Paul-Ehrlich-Institut

Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel in Langen, Hessen, Deutschland

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen ist das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Der neue Behördenname löste am 23. Juli 2009 die alte Bezeichnung Bundesamt für Sera und Impfstoffe ab. Es ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Benannt wurde es nach seinem ersten Direktor, dem deutschen Mediziner und Nobelpreisträger Paul Ehrlich. Am 7. Juli 1972 wurde es mit dem Gesetz zur Errichtung eines Bundesamtes für Sera und Impfstoffe[3] zu einer selbständigen Bundesoberbehörde.

Paul-Ehrlich-Institut - Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel
— PEI —

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Staatliche Ebene Bund
Stellung Bundesoberbehörde (ab 1. November 1972)
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Gesundheit
Gründung 1. Juni 1896 (Steglitz bei Berlin)
Hauptsitz Langen
Behördenleitung Klaus Cichutek, Präsident[1]
Bedienstete 793
Haushaltsvolumen 72,96 Mio. EUR (2019)[2]
Netzauftritt www.pei.de
Eingang des Instituts

AufgabenBearbeiten

Das Paul-Ehrlich-Institut ist zuständig für die Zulassung und staatliche Chargenfreigabe von Geräten der Medizintechnik, Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln[3] und trägt wesentlich zur Sicherheit dieser Arzneimittel bei. Seit August 2004 (12. Novelle des Arzneimittelgesetzes) gehört auch die Genehmigung klinischer Studien der von ihm betreuten Arzneimittel zu den Aufgaben des Instituts.

Zu den Arzneimitteln, die vom Paul-Ehrlich-Institut bewertet werden, gehören

Eine wichtige Aufgabe des Paul-Ehrlich-Instituts ist neben der Zulassung auch die wissenschaftliche Beratung. Außerdem gehört die Forschung zu den zentralen Aufgaben des Instituts.

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Institut im Juli 2005 zum WHO-Kooperationszentrum für die Qualitätssicherung von Blutprodukten und In-vitro-Diagnostika[5] ernannt. Im August 2013 wurde das Paul-Ehrlich-Institut WHO-Kooperationszentrum für die Standardisierung und Bewertung von Impfstoffen.[6]

SonstigesBearbeiten

Das Institut verleiht die Paul Ehrlich Medaille und den Langener Wissenschaftspreis[7] an verdiente Wissenschaftler.

Das PEI ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.

Verlautbarungen des PEI erscheinen unter anderem im Bundesgesundheitsblatt, verlegt bei Springer Nature.[8]

Innerhalb des Instituts befinden sich Laboratorien der biologischen Schutzstufe BSL-3.[9]

Das PEI betreibt das Deutsche Hämophilieregister (DHR).

Träger der Paul Ehrlich SilbermedailleBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Führungsteam. In: pei.de, abgerufen am 1. April 2013.
  2. Bundeshaushalt. In: Bundeshaushalt.de. Abgerufen am 30. August 2019.
  3. a b Gesetz über das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. In: gesetze-im-internet.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  4. PEI Aufgaben. In: pei.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  5. WHO Kooperationszentrum für Blutprodukte und In-vitro-Diagnostika. In: pei.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  6. PEI WHO-Kooperationszentrum: Standardisierung und Bewertung von Impfstoffen. In: pei.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  7. Langener Wissenschaftspreis. In: pei.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  8. ISSN 1436-9990.
  9. Deutsches Zentrum für Infektionsforschung. Stand 30. Juli 2014.

Koordinaten: 50° 0′ 22″ N, 8° 38′ 59″ O