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Denis Shapovalov Tennisspieler
Denis Shapovalov
Shapovalov 2018
Nation: KanadaKanada Kanada
Geburtstag: 15. April 1999
Größe: 183 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: 2016
Spielhand: Links, einhändige Rückhand
Trainer: Martin Laurendeau
Tessa Shapovalova
Preisgeld: 1.953.690 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 39:35
Höchste Platzierung: 23 (11. Juni 2018)
Aktuelle Platzierung: 28
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 3:9
Höchste Platzierung: 356 (16. Juli 2018)
Aktuelle Platzierung: 397
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
27. August 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Denis Shapovalov (* 15. April 1999 in Tel Aviv, Israel) ist ein kanadischer Tennisspieler.

PrivatesBearbeiten

Denis Shapovalov wurde in Tel Aviv, Israel geboren. Sein Vater Wiktor, ein ehemaliger Volleyballspieler, und seine Mutter Tessa, eine Tennistrainerin, sind Russen. Die Familie zog nach Richmond Hill, Kanada, als Denis noch kein Jahr alt war.[1][2] Seit er fünf Jahre alt war, trainierte er mit seiner Mutter, die einen Tennisklub in Vaughan eröffnete – auch um ihrem Sohn einen Trainingsstützpunkt zu bieten.[3][4]

KarriereBearbeiten

Junior TourBearbeiten

Mit 14 Jahren spielte Shapovalov 2013 erstmals auf der Tour der Junioren. Im selben Jahr gewann er seinen ersten Titel. Seine größten Erfolge auf der Tour feierte er im Jahr 2016, wo er bei den French Open das Halbfinale erreichte sowie in Wimbledon, wo er im Finale Alex De Minaur bezwang. Darüber hinaus gewann er den Doppelwettbewerb der US Open 2015 und stand 2016 auch im Doppelfinale von Wimbledon. Der Erfolg führte Shapovalov bis auf Platz 2 der Junior-Weltrangliste.

Ab 2016Bearbeiten

Nachdem Shapovalov 2015 bereits kleine Erfolge bei Turnieren der ITF Future Tour gefeiert hatte (u. a. ein Halbfinale und einen Doppeltitel), spielte der Kanadier 2016 vermehrt bei den Profis. Hier gewann er Ende Januar seinen ersten Einzel-Future-Titel. Wenig später spielte er erstmals erfolgreich ein Turnier der ATP Challenger Tour in Drummondville, an dem er dank einer Wildcard teilnehmen konnte. Hier stieß er nach Siegen gegen die Nummer 101 der Welt Austin Krajicek und Renzo Olivo bis ins Halbfinale vor. Durch diesen Erfolg rückte er in die Top 500 der Weltrangliste vor.

Nach zwei Future-Titeln und seinem Erfolg in Wimbledon, nach denen er keine Junior-Turniere mehr spielte, konnte Shapovalov mit den Citi Open in Washington, D.C. erstmals an einem Turnier der ATP World Tour erneut dank einer Wildcard teilnehmen. Hier war Lukáš Lacko in drei Sätzen noch eine Nummer zu groß. Einen Monat später beim Rogers Cup in Toronto gelang ihm jedoch mit einem Sieg gegen den Weltranglisten-19. Nick Kyrgios eine große Überraschung. Er gewann mit 7:6, 3:6, 6:3, verlor in Runde zwei jedoch gegen Grigor Dimitrow. Bis zum Ende des Jahres spielte er ausschließlich Challengers, wo er ein weiteres Mal – in Gatineau – ein Halbfinale erreichte. Das Jahr beendete der 17-Jährige auf Platz 250, knapp 1000 Plätze besser als im Vorjahr.

Im März 2017 konnte Shapovalov seinen ersten Titelgewinn auf der ATP Challenger Tour in Drummondville feiern, als er im Finale Ruben Bemelmans mit 6:3, 6:2 bezwang. Durch diesen Erfolg schaffte er erstmals den Sprung in die Top 200 der Weltrangliste.

Shapovalov erreichte im August 2017 beim Rogers Cup in Montreal erstmals das Halbfinale bei einem Masters. Er bezwang zunächst im Achtelfinale den an Nummer eins gesetzten Rafael Nadal in drei Sätzen. Nach einem Viertelfinalsieg gegen Adrian Mannarino verlor er gegen den späteren Turniersieger Alexander Zverev in zwei Sätzen. Durch diesen Erfolg gelang Shapovalov das erste Mal der Sprung unter die Top 100 der Weltrangliste.

Nach einer durchwachsenen Saison 2018 erreichte Shapavalov im März 2019 in Miami sein zweites Masters 1000 Halbfinale. In diesem verlor er mit 2:6 4:6 gegen Roger Federer. Am 20. Oktober 2019 holte Shapovalov in Stockholm seinen ersten Titel auf der ATP-Tour. Im Finale bezwang er den Kroaten Filip Krajinović mit 6:4 6:4.

Davis CupBearbeiten

2015 gewann Denis Shapovalov mit Félix Auger-Aliassime und Benjamin Sigouin die Juniorausgabe des Davis Cups. Der Titel war Kanadas erster Sieg bei dieser Veranstaltung.

Er spielte dann 2016 erstmals für die kanadische Davis-Cup-Mannschaft in der Weltgruppen-Relegation gegen Chile. Dort spielte er im, angesichts des Standes von 3:0, nicht mehr relevanten vierten Match gegen Christian Garín und gewann in zwei Sätzen.

In der Erstrunden-Begegnung des Davis Cup 2017 gegen Großbritannien spielte Shapovalov die fünfte und entscheidende Partie gegen Kyle Edmund. Aus Enttäuschung über eigene Fehler drosch er beim Stand von 0:2 Sätzen einen Ball weg und traf damit den Stuhlschiedsrichter am Auge. Shapovalov wurde dafür disqualifiziert, Großbritannien gewann die Begegnung.[5]

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (1)
ATP Challenger Tour (2)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (1)
Sand (0)
Rasen (0)

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 20. Oktober 2019 Schweden  Stockholm Hartplatz (i) Serbien  Filip Krajinović 6:4, 6:4
ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 19. März 2017 Kanada  Drummondville Hartplatz (i) Belgien  Ruben Bemelmans 6:3, 6:2
2. 23. Juli 2017 Kanada  Gatineau Hartplatz Kanada  Peter Polansky 6:1, 3:6, 6:3

DoppelBearbeiten

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 16. Juni 2019 Deutschland  Stuttgart Rasen Indien  Rohan Bopanna Australien  John Peers
Brasilien  Bruno Soares
5:7, 3:6

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2016 2017 2018 2019 Karriere
Australian Open 2 3 3
French Open Q1 2 1 2
Wimbledon 1 2 2
US Open AF 3 AF

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Marvin Glassman: Israeli tennis coach and Jewish player lead Canada. In: cjnews.com. 1. November 2015, abgerufen am 12. Januar 2017 (englisch).
  2. Sandra Harwitt: Shapovalov the Canadian champion at Wimbledon. In: itftennis.com. 10. Juli 2016, abgerufen am 12. Januar 2017 (englisch).
  3. Rachel Brady: Is Denis Shapovalov the next big thing in Canadian tennis? In: theglobeandmail.com. 15. Juli 2016, abgerufen am 15. Juli 2016 (englisch).
  4. Q&A with Denis Shapovalov. In: merchantoftennis.com. Abgerufen am 12. Januar 2017 (englisch).
  5. Kanadier schießt Schiedsrichter mit Ball ab. In: spiegel.de. 6. Februar 2017, abgerufen am 6. Februar 2017.