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Die Brücke – Transit in den Tod

Dänisch-schwedisch-deutsche Kriminalserie

Die Brücke – Transit in den Tod (dänischer Originaltitel: Broen, schwedischer Originaltitel: Bron) ist eine mehrteilige dänisch-schwedisch-deutsche Kriminalreihe.[1] Namensgebend für den Serientitel und Schauplatz ist die Öresundbrücke.

Seriendaten
Deutscher TitelDie Brücke – Transit in den Tod
OriginaltitelBroen (Dänemark),
Bron (Schweden)
ProduktionslandDänemark,
Schweden
OriginalspracheDänisch,
Schwedisch
Jahr(e)2011–2018
Produktions-
unternehmen
SVT 1,
DR1,
ZDF
Länge60 Minuten
Episoden38 in 4 Staffeln
GenreKriminalfilm / Nordic Noir
MusikHollow Talk von Choir Of Young Believers Johan Söderqvist, Uno Helmersson, Patrik Andrén
Erstausstrahlung21. September 2011 auf SVT 1
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
18. März 2012 auf ZDF
Besetzung

DetailsBearbeiten

Das Hauptmotiv der Serie ist die polizeiliche Zusammenarbeit dänischer und schwedischer Ermittler in der Öresundregion. Hintergrund sind Verbrechensserien und global-politischer Terrorismus, die die beiden Städte Kopenhagen (Dänemark) und Malmö (Schweden) sowie die umliegenden Regionen unmittelbar betreffen. Jede Staffel entspricht dabei einer in sich relativ abgeschlossenen Handlung (pro Staffel wird ein in sich abgeschlossener, komplexer Kriminalfall verhandelt, die persönlichen Handlungsstränge der Hauptfiguren laufen dabei jedoch von Staffel zu Staffel weiter). Starkes Merkmal der Reihe ist, dass viele Nebenhandlungen für den Zuschauer nicht sofort erkennbar mit der Haupthandlung zusammenhängen. Auch werden mitunter mehrere Parallelhandlungen über mehrere Folgen fortgeführt, bis sich der Zusammenhang zur Haupthandlung ergibt. Dies brachte der zweiten Staffel von der dänischen Boulevardzeitung BT die Kritik ein, dass zu viele Handlungen und wechselnde Verdächtige den Zuschauer, der sich zudem sehr viele Namen merken muss, überfordern.[2]

ProduktionBearbeiten

Als Hauptautor wirkte Hans Rosenfeldt, der die Krimihandlung auf der Öresundbrücke entwickelte. Als Koautoren arbeiteten Måns Mårlind, Björn Stein, Nikolaj Scherfig und Camilla Ahlgren an der Ausarbeitung der Episoden mit.[3]

HandlungBearbeiten

Staffel 1Bearbeiten

 
Die Namensgeberin der Serie: Die Öresundbrücke

Auf der Öresundbrücke wird nach einem Stromausfall auf der Grenze zwischen Schweden und Dänemark eine Leiche gefunden. Dort treffen der dänische Kriminalkommissar Martin Rohde und die schwedische Kriminalkommissarin Saga Norén aufeinander, da die Leiche an der Grenze zwischen Dänemark und Schweden abgelegt wurde. Scheint es zunächst noch so, dass es sich um eine einzige Leiche handelt, nämlich die einer Malmöer Stadträtin, so stellt sich wenig später heraus, dass es zwei Körperhälften sind. Der Unterleib stammt von einer Kopenhagener Prostituierten, die 13 Monate zuvor getötet wurde. Die Leiche der Prostituierten war länger als ein Jahr eingefroren gelagert.

Um den Fall zu lösen, müssen die dänische und die schwedische Polizei und somit auch die beiden Kriminalkommissare zusammenarbeiten. Der Täter wendet sich im Laufe der Zeit wiederholt an die Öffentlichkeit, unter anderem über seine Internetseite und durch Telefonanrufe bei dem Journalisten Daniel Ferbé, um verschiedene Missstände in beiden Ländern anzuprangern. Seine erste Botschaft ist, dass für eine Stadträtin sehr viel mehr Ermittlungsaufwand betrieben wird als für eine vermisste Prostituierte, bei der die ergebnislosen Ermittlungen im damaligen Vermisstenfall von den Behörden bereits nach zwei Wochen eingestellt wurden. Am Ende der Folge meldet sich der Mörder erneut bei den Polizisten. Mit der nächsten Tat will er auf die Missstände bei Obdachlosen aufmerksam machen.

Dazu vergiftet der Täter Weinflaschen und verteilt diese an Obdachlose. Ein Opfer ist das obdachlose Mädchen Sonja Lindberg, das schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird. Sein nächstes Opfer ist der obdachlose Bjørn Rasmussen, der in einem Keller an einen Stuhl gefesselt und live im Internet zur Schau gestellt wird. Nachdem er sich befreien kann, flüchtet er auf einen Parkplatz und trifft dort erneut auf seinen Entführer. Dieser betäubt und fesselt ihn wieder an den Stuhl, aber diesmal mit einer Kanüle an seinem Oberkörper, über die langsam Blut aus seinem Körper abfließt. Die Zuschauer im Internet können seinen bevorstehenden Tod aufgrund des Blutverlustes live mitverfolgen. Der Täter fordert von vier reichen Immobilienbesitzern jeweils fünf Millionen Kronen, um Bjørn Rasmussen am Leben zu lassen.

Der Polizei gelingt es währenddessen nicht, die Übertragung des Wahrheitsterroristen, wie der Brückenmörder im Internet inzwischen genannt wird, zurückzuverfolgen. Saga Norén gelingt es, das Blinzeln von Bjørn Rasmussen als Morsecode zu interpretieren, der ihr und dem Team die Seriennummer eines Stromzählers in einem stillgelegten Fabrikgebäude in Malmö mitteilt. Allerdings wurden die Seriennummern doppelt vergeben, sodass Martin und Saga in ein anderes Industriegelände fahren müssen und dort tatsächlich auf Bjørn und einen maskierten Mann treffen, der Martin nach einem Überraschungsangriff am Leben lässt und trotz der mittlerweile eingetroffenen Sondereinheiten flüchten kann. Für den geschwächten Bjørn hingegen kommt jede Hilfe zu spät.

Wenige Tage später tötet Lasse Jönsson mit einem Samurai-Schwert seinen Psychologen in dessen Praxis und versucht anschließend, sich selbst das Leben zu nehmen. Er wird dabei aber von Mitarbeitern der Praxis gestört, der Suizidversuch scheitert. Der Brückenmörder nimmt abermals Kontakt mit dem Journalisten Daniel Ferbé auf und macht ihn auf das Problem von extremen Einsparungen im psychiatrischen Bereich aufmerksam. Währenddessen geschehen in Malmö und Kopenhagen weitere eigenartige Morde und bald wird klar, dass der Brückenmörder psychisch labile Personen zu den Morden mit anschließendem Suizid angestiftet hat. Um dem Brückenmörder endlich auf die Spur zu kommen, verhören Martin und Saga den Mörder Lasse, der als einziger Überlebender der vier Mörder beharrlich schweigt.

In seiner Wohnung entdecken die beiden Kriminalkommissare Spuren von Anja Björk, einem von zu Hause ausgerissenen Mädchen, das vorübergehend bei Lasse gewohnt hat. Die Bilder der Überwachungskamera vor Lasses Wohnung zeigen Anja mit einem unbekannten Mann, der aus Lasses Wohnung kommt. Schnell wird klar, dass der unbekannte Mann der Brückenmörder sein könnte, und eine Fahndung nach Anja wird herausgegeben. Kurz darauf entdeckt eine Polizeistreife sie am Eingang zu einer Tiefgarage. In der Tiefgarage wird Anja von einer Kugel des Brückenmörders getroffen. Schwer verletzt wird das Mädchen ins Krankenhaus eingeliefert und stirbt dort wenig später mit einem halbfertig gezeichneten Gesicht des Täters im Beisein Saga Noréns.

Martin erkennt in der halbfertigen Zeichnung Ähnlichkeiten mit dem Gesicht Stefan Lindbergs. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung werden Blutspritzer entdeckt, und Lindberg wird festgenommen. Er beteuert seine Unschuld, und auch das Blut in seiner Wohnung stammt von keinem der Opfer des Brückenmörders. Er wird freigelassen. Im Internet macht der Brückenmörder derweil auf ein viertes Problem, die fehlende Ausländerintegration, aufmerksam, indem er einen Polizisten entführt und tötet. Dieser hatte Kollegen, die einen Immigranten zu Tode misshandelt hatten, durch eine Falschaussage vor Gericht gedeckt.

Zum Abschluss will der Brückenmörder auf sein fünftes und letztes Problem aufmerksam machen: Kinderarbeit. Er entführt einen Schulbus mit fünf Kindern und droht, diese zu töten, wenn es nicht bei fünf verschiedenen Konzernen, die ihre Produkte mit Kinderarbeit herstellen, brennt. Die Kinder werden gerettet und nach und nach wird auch das wahre Gesicht des Täters erkennbar. Nachdem die schwedische und dänische Polizei bereits zwei mögliche Täter verhaftet hatten, stellt sich heraus, dass ein ehemaliger Kollege von Martin, Jens Hansen, der vor Jahren seinen Suizid vorgetäuscht hat, hinter den Verbrechen steckt. Er will auf gar keine Missstände hinweisen, sondern sich nur an allen rächen, die er für seinen damaligen psychischen Zusammenbruch und die nachfolgenden persönlichen Probleme verantwortlich macht. An Martin will er sich rächen, weil dieser eine Affäre mit seiner Frau hatte. Kurz nach einem Streit, in dem Jensens Frau ihm die Scheidung angekündigt hatte, starben Jensens Frau und ihr Sohn auf der Brücke durch einen Autounfall. Jens Hansen, der sich mittlerweile Sebastian Sandstrod nennt und sein Aussehen nach mehreren Gesichtsoperationen komplett verändert hat, erschleicht sich Mette Rohdes Vertrauen und sperrt sie und die drei Kinder mit einer entsicherten Handgranate in ihrer Hand in einem völlig abgelegenen Haus ein. Martin kann seine Familie nach einem anonymen Hinweis retten. Als alles ein gutes Ende zu nehmen scheint, kommt Saga dem eigentlichen Plan von Jens Hansen auf die Spur: Er will Martins erwachsenen Sohn August töten, um Martin so den gleichen Schmerz zuzufügen, den er damals spürte.

Martins Haus wird bewacht, doch Hansen gelingt es trotzdem, Saga anzuschießen und August zu entführen. Es beginnt eine hektische Suchaktion nach Jens und August. Jens lockt Martin auf die Brücke und gibt ihm die Möglichkeit, ihn zu erschießen. Währenddessen sendet er die Szenen über seine Internetseite in die Welt. Jens eröffnet Martin, dass August bereits tot sei, weshalb Martin nach dem Abzug greift. Doch Saga schreitet ein, schießt Martin in den Arm und kann Jens festnehmen. Bereits zuvor hatte Saga den eingemauerten August tot in Jens’ Garage gefunden.

Staffel 2Bearbeiten

 
Der Frachter Faxborg, der im Film unterhalb der Öresundbrücke auf Grund läuft

Die zweite Staffel beginnt wiederum an der Öresundbrücke und spielt etwa ein Jahr nach den Geschehnissen der ersten Staffel. Martin und Saga hatten nach der Beerdigung von Martins Sohn August keinen Kontakt mehr. Als in der Fahrrinne unterhalb der Öresundbrücke ein Frachter scheinbar führerlos auf Grund läuft, wird in seinem Inneren eine Gruppe betäubter und mit Lungenpest infizierter Jugendlicher entdeckt. Von der eigentlichen Besatzung fehlt jede Spur. Als sich herausstellt, dass einige der Jugendlichen in Dänemark als vermisst gemeldet sind, beschließt die zum Tatort gerufene Saga, ihren Kollegen Martin in Kopenhagen aufzusuchen. Dieser wurde zwischenzeitlich, als Maßnahme zur Traumabewältigung, aus der Mordkommission versetzt. Er empfindet Sagas unvermittelten Besuch jedoch als willkommene Abwechslung. Nicht zuletzt, weil diese ihn ohne Rücksicht bzw. Bewusstsein für seinen emotionalen Zustand behandelt. Es stellt sich heraus, dass Martin sich ein Stück Normalität zurück wünscht, in der er nicht mehr als gebrochener Mann behandelt wird. Der Zuschauer erfährt, dass Martin nach der Geburt seiner Zwillinge getrennt von Mette lebt, die beiden jedoch eine Paartherapie besuchen, um später wieder zusammenleben zu können. Als Saga wieder in Martins Leben tritt, erkennt er, dass er das Trauma, das ihm in der ersten Staffel zugefügt wurde, nur dann bewältigen kann, wenn er sich wieder seiner eigentlichen Arbeit widmet. Er beschließt, die Paartherapie vorläufig abzubrechen und besucht stattdessen den Mörder seines Sohnes, Jens, im Gefängnis, um diesem in die Augen sehen zu können. Die zweite Staffel greift diesen Handlungsstrang mehrfach auf und zeigt Martins Besuche bei Jens. Nachdem Martin kurzzeitig wieder bei Mette eingezogen ist, erkennt diese, dass sie ihn nicht mehr liebt. Aus Sagas Privatleben erfährt der Zuschauer, dass diese jetzt in einer Beziehung und in einer gemeinsamen Wohnung lebt. Im Laufe der Staffel wird diese Beziehung und vor allem Sagas Problem mit emotionalen Bindungen thematisiert. So entflieht Saga in einer Folge zwei Nächte in ein Hotel, da das gemeinsame Zusammenleben sie überfordert, um wieder vorübergehend allein zu sein. Am Ende zieht Sagas Freund aus der gemeinsamen Wohnung wieder aus. Auch Sagas fehlender Sinn für Ironie wird in der Serie wiederkehrend thematisiert. Dazu schafft die Serie den Spagat zwischen Komik und Tragik, indem sie Martin und Saga immer in Situationen geraten lässt, in denen sie sich gegenseitig ergänzen.

