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Fabio Fognini Tennisspieler
Fabio Fognini
Fabio Fognini 2014
Spitzname: Fogna
Nation: ItalienItalien Italien
Geburtstag: 24. Mai 1987
Größe: 178 cm
Gewicht: 79 kg
1. Profisaison: 2004
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Franco Davín
Preisgeld: 13.405.012 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 346:293
Karrieretitel: 9
Höchste Platzierung: 9 (15. Juli 2019)
Aktuelle Platzierung: 9
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 163:172
Karrieretitel: 5
Höchste Platzierung: 7 (20. Juli 2015)
Aktuelle Platzierung: 102
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
15. Juli 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Fabio Fognini (* 24. Mai 1987 in Sanremo) ist ein italienischer Tennisspieler.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Am 19. November 2007 wurde Fognini zum ersten Mal in den Top 100 der Tennisweltrangliste geführt. Sein bislang größter Einzelerfolg bei einem Grand-Slam-Turnier gelang ihm 2011 bei den French Open, als er dort ins Viertelfinale einzog. Er musste sich Novak Đoković allerdings kampflos geschlagen geben, da er sich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen hatte.

2013 gewann er bei seiner dritten Finalteilnahme zum ersten Mal ein ATP-Turnier. Er besiegte in Stuttgart den Favoriten Philipp Kohlschreiber in drei Sätzen. Bereits eine Woche später konnte er beim Turnier der ATP-World-Tour-500-Serie in Hamburg seinen zweiten Titel feiern; im Finale bezwang er den argentinischen Qualifikanten Federico Delbonis in drei Sätzen. Im kroatischen Umag erreichte Fognini dann das dritte Endspiel in Folge; er unterlag allerdings Tommy Robredo in zwei Sätzen. Dennoch gelang ihm der Sprung in die Top 20 der Weltrangliste.

In seiner Karriere gewann Fognini mit seinem Landsmann Simone Bolelli zudem drei ATP-Doppeltitel. Beim ATP-Turnier in Umag besiegten sie 2011 die Paarung Marin Čilić/Lovro Zovko mit 6:3, 5:7 und [10:7]. 2013 bezwangen sie bei der Copa Claro im Finale Nicholas Monroe und Simon Stadler, außerdem im Davis-Cup-Achtelfinale das kroatische Duo Marin Čilić und Ivan Dodig. 2015 gewannen sie schließlich die Doppelkonkurrenz der Australian Open, bei denen sie zwei Jahre zuvor bereits das Halbfinale erreicht hatten.

Am 21. April 2019 gewann er beim Turnier von Monte-Carlo das erste Masters-Turnier seiner Karriere. Im Finale schlug er Dušan Lajović mit 6:3, 6:4. Zuvor konnte Fognini im Halbfinale den elffachen Turniersieger Rafael Nadal in zwei Sätzen bezwingen.

Benehmen und Kontroversen auf dem PlatzBearbeiten

Fognini gilt auf dem Platz als unbeherrscht und exzentrisch. Insbesondere im Jahr 2014 fiel er auf mehreren Turnieren durch schlechtes Benehmen und Beleidigungen auf. Beim ATP-Turnier in Madrid drohte er im Match gegen Oleksandr Dolhopolow dem schwedischen Stuhlschiedsrichter und dem Publikum.[1] In Wimbledon wurde er (bei der Partie gegen Alex Kuznetsov) wegen Bedrohung von Offiziellen mit einer Strafe von 27.500 £ belegt; er warf den Veranstaltern anschließend außerdem vor, ihn bei den folgenden Spielansetzungen deshalb benachteiligt zu haben.[2] Im Juli 2014 beim ATP-Turnier in Hamburg bezeichnete er seinen serbischen Kontrahenten Filip Krajinović als „Zingaro di merda“ („Scheiß-Zigeuner“), wofür er sich später entschuldigte. Beim ATP-Turnier in Schanghai im selben Jahr verweigerte er nach seiner Niederlage Wang Chuhan den Handschlag am Netz; er schubste ihn stattdessen und zeigte dem Publikum den Mittelfinger, wofür er eine Geldstrafe (2.000 US-Dollar) kassierte.[3] Am 2. September 2017 wurde Fognini von den US Open 2017 von der Turnierleitung (Grand-Slam-Board) ausgeschlossen, da er in seiner Erstrundenbegegnung im Einzel gegen Stefano Travaglia, das er in fünf Sätzen verlor, die schwedische Stuhlschiedsrichterin Louise Engzell massiv sexistisch beleidigt hatte. Den Videoaufnahmen zufolge soll er sie mit „Una troia sei, pompinara!“, was auf deutsch übersetzt heißt „Eine Schlampe bist du, eine Fotze!“ angegiftet haben.[4] Wörtlich soll er mit „bocchinara“, auf deutsch „Schwanzlutscherin“ noch nachgelegt haben. Deshalb würde auch weiter gegen ihn ermittelt, was ihm am Ende eine zusätzliche Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar einbringen könnte.[5] Nachdem er in besagtem Erstrundenmatch bereits dreimal gegen den Verhaltenskodex verstoßen hatte, wurde er bereits mit einer Geldstrafe von 24.000 US-Dollar belegt.[6] Durch die Disqualifikation durfte Fognini zu seinem Achtelfinalmatch im Doppel mit seinem Landsmann Simone Bolelli nicht mehr antreten.[5]

