Autismus

tiefgreifende Entwicklungsstörung
Klassifikation nach ICD-11
6A02 Autism Spectrum Disorder
ICD-11: EnglischDeutsch (Entwurf)
Wiederholtes, gleichförmiges Stapeln oder Aneinanderreihen von Objekten ist ein häufig mit Autismus in Verbindung gebrachtes Verhalten

Autismus (von altgriechisch αὐτός autós „selbst“) gilt als eine Störung der Gehirnentwicklung beim Menschen. Er wird in der Regel in der frühen Kindheit sichtbar und zeigt sich typischerweise in folgenden drei Bereichen und Verhaltensweisen:

  • Probleme beim wechselseitigen sozialen Umgang und Austausch (etwa beim Verständnis und Aufbau von Beziehungen).
  • Auffälligkeiten bei der sprachlichen und nonverbalen Kommunikation (etwa bei Blickkontakt und Körpersprache).
  • eingeschränkte Interessen mit sich wiederholenden, stereotyp ablaufenden Verhaltensweisen.

Betroffene Menschen werden als Autisten oder als autistisch bezeichnet. Aufgrund ihrer Einschränkungen benötigen viele davon – manchmal lebenslang – Hilfe und Unterstützung. Autismus geht oft mit Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung und Störungen der Intelligenzentwicklung einher. Trotz umfangreicher Forschungsanstrengungen gibt es derzeit keine allgemein anerkannte Erklärung der Ursachen autistischer Störungen.

Im deutschsprachigen Bereich wird im derzeit gültigen Klassifikationssystem ICD-10-GM zwischen drei verschiedenen Ausprägungen unterschieden, die als tiefgreifende Entwicklungsstörungen eingeordnet sind: frühkindlicher, atypischer Autismus und Asperger-Syndrom.[1] Das 2013 veröffentlichte DSM-5 und die seit 2022 international gültige ICD-11 hingegen definieren nur noch eine allgemeine, übergreifende Autismus-Spektrum-Störung.[2][3] Grund für diese Änderung war die zunehmende Erkenntnis der Wissenschaft, dass eine klare Abgrenzung der zuvor bei der Diagnostik unterschiedenen Subtypen nicht möglich ist – und man stattdessen von einem fließenden Übergang zwischen verschiedenen individuellen Ausprägungen des Autismus ausgehen sollte.[4][5] Der Übergang von der ICD-10 zur ICD-11 wird ab 2022 einige Jahre in Anspruch nehmen.[6]

Geschichte Bearbeiten

Zum Begriff Bearbeiten

Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler prägte den Begriff Autismus um 1911 im Rahmen seiner Forschungen zur Schizophrenie. Er bezog ihn ursprünglich zunächst nur auf diese Erkrankung und wollte damit eines ihrer Grundsymptome beschreiben – die Zurückgezogenheit in eine innere Gedankenwelt. Bleuler verstand unter Autismus „die Loslösung von der Wirklichkeit zusammen mit dem relativen oder absoluten Überwiegen des Binnenlebens.“[7]

Sigmund Freud übernahm die Begriffe „Autismus“ und „autistisch“ von Bleuler und setzte sie annähernd mit „Narzissmus“ bzw. „narzisstisch“ gleich[8]  – als Gegensatz zu „sozial“. Die Begriffsbedeutung wandelte sich mit der Zeit von „dem Leben in einer eigenen Gedanken- und Vorstellungswelt“ hin zu „Selbstbezogenheit“ in einem allgemeinen Sinne.[7]

Diagnose-Entstehung Bearbeiten

Hans Asperger und Leo Kanner nahmen den Autismus-Begriff unabhängig voneinander auf. Sie sahen in ihm aber nicht mehr nur ein einzelnes Symptom wie Bleuler, sondern versuchten, damit gleich ein ganzes Syndrom eigener Art zu erfassen. Sie unterschieden dabei Menschen mit Schizophrenie, die sich aktiv in ihr Inneres zurückziehen, von jenen, die von Geburt an in einem Zustand der inneren Zurückgezogenheit leben. Letzteres definierte nunmehr den „Autismus“.

Kanner prägte den Begriff des „frühkindlichen Autismus“ (early infantile autism),[9] der daher auch als Kanner-Syndrom bezeichnet wird. Seine Sichtweise erreichte internationale Anerkennung und wurde zur Grundlage der weiteren Forschung und der Anerkennung von Autismus als eigenständiges Störungsbild.[5]

Die Veröffentlichungen Aspergers zur „Autistischen Psychopathie“ hingegen wurden zunächst international kaum wahrgenommen. Dies lag zum einen an der zeitlichen Überlagerung mit dem Zweiten Weltkrieg und zum anderen daran, dass Asperger auf Deutsch publizierte und seine Texte lange nicht ins Englische übersetzt wurden. Die englische Psychiaterin Lorna Wing (siehe historische Literatur) führte seine Arbeit in den 1980er-Jahren fort und verwendete erstmals die Bezeichnung Asperger-Syndrom. Im Jahr 1991 übersetzte Uta Frith Aspergers Dissertation erstmals ins Englische.[10] Im darauffolgenden Jahr wurde das Asperger-Syndrom als selbstständige Diagnose in das ICD-10 aufgenommen. Seit dem DSM-5 wurden alle autistischen Störungen unter dem Oberbegriff Autismus-Spektrum-Störung (englisch: Autism Spectrum Disorder) zusammengefasst. Grund hierfür war, dass die Unterschiede, insbesondere zwischen dem Asperger-Syndrom und der Autistischen Störung ohne Intelligenzminderung, zu gering erschienen, um sie voneinander zu unterscheiden. Diese Zusammenfassung wurde 2019 in den ICD übernommen.[11]

Symptome Bearbeiten

Die zentralen Merkmale von Autismus sind eine dauerhafte Beeinträchtigung der wechselseitigen sozialen Kommunikation und Interaktion sowie beschränkte, repetitive Verhaltensweisen, Interessen oder Aktivitäten, die für die Umwelt ungewöhnlich oder dem Alter nicht angemessen erscheinen. Diese Symptome treten in der frühen Kindheit auf, typischerweise zwischen 12 und 24 Monaten, fallen jedoch in vielen Fällen erst dann auf, wenn sie zu Schwierigkeiten oder Beeinträchtigungen führen.[2][3]

Autismus tritt in vielfältigen, individuellen Ausprägungen auf. Die einzelnen Aspekte der Symptomatik und die aus ihnen resultierenden Beeinträchtigungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sind beispielsweise auch abhängig von Sprachfähigkeit und Intelligenz, durch die Defizite verdeckt oder ausgeglichen werden können. Zudem variiert das Erscheinungsbild mit Alter und Entwicklungsstand, auch Unterschiede in Bezug auf das Geschlecht werden vermutet.[2][3]

Autismus kann mit einem völligen Fehlen von Lautsprache, einer verzögerten Sprachentwicklung, Schwierigkeiten beim Sprachverständnis oder einer auffälligen Sprechweise und Verwendung von Sprache einhergehen.[2][12] Da Spracherwerb eng mit sozialer Interaktion verknüpft ist, verläuft er bei autistischen Kindern häufig von Beginn an auffällig. Über zwei Drittel von ihnen entwickeln jedoch im Laufe des Lebens zumindest grundlegende Lautsprache.[12]

In 25 % bis 42 % der Fälle geht Autismus mit einer geistigen Behinderung einher, welche in der Regel über einen unter 70 Punkte liegenden Intelligenzquotienten definiert wird. Die Diagnose kann durch die für Autismus charakteristischen Symptome erschwert werden.[13] So konnte in einer Studie gezeigt werden, dass autistische Kinder bei dem stark auf verbalen Elementen basierenden Wechsler-IQ-Test im Schnitt 30 Prozentpunkte schlechter abschneiden als beim Ravens-Matrizentest, der keine solchen enthält.[14][15] Autismus kann auch zusammen mit einer Hochbegabung auftreten.[16][17]

Auffälligkeiten in der wechselseitigen sozialen Kommunikation und Interaktion Bearbeiten

Die Fähigkeit, mit anderen Personen in Interaktion zu treten oder Gedanken und Gefühle mitzuteilen, ist bei Autismus beeinträchtigt.[2]

Bei kleinen Kindern zeigt sich dies beispielsweise dadurch, dass sie keine oder kaum soziale Interaktion initiieren oder das Verhalten anderer Personen imitieren. Vorhandene Lautsprache wird oft einseitig eingesetzt und nicht zum gegenseitigen Austausch. Im Bereich der nonverbalen Kommunikation fallen autistische Kinder oft schon früh dadurch auf, dass sie nicht auf Gegenstände zeigen oder diese anderen Personen bringen, um ihr Interesse an ihnen zu signalisieren und zu teilen. Umgekehrt kann auffällig sein, dass autistische Kleinkinder Zeigegesten oder Blicken anderer Personen nicht folgen.[2]

Allgemein sind fehlender oder ungewöhnlicher Einsatz von Blickkontakt, Gesten, Mimik, Körpersprache oder Intonation typisch für Autismus. Auch wenn beispielsweise einige Gesten erlernt wurden, bleibt das Repertoire hinter einem alterstypischen Umfang zurück und sie werden nicht spontan zur Kommunikation eingesetzt. Bei voll ausgebildeter Lautsprache ist oft eine fehlende Koordination zwischen verbalen und nonverbalen Elementen zu beobachten. So kann beispielsweise die Körpersprache auf andere Personen hölzern oder übertrieben wirken.[2][12]

Im Bereich der sozialen Interaktion kann fehlendes, reduziertes oder ungewöhnliches Interesse an sozialen Kontakten bestehen. Dies kann etwa durch Ablehnung anderer, passives Verhalten in sozialen Situationen oder durch unangemessene, aggressiv oder unhöflich wirkende Kontaktaufnahme sichtbar werden. Diese Schwierigkeiten sind besonders bei autistischen Kindern auffällig, welche häufig kein alterstypisches Interesse an gemeinsamen Spielen oder Fantasie- und Rollenspielen zeigen oder auf Spielen nach strikten Regeln bestehen.[2]

Ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene können Schwierigkeiten haben, das für eine soziale Situation kulturell angemessene Verhalten zu identifizieren oder zwischen unterschiedlicher Verwendung von Sprache zu unterscheiden, also etwa Ironie oder soziale Lügen zu erkennen. Eine Präferenz für alleine verfolgte Beschäftigungen oder die Interaktion mit deutlich jüngeren oder älteren Personen ist typisch. Häufig besteht ein Interesse an Freundschaften, ohne genau zu verstehen, was eine solche beinhaltet, also beispielsweise nicht allein auf einem geteilten Spezialinteresse aufbauen kann.[2]

Ältere autistische Kinder und Erwachsene ohne kognitive Einschränkungen und verzögerte Sprachentwicklung haben oft Schwierigkeiten, sich in komplexen Situationen sozial angemessen zu verhalten oder auf nonverbale Kommunikation zu reagieren. Sie entwickeln häufig Kompensationsstrategien, so dass diese Schwierigkeiten vor allem in ungewohnten Situationen auffallen. Von dieser Gruppe wird soziale Interaktion oft als sehr anstrengend empfunden, da sie im Gegensatz zu nicht-autistischen Menschen, denen dies intuitiv gelingt, bewusst das Verhalten anderer beobachten und die eigene Reaktion steuern müssen. Mädchen und Frauen gelingt dieses sogenannte Camouflaging häufig besser.[2]

Beschränkte, repetitive Verhaltensweisen, Interessen und Aktivitäten Bearbeiten

Typisch für Autismus sind repetitive Bewegungen wie Schaukeln mit dem Oberkörper, Flattern mit den Händen oder Fingerschnipsen, die fachsprachlich als Stereotypien bezeichnet werden. Auch die auf Wiederholung ausgerichtete Verwendung von Gegenständen, bei Kindern etwa das Aufreihen von Spielzeug oder die Beschäftigung mit kreiselnden Münzen, sind häufig zu beobachten. Im Bereich der Sprache sind Echolalie (das Wiederholen von Worten und Lauten) oder stereotype Verwendung von Worten, Phrasen und Prosodie typisch. Bei autistischen Kleinkindern lässt sich häufig eine ungewöhnlich intensive, wiederholte Beschäftigung mit einzelnen Gegenständen beobachten.[2]

Viele autistische Menschen ohne kognitive oder sprachliche Einschränkungen lernen, dieses übergreifend als Stimming bezeichnete Verhalten in der Öffentlichkeit zu unterdrücken (Masking). Stimming wird von dieser Gruppe als angenehm und beruhigend beschrieben und kann zur Emotionsregulation und dem Abbau von Ängsten dienen.[2][18]

Repetitive Verhaltensweisen können mit einer erhöhten oder reduzierten Empfindlichkeit für Reize in Verbindung stehen. Dies kann sich beispielsweise in Form von außergewöhnlich starken Reaktionen auf bestimmte Geräusche oder Texturen, dem Riechen und Berühren von Gegenständen oder einer Faszination für Lichter oder rotierende Objekte äußern. Auch eine Unempfindlichkeit für Schmerz, Hitze oder Kälte wird manchmal beobachtet. Typisch sind starke Reaktionen auf den Geschmack, Geruch, Textur oder Erscheinung von Essen oder ritualisiertes Verhalten in Bezug auf diese Reize. Eine stark begrenzte Diät ist ebenfalls häufig anzutreffen, bis hin zu einer vermeidend-restriktiven Ernährungsstörung.[2][3]

Weiterhin typisch für Autismus ist ein starkes Festhalten an Routinen, das sich durch Bestehen auf strikte Befolgung von Regeln, starr wirkendes Denken oder Stress auch bei kleinen Abweichungen (wie einem veränderten Weg zur Schule oder Arbeit) äußern kann.[2] Dieses Verhalten wird oft als „Widerstand gegen Veränderungen“ oder „Beharren auf Gleichartigkeit“ beschrieben.[19][20]

Viele autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene widmen sich mit großer Intensität Spezialinteressen, die von Außenstehenden häufig als ungewöhnlich oder nicht altersgemäß wahrgenommen werden. Die Beschäftigung mit diesen Interessen ist in der Regel mit Freude verbunden. Ihr Verfolgen bietet Möglichkeiten, Fähigkeiten zu entwickeln und sie können schulische und berufliche Möglichkeiten eröffnen.[2][21] Besonders bei Mädchen und Frauen können diese Interessen in ihrer Art auch als alterstypisch wahrgenommen werden (etwa Beschäftigung mit einer prominenten Person oder einer bestimmten Tierart), werden jedoch außergewöhnlich intensiv verfolgt.[2][22]:299

Autismus-Spektrum Bearbeiten

Im deutschsprachigen Raum wird, der 10. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10, 1994) folgend, zwischen drei Ausprägungen des Autismus unterschieden:[23]

  • Frühkindlicher Autismus: Auffälligste Merkmale – neben den Verhaltensabweichungen – sind: eine stark eingeschränkte Sprachentwicklung; motorische Beeinträchtigungen nur bei weiteren Behinderungen. In etwa 75 % der Fälle liegt eine geistige Behinderung vor.[23]
    • Bisweilen wird weiter unterschieden zwischen „niedrigfunktionalem“ und „hochfunktionalem Autismus“. Hierbei handelt es sich nicht um diagnostische Kategorien, sondern um eine Unterteilung in Hinblick auf die kognitive Leistungsfähigkeit. Teilweise wird auch das nachfolgend aufgeführte Asperger-Syndrom zum hochfunktionalen Autismus gerechnet.[24]
  • Atypischer Autismus: Nicht alle Diagnosekriterien des frühkindlichen Autismus hinsichtlich der Symptomatik sind erfüllt oder zeigen sich erst nach dem dritten Lebensjahr. Er tritt in der Regel bei Kindern mit erheblichen kognitiven Einschränkungen auf, bei denen sich die Autismus-spezifischen Auffälligkeiten dadurch nicht zeigen, oder bei Kindern mit einer Störung der Sprachverarbeitung.[23]
  • Asperger-Syndrom: Unterscheidet sich vom frühkindlichen und atypischen Autismus durch eine fehlende Verzögerung der Sprachentwicklung und kognitiven Entwicklung. Menschen mit Asperger-Syndrom haben zumeist eine normale Intelligenz, sind jedoch häufig auffällig motorisch ungeschickt.[23]

In der seit Januar 2022 international gültigen ICD-11 sind alle Ausprägungen des Autismus zu einer einzelnen Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS; englisch autism spectrum disorder, kurz ASD) zusammengefasst.[3] Damit folgt die ICD der 2013 veröffentlichten 5. Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, dem Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, das auch international und in der Forschung Verwendung findet.[2] Grund für diesen Schritt war die zunehmende Erkenntnis der Wissenschaft, dass eine ausreichend klare Abgrenzung der zuvor unterschiedenen Subtypen nicht möglich ist.[4][5]

Frühkindlicher Autismus Bearbeiten

Der frühkindliche Autismus (auch als autistische Störung, Kanner-Autismus, Kanner-Syndrom, oder infantiler Autismus bezeichnet) wurde zuerst 1943 von Leo Kanner beschrieben. Er gilt als prototypische Form des Autismus[19] und wird in der Literatur auch als klassischer Autismus bezeichnet.

Er zeichnet sich durch charakteristische Auffälligkeiten in den Bereichen der sozialen Interaktion, der Sprache und Kommunikation sowie durch eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster aus. Häufig, jedoch nicht immer, geht er mit einer geistigen Behinderung einher.[1][23] Typischerweise entwickeln sich die betroffenen Kinder von Beginn an auffällig.[23] In einigen Fällen erscheint die frühkindliche Entwicklung anfangs normal und Auffälligkeiten werden erst im zweiten oder dritten Lebensjahr deutlich sichtbar. Es werden auch Fälle berichtet, in denen Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr ihre zuvor gezeigten Sprachfähigkeiten verlieren und sich zunehmend sozial zurückziehen.[25]:28[20]

Kinder mit frühkindlichem Autismus entwickeln entweder nie eine Lautsprache, die Sprachentwicklung verläuft verzögert und anders als bei nicht-autistischen Kindern oder bereits erlernte Sprache bildet sich zurück. Dabei kann es zu einer Reihe von Auffälligkeiten kommen, die bei einer gewöhnlichen Sprachentwicklung nicht beobachtet werden, beispielsweise das als Echolalie bezeichnete Wiederholen von Worten und Sätzen eines Gesprächspartners, die ständige Wiederholung gleichartiger Geräusche oder ein eigenwilliger, nur für Vertraute verständlicher Sprachgebrauch. Hierin unterscheidet sich der frühkindliche Autismus von einer bloßen Verzögerung der Sprachentwicklung.[25]:50[20]

Bei frühkindlichem Autismus sind sogenannte Stereotypien oft vergleichsweise deutlich ausgeprägt. Zudem kommt selbstverletzendes Verhalten beispielsweise in Form von Kopfschlagen oder Beißen in Finger, Hände oder Handgelenke vor.[20] Solche selbstverletzende Verhaltensweisen sind jedoch nicht zu verwechseln mit dem bewusst selbstverletzenden Verhalten, das typischerweise zum Spannungsabbau eingesetzt wird (etwa durch Verbrennungen oder Ritzen am Unterarm) oder – seltener – aus suizidalen Tendenzen heraus entsteht und dann ein anderes (suizidales) Verletzungsmuster aufweist.

Bei vielen Kindern, aber auch Jugendlichen und Erwachsenen, wird eine besonders leichte Reizbarkeit beobachtet, die sowohl für die Betroffenen als auch ihr Umfeld einen Stressfaktor darstellt. Diese Reizbarkeit kann unmittelbar mit für den frühkindlichen Autismus typischer Symptomatik in Verbindung stehen. So können beispielsweise Frustration über Nichtgelingen effektiver Kommunikation, Unterbrechungen bei der intensiven Beschäftigung mit Interessen oder eine hohe Sensibilität für Reize zu Stress und Wutausbrüchen führen. Diese sind für die betroffenen Personen oft nicht zu kontrollieren und werden auch als „Meltdowns“ bezeichnet.[26]

Aggressives Verhalten, etwa gegenüber Altersgenossen oder Betreuungspersonen ist häufig. Physische Aggressionen sind oft impulsiv und können zu Verletzungen und Schäden führen, sind jedoch in der Regel – im Unterschied zu Störungen des Sozialverhaltens – nicht mit feindseligen Absichten verbunden. Ein Zusammenhang zwischen aggressivem Verhalten und dem Grad der kognitiven Einschränkungen besteht nicht.[26]

Hochfunktionaler Autismus Bearbeiten

Treten alle Symptome des frühkindlichen Autismus zusammen mit normaler Intelligenz (einem IQ – nach Wechsler-Skala – von mehr als 70) auf, so sprach man von hochfunktionalem Autismus (high-functioning autism, HFA).[27][24] Gegenüber dem Asperger-Syndrom sind die motorischen Fähigkeiten meist deutlich besser.

Oftmals wird wegen der Verzögerung der Sprachentwicklung zunächst der frühkindliche Autismus diagnostiziert. Es kann aber später eine normale Sprachentwicklung erfolgen, bei der durchaus ein mit dem Asperger-Syndrom vergleichbares Funktionsniveau erreicht wird. Viele HFA-Autisten sind deshalb als Erwachsene kaum von Asperger-Autisten zu unterscheiden. Nichtsprechende HFA-Autisten können eigenständig leben und lernen, sich schriftlich zu äußern; internetbasierte Kommunikationsformen helfen gerade diesen Menschen, ihre Lebensqualität deutlich zu steigern.

Hochfunktionaler Autismus wurde bislang nicht in die international für Forschung und Gesundheitswesen maßgeblichen Klassifikationssysteme Internationale Klassifikation der Krankheiten und Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders aufgenommen.

Die Verwendung des Begriffs „hochfunktional“ und seinem Gegenstück „niedrigfunktional“ zur näheren Spezifikation einer Autismus-Diagnose ist umstritten. Die Bezeichnungen werden Studien zufolge einerseits von autistischen Personen, ihren Angehörigen und den sie betreuenden Mitarbeitern im Gesundheitswesen mehrheitlich abgelehnt. Andererseits konnte gezeigt werden, dass die wahrgenommene „Funktionalität“ einer Person nicht mit ihren gemessenen kognitiven Fähigkeiten korreliert.[28]

Teilweise wurde „Hochfunktionaler Autismus“ auch als Synonym für das Asperger-Syndrom verwendet.[24]

Atypischer Autismus Bearbeiten

Atypischer Autismus gilt als eine Variante des frühkindlichen Autismus. Er unterscheidet sich dadurch, dass Kinder erst im oder nach dem dritten Lebensjahr autistisches Verhalten zeigen (atypisches Manifestationsalter) und/oder nicht alle Symptome aufweisen (atypische Symptomatik).[25]:13f.[29]

Diese unkonkrete Formulierung der Diagnosekriterien führt dazu, dass diese unterschiedlich angewandt werden, und auch zu Schwierigkeiten in der Forschung.[30]

Wenn atypischer Autismus zusammen mit erheblicher Intelligenzminderung auftritt, wird manchmal auch von „Intelligenzminderung mit autistischen Zügen“ gesprochen.

Asperger-Syndrom Bearbeiten

Das Asperger-Syndrom (auch Asperger-Autismus oder Asperger-Störung) wurde zuerst 1943 von dem österreichischen Kinderarzt Hans Asperger als „autistische Psychopathie“ beschrieben. Schon zuvor hatte ab 1925 die russische Kinderpsychiaterin Grunja Sucharewa über vergleichbare Fälle einer „schizoiden Persönlichkeitsstörung“ bzw. „schizoiden Psychopathie“ publiziert.[31][32]

Das Asperger-Syndrom ist gekennzeichnet durch Auffälligkeiten in der wechselseitigen sozialen Interaktion sowie repetitive und ritualisierte Verhaltensmuster. Sprache, Intelligenz und Anpassungsfähigkeit entwickeln sich ohne auffällige Verzögerung. Im Bereich der Sprache sind jedoch Auffälligkeiten wie eine ungewöhnliche Intonation oder eine als pedantisch oder formell wahrgenommene Ausdrucksweise typisch.[33] Weiterhin lässt sich oft eine motorische Ungeschicklichkeit beobachten.[34][35] Es gibt zahlreiche Berichte über das gleichzeitige Auftreten von überdurchschnittlicher Intelligenz.[36]

Als besonders problematisch erweist sich die soziale Interaktion, da Menschen mit Asperger-Syndrom nach außen hin keine offensichtlichen Anzeichen einer Behinderung haben. So kann es geschehen, dass die Schwierigkeiten von Menschen mit Asperger-Syndrom als bewusste Provokation empfunden werden, obwohl dies nicht der Fall ist. Wenn etwa eine betroffene Person auf eine an sie gerichtete Frage nur mit Schweigen reagiert, wird dies fälschlicherweise oft als Sturheit und Unhöflichkeit gedeutet.[37]

Viele Menschen mit Asperger-Syndrom können durch Schauspielkunst und Kompensationsstrategien – das sogenannte Masking oder Camouflaging – nach außen hin eine Fassade aufrechterhalten, sodass ihre Probleme auf den ersten Blick nicht gleich sichtbar sind, jedoch bei persönlichem Kontakt durchscheinen, etwa in einem Vorstellungsgespräch.[38][39] Menschen mit Asperger-Syndrom gelten nach außen hin oft als extrem schüchtern, jedoch ist das nicht das eigentliche Problem. Schüchterne Menschen verstehen die sozialen Regeln, trauen sich aber nicht, sie anzuwenden. Menschen mit Asperger-Syndrom verstehen sie hingegen nicht und haben deshalb Probleme, damit umzugehen. Die Fähigkeit zur kognitiven Empathie (Einfühlungsvermögen) ist manchmal nur schwach ausgeprägt. Bezüglich der affektiven Empathie ergab eine Übersichtsarbeit von 2013 uneinheitliche Ergebnisse: weniger als 50 % der Studien zeigten eine Einschränkung der emotionalen Wahrnehmung.[40]

Inselbegabung Bearbeiten

Die Interessen von Autisten sind häufig auf bestimmte Gebiete konzentriert. Wenn jemand auf einem solchen Gebiet außergewöhnliche Fähigkeiten, zum Beispiel im Kopfrechnen, Zeichnen, in der Musik oder in der Merkfähigkeit aufweist, spricht man von einer „Inselbegabung“, bzw. von Savants (Wissende). Etwa 50 Prozent der Inselbegabten sind Autisten, jedoch ist nur ein kleiner Teil der Autisten inselbegabt. Der Film Rain Man schildert einen solchen Fall.

Diagnose und Klassifikation Bearbeiten

Autismus wird zumeist in der Kindheit diagnostiziert.[41][42] Die Diagnose erfolgt im Durchschnitt umso früher, je stärker die Verzögerung bei der Sprachentwicklung und je auffälliger das Verhalten sind.[41][43] Das Asperger-Syndrom, das nicht mit einer Störung der Sprachentwicklung verbunden ist, wird daher häufig erst im Grundschulalter erkannt.[41][43]

Manche Autisten erhalten die Diagnose jedoch erst als Erwachsene.[42][44] Nach Daten der auf Autismus spezialisierten Kölner Spezialsprechstunde aus dem Zeitraum von 2005 bis 2009 erfolgte die erstmalige Diagnose beispielsweise im Durchschnitt im Alter von 34 Jahren.[45] Auch bei vielen der erst im Erwachsenenalter diagnostizierten Personen waren charakteristische Symptome wahrscheinlich bereits in der Kindheit präsent, wurden jedoch nicht erkannt, falsch interpretiert oder es ergaben sich aus ihnen keine Schwierigkeiten, die für das Umfeld einen Anlass für eine Untersuchung darstellten.[42]

Diagnostik Bearbeiten

Die Diagnose von Autismus erfolgt anhand der beobachteten Symptomatik. Zur Diagnostik geeignete Biomarker, etwa neurobiologische Befunde, sind nicht bekannt.[46][22]:274 Bei der Diagnostik ist wichtig, zu beachten, dass nicht einzelne Symptome autismusspezifisch sind, da ähnliche Merkmale auch bei anderen Störungen oder in der Allgemeinbevölkerung auftreten. Spezifisch für Autismus ist vielmehr die Kombination von mehreren dieser Symptome, d. h. der Symptomkonstellation, die zudem bereits seit der Kindheit vorliegen muss.[2][4][47]

Dieses sogenannte klinische Bild wird durch Einsatz verschiedener diagnostischer Verfahren gewonnen. Zum Einsatz kommen können Interviews mit Patienten und/oder ihren Bezugspersonen, standardisierte und validierte Fragebögen sowie Verhaltensbeobachtungen und eine körperliche Untersuchung. Standardverfahren sind der Autism Diagnostic Observation Schedule-2 (ADOS-2, Verhaltensbeobachtung)[48] sowie das Autism Diagnostic Interview-Revised (ADI-R, Eltern-Interview),[49] die auch in deutscher Sprache verfügbar sind.[4][50] Die auf diese Weise erhobenen Informationen werden verglichen und gewichtet.[2][47] Beispielsweise muss berücksichtigt werden, dass besonders bei Erwachsenen die Eigenwahrnehmung oder die Einschätzung einer Person durch die Eltern stark von der Wahrnehmung der sonstigen Umwelt abweichen kann.[47] Weiterhin können sich Eltern oder andere Angehörige Erwachsener oft nicht mehr ausreichend präzise an Verhalten und Entwicklung in der Kindheit erinnern.[42]

Erschwert wird die Diagnostik bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen oft dadurch, dass diese im Laufe ihres Lebens gelernt haben, auffällige Symptome wie repetitive Verhaltensweisen (Stimming) zu unterdrücken oder Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion und Kommunikation zu kompensieren. Diese als Masking oder Camouflaging bezeichneten Strategien und Verhaltensweisen können zu einem unauffälligen ersten Eindruck führen, aber beispielsweise durch Beobachtung der Person in ungewohntem Umfeld oder Erfragen des kognitiven Aufwands erkannt werden.[2][3][47]

Die Diagnose autistischer Mädchen und Frauen kann dadurch erschwert werden, dass ihnen – im Vergleich zu einer männlichen Vergleichsgruppe – das Masking häufig besser gelingt und ihre Spezialinteressen häufig unauffälliger sind oder eher als alterstypisch wahrgenommen werden.[2][22]:299Jedoch ist auch bei ihnen zum Beispiel soziale Interaktion mit großen Anstrengungen verbunden und sie gehen ihren Interessen mit höherer Intensität und Qualität nach als nicht-autistische Gleichaltrige.[51][52]

Nach ICD-10 Bearbeiten

Autismus wird im fünften Kapitel der ICD-10 (1994) als tiefgreifende Entwicklungsstörung (Schlüssel F84) aufgeführt. Es wird unterschieden zwischen:[1]

Sind sowohl die Kriterien für frühkindlichen Autismus als auch das Asperger-Syndrom erfüllt, wird die Diagnose frühkindlicher Autismus gestellt.[33]

Nach DSM-5 Bearbeiten

Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (das Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, das auch international und in der Forschung Verwendung findet) fasst in seiner 5. Auflage (DSM-5, seit 2013, revidiert 2022) alle Formen des Autismus in der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS, englisch Autism Spectrum Disorder, ASD) zusammen.

Die Diagnosekriterien lauten:[2][53]

  • A) Anhaltende Defizite in der sozialen Kommunikation und sozialen Interaktion über verschiedene Kontexte hinweg. Diese manifestieren sich in allen der folgenden aktuell oder in der Vergangenheit erfüllten Merkmalen:
  1. Defizite der sozial-emotionalen Gegenseitigkeit (z. B. ungewöhnliche soziale Annäherung; fehlende normale wechselseitige Konversation, verminderter Austausch von Interessen, Gefühlen und Affekten)
  2. Defizite im nonverbalen Kommunikationsverhalten, das in sozialen Interaktionen eingesetzt wird (z. B. weniger oder kein Blickkontakt bzw. Körpersprache; Defizite im Verständnis und Gebrauch von Gestik bis hin zu vollständigem Fehlen von Mimik und nonverbaler Kommunikation)
  3. Defizite in der Aufnahme, Aufrechterhaltung und dem Verständnis von Beziehungen (z. B. Schwierigkeiten, eigenes Verhalten an verschiedene soziale Kontexte anzupassen, sich in Rollenspielen auszutauschen oder Freundschaften zu schließen)
  • B) Eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster, Interessen oder Aktivitäten, die sich in mindestens zwei der folgenden aktuell oder in der Vergangenheit erfüllten Merkmalen manifestieren:
  1. Stereotype oder repetitive motorische Bewegungsabläufe; stereotyper oder repetitiver Gebrauch von Objekten oder Sprache (z. B. einfache motorische Stereotypien, Echolalie, Aufreihen von Spielzeug, Hin- und Herbewegen von Objekten, idiosynkratrischer Sprachgebrauch)
  2. Festhalten an Gleichbleibendem, unflexibles Festhalten an Routinen oder an ritualisierten Mustern (z. B. extremes Unbehagen bei kleinen Veränderungen, Schwierigkeiten bei Übergängen, rigide Denkmuster oder Begrüßungsrituale, Bedürfnis, täglich den gleichen Weg zu gehen)
  3. Hochgradig begrenzte, fixierte Interessen, die in ihrer Intensität oder ihrem Inhalt abnorm sind (z. B. starke Bindung an oder Beschäftigen mit ungewöhnlichen Objekten, extrem umschriebene oder perseverierende Interessen)
  4. Hyper- oder Hyporeaktivität auf sensorische Reize oder ungewöhnliches Interesse an Umweltreizen (z. B. scheinbare Gleichgültigkeit gegenüber Schmerz oder Temperatur, ablehnende Reaktion auf spezifische Geräusche oder Oberflächen, exzessives Beriechen oder Berühren von Objekten)
  • C) Die Symptome müssen bereits in früher Kindheit vorliegen, können sich aber erst dann voll manifestieren, wenn die sozialen Anforderungen die begrenzten Möglichkeiten überschreiten. (In späteren Lebensphasen können sie auch durch erlernte Strategien überdeckt werden.)
  • D) Die Symptome müssen klinisch bedeutsames Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verursachen.
  • E) Die Symptome können nicht besser durch eine andere Geistige Behinderung oder eine allgemeine Entwicklungsverzögerung erklärt werden. Intellektuelle Beeinträchtigungen und Autismus-Spektrum-Störungen treten häufig zusammen auf. Um die Diagnosen „Autismus-Spektrum-Störung“ und „Intellektuelle Entwicklungsstörung“ gemeinsam stellen zu können, sollte die soziale Kommunikationsfähigkeit unter dem aufgrund der allgemeinen Entwicklung erwarteten Niveau liegen.

Für die Beeinträchtigungen der sozialen Kommunikation (A) und eingeschränkten, repetitiven Verhaltensmustern (B) soll jeweils ein Schweregrad angegeben werden, der die aktuell benötigte Unterstützung beschreibt:

  • Schweregrad 3: „sehr umfangreiche Unterstützung erforderlich“
  • Schweregrad 2: „umfangreiche Unterstützung erforderlich“
  • Schweregrad 1: „Unterstützung erforderlich“

Liegt ein bekannter medizinischer oder genetischer Krankheitsfaktor oder Umweltfaktor vor, soll dieser zusätzlich spezifiziert werden (z. B. „Autismus-Spektrum-Störung mit einhergehendem Rett-Syndrom“). Das Vorliegen einer intellektuellen oder sprachlichen Beeinträchtigung kann durch einen entsprechenden Zusatz gekennzeichnet werden (z. B. „Autismus-Spektrum-Störung mit begleitender Sprachlicher Beeinträchtigung – keine verständliche Sprache“). Weiterhin kann spezifiziert werden, dass die ASS mit einer Katatonie einhergeht.

Das DSM-5 weist ausdrücklich darauf hin, dass Personen mit einer gesicherten DSM-IV-Diagnose einer autistischen Störung, Asperger-Störung oder nicht näher bezeichneten tiefgreifenden Entwicklungsstörung eine ASS-Diagnose nach DSM-5 erhalten sollen. Für Personen mit deutlichen sozialen Kommunikationdefiziten, die ansonsten nicht die Kriterien der Autismus-Spektrum-Störung erfüllen, solle die Diagnose einer sozialen Kommunikationsstörung erwogen werden.

Nach ICD-11 Bearbeiten

Alle Ausprägungen des Autismus werden in der international seit Januar 2022 gültigen 11. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (ICD-11) in der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (Schlüssel 6A02, kurz ASS, englisch Autism Spectrum Disorder, ASD) zusammengefasst.[3]

Die Diagnosekriterien lauten:[3]

  • Anhaltende Defizite beim Initiieren und Aufrechterhalten sozialer Kommunikation und wechselseitiger sozialer Interaktion die außerhalb der typischen Bandbreite dessen liegen, was angesichts des Alters und der Stufe der intellektuellen Entwicklung zu erwarten wäre. Die spezifische Ausprägung dieser Defizite variiert mit dem Alter, lautsprachlichem und intellektuellem Vermögen, und Schwere der Störung. Ausprägungen können Beeinträchtigungen in folgenden Bereichen beinhalten:
    • Verständnis von, Interesse an, oder unangemessene Reaktion auf verbale oder nonverbale Kommunikation anderer
    • Integration von Lautsprache mit typischer komplementärer nonverbaler Kommunikation wie etwa Blickkontakt, Gestik, Mimik und Körpersprache. Dieses nonverbale Verhalten kann auch in Bezug auf Frequenz und Intensität reduziert sein.
    • Verständnis und Verwendung von Sprache in sozialen Zusammenhängen und Fähigkeit, wechselseitige soziale Gespräche zu initiieren und aufrechtzuerhalten.
    • Soziale Wahrnehmung, was zu Verhalten führt, das nicht dem sozialen Kontakt angemessen moduliert wird.
    • Fähigkeit, sich die Gefühle, emotionale Verfassung und Einstellung anderer vorzustellen und auf diese zu reagieren.
    • Gegenseitiges Teilen von Interessen.
    • Fähigkeit, typische Beziehungen mit Gleichaltrigen einzugehen und aufrechtzuerhalten.
  • Anhaltende beschränkte, repetitive und unflexible Verhaltensmuster, Interessen oder Aktivitäten, die klar atypisch oder exzessiv für das Alter und den sozio-kulturellen Kontext sind. Dies kann beinhalten:
    • Fehlende Anpassung an neue Erfahrungen und Umstände verbunden mit Stress, der durch triviale Veränderungen einer gewohnten Umgebung oder in Reaktion auf unerwartete Ereignisse ausgelöst wird.
    • Unflexibles Befolgen bestimmter Routinen. Diese können beispielsweise geografisch sein, wie etwa das Nehmen einer gewohnten Route, oder den präzisen Zeitpunkt von Mahlzeiten oder Fahrten betreffen.
    • Exzessives Befolgen von Regeln (z. B. bei Spielen).
    • Exzessive und anhaltende ritualisierte Verhaltensmuster (z. B. vertiefte Beschäftigung mit dem Aufreihen oder Sortieren von Gegenständen in bestimmter Weise), die keinen erkennbaren externen Zweck erfüllen.
    • Repetitive und stereotype motorische Bewegungen, wie etwa Bewegungen des ganzen Körpers (z. B. Schaukeln), untypischer Gang (z. B. Laufen auf Zehenspitzen), ungewöhnliche Hand- oder Fingerbewegungen und Haltung. Dieses Verhalten ist besonders in der frühen Kindheit häufig.
    • Anhaltende vertiefte Beschäftigung mit einem oder mehreren Spezialinteressen, Objekt-Teilen oder spezifischen Formen von Reizen (inklusive Medien) oder eine ungewöhnlich starke Bindung an bestimmte Gegenstände (ausgenommen typische Tröster).
    • Lebenslange exzessive und anhaltende Hypersensitivität oder Hyposensitivität für Reize oder ein ungewöhnliches Interesse an einem Reiz. Dies kann tatsächliche oder erwartete Geräusche, Licht, Texturen (besonders von Kleidung und Essen), Gerüche und Geschmack, Wärme, Kälte oder Schmerzen beinhalten.
  • Der Beginn der Störung liegt in der Phase der Entwicklung, typischerweise in der frühen Kindheit, aber charakteristische Symptome können sich erst später voll ausprägen, wenn soziale Anforderungen die beschränkten Kapazitäten übersteigen.
  • Die Symptome führen zu einer signifikanten Beeinträchtigung im persönlichen, familiären, sozialen, schulischen, beruflichen oder einem anderen wichtigen Bereich. Manchen Personen mit Autismus-Spektrum-Störung gelingt es, durch außergewöhnliche Anstrengungen in vielen Bereichen adäquat funktional zu agieren, so dass ihre Defizite anderen nicht auffallen. Die Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung ist auch hier angemessen.

Analog zum DSM-5 werden dabei die „Störung der Intelligenzentwicklung“ und „Beeinträchtigung der funktionellen Sprache“ (Laut- oder Gebärdensprache) spezifiziert, wobei die möglichen Kombinationen in der ICD-11 eigene Diagnoseschlüssel erhalten:

Autismus-Spektrum-Störung... ... ohne Störung der Intelligenzentwicklung ... mit Störung der Intelligenzentwicklung
... mit leichtgradiger oder keiner Beeinträchtigung der funktionellen Sprache 60A2.0 60A2.1
... mit Beeinträchtigung der funktionellen Sprache 60A2.2 60A2.3
Fehlen der funktionellen Sprache 60A2.5

Zusätzlich soll die entsprechende Diagnose einer Störung der Intelligenzentwicklung vergeben werden.

Durch eine weitere Ziffer kann kodiert werden, ob es zu einem Verlust bereits erworbener Fähigkeiten (typischerweise im Laufe des zweiten Lebensjahrs und im Bereich der Sprachentwicklung oder sozialer Reaktivität) kam:

  • 6A02.x0: Ohne Verlust bereits erworbener Fähigkeiten
  • 6A02.x1: Mit Verlust bereits erworbener Fähigkeiten

Differentialdiagnose Bearbeiten

Autistische Verhaltensweisen können auch bei anderen Syndromen und psychischen Erkrankungen auftreten. Von diesen muss Autismus daher abgegrenzt werden:

ADHS
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ist von Autismus oft schwer zu unterscheiden, denn auch bei Autismus können stark fokussierte Aufmerksamkeit, leichte Ablenkbarkeit sowie Hyperaktivität auftreten. Umgekehrt können durch die für ADHS typische Impulsivität und Hyperaktivität Auffälligkeiten in der sozialen Kommunikation entstehen, wie etwa das Unterbrechen anderer Personen, eine unangepasste Lautstärke beim Sprechen und das Missachten des persönlichen Bereichs. Eine Unterscheidung ist möglich anhand des Entwicklungsverlaufs sowie dem Fehlen von beschränkten, repetitiven Verhaltensweisen und ungewöhnlichen Interessen, die bei ADHS nicht auftreten. Die Differentialdiagnose zwischen ADHS und Autismus ist überdies auch deshalb schwierig, da ADHS häufig mit Autismus gemeinsam vorkommt (Komorbidität).[2][3][54]
Bindungsstörung
Bei der Bindungsstörung ist das Sprachvermögen intakt. Eine Abgrenzung zu Autismus ohne Einschränkung der Sprachentwicklung kann im Einzelfall schwierig sein. Der Anamnese kommt hier eine wichtige Rolle zu. Neuropsychologische Tests sind eine weitere Grundlage einer klaren Differenzierung. Allerdings ist Autismus keine Bindungsstörung und autistische Menschen sind nicht in ihrer emotionalen Bindung gestört, auch wenn sie Beziehungen möglicherweise untypisch gestalten.
Borderline-Persönlichkeitsstörung
Manche Autoren sehen vor allem bei Frauen Parallelen zur Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), bei der ebenfalls die Empathiefähigkeit beeinträchtigt sei und nonverbale Signale schwerer erkannt würden.[55][56] Borderline sei jedoch von starken Stimmungsschwankungen geprägt und gehe selten mit Spezialinteressen oder ausgeprägt rationalem Denken einher.[55] BPS und Autismus können auch gemeinsam auftreten.[56]
Heller-Syndrom
Das Heller-Syndrom zählt wie ASS zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen nach ICD-10. Es bewirkt einen allgemeinen Interessenverlust an der Umgebung, Stereotypien und motorische Manierismen. Das Sozialverhalten ähnelt dem eines Autisten.
Hörbehinderung
Eine Hörbehinderung (Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit) kann bei Kindern auf den ersten Blick mit Autismus verwechselt werden, weil das Kind auf laute Geräusche oder Ansprache nicht reagiert und weil sich die Sprachentwicklung verzögert. Ein Hörtest oder Hörscreening (bei Kindern regelmäßig im Rahmen von Kindervorsorgeuntersuchungen und vor der Einschulung durchgeführt) kann eine Hörbehinderung ermitteln. Allerdings lassen aktuelle Forschungsergebnisse vermuten, dass das Hörtest-Verfahren Hirnstammaudiometrie (engl. auditory brainstem response, ABR) auch bei autistischen Neugeborenen Auffälligkeiten zeigt, da bei ihnen das Gehirn langsamer auf Geräusche reagiert.[57][58]
Autismusähnliches Verhalten
Autistisches Verhalten bei psychischem Hospitalismus, Kindesmisshandlung und Verwahrlosung unterscheidet sich vom Autismus dadurch, dass dieser primär, also von Geburt an, auftritt. Die typischen Verhaltensweisen werden bei Autisten nicht durch falsche Erziehung, mangelnde Liebe, Misshandlung oder Verwahrlosung ausgelöst. In jenen Fällen verschwindet das autistische Verhalten bei Besserung der äußeren Umstände wieder, wohingegen Autismus nicht veränderbar ist.
Magersucht
Bei Magersucht (Anorexia nervosa) können Essgewohnheiten auftreten (z. B. rigides und selektives Essverhalten, Rumination), die auch bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen häufig zu beobachten sind.[59][60] Diese haben zudem im Kindes- und Jugendalter ein erhöhtes Risiko für Untergewicht.[59][61] Wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist, dass bei Magersucht die Regulation des eigenen Gewichts und das Körperbild im Vordergrund stehen, während bei Autismus die Ursache für das abweichende Essverhalten in sensorischen Sensitivitäten, der Neigung zu repetitivem Verhalten oder Schwierigkeiten, Hunger zu erkennen, liegen kann (Alexithymia).[59] Jedoch können auch autistische Personen das Motiv haben, Gewicht zu verlieren, um soziale Anerkennung zu erlangen.[62] Zu beachten ist, dass Magersucht auch gemeinsam mit einer Autismus-Spektrum-Störung auftreten kann.[59][63] Eine 2015 publizierte Auswertung von Daten des dänischen Gesundheitssystems ergab, dass Patienten mit einer Autismus-Diagnose eine fünfmal so große Wahrscheinlichkeit hatten, später von Magersucht betroffen zu sein, als eine Kontrollgruppe ohne Autismus-Diagnose.[64][65] Autismus-Spektrum-Störungen sind bei Patienten mit Anorexia nervosa im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überrepräsentiert.[63][65]
Mutismus
Mutismus hängt im Gegensatz zu Autismus eher mit sozialer Angst zusammen und äußert sich ausschließlich als Kommunikationsstörung, geht aber typischerweise nicht mit einer Entwicklungsverzögerung einher, wie es bei Autismus der Fall ist.[66] Es wird zwischen totalem Mutismus (der Patient spricht trotz funktionell vorhandener Sprechfähigkeit überhaupt nicht) und selektivem bzw. elektivem Mutismus (Spracheinsatz von Personen und Situationen abhängig) unterschieden. Im Gegensatz zu Autismus ist bei selektivem Mutismus auch in Situationen, in denen eine Person nicht spricht, die soziale Reziprozität nicht eingeschränkt und es treten keine repetitiven oder beschränkten Verhaltensweisen auf.[66]
Persönlichkeitsstörungen
Persönlichkeitsstörungen gehen oft mit Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, die Ähnlichkeiten mit Autismus aufweisen. Dies gilt insbesondere für die schizotype Persönlichkeitsstörung. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal in der Diagnostik sind die beschränkten, repetitiven Verhaltensweisen und Interessen, welche bei Autismus ab der frühen Kindheit auftreten, jedoch nicht bei Persönlichkeitsstörungen.[2][3]
Schizophrenie
Schizophrenie unterscheidet sich im Wesentlichen durch das Auftreten von Halluzinationen, Wahn und Ich-Störungen, die bei Autismus nicht vorkommen. Im Unterschied zur Schizophrenia simplex besteht der Autismus oder das Asperger-Syndrom bereits seit dem Kindesalter.
Stummheit, Aphasie
Stummheit, Aphasie oder eine sonstige Form von Sprachentwicklungsverzögerung kann bei Kindern auf den ersten Blick autistisches Verhalten vortäuschen, weil die sprachlichen Äußerungen fehlen. Das normale Sozialverhalten unterscheidet die Stummheit allerdings vom Autismus bzw. vom Asperger-Syndrom.
Urbach-Wiethe-Syndrom
Das Urbach-Wiethe-Syndrom ist eine sehr seltene neurologische Störung, die zu Hautveränderungen, Schleimhautveränderungen (Heiserkeit) und zu Schwierigkeiten bei der Kommunikation und im Sozialverhalten führt. Die Betroffenen haben Probleme, Gesichtsausdrücke anderer Menschen zu interpretieren und Gesprächen zu folgen. Die gleichzeitig auftretenden Haut- und Schleimhautveränderungen ermöglichen aber eine Abgrenzung vom Autismus. Eine genetische Untersuchung kann Klarheit verschaffen.
Zwangserkrankungen
Bei Menschen, die an Zwangshandlungen leiden, sind die Fähigkeiten zu sozialem Umgang und Kommunikation in der Regel nicht beeinträchtigt. Im Gegensatz zu an einer Zwangsstörung Erkrankten erleben Autisten ihre Routinen nicht als gegen ihren Willen aufgedrängt, sondern sie schaffen ihnen Sicherheit und sie fühlen sich mit ihnen wohl (ich-synton). Einige Menschen mit Asperger-Syndrom erfüllen aber zusätzlich die Kriterien der zwanghaften Persönlichkeitsstörung; eine Differentialdiagnose ist normalerweise aber auch hier möglich.[67]

Komorbidität Bearbeiten

Autismus-Spektrum-Störungen oder autistische Symptome sind mit einer Reihe von Syndromen verbunden, treten bei diesen also häufig auf oder gehören zur charakteristischen Symptomatik. Viele der Syndrome haben eine bekannte, oft monogenetische Ursache.[68] Hierzu zählen:

Angelman-Syndrom
Das Angelman-Syndrom ist oberflächlich gesehen dem frühkindlichen Autismus sehr ähnlich. Es stellt aber eine Veränderung auf dem 15. Chromosom dar und lässt sich genetisch nachweisen.
Fragiles-X-Syndrom
Das Fragiles-X-Syndrom wird durch einen genetischen Defekt ausgelöst, der mit entsprechenden Analysemethoden eindeutig nachgewiesen und vom Autismus unterschieden werden kann.
Rett-Syndrom
Das Rett-Syndrom zählt wie die oben angeführten Autismus-Varianten in der ICD-10 und dem DSM-IV zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Es kommt fast ausschließlich bei Frauen vor; typische Symptome sind autistisches Verhalten und Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie). Während im DSM-5 eine Diagnose „Autismus-Spektrum-Störung mit einhergehendem Rett-Syndrom“ möglich ist, ist in der ICD-11 das Rett-Syndrom Ausschlussdiagnose für eine ASS.

Zusammen mit Autismus können verschiedene begleitende (komorbide) körperliche und psychische Erkrankungen auftreten:

  • Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) muss nicht nur von Autismus abgegrenzt werden, sondern kann auch zusätzlich auftreten.
  • Depressionen, Psychosen, Phobien, Zwangsstörungen, Essstörungen: Bleibt Autismus lange Zeit unerkannt und unbehandelt, können sich verschiedenartige zusätzliche Störungen wie ein Fächer ausbreiten. Darum ist eine frühe Diagnose so wichtig.
  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS): Autistische Menschen haben ein erhöhtes Risiko für traumatische Erfahrungen,[69][70][71] insbesondere sozialer Viktimisierung.[70][71] Zu beachten ist, dass es Überschneidungen der Symptomatik von PTBS und ASS gibt.[69][71]
  • Schlafstörungen sind bei Menschen mit Autismus besonders häufig, rund 80 Prozent der Kinder und 50 Prozent der Erwachsenen sind betroffen.[72] Verbreitet sind vor allem Ein- und Durchschlafprobleme, Parasomnien und nächtliche epileptische Anfälle.[73][74]
  • Prosopagnosie (Gesichtsblindheit): Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen. Manche Menschen mit Autismus nehmen Menschen und Gesichter wie Gegenstände wahr. In Studien wurde festgestellt, dass manche Menschen mit Autismus die visuellen Informationen beim Betrachten von Personen und Gesichtern in einem Teil des Gehirns verarbeiten, der eigentlich für die Wahrnehmung von Objekten zuständig ist. Ihnen fehlt dann die intuitive Fähigkeit, Gesichter im Bruchteil einer Sekunde zu erkennen und Ereignissen zuzuordnen.
  • Das Tourette-Syndrom ist eine neuro-psychiatrische Erkrankung, die durch das Auftreten von Tics charakterisiert ist.
  • Tuberöse Sklerose ist eine genetische Erkrankung, die mit Fehlbildungen und Tumoren des Gehirns, Hautveränderungen und meist gutartigen Tumoren in anderen Organsystemen einhergeht. Klinisch ist sie häufig durch epileptische Anfälle und kognitive Behinderungen gekennzeichnet.
  • Genderinkongruenz und Geschlechtsdysphorie sowie nicht-geschlechtskonformes Verhalten treten bei autistischen Menschen gehäuft auf. Zudem werden unter Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Geschlechtsdysphorie autistische Züge und Autismus-Spektrum-Störungen überhäufig beobachtet.[75][76]

Häufigkeit Bearbeiten

 
Rote Linie: Zunahme der Autismusdiagnosen; Schuljahre 1992 bis 2003 in den USA, Steigerung in % relativ zu 1992; blaue Linie: Zunahme aller Behinderungen

Eine Analyse von 11.091 Interviews von 2014 durch das National Center for Health Statistics der USA ergab eine Häufigkeit (Lebenszeitprävalenz) des ASS von 2,24 % in der Altersgruppe 3–17 Jahre, 3,29 % bei Jungen und 1,15 % bei Mädchen.[77] Eine Übersicht von 2015 zeigte, dass die Zahlen zur Geschlechterverteilung wegen methodischer Schwierigkeiten stark variierten. Das Verhältnis männlich-weiblich betrage jedoch mindestens 2:1 bis 3:1, was auf einen biologischen Faktor in dieser Frage hindeute. Die möglichen Gründe hinter der vergleichsweise niedrigen Anzahl an diagnostizierten Frauen seien vielfältig, so kämen etwa genetische Schutzfaktoren sowie eine stärker auf bei Männern ausgeprägte Symptome ausgerichtete Diagnostik infrage.[78]

 
Autismus der 6- bis 17-Jährigen in den USA: Prävalenz je 1000 Einwohner von 1996 bis 2007

Die Zahl der Autismus-Diagnosen scheint in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen zu sein. Die Centers for Disease Control (CDC) in den USA geben einen Anstieg der Autismusfälle um 57 % an (zwischen 2002 und 2006). Im Jahr 2006 war noch eines von 110 Kindern im Alter von 8 Jahren mit Autismus diagnostiziert, Im Jahr 2020 hingegen eines von 36 Kindern.[79] Obwohl bessere und frühere Diagnostik eine Rolle spielt, kann laut CDC nicht ausgeschlossen werden, dass ein Teil des Anstiegs auf eine tatsächliche Erhöhung der Fälle zurückzuführen ist.[80]

Autismus liegt allerdings nicht nur als Erkrankung in der Bevölkerung vor, sondern auch als ein auf einem Kontinuum liegendes Persönlichkeitsmerkmal. Mit diesem Persönlichkeitsmerkmal gehen verschiedene Charakteristika einher, beispielsweise schlechtere soziale Fähigkeiten und eine vermehrte Aufmerksamkeit für Details.[81]

Folgende Faktoren spielen bei der Zunahme der Fallzahlen in jüngerer Zeit eine Rolle:

  • Der häufigere Besuch von Kindergärten und die frühere Einschulung der Kinder erhöhen die Chance, dass Autismus entdeckt wird.
  • Eltern beobachten heute aufmerksamer, ob sich ihre Kinder „normal“ entwickeln. Früher brachte man oft ein Kind erst dann zum Arzt, wenn es auffällig spät sprechen lernte.
  • Die Definition von Autismus ist „verbreitert“ worden, sodass mehr Kinder als autistisch diagnostiziert werden.
  • In der Vergangenheit wurde Autismus oft unter kindlicher Schizophrenie oder Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingeordnet.
  • Ein verbessertes Screening, gestärktes Bewusstsein und vereinfachter Zugang zu Leistungen des Gesundheitssystems könnte zu einem beobachteten Anstieg an Diagnosen bei historisch unterversorgten Gruppen geführt haben.[82]

Folgen und Prognose Bearbeiten

Autismus kann die Entwicklung der Persönlichkeit, die Berufschancen und die Sozialkontakte erheblich beeinträchtigen. Der Langzeitverlauf einer Störung aus dem Autismusspektrum hängt von der individuellen Ausprägung beim Einzelnen ab. Die Ursache des Autismus kann nicht behandelt werden, da sie nicht bekannt ist. Möglich ist lediglich eine unterstützende Behandlung in einzelnen Symptombereichen. Andererseits sind viele Schwierigkeiten, über die autistische Menschen berichten, durch Anpassungen ihrer Umwelt vermeidbar oder verminderbar. Beispielsweise berichten manche von einem Schmerzempfinden für bestimmte Tonfrequenzen. Solchen Menschen geht es in einem reizarmen Umfeld deutlich besser. Eine autismusgerechte Umwelt zu finden bzw. herzustellen ist deshalb ein wesentliches Ziel.

Dies gilt auch im Falle von Schlafstörungen, welche sich durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Maßnahmen der Schlafhygiene sowie eine medikamentöse Therapie (Melatonin) behandeln lassen.[73][74] Auch eine Zunahme autistischer Symptome bei Schlafmangel ist beschrieben, etwa verstärkte stereotype Verhaltensweisen oder Hyperaktivität.[74]

Kommunikationstraining für Autisten sowie für deren Freunde und Angehörige kann für alle Beteiligten hilfreich sein und wird beispielsweise in Großbritannien von der National Autistic Society angeboten und wissenschaftlich weiterentwickelt. Eine zunehmende Zahl von Schulen, Colleges und Arbeitgebern speziell für autistische Menschen demonstriert den Erfolg, Autisten in autismusgerechten Umfeldern leben zu lassen.