Währenddessen geschieht eine Giftmordreihe in Kopenhagen und Malmö. Saga und Martin können die Verbindung zu mehreren Videos im Internet durch Broschen herstellen, die jeweils eine goldene Kröte zeigen und an den Tatorten platziert wurden. Die ersten Folgen der zweiten Staffel drehen sich darum, dass Martin und Saga versuchen, die Urheber der Videos, und damit die Mörder, zu identifizieren. Es handelt sich dabei um eine Gruppe, die, wie auch der Antagonist der ersten Staffel, diverse globale Missstände anprangert. Die Serie verwebt dabei mehrere Handlungsstränge, deren Zusammenhänge für den Zuschauer nicht immer sofort erkennbar sind. Erst nach und nach fügen sich Handlungsfäden zusammen, und Saga und Martin können die Gruppe identifizieren, allerdings erst kurz nachdem diese ein weiteres Attentat, die Explosion eines Tanklastzuges im Freihafen von Malmö, verübt. Als der Zugriff erfolgen soll, stellt sich heraus, dass die gesuchte Gruppe nur ausführend handelte – als die Aufgaben erfüllt waren, werden die Mitglieder kurzerhand von den Hintermännern der Aktion ermordet. Saga und Martin kommen einen Bruchteil zu spät und können nur noch Leichen bergen.

Saga und Martin verfolgen die Spur Julians, des Bruders eines der ermordeten Aktivisten. Dieser scheint gleichfalls in die Aktion verwickelt zu sein, wird jedoch auch entführt, bevor Saga und Martin ihn erreichen können. Am Ort der Entführung können sie Lauras, der Assistentin Julians, habhaft werden, die nur knapp dem Tode entgangen ist. Von ihr und aus Julians Computeraufzeichnungen erfahren Saga und Martin, dass sich Julian mit dem Kopf der Bewegung über das Internet verabredet hatte. Wenig später wird allerdings auch er ermordet und aufgelöst in Lauge in Kopenhagen gefunden.

Laura, die bei der Entführung Julians angeschossen wurde und danach an einer Amnesie litt, erinnert sich schließlich an das Gesicht des Angreifers. Es stellt sich heraus, dass es Oliver Nordgren war. Dessen Schwester Victoria ist Inhaberin des großen Arzneimittel-Konzerns Medisonus, der bisher schon mehrfach in den Ermittlungen aufgetaucht ist. Victoria ist unheilbar erkrankt und hat vermutlich nur noch ein Jahr zu leben. Sie wird von ihrem Bruder krankhaft umsorgt und überwacht, da dieser ein inzestuöses Interesse an ihr hat, wovon weder sie noch seine Frau Gertrud wissen.

Als Victoria von Olivers Aufdringlichkeit endgültig genug hat und ihm eine klare Ansage macht, folgt dieser ihr in ihr Schlafzimmer und gesteht ihr, dass er für diverse der ungeklärten Verbrechen verantwortlich ist und noch einen finalen Akt geplant hat, der Victoria zur Heldin Europas machen soll. Danach versucht er sie mit einem Kissen zu ersticken. In letzter Minute taucht Gertrud auf und kann Victoria retten, indem sie Oliver mit einer Lampe erschlägt. Bei dem kommenden EU-Gipfel soll Victoria als Medisonus-Chefin eine Rede halten. Vorher bittet sie Gertrud, ihr eine ihrer üblichen Morphium-Spritzen vorbeizubringen, die diese ohne Victorias Wissen präpariert. Ahnungslos injiziert sich Victoria den Inhalt der Spritze.

Derweil klärt der Pathologe Saga darüber auf, dass Julian und ein weiteres Opfer ein neuartiges, gefährliches Gift injiziert bekamen, das starke innere Blutungen verursacht, die qualvoll zum Tode führen. Die Erreger sind hochansteckend. Um die Spuren des Giftes verschwinden zu lassen, wurden die Leichen in Lauge aufgelöst. Saga und Martin wird klar, dass Gertrud als Leiterin der Medisonus-Forschungsabteilung diejenige gewesen sein muss, die den Opfern das Gift injizierte. Anscheinend wollte Gertrud an Julian und Ramon testen, wie schnell verschieden hohe Dosierungen zum Tode führen. Die Ermittler kommen dahinter, dass Victoria für Gertrud nur Mittel zum Zweck war. Der Erreger verbreitet sich als Aerosol in der Luft, sobald der Infizierte zu bluten beginnt, z. B. durch Husten. Man steckt sich also durch bloßes Einatmen an. Gertrud will bezwecken, dass Victoria während ihres Vortrages auf einem Gipfeltreffen von europäischen Umwelt-Politikern das Virus verbreitet.

Das Gebäude, in dem der Gipfel stattfindet, wird unter Quarantäne gestellt. Die Ermittler suchen die infizierte Victoria, die dringend von den anderen isoliert werden muss. Sie wird von der Polizistin Pernille auf der Toilette gefunden. Bevor diese die Situation erklären kann, hustet Victoria plötzlich Blut, womit Pernille auch dem Tode geweiht ist. Saga und Martin können nichts mehr für sie tun. Als Victoria nach Minuten qualvoll stirbt, erschießt sich Pernille, um einem schmerzhaften Tod zu entgehen.

