Nantes-en-Ratier

französische Gemeinde

Nantes-en-Ratier (auch: Nantes-en-Rattier) ist eine französische Gemeinde mit 466 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2018) im Département Isère in der Region Auvergne-Rhône-Alpes (vor 2016 Rhône-Alpes). Die Gemeinde liegt im Arrondissement Grenoble und gehört zum Kanton Matheysine-Trièves (bis 2015 La Mure). Die Einwohner werden Nantois genannt.

Nantes-en-Ratier
Nantes-en-Ratier (Frankreich)
Nantes-en-Ratier
Staat Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Isère (38)
Arrondissement Grenoble
Kanton Matheysine-Trièves
Gemeindeverband Matheysine
Koordinaten 44° 56′ N, 5° 50′ OKoordinaten: 44° 56′ N, 5° 50′ O
Höhe 587–1975 m
Fläche 12,02 km²
Einwohner 466 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 39 Einw./km²
Postleitzahl 38350
INSEE-Code
Website http://nantes-en-ratier.com/

Blick auf Nantes-en-Ratier

GeschichteBearbeiten

 
Ortseingang Nantes-en-Ratier
 
Der Berg Le Tabor mit Nantes-en-Ratier im Vordergrund
 
Karte von Nantes-en-Ratier

Im 18. Jahrhundert wurde die Gemeinde unter dem Namen Ratiers & Nantes, en Dauphiné, diocèse, parlement, intendance et élection de Grenoble erwähnt.[1]

GeographieBearbeiten

Nantes-en-Ratier liegt etwa 29 Kilometer südsüdöstlich von Grenoble an der „Route Napoléon“ (RN 85) auf der Matheysin-Hochebene. An der südlichen Gemeindegrenze mündet die Roizonne in die Bonne. Umgeben wird Nantes-en-Ratier von den Nachbargemeinden Saint-Honoré im Norden und Nordwesten, La Valette im Osten, Siévoz im Süden und Südosten, Saint-Laurent-en-Beaumont im Süden sowie Sousville im Westen und Südwesten.

Die nächstgelegene Stadt ist La Mure (5.000 Einwohner), etwa 4 Kilometer südwestlich, und gehört zum gleichnamigen Kanton.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013 2018
Einwohner 400 367 333 333 372 389 453 474 466
Quellen: Cassini und INSEE

BildungBearbeiten

Die Stadt ist an die Akademie von Grenoble angeschlossen. In der Stadt gibt es eine Grundschule mit zwei Klassen; die Sekundarschulbildung erfolgt am Louis Mauberret College in La Mure.

Kultur und ErbeBearbeiten

Die Römisch-Katholische Kirche wurde 1853 erbaut, um eine Kapelle auf dem alten Friedhof zu ersetzen. Im Jahr 2012 wurde der Glockenturm restauriert.[2] Die Kirchengemeinde wird von der Pfarrei Saint-Pierre-Julien-Eymard bedient.[3]

WirtschaftBearbeiten

Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist das Strukturunternehmen Gammariello mit sechs bis neun Beschäftigten. Es folgen fünf weitere Betriebe mit zwischen ein und zwei Mitarbeitern.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Viadukt von Roizonne
  • Reste einer Burg aus dem 11. Jahrhundert[5]

WeblinksBearbeiten

Commons: Nantes-en-Ratier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Im Jahr 1726 in Dictionnaire universel de la France ancienne et moderne, volume 2, Claude-Marie Saugrain, S. 1315, und im Jahr 1770 in Dictionnaire géographique, historique et politique des Gaules et de la France, volume 6, Jean-Joseph Expilly, S. 29
  2. Eglise de Nantes-en-Rattier auf geocaching.com
  3. Relais Tabor auf der Webseite der Pfarrei Saint-Pierre-Julien-Eymard
  4. Branchenverzeichnis auf sirene.fr, abgerufen am 2. Oktober 2020.
  5. Eric Tasset: Châteaux forts de l'Isère – Grenoble et le Nord de son arrondissement. Hrsg.: éditions de Belledonne. Grenoble 2005, ISBN 2-911148-66-5, S. 688–689 (französisch).