Bei Wimbledon 2019 sagte Fognini nach seiner Drittrunden-Niederlage gegen Tennys Sandgren, auf der Tennis-Anlage solle „eine Bombe explodieren“. Er musste daraufhin 2700 Euro Strafe zahlen.[7]

PersönlichesBearbeiten

Seit dem 11. Juni 2016 ist er mit Flavia Pennetta verheiratet.[8] Am 19. Mai 2017 wurden die beiden Eltern eines Sohnes namens Federico.[9]

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Titel)
Grand Slam (1)
ATP Finals
ATP World Tour Masters 1000 (1)
ATP World Tour 500 (1)
ATP World Tour 250 (11)
ATP Challenger Tour (7)
Titel nach Belag
Sand (10)
Hartplatz (4)
Rasen (0)

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP World TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 14. Juli 2013 Deutschland  Stuttgart Sand Deutschland  Philipp Kohlschreiber 5:7, 6:4, 6:4
2. 21. Juli 2013 Deutschland  Hamburg Sand Argentinien  Federico Delbonis 4:6, 7:68, 6:2
3. 9. Februar 2014 Chile  Viña del Mar Sand Argentinien  Leonardo Mayer 6:2, 6:4
4. 24. Juli 2016 Kroatien  Umag Sand Slowakei  Andrej Martin 6:4, 6:1
5. 30. Juli 2017 Schweiz  Gstaad Sand Deutschland  Yannick Hanfmann 6:4, 7:5
6. 4. März 2018 Brasilien  São Paulo Sand (i) Chile  Nicolás Jarry 1:6, 6:1, 6:4
7. 22. Juli 2018 Schweden  Båstad Sand Frankreich  Richard Gasquet 6:3, 3:6, 6:1
8. 5. August 2018 Mexiko  Los Cabos Hartplatz Argentinien  Juan Martín del Potro 6:4, 6:2
9. 21. April 2019 Monaco  Monte Carlo Sand Serbien  Dušan Lajović 6:3, 6:4
ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 6. Juli 2008 Italien  Turin Sand Argentinien  Diego Junqueira 6:3, 6:1
2. 7. September 2008 Italien  Genua Sand Italien  Gianluca Naso 6:4, 6:3
3. 12. Juli 2009 Italien  San Benedetto Sand Argentinien  Cristian Villagrán 6:75, 7:62, 6:0
4. 12. September 2010 Italien  Genua Sand Italien  Potito Starace 6:4, 6:1
5. 3. Oktober 2010 Italien  Neapel Sand Serbien  Boris Pašanski 6:4, 4:2 aufg.
6. 24. Oktober 2010 Chile  Santiago de Chile Sand Chile  Paul Capdeville 6:2, 7:62

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 29. April 2012 Rumänien  Bukarest Sand Frankreich  Gilles Simon 4:6, 3:6
2. 23. September 2012 Russland  St. Petersburg (1) Hartplatz (i) Slowakei  Martin Kližan 2:6, 3:6
3. 28. Juli 2013 Kroatien  Umag Sand Spanien  Tommy Robredo 0:6, 3:6
4. 16. Februar 2014 Argentinien  Buenos Aires Sand Spanien  David Ferrer 4:6, 3:6
5. 4. Mai 2014 Deutschland  München Sand Slowakei  Martin Kližan 6:2, 1:6, 2:6
6. 22. Februar 2015 Brasilien  Rio de Janeiro Sand Spanien  David Ferrer 2:6, 3:6
7. 2. August 2015 Deutschland  Hamburg Sand Spanien  Rafael Nadal 5:7, 5:7
8. 23. Oktober 2016 Russland  Moskau Hartplatz (i) Spanien  Pablo Carreño Busta 6:4, 3:6, 2:6
9. 24. September 2017 Russland  St. Petersburg (2) Hartplatz (i) Bosnien und Herzegowina  Damir Džumhur 6:3, 4:6, 2:6
10. 30. September 2018 China Volksrepublik  Chengdu Hartplatz Australien  Bernard Tomic 1:6, 6:3, 6:77