Währenddessen kann Gertrud unbemerkt fliehen. Sie nimmt in einer leerstehenden Lagerhalle ein Video auf, in dem sie sich stolz und siegessicher über die Aktionen der Umwelt-Terroristen äußert. Ein Mann betritt die Halle, dessen Gesicht im Schatten liegt. Er sagt Gertrud, dass ihre Bemühungen nicht gereicht hätten, und erschießt sie.

Am Ende der Staffel erfährt Saga in den Nachrichten von Jens’ vermeintlichem Selbstmord durch eine Überdosis. Als sie in der Asservatenkammer Hinweise entdeckt, dass eine Giftampulle gestohlen wurde, ist sie überzeugt, dass Martin Jens ermordet hat. Sie gibt diesen Hinweis und weitere Indizien an ihre Vorgesetzten weiter, obwohl ihr das sichtlich schwerfällt. Martin wird verhaftet.

Staffel 3Bearbeiten

Hans Rosenfeldt, der schwedische Autor der ersten beiden Staffeln, teilte im Frühjahr 2014 mit, dass das Hauptskript zur dritten Staffel fertig sei. Die dänische Erstausstrahlung fand vom 27. September 2015 an, die deutsche Erstausstrahlung vom 14. Februar 2016 an statt.[4] Im Juni 2014 gab einer der Hauptdarsteller, Kim Bodnia alias Martin Rohde, den Ausstieg aus der Serie bekannt.[5] Er war mit dem Manuskript und der Entwicklung seiner Rolle in der 3. Staffel unzufrieden; er fühlte sich in der Region am Öresund wegen des wachsenden Antisemitismus als Jude nicht mehr sicher. Seinem Anliegen, diese Thematik in die Handlung der Serie einzubeziehen, wurde nicht entsprochen.[6]

Die dritte Staffel dreht sich um die Frage, was eine zeitgemäße Form der Familie sei. In der ersten Folge sind die Ermittler um Saga Norén, die erneut die im Fokus stehende Hauptfigur der Serie ist, mit dem Mord an der lesbischen Gender-Aktivistin Helle Anker konfrontiert. Zur Aufklärung des Mordfalls wird ihr die dänische Ermittlerin Hanne Thomsen an die Seite gestellt. Die ermordete Helle Anker hatte sich öffentlich für eine Dekonstruktion des Geschlechterbegriffs eingesetzt und war Gründerin einer geschlechtsneutralen Vorschule. Ihre Leiche wird in einer künstlichen Szenerie aufgefunden, in der sie mit einigen Puppen eine am Esstisch sitzende traditionelle Familie bildet. Die Ermittler bemerken, dass der Leiche das Herz entfernt wurde. Bei einem Besuch des Wohnwagens des Sohnes der Verstorbenen, Morten Anker, wird Hanne Thomsen durch eine versteckte Tretmine schwer verletzt und kann an den Ermittlungen nicht mehr teilnehmen. Als ihr Nachfolger bringt sich Henrik Sabroe ins Spiel, ein dänischer Polizist, der drogenabhängig ist, seit vor sechs Jahren seine Frau und seine Kinder verschwunden sind. Kurz darauf wird auch Morten Anker ermordet. Im Sterben liegend konnte er noch einem Obdachlosen mitteilen, dass ihn „sein Bruder“ ermordet habe, was die Ermittler zunächst irritiert, da Morten lediglich einen vier Jahre alten Halbbruder hat.

Als Hans Pettersson, der Chef der Kripo Malmö und enger Vertrauter Sagas, entführt wird, bekommt das Ermittlerteam eine neue Chefin, die rigorose Linn Björkman. Hans Pettersson ist inzwischen mit der dänischen Polizeichefin Lillian Larsen verheiratet; beide haben in den ersten beiden Staffeln die Arbeit des Teams um Saga und Martin begleitet. Hans wird schließlich schwer verletzt in einer Geisterbahn aufgefunden. Ihm fehlt eine Hand, und er muss aufgrund eines hohen Blutverlustes in ein Koma versetzt werden, in dem er sich für den Großteil der Staffel befindet. Als Hans nach einiger Zeit im Koma für hirntot erklärt wird und verstirbt, bricht für Saga eine Welt zusammen.

In einem zunächst wie eine Nebenhandlung wirkenden Handlungsstrang wird die Leihmutterschaft von Jeanette thematisiert, die das Kind des sehr wohlhabenden Investors Freddie Holst und dessen Frau Åsa austrägt. Åsa trägt tagsüber einen künstlichen Babybauch unter ihrer Kleidung, um der Öffentlichkeit vorzutäuschen, dass sie selbst mit ihrem Kind schwanger ist. Durch den Museumsführer und Kunstexperten Emil erfahren die Ermittler, dass die bisherigen Morde Kunstwerken nachempfunden sind, die sich allesamt in der Sammlung von Freddie Holst befinden. Dieser ist bemüht, sich und seine Familie aus der Öffentlichkeit herauszuhalten, da er vertuschen möchte, dass es eine Leihmutter gibt.

Saga zeigt im Verlauf der Staffel weiterhin die typischen Verhaltensweisen von Personen mit Asperger-Syndrom[7]; ihre besonderen Persönlichkeitsmerkmale (fehlendes zwischenmenschliches Einfühlungsvermögen und weitere soziale Defizite) geraten in den Fokus und treten stärker hervor. Auslöser hierfür ist zusätzlich zum Tod ihres Vertrauten Hans ihre Mutter, die erstmals in der Serie auftaucht. Diese bedrängt Saga und stirbt schließlich, wobei zunächst unklar ist, ob es sich um einen Suizid oder einen Mord handelt. Es kommt der Verdacht auf, dass sie ihren Suizid so inszenierte, dass Saga verdächtigt wird, ihn verschuldet zu haben – eine späte Rache für eine Falschaussage, die Saga in jungen Jahren vor Gericht machte, um ihre Schwester der Familie zu entziehen. Auch Henrik Sabroe bringt derweil sein eigenes Familiendrama in die Geschichte ein. Es werden Handlungsstränge vorbereitet, die in die vierte Staffel führen. Saga und Henrik entdecken ihre Zuneigung zueinander, nachdem sie sich zum schnellen Sex in einer Bar begegneten. Saga lernt nach und nach Henriks Geheimnisse kennen: Er lebt mit den „Schatten“ seiner vermissten Frau und seiner Kinder, mit denen er spricht, als wohnten sie in seinem Haus, und hilft sich mit Tabletten über seine Depression hinweg. Henrik nähert sich Saga, deren Distanziertheit er schätzt und deren Verletzlichkeit er respektiert, nach und nach an. Ein Stück weit erkennt er sich in ihr wieder: Sie sind beide verletzte Randexistenzen, die, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, anders fühlen und denken als die meisten Menschen um sie herum.