Die autistischen Syndrome gehören nach dem (deutschen) Schwerbehindertenrecht zur Gruppe der psychischen Behinderungen. Nach den Grundsätzen der Versorgungsmedizin-Verordnung beträgt der Grad der Behinderung je nach Ausmaß der sozialen Anpassungsschwierigkeiten 10 bis 100 Prozent.[83] Beim frühkindlichen und atypischen Autismus bleibt eine Besserung des Symptombilds meist in engen Grenzen. Etwa 10–15 % der Menschen mit frühkindlichem Autismus erreichen im Erwachsenenalter eine eigenständige Lebensführung. Der Rest benötigt in der Regel eine intensive, lebenslange Betreuung und eine geschützte Unterbringung.

Über den Langzeitverlauf beim Asperger-Syndrom gibt es bisher keine Studien. Hans Asperger nahm einen positiven Langzeitverlauf an.[84] In der Regel lernen Menschen mit Asperger-Syndrom im Laufe ihrer Entwicklung, ihre Probleme – abhängig vom Grad ihrer intellektuellen Fähigkeiten – mehr oder weniger gut zu kompensieren. Der britische Autismusexperte Tony Attwood vergleicht den Entwicklungsprozess von Menschen mit Asperger-Syndrom mit der Erstellung eines Puzzles: Mit der Zeit bekommen sie die einzelnen Teile des Puzzles zusammen und erkennen das ganze Bild. So können sie das Puzzle (oder Rätsel) des Sozialverhaltens lösen.[85][85] Es existiert eine Reihe von Büchern über autistische Menschen. Der Neurologe Oliver Sacks und Psychologe Torey L. Hayden haben Bücher über ihre Patienten mit Autismus und deren Lebenswege veröffentlicht. An Büchern, die von Autisten selbst geschrieben wurden, sind insbesondere die Werke der US-amerikanischen Tierwissenschaftlerin Temple Grandin, der australischen Schriftstellerin und Künstlerin Donna Williams, der US-amerikanischen Erziehungswissenschaftlerin Liane Holliday Willey und des deutschen Schriftstellers und Filmemachers Axel Brauns bekannt.

Schule, Ausbildung, Beruf Bearbeiten

Ein Regierungsvideo zum Thema Autismus in Wales mit deutschen Untertiteln

Welche Schule für Menschen mit Autismus geeignet ist, hängt von Intelligenz, Sprachentwicklung und Ausprägung des Autismus beim Einzelnen ab. Sind Intelligenz und Sprachentwicklung normal ausgeprägt, können Kinder mit Autismus eine Regelschule besuchen, und es kann ein reguläres Studium oder eine reguläre Berufsausbildung absolviert werden. Andernfalls kann der Besuch einer Förderschule in Betracht gezogen werden.[86] Die Inklusive Pädagogik bietet alternative Lösungen an. Zudem kann etwa eine Tätigkeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (kurz WfbM, früher auch Beschützende Werkstatt genannt) infrage kommen.

Einerseits kann der Einstieg ins reguläre Berufsleben problematisch werden, da viele Autisten die hohen sozialen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt nicht erfüllen können. So sind laut einer von Rehadat veröffentlichten Studie von 2004 nur ungefähr zehn Prozent der autistischen jungen Menschen den Anforderungen einer Berufsausbildung gewachsen, da „neben dem erreichten kognitiven Leistungsniveau die psychopathologischen Auffälligkeiten entscheidend für die Ausbildungsfähigkeit sind“, was Geduld und möglicherweise eine längere Phase der Berufsvorbereitung erfordert, damit eine Ablehnung prinzipiell ausbildungsfähiger Jugendlicher vermieden wird.[87] Verständnisvolle Vorgesetzte und Kollegen sind für Menschen mit Autismus unerlässlich. Wichtig sind außerdem geregelte Arbeitsabläufe, klare Aufgaben, überschaubare Sozialkontakte, eine eindeutige Kommunikation und die Vermeidung von Höflichkeitsfloskeln, welche zu Missverständnissen führen können.[88]

Auf der anderen Seite sind Autisten und den damit unter Umständen verbundenen Teilleistungsstärken teilweise gerade besonders gut für bestimmte Berufe bzw. Tätigkeiten geeignet.[89] Viele Autisten erfüllen durch ihre kognitive Leistungsfähigkeit auch die Voraussetzungen für ein Studium, welches sich jedoch aufgrund der nicht fest vorgeschriebenen Struktur in die Länge ziehen kann.[86] Ein wichtiges Ziel für autistische Erwachsene ist es, eine zum eigenen Stärke-Schwäche-Profil passende Nische zu finden, in der sie gut zurechtkommen. Der richtige Arbeitsplatz, der besondere Eigenarten der jeweiligen Person berücksichtigt, kann schwierig zu finden, aber oft auch sehr erfüllend sein. Verschiedene Unternehmen suchen gezielt nach Autisten oder haben sich auf ihre Vermittlung spezialisiert.[89]

Der britische Psychologe Attwood schreibt über die Diagnose von „leicht autistischen“ Erwachsenen, dass diese teilweise gut zurechtkommen, wenn sie etwa einen passenden Arbeitsplatz gefunden haben, aber im Fall von Krisen – etwa durch Erwerbslosigkeit – von ihrem Wissen über das Asperger-Syndrom zur Bewältigung von Krisen profitieren können.[90]

Behandlung Bearbeiten

Ausgehend von der individuellen Entwicklung wird bei autistischen Kindern ein Plan aufgestellt, in dem die Art der Behandlung einzelner Symptome festgelegt und aufeinander abgestimmt wird. Dem Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) entsprechend sollte eine passende Umgebung geschaffen werden, in der alle Beteiligten lernen, wie sie die „Eigenarten“ des Kindes am besten berücksichtigen können.[91] Bei Kindern wird das gesamte Umfeld (Eltern, Familien, Kindergarten, Schule) in den Behandlungsplan einbezogen. Angebote für Erwachsene sind vielerorts erst im Aufbau begriffen.[92] Einen Überblick über Anwendungen, Therapien und Interventionen hat die englische National Autistic Society veröffentlicht.[93] Eine Auswahl von Behandlungsmethoden soll im Folgenden kurz vorgestellt werden.[94][95]

Zur Behandlung bei Erwachsenen liegt eine umfassende Übersicht von 2013 durch die Freiburger Autismus-Studiengruppe vor.[96] Die systematische Auswertung von Behandlungsversuchen bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen ist (Stand 2017) – im Gegensatz zur Situation bei Kindern – noch unbefriedigend, was auf die historisch spätere Aufmerksamkeit bei der Erfassung dieser Altersgruppen zurückgeführt wurde.[97][98]

Therapie Bearbeiten

Die Verhaltenstherapie ist in der „Autismustherapie“ die am besten wissenschaftlich abgesicherte Therapieform. Zu den Wirkfaktoren der Verhaltenstherapie liegt eine umfassende Studie von 2014 vor.[99] Ziel ist es, einerseits unangemessene Verhaltensweisen wie übermäßige Stereotypien oder (auto)aggressives Verhalten abzubauen und andererseits soziale und kommunikative Fertigkeiten aufzubauen. Im Prinzip wird dabei so vorgegangen, dass erwünschtes Verhalten durchgängig und erkennbar belohnt wird (positive Verstärkung). Verhaltenstherapien können entweder ganzheitlich oder auf einzelne Symptome ausgerichtet sein – und auch Begleiterscheinungen wie Schlaf- oder Angststörungen lassen sich verhaltenstherapeutisch behandeln. Verhaltenstherapien, die das Ziel haben, Autisten wie „normale“ oder nicht-autistische Menschen erscheinen zu lassen, werden jedoch kritisiert.[100][101][102][103][104][105]

Die behavioristisch geprägte Angewandte Verhaltensanalyse (Applied Behavior Analysis, ABA) soll möglichst früh beginnen. Zunächst wird anhand einer Systematik festgestellt, welche Fähigkeiten und Funktionen das Kind bereits besitzt und welche nicht. Hierauf aufbauend werden spezielle Programme erstellt, die das Kind befähigen sollen, die fehlenden Funktionen zu erlernen. Die Eltern werden in die Therapie einbezogen. Die Verfahrensweisen von ABA basieren im Wesentlichen auf Methoden des operanten Konditionierens. Hauptbestandteile sind Belohnung bei „richtigem Verhalten“ und Löschung bei „falschem“ Verhalten. Lernversuche und -erfolge sowie erwünschtes Verhalten werden möglichst direkt verstärkt, wobei primäre (wie Nahrungsmittel) und sekundäre Verstärker (wie Spielzeug) eingesetzt werden, um erwünschtes Verhalten zu belohnen. In den 1980er Jahren wurde ABA durch Jack Michael, Mark Sundberg und James Partington weiterentwickelt, indem auch die Vermittlung sprachlicher Fähigkeiten einbezogen wurde.[106][107][108][109]

Ein ganzheitlich orientiertes pädagogisches Förderkonzept ist TEACCH (Treatment and Education of Autistic and related Communication-handicapped Children), das sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene mit Autismus richtet. TEACCH ist darauf ausgerichtet, die Lebensqualität von Menschen mit Autismus zu verbessern und sie anzuleiten, sich im Alltag zurechtzufinden. Zentrale Annahmen des Konzeptes sind, dass Lernprozesse durch Strukturierung und Visualisierung bei Menschen mit autistischen Merkmalen eingeleitet werden können.[110]

Elterntraining Bearbeiten

Eine Reduzierung des Stresses der Eltern zeigt deutliche Besserungen im Verhalten ihrer autistischen Kinder. Es gibt starke Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Stressbelastung der Eltern und den Verhaltensproblemen ihrer Kinder, unabhängig von der Schwere des Autismus'. Verhaltensprobleme der Kinder zeigen sich nicht vor, sondern auch während erhöhter Stressbelastung der Eltern.[111] Die National Autistic Society hat das „NAS EarlyBird“ Programm entwickelt, ein dreimonatiges Trainingsprogramm für Eltern, um sie auf das Thema Autismus effektiv vorzubereiten.[112] Nebst dem Stressmanagement kann Elterntraining auch auf eine Verbesserung von Begleitsymptomen wie Angst- und Schlafstörungen abzielen, bei Letzterem z. B. durch die Erstellung und Umsetzung eines Schlafplans und die Einführung bestimmter Rituale vor dem Zubettgehen.[73][74]

Medikamentöse Behandlung Bearbeiten

Die medikamentöse Behandlung von Begleitsymptomen wie etwa Angst, Depressionen, Aggressivität oder Zwängen mit Antidepressiva (etwa SSRI), atypischen Neuroleptika oder Benzodiazepinen kann eine Komponente im Gesamtbehandlungsplan sein.[113]

Für Kinder mit Schlafstörungen kann die Gabe von Melatonin helfen, wenn verhaltenstherapeutische Maßnahmen und Maßnahmen der Schlafhygiene allein nicht zum gewünschten Erfolg führen.[73][74] Schlafstörungen sind bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung multifaktoriell bedingt – für Kinder konnte zum Teil eine verringerte Produktion und Freisetzung von körpereigenem Melatonin gezeigt werden.[73][114] In Studien mit retardiertem Melatonin zeigten autistische Kinder und Jugendliche wiederum eine verkürzte Einschlafzeit und eine erhöhte Gesamtschlafdauer.[74][114]

Mit besonderer Vorsicht ist bei der Gabe von Stimulanzien, wie sie bei Hyperaktivität (ADHS) verschrieben werden, vorzugehen, da sie bei Autismus und der hier häufig vorkommenden Überempfindlichkeit auf Reize der Sinnesorgane letztere noch verstärken können. Die Wirksamkeit von Methylphenidat ist bei Autisten reduziert (ca. 50 statt 75 Prozent der Patienten), 10-mal häufiger seien unerwünschte Nebenwirkungen wie z. B. Reizbarkeit oder Schlafstörungen.[115]

Ergänzende Maßnahmen Bearbeiten

Mögliche ergänzende Maßnahmen sind etwa Musik-, Kunst-, Massagetherapie oder der Einsatz von Therapierobotern (Keepon) oder Echolokationslauten (Dolphin Space). Sie können die Lebensqualität steigern, indem sie positiv auf Stimmung, Ausgeglichenheit und Kontaktfähigkeit einwirken.

Therapeutisches Reiten und der Einsatz von Hunden sowohl zur Unterstützung von Therapien als auch zur Begleitung im Alltag gelten als besonders geeignet.[116]

Verfahren ohne Wirksamkeitsnachweis Bearbeiten

Weitere bekannte Maßnahmen sind Festhaltetherapie, Gestützte Kommunikation und Daily-Life-Therapie. Diese Maßnahmen „sind im Kontext der Behandlung des Autismus entweder äußerst umstritten und unglaubwürdig oder deren Annahmen und Versprechungen wurden durch wissenschaftliche Untersuchungen im Wesentlichen widerlegt“.[94]

  • Die Festhaltetherapie wurde 1984 von der US-amerikanischen Kinderpsychologin Martha Welch entwickelt und von Jirina Prekop im deutschen Sprachraum verbreitet. Ansatzpunkt bei dieser Therapie ist die nicht dem aktuellen Stand der Autismusforschung entsprechende Annahme, dass der Autismus eine emotionale Störung sei, die durch negative Einflüsse in der frühesten Kindheit hervorgerufen werde. Das betroffene Kind habe kein Urvertrauen aufbauen können. Bei der überaus umstrittenen Festhaltetherapie soll durch Festhalten des Kindes der Widerstand gegen Nähe und Körperkontakt gebrochen und so das Urvertrauen nachträglich entwickelt werden. Bedenklich bei der Festhaltetherapie „ist nicht nur die manchmal äußerst dramatisch und gewalttätig anmutende Vorgehensweise, sondern auch die dem Konzept mehr oder weniger zugrundeliegende These, dass das frühe Urvertrauen vom Kind nicht erworben werden konnte. Dies wird häufig von Eltern im Sinne einer persönlichen Schuld am Sosein ihres autistischen Kindes interpretiert“.[117][118]
  • Bei der Methode Gestützte Kommunikation benutzt die Person mit Autismus (gestützte Person) mit körperlicher Hilfestellung durch eine assistierende Person (Stützer) eine Kommunikationshilfe (Buchstabentafel, Kommunikationstafel, Computertastatur u. ä.). Durch diese gemeinsame Bedienung entsteht ein Text, dessen Autorenschaft der gestützten Person zugeschrieben wird. Die Stützer werden in Seminaren in die Gestützte Kommunikation eingeführt. Kritik an der Methode entzündet sich u. a. daran, dass in Blindversuchen nachgewiesen werden konnte, dass der Stützer den Schreiber unbewusst und unbeabsichtigt beeinflusste, sodass der Stützer und nicht die gestützte Person Urheber des Textes ist.
  • Die Daily-Life-Therapie wurde erstmals 1964 in Japan angewandt. Dabei wird von der Grundhypothese ausgegangen, dass ein hohes Angstniveau bei Menschen mit Autismus durch körperliche Anstrengung beseitigt werden kann. Körperliche Anstrengung führt zu einer erhöhten Ausschüttung von Endorphinen, die schmerzlindernd oder schmerzunterdrückend (analgetisch) wirken.
  • Des Weiteren gibt es verschiedene „biologisch begründete“ Therapiemethoden – etwa die Behandlung mit dem Darmhormon Sekretin[119] –, unter Verwendung hoher Dosen von Vitaminen und Mineralien oder mit besonderen Diäten. Auch hier fehlen bisher Wirksamkeitsnachweise, sodass von diesen Maßnahmen abgeraten wird.[94]

Passende Umgebung Bearbeiten

Seit dem Inkrafttreten des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) wird zumindest in Deutschland als zusätzliches Angebot für Kinder die Möglichkeit geschaffen, eine passende Umgebung zu gestalten. Defizite in der Entwicklung können bei einem förderlichen Umgang mit den Kindern sowie durch eine Umgebung, die Vertrautheit, Ruhe, Überschaubarkeit und Vorhersagbarkeit bietet, teilweise ausgeglichen werden. Ob hierbei zusätzlich Medikamente verordnet werden sollten, wird im Rahmen der Debatte um Neurodiversität kritisch diskutiert und verschieden gehandhabt.[91]

Mögliche Ursachen von Autismus Bearbeiten

Mögliche Ursachen oder Auslöser von Autismus werden heute auf unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten erforscht. Allgemein anerkannt ist, dass genetische Faktoren und Umwelteinflüsse eine große Rolle spielen.[120][121] Biomarker, die eine sichere Diagnose erlauben, waren Stand 2022 jedoch noch nicht bekannt.[22]:274

Als widerlegt gelten die noch bis in die 1960er-Jahre vertretene Ansicht, Autismus entstehe durch eine gefühlskalte Mutter (die sogenannte „Kühlschrankmutter“),[122][123] sowie die Ende der 1990er Jahre verbreitete Besorgnis, Autismus könne durch Impfungen hervorgerufen werden (siehe „Der Fall Wakefield“, in dem die Untersuchung von 12 autistischen Kindern beschrieben wird).[124]

Biologische Erklärungsansätze Bearbeiten

Die biologischen Ursachen des gesamten Autismusspektrums liegen in entwicklungsbiologischen Abweichungen bei Entstehung und Wachstum des Gehirns. Verändert sind nach aktuellem Forschungsstand dabei sowohl Anatomie als auch Funktion, und insbesondere die Ausbildung bestimmter Nervenverbindungen (Konnektom).[125] Gegenstand der Forschung sind die möglichen Ursachen dieser Abweichungen, die in erster Linie – aber nicht nur – die Embryonalentwicklung betreffen. Neben besonderen vererbten genetischen Bedingungen kommen im Prinzip alle Faktoren infrage, die die Arbeit der Gene in kritischen Zeitfenstern beeinflussen (Teratologie).[126]

Zwei Metaanalysen von Daten zur Kartierung des menschlichen Gehirns von 2021 und 2022 kamen – unabhängig voneinander – zu dem Ergebnis, dass bei Autismus-Patienten im Zusammenhang mit Empathie-Prozessen die Aktivität im rechtsseitigen Gyrus parahippocampalis im Vergleich zu gesunden Kontrollgruppen signifikant vermindert war.[127][128] Diese Gehirnregion ist unter anderem an der Wahrnehmung von sozialen Situationen beteiligt.[129][130]

Genetische Faktoren Bearbeiten

Die genetischen Ursachen des Gesamtbereichs des Autismusspektrums haben sich als äußerst vielfältig und hochkomplex erwiesen.[121][131] In einer Übersicht von 2011 wurden bereits 103 Gene und 44 Genorte (Genloci) als Kandidaten für eine Beteiligung identifiziert, und es wurde vermutet, dass die Zahlen weiter stark stiegen.[132] Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die immensen Kombinationsmöglichkeiten vieler genetischer Abweichungen die Ursache für die große Vielfalt und Breite des Autismusspektrums sind.[133]

 
Deletion (1), Duplikation (2) und Inversion (3) von bestimmten Abschnitten eines Chromosoms

Seit etwa 2010 hat sich zunehmend herausgestellt, dass neben den länger bekannten erblichen Veränderungen gerade bei Autismus submikroskopische Veränderungen in Chromosomen eine Schlüsselrolle spielen, nämlich die Kopienzahlvariationen.[134][135][136] In erster Linie handelt es sich dabei um Genduplikation oder Gendeletion. Sie entstehen bei der Bildung von Eizellen der Mutter oder von Samenzellen des Vaters (Meiose). Das heißt, sie entstehen neu (de novo). Wenn ein Kind eine solche Abweichung von einem Elternteil erhält, kann es sie jedoch weiter vererben, und zwar mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Dadurch ist es möglich, dass eine Abweichung, die zu Autismus beiträgt, nur einmalig bei einem Kind auftritt und nicht weiter vererbt wird oder aber auch mehrere Familienmitglieder in verschiedenen Generationen betrifft. In letzterem Fall kann zudem die Durchschlagskraft (Penetranz und Expressivität) einer solchen genetischen Abweichung von Person zu Person höchst unterschiedlich sein (0–100 %). Eineiige Zwillinge weisen im Regelfall beide eine Autismus-Spektrum-Störung auf.[137] Moderne Analysemethoden (DNA-Chip-Technologie) erlauben die Feststellung genetischer Abweichungen (Analyse des Karyotyps), die zur Ausprägung der Spektrum-Störung führen,[121] wobei die Einbeziehung von Familienmitgliedern oft hilfreich oder sogar notwendig ist. Die Ergebnisse können dann die Grundlage von genetischen Beratungen bilden.

