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Michail Michailowitsch Juschny

russischer Tennisspieler
Michail Juschny Tennisspieler
Michail Juschny
Juschny 2016 in Wimbledon
Nation: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 25. Juni 1982
Größe: 183 cm
Gewicht: 73 kg
1. Profisaison: 1999
Rücktritt: 2018
Spielhand: Rechts, einhändige Rückhand
Trainer: Boris Sobkin
Preisgeld: 14.035.789 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 497:406
Karrieretitel: 10
Höchste Platzierung: 8 (28. Januar 2008)
Aktuelle Platzierung: 99
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 154:193
Karrieretitel: 9
Höchste Platzierung: 38 (11. April 2011)
Aktuelle Platzierung: 645
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
21. Mai 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Michail Michailowitsch Juschny (russisch Михаил Михайлович Южный; englisch Mikhail Mikhailovich Youzhny; * 25. Juni 1982 in Moskau, Russische SFSR, Sowjetunion) ist ein ehemaliger russischer Tennisspieler.

KarriereBearbeiten

1999 wurde Juschny Profi. Im Jahr 2000 erreichte er in Moskau sein erstes Viertelfinale auf der ATP Tour. Bei seinem ersten Grand-Slam-Turnier, den Australian Open, erreichte er 2001 gleich die dritte Runde. Es folgte das erste ATP-Tour-Halbfinale in Kopenhagen. In Wimbledon unterlag er im Achtelfinale Patrick Rafter. Bei den US Open erreichte er die dritte Runde, in der er gegen Pete Sampras verlor.

2002 sicherte sich Juschny seinen ersten ATP-Titel, zudem führte er Russland in der entscheidenden Partie gegen Frankreich zum ersten Gewinn des Davis Cups. Er wurde, als es nach vier Partien 2:2 unentschieden stand, anstelle des außer Form spielenden Jewgeni Kafelnikow für das entscheidende letzte Einzel nominiert. Obwohl die Partie in Frankreich stattfand, konnte er nach einem 0:2-Satzrückstand Paul-Henri Mathieu noch in fünf Sätzen besiegen. Seine Teamkollegen Kafelnikow und Marat Safin bezeichneten ihn damals als den „neuen Tennisstar Russlands“ und der eigens angereiste ehemalige Präsident Boris Jelzin gratulierte ihm persönlich.

2003 beendete Juschny in den Top 50, das Jahr 2004 in den Top 20.

2006 erreichte er bei den US Open zum ersten Mal das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Im Viertelfinale schlug er dabei die Nummer zwei der Welt, Rafael Nadal, in vier Sätzen. Im Halbfinale unterlag er dann Andy Roddick, wiederum in vier Sätzen.

2007 gewann Juschny das Turnier von Rotterdam. Zudem erreichte er bei den Turnieren in Dubai, wo er Roger Federer unterlag, und in München, wo er gegen Philipp Kohlschreiber verlor, jeweils das Endspiel. Bei den French Open zog er ins Achtelfinale ein, in dem er sich erneut Federer geschlagen geben musste. Auch in Wimbledon stand Juschny im Achtelfinale, er unterlag dort Rafael Nadal in fünf Sätzen.

2008 begann er die Saison mit seinem vierten ATP-Turniersieg, als er im Finale von Chennai Nadal mit 6:0, 6:1 besiegen konnte. Bei den darauf folgenden Australien Open kam er erstmals ins Viertelfinale, in dem er dem späteren Überraschungsfinalisten Jo-Wilfried Tsonga unterlag. Juschny erreichte in der Woche darauf mit Rang 8 seine bislang beste Platzierung in der ATP-Weltrangliste.

Im Februar 2010 stieß er in Rotterdam bis ins Finale vor; er musste das Match gegen Robin Söderling allerdings im zweiten Satz wegen körperlicher Probleme aufgeben. Gleich beim nächsten Turnier in Dubai zog er wieder ins Finale ein, verlor dort jedoch nach hartem Kampf mit 5:7, 7:5 und 3:6 gegen Novak Đoković. Bei den BMW Open gewann er dann seinen sechsten Einzeltitel.

Am 20. September 2018 beendete er nach einer Niederlage im Achtelfinale gegen Roberto Bautista Agut in Sankt Petersburg seine Karriere.[1]

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500 (4)
ATP International Series
ATP World Tour 250 (15)
ATP Challenger Tour (8)
Titel nach Belag
Hartplatz (10)
Sand (4)
Rasen (3)
Teppich (2)

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 20. Mai 2000 Usbekistan  Samarqand Sand Norwegen  Jan Frode Andersen 7:67, 2:6, 7:68
2. 8. November 2015 Deutschland  Eckental Sand (i) Deutschland  Benjamin Becker 7:5, 6:3
3. 10. Januar 2016 Thailand  Bangkok Hartplatz Japan  Gō Soeda 6:3, 6:4
4. 17. Januar 2016 Thailand  Bangkok-2 Hartplatz Tschechien  Adam Pavlásek 6:4, 6:1
5. 24. Januar 2016 Philippinen  Manila Hartplatz Schweiz  Marco Chiudinelli 6:4, 6:4
6. 22. Oktober 2017 China Volksrepublik  Ningbo Hartplatz Japan  Taro Daniel 6:1, 6:1
7. 29. Oktober 2017 Vietnam  Ho-Chi-Minh-Stadt Hartplatz Australien  John Millman 6:4, 6:4
ATP World TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 15. Juli 2002 Deutschland  Stuttgart Sand Argentinien  Guillermo Cañas 6:3, 3:6, 3:6, 6:4, 6:4
2. 25. Oktober 2004 Russland  St. Petersburg Teppich (i) Slowakei  Karol Beck 6:2, 6:2
3. 19. Februar 2007 Niederlande  Rotterdam Hartplatz (i) Kroatien  Ivan Ljubičić 6:2, 6:4
4. 6. Januar 2008 Indien  Chennai Hartplatz Spanien  Rafael Nadal 6:0, 6:1
5. 25. Oktober 2009 Russland  Moskau Hartplatz Serbien  Janko Tipsarević 6:75, 6:0, 6:4
6. 9. Mai 2010 Deutschland  München Sand Kroatien  Marin Čilić 6:3, 4:6, 6:4
7. 3. Oktober 2010 Malaysia  Kuala Lumpur Hartplatz Kasachstan  Andrei Golubew 6:77, 6:2, 7:63
8. 5. Februar 2012 Kroatien  Zagreb Hartplatz (i) Slowakei  Lukáš Lacko 6:2, 6:3
9. 28. Juli 2013 Schweiz  Gstaad Sand Niederlande  Robin Haase 6:3, 6:4
10. 27. Oktober 2013 Spanien  Valencia Hartplatz (i) Spanien  David Ferrer 6:3, 7:5