Am Ende der Staffel erfährt Henrik, dass eine Leiche gefunden wurde, die als seine vermisste Frau identifiziert werden konnte. In der letzten Einstellung machen sich Henrik und Saga auf den Weg, um Henriks weiterhin verschwundene Kinder zu suchen.

Bemerkenswert an dieser Staffel ist, dass einige Handlungsfäden offen bleiben. So bleiben sowohl der Mord des Motivationsredners Claes an seinem Vater als auch der Mord am Drogendealer Lukas Stenstrup, einem Armee-Kameraden Morten Ankers, unaufgeklärt.

Staffel 4Bearbeiten

Unter der Öresundbrücke wird eine gesteinigte Frau gefunden. Sehr schnell erfahren Henrik Sabroe und sein Kollege Jonas Mandrup von der dänischen Polizei, dass es sich um Margrethe Thormod handelt. Diese war Direktorin der dänischen Ausländerbehörde und hatte sich kurz vor der Tat mit einem Taxi zu einer Schwulenbar fahren lassen. Möglicherweise hatte Margarete Thormod vor, einem homosexuellen Iraner beim Untertauchen zu helfen, den sie in ihrer Funktion als Leiterin der Ausländerbehörde abschieben musste.

Saga Norén ist anfangs noch in Haft, weil ihr der Tod ihrer Mutter angelastet wird. Nach einer erneuten Entscheidung wird Saga aus der Haft entlassen. Da es Verbindungen nach Schweden gibt, und da Saga noch eine intensive Beziehung zu Henrik Sabroe hat, beginnt sie sofort, trotz Jonas' Bedenken an der Lösung des Falls mitzuarbeiten. Zusätzlich recherchiert Saga im Zusammenhang des spurlosen Verschwindens von Henriks Familie.

Die finale Staffel besteht ebenfalls aus Parallelhandlungen, die erst im Laufe der Folgen zusammengeführt werden. Vieles geschieht auf der dänischen Seite. So spielen der Mann des ersten Opfers, der Psychologe Niels Thormod, und der Taxifahrer Dan Brolund, der Margrethe Thormod zur Schwulen-Bar gefahren hatte, eine Rolle. Daneben gibt es unter anderem einen Journalisten, Richard Dahlquist, und dessen Zwillingsbruder Patrik Dahlquist, der als Krankenhausclown arbeitet. Es gibt auch eine Gruppe von Waffenhändlern unter der Leitung von William Ramberg. Der Taxifahrer Dan Brolund war zeitweise als Kurier für William Ramberg unterwegs. Die Staffel zeigt die Stärken und Schwächen Sagas vor allem an der Beziehung zwischen ihr und Henrik Sabroe und bei den Befragungen der anderen Personen. Saga teilt ihre scharfen und zutreffenden auf Fakten bezogene Beobachtungen und ihre Schlüsse daraus mit, ohne zu bedenken, was Sie dadurch in der jeweiligen Situation mit anderen Menschen auslösen könnte. Bei der Wahrnehmung ihrer eigenen Gefühle und der Gefühle anderer versagt sie.

Henrik Sabroe nimmt zwei minderjährige Diebinnen bei sich zu Hause auf. Die beiden hatten dem iranischen Asylbewerber ein Handy gegeben, von dem Margrethe Thormod kurz vor ihrer Ermordung angerufen worden war. Die beiden Mädchen erinnern Henrik Sabroe an seine verschwundenen Töchter. Henrik hofft, von den Mädchen Angaben darüber zu erhalten, wem sie das besagte Handy gestohlen haben. Saga und Henrik finden derweil im Versteck der Diebinnen die Geldbörse von Susanne Winter, die für den Psychologen Niels Thormod arbeitet.

Die dänische Polizei findet den Iraner, vernimmt ihn und lässt ihn später scheinbar entkommen. Ohne es zu wissen, ist seine Armbanduhr mit einem Peilsender versehen, um seine Kontakte und Aktivitäten beobachten zu können. Die Aktion misslingt, da der Iraner die mit dem Peilsender versehene Uhr für eine Pistole eintauscht. Der Iraner hatte beobachtet, dass Margrethe Thormod kurz vor ihrer Ermordung in einen schwarzen Wagen eingestiegen war, und findet heraus, dass der Besitzer dieses Wagens Morgan Sonnig heißt. Der Iraner macht Morgan Sonnig ausfindig, bedroht ihn mit der Waffe und nimmt ihm Geld und sein Auto ab. Mit einer Fahndung nach dem Auto Morgan Sonnigs wird der Iraner schnell wieder gefasst. Er nimmt dabei eine Polizistin als Geisel, erschießt sich jedoch noch während der Geiselnahme. Saga, die nur sehr schwer ein Gefühl für die Lage Anderer entwickeln und empfinden kann, hatte dem Iraner noch während der Geiselnahme unmissverständlich klar gemacht, dass er nach dem Ende der Geiselnahme und der Verbüßung einer Haftstraße mit einer Abschiebung rechnen müsse.

Der Taxifahrer Dan Brolund macht das Versteck seiner untergetauchten Ex-Frau und seines Sohnes Christoffer in einer abgesicherten Siedlung ausfindig, sucht sie auf und bedroht seine Ex-Frau. Im nahegelegenen Wald trifft der Vater zufällig auch seinen Sohn, der dort mit dem Dorfbewohner Frank Wahlgren unterwegs ist, und bedroht auch diesen. Christoffer trifft seinen Vater mit einer Jagdwaffe tödlich, als er vor seinem Vater zurückweicht und dabei stolpert. Frank Wahlgren beseitigt die Leiche Dan Brolunds. Er kümmert sich außergewöhnlich stark um Christoffer und seine Mutter und überredet die Mutter, bei sich einzuziehen.

In der Zwischenzeit kommen weitere Menschen und ein Tier zu Tode. Patrik Dahlquist stirbt durch einen Stromschlag. Der Waffen- und Drogenhändler William Ramberg wird dazu gebracht, seine eigene kleine Tochter im Glauben zu vergiften, sie retten zu müssen. Das Pferd einer Einsatzleiterin der Polizei wird in einen Pferdewagen gesperrt und durch Einleiten von Gas getötet. Im Briefing stellt Saga fest, dass in den aktuellen Fällen Hinrichtungsarten der Todesstrafe angewendet wurden.