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP World TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 30. Juli 2011 Kroatien  Umag Sand Italien  Simone Bolelli Kroatien  Marin Čilić
Kroatien  Lovro Zovko
6:3, 5:7, [10:7]
2. 24. Februar 2013 Argentinien  Buenos Aires Sand Italien  Simone Bolelli Deutschland  Simon Stadler
Vereinigte Staaten  Nicholas Monroe
6:3, 6:2
3. 31. Januar 2015 Australien  Australian Open Hartplatz Italien  Simone Bolelli Frankreich  Pierre-Hugues Herbert
Frankreich  Nicolas Mahut
6:4, 6:4
4. 2. Oktober 2016 China Volksrepublik  Shenzhen Hartplatz Schweden  Robert Lindstedt Osterreich  Oliver Marach
Frankreich  Fabrice Martin
7:64, 6:3
5. 23. September 2018 Russland  St. Petersburg Hartplatz (i) Italien  Matteo Berrettini Tschechien  Roman Jebavý
Niederlande  Matwé Middelkoop
7:66, 7:64
ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 16. Oktober 2010 Paraguay  Asunción Sand Italien  Paolo Lorenzi Argentinien  Carlos Berlocq
Argentinien  Brian Dabul
6:3, 6:4

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 14. Juli 2008 Kroatien  Umag Sand Argentinien  Carlos Berlocq Slowakei  Michal Mertiňák
Tschechien  Petr Pála
6:2, 3:6, [5:10]
2. 27. Februar 2010 Mexiko  Acapulco (1) Sand Italien  Potito Starace Polen  Łukasz Kubot
Osterreich  Oliver Marach
0:6, 0:6
3. 12. April 2012 Marokko  Casablanca Sand Italien  Daniele Bracciali Deutschland  Dustin Brown
Australien  Paul Hanley
5:7, 3:6
4. 2. März 2013 Mexiko  Acapulco (2) Sand Italien  Simone Bolelli Polen  Łukasz Kubot
Spanien  David Marrero
5:7, 2:6
5. 6. Oktober 2013 China Volksrepublik  Peking Hartplatz Italien  Andreas Seppi Weissrussland  Max Mirny
Rumänien  Horia Tecău
4:6, 2:6
6. 22. März 2015 Vereinigte Staaten  Indian Wells Hartplatz Italien  Simone Bolelli Kanada  Vasek Pospisil
Vereinigte Staaten  Jack Sock
4:6, 7:63, [7:10]
7. 19. April 2015 Monaco  Monte Carlo Sand Italien  Simone Bolelli Vereinigte Staaten  Bob Bryan
Vereinigte Staaten  Mike Bryan
6:73, 1:6
8. 18. Oktober 2015 China Volksrepublik  Shanghai Hartplatz Italien  Simone Bolelli Sudafrika  Raven Klaasen
Brasilien  Marcelo Melo
3:6, 3:6
9. 22. Juli 2018 Schweden  Båstad Sand Italien  Simone Bolelli Chile  Julio Peralta
Argentinien  Horacio Zeballos
3:6, 4:6

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fabio Fognini dreht erneut durch – Schiedsrichter bedroht. In: tennisnet.com. 7. Mai 2014, abgerufen am 10. April 2019.
  2. Nick Purewal: Fabio Fognini slams Wimbledon's traditions after crashing out to Kevin Anderson. In: dailymail.co.uk. 7. Juni 2014, abgerufen am 10. April 2019.
  3. Tennisprofi Fognini bestraft. In: spiegel.de. 9. Oktober 2014, abgerufen am 10. April 2019.
  4. Fognini nach übler Schiri-Beleidigung disqualifiziert. In: bluewin.ch. 2. September 2017, archiviert vom Original am 3. September 2017; abgerufen am 10. April 2019.
  5. a b Tennisprofi Fognini von US Open ausgeschlossen. In: sueddeutsche.de. 3. Juli 2017, abgerufen am 3. Juli 2017.
  6. Kevin Mitchell: Fabio Fognini thrown out of US Open over obscene remarks at umpire. In: theguardian.com. 2. September 2017, abgerufen am 3. September 2017 (englisch).
  7. Wimbledon - Freude beim Kassenwart. In: sportschau.de. 9. Juli 2019, abgerufen am 9. Juli 2019.
  8. Flavia und Fabio – Traumhochzeit in Italien! In: tennisnet.com. 13. Juni 2016, abgerufen am 13. Juni 2016.
  9. Björn Walter: Baby-Glück bei Flavia und Fabio. In: spox.com. 19. Mai 2017, abgerufen am 19. Mai 2017.