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Maybrit Illner

deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin
Maybrit Illner, 2016
Maybrit Illner als Jurorin, 2018 bei ihrer Laudatio auf Souad Mekhennet zur Ludwig-Börne-Preis-Verleihung in der Frankfurter Paulskirche

Maybrit Illner, geb. Klose (* 12. Januar 1965 in Ost-Berlin), ist eine deutsche Journalistin, Fernsehmoderatorin und Autorin.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Illner studierte nach dem Abitur an der Erweiterten Oberschule Friedrich Engels (heute: Andreas-Gymnasium) im Ost-Berliner Bezirk Friedrichshain von 1984 bis 1988 an der Sektion Journalistik der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Anschließend arbeitete sie als Sportjournalistin für das Fernsehen der DDR. 1989 wechselte sie in die Auslandsredaktion des Deutschen Fernsehfunks. Im Jahr 1986, noch während ihres Studiums, trat sie in die SED ein, verließ die Partei aber 1989 wieder. Danach moderierte Illner bis zur Auflösung des Deutschen Fernsehfunks Ende 1991 die Sendereihen azur – das Reisejournal und Abendjournal.

Als politische Redakteurin des ZDF gehörte sie ab 1992 zu den Moderatoren des ZDF-Morgenmagazins, dessen Leitung sie 1998 übernahm. Gelegentlich vertrat sie Ulrich Kienzle beim Nachrichtenmagazin Frontal. Im Oktober 1999 wurde ihr die Leitung der ZDF-Sendung Berlin Mitte angetragen; der Titel der Sendung wurde am 14. März 2007 in Maybrit Illner geändert. Sie war Co-Moderatorin der Fernsehduelle zur Bundestagswahl 2002, 2005, 2009, 2013 und 2017.

Vom 4. September 2010 bis 9. Dezember 2012 moderierte sie zusätzlich zu ihrer Talkshow im Wechsel mit Claus Kleber und Marietta Slomka das heute-journal (ca. 40 Sendungen pro Jahr) als Nachfolgerin von Steffen Seibert, der Regierungssprecher wurde.[1][2] Sie wurde im Laufe des Jahres 2013 von Christian Sievers abgelöst. Von da an konzentrierte sich Illner wieder ausschließlich auf ihre Talkshow.[3]

Nachdem Jörg Pilawa im Januar 2013 seinen Wechsel vom ZDF zur ARD bekannt gegeben hatte, moderierte sie die zweiteilige Gala zum 50-jährigen Jubiläum des ZDF, die am 28. und am 30. März 2013 ausgestrahlt wurde.

PrivatesBearbeiten

Illners Vorname wurde eigenen Angaben zufolge dem schwedischen Vornamen Maj‑Britt nachempfunden.

Maybrit Illner war ab 1988 mit Michael Illner verheiratet, von dem sie sich im November 2007 trennte und später scheiden ließ.[4] Seit dem 14. August 2010 ist sie in zweiter Ehe mit René Obermann verheiratet. Sie lebt in Berlin und in Bonn.

Illner reiste im Juni 2003 als Botschafterin für das Deutsche Rote Kreuz in den Irak und 2004 nach Pakistan. Sie unterstützt den Verein „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e. V.“, der sich bundesweit gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt einsetzt.

AuszeichnungenBearbeiten

PublikationenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Maybrit Illner – Sammlung von Bildern
  Wikiquote: Maybrit Illner – Zitate

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. ZDF: Matthias Fornoff wird neuer „heute“-Moderator / Maybrit Illner moderiert zusätzlich das „heute-journal“. 2. August 2010. Abgerufen am 2. August 2010.
  2. ZDF: Interview mit Maybrit Illner. 2. August 2010. Abgerufen am 2. August 2010.
  3. facebook-Seite von ZDFheute stellt den neuen Moderator vor
  4. Was findet sie an diesem harten Boss so sexy? gala.de. Abruf am 29. Juni 2018