Saga und Henrik, deren Verhältnis in der Zwischenzeit auf einem Tiefpunkt angelangt ist, konzentrieren sich zunächst auf mögliche Zusammenhänge zwischen den Opfern. Nach der Tötung des Pferdes verschieben sie den Fokus der Ermittlungen auf die Angehörigen. Henrik findet tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den Angehörigen der Opfer und nicht zwischen den Opfern selbst.

Der Schlüssel zur Lösung des Falls liegt vier Jahre zurück: Sabroe hatte damals einen Informanten unter den Waffen- und Drogenhändlern, Tommy Petersen. Tommy wurde bei einem Versuch, William Ramberg auffliegen zu lassen, allein gelassen. Tommy musste danach sofort aus der Sache aussteigen und suchte Hilfe beim Psychologen Niels Thormod, doch dieser half ihm nicht. Später wurde Tommy ermordet aufgefunden. Sein Körper wies deutliche Spuren von Folter auf. Tommy hinterließ seine Frau Nicole Johannson und seinen Sohn Brian. Brian ist heute 21 Jahre alt. Er sitzt im Rollstuhl, nachdem er unter Drogeneinfluss und in der Trauer um den Tod seines Vaters von einem Balkon gestürzt war.

Nicole Johannson ist nun die Frau des Bruders von Martin Sonnig. Es stellt sich heraus, dass Nicole die Möglichkeit hatte, sich die Schlüssel von Sonnigs Wagen zu verschaffen, der im Zusammenhang mit der Ermordung von Margarethe Thormod steht. Brian und Henrik hatten sich mittlerweile in einer Selbsthilfegruppe kennengelernt.

Saga und Henrik wird klar, dass der Täter an denen Rache nimmt, die Tommy Petersen damals im Stich gelassen hatten, und an denen, die ihn gefoltert und ermordet hatten, indem er dafür sorgt, dass sie Nahestehende verlieren: der Psychologe Niels Thormod (Steinigung), die Einsatzleiterin der Polizei, die den Einsatz abgelehnt hatte (Gas), der Journalist (Strom), der Drogenhändler (Gift). Saga und Henrik wissen nun, wo sie suchen müssen, können aber einen weiteren Mord nicht verhindern: Henrik findet die Freundin eines damaligen Freunds von Tommy Petersen erhängt vor. Es bleiben damit noch Enthauptung und Erschießung sowie Henrik und seine Chefin, Lillian Larsen. Beide haben Tommy Petersen damals bei dessen Aktion gegen die Waffenhändler ebenfalls nicht unterstützt.

Endlich gibt es einen Hinweis auf Henriks Tochter Astrid. Sie lebt in der abgesicherten Siedlung, in der auch Christoffer und seine Mutter leben, und wird als Tochter von Frank Wahlgren ausgegeben. Astrid freundet sich mit Christoffer an. Kurz bevor Frank Wahlgren die Nerven verliert, kann Astrid gerettet werden.

Die Freude über die Rettung Astrids wird jäh unterbrochen, als Lillian Larsen das exhumierte Haupt des ermordeten Polizeichefs Hans Pettersson in einem Geschenkkorb geliefert wird. Saga erkennt einen weiteren Zusammenhang zwischen Personen: Silas Thuksen, der Besitzer der Schwulen-Bar, in dem Margrethe Thormod ihr letztes Treffen hatte, und ein Clan-Mitglied Rambergs, das bei Tommys Aktion vor vier Jahren erschossen wurde, waren Brüder.

Der Psychologe Niels Thormod hat sich zwischenzeitlich der beiden Diebinnen angenommen. Während einer gemeinsamen Fahrt ins Kino erkennt eines der beiden Mädchen an der Handtasche von Thormods Sekretärin, Susanne Winter, einen Anhänger, der zum gestohlenen Handy passt. Die Mädchen verschwinden zunächst, Winter stellt sie aber vor Henriks Haus. Kurz danach kommt Saga dazu. Nach einem kurzen Wortwechsel wird Saga telefonisch über Winter informiert. Beim Umkehren schießt Winter Saga auf offener Straße an. Dank ihrer Schussweste bleibt Saga handlungsfähig und verursacht einen Unfall des flüchtenden Wagens.

Letztlich stellt sich heraus, dass Susanne Winter Tommy Petersens Freundin war. Sie gesteht voller Stolz die sechs Morde.

Im Showdown überrumpelt Brian Petersen Henrik in dessen Haus und schießt Astrid vor seinen Augen ins Bein, um Henrik leiden zu sehen. Saga macht dem Spuk ein Ende.

Besetzung und SynchronisationBearbeiten

Die deutsche Synchronisation entstand nach Dialogbüchern von Cay-Michael Wolf (Staffel 1), Manja Condrus (Staffel 2), Carsten Bengelsdorf (Staffel 3) und Michael Schlimgen (Staffel 4) unter der Dialogregie von Wolf durch die Synchronfirma Film- & Fernseh-Synchron in Berlin.[8]

BesetzungBearbeiten

Rollenname Schauspieler Folge Synchron­sprecher[8]
Saga Norén Sofia Helin 1.01–4.08 Antje von der Ahe
Martin Rohde Kim Bodnia 1.01–2.10 Frank Röth
Hans Pettersson Dag Malmberg 1.01–3.08, 4.04, 4.06 Florian Krüger-Shantin
John Rafael Pettersson 1.01–3.10, 4.02–4.08 Viktor Neumann
Lillian Larsen Sarah Boberg 1.03–2.01, 2.04–3.08, 3.10, 4.01–4.08 Arianne Borbach
Sebastian Sandstrod/Jens Hansen Lars Simonsen 1.01, 1.03–2.10 Peter Reinhardt
Henrik Sabroe Thure Lindhardt 3.01–4.08 Gerrit Schmidt-Foß
Linn Björkman Maria Kulle 3.01–3.10, 4.01–4.03, 4.07 Ilona Schulz
Jonas Mandrup Mikael Birkkjær 4.01–4.08 Matthias Klie