Atypische Konnektivität Bearbeiten

 
Die Diffusions-Tensor-Bildgebung (DT-MRI) ermöglicht eine Rekonstruktion von Nervenbahnen im Gehirn (Traktografie)

2004 entdeckte eine Forschergruppe um Marcel Just und Nancy Minshew an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA) die Erscheinung der veränderten Konnektivität (großräumiger Informationsfluss, engl. connectivity) im Gehirn bei den Gruppendaten von 17 Probanden aus dem Asperger-Bereich des Autismusspektrums. Funktionelle Gehirnscans (fMRI) zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe sowohl Bereiche erhöhter als auch Bereiche verminderter Aktivität sowie eine verminderte Synchronisation der Aktivitätsmuster verschiedener Gehirnbereiche. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse entwickelten die Autoren erstmals die Theorie der Unterkonnektivität (underconnectivity) für die Erklärung des Autismusspektrums.[138]

Die Ergebnisse wurden relativ schnell in weiteren Studien bestätigt, ausgebaut und präzisiert, und das Konzept der Unterkonnektivität wurde entsprechend fortentwickelt.[139][140] Bezüglich anderer Theorien wurde es nicht als Gegenmodell, sondern als übergreifendes Generalmodell präsentiert. In den folgenden Jahren nahm die Anzahl der Studien zur Konnektivität beim Autismusspektrum explosionsartig zu.

Dabei wurde neben eher globaler Unterkonnektivität häufig auch eher lokale Überkonnektivität gefunden. Letztere wird allerdings – gestützt auf Kenntnisse der frühkindlichen Gehirnentwicklung bei Autismus – eher als Überspezialisierung und nicht als Steigerung der Effektivität verstanden. Um beide Erscheinungen zu berücksichtigen, wird das Konzept nun atypische Konnektivität genannt. Es zeichnet sich ab (Stand: Juli 2015), dass es sich als Konsensmodell in der Forschung etabliert.[141][142] Dies gilt auch, wenn der Asperger-Bereich des Autismusspektrums für sich betrachtet wird.[143] Die beim Autismusspektrum vorliegende atypische Konnektivität wird verstanden als Ursache des hier beobachteten besonderen Verhaltens, wie etwa bei der Erfassung von Zusammenhängen zwischen Dingen, Personen, Gefühlen und Situationen.

Umwelt- und mögliche kombinierte Faktoren Bearbeiten

Früher gab es den Verdacht, dass Umweltgifte oder Impfstoff-Zusätze (Thiomersal) die Entstehung von Autismus begünstigen könnten. Nach dem Stand von 2017 gilt Ersteres als nicht ausreichend erforscht.[144][145][146]

Während die Hypothese, dass ein Zusatz von Thiomersal in Impfstoffen das Risiko von ASS erhöhen könnte, als vielfach widerlegt gilt, ist der mögliche Einfluss erhöhter Aufnahme von Quecksilber und anderer Substanzen aufgrund widersprüchlicher Untersuchungsergebnisse noch umstritten.[147][148] Eine Studie der Swinburne University im Journal of Toxicology and Environmental Health aus dem Jahr 2011, die auf einer Umfrage unter den Enkelkindern der Überlebenden der „Rosa-Krankheit“ basiert (Infantile Akrodynie, ab 1931 auch Feersche Krankheit[149] genannt, eine wahrscheinlich durch Quecksilberintoxikation verursachte Stammhirnenzephalopathie mit Haut- und multiplen Organsymptomen bei Kleinkindern),[150] legt nahe, dass tatsächlich eine Kombination aus genetischen und umweltbedingten Faktoren bei der Entstehung autistischer Symptome eine Rolle spielen könnte, allerdings nur bei Kindern mit einer (angeborenen) Präposition für Quecksilber-Überempfindlichkeit. Die Studie verweist allerdings darauf, dass sich die Autismusdiagnosen in dieser Studie nicht bestätigt hätten.[151] Für die weitere Erforschung eines möglichen Zusammenhangs zwischen Autismus und Quecksilbervergiftung in vergleichbar hohen Mengen sei zunächst die weitere Erforschung der „Rosa-Krankheit“ erforderlich. In den 50er-Jahren wurde Quecksilber in wesentlichen Mengen gegen Kinderkrankheiten verabreicht, diese Form der Akrodynie ist seit damals praktisch verschwunden.[152] In der Studie wurden offenbar weder die Betroffenen selbst untersucht noch eine Übertragbarkeit zwischen der Akrodynie und anderen Quecksilberbelastungen aufgezeigt.

Widerlegte Erklärungsansätze Bearbeiten

Es taucht immer wieder das Gerücht auf, Autismus könne durch Impfungen etwa gegen Mumps, Masern oder Röteln (MMR) verursacht werden, wobei eine im Impfstoff enthaltene organische Quecksilberverbindung, das Konservierungsmittel Thiomersal, als auslösende Substanz verdächtigt wird. Derlei Berichte entbehren jedoch „jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, so unterscheidet sich die Häufigkeit von Autismus nicht bei geimpften und ungeimpften Kindern.“[94] Durch verschiedene Studien ist der Zusammenhang zwischen Thiomersal enthaltenden Impfstoffen und Autismus mittlerweile widerlegt.[153][154][155][156][157][158] Ungeachtet dessen ist heute in der Regel in Impfstoffen kein Thiomersal mehr enthalten.[159] Eine Abnahme der Anzahl der Neuerkrankungen war erwartungsgemäß in Folge nicht zu beobachten – eine weitere Schwächung der „Autismus-durch-Impfung“-Hypothese.[160]

Die Annahmen, dass Autismus eine Folge von Impfschäden sein soll, ging auf eine Veröffentlichung von Andrew Wakefield in der Fachzeitschrift The Lancet 1998 zurück.[161] 2004 wurde bekannt, dass Wakefield vor der Veröffentlichung von Anwälten, die Eltern Autismus-betroffener Kinder vertraten, 55.000 £ an Drittmitteln erhalten hatte.[162] Diese suchten Verbindungen zwischen Autismus und der Impfung, um Hersteller des Impfstoffes zu verklagen. Die Gelder waren weder den Mitautoren noch der Zeitschrift bekannt gewesen. Daraufhin traten zehn der dreizehn Autoren des Artikels von diesem zurück.[163] Im Januar 2010 entschied die britische Ärztekammer (General Medical Council), dass Wakefield „unethische Forschungsmethoden“ angewandt hatte und seine Ergebnisse in „unehrlicher“ und „unverantwortlicher“ Weise präsentiert wurden. The Lancet zog daraufhin Wakefields Veröffentlichung vollständig zurück.[164] In der Folge wurde im Mai 2010 auch ein Berufsverbot in Großbritannien gegen ihn ausgesprochen.[165]

Die amerikanische Food and Drug Administration hat im September 2006 einen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfstoffen als unbegründet abgewiesen,[166] zahlreiche wissenschaftliche und medizinische Einrichtungen folgten dieser Einschätzung.[167][168][169]

Bis 2013 gab es widersprüchliche Hinweise zu der Hypothese, dass Systeme von Spiegelneuronen bei Menschen mit Autismus möglicherweise nicht hinreichend funktionstüchtig seien.[170][171] In einer Metaanalyse von 2013 wurde dann festgestellt, dass es wenig gebe, das die Hypothese stütze, und dass das Datenmaterial eher mit der Annahme vereinbar sei, dass die absteigende (Top-down-)Modulierung sozialer Reaktionen bei Autismus atypisch sei.[172]

Die Theorie, dass eine Vermännlichung des Gehirns (Extreme Male Brain Theory) durch einen hohen Testosteronspiegel im Mutterleib ein Risikofaktor für ASS sein könnte, wurde in neueren Studien gezielt untersucht, konnte jedoch nicht bestätigt werden.[173][174] Hierzu zählen auch Untersuchungen des Gehirns durch bildgebende Verfahren (fMRI). Es zeigte sich, dass männliche ASS-Patienten eher typisch weibliche Eigenschaften bei der Verbindung von Gehirnregionen (engl. connectivity) hatten – statt, wie in der Theorie der Vermännlichung des Gehirns vorhergesagt, besonders verstärkt männliche.[175][176]

Obwohl Verdauungsstörungen im Zusammenhang mit ASS oft beschrieben wurden, gibt es bis heute (Stand November 2015) keine zuverlässigen Daten zu einer möglichen Korrelation oder gar einem möglichen ursächlichen Zusammenhang – weder in die eine noch in die andere Richtung.[177][178][179]

Auties und Aspies Bearbeiten

Die Ausprägungen von Autismus umfassen ein breites Spektrum. Viele Menschen mit Autismus wünschen sich keine „Heilung“, da sie Autismus nicht als Krankheit, sondern als normalen Teil ihres Selbst betrachten. Viele Erwachsene mit „leichterem“ Autismus haben gelernt, mit ihrer Umwelt zurechtzukommen. Sie wünschen sich statt Pathologisierung oft nur die Toleranz durch ihre Mitmenschen. Auch sehen sie Autismus nicht als etwas von ihnen Getrenntes, sondern als integralen Bestandteil ihrer Persönlichkeit.

Die australische Künstlerin und Kanner-Autistin Donna Williams hat in diesem Zusammenhang den Ausdruck Auties vorgeschlagen, der sich entweder speziell auf Menschen mit Kanner-Autismus bezieht, oder allgemein auf alle Menschen im Autismus-Spektrum. Williams gründete 1992 zusammen mit Kathy Lissner Grant und Jim Sinclair das Autism Network International (ANI) und gilt als Mitinitiatorin der Neurodiversitätsbewegung. Von der US-amerikanischen Erziehungswissenschaftlerin und Asperger-Autistin Liane Holliday Willey stammt der Ausdruck Aspies für Menschen mit Asperger-Syndrom. Die Psychologen Tony Attwood und Carol Gray richten in ihrem Essay Die Entdeckung von „Aspie“[180] den Blick auf positive Eigenschaften von Menschen mit Asperger-Syndrom. Die Ausdrücke Auties und Aspies wurden von vielen Selbsthilfeorganisationen von Menschen im Autismusspektrum übernommen.

Um dem Wunsch vieler Autisten nach Toleranz durch ihre Mitmenschen Ausdruck zu verleihen, feiern einige seit 2005 jährlich am 18. Juni den Autistic Pride Day. Das Schlagwort der Autismusrechtsbewegung – „Neurodiversität(neurodiversity) – bringt die Idee zum Ausdruck, dass eine untypische neurologische Entwicklung einem normalen menschlichen Unterschied entspreche, der ebenso Toleranz verdiene wie jede andere (physiologische oder sonstige) menschliche Variante.

Autismusforschung Bearbeiten

In der Grundlagenforschung wurde bei der visuellen Wahrnehmung von Autisten ein überscharfer Aufmerksamkeitswinkel festgestellt, der in seiner Schärfe (sharpness) stark mit der Schwere der autistischen Symptome korrelierte,[181] sowie eine erhöhte Empfindlichkeit für visuelle Feinkontraste.[182]

Klinische Beobachtungen von Uta Frith (2003) verdeutlichten, dass Autisten häufig erhebliche Schwierigkeiten haben, sprachliche Äußerungen in der gegebenen sprachlichen Situation (Kontext) angemessen zu verstehen.[183] Ergebnisse von Melanie Eberhardt und Christoph Michael Müller deuteten darauf hin, dass ein Autismus-Konzept einer am Detail orientierten Verarbeitung von Sprache viele Besonderheiten des Sprachverstehens autistischer Menschen erklären kann.[184]

Aktuelle Ergebnisse der internationalen Autismusforschung werden auf der seit 2007 jährlich stattfindenden Wissenschaftlichen Tagung Autismus-Spektrum (WTAS) vorgestellt. Diese Tagung ist mit Gründung der Wissenschaftlichen Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS)[185] 2008 auch deren wesentliches Organ.

Ein besonderes Forschungszentrum im deutschsprachigen Raum ist das Universitäre Zentrum Autismus Spektrum (UZAS) in Freiburg.[186]

Autismus und Behinderung Bearbeiten

Barrierefreiheit Bearbeiten

Eine UN-Studie erkennt die kulturelle Eigenart von Autisten, barrierefrei online Gemeinschaften zu bilden, als im Rahmen der Menschenrechte gleichwertig an: „Here, the concept of community should not be necessarily limited to a geographic and physical location: some persons with autism have found that support provided online may be more effective, in certain cases, than support received in person.“[187]

Autisten haben in Deutschland das Recht auf barrierefreie fernschriftliche Kommunikation. Das kann beispielsweise einer Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 14. November 2013 entnommen werden, die von der Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten erstritten wurde.[188]

Grad der Behinderung Bearbeiten

Grad der Behinderung: „Die Kriterien der Definitionen der ICD 10-GM Version 2011 müssen erfüllt sein. Komorbide psychische Störungen sind gesondert zu berücksichtigen. Eine Behinderung liegt erst ab Beginn der Teilhabebeeinträchtigung vor. Eine pauschale Festsetzung des GdS nach einem bestimmten Lebensalter ist nicht möglich.

Bei tief greifenden Entwicklungsstörungen (insbesondere frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom)

  • ohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 10–20,
  • mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 30–40,
  • mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 50–70,
  • mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 80–100.

Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeit in Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten, Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häusliches Leben) nicht ohne besondere Förderung oder Unterstützung (zum Beispiel durch Eingliederungshilfe) gegeben ist oder wenn die Betroffenen einer über das dem jeweiligen Alter entsprechende Maß hinausgehenden Beaufsichtigung bedürfen. Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassende Unterstützung (zum Beispiel einen Integrationshelfer als Eingliederungshilfe) möglich ist. Schwere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender Unterstützung nicht möglich ist.“[189]

Hilflosigkeit: „Bei tief greifenden Entwicklungsstörungen, die für sich allein einen GdS von mindestens 50 bedingen, und bei anderen gleich schweren, im Kindesalter beginnenden Verhaltens- und emotionalen Störungen mit lang andauernden erheblichen Einordnungsschwierigkeiten ist regelhaft Hilflosigkeit bis zum 18. Lebensjahr anzunehmen.“[189]

Die vorgenannten Regelungen gelten seit dem 23. Dezember 2010[190] bzw. 5. November 2011.[83][189][191]

Autisten galten in Deutschland vor 2010/2011 nach den früheren Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit (AHG) im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht Teil 2 SGB IX automatisch als Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung (GdB) zwischen 50 und 100. Außerdem wurde bei autistischen Kindern mindestens bis zum 16. Lebensjahr Hilflosigkeit angenommen.[192]

Autismus und Kunst Bearbeiten

Manche autistische Menschen sind erfolgreich in der bildenden Kunst tätig. Es gibt in dieser Gruppe von Künstlern eine große Vielfalt von stilistischen Merkmalen, bildnerischen Ausdrucksformen und Verfahren. Kategorisieren lassen sich sogenannte Kritzelbilder und präschematische Darstellungen, abstrakte Malerei oder Farb-Form-Experimente, bildnerische Narrationen, surreal-phantastische Bildnerei, Collagen, seriell angelegten Musterbildungen aus geometrischen Figurationen oder einer fotorealistischen Präzisionsmalerei.[193]

Autismus in den Medien Bearbeiten

Dokumentarfilme Bearbeiten

  • Meine Welt hat tausend Rätsel – Leben und Denken hochbegabter Autisten – Dokumentation im Rahmen der ZDF-Sendung 37 Grad, Folge 572, Deutschland 2007, Regie: Chiara Sambucchi.[194]
  • Autisten – Dokumentarfilm von Wolfram Seeger für WDR und 3sat über das Haus Bucken in Velbert, ein privat organisiertes Heim, in dem 13 erwachsene Autisten leben. Deutschland 2009 (90 Minuten).[195]
    • Alternative Kurzfassung: Der seltsame Sohn – Im Haus der Autisten – u. a. im Rahmen der WDR-Sendereihe Menschen hautnah ausgestrahlt,[196] 2009 (44 Minuten).
  • Expedition ins Gehirn – 3-teilige Wissenschaftsdokumentation über Savants und Autisten mit Savant-Fähigkeiten, Arte und Radio Bremen, TR-Verlagsunion, 2006, ISBN 3-8058-3772-0 (DVD, deutsch/englisch, ca. 156 Minuten).
  • Sendungen des WDR-Fernsehmagazins Quarks & Co:
    • Autismus – wenn Denken einsam macht. 2006.[197]
    • Was ist anders bei Nicole? Begegnung mit einer Autistin. 2008.[198]
  • Was ist Autismus? – Reihe im Rahmen des Schulfernsehens Planet Schule des SWR und WDR Fernsehens[199]
  • The Boy With The Incredible Brain – Reportage über Daniel Tammet im Rahmen der britischen TV-Serie Extraordinary People. 2005 (englisch).
  • 2007: Ihr Name ist Sabine (Elle s'appelle Sabine), Regie: Sandrine Bonnaire
  • Wenn Veränderung ängstigt. Kurzfilm, Deutschland 2012, Regie: Christian Landrebe (7 Minuten)[200]
  • Hilfe bei Autismus? Die Rolle der Bakterien – Dokumentation von Marion Gruner und Christopher Sumpton über Wissenschaftler, die Indizien für die Ursache der Störung in der menschlichen Darmflora suchen. Kanada 2012, Arte (52 Minuten).[201]
  • 2012: Matthijs’ Regeln (De regels van Matthijs), Niederlande, Regie: Marc SchmidtGoldenes Kalb 2012 – Bester langer Dokumentarfilm[202][203]
  • Ines Schipperges: Autismus-Serie: Alle acht Folgen.[204] In: SZ-Magazin, 28. März 2018. Ausgezeichnet mit dem DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus in der Kategorie Gesellschaft.[205]
  • Antje Behr: Ich, autistisch/Moi : autiste. In der Reihe: Psycho. Deutschland/Frankreich 2022, rbb/Arte (27 Minuten).[206]

Spielfilme Bearbeiten

Im Folgenden eine Liste von Filmen, die Autismus als zentrales Thema behandeln:

Fernsehserien Bearbeiten

Hörfunk Bearbeiten

  • Thomas Gaevert: „Ich kriegte es nicht raus“ – Bericht aus der Welt der Autisten. Produktion: Südwestrundfunk 2005 (25 Minuten); Erstsendung: 21. September 2005, SWR2.

