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Realfilm

Film oder eine Fernsehserie, die über lebende und reale Schauspieler verfügt

Realfilm (auch Realverfilmung; engl. live action movie) bezeichnet einen Film oder eine Fernsehserie, die über lebende und reale Schauspieler verfügt. Das Gegenstück zum Realfilm ist der Animationsfilm, mit seinen Untergattungen wie Zeichentrickfilm oder Computeranimationsfilm. Vom Trickfilm unterscheidet sich der Realfilm dadurch, dass Vorgänge, Ereignisse und Handlungen in einem Abbild der realen oder real gedachten Welt von photographisch abgebildeten realen Lebewesen spielend und sprechend vor der Kamera initiiert oder inszeniert werden.[1]

Der Begriff Realfilm wird häufig zur Unterscheidung von Cartoon-Serien und ihren Spielfilm-Adaptionen, z. B. Flintstones – Die Familie Feuerstein oder 101 Dalmatiner, verwendet; ebenso bei filmischen Mischformen wie Mary Poppins oder Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Seit den 1990er Jahren mehren sich die Beispiele für eine Durchmischung der Stilmittel Animation und Realfilm; also Spielfilme in die (meist computergenerierte) Animations-Sequenzen eingebaut wurden, etwa Matrix, Lola rennt oder Kill Bill. Auch in halbdokumentarischen Filmen wie Bowling for Columbine oder American Splendor werden zunehmend animierte Sequenzen als zusätzliches Stilmittel verwendet.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stefan Neuhaus: Literatur im Film: Beispiele einer Medienbeziehung, Königshausen & Neumann 2007, S. 356 (Online)
  2. Rainer Leschke und Jochen Venus: Spielformen im Spielfilm: Zur Medienmorphologie des Kinos nach der Postmoderne, Transcript 2007, S. 41 (Online)