Figuren

  • Saga Norén: Saga ist eine hochrangige Polizistin im Dienst der Kriminalpolizei von Malmö. Sie hat Probleme im Umgang mit ihren Mitmenschen, vor allem wenn es um Empathie geht, handelt dabei jedoch nicht in böser Absicht. Sie zeigt dabei deutliche Merkmale des Asperger-Syndroms. Zwischenmenschliche Beziehungen über den Job hinaus sind bei ihr eine Seltenheit, meistens schläft sie, ohne Zuneigung zu empfinden, mit fremden Männern. Neben ihrer Schwester, Jennifer, die sich als Jugendliche das Leben nahm, konnten nur ihr Vorgesetzter Hans sowie ihre Kollegen Martin und Henrik näher zu ihr vordringen. Saga fällt oft durch ihre schmerzhaft direkte und ehrliche Art, aber auch durch ihre logische und klare Herangehensweise, die sie zu einer sehr kompetenten Ermittlerin macht, auf. Sie leidet gelegentlich an Schlafstörungen, liest gerne und fährt einen Porsche 911 S von 1977, den sie nach einer gewonnenen Wette von einem damaligen Mitrekruten an der Polizeischule bekam. Im Verlauf der Handlung stirbt ihr Vater, ihre Mutter begeht Selbstmord, sie sitzt für ein Jahr unschuldig im Gefängnis und wird schwanger von Henrik, treibt das Kind aber ab.
  • Henrik Sabroe: Henrik arbeitet als Ermittler für die Kriminalpolizei von Kopenhagen und nimmt nach Martin und Hanne den Platz an der Seite von Saga bei der Zusammenarbeit zwischen den beiden Dienststellen ein. Was Saga an Mitgefühl und Einfühlungsvermögen fehlt, macht er wett, darüber hinaus verhält er sich während der Ermittlungen ähnlich fanatisch wie seine Kollegin. Henrik ist süchtig nach Aufputschmitteln und kämpft auch, nachdem er clean ist, immer wieder damit. Hauptauslöser für Rückfälle sind wiederkehrende Halluzinationen seiner Frau Alice und seiner Töchter Astrid und Anna, die vor mehreren Jahren spurlos verschwanden – seitdem wohnt Henrik allein im Haus der Familie und nutzt jede freie Minute, um neue Erkenntnisse über ihren Verbleib zu erlangen. Trotz allem geht er im Verlauf der Handlung eine Beziehung zu Saga ein. Zum Abschluss der Handlung trifft er auf seine mittlerweile zu einem Teenager herangewachsene Tochter Astrid.
  • Martin Rohde: Martin ist der erste dänische Partner an Saga Noréns Seite, nachdem auf der beide Länder verbindenden Öresundbrücke eine Leiche gefunden wird. Der sorgsame Familienvater ist mit Mette verheiratet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit der komplizierten Persönlichkeit der Schwedin zurechtzukommen, bezeichnet diese ihn nach einiger Zeit der Zusammenarbeit sogar als Freund. Im Verlauf der Handlung lässt sich Mette von ihm scheiden und sein erwachsener Sohn August kommt ums Leben. Nach dem Mord an dessen Mörder Jens, einem ehemaligen Kollegen, zeigt Saga ihn an und er kommt ins Gefängnis.

NebenbesetzungBearbeiten

Rollenname Schauspieler Folge Synchron­sprecher[8]
Mette Rohde Puk Scharbau 1.01–2.01, 2.01–2.10 Sabine Arnhold
August Rohde Emil Birk Hartmann 1.01–1.10 Jeffrey Wipprecht
Göran Söringer Dietrich Hollinderbäumer 1.01, 1.02, 1.04 Ernst Meincke
Sonja Lindberg Maria Sundbom 1.03, 1.05–1.08
Bjørn Rasmussen Morten Suurballe 1.03–1.04
Lasse Jönsson Martin Norén 1.03–1.05
Anja Björk Fanny Ketter 1.02–1.05 Victoria Frenz
Daniel Ferbé Christian Hillborg 1.01–1.07 Leonhard Mahlich
Charlotte Söringer Ellen Hillingsø 1.01–1.05 Silke Matthias[9]
Stefan Lindberg Magnus Krepper 1.01–1.07 Oliver Stritzel
Anne Kristina Brändén 1.01–1.10 Dana Friedrich
Rechtsmediziner Gabriel Flores Jair 1.01, 1.02, 2.04, 2.06, 2.09, 2.10, 3.02, 3.05–3.07, 3.10, 4.02, 4.04, 4.07, 4.08 Matthias Rimpler
Jakob Sandberg Daniel Adolfsson 2.01–2.09 Karlo Hackenberger
Gertrud Kofoed Camilla Bendix 2.03, 2.07–2.10 Andrea Aust
Laura Möllberg Julia Ragnarsson 2.01–2.08 Janin Stenzel
Julian Madsen Peter Christoffersen 2.02–2.05
Matilde Madsen Stephanie Léon 2.02–2.04
Mads Nielsen Jakob Oftebro 2.02–2.04
Niklas Svensson Alexander Öhrstrand 2.01–2.04 Tim Knauer
Katarina Lövgren Ronja Svedmark 2.02–2.04
Rasmus Larsson Henrik Lundström 2.02–2.10, 3.05–3.06, 3.08–3.10 Nico Mamone
Pernille Lindegaard Vickie Bak Laursen 2.02–2.10 Petra Konradi
Marcus Stenberg Fredrik Hiller 2.01, 2.06, 2.07, 2.09 Peter Flechtner
Caroline Brandstrup Lotte Munk 2.01–2.10 Sabine Falkenberg
Victoria Nordgren Tova Magnusson-Norling 2.04, 2.06–2.10
Oliver Nordgren Sven Ahlström 2.05–2-09 Bernd Vollbrecht

SoundtrackBearbeiten

Die Titelmusik des Vor- und Abspanns heißt Hollow Talk und stammt von der dänischen Band Choir Of Young Believers.[10]

AusstrahlungBearbeiten

Die erste Folge der ersten Staffel wurde am 21. September 2011 in Schweden und am 28. September 2011 in Dänemark erstausgestrahlt.[11] Die weiteren Folgen wurden danach bis Ende November 2011 jeweils mittwochs fast gleichzeitig in Dänemark und Schweden gesendet. Produziert wurde sie im Auftrag von DR, dem dänischen öffentlichen Fernsehsender DR1 und SVT, dem schwedischen öffentlichen Fernsehen, dem ZDF und durch unabhängige Produktionsgesellschaften in den Ystad-Filmstudios.