Literatur Bearbeiten

Aktuelle Leitlinien
Werke von historischer Bedeutung
  • Hans Asperger: Das psychisch abnorme Kind. In: Wiener Klinische Wochenzeitschrift. Jg. 51, 1938, ISSN 0043-5325, S. 1314–1317.
  • Hans Asperger: Die „Autistischen Psychopathen“ im Kindesalter. In: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten. Band 117, 1944, S. 73–136. doi:10.1007/bf01837709
  • Susan Folstein und Michael Rutter: Infantile Autism: a Genetic Study of 21 Twin Pairs. In: The Journal of Child Psychology and Psychiatry. Band 18, Nr. 4, 1977, S. 297–321, doi:10.1111/j.1469-7610.1977.tb00443.x
  • Leo Kanner: Autistic disturbances of affective contact. In: Nervous Child. 1943, Band 2, S. 217–250.
  • Lorna Wing, Judith Gould: Severe impairments of social interaction and associated abnormalities in children: Epidemiology and classification. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 9, Nr. 1, März 1979, ISSN 0162-3257, S. 11–29, doi:10.1007/BF01531288 (springer.com [abgerufen am 19. November 2023] Studie, die als wegbereitend für das Konzept des Autismusspektrums gilt).
  • Lorna Wing: Asperger’s syndrome. A clinical account. In: Psychological medicine. Band 11, H. 1, Februar 1981, ISSN 0033-2917, S. 115–129, PMID 7208735 (wissenschaftliche Veröffentlichung, die maßgeblich dazu beitrug, die Bezeichnung Asperger-Syndrom international zu etablieren).
Genetik des Autismusspektrums
Neurobiologie des Autismusspektrums
  • J. O. Maximo, E. J. Cadena, R. K. Kana: The implications of brain connectivity in the neuropsychology of autism. In: Neuropsychology review. Band 24, Nummer 1, März 2014, S. 16–31, doi:10.1007/s11065-014-9250-0, PMID 24496901, PMC 4059500 (freier Volltext) (Review).
  • R. A. Müller, P. Shih, B. Keehn, J. R. Deyoe, K. M. Leyden, D. K. Shukla: Underconnected, but how? A survey of functional connectivity MRI studies in autism spectrum disorders. In: Cerebral cortex (New York, N.Y. 1991). Band 21, Nummer 10, Oktober 2011, S. 2233–2243, doi:10.1093/cercor/bhq296, PMID 21378114, PMC 3169656 (freier Volltext) (Review).
Einführende Darstellungen
  • Uta Frith: Autismus: Eine sehr kurze Einführung (= Eine sehr kurze Einführung. Nr. 3). 1. Auflage. Huber, Bern 2013, ISBN 978-3-456-85294-2 (englisch: Autism. A Very Short Introduction. Oxford 2008. Übersetzt von Jürgen Neubauer).
  • Lisa Habermann und Christian Kißler: Das autistische Spektrum aus wissenschaftlicher, therapeutischer und autistischer Perspektive. Springer, Wiesbaden 2022, ISBN 978-3-658-37601-7
  • Inge Kamp-Becker und Sven Bölte: Autismus. 3., aktualisierte Auflage. UTB Profile, UTB 3567, Ernst Reinhardt Verlag, München 2021, ISBN 978-3-8252-5624-1.
  • Mandy Roy, Peter Strate: Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. Symptomatik, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 120, Nr. 6, 10. Februar 2023, ISSN 1866-0452, S. 87–93, doi:10.3238/arztebl.m2022.0379, PMID 36507695, PMC 10114133 (freier Volltext) – (aerzteblatt.de [abgerufen am 24. November 2023] Beitrag zur ärztlichen Fortbildung).
  • Judith Sinzig: Frühkindlicher Autismus. Springer-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-642-13070-0; doi:10.1007/978-3-642-13071-7.
  • Lorna Wing: The History of Ideas on Autism: Legends, Myths and Reality. In: Autism. Band 1, Nr. 1, Juli 1997, ISSN 1362-3613, S. 13–23, doi:10.1177/1362361397011004 (englisch, sagepub.com [abgerufen am 12. Februar 2024]).
Ratgeberliteratur
  • Vera Bernard-Opitz und Andra Bernard: Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen: Ein Praxishandbuch für Therapeuten, Eltern und Lehrer. 4. erweiterte und überarbeitete Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-17-036514-8.
  • Hannah Cholemkery, Janina Kitzerow, Sophie Soll und Christine M. Freitag: Ratgeber Autismus-Spektrum-Störungen: Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher. Hogrefe, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8017-2705-5.
  • Silke Lipinski: Autismus. Das Selbsthilfebuch (= BALANCE Ratgeber). 2. Auflage. BALANCE buch + medien Verlag, Köln 2022, ISBN 978-3-86739-301-0.
  • Stephanie Meer-Walter: Autistisch? Kann ich fließend! wie sich Autismus anfühlt und was die Wissenschaft darüber weiß: eine Übersetzungshilfe. 1. Auflage. Beltz, Weinheim Basel 2023, ISBN 978-3-407-86762-9.
  • Christine Preißmann: Autismus und Gesundheit: Besonderheiten erkennen – Hürden überwinden – Ressourcen fördern. W. Kohlhammer, 2017, ISBN 978-3-17-032027-7.
  • Brita Schirmer: Elternleitfaden Autismus: Wie Ihr Kind die Welt erlebt. Mit gezielten Therapien wirksam fördern. Schwierige Alltagssituationen meistern. 3., überarbeitete Auflage, Trias, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-432-11283-1.
  • Kai Vogeley: Anders sein: Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter – Ein Ratgeber. 2., überarbeitete Auflage. Beltz, Weinheim, Basel 2016, ISBN 978-3-621-28306-9.
Therapeutische Ansätze
  • Kristin Snippe: Autismus. Wege in die Sprache. 3. Auflage, Schulz-Kirchner Verlag, Idstein 2022, ISBN 978-3-8248-0999-8.
  • Anne Häussler: Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus: Einführung in Theorie und Praxis. 6., verbesserte Auflage. Modernes Lernen, Dortmund 2022, ISBN 978-3-8080-0924-6.
Autismus-Spektrum-Störung im Erwachsenenalter
  • Isabel Dziobek, Sandra Stoll: Hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen: ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual (= Kohlhammer Manuale). W. Kohlhammer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-17-034491-4.
  • Andreas Riedel, Jens Clausen: Autismus-Spektrum-Störungen bei Erwachsenen (= PraxisWissen. Nr. 7). 1. Auflage. Nr. 7. Psychiatrie Verlag, Köln 2020, ISBN 978-3-96605-030-2.
  • Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4.

Weblinks Bearbeiten

Commons: Autism – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Autismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. a b c Kapitel V Psychische und Verhaltensstörungen (F00–F99) Abschnitt Entwicklungsstörungen (F80–F89). In: ICD-10-GM Version 2023. 6. Dezember 2022, abgerufen am 22. April 2023 (auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte).
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x Autism Spectrum Disorder. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision. American Psychiatric Association, Washington, DC 2022, ISBN 978-0-89042-575-6, S. 56–68.
  3. a b c d e f g h i j 6A02 Autism spectrum disorder. In: ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics. World Health Organization, 2023, abgerufen am 5. Juni 2023 (englisch).
  4. a b c d Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter – Teil 1: Diagnostik. Interdisziplinäre S3-Leitlinie der DGKJP und der DGPPN sowie der beteiligten Fachgesellschaften, Berufsverbände und Patientenorganisationen. 23. Februar 2016 (awmf.org [PDF; abgerufen am 5. Juni 2023] AWMF-Registernummer 028–018, Langfassung).
  5. a b c F. R. Volkmar, J. C. McPartland: From Kanner to DSM-5: autism as an evolving diagnostic concept. In: Annual review of clinical psychology. Band 10, 2014, S. 193–212, doi:10.1146/annurev-clinpsy-032813-153710, PMID 24329180
  6. Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 11. Revision. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, abgerufen am 12. Juni 2023.
  7. a b Uwe Henrik Peters (2007): Wörterbuch der Psychiatrie und medizinischen Psychologie. 6. Neuauflage. Fischer bei Elsevier, ISBN 978-3-437-15061-6. Siehe Autismus (Seite 58).
  8. Sigmund Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse. In: GW. XIII, S. 73 f.
  9. Leo Kanner: Early infantile autism. In: The Journal of Pediatrics. Band 25, Nr. 3, 1944, S. 211–217, doi:10.1016/S0022-3476(44)80156-1.
  10. Hans Asperger: 'Autistic psychopathy' in childhood. In: Uta Frith (Hrsg.): Autism and Asperger syndrome. 20. print., paperback Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-0-521-38608-1, S. 37–92 (englisch).
  11. Isabel Dziobek, Sandra Stoll: Hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen: ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual (= Kohlhammer Manuale). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-17-034491-4 (Kapitel 1.1.1., Geschichte, zitiert nach der EPUB-Ausgabe).
  12. a b c Rhiannon J. Luyster: Communicative Acquisition in ASD. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. 2. Auflage. Springer, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 1104–1113, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_519.
  13. Rose E. A. Nevill, Susan M. Havercamp: Intellectual Disability. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. 2. Auflage. Springer, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 2492–2502, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_1641.
  14. Michelle Dawson, Isabelle Soulières, Morton Ann Gernsbacher, Laurent Mottron: The Level and Nature of Autistic Intelligence. In: Psychological Science. Band 18, Nr. 8, 2007, S. 657–662, doi:10.1111/j.1467-9280.2007.01954.x, PMID 17680932, PMC 4287210 (freier Volltext).
  15. Michelle Dawson: Verbal Intelligence. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. 2. Auflage. Springer, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 5032–5039, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_375.
  16. Laurent Mottron, Michelle Dawson: Giftedness. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. 2. Auflage. Springer, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 2233–2234, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_520.
  17. Maja Z. Katusic, Scott M. Myers, Amy L. Weaver, Robert G. Voigt: IQ in Autism Spectrum Disorder: A Population-Based Birth Cohort Study. In: Pediatrics. Band 148, Nr. 6, 2021, doi:10.1542/peds.2020-049899, PMID 34851412.
  18. Amaia Hervas: Stereotypic Behavior. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. 2. Auflage. Springer, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 4633–4635, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_416.
  19. a b Fred R. Volkmar: Autistic Disorder. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer, New York, NY 2013, ISBN 978-1-4419-1697-6, S. 371–376, doi:10.1007/978-1-4419-1698-3_1371.
  20. a b c d 299.0 Autistic Disorder. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fourth Edition, Text Revision. American Psychiatric Association, Arlington, VA 2000, ISBN 0-89042-024-6, S. 70–75.
  21. Laurent Mottron, Isabelle Soulières, Michelle Dawson: Interests, Circumscribed/All Absorbing. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. 2. Auflage. Springer, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 2511–2516, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_1734.
  22. a b c d Catherine Lord, Tony Charman, Alexandra Havdahl, Paul Carbone, Evdokia Anagnostou, Brian Boyd, Themba Carr, Petrus J de Vries, Cheryl Dissanayake, Gauri Divan, Christine M Freitag, Marina M Gotelli, Connie Kasari, Martin Knapp, Peter Mundy, Alex Plank, Lawrence Scahill, Chiara Servili, Paul Shattuck, Emily Simonoff, Alison Tepper Singer, Vicky Slonims, Paul P Wang, Maria Celica Ysrraelit, Rachel Jellett, Andrew Pickles, James Cusack, Patricia Howlin, Peter Szatmari, Alison Holbrook, Christina Toolan, James B McCauley: The Lancet Commission on the future of care and clinical research in autism. In: The Lancet. Band 399, Nr. 10321, 2022, S. 271–334, doi:10.1016/S0140-6736(21)01541-5.
  23. a b c d e f World Health Organization (Hrsg.): The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders: Clinical descriptions and diagnostic guidelines. Genf 1992, ISBN 92-4154422-8, S. 252–259.
  24. a b c Ludger Tebartz van Elst, Monica Biscaldi-Schäfer und Andreas Riedel: Asperger-Syndrom, Autismus-Spektrum-Störungen und Autismusbegriff: historische Entwicklung und moderne Nosologie. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 1, S. 3–16.
  25. a b c Judith Sinzig: Frühkindlicher Autismus. Springer, Berlin, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-13070-0, doi:10.1007/978-3-642-13071-7.
  26. a b Denis G. Sukhodolsky, Theresa R. Gladstone, Carolyn L. Marsh: Irritability in Autism. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer, New York, NY 2018, ISBN 978-1-4614-6435-8, S. 1–4, doi:10.1007/978-1-4614-6435-8_102263-1.
  27. Geprägt wurde der Ausdruck 1971 von einem US-amerikanischen Forscherteam: M. K. DeMyer, D. W. Churchill, W. Pontius, K. M. Gilkey: A comparison of five diagnostic systems for childhood schizophrenia and infantile autism. In: Journal of autism and childhood schizophrenia. Band 1, Nummer 2, April–Juni 1971, S. 175–189, PMID 5172391. Reviewed in: M. K. DeMyer, J. N. Hingtgen, R. K. Jackson: Infantile autism reviewed: a decade of research. In: Schizophrenia bulletin. Band 7, Nummer 3, 1981, S. 388–451, PMID 6116276, (freier Volltext) (Review).
  28. Kristen Bottema-Beutel, Steven K. Kapp, Jessica Nina Lester, Noah J. Sasson, Brittany N. Hand: Avoiding Ableist Language: Suggestions for Autism Researchers. In: Autism in Adulthood. Band 3, Nr. 1, 2021, S. 18–29, doi:10.1089/aut.2020.0014, PMID 36601265, PMC 8992888 (freier Volltext).
  29. World Health Organization (Hrsg.): The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders: Diagnostic criteria for research. Genf 1993, ISBN 92-4154455-4, S. 147–150.
  30. Kylie M. Gray: Atypical Autism. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer, New York, NY 2013, ISBN 978-1-4419-1697-6, S. 304–309, doi:10.1007/978-1-4419-1698-3_1635.
  31. Irina Manouilenko, Susanne Bejerot: Sukhareva—Prior to Asperger and Kanner. In: Nordic Journal of Psychiatry. Band 69, Nr. 6, 18. August 2015, S. 1761–1764, doi:10.3109/08039488.2015.1005022, PMID 25826582.
  32. David Ariel Sher, Jenny L. Gibson: Pioneering, prodigious and perspicacious: Grunya Efimovna Sukhareva’s life and contribution to conceptualising autism and schizophrenia. In: European Child & Adolescent Psychiatry. Band 32, Nr. 3, März 2023, S. 475–490, doi:10.1007/s00787-021-01875-7, PMID 34562153, PMC 10038965 (freier Volltext).
  33. a b Marc Woodbury-Smith: Asperger Syndrome. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer, New York, NY 2013, ISBN 978-1-4419-1697-6, S. 246–252, doi:10.1007/978-1-4419-1698-3_1361.
  34. 299.80 Asperger’s Disorder. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fourth Edition, Text Revision. Arlington, VA 2000, ISBN 0-89042-024-6, S. 80–84, doi:10.1176/appi.books.9780890420249.dsm-iv-tr.
  35. World Health Organization (Hrsg.): The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders: Clinical descriptions and diagnostic guidelines. Genf 1992, ISBN 92-4154422-8, S. 252–259.
  36. L. Mottron, L. Bouvet, A. Bonnel, F. Samson, J. A. Burack, M. Dawson, P. Heaton: Veridical mapping in the development of exceptional autistic abilities. In: Neuroscience and biobehavioral reviews. Band 37, Nummer 2, Februar 2013, S. 209–228, doi:10.1016/j.neubiorev.2012.11.016, PMID 23219745 (freier Volltext) (Review).
  37. Helmut Remschmidt: Das Asperger-Syndrom. Eine zu wenig bekannte Störung? (PDF, 91 kB) In: Deutsches Ärzteblatt. 97, Heft 19, 12. Mai 2000.
  38. Valentina Petrolini, Ekaine Rodríguez-Armendariz, Agustín Vicente: Autistic camouflaging across the spectrum. In: New Ideas in Psychology. Band 68, Januar 2023, S. 100992, doi:10.1016/j.newideapsych.2022.100992.
  39. Felicity Sedgewick, Laura Hull, Helen Ellis: Autism and Masking: How and Why People Do it, and the Impact It Can Have. Jessica Kingsley Publishers, London 2021, ISBN 978-1-78775-579-6.
  40. D. Bons, E. van den Broek, F. Scheepers, P. Herpers, N. Rommelse, J. K. Buitelaar: Motor, emotional, and cognitive empathy in children and adolescents with autism spectrum disorder and conduct disorder. In: Journal of abnormal child psychology. Band 41, Nummer 3, April 2013, S. 425–443, doi:10.1007/s10802-012-9689-5, PMID 23096764 (Review), PDF.
  41. a b c Amy M Daniels, David S Mandell: Explaining differences in age at autism spectrum disorder diagnosis: A critical review. In: Autism. Band 18, Nr. 5, Juli 2014, ISSN 1362-3613, S. 583–597, doi:10.1177/1362361313480277, PMID 23787411, PMC 4775077 (freier Volltext).
  42. a b c d Tamir Epstein: Late Diagnosis of Autism Spectrum Disorder. In: Autism in Adulthood. Springer International Publishing, Cham 2019, ISBN 978-3-03028833-4, S. 31–52, doi:10.1007/978-3-030-28833-4_3.
  43. a b Denise Brett, Frances Warnell, Helen McConachie, Jeremy R. Parr: Factors Affecting Age at ASD Diagnosis in UK: No Evidence that Diagnosis Age has Decreased Between 2004 and 2014. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 46, Nr. 6, 1. Juni 2016, ISSN 1573-3432, S. 1974–1984, doi:10.1007/s10803-016-2716-6, PMID 27032954, PMC 4860193 (freier Volltext).
  44. Yunhe Huang, Samuel RC Arnold, Kitty-Rose Foley, Julian N Trollor: Diagnosis of autism in adulthood: A scoping review. In: Autism. Band 24, Nr. 6, August 2020, S. 1311–1327, doi:10.1177/1362361320903128.
  45. F. G. Lehnhardt, A. Gawronski, K. Volpert, L. Schilbach, R. Tepest, K. Vogeley: Psychosocial functioning of adults with late diagnosed autism spectrum disorders–a retrospective study. In: Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie. Band 80, Nummer 2, Februar 2012, S. 88–97, doi:10.1055/s-0031-1281642, PMID 22086712.
  46. Fred R. Volkmar: Autistic Disorder. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer, New York, NY 2013, ISBN 978-1-4419-1697-6, S. 371–376, doi:10.1007/978-1-4419-1698-3_1371.
  47. a b c d Andreas Riedel: Klinische Diagnostik. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil II Kapitel 1, S. 129–152.
  48. C. Lord, M. Rutter, P. DiLavore, S. Risi, K. Gotham, S. Bishop: Autism diagnostic observation schedule–2nd edition (ADOS-2). Western Psychological Corporation, Los Angeles, CA 2012.
  49. M. Rutter, A. Le Couteur, C. Lord: Autism Diagnostic Interview-Revised (ADI-R) Manual. Western Psychological Services, Los Angeles, CA 2003.
  50. Reinhold Rauh und Thomas Fangmeier: Psychometrische Untersuchungen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil II Kapitel 3, S. 172–195.
  51. Christine Preißmann: Autismus-Spektrum-Störungen bei Mädchen und Frauen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 6, S. 121–125.
  52. Laura Hull, K. V. Petrides, William Mandy: The Female Autism Phenotype and Camouflaging: a Narrative Review. In: Review Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 7, Nr. 4, 2020, S. 306–317, doi:10.1007/s40489-020-00197-9.
  53. M. Döpfner, W. Gaebel, W. Maier, W. Rief, H. Saß und M. Zaudig (Hrsg.): Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen DSM-5. 2. korrigierte Auflage. Hogrefe, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8409-2803-1, S. 64–76.
  54. Regina Taurines, Christina Schwenck, Eva Westerwald, Michael Sachse, Michael Siniatchkin: ADHD and autism: differential diagnosis or overlapping traits? A selective review. In: ADHD Attention Deficit and Hyperactivity Disorders. Band 4, Nr. 3, September 2012, ISSN 1866-6116, S. 115–139, doi:10.1007/s12402-012-0086-2 (springer.com [abgerufen am 30. Juni 2021]).
  55. a b Mandy Roy, Wolfgang Dillo, Hinderk M. Emrich, Martin D. Ohlmeier: Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 106, Nr. 5. Deutscher Ärzteverlag, 30. Januar 2009, S. 59–64, doi:10.3238/arztebl.2009.0059 (aerzteblatt.de).
  56. a b Ludger Tebartz van Elst, Harald Richter und Alexandra Philipsen: Autismus-Spektrum-Störungen und Borderline-Persönlichkeitsstörungen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil III Kapitel 7, S. 252–257.
  57. Oren Miron , Andrew L. Beam, Isaac S. Kohane: Auditory brainstem response in infants and children with autism spectrum disorder: A meta-analysis of wave V. Februar 2018, doi:10.1002/aur.1886, PMID 29087045.
  58. Oren Miron, Rafael E. Delgado, Christine F. Delgado, Elizabeth A. Simpson, Kun-Hsing Yu, Anibal Gutierrez, Guangyu Zeng, Jillian N. Gerstenberger, Isaac S. Kohane: Prolonged Auditory Brainstem Response in Universal Hearing Screening of Newborns with Autism Spectrum Disorder. 2. November 2020, doi:10.1002/aur.2422 (wiley.com).
  59. a b c d Kathrin Nickel, Alexandra Isaksson und Almut Zeeck: Autismus-Spektrum-Störungen und verändertes Essverhalten bzw. Essstörungen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil III Kapitel 8, S. 258–262.
  60. Efrosini Kalyva: Comparison of eating attitudes between adolescent girls with and without Asperger syndrome: daughters' and mothers' reports. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 39, Nr. 3, 2009, S. 480–486, doi:10.1007/s10803-008-0648-5, PMID 18780173.
  61. E. Sobanski, A. Marcus, K. Hennighausen, J. Hebebrand, M. H. Schmidt: Further evidence for a low body weight in male children and adolescents with Asperger's disorder. In: European Child & Adolescent Psychiatry. Band 8, Nr. 4, 1999, S. 312–314, doi:10.1007/s007870050106, PMID 10654125.
  62. Janina Brede, Charli Babb, Catherine Jones, Mair Elliott, Cathy Zanker, Kate Tchanturia, Lucy Serpell, John Fox, Will Mandy: “For Me, the Anorexia is Just a Symptom, and the Cause is the Autism”: Investigating Restrictive Eating Disorders in Autistic Women. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 50, Nr. 12, 1. Dezember 2020, doi:10.1007/s10803-020-04479-3, PMID 32274604, PMC 7677288 (freier Volltext): „For some women, struggles with their sense of self led to them focusing on their weight and shape. In an attempt to make sense of their experience of not fitting in, a few women concluded that the reason must relate to their body and appearance. For others, being exposed to societal messages about the importance of women being thin resulted in them wanting to change their body weight and shape in order to fit in and connect with peers. In a few cases, anorexia and its values, including the desire to be thin, provided a sense of identity that autistic women had been lacking.“
  63. a b Heather Westwood, Kate Tchanturia: Autism Spectrum Disorder in Anorexia Nervosa: An Updated Literature Review. In: Current Psychiatry Reports. Band 19, Nr. 7, 2017, S. 41, doi:10.1007/s11920-017-0791-9, PMID 28540593, PMC 5443871 (freier Volltext).
  64. Susanne V. Koch, Janne T. Larsen, Svend E. Mouridsen, Mette Bentz, Liselotte Petersen, Cynthia Bulik, Preben B. Mortensen, Kerstin J. Plessen: Autism spectrum disorder in individuals with anorexia nervosa and in their first- and second-degree relatives: Danish nationwide register-based cohort-study. In: British Journal of Psychiatry. Band 206, Nr. 5, 2015, S. 401–407, doi:10.1192/bjp.bp.114.153221, PMID 25657359.
  65. a b E. Saure, M. Laasonen, A. Raevuori: Anorexia nervosa and comorbid autism spectrum disorders. In: Current opinion in psychiatry. Band 34, Nummer 6, November 2021, S. 569–575, doi:10.1097/YCO.0000000000000742, PMID 34419968 (Review), PDF.
  66. a b American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition. American Psychiatric Association, Arlington, VA 2013, ISBN 978-0-89042-554-1, S. 57.
  67. Günter Esser (Hrsg.): Lehrbuch der klinischen Psychologie und Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2008, ISBN 978-3-13-126083-3, S. 194.
  68. Andreas Riedel: Spezifische mit Autismus-Spektrum-Störungen vergesellschaftete Syndrome. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 4.
  69. a b Carl Eduard Scheidt, Almut Zeeck: Autismus-Spektrum-Störungen in der Psychosomatischen Medizin. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 10, S. 113–120.
  70. a b Nirit Haruvi-Lamdan, Danny Horesh, Shani Zohar, Meital Kraus, Ofer Golan: Autism Spectrum Disorder and Post-Traumatic Stress Disorder: An unexplored co-occurrence of conditions. In: Autism. Band 24, Nr. 4, 2020, S. 884–898, doi:10.1177/1362361320912143.
  71. a b c Freya Rumball, Lucinda Brook, Francesca Happé, Anke Karl: Heightened risk of posttraumatic stress disorder in adults with autism spectrum disorder: The role of cumulative trauma and memory deficits. In: Research in Developmental Disabilities. Band 110, März 2021, S. 103848, doi:10.1016/j.ridd.2020.103848.
  72. P. Ballester, A.L. Richdale, E.K. Baker, A.M. Peiró: Sleep in autism: A biomolecular approach to aetiology and treatment. In: Sleep Medicine Reviews. Band 54, Dezember 2020, S. 101357, doi:10.1016/j.smrv.2020.101357 (elsevier.com [abgerufen am 27. Oktober 2022]).
  73. a b c d e Madeleine Grigg-Damberger, Frank Ralls: Treatment strategies for complex behavioral insomnia in children with neurodevelopmental disorders:. In: Current Opinion in Pulmonary Medicine. Band 19, Nr. 6, November 2013, ISSN 1070-5287, S. 616–625, doi:10.1097/MCP.0b013e328365ab89 (lww.com [abgerufen am 27. Oktober 2022]).
  74. a b c d e f Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 2: Therapie. (PDF) In: Interdisziplinäre S3-Leitlinie der DGKJP und der DGPPN sowie der beteiligten Fachgesellschaften, Berufsverbände und Patientenorganisationen. Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. (DGKJP), Mai 2022, abgerufen am 22. Oktober 2022.
  75. Gender Dysphoria. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision. American Psychiatric Association, Washington, DC 2022, ISBN 978-0-89042-575-6, S. 511–520.
  76. Aimilia Kallitsounaki, David M. Williams: Autism Spectrum Disorder and Gender Dysphoria/Incongruence. A systematic Literature Review and Meta-Analysis. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. 2022, doi:10.1007/s10803-022-05517-y, PMID 35596023.
  77. National Center for Health Statistics (USA): Estimated Prevalence of Autism and Other Developmental Disabilities Following Questionnaire Changes in the 2014 National Health Interview Survey. (PDF; 298 kB).
  78. A. K. Halladay, S. Bishop, J. N. Constantino, A. M. Daniels, K. Koenig, K. Palmer, D. Messinger, K. Pelphrey, S. J. Sanders, A. T. Singer, J. L. Taylor, P. Szatmari: Sex and gender differences in autism spectrum disorder: summarizing evidence gaps and identifying emerging areas of priority. In: Molecular Autism. Band 6:36, Juni 2015, electronic prepublication, doi:10.1186/s13229-015-0019-y, PMID 26075049, PMC 4465158 (freier Volltext) (Review).
  79. CDC: Data and Statistics on Autism Spectrum Disorder | CDC. 4. April 2023, abgerufen am 10. Mai 2023 (amerikanisches Englisch).
  80. Catherine Rice: Prevalence of Autism Spectrum Disorders – Autism and Developmental Disabilities Monitoring Network, United States. 2006 (CDC.gov).
  81. Emma Clubley, Joanne Martin, Richard Skinner, Sally Wheelwright, Simon Baron-Cohen: The Autism-Spectrum Quotient (AQ): Evidence from Asperger Syndrome/High-Functioning Autism, Malesand Females, Scientists and Mathematicians. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 31, Nr. 1, 1. Februar 2001, ISSN 1573-3432, S. 5–17, doi:10.1023/A:1005653411471 (springer.com [abgerufen am 11. Januar 2019]).
  82. Matthew J. Maenner: Prevalence and Characteristics of Autism Spectrum Disorder Among Children Aged 8 Years — Autism and Developmental Disabilities Monitoring Network, 11 Sites, United States, 2020. In: MMWR. Surveillance Summaries. Band 72, 2023, ISSN 1546-0738, doi:10.15585/mmwr.ss7202a1 (cdc.gov [abgerufen am 10. Mai 2023]).
  83. a b Juris: Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) inkl. GdS-Tabelle („Autistische Syndrome“ stehen in der Anlage zu § 2, sowohl im Teil A, Nr. 5.d)bb) als auch im Teil B, Nr. 3.5 und Nr. 3.5.1), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
  84. Hans Asperger: Die „Autistischen Psychopathen“ im Kindesalter. In: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten. Band 117, Nr. 1, 1944, S. 132 f., doi:10.1007/bf01837709 (autismus-biberach.com [PDF]). autismus-biberach.com (Memento des Originals vom 19. Juni 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.autismus-biberach.com
  85. a b Siehe Literatur: Attwood 2005, S. 224.
  86. a b Ulrike Sünkel: Autismus-Spektrum-Störungen und die Arbeitswelt in: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter und andere hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störungen. Berlin 2013, S. 337.
  87. Matthias Martin: Autismus, www.rehadat-statistik.de, 2004.
  88. Sally Maria Ollech: „Autistische Menschen können überall arbeiten“, Interview: Ruth Eisenreich, Zeit.de, 20. November 2019.
  89. a b Ludger Tebartz van Elst: Die Organisation der Nische. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter. 3., aktualisierte und erweiterte Neuauflage, revidierte Ausgabe Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil IV Kapitel 2, S. 300–308.
  90. Dinah Murray u. a.: Coming Out Asperger. Diagnosis, Disclosure and Self-Confidence. Jessica Kingsley Publishers, London/Philadelphia 2006, ISBN 1-84310-240-4, S. 32–52.
  91. a b Georg Theunissen: Menschen im Autismus-Spektrum: Verstehen, annehmen, unterstützen. Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-025393-3.
  92. Autismus: Ambulanzen und Sprechstunden sind überlaufen. Spiegel online, 2. April 2014, abgerufen am 23. Dezember 2014.
  93. Advice and guidance. National Autistic Society, abgerufen am 25. April 2023 (englisch).
  94. a b c d Einen Überblick bietet: Fritz Poustka (2004): Ratgeber autistische Störungen. Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher. Hogrefe, ISBN 3-8017-1633-3, S. 52–61. Zitate zu Verfahren ohne Wirksamkeitsnachweis (S. 59), zu Impfschäden (S. 60).
  95. Weiterführende Informationen enthält: Michaela Weiß (2002). Autismus. Therapien im Vergleich. Ein Handbuch für Therapeuten und Eltern. Edition Marhold, 2002, ISBN 3-89166-997-6.
  96. Dieter Ebert, Thomas Fangmeier, Andrea Lichtblau, Julia Peters, Monica Biscaldi-Schäfer, Ludger Tebartz van Elst: Asperger-Autismus und hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen. Ein Therapiemanual der Freiburger Autismus-Studiengruppe. Hogrefe Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8409-2501-6.
  97. T. S. Brugha, L. Doos, A. Tempier, S. Einfeld, P. Howlin: Outcome measures in intervention trials for adults with autism spectrum disorders; a systematic review of assessments of core autism features and associated emotional and behavioural problems. In: International journal of methods in psychiatric research. Band 24, Nummer 2, Juni 2015, S. 99–115, doi:10.1002/mpr.1466, PMID 26077193 (Review).
  98. Julie Lounds Taylor, Dwayne Dove, Jeremy Veenstra-VanderWeele, Nila A. Sathe, Melissa L. McPheeters: Interventions for Adolescents and Young Adults With Autism Spectrum Disorders (= AHRQ Comparative Effectiveness Reviews). Agency for Healthcare Research and Quality (US), Rockville MD 1. Januar 2012, PMID 23035276 (ncbi.nlm.nih.gov [abgerufen am 24. April 2017]).
  99. Weitlauf AS., McPheeters ML., Peters B., Sathe N., Travis R., Aiello R., Williamson E., Veenstra-VanderWeele J., Krishnaswami S., Jerome R., Warren Z.: Therapies for Children With Autism Spectrum Disorder: Behavioral Interventions Update [Internet]. Rockville (MD): Agency for Healthcare Research and Quality (US); 2014 Aug. Report No.: 14-EHC036-EF. AHRQ Comparative Effectiveness Reviews. PMID 25210724, (Freier Volltext) (Review).
  100. Gary Shkedy, Dalia Shkedy, Aileen H. Sandoval-Norton: Long-term ABA Therapy Is Abusive: A Response to Gorycki, Ruppel, and Zane. In: Advances in Neurodevelopmental Disorders. Band 5, Nr. 2, 1. Juni 2021, ISSN 2366-7540, S. 126–134, doi:10.1007/s41252-021-00201-1 (springer.com [abgerufen am 10. Mai 2023]).
  101. The Human Rights Case Against Harmful Behaviour Modification for Autistic People. 29. Januar 2022, abgerufen am 10. Mai 2023 (amerikanisches Englisch).
  102. Alfie Kohn: Autism and Behaviorism. In: Alfie Kohn. 21. Januar 2020, abgerufen am 10. Mai 2023 (amerikanisches Englisch).
  103. Non-ABA Evidence Based Practice: About Relationship-based and Developmental Therapy Models… Therapist Neurodiversity Collective, abgerufen am 10. Mai 2023 (amerikanisches Englisch).
  104. What We Believe – Autistic Self Advocacy Network. In: autisticadvocacy.org. 25. Juni 2021, abgerufen am 10. Mai 2023 (amerikanisches Englisch).
  105. Position Statement on Therapies and Interventions, Updated July 2022. Reframing Autism, 26. Juli 2022, abgerufen am 10. Mai 2023 (australisches Englisch).
  106. T. Smith, S. Iadarola: Evidence Base Update for Autism Spectrum Disorder. In: Journal of clinical child and adolescent psychology : the official journal for the Society of Clinical Child and Adolescent Psychology, American Psychological Association, Division 53. Band 44, Nummer 6, 2015, S. 897–922, doi:10.1080/15374416.2015.1077448, PMID 26430947 (Review).
  107. L. A. Vismara, S. J. Rogers: Behavioral treatments in autism spectrum disorder: what do we know? In: Annual review of clinical psychology. Band 6, 2010, S. 447–468, doi:10.1146/annurev.clinpsy.121208.131151, PMID 20192785 (Review).
  108. J. B. Leaf, J. H. Cihon, J. L. Ferguson, C. M. Milne, R. Leaf, J. McEachin: Advances in Our Understanding of Behavioral Intervention: 1980 to 2020 for Individuals Diagnosed with Autism Spectrum Disorder. In: Journal of autism and developmental disorders. Band 51, Nummer 12, Dezember 2021, S. 4395–4410, doi:10.1007/s10803-020-04481-9, PMID 32240487 (Review).
  109. M. Cerasuolo, R. Simeoli, R. Nappo, M. Gallucci, L. Iovino, A. Frolli, A. Rega: Examining Predictors of Different ABA Treatments: A Systematic Review. In: Behavioral sciences. Band36004838 12, Nummer 8, August 2022, S. , doi:10.3390/bs12080267, PMID 36004838, PMC 9405151 (freier Volltext) (Review).
  110. Anne Häussler: Der TEACCH-Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus – Einführung in Theorie und Praxis. 5., verbesserte und erweiterte Auflage. Borgmann, Dortmund 2016, ISBN 978-3-8080-0771-6.
  111. Phil Reed: Evaluation of Early Intervention (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) (MS PowerPoint; 2,2 MB)
  112. NAS EarlyBird.
  113. D. A. Baribeau, E. Anagnostou: An update on medication management of behavioral disorders in autism. In: Current psychiatry reports. Band 16, Nummer 3, März 2014, S. 437, doi:10.1007/s11920-014-0437-0, PMID 24488702 (Review).
  114. a b Frank Kirchhoff u. a.: Einsatz von Melatonin bei Kindern mit Schlafstörungen – Stellungnahme der Arbeitsgruppe Pädiatrie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e. V. (DGSM). (PDF) In: DGSM. Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e. V., 2018, abgerufen am 27. Oktober 2022.
  115. Luise Poustka: Psychopharmakologie bei Autismus Spektrum Störungen (Memento vom 27. Mai 2016 im Internet Archive). (PDF; 1,2 MB) Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim. Ulm 2012.
  116. Temple Grandin, Aubrey H. Fine, Christine M. Bowers: The use of therapy animals with individuals with autism spectrum disorders. In: Handbook on Animal-Assisted Therapy. Elsevier, 2010, ISBN 978-0-12-381453-1, S. 247–264, doi:10.1016/b978-0-12-381453-1.10013-3.
  117. Georg Feuser: Aspekte einer Kritik des Verfahrens des „erzwungenen Haltens“ (Festhaltetherapie) bei autistischen und anders behinderten Kindern und Jugendlichen. Abgerufen am 8. Januar 2018.
  118. Helmut Remschmidt: Autismus: Erscheinungsformen, Ursachen, Hilfen. 2., aktualisierte Auflage. München, Beck 2002, ISBN 3-406-44747-3, S. 80.
  119. Shanthi Krishnaswami, Melissa L. McPheeters, Jeremy Veenstra-VanderWeele: A Systematic Review of Secretin for Children With Autism Spectrum Disorders. In: Pediatrics. Band 127, Nr. 5, 2011, S. e1322–e1325, doi:10.1542/peds.2011-0428, PMID 21464196, PMC 3387870 (freier Volltext).
  120. H. Hodges, C. Fealko, N. Soares: Autism spectrum disorder: definition, epidemiology, causes, and clinical evaluation. In: Translational pediatrics. Band 9, Suppl 1Februar 2020, S. S55–S65, doi:10.21037/tp.2019.09.09, PMID 32206584, PMC 7082249 (freier Volltext) (Review).
  121. a b c A. Thapar, M. Rutter: Genetic Advances in Autism. In: Journal of autism and developmental disorders. Band 51, Nummer 12, Dezember 2021, S. 4321–4332, doi:10.1007/s10803-020-04685-z, PMID 32940822, PMC 8531042 (freier Volltext) (Review)
  122. Judith Sinzig: Frühkindlicher Autismus. Springer, 2011, S. 3, 31–40 (Auszug (Google)).
  123. William Mandy, Meng-Chuan Lai: Annual Research Review: The role of the environment in the developmental psychopathology of autism spectrum condition. In: Journal of Child Psychology and Psychiatry, and Allied Disciplines. Band 57, Nr. 3, März 2016, ISSN 1469-7610, S. 271–292, doi:10.1111/jcpp.12501, PMID 26782158.
  124. F. DeStefano, T. T. Shimabukuro: The MMR Vaccine and Autism. In: Annual review of virology. Band 6, Nummer 1, September 2019, S. 585–600, doi:10.1146/annurev-virology-092818-015515, PMID 30986133, PMC 6768751 (freier Volltext) (Review).
  125. C. Ecker, S. Y. Bookheimer, D. G. Murphy: Neuroimaging in autism spectrum disorder: brain structure and function across the lifespan. In: The Lancet. Neurology. [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] April 2015, doi:10.1016/S1474-4422(15)00050-2, PMID 25891007 (Review).
  126. A. Ornoy, L. Weinstein-Fudim, Z. Ergaz: Prenatal factors associated with autism spectrum disorder (ASD). In: Reproductive toxicology (Elmsford, N.Y.). [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] Mai 2015, doi:10.1016/j.reprotox.2015.05.007, PMID 26021712 (Review).
  127. M. Arioli, Z. Cattaneo, E. Ricciardi, N. Canessa: Overlapping and specific neural correlates for empathizing, affective mentalizing, and cognitive mentalizing: A coordinate-based meta-analytic study. In: Human brain mapping. Band 42, Nummer 14, Oktober 2021, S. 4777–4804, doi:10.1002/hbm.25570, PMID 34322943, PMC 8410528 (freier Volltext) (Review).
  128. A. Del Casale, S. Ferracuti, A. Alcibiade, S. Simone, M. N. Modesti, M. Pompili: Neuroanatomical correlates of autism spectrum disorders: A meta-analysis of structural magnetic resonance imaging (MRI) studies. In: Psychiatry research. Neuroimaging. Band 325, September 2022, S. 111516, doi:10.1016/j.pscychresns.2022.111516, PMID 35882091 (Review).
  129. A. Hengstschläger, A. Sommerlad, J. Huntley: What Are the Neural Correlates of Impaired Awareness of Social Cognition and Function in Dementia? A Systematic Review. In: Brain sciences. Band 12, Nummer 9, August 2022, S. , doi:10.3390/brainsci12091136, PMID 36138872, PMC 9496823 (freier Volltext) (Review).
  130. T. Mei, A. Llera, u. a.: Gray matter covariations and core symptoms of autism: the EU-AIMS Longitudinal European Autism Project. In: Molecular autism. Band 11, Nummer 1, Oktober 2020, S. 86, doi:10.1186/s13229-020-00389-4, PMID 33126911, PMC 7596954 (freier Volltext).
  131. A. M. Persico, V. Napolioni: Autism genetics. In: Behavioural brain research. Band 251, August 2013, S. 95–112, doi:10.1016/j.bbr.2013.06.012, PMID 23769996 (Review).
  132. C. Betancur: Etiological heterogeneity in autism spectrum disorders: more than 100 genetic and genomic disorders and still counting. In: Brain research. Band 1380, März 2011, S. 42–77, doi:10.1016/j.brainres.2010.11.078, PMID 21129364 (Review).
  133. S. De Rubeis, J. D. Buxbaum: Genetics and genomics of autism spectrum disorder: Embracing complexity. In: Human Molecular Genetics. [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] Juli 2015, doi:10.1093/hmg/ddv273, PMID 26188008 (Review).
  134. G. Ramaswami, D. H. Geschwind: Genetics of autism spectrum disorder. In: Handbook of clinical neurology. Band 147, 2018, S. 321–329, doi:10.1016/B978-0-444-63233-3.00021-X, PMID 29325621 (Review), PDF.
  135. M. Woodbury-Smith, S. W. Scherer: Progress in the genetics of autism spectrum disorder. In: Developmental medicine and child neurology. Band 60, Nummer 5, 05 2018, S. 445–451, doi:10.1111/dmcn.13717, PMID 29574884 (Review) (freier Volltext).
  136. R. Acuna-Hidalgo, J. A. Veltman, A. Hoischen: New insights into the generation and role of de novo mutations in health and disease. In: Genome biology. Band 17, Nummer 1, 11 2016, S. 241, doi:10.1186/s13059-016-1110-1, PMID 27894357, PMC 5125044 (freier Volltext) (Review).
  137. Thomas W. Frazier, Lee Thompson, Eric A. Youngstrom, Paul Law, Antonio Y. Hardan, Charis Eng, Nathan Morris: A Twin Study of Heritable and Shared Environmental Contributions to Autism. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 44, Nr. 8, 2014, S. 2013–2025, doi:10.1007/s10803-014-2081-2, PMID 24604525, PMC 4104233 (freier Volltext).
  138. M. A. Just, V. L. Cherkassky, T. A. Keller, N. J. Minshew: Cortical activation and synchronization during sentence comprehension in high-functioning autism: evidence of underconnectivity. In: Brain : a journal of neurology. Band 127, Nummer 8, August 2004, S. 1811–1821, doi:10.1093/brain/awh199, PMID 15215213 (freier Volltext).
  139. H. Koshino, Patricia A. Carpenter, N. J. Minshew, V. L. Cherkassky, T. A. Keller, Marcel A. Just: Functional connectivity in an fMRI working memory task in high-functioning autism. In: NeuroImage. Band 24, Nummer 3, Februar 2005, S. 810–821, doi:10.1016/j.neuroimage.2004.09.028, PMID 15652316.
  140. M. A. Just, V. L. Cherkassky, T. A. Keller, R. K. Kana, N. J. Minshew: Functional and anatomical cortical underconnectivity in autism: evidence from an FMRI study of an executive function task and corpus callosum morphometry. In: Cerebral cortex (New York, N.Y.: 1991). Band 17, Nummer 4, April 2007, S. 951–961, doi:10.1093/cercor/bhl006, PMID 16772313, PMC 4500121 (freier Volltext).
  141. R. A. Müller, P. Shih, B. Keehn, J. R. Deyoe, K. M. Leyden, D. K. Shukla: Underconnected, but how? A survey of functional connectivity MRI studies in autism spectrum disorders. In: Cerebral cortex (New York, N.Y. : 1991). Band 21, Nummer 10, Oktober 2011, S. 2233–2243, doi:10.1093/cercor/bhq296, PMID 21378114, PMC 3169656 (freier Volltext) (Review).
  142. J. O. Maximo, E. J. Cadena, R. K. Kana: The implications of brain connectivity in the neuropsychology of autism. In: Neuropsychology review. Band 24, Nummer 1, März 2014, S. 16–31, doi:10.1007/s11065-014-9250-0, PMID 24496901, PMC 4059500 (freier Volltext) (Review).
  143. D. E. Welchew, C. Ashwin, K. Berkouk, R. Salvador, J. Suckling, S. Baron-Cohen, E. Bullmore: Functional disconnectivity of the medial temporal lobe in Asperger’s syndrome. In: Biological psychiatry. Band 57, Nummer 9, Mai 2005, S. 991–998, doi:10.1016/j.biopsych.2005.01.028, PMID 15860339.
  144. M. Ng, J. G. de Montigny, M. Ofner, M. T. Do: Environmental factors associated with autism spectrum disorder: a scoping review for the years 2003–2013. In: Health Promotion and Chronic Disease Prevention in Canada: Research, Policy and Practice. Band 37, Nummer 1, Januar 2017, S. 1–23, PMID 28102992, PMC 5480297 (freier Volltext) (Review).
  145. D. A. Rossignol, S. J. Genuis, R. E. Frye: Environmental toxicants and autism spectrum disorders: a systematic review. In: Translational Psychiatry. 4, 2014, S. e360, doi:10.1038/tp.2014.4.
  146. Amy E. Kalkbrenner, Rebecca J. Schmidt, Annie C. Penlesky: Environmental Chemical Exposures and Autism Spectrum Disorders: A Review of the Epidemiological Evidence. In: Current Problems in Pediatric and Adolescent Health Care. 44, 2014, S. 277–318, doi:10.1016/j.cppeds.2014.06.001.
  147. S. T. Schultz: Does thimerosal or other mercury exposure increase the risk for autism? A review of current literature. In: Acta neurobiologiae experimentalis. Band 70, Nummer 2, 2010, S. 187–195, PMID 20628442 (freier Volltext) (Review).
  148. K. Yoshimasu, C. Kiyohara, S. Takemura, K. Nakai: A meta-analysis of the evidence on the impact of prenatal and early infancy exposures to mercury on autism and attention deficit/hyperactivity disorder in the childhood. In: Neurotoxicology. Band 44, September 2014, S. 121–131, doi:10.1016/j.neuro.2014.06.007, PMID 24952233 (Review).
  149. Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 66.
  150. P. Altmeyer: Akrodynie (T56.11) in der Online-Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Umweltmedizin (enzyklopaedie-dermatologie.de). Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2017.
  151. Julia Medew: Mercury poison linked to autism. In: The Sydney Morning Herald. 10. August 2011.
  152. Ananya Mandal, MD: Quecksilber und Autismusbezug gestärkt. In: news-medical.net, 10. August 2011 (mit Downloadlink zum Originaltext auf Englisch).
  153. T. Verstraeten, R. L. Davis u. a.: Safety of thimerosal-containing vaccines: a two-phased study of computerized health maintenance organization databases. In: Pediatrics. Band 112, Nummer 5, November 2003, ISSN 1098-4275, S. 1039–1048. PMID 14595043.
  154. A. Hviid, M. Stellfeld u. a.: Association between thimerosal-containing vaccine and autism. In: JAMA. Band 290, Nummer 13, Oktober 2003, ISSN 1538-3598, S. 1763–1766. doi:10.1001/jama.290.13.1763. PMID 14519711.
  155. E. Miller: Measles-mumps-rubella vaccine and the development of autism. In: Seminars in pediatric infectious diseases. Band 14, Nummer 3, Juli 2003, ISSN 1045-1870, S. 199–206. PMID 12913832. (Review).
  156. Eric Fombonne u. a.: Pervasive developmental disorders in Montreal, Quebec, Canada: prevalence and links with immunizations. In: Pediatrics. 118. Jg., Nr. 1, 2006, PMID 16818529, S. e139–50 (PDF; 584 kB).
  157. Michael Shevell, E. Fombonne: Autism and MMR vaccination or thimerosal exposure: an urban legend? In: The Canadian journal of neurological sciences. Le journal canadien des sciences neurologiques. Band 33, Nummer 4, November 2006, ISSN 0317-1671, S. 339–340. PMID 17168157.
  158. F. DeStefano: Vaccines and autism: evidence does not support a causal association. In: Clinical pharmacology and therapeutics. Band 82, Nummer 6, Dezember 2007, ISSN 1532-6535, S. 756–759. doi:10.1038/sj.clpt.6100407. PMID 17928818. (Review).
  159. K. Weisser, K. Bauer, P. Volkers, B. Keller-Stanislawski (Paul-Ehrlich-Institut): Thiomersal und Impfungen. In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. Bd. 47, 2004, S. 1165–1174, doi:10.1007/s00103-004-0943-z (PDF; 262 kB (Memento des Originals vom 21. April 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pei.de).
  160. E. Fombonne: Thimerosal disappears but autism remains. In: Archives of general psychiatry. Band 65, Nummer 1, Januar 2008, ISSN 1538-3636, S. 15–16, doi:10.1001/archgenpsychiatry.2007.2, PMID 18180423.
  161. A. J. Wakefield, S. H. Murch u. a.: Ileal-lymphoid-nodular hyperplasia, non-specific colitis, and pervasive developmental disorder in children. In: Lancet. Band 351, Nummer 9103, Februar 1998, ISSN 0140-6736, S. 637–641. PMID 9500320.
  162. Brian Deer: Revealed: MMR Research Scandal In: The Sunday Times (London) 22. Februar 2004
  163. S. H. Murch, A. Anthony u. a.: Retraction of an interpretation. In: Lancet. Band 363, Nummer 9411, März 2004, ISSN 1474-547X, S. 750. doi:10.1016/S0140-6736(04)15715-2. PMID 15016483.
  164. Cinthia Briseño: Zurückgezogene Studie: Das offizielle Ende eines Forschungsskandals. In: Spiegel Online. 3. Februar 2010, abgerufen am 27. Dezember 2014.
  165. Forschungsskandal: Britischer Autismus-Arzt erhält Berufsverbot. In: Spiegel Online. 24. Mai 2010, abgerufen am 27. Dezember 2014.
  166. FDA Decision on Thimerosal. In: neurodiversity weblog. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. April 2013; abgerufen am 15. August 2016 (englisch, Brief von Jeffrey Shuren (FDA)). (PDF; 2,9 MB).
  167. Robert Koch-Institut in Schutzimpfungen – 20 Einwände und Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts (Memento des Originals vom 24. April 2023 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rki.de.
  168. Thimerosal: updated statement. An Advisory Committee Statement. In: National Advisory Committee on Immunization (Hrsg.): Can Commun Dis Rep. Band 33, ACS–6, 2007, S. 1–13, PMID 17663033 (englisch, phac-aspc.gc.ca).
  169. American Medical Association: AMA Welcomes New IOM Report Rejecting Link Between Vaccines and Autism. 18. Mai 2004, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Oktober 2012; abgerufen am 23. Juli 2007.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ama-assn.org
  170. Mirella Dapretto e.a.: Understanding emotions in others: mirror neuron dysfunction in children with autism spectrum disorders. Nature Neuroscience, 4. Dezember 2005, abgerufen am 20. Oktober 2011. doi:10.1038/nn1611
  171. A Crack in the Mirror Neuron Hypothesis of Autism. Science, 12. Mai 2010, abgerufen am 19. August 2015.
  172. A. F. Hamilton: Reflecting on the mirror neuron system in autism: a systematic review of current theories. In: Developmental cognitive neuroscience. Band 3, Januar 2013, S. 91–105, doi:10.1016/j.dcn.2012.09.008, PMID 23245224 (Review).
  173. A. L. Guyatt, J. Heron, B. l. Knight, J. Golding, D. Rai: Digit ratio and autism spectrum disorders in the Avon Longitudinal Study of Parents and Children: a birth cohort study. In: BMJ open. Band 5, Nummer 8, 2015, S. e007433, doi:10.1136/bmjopen-2014-007433, PMID 26307613, PMC 4550720 (freier Volltext).
  174. I. Hauth, Y. G. de Bruijn, W. Staal, J. K. Buitelaar, N. N. Rommelse: Testing the extreme male brain theory of autism spectrum disorder in a familial design. In: Autism research : official journal of the International Society for Autism Research. Band 7, Nummer 4, August 2014, S. 491–500, doi:10.1002/aur.1384, PMID 24777834.
  175. K. Alaerts, S. P. Swinnen, N. Wenderoth: Sex differences in autism: a resting-state fMRI investigation of functional brain connectivity in males and females. In: Social cognitive and affective neuroscience. Band 11, Nummer 6, Juni 2016, S. 1002–1016, doi:10.1093/scan/nsw027, PMID 26989195, PMC 4884321 (freier Volltext).
  176. S. L. Ferri, T. Abel, E. S. Brodkin: Sex Differences in Autism Spectrum Disorder: a Review. In: Current psychiatry reports. Band 20, Nummer 2, März 2018, S. 9, doi:10.1007/s11920-018-0874-2, PMID 29504047, PMC 6477922 (freier Volltext) (Review).
  177. C. A. Molloy, P. Manning-Courtney: Prevalence of chronic gastrointestinal symptoms in children with autism and autistic spectrum disorders. In: Autism. The international Journal of Research and Practice. Band 7, Nummer 2, Juni 2003, S. 165–171, PMID 12846385.
  178. E. Y. Hsiao: Gastrointestinal issues in autism spectrum disorder. In: Harvard review of psychiatry. Band 22, Nummer 2, 2014 Mar-Apr, S. 104–111, doi:10.1097/HRP.0000000000000029, PMID 24614765 (Review).
  179. C. A. Erickson, K. A. Stigler, M. R. Corkins, D. J. Posey, J. F. Fitzgerald, C. J. McDougle: Gastrointestinal factors in autistic disorder: a critical review. In: Journal of autism and developmental disorders. Band 35, Nummer 6, Dezember 2005, S. 713–727, doi:10.1007/s10803-005-0019-4, PMID 16267642 (Review).
  180. Carol Gray und Tony Attwood: Die Entdeckung von „Aspie“, 1999. (PDF; 29 kB)
  181. C. E. Robertson, D. J. Kravitz, J. Freyberg, S. Baron-Cohen, C. I. Baker: Tunnel vision: sharper gradient of spatial attention in autism. In: The Journal of neuroscience : the official journal of the Society for Neuroscience. Band 33, Nummer 16, April 2013, S. 6776–6781, doi:10.1523/JNEUROSCI.5120-12.2013, PMID 23595736, PMC 3640213 (freier Volltext).
  182. L. Kéïta, J. Guy, C. Berthiaume, L. Mottron, A. Bertone: An early origin for detailed perception in Autism Spectrum Disorder: biased sensitivity for high-spatial frequency information. In: Scientific reports. Band 4, 2014, S. 5475, doi:10.1038/srep05475, PMID 24993026, PMC 4081897 (freier Volltext).
  183. Elisabeth L. Hill, Uta Frith: Understanding autism: insights from mind and brain. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London B: Biological Sciences. Band 358, Nr. 1430, 28. Februar 2003, ISSN 0962-8436, S. 281–289, doi:10.1098/rstb.2002.1209, PMID 12639326, PMC 1693123 (freier Volltext).
  184. Melanie Eberhardt, Christoph M. Müller: Sprachverständnis bei Menschen mit Autismus. Ausdruck einer detailorientierten Informationsverarbeitung? (PDF; 485 kB) In: pedocs.de. Abgerufen am 6. Juni 2016.
  185. Wissenschaftliche Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS), abgerufen am 1. Dezember 2015.
  186. Universitäres Zentrum Autismus Spektrum (UZAS) – Freiburg, abgerufen am 1. Dezember 2015.
  187. ohchr.org
  188. Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Angehörige) BSG stärkt Anspruch von Autisten auf barrierefreie Kommunikation. In: enthinderung.de. 3. Dezember 2013, abgerufen am 23. September 2017.
  189. a b c Buzer.de: Gegenüberstellung der vor dem 10.03.2010 geltenden Fassung mit der aktuellen Fassung („Autistische Syndrome“ stehen sowohl im Teil A, Nr. 5.d)bb) als auch im Teil B, Nr. 3.5 und Nr. 3.5.1), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
  190. Buzer.de: Dritte Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung (3. VersMedVÄndV) („Autistische Syndrome“ stehen in den Artikeln 1.a) sowie 2.a) ), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
  191. Buzer.de: Vierte Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung (4. VersMedVÄndV) („Autistische Syndrome“ stehen in Artikel 1., a) bis d) ), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
  192. BMAS: Frühere Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht (Teil 2 SGB IX), abgerufen am 23. September 2017, PDF, 5 MB.
  193. Georg Theunissen, Michael Schubert: Starke Kunst von Autisten und Savants. Über außergewöhnliche Bildwerke, Kunsttherapie und Kunstunterricht Freiburg im Breisgau, Lambertus (2010)
  194. Meine Welt hat tausend Rätsel – Leben und Denken hochbegabter Autisten bei IMDb
  195. Autisten. Informationen über den Dokumentarfilm von Wolfram Seeger auf dessen Website, abgerufen am 15. August 2016.
  196. Der seltsame Sohn – Im Haus der Autisten bei IMDb.
  197. Begleitinformationen; PDF
  198. Begleitinformationen; Text zur Sendung (PDF; 1,3 MB).
  199. Was ist Autismus? (Memento vom 17. November 2010 im Internet Archive) (inkl. Download-Möglichkeit (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive); MP4; 341 MB [sic!]; 28:41 Minuten) bei Planet Schule.
  200. sonntags: Wenn Veränderung ängstigt (Memento vom 3. Dezember 2014 im Webarchiv archive.today). In: ZDFmediathek. Abgerufen am 25. Januar 2014 (Video (Memento vom 11. März 2015 im Internet Archive)).
  201. Hilfe bei Autismus? Die Rolle der Bakterien hochgeladen auf YouTube, 30. September 2015, abgerufen am 17. September 2019 (vgl. dazu: Laure Naimski: Wird Autismus von Bakterien hervorgerufen? (Memento vom 16. August 2016 im Internet Archive) ebd., 30. September 2015).
  202. Matthijs’ Regeln. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Februar 2024.
  203. Matthijs’ Regeln. In: moviepilot.de. Abgerufen am 6. Juni 2016.
  204. Autismus-Serie: Alle acht Folgen. In: sz-magazin.sueddeutsche.de. Abgerufen am 23. Februar 2019.
  205. Preise – Pressemitteilungen 2018. In: dgppn.de. DGPPN-Gesellschaft, 20. Oktober 2017, abgerufen am 23. Februar 2019.
  206. Antje Behr: Ich, autistisch. In: Arte-Mediathek. 11. Februar 2023, abgerufen am 19. Januar 2024.
  207. Das Pferd auf dem Balkon. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Februar 2024.
  208. Zwischen uns. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Februar 2024.
  209. Sendungsinformationen: Kommissar Beck – Der Junge in der Glaskugel. (Memento vom 15. August 2016 im Internet Archive) In: ZDF.de. 8. Juni 2016, abgerufen am 5. März 2020.
  210. Schauspielerin Sofia Helin – Wie die Serie „Die Brücke“ ihr Denken veränderte. Stern, 28. Februar 2016