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Circuit Park Zandvoort

Rennstrecke in den Niederlanden

Koordinaten: 52° 23′ 17″ N, 4° 32′ 40″ O

Circuit Park Zandvoort
Logo Circuit Park Zandvoort.svg

Adresse:
Circuit Park Zandvoort
Burgemeester van Alphenstraat 108
2041 KP Zandvoort

Circuit Park Zandvoort (Niederlande)
Red pog.svg
NiederlandeNiederlande Zandvoort, Niederlande
Circuit Park Zandvoort from air 2016-08-24.jpg
Streckenart: permanente Rennstrecke
Eröffnung: 7. August 1948
Austragungsort
Formel 1:
1952–1985, ab 2020
Streckenlayout
Circuit Park Zandvoort-1999.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
DTM, WTCC, A1 Grand Prix, Formel 1
Streckenlänge: 4,320 km (2,68 mi)
Kurven: 15
Rekorde
Streckenrekord:
(Formel 1)
1:16,538 min.
(Alain Prost, Mclaren, 1985)
http://www.cpz.nl/

Circuit Park Zandvoort ist eine, direkt an der Nordsee gelegene, Motorsport-Rennstrecke nahe dem niederländischen Ort Zandvoort (sprich: Sandvoort). Sie wurde 1948 zum großen Teil von Johannes „Hans“ Hugenholtz (auch bekannt als John Hugenholtz), dem Vater des Spyker-Cars-Vorstandsvorsitzenden Hans Hugenholtz jun., entworfen.

GeschichteBearbeiten

Auf der ursprünglich knapp 4,2 km langen Rennstrecke gastierte die Formel 1 zwischen 1952 und 1985 mit einigen Unterbrechungen insgesamt 30-mal mit offiziellen WM-Rennen unter dem Namen Großer Preis der Niederlande. 1959 wurden auf dem Kurs die Straßen-Weltmeisterschaften ausgetragen. Die Strecke windet sich durch die Dünenlandschaft im Norden von Zandvoort. Der ursprüngliche Streckencharakter besteht hauptsächlich aus schnellen Kurven und einer Haarnadelkurve nach Start und Ziel. Der Film Grand Prix zeigt eine zusammenhängende Runde aus der Fahrerperspektive, 1966 aufgenommen. Da die Strecke nach 1971 nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprach – bereits beim GP des 21. Juni 1970 war hier der F1-Rennfahrer Piers Courage verunglückt und in seinem Wagen verbrannt – wurde sie umgebaut und erst 1973 wieder in den Formel-1-Terminkalender aufgenommen. Man hatte zwar eine neue Schikane mit dem Namen Panorama hinzugefügt, doch trotz der neuen Standards starb beim GP am 29. Juli 1973 der britische Fahrer Roger Williamson, auch er verbrannte in seinem F1-Boliden. 1979 fügte man eine weitere Schikane hinzu. Am 20. Juli 1980 verunglückte der deutsche Formel-2-Rennfahrer Hans-Georg Bürger bei einem Lauf zur Formel-2-EM hier ebenfalls tödlich. Nach 1985 gastierte die Formel 1 nicht mehr in Zandvoort. 1998 wurde der Kurs das letzte Mal umgebaut und auf seine heutige Länge von 4,26 km erweitert. Die Strecke wird immer noch für verschiedene Rennveranstaltungen wie beispielsweise auch die DTM, die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), die A1-GP-Serie und einige nationale Rennen genutzt.

Von 2001 bis 2018 gehörte die Rennstrecke ununterbrochen zum DTM-Kalender.

Im Mai 2019 wurde bekanntgegeben, dass die Formel 1 ab 2020 nach einer 35-jährigen Unterbrechung nach Zandvoort zurückkehren wird.[1] Der Vertrag ist zunächst bis 2023 datiert, der Termin wird voraussichtlich zu Beginn des Rennkalenders gelegt.

Charakteristisch ist die „Achterbahnfahrt“, da es stetig über Hügel, aber auch tückische Kuppen und Bodenwellen geht. Ebenfalls sehr speziell ist der ständig vorhandene Dünensand, der vom Küstenwind auf und über die Fahrbahn geweht wird.

StreckenführungenBearbeiten

Verlegung der RennstreckeBearbeiten

 
Circuit Park Zandvoort heute

Seit einigen Jahren beschweren sich immer mehr Anwohner über den Lärm, der durch die verschiedenen Rennen erzeugt wird. Deshalb dürfen nur an einer limitierten Anzahl von Wochenenden Rennen ausgetragen werden. Dies war auch der Grund, warum das traditionelle Formel-3-Masters 2007 nach Zolder verlegt wurde. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Bestrebungen, die Strecke zu verlegen. 2008 sollte ein neuer Versuch unternommen werden.[2] Durch den Neubau sollen die höchsten FIA-Sicherheitsregelungen erreicht werden. Fans und Verantwortliche befürchten jedoch, dass dadurch der Kurs an der Nordseeküste seinen Charakter verlieren könnte. Außerdem würde durch das Verlegen des Circuit Park Zandvoort eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt verloren gehen.

