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Greta Thunberg

schwedische Klimaschutzaktivistin
Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlamentsgebäude in Stockholm, August 2018

Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg[1] [ˈɡreːˌta ˈtʉːnˌbærj] (* 3. Januar 2003) ist eine schwedische Klimaschutzaktivistin. Ihr Einsatz für eine konsequente Klimapolitik findet international Beachtung. Die von ihr ausgelösten „Schulstreiks für das Klima“ sind inzwischen zur globalen BewegungFridays for Future“ gewachsen. Mit den Schulstreiks möchte sie erreichen, dass Schweden das Übereinkommen von Paris einhält.[2][3][4][5]

Thunberg ist eine Repräsentantin der internationalen Klimaschutzbewegung. Sie wurde vom amerikanischen Magazin Time in die Liste der 25 einflussreichsten Teenager des Jahres 2018[6] und in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres 2019[7] aufgenommen.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Greta Thunberg ist die ältere von zwei Töchtern der Opernsängerin Malena Ernman und des Schauspielers Svante Thunberg.[3] Ihr Großvater ist der Schauspieler Olof Thunberg (* 1925). Nach einer depressiven Phase wurde bei ihr ein Asperger-Syndrom diagnostiziert.[3][8][9] Ihr Engagement für den Klimaschutz begann zunächst damit, zur Energieeinsparung im Haus die Beleuchtung auszuschalten. Später beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren, und überzeugte auch ihre Familie davon.[10][11]

Im Mai 2018 wurde die damals fünfzehnjährige Thunberg Preisträgerin eines Schreibwettbewerbs zur Umweltpolitik, der vom Svenska Dagbladet initiiert worden war. Durch die Veröffentlichung ihres Beitrags entstanden gemäß Angaben Thunbergs Kontakte zu verschiedenen Personen, die sie zu ihrem Engagement inspirierten.[12][13] Kurz darauf begann sie, sich aktiv in der Öffentlichkeit für den Klimaschutz einzusetzen. Gegenüber The New Yorker erklärte sie: „Ich sehe die Welt etwas anders, aus einer anderen Perspektive. Ich habe ein besonderes Interesse. Es ist sehr üblich, dass Menschen im Autismus-Spektrum ein besonderes Interesse haben.“[14] Gegenüber dem ZDF ergänzte sie: „Und ich mag es nicht, wenn Menschen das eine sagen und das andere machen.“[15] Gemeinsam mit ihrem Vater und ihrer jüngeren Schwester wirkte sie am 2018 erschienenen Buch Scener ur hjärtat (deutsch „Szenen aus dem Herzen“) ihrer Mutter Malena Ernman mit.[16]

Thunberg war im Schuljahr 2018/2019 im Abschlussjahrgang der 9-jährigen Grundschule, die sie trotz ihres Schulstreiks mit hervorragenden Noten abschloss.[17][18] Am 31. Mai 2019 kündigte sie am Rande der Demonstration in Wien an, nach dem Abschluss zunächst ein Jahr die Schule auszusetzen (Gap Year), da sie Klimaaktivismus und Schulbesuch nicht vereinbaren könne. Zudem findet der nächste Klimagipfel in Santiago de Chile statt, was, da sie Flüge ablehne, eine zeitaufwändige Anreise erfordere.[19] Ab dem Schuljahr 2020/21 wolle sie ein Gymnasium besuchen. Eine Schulpflicht gilt für sie nicht mehr, diese endet in Schweden nach neun Jahren.[20]

Positionen

Greta Thunberg in Brüssel (6. Oktober 2018, schwedisch)

Kernposition Thunbergs ist, dass die Politik viel zu wenig für Klimaschutz tue und damit unverantwortlich handle, insbesondere gegenüber jungen Menschen. Sie fordert eine erhebliche Intensivierung der Klimaschutzbemühungen weltweit und will so lange weiterstreiken, bis ihr Heimatland Schweden die Treibhausgasemissionen um 15 % pro Jahr reduziert. Hierbei argumentiert sie, Schweden als reiches Land habe die Verpflichtung, die Emissionen schneller zu senken als andere Staaten.[21]

Thunberg argumentiert, dass die Biosphäre geopfert werde, damit reiche Menschen in Ländern wie Schweden in Luxus leben können. Sie verweist auf globale Ungerechtigkeit und das durch den Menschen verursachte Artensterben. Sie fordert, dass Staaten wie Schweden und das Vereinigte Königreich anfangen, ihre Emissionen aus Verbrennung fossiler Energieträger um jährlich 15 % zu senken. Um globale Gerechtigkeit gemäß dem Pariser Klimaabkommen anzustreben, sollten reiche Länder ihre Emissionen innerhalb von sechs bis zwölf Jahren auf null reduzieren und so Ländern wie Indien und Nigeria den Aufbau von Infrastruktur ermöglichen. Die Menschen sollten durch zivilen Ungehorsam einen Systemwechsel erwirken, so dass kein Öl mehr gefördert werde.

Mit Verweis auf die seit 1995 jährlich stattfindenden Klimakonferenzen und die trotzdem steigenden Treibhausgasemissionen sieht sie Politikversagen. Unter anderem sprach sie auf der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018 und betonte die Schwere der Klimakrise, die noch nicht verstanden sei: Politiker verhielten sich unverantwortlich und wie kleine Kinder, daher sei es nun an der jungen Generation, ihre Zukunft selbst in die eigenen Hände zu nehmen und das zu tun, was die Politik schon lange hätte tun müssen. Es sei die Aufgabe der Jugend, zu verstehen, was ihr die ältere Generation mit dem Klimawandel angetan habe, und das Chaos aufzuräumen, mit dem ihre Generation leben müsse. Daher müssten junge Menschen nun selbst dafür sorgen, dass ihre Stimmen gehört würden. Hingegen werde sie die Spitzenpolitiker nicht weiter anflehen, sich um die Zukunft der jungen Generation zu kümmern. Vielmehr werde sie ihnen klarmachen, dass es zu Änderungen komme, ob sie wollten oder nicht. Ihr eigener Protest, der rasch Nachahmung in aller Welt gefunden habe, zeige, dass niemand zu unbedeutend sei, um etwas zu bewegen.[21]

“What I hope we achieve at this conference is that we realise that we are facing an existential threat. This is the biggest crisis humanity has ever faced. First we have to realise this and then as fast as possible do something to stop the emissions and try to save what we can save.”

„Was ich auf dieser Konferenz zu erreichen hoffe, ist die Erkenntnis, dass wir einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sind. Dies ist die größte Krise, in der sich die Menschheit je befunden hat. Zuerst müssen wir dies erkennen und dann so schnell wie möglich etwas tun, um die Emissionen aufzuhalten, und versuchen, das zu retten, was wir noch retten können.“

Greta Thunberg auf der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018: Zitiert in: The Guardian, 4. Dezember 2018[21]

Ihre Klimaschutzaktionen sieht sie als wichtiger an, als in die Schule zu gehen. An andere Schüler gerichtet sagte sie, sie müssten nicht streiken, jeder solle selbst für sich entscheiden. Allerdings frage sie sich, welchen Sinn es habe, in der Schule für eine Zukunft zu lernen, die es schon bald nicht mehr geben könnte. Daher sei der Streik für sie wichtiger als die Schule.[21] Den versäumten Lernstoff hole sie außerhalb des Unterrichts nach.[22]

“Some people say that I should study to become a climate scientist so that I can ‘solve the climate crisis’. But the climate crisis has already been solved. We already have all the facts and solutions. All we have to do is to wake up and change.”

„Einige Leute sagen, dass ich studieren sollte, um Klimawissenschaftlerin zu werden, damit ich ‚die Klimakrise lösen‘ kann. Aber die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist, aufzuwachen und uns zu verändern.“

Greta Thunberg: Rede bei der “Declaration of Rebellion” in London 31. Oktober 2018[23]

Als Begründung für ihren Schulstreik, bei dem sie die Schulpflicht vernachlässigt, nannte sie die Zukunftsvergessenheit der Erwachsenen:

„Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr Erwachsenen von uns verlangt. Aber wir ahmen euch nach. Und weil ihr Erwachsenen euch nicht für meine Zukunft interessiert, werde ich eure Regeln nicht beachten.“

Greta Thunberg: Zitiert in: Der Tagesspiegel, 3. Dezember 2018[24]

Um die CO2-Emissionen einer Flugreise zu vermeiden, reist Greta Thunberg auch zu weit entfernten Veranstaltungen mit dem Zug oder im Elektroauto.[25][26][27] Sie zog 2018 ihre Teilnahme als Finalistin für den Kinder- und Jugendklimapreis des Energieversorgungsunternehmens Telge Energi zurück, da die anderen Finalisten und ihre Begleiter mit dem Flugzeug nach Stockholm fliegen sollten, aber die Generation der Erwachsenen bereits das CO2-Budget aufgebraucht habe.[28]

Nachdem am 15. März 2019 in verschiedenen Städten laut Veranstaltern weltweit über 1,4 Millionen Schüler demonstriert hatten, appellierte Thunberg, zur Lösung der Klimakrise das Gesamtbild zu betrachten und sich von der besten verfügbaren Wissenschaft leiten zu lassen.[29]

Thunberg schrieb im März 2019 auf Facebook, dass Kernenergie gemäß IPCC ein kleiner Teil einer sehr großen neuen kohlenstofffreien Energielösung sein könne, dass sie Kernenergie jedoch für „viel zu gefährlich, zu teuer sowie zu zeitaufwendig“ halte. Nach zahlreichen Reaktionen und von ihr empfundener „Rosinenpickerei“ ihrer Aussage durch Medien und Bürger präzisierte sie, dass sie persönlich gegen Atomkraft sei.[30][31]

In einem am 2. Februar 2019 veröffentlichten Interview mit Spiegel Online antwortete Greta Thunberg auf die Frage: „Ist die Demokratie Ihrer Ansicht noch das richtige System, um die Krise abzuwenden? Oder wollen Sie eine Art Ökodiktatur?“ mit den Worten: „Unsere Demokratie ist alles, was wir haben. Wir dürfen sie nicht opfern. Und gerade darum müssen wir jetzt handeln: innerhalb unseres demokratischen Systems.“[32]

Wirken

Klimastreikbewegung

Thunbergs Klimaaktivismus begann während der Dürre- und Hitzewelle 2018, die weite Teile Europas erfasst hatte, und drei Wochen vor der Wahl zum Schwedischen Reichstag. Am 20. August 2018, dem ersten Schultag nach den Ferien, platzierte sie sich mit einem Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“) vor dem Schwedischen Reichstag in Stockholm.[3] Zunächst agierte sie allein. Am ersten Tag berichteten mehrere schwedische Medien über Thunberg, so unter anderem das schwedische Boulevardblatt Aftonbladet auf seiner Internetseite[33] und die Zeitung Expressen.[34] Am nächsten Tag war Thunberg auf der Titelseite der Stockholmer Regionalausgabe von Dagens Nyheter.[35] Thunberg berichtete auf ihrem Twitter-Konto von ihrer Aktion, was allerdings laut einer Auswertung Faktenfinder-Tagesschau damals sehr selten genutzt wurde und nur eine geringe Verbreitung erfuhr.[36] In Deutschland veröffentlichte am 27. August die taz einen ersten Bericht.[37] Sowohl ihre Eltern als auch ihre Lehrer kritisierten laut der Berichte ihren Streik, unterbanden ihn aber nicht. Sie führte diesen Schulstreik bis zur Wahl zum Schwedischen Reichstag am 9. September 2018 täglich durch und nach der Reichstagswahl nur noch einmal pro Woche am Freitag.

Ihre Fähigkeit, Menschenmengen zu begeistern (darunter nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene), zeigte sie bei einem Auftritt bei Extinction Rebellion in London am 31. Oktober 2018.[38][39]

Als Klimastreikerin fand Greta Thunberg ab November 2018 Nachahmer, zunächst in Schweden, wo sich bald Schülerinnen und Schüler vor den Rathäusern von rund hundert schwedischen Kommunen ihrem Protest anschlossen, später in anderen Staaten, unter anderem in Australien, Belgien, Frankreich, Finnland und Dänemark.[3][40] Die Jugendlichen, bei denen die Botschaft Thunbergs, sich die Zukunft nicht stehlen zu lassen, Anklang fand und findet, organisieren sich bis heute unter dem Hashtag #FridaysForFuture.[41]

In Australien streikten am 30. November 2018 mehr als 10.000 Schüler gegen den Klimawandel. Mehr als 1000 Schüler, die gegen den Klimawandel streikten, und ihre Unterstützer demonstrierten an diesem Tag außer in Australien nur in Belgien.[42] Premierminister Scott Morrison kommentierte die Entwicklung in seinem Land mit den Worten: „Wir wollen mehr Lernen und weniger Aktivismus in der Schule.“[3] Die Kinder sollten zur Schule gehen. Thunberg erwiderte via Twitter: „Sorry, Mr Morrison. Können wir nicht erfüllen.“[3] Ähnlich wie ihr australischer Amtskollege argumentierte im Februar 2019 auch die britische Premierministerin Theresa May.[43]

Bis Anfang Dezember 2018 hatten sich dem Aufruf mehr als 20.000 Schüler weltweit in rund 270 Städten angeschlossen.[21] Auch in Deutschland bestreikten Schüler in verschiedenen Städten den Unterricht.[44]

Thunberg, mittlerweile zu einem Idol der Klimaschutzbewegung geworden,[27][45] trat in der Folgezeit weltweit bei Protestveranstaltungen auf. Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf äußerte, Thunberg habe klarer als die meisten erkannt, was die globale Erwärmung für die Zukunft ihrer Generation bedeute.[46]

Am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz deutete die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an, dass es einen Zusammenhang zwischen den anschwellenden Schülerprotesten in Deutschland und der „hybride[n] Kriegsführung“ [Russlands] gebe. Einen Anlass dafür, „dass plötzlich alle deutschen Kinder – nach Jahren ohne sozusagen jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss“, könne sie nicht erkennen.[47] Diese Lesart dementierte Regierungssprecher Steffen Seibert kurz darauf auf Twitter. Greta Thunberg interpretierte Merkels Äußerung als unglückliche Formulierung. Problematisch sei allerdings das Muster, dass nämlich im Zusammenhang mit den Schulstreiks alle möglichen Themen erörtert werden, jedoch nicht der Klimawandel, der schließlich der Anlass dafür sei. Der These, dass es für die Schülerstreiks keinen „äußeren Einfluss“ gegeben habe, widersprach Thunberg und verwies darauf, dass die Führungselite der Welt seit Jahrzehnten über die existenzielle Bedeutung der Klimakrise informiert gewesen und im Grunde untätig geblieben sei.[48]

Am 22. April 2019 verschärfte Greta Thunberg in London ihre Kritik an den Politikern und anderen Mächtigen: „Viel zu lange standen die Politiker und die Leute an der Macht im Weg, ohne irgendetwas zu tun, um gegen die Klimakrise und die ökologische Krise zu kämpfen“, sagte sie. „Aber wir werden sicherstellen, dass sie nicht länger damit davonkommen.“[49]

UN-Klimakonferenz in Katowice 2018

Im Dezember 2018 reiste sie zusammen mit ihrem Vater in einem Elektroauto zur UN-Klimakonferenz in Katowice, Polen.[10] Dort traf sie sich mit dem UN-Generalsekretär António Guterres. Sie richtete einen Appell an ihn[21][50] und hielt später eine Rede im Plenarsaal des Gipfels. Diese Rede wurde anschließend im Internet viral geteilt.[11] Infolgedessen wurde sie unter anderem von Leugnern des Klimawandels und rechten Politikern kritisiert, angefeindet oder als „ideologisch verblendet“ diffamiert.[51][52]

Weltwirtschaftsforum Davos 2019

Vom 23. bis 25. Januar 2019 nahm Greta Thunberg am 49. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums teil. Sie brach einen Tag vorher von Schweden aus in Richtung Davos auf. Um die hohe CO2-Emission einer Flugreise zu vermeiden, fuhr sie mit der Bahn.[53]

In Davos traf sie sich mit prominenten Forumsteilnehmern wie Christine Lagarde (Internationaler Währungsfonds (IWF)),[54] Bono (Musiker) und Jane Goodall (Verhaltensforscherin).[55][56] Die Session Preparing for Climate Disruption, an der Greta Thunberg teilnehmen konnte, fand am Freitagvormittag statt, als schon viele einflussreiche Teilnehmer abgereist waren, zudem wurde nur hinter verschlossenen Türen in einem Saal mit 58 Plätzen diskutiert. Thunberg brachte ihr Anliegen mit Worten wie „Ich will, dass ihr in Panik geratet“ und „Unser Haus brennt“ vor. Ngozi Okonjo-Iweala, Chefin der Impfallianz Gavi, sprach der Rede Thunbergs ihre Anerkennung aus.[57] In der anschließenden Fragerunde stellte Greta Thunberg fest, dass sie die Vertreter der Öl- und Gasindustrie, denen sie gerne persönlich ihre „Verbrechen gegen die Menschheit“ erklärt hätte, nicht mehr auf der Tagung vorgefunden habe.[56]

Thunberg glaubt nicht, dass die Konferenz ein Erfolg für das Klima war. „Die Leute reden nur und tun nicht, was sie sagen.“ Wichtig waren ihr die Gespräche mit dem Gründer des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab. Sie habe ihm unter anderem gesagt, dass sich das Forum im nächsten Jahr ihrer Meinung nach ausschließlich mit Klima- und Umweltfragen befassen sollte. 2020 sei das Jahr, in dem die Emissionskurve drastisch nach unten gehen müsse.[58]

Dieser Auftritt hatte insbesondere auf Twitter diskreditierende Kommentare hauptsächlich von Männern aus dem rechten Spektrum zur Folge. Diese zielten auf ihr Alter, ihr Geschlecht und das Asperger-Syndrom ab. Damit wird laut dem ze.tt-Redakteur Till Eckert versucht, Thunberg als „Person und Individuum abzuwerten“, um eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe mit ihren Argumenten zu verhindern, jedoch sei die „Zeit der alten Männer“ aus demografischen Gründen „bald vorüber“. Eine inhaltliche Kritik an Thunbergs Positionen fand nicht statt.[59][60][61] Für Melanie Groß, die zur Bedeutung von Gender in der Jugendkultur forscht, zeigt sich hierin die Feindlichkeit, der all diejenigen ausgesetzt werden, die von dem eigenen, meist maskulinistischen und rechtspopulistischen Weltbild abweichen.[62] Michael Blume bewertete deutschsprachige Online-Diskussionen wie folgt: „Greta Thunberg macht gerade das rechtspopulistische Geschäft kaputt, indem sie über das Einfordern von ‚Panik‘ nicht nur Konkurrenz darstellt, sondern auch das Nachdenken über Populismus fördert.“[63]

Europäische Union

Kongress des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses 2019 in Brüssel

Am 21. Februar 2019 sprach Thunberg vor dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. Sie forderte, dass die EU den CO2-Ausstoß bis 2030 um mindestens 80 Prozent senkt. Dabei dürften auch die Bereiche Luftfahrt und Schifffahrt nicht ausgespart werden. Sie bezog sich auf die Warnungen des Weltklimarates, nach dessen jetzigen Erkenntnissen die Temperaturen um drei bis vier Grad ansteigen könnten.[64]

Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, begrüßte Greta Thunberg in Brüssel. Ohne Thunberg namentlich zu nennen, sagte er, er habe selbst als junger Mensch immer nur in seiner Freizeit demonstriert.[65]

Umweltausschuss des EU-Parlaments

Am 16. April 2019 sprach Thunberg vor dem Umweltausschuss. Sie forderte die Abgeordneten auf, „in Panik über den Klimawandel zu geraten“ und keine Zeit mehr „mit Diskussionen über den Brexit zu verschwenden“.[66]

Papstaudienz

Am 17. April 2019 nahm Thunberg an der Generalaudienz des Papstes Franziskus in Rom teil, wobei sie ihm ein Plakat mit der Aufschrift „Join the climate strike“ zeigte.[67]

Rede vor dem britischen Parlament

Am 23. April 2019 sprach sie vor dem Parlament des Vereinigten Königreichs.[68] Dort forderte sie unter anderem, den Kohlendioxid-Ausstoß zum entscheidenden Kriterium für wirtschaftliche Entscheidungen zu machen und auf Wissenschaftler zu hören.[69]

Rede bei der Konferenz Brilliant Minds in Stockholm

Bei der Konferenz Brilliant Minds vom 13. bis 15. Juni in Stockholm hielt Thunberg eine Rede.[70] Hierin stellte sie die Hauptverantwortung der wohlhabenden Menschen an der Klimakrise deutlich heraus. Insbesondere erwähnte sie Politiker, Prominente und Geschäftsleute, die häufig einen Privatjet nutzten.[71]

Verhältnis zu anderen Personen

Ingmar Rentzhog

Vom 20. August 2018 an berichtete die von Ingmar Rentzhog 2017 gegründete schwedische Aktiengesellschaft We Don’t Have Time über Facebook, Twitter und YouTube über Thunbergs Schulstreiks.[72][73] In einem Interview mit dem Svenska Dagbladet erklärte Rentzhog: „Ich habe dann guten Kontakt mit Greta und ihrer Familie bekommen. Ich habe Greta dann auch mit einer Menge geholfen und dazu auch mein Kontaktnetzwerk verwendet.“ Laut Prospekt generiert We Don’t Have Time virale Umweltinhalte und will damit Geld verdienen. Die Gesellschaft möchte 10 Prozent ihrer Gewinne in einen gemeinnützigen Fonds weiterleiten. Im Oktober 2018 wurde Greta Thunberg Ratgeberin des Stiftungsvorstands der Gesellschaft. Am 27. November 2018 kündigte We Don’t Have Time eine Aktienemission an und nutzte Greta Thunberg elfmal im Werbeprospekt für den Börsengang,[72] wie der deutsche Journalist Hecking zuerst im Spiegel vom 6. Februar thematisierte. Im Dezember wurden bei der Aktienemission 10 Millionen SEK erzielt.[74] Ende Januar 2019 teilte We Don’t Have Time in einer Pressemeldung mit, dass Greta Thunberg ihren Platz als Ratgeberin des Stiftungsvorstands verlassen habe. Greta Thunbergs Vater kommentierte: „Sie hat keine Verbindung mehr dazu. Sie will nicht mit irgendeiner Organisation in Verbindung gebracht werden. Ob ideell oder nicht. Sie will ganz frei sein.“[75][76][77][72]

Kevin Anderson

Kevin Anderson, Professor für Klimawandel und Energie an den Universitäten Manchester und Uppsala, sagte in einem Interview: „Ich habe in den Gesprächen mit ihr oft den Eindruck, mit einer jüngeren Kollegin unseres Instituts zu diskutieren […] Greta weiß unglaublich viel über den Klimawandel, und sie lernt ständig dazu.“ und antwortet auf die Frage, ob sie auf ihn höre: „Nur wenn sie es für richtig hält.“ Konfrontiert mit einer Äußerung von Christian Lindner meint er zudem: „Sie ist sehr wohl Expertin – für Kommunikation. Sie schafft es, Unmengen von Informationen zu prägnanten, einfachen, ehrlichen Botschaften zusammenzufassen.“[78]

Rezeption

Albrecht von Lucke sieht die Stärke der Auftritte Greta Thunbergs vor allem in der „existenziellen Ernsthaftigkeit“ ihrer Sprache begründet. Ihr Ton stimme mit dem Ernst der aktuellen Lage überein und stehe in Kontrast zur Ironie, mit der eine „pubertäre Spaßgesellschaft“ Zukunftsangst begegnet. Thunbergs Forderung, die Situation zu erkennen und danach zu handeln, analysiert von Lucke als „das einzig Vernünftige“.[79]

Felix Finkbeiner hebt hervor, dass es Greta Thunberg gelungen ist, das Thema Klimakrise in die Mitte des gesellschaftlichen Diskurses gebracht zu haben. „Jetzt sprechen wir zum ersten Mal über Wochen jeden Tag über die Klimakrise. Und das ist ein unglaublicher Verdienst.“[80]

Bezüglich ihres Kernanliegens habe es Thunberg als junger Mensch erreicht, ältere Menschen zu einer Verhaltensänderung zu motivieren. Damit wird gemäß Claus Hecking das traditionelle Subjekt-Objekt-Verhältnis in der Pädagogik umgekehrt. Gleiches gelte auch für Felix Finkbeiner, Malala Yousafzai, Genesis Butler und Xiuhtezcatl Martinez.[81]

Die Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Badum, drei norwegische Parlaments­abgeordnete der Sosialistisk Venstreparti sowie zwei schwedische Politiker nominierten sie für den Friedensnobelpreis 2019. Ihr Protest sei freundlich, friedlich und authentisch.[82][83] Der Vorschlag wurde fristgerecht vor dem 1. Februar 2019 beim norwegischen Nobelkomitee eingereicht. Die Abgeordneten der linken Sosialistisk Venstreparti argumentierten, der Klimawandel verursache weltweit Krieg und Konflikte. Thunbergs „Fridays for Future“-Bewegung sei ein sehr wichtiger Beitrag zum Frieden.[84][85][86]

Bettina Gaus empfahl, auch im Hinblick auf die Nominierungen zum Nobelpreis, die Sechzehnjährige als solche wahrzunehmen und den „beunruhigenden“ medialen Hype zu hinterfragen, auch wenn sie ein Anliegen habe, mit dem es ihr bitter ernst sei, und sie den richtigen Ton treffe, um andere zu überzeugen und mitzureißen. Die derzeit Thunberg entgegengebrachte Verehrung erinnere an religiöse Erweckungserlebnisse, jedoch liege das Problem nicht bei ihr, „sondern bei vielen Leuten, die auf sie reagieren“.[87]

Auf Thunbergs Kritik zum Ergebnis der Arbeit der Kohlekommission „Deutschland will bis 2038 Kohle verbrennen. Das ist absolut absurd“[88] tweetete Paul Ziemiak: „Oh, man… kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit. Nur pure Ideologie. Arme Greta!“, worauf er einen Shitstorm erntete.[89]

Der schwedische Filmproduzent Fredrik Heinig stellte im März 2019 sein Projekt des Dokumentarfilms Greta Vs Climate[90] vor, viele schwedische Medien griffen das Thema Ende Mai 2019 auf.

Auszeichnungen

Im Mai 2018 war Thunberg Preisträgerin eines Schreibwettbewerbs zur Umweltpolitik, initiiert vom Svenska Dagbladet.[12] Im November 2018 erhielt sie das Fryshuset-Stipendium als junges Vorbild des Jahres.[91] 2018 nahm das amerikanische Nachrichtenmagazin Time sie in die Liste der 25 einflussreichsten Teenager des Jahres auf.[92] Anlässlich des Internationalen Frauentages wurde sie in Schweden 2019 zur wichtigsten Frau des Jahres ausgerufen. Die Auszeichnung beruht auf einer Umfrage des Instituts Inizio im Auftrag der Boulevardzeitung Aftonbladet.[93] Im März 2019 wurde sie für ihr Engagement mit dem neu geschaffenen Sonderpreis Klimaschutz der Goldenen Kamera ausgezeichnet.[94] Sie widmete den Preis den Aktivisten im Hambacher Forst und rief die Prominenten im Saal auf, ihren Einfluss zu nutzen, um sich für Klimaschutz einzusetzen.[95] Die Region Normandie zeichnet Thunberg mit dem mit 25.000 Euro dotierten Prix Liberté aus, das Preisgeld verteilt sie an vier Umweltschutzvereine.[96] Die Organisation SWEA ernannte sie im März 2019 zur schwedischen Frau des Jahres,[97] weiterhin wurde sie im gleichen Monat mit dem Rachel-Carson-Preis ausgezeichnet. Im April 2019 wurde bekanntgegeben, dass Thunberg gemeinsam mit einer norwegischen Jugendorganisation mit dem mit 500.000 NOK dotierten Fritt Ords Pris[98] ausgezeichnet wird, ihr Preisgeld will sie an die Greenpeace-Aktion Menschen statt Öl[99] weiterreichen. Im April 2019 führte die Zeitschrift Time Greta Thunberg unter den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres 2019 auf.[7] Außerdem wurde ihr im April 2019 in Abwesenheit der About You Award in der Kategorie Empowerment verliehen.[100] Am 15. Mai 2019 kündigte die Universität Mons an, dass sie im Oktober die Ehrendoktorwürde der Universität erhält.[101] Am 7. Juni 2019 verkündete Amnesty International, dass Greta Thunberg und Fridays for Future mit dem Ambassador of Conscience Award für 2019, der höchsten Auszeichnung der Menschenrechtsorganisation, geehrt werden.[102]

Veröffentlichungen

  • Greta Thunberg: Ich will, dass ihr in Panik geratet! Meine Reden zum Klimaschutz. Aus dem Englischen übersetzt von Ulricke Bischoff. Fischer, Frankfurt am Main 2019, SBN 978-3-596-70542-9 u. ISBN 978-3-10-491170-0 (E-Book).
  • Greta Thunberg, Svante Thunberg, Malena Ernman, Beate Ernman: Scener ur hjärtat. Bokförlaget Polaris, Stockholm 2018
    • Deutsche Ausgabe: Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima. Aus dem Schwedischen übersetzt von Ulla Ackermann, Gesa Kunter u. Stefan Pluschkat. Fischer, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-10-397480-5.

Literatur

  • Dieses Mädchen fordert die Welt heraus. (Titelgeschichte) In: Die Zeit vom 31. Januar 2019, S. 53, 59–60.
  • Wir verändern die Welt! Warum Jugendliche rund um die Erde für eine bessere Zukunft kämpfen. (Titelgeschichte) In: Stern vom 31. Januar 2019, S. 24–35.

Weblinks

  Commons: Greta Thunberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. www.ratsit.se (schwedisch)
  2. Interview mit Greta Thunberg, Spiegel online, 2. Februar 2019
  3. a b c d e f g Claus Hecking: Globale Klimakrise: Gretas Aufstand.. In: Spiegel Online, 30. November 2018. Zuletzt abgerufen 5. Dezember 2018.
  4. The Fifteen-Year-Old Climate Activist Who Is Demanding a New Kind of Politics. In: The New Yorker, 2. Oktober 2018, abgerufen 30. November 2018.
  5. The Swedish 15-year-old who’s cutting class to fight the climate crisis. In: The Guardian, 1. September 2018, abgerufen 30. November 2018.
  6. TIME's 25 Most Influential Teens of 2018. In: Time, 10. Dezember 2018, abgerufen 1. April 2019. Die Namensliste ist nach dem Alter sortiert. Dadurch kommt sie darin auf Platz 8
  7. a b Greta Thunberg: The 100 Most Influential People of 2019.
  8. Thunberg: Asperger ist für mich ein Geschenk, in einem ZDF-Interview, auszugsweise bei Facebook, online 10. Feb. 2019, englisch mit deutschen Untertiteln
  9. Thunberg: Ohne Asperger hätte ich mich nicht so für die Klimafrage engagiert, in der Skavian-Talkshow, auszugsweise bei Facebook, online 25. Februar 2019, schwedisch mit englischen Untertiteln
  10. a b „Es müsste höchste Priorität haben!“. In: Süddeutsche Zeitung, 2. Dezember 2018, abgerufen 3. Dezember 2018.
  11. a b „Ihr seid nicht erwachsen genug, die Wahrheit zu sagen“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. Dezember 2018. Abgerufen 19. Dezember 2018.
  12. a b Greta Thunberg: ”Vi vet – och vi kan göra något nu” in Svenska Dagbladet vom 30. Mai 2018, aufgerufen am 13. Februar 2019
  13. Matthias Wyssuwa: Greta Thunberg – Die Welt, wie sie ihr gefällt In FAZ vom 12. Februar 2019, abgerufen am 13. Februar 2019
  14. Masha Gessen: The Fifteen-Year-Old Climate Activist Who Is Demanding a New Kind of Politics. In: The New Yorker, 2. Oktober 2018
  15. Anne Brühl: 16-Jährige kämpft fürs Klima: „Es ist absurd, dass Kinder das hier tun müssen“. In: heute. ZDF, 6. Februar 2019, abgerufen am 3. März 2019.
  16. Das Manifest von Greta Thunbergs Mutter: Verzweiflung angesichts des Untergangs, Der Standard, 11. Februar 2019
  17. Greta Thunbergs Schulzeugnis. Jede Menge Fehlstunden - und trotzdem exzellent. In: Spiegel Online, 17. Juni 2019. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  18. This 15-year-old Girl Breaks Swedish Law for the Climate, medium.com, 23. August 2018
  19. Ein Jahr Schulpause: Greta kündigt Auszeit für Klima an, kurier.at vom 31. Mai 2019
  20. Klimaaktivistin setzt das nächste Schuljahr aus. In: Spiegel-Online, 1. Juni 2019. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  21. a b c d e f “Our leaders are like children”, school strike founder tells climate summit. In: The Guardian, 4. Dezember 2018, abgerufen 4. Dezember 2018.
  22. 15-jährige Aktivistin aus Schweden: Greta schwänzt die Schule – fürs Klima. taz.de. 27. August 2018, abgerufen am 18. Februar 2019
  23. The rebellion has begun. Rede von Greta Thunberg. In: www.medium.com, 31. Oktober 2018, abgerufen 5. Dezember 2018.
  24. Die Jungen kämpfen für ihre Zukunft. In: Der Tagesspiegel, 3. Dezember 2018, abgerufen 4. Dezember 2018.
  25. Klimawandel: Schweden leiden an „flygskam“ und „klimatångest“. In: Salzburger Nachrichten. 15. Dezember 2018, abgerufen am 29. Januar 2019.
  26. WELT: Davos: Von Schweden nimmt Klimaaktivistin Greta Thunberg den Zug. 23. Januar 2019.
  27. a b Simonetta Dibbern: Schulstreik Fridays for Future – Umstrittene Klimaaktivistin. In: Deutschlandfunk Online. 1. März 2019, abgerufen am 2. März 2019.
  28. Telge energi: Statement: Regarding Greta Thunberg’s decision not to attend the Children’s Climate Prize 2018 vom 5. November 2018, aufgerufen am 8. März 2019
  29. Damian Carrington: School climate strikes: 1.4 million people took part, say campaigners, Guardian, 19. März 2019
  30. Warum Greta Thunberg jetzt „Atomlobbyismus“ vorgeworfen wird. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. März 2019. Abgerufen am 24. März 2019.
  31. Finn Holitzka: "Greta Thunberg und Atomkraft. Wie viel CO2 macht eine Nebelkerze?" vom 22. März 2019
  32. Claus Hecking, Charlotte Schönberger: Interview mit Greta Thunberg: „Es ist ein gutes Zeichen, dass sie mich hassen“. Spiegel Online, 2. Februar 2019.
  33. Greta, 15, skolkar – för klimatets skull.
  34. Greta, 15, strejkar från sin skola – för klimatets skull.
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  97. Årets Svenska Kvinna 2019. 30. März 2019.
  98. Fritt Ords Pris 2019 til Natur og Ungdom og Greta Thunberg.
  99. Greta Thunberg: Honoured to share the prestigious Fritt Ords Pris 2019 with @NaturogUngdom I will donate all my half of the 500 000 NOK price money to the funding of the ongoing People vs Arctic Oil lawsuit. The fossil fuels must stay in the ground. #climatebreakdownhttps://www.aftenposten.no/norge/i/K38Oa6/Fritt-Ords-pris-til-Greta-Thunberg-og-Natur-og-Ungdom …. 12. April 2019.
  100. dpa: Social-Media-Preis: About You Awards: Heidi schweigt zur Hochzeit. 18. April 2019.
  101. Nicolas Hulot, Nicholas Stern et Greta Thunberg, Docteurs Honoris Causa de l'UMONS en octobre prochain. 15. Mai 2019.
  102. Climate activists Greta Thunberg and the Fridays for Future movement honoured with top Amnesty International award.