Jannik Sinner

italienischer Tennisspieler
Jannik Sinner Tennisspieler
Jannik Sinner
Sinner 2019 in Antwerpen
Nation: ItalienItalien Italien
Geburtstag: 16. August 2001
Größe: 188 cm
Gewicht: 76 kg
1. Profisaison: 2018
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Riccardo Piatti
Andrea Volpini
Preisgeld: 653.459 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 11:10
Höchste Platzierung: 78 (18. November 2019)
Aktuelle Platzierung: 78
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 2:1
Höchste Platzierung: 382 (21. Oktober 2019)
Aktuelle Platzierung: 384
Letzte Aktualisierung der Infobox:
18. November 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jannik Sinner (* 16. August 2001 in Innichen, Südtirol) ist ein italienischer Tennisspieler. 2019 gewann er als bisher jüngster und am niedrigsten platzierter Spieler die Next Gen ATP Finals der besten Spieler unter 21.

KarriereBearbeiten

Sinner, der in Sexten aufwuchs,[1] ging mit 14 Jahren in das Trainingscenter Piatti Tennis, das von Riccardo Piatti und Massimo Sartori, dem Trainer von Andreas Seppi, geleitet wird.[2] Seine ersten Spiele auf der Profi-Tour bestritt er 2018 auf der unterklassigen ITF Future Tour. Im August gewann er seinen ersten Doppeltitel und stieß daraufhin erstmals in die Top 1000 der Weltrangliste. Zu seinem Debüt auf der ATP Challenger Tour kam er in Como. Dank einer Wildcard trat er im Einzelfeld an und verlor seine Auftaktpartie gegen Andrej Martin in zwei Sätzen. Sein erstes Spiel gewann er ebenfalls 2018 in St. Ulrich in Gröden.

Seinen ersten Challenger-Titel gewann Sinner im Februar 2019 in Bergamo. Er stand erneut dank einer Wildcard im Hauptfeld und schlug auf dem Weg ins Finale mit Salvatore Caruso und Gianluigi Quinzi zwei Top-200-Spieler. Im Finale setzte er sich gegen seinen Landsmann Roberto Marcora in 72 Minuten mit 6:3, 6:1 durch. Damit ist er der erste Spieler des Jahrgangs 2001 und der jüngste Italiener, der einen Challenger-Titel gewann.[3] Er verbesserte sich um über 200 Plätze in der Weltrangliste und erreichte mit dem 324. Rang seinen bisherigen Karrierehöchststand. Am 3. März 2019, eine Woche später, gewann Sinner auch sein erstes ITF-Turnier in Trient. Am 31. März 2019 gewann Sinner das ITF Turnier von Santa Margherita di Pula nach einer dreiwöchigen Pause. Dadurch erreichte Sinner am 8. April 2019 mit Platz 316 ein neues Topranking. Bei den Hungarian Open 2019 erhielt Sinner eine Wildcard für die Qualifikation und konnte als Lucky Loser an seinem ersten ATP-Turnier teilnehmen und seinen ersten Sieg auf dieser verbuchen, die 26 Punkte für dieses Turnier reichten für Sinners Aufstieg in die Top 300 (295). Bei den Internazionali BNL d’Italia 2019 erreichte Sinner das Finale der internen italienischen Ausscheidung um eine Wildcard und erhielt dennoch eine des Veranstalters für das Hauptfeld. Dort gewann Sinner gegen Steve Johnson und somit erstmals gegen einen Top-100 Spieler. In der zweiten Runde verlor er das „NextGen“-Spiel gegen die Nummer 7 der Welt Stefanos Tsitsipas. Sinner erreichte dadurch ein erneutes Karrierehoch (229).[4] Nach zwei erfolgreichen Qualifikationen und darauffolgenden Erstrundenniederlagen bei den ATP-250-Turnieren in Lyon und ’s-Hertogenbosch scheiterte Sinner jeweils in der Qualifikation der höher klassifizierten Turniere in Halle und Wimbledon. In Umag verlor Sinner in der zweiten Runde gegen Aljaz Bedene. Beim Challenger in Lexington war Sinner an drei gesetzt und konnte das Turnier im Finale gegen Alex Bolt gewinnen, der ihn in der Qualifikation von Wimbledon noch (knapp) besiegt hatte. Dadurch erreichte Sinner mit Platz 135 erneut ein neues Karrierehoch. Eine Woche später verbesserte er sich weiter auf Rang 130. Bei den US Open 2019 konnte sich Sinner für das Hauptfeld qualifizieren und verlor dort in der ersten Runde gegen Stan Wawrinka; die 35 Punkte, die Sinner für Qualifikation und die erste Runde erhielt, reichten für ein neues bestes Ranking (128).

Im Herbst 2019 gewann Sinner zuerst als bislang jüngster Spieler die dritte Auflage der Next Generation ATP Finals mit einem Endspielsieg gegen Alex De Minaur[5] und gleich in der folgenden Woche sein drittes Challenger-Turnier mit einem Sieg gegen Sebastian Ofner in St. Ulrich.[6]

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
Next Generation ATP Finals (1)
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (3)

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 9. November 2019 Italien  Next Gen Finals Hartplatz (i) Australien  Alex De Minaur 4:2, 4:1, 4:2
ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 24. Februar 2019 Italien  Bergamo Hartplatz (i) Italien  Roberto Marcora 6:3, 6:1
2. 4. August 2019 Vereinigte Staaten  Lexington Hartplatz Australien  Alex Bolt 6:4, 3:6, 6:4
3. 17. November 2019 Italien  St. Ulrich in Gröden Hartplatz (i) Osterreich  Sebastian Ofner 6:2, 6:4

WeblinksBearbeiten

 Commons: Jannik Sinner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jannik Sinner ha vinto l'Itf dell'Ata Battisti. In: altoadige.it. Abgerufen am 7. März 2019 (italienisch).
  2. Jannik Sinner: „Ich will wie Seppi werden“. In: sportnews.bz. Abgerufen am 26. Februar 2019.
  3. Josh Meiseles: Sinner's Stunner: 17-Year-Old Reflects On Maiden Title. In: atptour.com. Abgerufen am 26. Februar 2019 (englisch).
  4. Italian Open: Sinner scheitert im Pre-Quali-Finale an Basso. In: rainews.it. 9. Mai 2019, abgerufen am 20. Mai 2019.
  5. Sinner Shines In The Spotlight. ATP, 10. November 2019, abgerufen am 18. November 2019 (englisch).
  6. Sinner's Encore: Jannik Soars To Ortisei Crown. ATP, 18. November 2019, abgerufen am 18. November 2019 (englisch).