StatistikBearbeiten

Alle Sieger von Formel-1-Rennen in ZandvoortBearbeiten

Nr. Jahr Fahrer Konstrukteur Motor Reifen Zeit Streckenlänge Runden Ø-Tempo Datum GP der
1 1952 Italien  Alberto Ascari Ferrari Ferrari P 2:53:28,500 h 4,193 km 90 130,521 km/h 17. Aug.  Niederlande  Niederlande
2 1953 Italien  Alberto Ascari Ferrari Ferrari P 2:53:35,800 h 4,193 km 90 130,430 km/h 07. Juni 
3 1955 Argentinien  Juan Manuel Fangio Mercedes Mercedes C 2:54:23,800 h 4,193 km 100 144,257 km/h 19. Juni 
4 1958 Vereinigtes Konigreich  Stirling Moss Vanwall Vanwall D 2:04:49,200 h 4,193 km 75 151,166 km/h 26. Mai 
5 1959 Schweden  Joakim Bonnier B.R.M. B.R.M. D 2:05:26,800 h 4,193 km 75 150,411 km/h 31. Mai 
6 1960 Australien  Jack Brabham Cooper Climax D 2:01:47,200 h 4,193 km 75 154,931 km/h 06. Juni 
7 1961 Deutschland  Wolfgang von Trips Ferrari Ferrari D 2:01:52,100 h 4,193 km 75 154,827 km/h 22. Mai 
8 1962 Vereinigtes Konigreich  Graham Hill B.R.M. B.R.M. D 2:11:02,100 h 4,193 km 80 153,596 km/h 20. Mai 
9 1963 Vereinigtes Konigreich  Jim Clark Lotus Climax D 2:08:13,700 h 4,193 km 80 156,958 km/h 23. Juni 
10 1964 Vereinigtes Konigreich  Jim Clark Lotus Climax D 2:07:35,400 h 4,193 km 80 157,743 km/h 24. Mai 
11 1965 Vereinigtes Konigreich  Jim Clark Lotus Climax D 2:03:59,100 h 4,193 km 80 162,329 km/h 18. Juli 
12 1966 Australien  Jack Brabham Brabham Repco G 2:20:32,500 h 4,193 km 90 161,107 km/h 24. Juli 
13 1967 Vereinigtes Konigreich  Jim Clark Lotus Ford F 2:14:45,100 h 4,193 km 90 168,029 km/h 04. Juni 
14 1968 Vereinigtes Konigreich  Jackie Stewart Matra Ford D 2:46:11,260 h 4,193 km 90 136,245 km/h 23. Juni 
15 1969 Vereinigtes Konigreich  Jackie Stewart Matra Ford D 2:06:42,080 h 4,193 km 90 178,705 km/h 22. Juni 
16 1970 Osterreich  Jochen Rindt Lotus Ford F 1:50:43,410 h 4,193 km 80 181,772 km/h 21. Juni 
17 1971 Belgien  Jacky Ickx Ferrari Ferrari F 1:56:20,090 h 4,193 km 70 151,379 km/h 20. Juni 
18 1973 Vereinigtes Konigreich  Jackie Stewart Tyrrell Ford G 1:39:12,450 h 4,226 km 72 185,264 km/h 29. Juli 
19 1974 Osterreich  Niki Lauda Ferrari Ferrari G 1:43:00,350 h 4,226 km 75 184,621 km/h 23. Juli 
20 1975 Vereinigtes Konigreich  James Hunt Hesketh Ford G 1:46:57,400 h 4,226 km 75 177,801 km/h 22. Juli 
21 1976 Vereinigtes Konigreich  James Hunt McLaren Ford G 1:44:52,090 h 4,226 km 75 181,342 km/h 29. Aug. 
22 1977 Osterreich  Niki Lauda Ferrari Ferrari G 1:41:45,930 h 4,226 km 75 186,871 km/h 28. Aug. 
23 1978 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Lotus Ford G 1:41:04,230 h 4,226 km 75 188,156 km/h 27. Aug. 
24 1979 Australien  Alan Jones Williams Ford G 1:41:19,775 h 4,226 km 75 187,675 km/h 26. Aug. 
25 1980 Brasilien 1968  Nelson Piquet Brabham Ford G 1:38:13,830 h 4,252 km 72 186,995 km/h 31. Aug. 
26 1981 Frankreich  Alain Prost Renault Renault M 1:40:22,430 h 4,252 km 72 183,002 km/h 30. Aug. 
27 1982 Frankreich  Didier Pironi Ferrari Ferrari G 1:38:03,254 h 4,252 km 72 187,331 km/h 03. Juli 
28 1983 Frankreich  René Arnoux Ferrari Ferrari G 1:38:41,950 h 4,252 km 72 186,107 km/h 28. Aug. 
29 1984 Frankreich  Alain Prost McLaren Porsche (TAG) M 1:37:21,468 h 4,252 km 71 186,051 km/h 26. Aug. 
30 1985 Osterreich  Niki Lauda McLaren Porsche (TAG) G 1:32:29,263 h 4,252 km 70 193,089 km/h 25. Aug. 

Rekordsieger
Fahrer: Jim Clark (4), Niki Lauda/Jackie Stewart (je 3)
Fahrernationen: Großbritannien (11), Frankreich/Österreich (je 4)
Konstrukteure: Ferrari (8), Lotus (6), McLaren (3)
Motorenhersteller: Ford (10), Ferrari (8), Climax (4)
Reifenhersteller: Goodyear (12), Dunlop (10), Firestone (3)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.motorsport-total.com/formel-1/news/offiziell-formel-1-kehrt-2020-nach-zandvoort-zurueck-19051404
  2. http://www.racexpress.nl/index.php?nav=Artikel&nid=9461