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Lafer Indústria e Comércio

Unternehmen in Brasilien
Lafer S.A. Indústria e Comércio
Rechtsform Sociedade Anônima
Gründung 1927
Sitz São Paulo, Brasilien
Branche Möbel, Automobile
Website www.lafer.com.br

MP Lafer

Lafer S.A. Indústria e Comércio[1] ist ein brasilianisches Unternehmen und ehemaliger Hersteller von Automobilen.[2][3]

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Das Unternehmen wurde 1927 in São Paulo zur Herstellung von Möbeln gegründet.[4] Percyval Lafer, einer der drei Brüder, denen das Unternehmen gehörte, entwickelte ein Auto.[4] Das erste Fahrzeug wurde 1972 auf einer einheimischen Automobilausstellung und 1973 auf der Brüsseler Automobilmesse präsentiert.[4] Im Mai 1974 begann die Serienproduktion in einem Werk in São Bernardo do Campo.[4] Die Markennamen lauteten Lafer[2][3][4][5][6] und MP[2][4]. 1990 endete die Fahrzeugproduktion.[4][5] Eine Quelle gibt davon abweichend an, dass die Produktion bis 2009 lief.[6] Insgesamt entstanden über 4300 Fahrzeuge.[4]

Als Möbelhersteller existiert das Unternehmen heute noch.

ExportBearbeiten

Die Fahrzeuge wurden in 17[3] oder 24[4] Länder exportiert. Kühn aus Hamburg und Scheib aus Ansbach waren die deutschen Importeure.[2] Insgesamt wurden etwa 1000 Fahrzeuge exportiert.[4] Italien nahm die meisten Fahrzeuge ab.[3]

FahrzeugeBearbeiten

Der erste Prototyp wurde MGT genannt. Dies war die Nachbildung des MG TD. Die Basis bildete das Fahrgestell vom VW Käfer. Darauf wurde eine Karosserie aus Fiberglas montiert.[4]

In der Serienversion hieß das Modell MP Lafer. Der luftgekühlte Vierzylinder-Boxermotor mit 1500 cm³ Hubraum, einem Vergaser und 52 PS Leistung war im Heck montiert und trieb die Hinterräder an. Noch 1974, nach der Auslieferung der ersten 40 Wagen,[2][3] erhielten die Fahrzeuge den größeren Motor vom VW Brasília mit 1600 cm³ Hubraum und 60 PS Leistung.[4]

Der zwischen 1978 und 1990 hergestellte MP TI war eine Abwandlung des MP Lafer mit dem gleichen Motor.[4]

Ab 1986 wurde der Prototyp MP-TX entwickelt. Er hatte einen wassergekühlten Vierzylinder-Reihenmotor von Volkswagen do Brasil mit 1800 cm³ Hubraum als Frontmotor.[4]

Ab 1976 gab es kurzzeitig auch den Lafer LL. Dies war ein Coupé mit 2 + 2 Sitzen, entworfen von Rigoberto Soler. Der Sechszylindermotor mit 4100 cm³ Hubraum, Dreifachvergaser und 200 PS kam vom Chevrolet Opala. Von diesem Modell entstanden nur sechs Fahrzeuge.[4]

Eine Quelle nennt auch das Modell Z als Nachfolger des Lafer LL.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Lafer; MP Lafer.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 846. (englisch)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lafer Indústria e Comércio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bloomberg (englisch, abgerufen am 24. September 2016)
  2. a b c d e f Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Lafer; MP Lafer.
  3. a b c d e George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 846. (englisch)
  4. a b c d e f g h i j k l m n o João F. Scharinger: Lexicar Brasil (portugiesisch, abgerufen am 24. September 2016)
  5. a b d’Auto (niederländisch, abgerufen am 24. September 2016)
  6. a b Allcarindex (englisch, abgerufen am 24. September 2016)