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Marc Duez (* 18. April 1957 in Verviers) ist ein wallonisch-belgischer Automobilrennfahrer, der sich in der Motorsport-Szene besonders einen Namen als sogenannter Allrounder gemacht hat.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Marc Duez begann seine Karriere zu Beginn der 1980er-Jahre im Monoposto-Sport. Er fuhr in der belgischen Formel-Ford-Meisterschaft und wurde Ende des Jahres 1982 im VW-Castrol-Europa-Pokal auf einem Ralt RT5 Zweiter der Gesamtwertung. Neben Engagements in diversen Formel-3-Rennserien bestritt er ab 1983 auch regelmäßig Sportwagenrennen. Etwa zur gleichen Zeit wurde er auch als Rallyefahrer aktiv und gewann in Folge die belgischen Rallyemeisterschaften der Jahre 1982, 1989 und 1990.

1983 gab Duez sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, fiel im Porsche 936C von Joest Racing jedoch früh im Rennen mit technischen Problemen aus. Nach Einsätzen bei Joest Racing und der Ecurie Ecosse wurde er 1988 Werksfahrer bei Mazdaspeed. 1988, bei seinem zweiten Einsatz an der Sarthe, pilotierte er einen Werks-Mazda 767 gemeinsam mit David Leslie und Yoshimi Katayama auf den 17. Rang der Gesamtwertung. Seine beste Platzierung in Le Mans war der elfte Gesamtrang 1996 im McLaren F1. 1999 und 2000 erreichte er auf einer Chrysler Viper GTS-R von ORECA den zweiten beziehungsweise den fünften Klassenrang. Seinen letzten Auftritt in Le Mans hatte er 2002. Duez war einer der Piloten des Panoz LMP-1, die für den Michel-Vaillant-Film von Luc Besson ausgewählt wurden. Der Automobile Club de l’Ouest hatte darauf bestanden, dass die beiden Fahrzeuge, die im Rennen für den Film mitfahren durften, von professionellen Piloten gesteuert werden mussten.

Duez, der auch an Rallye-Weltmeisterschaftsläufen teilnahm, konnte mit einem vierten Platz bei der Rallye Korsika des Jahres 1991 und dem fünften Rang bei der Rallye Portugal des Jahres 1989 seine wichtigsten internationalen Rallyeerfolge verbuchen. In den 1990er-Jahren stieg er zu einem der besten Sportwagen- und GT-Piloten Europas auf. Viermal – 1992, 1995, 1998 und 1999 – gewann er mit diversen Partnern das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dreimal – 1997, 1998, 2001 – siegte er beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, zweimal – 2000 und 2006 – beim 24-Stunden-Rennen von Zolder.

Nach seinem Engagement in der V8-Star-Serie 2002 hatte Duez im internationalen Motorsport nur noch vereinzelte Renneinsätze in der FIA-GT-Meisterschaft und einen Renneinsatz beim 1000-Kilometer-Rennen Nürburgring 2006. Darüber hinaus nimmt er sporadisch an Eisrennen und Rallycross-Läufen teil. Und auch bei der Organisation des alljährlichen Race of Champions greift man gerne auf die Hilfe Duez’ zurück.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1983 Deutschland  Belga Team Joest Racing Porsche 936C Belgien  Jean-Michel Martin Belgien  Philippe Martin Ausfall Benzinpumpe
1987 Vereinigtes Konigreich  Ecurie Ecosse Ecosse C286 Vereinigtes Konigreich  David Leslie Vereinigtes Konigreich  Ray Mallock Rang 8
1988 Japan  Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 767 Vereinigtes Konigreich  David Leslie Japan  Yoshimi Katayama Rang 17
1989 Japan  Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 767 Deutschland  Volker Weidler Japan  Yōjirō Terada Rang 12
1990 Deutschland  Obermaier Racing Porsche 962C Deutschland  Jürgen Oppermann Deutschland  Harald Grohs Ausfall Getriebeschaden
1993 Frankreich  Écurie Toison d’Or Venturi 500LM Belgien  Éric Bachelart Belgien  Philippe Verellen Rang 25
1996 Italien  Team Bigazzi SRL McLaren F1 GTR Frankreich  Jacques Laffite Vereinigtes Konigreich  Steve Soper Rang 11
1997 Frankreich  Viper Team Oreca Chrysler Viper GTS-R Vereinigte Staaten  Tommy Archer Frankreich  Soheil Ayari Ausfall Unfall
1998 Frankreich  Viper Team Oreca Chrysler Viper GTS-R Osterreich  Karl Wendlinger Niederlande  Patrick Huisman Ausfall Elektrik
1999 Frankreich  Viper Team Oreca Chrysler Viper GTS-R Vereinigte Staaten  Tommy Archer Vereinigtes Konigreich  Justin Bell Rang 12
2000 Frankreich  Viper Team Oreca Chrysler Viper GTS-R Vereinigte Staaten  Tommy Archer Niederlande  Patrick Huisman Rang 12
2002 Frankreich  Team DAMS Panoz LMP-1 Roadster-S Vereinigtes Konigreich  Perry McCarthy Frankreich  Jérôme Policand Ausfall Hauptwelle

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1997 Vereinigte Staaten  Prototype Technology Group BMW M3 Osterreich  Dieter Quester Vereinigte Staaten  Boris Said III Rang 15
1999 Vereinigte Staaten  Hybrid R&D Riley & Scott Mk III Kanada  Ross Bentley Vereinigte Staaten  Chris Bingham Rang 7
2000 Frankreich  Viper Team Oreca Dodge Viper GTS-R Vereinigte Staaten  Tommy Archer Vereinigte Staaten  David Donohue Rang 8

WeblinksBearbeiten