans wird in der Regel ein dritter Fahrer eingesetzt.

ErfolgeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten