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Ben Pon junior

niederländischer Formel-1-Rennfahrer und Geschäftsmann

KarriereBearbeiten

Pon ist ein Sohn des niederländischen Autohändlers Ben Pon senior, der 1949 den Volkswagen in den USA einführte und den VW Kleinbus erfand. Der junge Pon begann schon in den 1950er-Jahren auf dem Kurs in Zandvoort Rennen zu fahren – zunächst in einem VW Käfer mit einem Porsche-Carrera-Motor.

Zwischen 1961 (Debüt auf dem Nürburgring) und 1967 fuhr er Rennen für Porsche und nahm dabei sechsmal am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil. In der Automobil-Weltmeisterschaft war Pon nicht erfolgreich: Bei seinem ersten und einzigen Start (ebenfalls mit einem Porsche) 1962 beim Großen Preis der Niederlande für das private Team Écurie Maarsbergen hatte er bereits in der zweiten Runde einen Unfall. Sein Wagen wurde aus der Scheivlak-Kurve hinausgetragen und überschlug sich mehrmals. Pon wurde aus dem Fahrzeug geschleudert, blieb aber nahezu unverletzt. Er schwor jedoch, nie wieder in einem Einsitzer Rennen zu fahren.

Pon arbeitete weiter für Porsche und baute das Racing Team Holland und das Dutch Racing Team mit auf, die beide sehr erfolgreich waren. 1968 fuhr Pon in einem Porsche 910 seine letzten zwei Rennen in der World Sportscar Championship.

Als Sportler war Ben Pon noch einmal bei den Olympischen Spielen zu sehen: In München trat er im Tontaubenschießen für die Niederlande an, belegte mit 187 Treffern aber nur Rang 31.

Nebenbei hatte er das Unternehmen seines Vaters übernommen; 1980 gründete er Pon Holdings, eine niederländische Unternehmensgruppe unter anderem im Bereich des Handels und der Vermietung von Fahrzeugen. Ihr Sitz ist Almere. Sie hatte Anfang 2009 rund 11.000 Beschäftigte.

Bis 1981 war Pon einer von vier Direktoren der Pon Holdings. 1992 gründete er ein eigenes Weingut, 1997 kaufte er Danny McCallum Safaris, ein Safari-Unternehmen aus Tansania. In Carmel Valley (Kalifornien, USA) ließ er die Bernardus Lodge bauen, ein Luxushotel, das 1999 eröffnet wurde. Pon ist Eigentümer der Bernardus Winery in Carmel und lebt abwechselnd dort, in Amersfoort oder in Somerset (England).

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

Diese Statistik umfasst alle Teilnahmen des Fahrers an der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird.

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1962 Ecurie Maarsbergen Porsche 787 Porsche 1.5 F4 1 NC
Gesamt 1

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1962                  
DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1961 Deutschland  Porsche System Engineering Porsche 356 B Abarth GTL Deutschland  Herbert Linge Rang 10 und Klassensieg
1962 Deutschland  Porsche System Engineering Porsche 356 B Abarth Niederlande  Carel Godin de Beaufort Ausfall Zündung
1963 Deutschland  Porsche System Engineering Porsche 356 B 2000 GS GT Schweiz  Heinz Schiller Ausfall Motorschaden
1964 Niederlande  Racing Team Holland Porsche 904/4 GTS Niederlande  Hank van Zalinge Rang 8
1965 Frankreich  Auguste Veuillet Porsche 904/4 GTS Frankreich  Robert Buchet Ausfall Ölleck
1967 Deutschland  Porsche System Engineering Porsche 906K Carrera 6 Vereinigtes Konigreich  Vic Elford Rang 7 und Klassensieg

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1964 Deutschland  Porsche System Engineering Porsche 356 B 2000 GS GT Vereinigte Staaten  Joe Buzzetta Rang 10 und Klassensieg
1965 Deutschland  Porsche Automobile Co. Porsche 904 GTS Vereinigte Staaten  Joe Buzzetta Rang 6

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1961 Ben Pon
Porsche
Porsche 356 Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  PES
DNF 10
1962 Ben Pon
Porsche
Porsche 356 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  MAI Italien  TAR Deutschland  BER Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Frankreich  TAV Italien  CCA Vereinigtes Konigreich  RTT Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
DNF DNF 10 8
1963 Porsche Porsche 356 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Belgien  SPA Italien  MAI Deutschland  NÜR Italien  CON Deutschland  ROS Frankreich  LEM Italien  MON Deutschland  WIS Frankreich  TAV Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Italien  MON Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI
4 DNF
1964 Porsche
Racing Team Holland
Ben Pon
Porsche 356
Porsche 904
Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Italien  MON Belgien  SPA Italien  CON Deutschland  NÜR Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
10 8 3 8 7 2 8
1965 Porsche
Racing Team Holland
Auguste Veuillet
Porsche 904 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  BOL Italien  MON Italien  MON Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Italien  MUG Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Italien  BOZ Deutschland  FRE Italien  CCE Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI
6 4 3 25 DNF
1966 Racing Team Holland Porsche 906 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MUG Italien  CCE Deutschland  HOK Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Osterreich  ZEL
DNF
1967 Racing Team Holland
Sten Axelsson
Porsche
Tony Dean
Porsche 906 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Deutschland  HOK Italien  MUG Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  CCE Osterreich  ZEL Schweiz  OVI Deutschland  NÜR
DNF DNF 7 7
1968 Ben Pon Porsche 910 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Deutschland  NÜR Belgien  SPA Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL Frankreich  LEM
DNF DNF

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ben Pon junior – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien