2010er

Jahrzehnt

Die 2010er Jahre waren das Jahrzehnt zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. Dezember 2019.

2010er
Montage wichtiger Ereignisse der 2010er

Der Beginn des Jahrzehnts liegt im Schein der verschärften Staatsschuldenkrise im Euroraum. Länder wie Griechenland, Spanien oder Italien haben mit schwerwiegenden Haushaltsdefiziten und daraus folgender hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Mithilfe von sogenannten Rettungsschirmen sollen diese Mitgliedsländer vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden. Aus diesem Grund beschließen die Staats- und Regierungschefs der gemeinsamen Währungszone im Dezember 2011 den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), der den betroffenen Staaten Notkredite und Bürgschaften zusichern soll.

Das Jahrzehnt gilt bis dato als heißestes Jahrzehnt der Menschheitsgeschichte und war laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) von „außerordentlicher Hitze, Gletscherschmelze und einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels“ geprägt.[1] Die Klimawissenschaftlerin Kate Marvel fasste zum Jahreswechsel 2019/2020 die Situation wie folgt zusammen: „Dies ist das Jahrzehnt, in dem wir wussten, dass wir Recht hatten. Es begann mit dem wärmsten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen; mindestens fünf Mal wurde dieser Rekord danach gebrochen. Kohlendioxid in der Atmosphäre erreichte ein noch nie dagewesenes Niveau seit Menschen Hominine waren. Es gab Dürren und Überschwemmungen und brutale Hitzewellen. Korallenriffe wurden weiß und gaben auf. Australien ist der Dürre unterworfen. Der Amazonas brennt.“[2]

Der Tod des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi, der durch eine Selbstverbrennung seinen Protest gegen die demütigende Praxis der Regierung zum Ausdruck bringen wollte, entfacht am 17. Dezember 2010 wochenlange Massenunruhen in Tunesien, infolgedessen der Präsident Zine el-Abidine Ben Ali entmachtet und zur Flucht gezwungen wird. In den anschließenden Monaten breiten sich die Aufstände in weiten Regionen Nordafrikas sowie Vorderasiens aus, was auch als Arabischer Frühling bezeichnet wird. So kommt es auch in Ägypten, Libyen und im Jemen zu Umstürzen bzw. Rücktritten der dortigen Staatsoberhäupter, während die Unruhen in Syrien in einen bis heute andauernden Bürgerkrieg münden.

Vor diesem Hintergrund und nicht zuletzt hinsichtlich der wachsenden Bedrohungslage durch den Islamischen Staat machen sich immer mehr Menschen auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa, was zur Mitte des Jahrzehnts zu einer europaweiten Flüchtlingskrise und damit einhergehend in vielen EU-Mitgliedstaaten zu einer Erstarkung rechtspopulistischer sowie -extremistischer Parteien und gesellschaftspolitischen Spannungen führt. Auch in anderen Teilen der Welt kommt es zu einem Erstarken des Rechtspopulismus, was sich insbesondere in der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und der Wahl von Jair Bolsonaro zum Präsidenten von Brasilien ausdrückt.

Weitere Entwicklungen, die dieses Jahrzehnt die Weltpolitik beschäftigen, sind der anhaltende Korea-Konflikt, die massive Wirtschaftskrise in Venezuela, der Krieg in der Ukraine seit 2014, der Atomstreit mit dem Iran, die neuerlich angespannten Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten und der Brexit.

In westeuropäischen Städten kommt es in der zweiten Hälfte vermehrt zu islamistisch motivierten Terroranschlägen, von denen Frankreich, Großbritannien, Belgien, Spanien, Dänemark und Deutschland betroffen sind. In anderen Teilen der Welt fällt die Gefahr durch islamistischen Terrorismus jedoch weiterhin höher aus, so beherrscht der Islamische Staat ab 2014 weite Teile Syriens und des Irak, im Norden Nigerias verübt Boko Haram zahlreiche brutale Terrorakte, in Somalia Al-Shaabab, in Afghanistan die Taliban. Andererseits erschüttern auch rechtsextrem und islamophob motivierte Anschläge die westliche Welt, wie etwa 2011 in Norwegen, 2016 in München oder 2019 in Christchurch, Neuseeland.

In den Gesellschaften vieler Länder wird im Laufe des Jahrzehnts der Gebrauch von Smartphones und Tablets in allen sozialen Schichten und Altersstufen üblich und erübrigt zunehmend die Notwendigkeit stationärer Computer. Der Einfluss der neuen Medien, insbesondere der sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter, hat zu einer Veränderung der politischen Meinungsbildung geführt. Anbieter von Streaming-Diensten traten in den TV-Markt ein und wurden durch ihr alternatives Konsummodell, das sich durch jederzeitiges Abrufen (Stream) von digitalen Medien gegenüber dem klassischen Fernsehen und seinen Sendern auszeichnet, zu Konkurrenten derselben.[3][4]

In den letzten Wochen des Jahrzehnts treten in China die ersten Fälle der Krankheit COVID-19 auf, ohne größere Beachtung außerhalb Chinas zu finden.

BenennungBearbeiten

Die heute am häufigsten anzutreffende Bezeichnung sind die 2010er oder auch die Zehnerjahre.

VorsätzeBearbeiten

EreignisseBearbeiten

PolitikBearbeiten

 
100.000 Menschen in Athen, protestieren gegen das Spardiktat ihrer Regierung, 29. Mai 2011
 
Die Demonstration vom Occupy Wall Street, 2011
 
Französische Truppen beginnen in Mali den Angriff gegen militante Islamisten

WirtschaftBearbeiten

 
Beispiele der Gewinnung erneuerbarer Energieträger: Biogas, Photovoltaik und Windenergie

KatastrophenBearbeiten

 
Ölkatastrophe Deepwater Horizon
 
Erdbeben in Port-au-Prince, 13. Januar 2010
  • 2010: Bei einem Erdbeben der Magnitude 7,0 am 12. Januar in der Nähe von Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti sterben schätzungsweise 300.000 Menschen, 1,2 Millionen werden obdachlos. Es handelt sich um das bisher schwerste Beben in der Geschichte Nord- und Südamerikas.
  • 2010: Bei dem Flugzeugabsturz von Smolensk am 10. April sterben alle 96 Insassen, darunter Polens Staatspräsident Lech Kaczyński und weitere Persönlichkeiten aus Politik und dem Militär.
  • 2010: Eine Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon am 20. April führt zur schlimmsten Ölkatastrophe der Vereinigten Staaten von Amerika.
  • 2010: Am 24. Juli kommt es während der Loveparade in Duisburg zu einer Massenpanik, bei der 21 Menschen sterben. Mindestens 652 weitere Personen werden zum Teil schwer verletzt.
  • 2010: Die Aschewolke nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island führt zu Stilllegungen des europäischen Luftverkehrs.
  • 2010: Im Juli und August kommen durch die Überschwemmungskatastrophe in Pakistan etwa 2000 Menschen ums Leben, Hunderttausende werden obdachlos.
  • 2011: Am 22. Februar kommt es in Neuseeland zu einem schweren Erdbeben der Magnitude 6,3. Durch die Auswirkungen des Bebens wurden 166 Menschen getötet und 4460 verletzt. In Christchurch und Umgebung wurden zahlreiche Gebäude zerstört oder schwer beschädigt.
  • 2011: Am 11. März kommt es in Japan zu einem schweren Erdbeben der Magnitude 9,0, das einen Tsunami und die Nuklearkatastrophe von Fukushima zur Folge hat.
  • 2012: Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia schlug am 13. Januar vor Insel Giglio leck. Bei dem Unglück kommen 32 Menschen ums Leben. Am 16. September 2013 wurde mit der Bergung des Schiffes begonnen.
  • 2012: Bei dem Hurrikan Sandy Ende Oktober kommen in der Karibik und an der amerikanischen Ostküste 253 Menschen ums Leben.
  • 2013: In Deutschland, Österreich und Tschechien kommt es aufgrund von starken Niederschlägen zu vielen Überschwemmungen (Hochwasser in Mitteleuropa 2013).
  • 2013: Am 3. Oktober kommen beim Untergang eines Schiffes mit überwiegend afrikanischen Bootsflüchtlingen vor der Insel Lampedusa im Mittelmeer etwa 390 Menschen ums Leben.
  • 2013: Der Taifun Haiyan trifft auf die Philippinen, 6000 Menschen sterben.
  • 2014: Der Malaysia-Airlines-Flug 370 mit 239 Menschen an Bord verschwindet am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking und gilt seitdem als vermisst.
  • 2014: Am 17. Juli wird der Malaysia-Airlines-Flug 17 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgeschossen; alle 298 Insassen sterben.
  • 2014: Das seit Mitte 2014 in Westafrika epidemisch auftretende Ebolafieber hält an; bei angenommener hoher Dunkelziffer hat bis 8. März 2015 die Zahl der Todesopfer 9976 erreicht.
  • 2015: Der Germanwings-Flug 9525 verunglückt am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in Frankreich, 150 Menschen an Bord verlieren ihr Leben.
  • 2015: Bei mehreren Erdbeben in Nepal mit Magnituden von bis zu 7,8 kommen im April und Mai über 8000 Menschen ums Leben.
  • 2017: Bei einem Brand im Londoner Grenfell Tower am 14. Juni kommen 71 Menschen ums Leben.
  • 2017: Bei zwei Erdbeben in Mexiko am 8. und am 19. September kommen über 400 Menschen ums Leben.
  • 2018: Nachdem eine zwölfköpfige Fußballmannschaft in Thailand in einer Höhle eingeschlossen wurde, beginnt die Rettungsaktion in der Tham-Luang-Höhle, bei der alle Mitglieder gerettet werden konnten. Ein Taucher stirbt aufgrund eines Sturzes.
  • 2019: Der Brand von Notre-Dame in Paris am 15. und 16. April zerstört das Dach der Kathedrale und verursacht Schäden in Millionenhöhe.
  • 2019: Die Waldbrände im Amazonas-Regenwald sorgen international für Bestürzung, nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung für das Weltklima, und sind auch Thema beim G7-Gipfel in Biarritz.
  • 2019: Durch die schweren Buschbrände in Australien kommen schätzungsweise 1 Milliarde Tiere ums Leben.

