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KarriereBearbeiten

Olivier Beretta begann seine Karriere wie viele namhafte Rennfahrer 1983 im Kartsport. 1989 wechselte er in die französische Formel-3-Meisterschaft und fuhr ein Jahr später die Europameisterschaft dieser Klasse. Auf einem Dallara Alfa Romeo wurde er Dritter beim wichtigsten Lauf des Jahres in Monaco und schaffte am Jahresende seinen ersten Sieg beim Rennen in Pau, der ihm den dritten Rang in der Gesamtwertung bescherte.

Ein Bruch des Unterarms beim Formel-3-Lauf in Monaco 1991 (Beretta fuhr ein weiteres Jahr in dieser Formel) behinderte ihn das ganze Jahr nachhaltig. Zählbare Erfolge blieben daher weitgehend aus. Auch ein Ausweichen auf nationale Meisterschaften in England und Frankreich konnten daran nichts ändern.

1992 wechselte Beretta dennoch in die Formel 3000. Er unterschrieb einen Vertrag bei Nelson Piquets neuem Team, allerdings brachte auch dieses Jahr nicht die erhofften Ergebnisse. Beretta neigte vor allem unter Druck zu individuellen Fehlern und musste die Saison als Lernjahr abschreiben. Erst der Wechsel zu Forti Corse 1993 brachte die Wende. Gleich das erste Rennen in Donington endete nach Pole Position im Training mit einem Sieg. Es sollte zwar das einzige Podium des Jahres bleiben, immerhin reichte es aber durch konstante Fahrten in die Punkteränge am Ende zu Platz sechs in der Meisterschaft.

Mit viel Sponsorgeld kam Beretta 1994 in die Formel 1. Das ständig unterfinanzierte Team von Gérard Larrousse verpflichtete ihn als Partner von Érik Comas. Mit dem Larrousse LH94 Ford-Cosworth konnte er die Performance seines Teamkollegen jedoch nicht erreichen. Beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim kam er den Punkterängen am nächsten. Der siebte Rang sollte sein bestes Resultat in dieser Rennserie bleiben. Nach dem Großen Preis von Ungarn ging ihm das Sponsorgeld aus und die Grand-Prix-Karriere endete nach nur neun Rennen ohne zählbaren Erfolg.

Erst der Wechsel zu den Sportwagen brachte Beretta Erfolg im Motorsport, entsprachen diese Wagen doch seinem Stil und Stehvermögen. Für das Team ORECA holte er 1998 die Meisterschaft in der GT2-Klasse der FIA-GT-Meisterschaft und zwei Klassensiege bei den 24 Stunden von Le Mans 1999 und 2000. Im Duo mit Karl Wendlinger auf der Chrysler Viper GTS-R war er in der GTS-Klasse 1999 und 2000 Champion der American Le Mans Series. Seit 2004 ist Beretta Corvette-Werksfahrer und pilotiert die Corvette C5-R, bzw. C6.R. Für Corvette Racing, der offiziellen Bezeichnung des Werksteams, gewann er die GTS bzw. GT1-Klasse dreimal bei den 24 Stunden von Le Mans, zweimal bei den 12 Stunden von Sebring, dreimal beim Petit Le Mans sowie zwei weitere Male die Gesamtwertung dieser Klasse in der American Le Mans Series.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Formel 1Bearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1994 Tourtel Larrousse F1 Larrousse LH94 Ford HB 3.5 V8 9 27.
Gesamt 9

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
1994                                
DNF DNF DNF 8 DNS DNF DNF 14 7 9
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1996 Frankreich  Societé Viper Team ORECA Chrysler Viper GTS-R Frankreich  Philippe Gache Frankreich  Éric Hélary Rang 21
1997 Frankreich  Societé Viper Team ORECA Chrysler Viper GTS-R Frankreich  Philippe Gache Frankreich  Dominique Dupuy Ausfall Unfall
1998 Frankreich  Societé Viper Team ORECA Chrysler Viper GTS-R Vereinigte Staaten  Tommy Archer Portugal  Pedro Lamy Rang 13
1999 Frankreich  Viper Team ORECA Chrysler Viper GTS-R Osterreich  Karl Wendlinger Frankreich  Dominique Dupuy Rang 10 und Klassensieg
2000 Frankreich  Viper Team ORECA Chrysler Viper GTS-R Osterreich  Karl Wendlinger Frankreich  Dominique Dupuy Rang 7 und Klassensieg
2001 Frankreich  Playstation Team ORECA Chrysler LMP 2001 Osterreich  Karl Wendlinger Portugal  Pedro Lamy Rang 4
2002 Frankreich  Playstation Team ORECA Dallara SP1 Frankreich  Érik Comas Portugal  Pedro Lamy Rang 5
2003 Vereinigte Staaten  Team Panoz Panoz LMP-1 Vereinigte Staaten  Gunnar Jeannette Italien  Massimiliano Papis Rang 5
2004 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C5-R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Danemark  Jan Magnussen Rang 6 und Klassensieg
2005 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Danemark  Jan Magnussen Rang 5 und Klassensieg
2006 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Danemark  Jan Magnussen Rang 4 und Klassensieg
2007 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Italien  Massimiliano Papis Ausfall Defekt
2008 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Italien  Massimiliano Papis Rang 15
2009 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Schweiz  Marcel Fässler Ausfall Defekt
2010 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6 ZR1 Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Frankreich  Emmanuel Collard Ausfall Unfall
2011 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigte Staaten  Tommy Milner Spanien  Antonio García Rang 11 und Klassensieg
2012 Italien  AF Corse Ferrari 458 Italia GTC Italien  Andrea Bertolini Italien  Marco Cioci Rang 22
2013 Italien  AF Corse Ferrari 458 Italia GT2 Japan  Kamui Kobayashi Finnland  Toni Vilander Rang 21
2014 Italien  AF Corse Ferrari 458 Italia GT2 Italien  Davide Rigon Deutschland  Pierre Kaffer Ausfall Motorschaden
2015 Italien  AF Corse Ferrari 458 Italia GT2 Italien  Davide Rigon Vereinigtes Konigreich  James Calado Rang 21
2017 Schweiz  Spirit of Race Ferrari 488 GTE Schweiz  Thomas Flohr Italien  Francesco Castellacci Rang 41
2018 Japan  MR Racing Ferrari 488 GTE Japan  Motoaki Ishikawa Italien  Eddie Cheever III Rang 38
2019 Japan  MR Racing Ferrari 488 GTE Japan  Motoaki Ishikawa Italien  Eddie Cheever III Rang 41

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2000 Frankreich  Viper Team Oreca Dodge Viper GTS-R Osterreich  Karl Wendlinger Frankreich  Dominique Dupuy Rang 7 und Klassensieg
2003 Vereinigte Staaten  JML Panoz LMP01 Vereinigte Staaten  Gunnar Jeannette Italien  Massimiliano Papis Rang 5
2004 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C5-R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Danemark  Jan Magnussen Ausfall Kupplungsschaden
2005 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Danemark  Jan Magnussen Rang 6
2006 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Danemark  Jan Magnussen Rang 3 und Klassensieg
2007 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Monaco  Oliver Gavin Italien  Massimiliano Papis Rang 7 und Klassensieg
2008 Vereinigte Staaten  Chevrolet Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Italien  Massimiliano Papis Rang 10
2009 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Schweiz  Marcel Fässler Rang 6
2010 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6.R Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin Frankreich  Emmanuel Collard Rang 16
2011 Vereinigte Staaten  Corvette Racing Chevrolet Corvette C6 ZR1 Spanien  Antonio García Vereinigte Staaten  Tommy Milner Rang 13
2012 Italien  AF Corse Ferrari 458 Italia Italien  Andrea Bertolini Italien  Marco Cioci Rang 19
2013 Vereinigte Staaten  Risi Competizione Ferrari 458 Italia Italien  Gianmaria Bruni Italien  Matteo Malucelli Rang 16

WeblinksBearbeiten

  Commons: Olivier Beretta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien