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Die Kontaktliste (hier am Beispiel von Gajim) ist ein typisches Merkmal von Instant Messengern.

Instant Messaging [ˌɪnstənt ˈmɛsɪdʒɪŋ] (kurz IM; englisch für sofortige Nachrichtenübermittlung) oder Nachrichtensofortversand ist eine Kommunikationsmethode, bei der sich zwei oder mehr Teilnehmer per Textnachrichten unterhalten. Dabei löst der Absender die Übermittlung aus (sogenanntes Push-Verfahren), so dass die Nachrichten möglichst unmittelbar (englisch „instant“) beim Empfänger ankommen. Damit Nachrichten übertragen werden können, müssen die Teilnehmer mit einem Computerprogramm (genannt Client) über ein Netz wie das Internet direkt oder über einen Server miteinander verbunden sein. In der Regel können Nachrichten auch abgeschickt werden, wenn der Gesprächspartner gerade nicht online ist; die Nachricht wird dann später an den Empfänger ausgeliefert.

Viele Instant-Messenger unterstützen zusätzlich die Übertragung von Dateien und Audio- und Video-Streams.

Benutzer können sich gegenseitig in ihrer Kontaktliste führen und sehen dann an der Präsenzinformation, ob der andere zu einem Gespräch bereit ist.

Als erster Internet-weiter Instant-Messaging-Dienst gilt das 1996 gestartete ICQ. Instant Messaging ist eine sehr verbreitete Telekommunikationsform, insbesondere als Ersatz für den teuren SMS (Short Message Service) im Mobilfunk. Mit zunehmender Verbreitung von Smartphones und mobilen Internet-Zugängen wuchs IM zu einem der meistgenutzten Dienste auf Mobilgeräten. Die Snowden-Enthüllungen und Facebooks Aufkauf des populären Messaging-Dienstes WhatsApp führten zu großer Nachfrage nach verschlüsselten Produkten und zur Entwicklung von zahlreichen neuen verschlüsselten Alternativanbietern, die oft auch Open Source verfügbar sind.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

ProtokolleBearbeiten

Benutzer können nur mit Gesprächspartnern kommunizieren, die dasselbe Protokoll benutzen. Die meisten IM-Dienste benutzen eigene, proprietäre Protokolle, wie zum Beispiel ICQ, WhatsApp und Skype.

Daneben gibt es offene Protokolle, welche mehrheitlich in offenen Standards als RFCs definiert sind, so IRC, XMPP, WebRTC und Tox. Für diese offenen Protokolle gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Clients für diverse Betriebssysteme. Die Client Benutzer sind somit nicht an einen bestimmten IM-Dienst gebunden, sondern lediglich an ein offenes und standardisiertes Protokoll. – Als Analogie kann der Vergleich mit dem ebenfalls föderierten E-Mail System dienen, wo der Benutzer lediglich an offene und standardisierte Anwendungsprotokolle wie SMTP, POP3 oder IMAP, aber nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden ist.

BegriffBearbeiten

Der Ausdruck „Instant Message“ wurde von Paul Linebarger geprägt. Er beschrieb damit in seinen Science-Fiction-Geschichten aus den 1960er Jahren Nachrichten, die mit Überlichtgeschwindigkeit über interstellare Distanzen hinweg verschickt werden konnten. Seine „sofortigen Nachrichten“ galten als extrem teuer, und er schrieb einige Episoden, die die Unerschwinglichkeit dieser Nachrichten zum Thema hatten.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tilman Frosch, Christian Mainka, Christoph Bader, Florian Bergsma, Joerg Schwenk, Thorsten Holz: How Secure is TextSecure? 2014 (iacr.org [PDF]).
  2. Adams, David / Maier, Ann-Kathrin (2016): BIG SEVEN Study, open source crypto-messengers to be compared – or: Comprehensive Confidentiality Review & Audit: Encrypting E-Mail-Client & Secure Instant Messenger, Descriptions, tests and analysis reviews of 20 functions of the applications based on the essential fields and methods of evaluation of the 8 major international audit manuals for IT security investigations including 38 figures and 87 tables,. English / German Language, Version 1.1 Auflage. Tokyo / Munich 2016, S. 305, (URL: https://sf.net/projects/goldbug/files/bigseven-crypto-audit.pdf).