TerroranschlägeBearbeiten

→ Hauptartikel: Liste von Terroranschlägen nach Jahr

 
Polizeifahrzeuge am Bataclan-Theater nach den Terroranschlägen in Paris

KulturgeschichteBearbeiten

  • Der Klimawandel wird zu einem immer öfter diskutierten Thema in Politik und Gesellschaft. Die Globale Erwärmung wird zunehmend sichtbar und das Bewusstsein über die Folgen einer weiteren Verschlimmerung wächst. Die Häufung und Intensität von Naturkatastrophen, das Artensterben, Plastikmüll in den Ozeanen und weitere damit zusammenhängende Probleme stehen dabei modernen Lösungsansätzen wie Nachhaltige Energieversorgung, Begrünung und CO2-Steuer gegenüber. Im Übereinkommen von Paris 2015 wird u. a. das 2-Grad-Ziel vereinbart. Dem gegenüber steht die Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung, welche auch von Staatsoberhäuptern wie Donald Trump oder Jair Bolsonaro vertreten wird, die wirtschaftliche Interessen über Umwelt- und Klimaschutz stellen. Ab 2018 sorgt die erst 15-jährige Schwedin Greta Thunberg und die von ihr gestartete Bewegung Fridays for Future für weltweite Beachtung. Nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Hitzewellen (in Europa bspw. 2015, 2017, 2018 und 2019) und einer großen Anzahl von Waldbränden (darunter im Amazonas-Regenwald und in Ländern der Nordhalbkugel 2019) rückt der Klimawandel immer öfter in den Fokus der medialen Berichterstattung.
  • Die Nutzung von Smartphones und Tabletcomputern ist im Laufe der Dekade nicht nur in allen Industrienationen weit verbreitet. Spätestens gegen Mitte des Jahrzehnts ist die Nutzung des Internets unverzichtbar und ein bedeutender Bestandteil des Alltags der Menschen. Nicht nur Reisen mit Flügen und Unterkünften, Waren für den privaten Gebrauch wie Kleidung, Elektrogeräte oder Möbel sowie nahezu alle Dienstleistungen werden zunehmend über das Internet abgewickelt, sondern auch mehrheitlich Arbeitsstellen oder Immobilien über das Internet vermittelt und Bankangelegenheiten geregelt. Auch die Unterhaltungsbranche macht sich das weltweite Netz zunutze, Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Apple TV werden zunehmend verbreitet und machen dem traditionellen Fernsehen mit eigenen Filmen und Serien Konkurrenz. Fast alle Fernsehsender richten Online-Mediatheken ein, wo die zuvor gesendeten Inhalte abgerufen werden können.
  • Die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Google+ erreichen bei ihren Mitgliedern die 1-Mrd.-Marke und dienen zunehmend auch als Plattformen für politische Diskussionen und Selbstdarstellung für Politiker und Prominente. Auch andere Online- und Messaging-Dienste wie Instagram, Snapchat, Tumblr und WhatsApp finden weite Verbreitung mit hunderten Millionen von Nutzern. Sogenannte YouTuber, Blogger oder Influencer entwickeln sich zu eigenen „Berufssparten“ und werden zu einem immer mehr wahrgenommenen Phänomen im Internet und in anderen Medien.
  • Ernährungsweisen wie Vegetarismus, Veganismus oder Flexitarismus werden populär und haben eine Zunahme von veganen Restaurants und Supermärkten zur Folge.

Technik und WissenschaftBearbeiten

Computer, Kommunikation und Neue MedienBearbeiten

 
Demo der Piratenpartei gegen PRISM während des Berlin-Besuchs von US-Präsident Barack Obama im Juni 2013

