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Sosialistisk Venstreparti

norwegische Partei
Sosialistisk Venstreparti
Sozialistische Linkspartei
Logo der SV
Parteivorsitzender Audun Lysbakken
Partei­vorsitzender Audun Lysbakken
General­sekretär Audun Herning
Stell­vertretende Vorsitzende Snorre Valen,
Kirsti Bergstø
Gründung 1975
Haupt­sitz Oslo
Jugend­organisation Sosialistisk Ungdom (SU)
Aus­richtung Demokratischer Sozialismus
Ökosozialismus
EU-Skepsis
Feminismus
Farbe(n) Rot, Grün
Parlamentssitze
11/169
(2017)
Mitglieder­zahl 12.452 (2018)[1]
Europapartei Nordisch grün-linke Allianz (NGLA)
Website sv.no
Altes Parteilogo (bis 2013)
Stimmanteile der SV nach Provinzen (Stortingswahl 2009). Neben Oslo und Nord-Norwegen fallen Orte wie Nesseby, Nesodden und Tolga durch hohe Prozentzahlen auf.

Die Sosialistisk Venstreparti (SV) (deutsch: Sozialistische Linkspartei) ist eine norwegische Partei, die 1975 aus der Sosialistisk Folkeparti (dt. Sozialistische Volkspartei) entstand. Ein Gesichtspunkt bei dieser Neugründung war, die Politik der regierenden Sozialdemokraten stärker sozialistisch zu beeinflussen. 1977 erfolgte der Zusammenschluss mit Teilen der Kommunistischen Partei.

Die SV steht im politischen Spektrum links von der Arbeiterpartei. Sie versteht sich selbst als rot-grüne Partei. Eine EU-Mitgliedschaft Norwegens wird abgelehnt: Die Europäische Union sei bürgerfern, schwäche die Demokratie, befördere eine neoliberale Wirtschaftsordnung und sei insgesamt nicht mit den Zielen und Werten des Sozialismus vereinbar.[2] Die SV bekennt sich zum Feminismus.[3]

Von Oktober 2005 bis 2013 bildete die SV mit der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der zentristisch-grünen Zentrumspartei die norwegische Regierung.

Inhaltsverzeichnis

ParteivorsitzBearbeiten

Für den 10. März 2012 stand die Wahl eines neuen Parteivorsitzenden an. Nach der Empfehlung der Wahlkommission deutete sich zunächst eine Kampfabstimmung zwischen Kinder- und Gleichstellungsminister Audun Lysbakken und dem kommunalpolitischen Sprecher Heikki Holmås ab.[4] Holmås gab seine Kandidatur jedoch später auf. Ohne Gegenkandidat stellte sich Lysbakken zur Wahl, obwohl er nur wenige Tage vor dem Parteitag von seinem Ministeramt hatte zurücktreten müssen.[5][6]

Wahlergebnisse zum Storting seit 1973Bearbeiten

Wahljahr Prozent[7] Sitze[8]
1973 11,2[9] 16
1977 4,2 2
1981 4,9 4
1985 5,5 6
1989 10,1 17
1993 7,9 13
1997 6,0 9
2001 12,5 23
2005 8,8 15
2009 6,2 11
2013 4,1 7
2017 6,0 11

LiteraturBearbeiten

  • Nils Ørvik: Die Norwegische Linke. In: Hans Rühle, Hans-Joachim Veen (Hrsg.): Sozialistische und kommunistische Parteien in Westeuropa. Veröffentlichung des Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Konrad-Adenauer-Stiftung. Band 2: Nordländer (= Uni-Taschenbücher. Bd. 762). Leske + Budrich (UTB), Opladen 1979, ISBN 3-8100-0241-0. S. 79–121.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.bt.no/btmeninger/kommentar/i/4dpvaq/meir-gy-pa-ytre-fly 11. Februar 2019
  2. Grundsatzprogramm der SV vom 27. März 2011 (norwegisch) (Memento des Originals vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sv.no PDF, Seite 18 f., abgerufen am 11. März 2012
  3. Prinsipprogram. sv.no (norwegisch), abgerufen am 20. Dezember 2017
  4. Mehrheit der Wahlkommission favorisiert Lysbakken (norwegisch)@1@2Vorlage:Toter Link/sv.no (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Website der Partei, abgerufen am 6. Februar 2012
  5. Parteitag findet wie geplant statt (norwegisch)@1@2Vorlage:Toter Link/sv.no (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Website der SV, abgerufen am 6. März 2012
  6. Fünfzehn Enthaltungen und 192 Stimmen für Lysbakken (norwegisch) Aftenposten.no, abgerufen am 10. März 2012
  7. http://www.ssb.no/histstat/tabeller/25-3.html
  8. http://www.ssb.no/histstat/tabeller/25-4.html
  9. Sosialistisk Valgforbund (aus Sosialistisk Folkeparti, Demokratiske Sosialister (AIK), Norges Kommunistiske Parti und linken Parteilosen).