In Deutschland wurde die erste Staffel erstmals vom 18. März 2012 an jeweils sonntagabends gegen 22 Uhr vom Koproduzenten ZDF ausgestrahlt in Form von insgesamt fünf Doppelfolgen à 110 Minuten. Die erste Folge sahen 3,36 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 17,0 % entsprach.[12]

Die Fernsehserie wurde außerhalb Dänemarks und Schwedens durch ZDF Enterprises auch in das Vereinigte Königreich verkauft. Die Rechte erhielt die BBC, die die Serie auf BBC Four 2012 zeigte.[13][14]

Die zweite Staffel lief in Schweden, Norwegen, Finnland und Island erstmals zwischen dem 22. September und dem 24. November 2013 und seit Januar 2014 in England; im ZDF wurde die zweite Staffel in fünf Doppelfolgen vom 16. März bis zum 13. April 2014 gesendet.[15]

Premiere für die dritte Staffel in Dänemark und Schweden war der 27. September 2015. Die dritte Staffel wurde vom 14. Februar bis zum 7. März 2016 im ZDF ausgestrahlt, ebenfalls in fünf Doppelfolgen.[4]

Die vierte und bislang letzte Staffel wurde in Schweden ab dem 1. Januar 2018 gezeigt. Sie wurde seit dem 18. November 2018 in Deutschland im ZDF ausgestrahlt.

DVD- und Blu-ray-VeröffentlichungBearbeiten

Die erste Staffel der Serie erschien in Deutschland am 13. April 2012 auf DVD und am 12. Oktober 2012 auf Blu-ray.[1] Während die DVD allerdings – trotz Vorhandenseins der Originaltonspur – keine Untertitel besitzt, enthält die Blu-ray diese. Zudem wurden die zehn Folgen wieder zu fünf Doppelfolgen zusammengefasst.[16]

NeuverfilmungenBearbeiten

  • Im Jahr 2012 wurden sowohl von amerikanischer Seite[17] als auch von britisch-französischer Seite[18] Pläne für Neuverfilmungen in Anlehnung an die erste Staffel der Serie bekanntgegeben.
  • Die US-amerikanische Verfilmung The Bridge – America wurde vom 10. Juli 2013 bis 1. Oktober 2014 in zwei Staffeln vom Sender FX ausgestrahlt. Angelpunkt der Handlung ist die Brücke zwischen Ciudad Juárez (Mexiko) und El Paso, Texas (USA). Hauptdarsteller sind Diane Kruger, Demián Bichir und Matthew Lillard. Am 21. Oktober 2014 gab der Sender die Einstellung bekannt.[19]
  • Die Ausstrahlung der ersten Staffel der britisch-französischen Version The Tunnel bzw. Le Tunnel auf Sky Atlantic und Canal+ erfolgte Ende 2013 und war im Dezember abgeschlossen. Anstatt einer Brücke steht hier der Eurotunnel im Mittelpunkt. Hauptdarsteller sind Stephen Dillane und Clémence Poésy.
  • 2018 wurde eine russisch-estnische Version mit den Titeln Мост (russisch) und Sild (estnisch) ausgestrahlt. Die Hauptrollen werden von Ingeborga Dapkūnaitė und Mikhail Porechenkov verkörpert, die Handlung beginnt auf der grenzüberschreitenden Brücke über die Narwa.[20]
  • 2018 gab die zu PCCW gehörende Streaming-Plattform Viu bekannt, dass sie eine asiatische Version produziert, die im Grenzgebiet zwischen Malaysia und Singapur spielt.[21]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Die Brücke – Transit in den Tod. Fernsehserien.de, abgerufen am 19. Februar 2016.
  2. Niels Lind Larsen: 'Broen' flopper: Det går alt for hurtigt. BT, 29. September 2013, abgerufen am 3. Oktober 2018 (dänisch).
  3. Borgen 2 And Broen Finish Season With Panache. Nordisk Film & TV Fond, 2. Dezember 2011, archiviert vom Original am 4. September 2012; abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch).
  4. a b Marcus Kirzynowski: "Die Brücke" Staffel 3 ab Februar im ZDF. Wunschliste.de, 13. Oktober 2015, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  5. ”Rodhe” hoppar av ”Bron” i protest. Svenska Dagbladet, 8. Juni 2014, abgerufen am 3. Oktober 2018 (schwedisch).
  6. Katharina Schmidt-Hirschfelder: Judenhass am Öresund – Schauspieler sagt Teilnahme an Krimiserie ab. Jüdische Gemeinde warnt vor Generalisierungen. In: Jüdische Allgemeine. Zentralrat der Juden in Deutschland, 18. Februar 2016, abgerufen am 19. Februar 2016.
  7. Matthias Hannemann: So eine umständliche Vorgehensweise. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Februar 2016, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  8. a b c Die Brücke – Transit in den Tod. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 4. Januar 2017.
  9. Denis Bergemann: Ellen Hillingsø deutsche Synchronstimmen | Schauspieler | Filme | Serien | Hörproben | Online. Abgerufen am 7. September 2019.
  10. Choir of Young Believers – Hollow Talk (2011). New Music United, 30. September 2011, abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch).
  11. Die Brücke – Transit in den Tod. In: Zelluloid.de. Archiviert vom Original am 12. Februar 2013; abgerufen am 29. August 2018.
  12. Manuel Weis: Krimis punkten: Starke Quoten für «Mentalist» und «Die Brücke». Quotenmeter.de, 19. März 2012, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  13. BBC Four acquires two new Scandanavian drama series. BBC, 4. Oktober 2011, abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch).
  14. ZDF Enterprises verkauft zwei neue skandinavische Krimiserien an BBC Four. ZDF, 3. Oktober 2011, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  15. Die Brücke – Transit in den Tod: Staffel 2. In: ZDF. Archiviert vom Original am 18. April 2014; abgerufen am 29. August 2018.
  16. Die Brücke – Transit in den Tod. OFDb.de, 16. April 2012, abgerufen am 16. Februar 2016.
  17. Alison Willmore: AMC Cancels ‘The Killing’ While FX Orders a Pilot for a Scandinavian Remake of Its Own. IndieWire, 30. Juli 2012, abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch).}
  18. Canal+ and Sky Atlantic team up for Bron/Broen remake. SpoilerTV, 25. Mai 2012, abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch). Canal+ and Sky Atlantic team up for Bron/Broen remake
  19. James Hibberd: 'The Bridge' canceled by FX. Entertainment Weekly, 21. Oktober 2012, archiviert vom Original am 2. November 2015; abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch).
  20. Мост. Weit Media, abgerufen am 3. Oktober 2018 (russisch).
  21. Patrick Frater: Asian Adaptation of ‘The Bridge’ Secures Support From Rivals Viu and HBO. In: Variety. Penske Media Corporation (PMC), 28. August 2018, abgerufen am 3. November 2018.