Physik und RaumfahrtBearbeiten

 
Curiosity am 31. Oktober 2012 auf dem Mars

MobilitätBearbeiten

ReligionBearbeiten

KulturBearbeiten

SozialesBearbeiten

 
Anti-Stuttgart-21-Aufkleber
 
2013: Der Fernbusverkehr in Deutschland wird liberalisiert
  • 2010: Die Stuttgart-21-Proteste eskalieren.
  • 2011: Nachdem der Bundestag das Wehrpflichtgesetz abgeändert hatte, wurde die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt.
  • 2011: Im November sorgt die Selbstenttarnung der rechtsextremen Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund für Aufsehen, der unter anderem eine Mordserie an Migranten, der Polizistenmord von Heilbronn und mehrere Sprengstoffanschläge sowie Raubüberfälle zugerechnet werden; Ermittlungen auch wegen der Rolle einiger Sicherheitsbehörden werden aufgenommen.
  • 2011: Im Februar beschäftigte die Plagiatsaffäre Guttenberg das öffentliche Interesse in Deutschland. In der Dissertation des damaligen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg wurden mehrere Plagiate entdeckt, die dazu führten, dass ihm der Doktorgrad von der Universität Bayreuth aberkannt wurde. Am 1. März 2011 erklärte Guttenberg seinen Rücktritt von sämtlichen bundespolitischen Ämtern. Mit Hilfe des GuttenPlag Wiki und VroniPlag Wiki wurden daraufhin weitere Plagiatsaffären aufgedeckt.
  • 2013: Am 1. Januar wird die Praxisgebühr in Deutschland aufgehoben.
  • 2013: Am 1. Januar wird der Fernbusverkehr in Deutschland liberalisiert, so dass nunmehr unter Beachtung bestimmter Einschränkungen Fahrgäste auch innerhalb Deutschlands auf Fernbuslinien befördert werden dürfen.
  • 2013: Pferdefleischskandal, Anfang Januar wurde in Europa Pferdefleisch in Rindfleisch entdeckt.
  • 2013: Am 1. August wird das Betreuungsgeld in Deutschland an Eltern gezahlt, die ihre Kleinkinder im zweiten und dritten Lebensjahr zu Hause betreuen. Die Höhe beträgt monatlich pro Kind 100 Euro, ab August 2014 voraussichtlich 150 Euro pro Kind. Es besteht nunmehr für jedes Kind vom ersten Geburtstag an ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.
  • 2014: Am 1. Januar gilt in Deutschland offiziell nur noch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als gültiger Versicherungsnachweis der Patienten. Im Rahmen einer unbefristeten Übergangsregelung können aber die alten Krankenversichertenkarten weiterhin eingelesen werden.
  • 2015: 1. Januar in Deutschland tritt ein flächendeckender allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 € brutto je Arbeitsstunde in Kraft.
  • 2016: Horrorclown-Phänomen: Im Herbst 2016 nehmen ausgehend von den USA die Übergriffe von kostümierten Personen, sog. Horrorclowns oder Gruselclowns auf Passanten zu. In diesem Zusammenhang wird über eine Verschärfung des Strafrechts diskutiert.
  • 2017: Am 1. Oktober tritt die gleichgeschlechtliche Ehe in Deutschland in Kraft.
  • 2019: Am 1. Januar tritt auch die gleichgeschlechtliche Ehe in Österreich in Kraft.

In vielen westlichen Industriestaaten verändern sich im Laufe der Dekade die Bedingungen am Arbeitsmarkt. Normalarbeitsverhältnisse werden weniger, stattdessen steigt die Zahl an Arbeitnehmerüberlassungen mit Befristungen, Wegfall der Sozialversicherung und Niedriglohn.[7] Immer mehr Betroffene sehen sich zunehmend von Erwerbs- oder Altersarmut bedroht, der Begriff „Prekariat“ fasst diese immer weiter wachsende Bevölkerungsgruppe und ihre Merkmale zusammen.[8]

LiteraturBearbeiten

FernsehenBearbeiten

 
Das Brautpaar auf dem Balkon des Buckingham Palace
 
Druckkapsel die bei Red Bull Stratos angewendet wurde, ausgestellt im Hangar-7 in Salzburg

FilmBearbeiten

 
Avengers: Endgame aus dem Jahr 2019 ist mit einem weltweiten Einspielergebnis von fast 2,8 Milliarden US-Dollar der bislang erfolgreichste Film der 2010er Jahre und überhaupt
 
Die Filme des Marvel Cinematic Universe werden zur kommerziell erfolgreichsten Filmreihe überhaupt