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 28. Oktober 2002 Russland  St. Petersburg (1) Hartplatz (i) Frankreich  Sébastien Grosjean 5:7, 4:6
2. 20. September 2004 China Volksrepublik  Peking Hartplatz Russland  Marat Safin 6:74, 5:7
3. 3. März 2007 Vereinigte Arabische Emirate  Dubai (1) Hartplatz Schweiz  Roger Federer 4:6, 3:6
4. 6. Mai 2007 Deutschland  München (1) Sand Deutschland  Philipp Kohlschreiber 6:2, 3:6, 4:6
5. 10. Mai 2009 Deutschland  München (2) Sand Tschechien  Tomáš Berdych 4:6, 6:4, 6:75
6. 11. Oktober 2009 Japan  Tokio Hartplatz Frankreich  Jo-Wilfried Tsonga 3:6, 3:6
7. 7. November 2009 Spanien  Valencia Hartplatz (i) Vereinigtes Konigreich  Andy Murray 3:6, 2:6
8. 14. Februar 2010 Niederlande  Rotterdam Hartplatz (i) Schweden  Robin Söderling 4:6, 0:2 Aufgabe
9. 28. Februar 2010 Vereinigte Arabische Emirate  Dubai (2) Hartplatz Serbien  Novak Đoković 5:7, 7:5, 3:6
10. 31. Oktober 2010 Russland  St. Petersburg (2) Hartplatz (i) Kasachstan  Michail Kukuschkin 3:6, 6:72
11. 16. Juni 2013 Deutschland  Halle Rasen Schweiz  Roger Federer 7:65, 3:6, 4:6

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 9. Juli 2000 Deutschland  Ulm Sand Bulgarien  Orlin Stanoitschew Deutschland  Tomas Behrend
Deutschland  Karsten Braasch
6:7, 7:5, 6:0
ATP World TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 17. Oktober 2005 Russland  Moskau Teppich (i) Weissrussland  Max Mirny Russland  Igor Andrejew
Russland  Nikolai Dawydenko
6:1, 6:1
2. 7. Januar 2007 Katar  Doha Hartplatz Serbien  Nenad Zimonjić Tschechien  Martin Damm
Indien  Leander Paes
6:1, 7:63
3. 6. Mai 2007 Deutschland  München Sand Deutschland  Philipp Kohlschreiber Tschechien  Jan Hájek
Tschechien  Jaroslav Levinský
6:1, 6:4
4. 15. Juni 2008 Deutschland  Halle (1) Rasen Deutschland  Mischa Zverev Tschechien  Lukáš Dlouhý
Indien  Leander Paes
3:6, 6:4, [10:3]
5. 5. Oktober 2008 Japan  Tokio Hartplatz Deutschland  Mischa Zverev Tschechien  Lukáš Dlouhý
Indien  Leander Paes
6:3, 6:4
6. 14. Juni 2009 Vereinigtes Konigreich  Queen’s Club Rasen Sudafrika  Wesley Moodie Brasilien  Marcelo Melo
Brasilien  André Sá
6:4, 4:6, [10:6]
7. 13. Juni 2010 Deutschland  Halle (2) Rasen Ukraine  Serhij Stachowskyj Tschechien  Martin Damm
Slowakei  Filip Polášek
4:6, 7:5, [10:7]
8. 26. Februar 2011 Vereinigte Arabische Emirate  Dubai Hartplatz Ukraine  Serhij Stachowskyj Frankreich  Jérémy Chardy
Spanien  Feliciano López
4:6, 6:3, [10:3]
9. 5. Februar 2012 Kroatien  Zagreb Hartplatz (i) Zypern Republik  Marcos Baghdatis Kroatien  Ivan Dodig
Kroatien  Mate Pavić
6:2, 6:2

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 9. Januar 2005 Katar  Doha Hartplatz Rumänien  Andrei Pavel Spanien  Albert Costa
Spanien  Rafael Nadal
3:6, 6:4, 3:6
2. 18. September 2005 China Volksrepublik  Peking Hartplatz (i) Russland  Dmitri Tursonow Vereinigte Staaten  Justin Gimelstob
Australien  Nathan Healey
6:4, 3:6, 2:6
3. 24. Februar 2008 Niederlande  Rotterdam Sand Deutschland  Philipp Kohlschreiber Tschechien  Tomáš Berdych
Russland  Dmitri Tursonow
5:7, 6:3, [7:10]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Michail Juschny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aus in St. Petersburg: Mikhail Youzhny hat seine Karriere beendet. In: spox.com. 20. September 2018, abgerufen am 21. September 2018.