Einzelbeiträge internationalBearbeiten

Einzelbeiträge nationalBearbeiten

Oscar-Gewinner (Bester Film)Bearbeiten

Goldene-Palme-Gewinner (Bester Film)Bearbeiten

MusikBearbeiten

  • Prominente Musiker, die in den 2010er Jahren verstorben sind, umfassen unter anderem Amy Winehouse (2011), Whitney Houston (2012), David Bowie, Prince, George Michael (alle 2016), Chris Cornell und Chester Bennington (beide 2017).
  • Die Charts und Radiostationen werden hauptsächlich von elektronischer Tanzmusik, oft abgekürzt EDM (Electronic Dance Music) genannt, dominiert. Erfolgreiche DJs und Produzenten, die diesen Sound prägen, sind unter anderem David Guetta, Avicii, Robin Schulz und Felix Jaehn.
  • Im September 2012 wird der Titel Gangnam Style des südkoreanischen Rappers Psy das beliebteste Video auf YouTube. Im Dezember erreicht es als erstes Video eine Milliarde Aufrufe. Im Mai 2014 erreicht das Video ebenfalls als erstes Video zwei Milliarden Aufrufe und war damit lange Zeit das meistgesehene Video aller Zeiten, wurde allerdings mittlerweile von mehreren anderen Videos überholt. Da der Künstler auf die Verwertungsrechte verzichtete, existieren zahlreiche Parodien und Cover des Videos, was zur weltweiten Verbreitung des Titels beitrug.
  • Im Februar 2013 wird das Video Harlem Shake vom Internetkomiker Filthy Frank hochgeladen. Die verwendete Musik stammt von DJ und Musikproduzenten Harry Rodrigues (auch bekannt als Baauer). Das Video fand mehr als 40.000 Nachahmer, welche eine Tanzszene flashmobartig in zuckenden Bewegungen und in unterschiedlichen Umgebungen nachstellen.
  • Seit 2017 gewinnen vor allem K-Pop-Gruppen wie BTS oder Blackpink bei Jugendlichen an Beliebtheit.[11][12]
  • Despacito von Luis Fonsi wird 2017 einer der erfolgreichsten Songs des Jahrzehnts. Er erreicht in zahlreichen Ländern der Welt (u. a. den USA, Großbritannien und Deutschland) Platz eins der Charts, zudem wird das Video zum meistgesehenen in der Geschichte von YouTube und erreicht als erstes Video auf der Plattform drei Milliarden Aufrufe.

Einzelbeiträge InternationalBearbeiten

Einzelbeiträge NationalBearbeiten

ModeBearbeiten

SportBearbeiten

 
Fußball-Welt­meister­schaft 2014: Welt­meister: Deutschland
 
Sebastian Vettel
Formel-1-Weltmeister

Astronomische EreignisseBearbeiten

 
Rauchspur des Meteors von Jekaterinburg aus, etwa 200 km von Tscheljabinsk entfernt

Persönlichkeiten (Auswahl)Bearbeiten

PolitikBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: 2010er – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/klimakonferenz-das-waermste-jahrzehnt-der-geschichte-li.2572
  2. Kate Marvel: This Was the Decade We Knew We Were Right. Scientific America, 30. Dezember 2019, abgerufen am 31. Dezember 2019 (cd).
  3. Oliver Kaever: Jahrzehnt von Netflix, Amazon Prime und Co.: Das Dauerfeuer-Fernsehen. In: Spiegel Online. 27. Dezember 2019 (spiegel.de [abgerufen am 28. Dezember 2019]).
  4. Christian Buß: Umstrittene Studie zum TV-Konsum: Ist Netflix der Totengräber von ARD und ZDF? In: Spiegel Online. 27. September 2019 (spiegel.de [abgerufen am 28. Dezember 2019]).
  5. Bürgerkrieg: Brahimi warnt vor gescheitertem Staat in Syrien. In: Die Zeit, 30. November 2012. Abgerufen am 20. Februar 2013. 
  6. Kenichi Yamada: South Korea to seize on world's first full 5G network. In: Nikkei Asian Review. 2. März 2019, abgerufen am 28. Juli 2019 (englisch).
  7. Florian Diekmann: Unsichere Arbeit und Lebensverhältnisse − Vier Millionen Erwerbstätige gehören dauerhaft zum Prekariat in Der Spiegel Wirtschaft vom 24. September 2018, abgerufen am 6. Februar 2020
  8. Angst vor dem Abstieg im Arte Magazin, abgerufen am 6. Februar 2020
  9. https://www.imdb.com/title/tt1201607/
  10. https://www.imdb.com/title/tt3183660/
  11. dpa: Hallyu – K-Pop ist Teil der koreanischen Welle. (morgenpost.de [abgerufen am 9. Oktober 2018]).
  12. Boygroup BTS: Erstmals K-Pop an der Spitze der US-Albumcharts. In: Spiegel Online. 28. Mai 2018 (spiegel.de [abgerufen am 9. Oktober 2018]).